Vorderachse abschmieren

Motor, Vergaser, Ansaug- und Abgasanlage, Getriebe, Antriebe, Störungen am Motor

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Gert
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Vorderachse abschmieren

Ungelesener Beitragvon Gert » Samstag 3. September 2016, 17:17

Hallo zusammen, ich hatte heute vor die Vorderachse meines Wartburg 311 BJ 1961 abzuschmieren.
Das ging soweit gut, nur die beiden Schmiernippel mit denen man die Antriebswellen (am Getriebe)
abschmieren kann gingen nicht. Ein Kollege sagte mir da braucht man die alten DDR Fettpresse dazu.
Also nicht die Handhebel sondern die wo man noch die ganze Presse zusamen drücken musste.
Ist das so richtig? Die Handhebel haben wir jedenfalls nicht auf den Nippel fest bekommen.
Mir wurde auch gesagt das man die Nippel nicht einfach austauschen kann weil die nicht eingeschraubt
sind. Und andere Aufsätze für den Schlauch der Handhebel Presse würde es nicht geben.
Hat da jemand eine andere Idee?
Grüsse und danke Gert

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Re: Vorderachse abschmieren

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Samstag 3. September 2016, 20:43

Hallo Gert,

es ist richtig, die Aufsätze der heutigen Fettpressen halten nicht auf den DDR Schmiernippeln. Du kannst die Dinger aber problemlos gegen Neuteile tauschen, es sind an den Antriebsgelenken ganz normale M10 Schmiernippel ausreichend.

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carsten
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Re: Vorderachse abschmieren

Ungelesener Beitragvon carsten » Samstag 3. September 2016, 21:50

Schau dir mal die Schmiernippel genau an. Es gab da tatsächlich unterschiedliche Versionen.

Im folgenden Thread unter Punkt 73 ist ein Schmiernippel ohne Gewinde zu erkennen.

Im eingebauten Zustand mal schauen, ob die Schmiernippel einen 6-Kant für den Schraubenschlüssel haben,
dann kann man die herausschrauben.

Ist der Schmiernippelfuß rund, dann sind die Teile eingepresst.


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Viele Grüße

Carsten

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Re: Vorderachse abschmieren

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 4. September 2016, 10:22

Dreielferschrauber hat geschrieben:Hallo Gert,

es ist richtig, die Aufsätze der heutigen Fettpressen halten nicht auf den DDR Schmiernippeln. Du kannst die Dinger aber problemlos gegen Neuteile tauschen, es sind an den Antriebsgelenken ganz normale M10 Schmiernippel ausreichend.

Da muss ich jetzt aber widersprechen. Die DIN 3402 für Kugelschmiernippel gab es schon vor dem Krieg und wurde als TGL 0-3402 übernommen, gleiches gilt u.a. auch für die DIN 71412 der am weitesten verbreiteten Kegelschmiernippel (TGL 0-71412), meine Fettpresse verrichtet jedenfalls ihren Dienst an DIN und TGL-Nippeln.

@ Gerd, was Du da gefunden hast, werden wie Carsten schon gezeigt hat, Kugelschmiernippel sein. An solchen kann sich natürlich der Kopf der Fettpresse für Kegelschmiernippel nicht festklammern. Du brauchst dann tatsächlich eine der alten Einhandfettpressen oder für die Hebelfettpresse einen Rohraufsatz (statt Schlauch) mit passenden Kopf - so etwas gibt es. Beide Varianten haben jedoch einen Nachteil, man kommt zum Abschmieren nicht ordentlich an. Besser ist daher der Wechsel der Nippel, sind diese zum Schrauben, ist es einfach, sind es eingeschlagene wird es schwierig - sollte aber mit einigem Geschick gehen (Kegelschmiernippel gibt es auch zum Einschlagen).

PS. Bei eingeschraubten Nippeln muß man darauf achten, dass deren Gewinde nicht zu lang ist, dies reicht dann nämlich nach innen durch und blockiert die Keilverzahnung der Gelenkwelle. (eigene böse Erfahrung)
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Re: Vorderachse abschmieren

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Sonntag 4. September 2016, 11:34

Stimmt, es ging ja um die Getriebeseite. Sorry, hab ich überlesen.
Dort muss man wirklich auf die Länge achten. Ich habe auch an der Stelle ganz normale M6 Nippel genommen, auf der die moderne Fettpresse einrastet. Das Gewinde habe ich leicht gekürzt, fertig.
Eingepresste Varianten sind mir allerdings neu...muss nachher mal ins Regal schauen, ob sich dort sowas findet.

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Re: Vorderachse abschmieren

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 4. September 2016, 12:06

Dreielferschrauber hat geschrieben: Das Gewinde habe ich leicht gekürzt, fertig.

Och manne, das ist nicht zu empfehlen. Das untere Ende des Gewindes dient als Widerlager der Feder der Verschlußkugel

Unbenannt.JPG
Quelle: umeta.com

entfernt man dies, ist der Nippel hinne. Also dann lieber einen mit tatsächlich kürzeren Gewinde nehmen (kein Fernost aus Sortimentskästen) oder eine Scheibe unterlegen.
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Re: Vorderachse abschmieren

Ungelesener Beitragvon pinokio » Sonntag 4. September 2016, 14:48

ich habe schon des öfteren soche nippel gehabt die nur eingeschlagen sind, ich habe dies entfernt und ein passendes gewinde geschnitten.
die herkömmlichen nippel sind tatsächlich etwas zu lang , aber ich habe einfach eine passende u- scheibe untergelegt , geht ganz gut ohne großen aufwand. :smile:

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Re: Vorderachse abschmieren

Ungelesener Beitragvon Gert » Sonntag 4. September 2016, 16:40

Danke an alle für die schnellen Antworten!!
Ja leider sind die Nippel nicht eingeschraubt. Ich habe noch eine alte Fettpresse und werde damit
mein Glück versuchen. Leider kommt man an die Nippel sehr beschissen ran.
Aber früher muss es ja auch gegangen sein. Ich kenne da noch einige alte Autoschlosser, mal sehen
ob die noch einen Trick auf Lager haben.

Nochmal allen danke Gert


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