Besuch an der ehem. innerdeutschen Grenze im Eichsfeld

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Holger
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Besuch an der ehem. innerdeutschen Grenze im Eichsfeld

Ungelesener Beitragvon Holger » Montag 18. September 2006, 15:13

Hallo Leute,

stimmt, das Thema passt hier eigentlich gar nicht rein. Aber da wir uns alle mit einer ganz bestimmten vergangenen Epoche beschäftigen, denke ich, dass man diese Epoche auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten sollte/könnte.

Am Wochenende habe ich mit meiner Family den ehemaligen Grenzübergang Worbis/Duderstadt (B247) im Eichsfeld besucht. Dieser Grenzübergang wurde für den grenznahen Verkehr am 21.06.1973 errichtet. Man gelangt dort von Teistungen (EIC) in Thüringen nach Gerblingerode (DUD bzw. GÖ) in Niedersachsen. Man kann dort heute noch im Grenzlandmuseum den ehemaligen - WAHNSINNIGEN - technischen Aufwand erkennen, den die DDR-Regierung betrieb, um die Grenze undurchdringlich zu machen.

Man gelangt auf dem Weg von Worbis nach Teisungen durch die Ortschaft Ferna, nach der bereits die ertste Sperrung erfolgte. Für normalsterbliche war also hier - ca. 5 km vor der eigentlichen Grenze - kein durchkommen mehr. Die Ortschaft Teistungen war also für den Personenverkehr bereits gesperrt. Am Ortsausgang Teistungen in Richtung Duderstadt wurde ein weiterer Zaun errichtet, der die 500m-Sperrzone begrenzte. In dieser 500m-Zone lag das damalige, im 13 Jhd. begründete, Frauenkloster Teistungenburg, welches daraufhin völlig zerfiel. Davon konnte im Nachhinein nur noch das Eingangstor und der Kuhstall retten.
Direkt hinter diesem Kloster verlief der sogenannte "Kolonnenweg", der von der NVA als Kontrollstreifen entlang des ca 20m entfernten Grenzzaunes genutzt wurde. Dieser Grenzzaun bildete allerdings noch nicht die eigentliche "Staatsgrenze". weitere 50m, von DDR-Seite aber "eigentlich" nicht mehr zu erreichen, wurden genutzt, um den Zaun auch von der Gegenseite aus zu bewachen. Das blieb aber absolut systemtreuen Personen vorbehalten ...klar.

Dieses Erlebnis hat mich deraert bewegt und interessiert, dass ich mich freuen würde, bei allem Wartburginteresse, auch einen politischen Gedankenanstoß liefern zu können.

Hier ein paar Bilder:
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Der Mühlenturm: Sitz der dortigen Grenzkomandatur

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Grenzverlauf: Der Wald im Hintergrund ist bereits Niedersachsen

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Aberfertigungsgebäude und "Garage" In dieser Garage wurde im Verdachtsfall ein Fahrzeug komplett durchsucht.

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"Politik" am Übergang

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Einsatz-353er der Grenztruppen. Da dieses Fzg. bereits seit 11 Jahren dort steht, ist es in miserablen Zustand. Das tut aber der Austellung nichts.

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PKW-Schnellsperre, 120m von der eigentlichen Grenze entfernt.

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Gräben als PKW-Sperre

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Der Zaun.

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Über der Zaun von Ost nach West geblickt.

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Der nun befahrbare Kolonnenstreifen -> eigentlich verboten ;--)

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Blick von West nach Ost (im Hintergrund das Ohmgebirge).

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Der Pferdebergturm im Westen. Hier wurden jährlich 300000 Touristen rangekarrt zum Grenze gaffen. Ausserdem diente der Turm dem BGS und dem Zoll als Beobachtungspunkt.

Gruß
Holger
Zuletzt geändert von Holger am Freitag 6. Juli 2007, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Rolf
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Re: Besuch an der ehem. inneredeutschen Grenze im Eichsfeld

Ungelesener Beitragvon Rolf » Montag 18. September 2006, 16:28

Danke, Holger, für Deinen Bericht!
Auch die Fotos sind aussagekräftig... Danke!

Meine Erinnerung an diese Zeit ist sehr lebendig!
In so einer Garage (an einem anderen Grenzübergang) wurden wir auch schon über einige Stunden komplett gefilzt und nachdrücklich genervt.

Vieles ist vielleicht vorschnell geschleift worden. Ich kann das im Grundsatz verstehen. Die gesamten Sperranlagen waren wirklich nicht wirklich "schön"!
Ich wäre jedoch dafür gewesen, die Punkte des Erinnerns dichter zu setzen.

So war ja der heutige "Rasthof Eisenach" zuletzt Grenzabfertigung. Die überdachte Tankanlage hat noch heute das DDR-Echo in meinen Ohren. Wenn man dort einen Kofferraum öffnet, hört man unwillkürlich die Anweisungen der Grenzer. Mir geht es jedenfalls so!

Wenig weiter, auf der A4 in Richtung Eisenach war ein Intershop. Den gibt es auch noch. Heute eine Mini-Rastsätte...

Im "Westen" war das nicht wesentlich besser!
In Herleshausen gab es eine großzügige Kontrollstelle auf der West-Seite. Das Idiotische Schild "Amtsplatz Anfang" habe ich noch vor meinem inneren Auge. Hier wurden die Visa-Stempel unserer Reisepässe stets mit großem Interesse abgelichtet und (wem auch immer) übermittelt!
Ich glaube kaum, dass die Aktivitäten (und Akten) des West-Geheimdienstes jemals auf derartigen "Sperrmüll" durchforstet wurden.
Ich hatte zwar nie die Absicht, mich für den öffentlichen Dienst zu bewerben, bin aber sehr sicher, dass dies auch heute noch zu einer Befragung führen würde...

Die Autobahn war zwischen Herleshausen und Obersuhl nicht befahrbar, weil man sich über einen Zipfel verworrnen Grenzverlauf nicht einigen konnte. Dieser Abschnitt musste via B 400 umfahren werden.

Von der Westseite aus habe ich die Grenze gelegentlich besucht.
Es war eigenartig. Zugleich mitten in Deutschland und doch am "Arsch" der Welt. Idyllische Ruhe und gespenstische Gegenwart des Zaunes.
Zuweilen war dort die Zeit wie stehen geblieben. Daran konnten auch die recht großzügigen Beihilfen für das "Zonenrandgebiet" nicht viel ändern.

Trotz aller Reise-Routine, die sich später auch wegen der Kontrollen eingestellt hat, diese mulmige Gefühl war nie wirklich weg!
An den letzten (kontrollierten) Grenzübertritt kann ich mich auch noch erinnern. Das war zu Beginn der Währungs-Union. Der Reiseverkehr hatte sich vervielfacht. Die Grenzer waren nicht mehr wirklich mit Kontrollen befasst sondern winkten nur noch durch...

T'ja, ich habe es erlebt. In ziemlich allen seinen Schattierungen seit 1978 bis zur Wende. Es war zugleich ein absoluter Scheiss und doch hoch spannend.

Auch auf Westseite hat sich ja einiges geändert. So bestanden ja unübersehbar große Antennenanlagen, die mir nicht weiter bekannte, vermutlich militärische Aufgaben hatten.

Insgesamt bin ich froh, dass es vorbei ist!
Allerdings kann ich bei bestem Willen nicht sagen, dass ich mit allen Entwicklungen nun wirklich zufrieden wäre!

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Tobias Yello' Thunder
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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Mittwoch 18. Oktober 2006, 19:58

Rolf: Da müssen wir uns mal bei 'nem Bier drüber unterhalten.
Ich kenne DDR-Grenze "life" ja nur aus Erzählungen unserer "Westbesucher", aber das war schon schlimm genug. (Herbst 89 nach der Grenzöffnung bin ich nur mal eben in Westberlin gewesen - Begrüßungsgeld abholen und so. Hatte auch genug andere Probleme) Als ich dann Anno 90 erstmals diese Wahnsinnsanlagen das erste Mal zu Gesicht bekam, bekam ich noch im Nachhinein eine Stinkwut auf diese Bande. Die ist im übrigen auch heute noch nicht weg.
Schlimm fand ich, daß man immer - egal in welchem Falle - beim Kontakt mit DDR-Behörden das Gefühl vermittelt bekam, daß es keine Selbstverständlichkeit war, wenn man nicht verhaftet wurde ( oder seinen Antrag erfüllt bekam oder oder... - die Reihe ist ewig fortsetzbar), sondern eine Gnade.
Noch viel Schlimmer ist, daß bundesdeutsche Behörden das genausogut beherrschen. Oder sitzen dann einfach hier noch ein paar "Altlasten" drinnen, die noch nicht abgesägt werden konnten?

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CASI
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Ungelesener Beitragvon CASI » Mittwoch 18. Oktober 2006, 21:40

Hallo,
Im Frühjahr haben wir von unserem Trabantclub aus die alljährige Frühjahrsausfahrt nach Eisenach gemacht. Bei diesem Trip haben wir auch das Grenzmuseum Schifflersgrund in Bad Sooden-Allendorf besucht.
Ich kannte die ehemalige Deutsch-Deutsche Grenze noch aus den Jahren 1986 -1990 durch diverse Transitreisen nach Börlin, aber nach dem Besuch wurde mir doch etwas anders. :?
Mich wirft ja eigentlich nicht so schnell etwas aus der Fassung, aber nachdem mir bei der Führung erklärt wurde, wie unglaublich erfinderisch und perfide man diese Grenze gesichert hat und auch wie der Umgang mit den Grenzsoldaten war, das hat mich doch zutiefst erschüttert.
Ich bin im Januar 1990 das erste mal über diese Grenze als nicht Transitreisender gefahren, aus reiner Neugier auf das mir unbekannte Land im Land und musste feststellen, das die Grenze auch direkt nach der Öffnung noch sehr bedrohlich auf mich wirkte, zumal ich nicht wusste, ob ich auch ohne Visum hereinkam. Dazu folgende Story:
KleinCasi, damals noch Azubi hat direkt nach der Grenzöffnung eine Brieffreundschaft (vermittelt durch einen dummen Streich eines Freundes :evil: ) begonnen mit einem Mädel aus dem Beschaulichem Ort Miesterhorst in der Altmark.
Naja, dachte ich mir, vielleicht kann man ja das Brief auch streichen und so habe ich mir gedacht: Fährste mal hin. :smile:
Gesagt, getan. Freitags 15.00 fiel der Hammer in der Leerwerkstatt und ich hab mich in meinen 20 Jahre alten West Wartburg (BMW 2002) gewschwungen und bin losgerödelt. Laut Karte immer die A2 lang, Königslutter runter, richtung Norden, immer schön der Karte nach. Irgendwann, es war schon stockdunkel, kam ich dann in einem Nest namens Velpke an und nichts ging mehr. Ich bin bestimmt 5 mal durch den Ort gekreist, es ging einfach nicht weiter, weil keine Straße erkennbar war, die aus den Ort wieder rausführt. Nachdem ich dann einen Bauernhof nach dem x-ten mal passiert hatte, hielt mich der Bauer an, und fragte, ob ich zum Grenzübergang wollte, welches ich bejahte. Er sagte dann nur: Fahr auf die B188 und dann immer weiter gradeaus, auch wenn es zum Feldweg wird. Der Übergang ist erst ein paar Tage offen und die Straßenbauer bauen erst die großen Übergänge.
Gesagt, getan, weiter gings. 8)
Die B188 wurde wirklich zum Feldweg und nach geschätzten 2 Kilometern wurde es heller. Das muss Oebisfelde sein. Über eine Brücke ging es dann und dann kam das improvisierte Grenzhäusschen. Dort angehalten, nichts geschah... :grübel: - 5 Minuten gewartet, es geschah immer noch nix... :grübel: :grübel:
Hmm... mal nachfragen: Raus in die Kälte, ab zu dem Häuschen. Eine recht beleibte Dame in Uniform fragte mich sogleich, ob ich erst meinen Pass suchen müsse. Völlig verwirrt fragte ich warum??? - Die eiskalte Antwort war: Na, Sie glauben doch wohl nicht im ernst, das ich bei dieser Kälte aus dieser auch nur halbwegs warmen Behausung herauskomme!
Okay, schnell zum Auto, Pass geholt, Stempel rein, das "Herzlich willkommen in der Deutschen Demokratischen Republik" folgte dann schon in Herzlicheren Ton, gefolgt von dem Tipp, das bei Bergfriede die Straße gesperrt sei...
Naja, weiter gings. Rein nach Oebisfelde. Über hammerhartes Kopfsteinpflaster bin ich dann bestimmt 10 mal durch den Ort gerumpelt, bis ich dann endlich begriffen hatte, das die Hauptstraße nicht unbedingt gradeaus verläuft. Ich hatte das Schild mit der abknickenden Vorfahrt entdeckt! :shock:
Weiter gings, immer schön den Schildern folgen, das klappte dann und die Straße wurde auch immer besser. :smile: Auch ein Wessi ist lernfähig! :shock:
Kurz vor Bergfriede sah ich dann ein Großes Schild mit dem Titel: Umleitung, darunter dann ein wildes Gebilde, welches beschreiben sollte, wie man nun weiter kommt. Also angehalten und das Gebilde mit der Karte verglichen. :grübel:
Nachdem ich da durchgestiegen war, stellte ich fest, das ich einen Umweg von geschätzten 40 Kilometern hätte fahren müssen. Hmm, das tut nicht Not, vielleicht kommt man ja durch, also weitergefahren. :roll:
3 Kilometer weiter hörte die Straße auf und wurde zum Sandweg, wegen Neubau. Mist, geht doch wohl nicht. Recht ratlos stand ich dann dort und ein freundlicher Anwohner fragte mich dann, nachdem ich Ratlos die Karte nach einem kürzerem Weg absuchte, wo ich denn hin wollte. Miesterhorst war meine Antwort.
Er sagte: Fahr einfach über die Sandpiste. 2 Trabis und ein Wartburg sind heute schon durchgekommen. Gesagt, getan, ab in den Sand und mit viel Schwung durch. Mit Ach und Krach hab ich das dann auch geschafft und die letzten 10 Kilometer waren dann auch schnell abgespult.
Sichtlich verstört angekommen, wurde ich dann äusserst herzlich von meiner Brieffreundin empfangen und auch mit den Eltern kam ich sofort klar. Nachdem ich dann überreichlich mit Leberwurstbroten und reichlich Garley Bräu gemästet wurde, ging dieser Tag trotz aller Bedenken absolut ruhig und zufrieden zu Ende. Ich hab mich dort sofort wohlgefühlt, trotz allen Gegensätzen. :smile:
Falls es gewünscht wird, werde ich noch weiter aus dieser wilden Zeit schreiben. Da gibt es noch ein paar Anekdoten. ;)
Ach ja, von der Eisenachtour mit dem Grenzmuseum hab ich auch noch ein paar Bilder, ebenso gibt es dort auch noch Bilder aus dem neuen Wartburgmuseum ;)
http://www.trabi.dns2go.com/gallery/vie ... me=album44
Viele Grüße,
DerCASI
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Situation an der Autobahn bei Eisenach

Ungelesener Beitragvon Rolf » Donnerstag 16. November 2006, 21:12

Ich habe eher zufällig etwas gefunden, was die Situation an der Autobahn zwischen Eisenach und Bad Hersfeld noch mal beschreibt bzw. in Bildern zeigt:

http://www.autobahn-online.de/images/a4extra.html
Die Web-Seite ist übertriebener Ostalgie eher unverdächtig. ;)

Hier noch ein Link zum Thema "Thüringer Zipfel":
http://www.autobahngeschichte.de/Geschi ... ipfel.html

Mit dem Thema befasst sich auch dieser Artikel mit dem Titel "Der Bau der Reichsautobahn bei Friedewald" aus dem Beiblatt "Mein Heimatland" der Hersfelder Zeitung. (PDF-Datei)
http://www.hersfelder-zeitung.de/heimat ... _45_05.pdf

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Ungelesener Beitragvon Holger » Freitag 24. November 2006, 11:17

Ich durfte den "Ausbau" der A4 im Thüringer Zipfel direkt nach der Wende auch noch im Originalzustand erleben. Die Umleitung auf die B400 und wieder zurück auf die A4 war damals das blanke Chaos. Man fuhr durch verwaiste Brückenpfeiler, die mit Bäumen bewachsen waren. Die Natur war im Begriff sich alles wieder zurück zu holen. Heute erkennt man davon sicher gar nichts mehr.

Gruß
Holger
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Re: Besuch an der ehem. innerdeutschen Grenze im Eichsfeld

Ungelesener Beitragvon südharzer-wartbürger » Sonntag 14. August 2011, 19:49

Ich war heute auch an der ehem. innerdeutschen Grenze
Grenzlandmuseum  (1).JPG
Fahrzeugkontrolle bei der Zollabfertigung

Grenzlandmuseum  (2).JPG
Abfertigung für das Volk zu Fuß

Grenzlandmuseum  (5).JPG


Bei den folgenden Bildern habe ich die tafeln mit abgelichtet weil ich ein wenig schreibfaul -roll-

Grenzlandmuseum  (6).JPG
.

Grenzlandmuseum  (7).JPG

Grenzlandmuseum  (8).JPG

Grenzlandmuseum  (9).JPG

Grenzlandmuseum  (10).JPG

Grenzlandmuseum  (12).JPG

Grenzlandmuseum  (11).JPG

Grenzlandmuseum  (13).JPG
Grenzzaun und davor der Meldezaun

Grenzlandmuseum  (17).JPG
Grenzanlage blick nach Osten

Grenzlandmuseum  (27).JPG
Das Außengelände

Grenzlandmuseum  (28).JPG

Grenzlandmuseum  (29).JPG
Im Wachturm (Mühlenturm)
ES 250 Im zweiten Stockwerk

Grenzlandmuseum  (30).JPG
Unterkünfte der Grenzer

Grenzlandmuseum  (31).JPG

Grenzlandmuseum  (34).JPG
Aufstieg zur Kanzel des Turmes

Grenzlandmuseum  (35).JPG
Blick Richtung Grenze

Grenzlandmuseum  (36).JPG


Ein kleines Olditreffen auf den Parkplatz

Grenzlandmuseum  (37).JPG

Grenzlandmuseum  (38).JPG

Grenzlandmuseum  (39).JPG

Grenzlandmuseum  (40).JPG
Eine mir an einen PKW unbekannte Konstruktion

Grenzlandmuseum  (41).JPG
Gruß Tobias {winken}
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Wartburg,das richtige Auto im falschen Land

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Besuch an der ehem. innerdeutschen Grenze bei Ifta und Geisa

Ungelesener Beitragvon joachimschwanter » Mittwoch 17. August 2011, 19:18

Hallo zusammen,

während meines Urlaubs in Thüringen war ich auch zwei mal an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

In der Nähe von Ifta ist ein längeres Stück Grenzzaun nebst Fahrweg zu besichtigen:

http://www.ipernity.com/doc/30077/album/246176

Zwischen Geisa und dem hessischen Rasdorf befindet sich ein sehenswertes Museum, bestehend aus dem "Haus auf der Grenze", einem Weg, an dem diverse Sperranlagen zur Besichtigung aufgestellt wurden sowie dem ehemaligen US-Stützpunkt "Observation Point Alpha":

http://www.ipernity.com/doc/30077/album/246180

In der Nähe von Eisfeld gibt es an der Bundesstraße einen Grenzturm, der tagsüber selbständig besichtigt werden kann. Den Schlüssel gibt es gegen ein Pfand an der Tankstelle daneben.
.

Mit freundlichen Grüßen,

Joachim Schwanter

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Hanner
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Re: Besuch an der ehem. innerdeutschen Grenze im Eichsfeld

Ungelesener Beitragvon Hanner » Freitag 19. August 2011, 10:37

Hallo,

habe gerade den Bericht über Eisenach und der Grenze gelesen. Habe sie persöhnlich erlebt. Wie die Menschen über Ungarn abhauten und vermehrt ausreisten, durfte ich mit meiner Frau zur Beerdigung nach Koblenz.
Da das Tankproblem anstand, bin ich dann im Osten bis Eisenach gefahren. Habe dann 4 Kanister ( war verboten , aber keiner hat was gesagt - nicht mal an der Grenze ).
Nur der Tankwart fragte, wollen sie auch ausreisen ? Was ich verneinte.
Ich wollte im Hellen über der Grenze sein, weil die Autobahn ja in Eisenach endete. Hatte aber die Rechnung ohne die Grenzkontrolle gemacht. Als einziger Ostler, der in den Westen wollte, wurde ich natürlich gefilzt.
Ich war so sauer, daß ich zurückfahren wollte. Sie hatten alles ausgeräumt, auch meinen Kranz den ich mithatte. Sie suchten alles ab ob ich jemand " ausführen " wollte.
Abgekürzt; ich kam im Dunkeln über die Grenze. Mir ging dann mit meinen Kanistern ganz schön die Muffe. In Gießen hat mich dann ein freundlicher Mensch auf die Autobahn geleitet. Dass war dann angenehmer.
Mein Benzin hat die ganze Tour gereicht. Bin dann über Schleswig Holstein ( Verwandte besucht ) wieder zurück gekommen. Die Grenzer waren sehr zufrieden als sie meinen blauen Ausweiß sahen. Endlich mal einer der zurück kam.
Freundliche Grüße
Hanner



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