Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Motor, Vergaser, Ansaug- und Abgasanlage, Getriebe, Antriebe, Störungen am Motor

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Redstar
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Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon Redstar » Sonntag 18. Juni 2017, 19:08

Hallo liebe Gemeinde,
ich habe eine total originalen 311er, Bauj. 1960 mit 900er Motor, alles erst gute 60 tkm gelaufen bislang wurde sogut wie nichts repariert (erste Unterbrecher, Anlasser, Auspuff usw.) .
ich muß den Motor (erstmals) ausbauen, um an die (schleifende) Kupplung zu kommen. Dazu muß der Meßfühler des Fernthermometers am Zylinderkopf raus.
Das geht nicht, da (mir) der 19er Schraubkopf des Adapterstutzens abgeschert ist (Material Eisen? - jedenfalls kein Messing o.ä.).
Das Gewinde im abgerissenen 19er Schaubkopf ist leichtgängig an der "Leitung" und federt gegen den Zylinderkopf.
Das Thermometer funktioniert noch (Test mit einem Fön).
Von oben kann ich in den Kühlwasserstutzen schauen und sehe den vergammelten/rostigen Adapterstutzen.
Diesen würde ich gern opfern, um den Meßfühler freizugekommen. Hat da jemand Erfahrungen, wie das klappen kann?
Probleme:
Wenn ich den Adapterstutzen an seinem Ende im Inneren des Kühlwasserstutzens absäge o. ä. wächst das Material weiter zusammen?
Wieviel muß ich absägen, um nicht unnötig viel vom Meßfühler abzutragen?
Andererseits - kann ich den Meßfühler ruhig kürzen, dann geht er sicher leichter raus - es geht doch aber um die temperaturmessende Kontaktfläche, die ich verkleiner - ist das überhaupt schlimm?
WEnn das soweit klappt, hoffe ich, den Meßfühler rausdrücken zu können (irgendwas bauen: Hülse mit Innengewinde , dann einen drückenden Bolzen rausdrehen).
Dazu: Welchen Durchmesser hat der Meßfühler?
Um den Adapterstutzen zu ersetzen, gibt es wohl verschiedene Ersatzteile/Materialien? Was nehm ich dann am besten?

Alternativ wollte ich das Kombiinstrument ausbauen und dort den Thermometeranschluß lösen (dann würde ich die Leitung komplett am Motor lassen) - da sehe ich aber z Z. keine Lösung - geht das überhaupt?

Danke für Antworten und Tips!!!

Ronald

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Sonntag 18. Juni 2017, 21:36

Ich hoffe es hilft Dir weiter.
Bild
Gruß Andreas

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Montag 19. Juni 2017, 06:47

Die Säge würde ich erstmal schön im Schubfach lassen.
Wie Andreas es sehr schön gezeigt hat, ist der eigentliche Fühler eingeschraubt. Und das in die hohle Mutter bzw die Aufnahme für den Fühler die außen SW 19 hat.
Zuerst mußt Du den Fühler raus bekommen. Der ist aus Messing (?). Danach kannst Du Dich mit gröberen Werkzeug an der Buchse versuchen. Die muß aber zu Schluß wieder Wasserdicht sein! So nur der Motor raus muß brauchst Du an der Buchse gar nichts machen.
Vorsichtiges Drehen am Gewindeüberwurf des Fühlers (Zange) sollte da helfen. So der Fühler im Inneren in der Buchse angegammelt ist sollten da irgendwelche Kirchöle oder Rostlöser helfen. Das braucht Zeit!
Den Fühler abkneifen oder das Röhrchen würde ich tunlichst unterlassen, da der Spaß recht teuer wird.
Eventuell noch zu Erklärung. Meßfühler, Kapillarröhrchen und eigentliches Meßgerät sind mit einer Flüssigkeit befüllt, die sich bei Wärme ausdehnt. Das hat dann den Zeigerausschlag zur Folge. Zerstörst Du dieses Gebilde (abkneifen), geht erstmal gar nichts mehr und Du kannst den ersten großen Schein zücken.
Viele Grüße
Jörg

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 19. Juni 2017, 10:10

@ Redstar, ich glaube, es ist besser, wir gehen noch einmal auf Anfang, hier mal als Erklärung:

Mechanische Fernthermometer arbeiten nach dem Prinzip eines Druckmessers. Hierzu mal als Zitat eine etwas älteren Funktionsbeschreibung:

Die gewöhnlichste Konstruktion eines mechanischen Auto-Fernthermometer besteht aus einem mit Äther (Diethylether) gefüllten Fühlerkörper, der mittels eines Kapillarrohres mit einem Druckmesser verbunden ist. Der Siedepunkt des Äthers ist sehr niedrig (34,6 °C) sodass schon bei etwa 40 °C der Dampfdruck des siedenden Äthers erheblich ist. Solange noch flüssiger Äther im System vorhanden ist, stellt sich bei jeder Temperatur ein Gleichgewichtsdampfdruck ein. Diese Gleichgewicht ist eine physikalische Eigenschaft des Äthers und die Temperatur wird also eindeutig vom Druck beschrieben. Den Druck kann man an der Anzeige des Messers ablesen. Am zweckmäßigsten ist diese Druckanzeige als Temperaturskala ausgebildet, damit man direkt die vorhandene Temperatur ablesen kann.

Hier der Fühlerkörper dazu:

Tauch5.JPG


Über das Kappilarrohr wird bei Temperaturanstieg dann eine gebogene, hohle Röhrenfeder im Messinstrument mit dem Druck beaufschlagt, welche sich hierdurch verformt (aufbiegt) und somit über ein Zahnsegment die Zeigerachse bewegt. Das Ganze ist ein geschlossenes System und lässt sich nicht demontieren. Und mehr ist es grundsätzlich eigentlich nicht.

Zum Messen der Temperatur einer Flüssigkeit wird nun in der Regel der Fühlerkörper nicht direkt dem Medium ausgesetzt. Wie auch beim Wartburg verwendet man stattdessen üblicher Weise sogenannte Tauchhülsen

Tauch1.JPG

Tauch2.JPG

in welche der Fühlerkörper

Tauch4.JPG

einfach eingesteckt und gegen herausrutschen z.B. wie hier mit einer Rändelmutter gesichert wird:

Tauch3.JPG


Im Normalfall kann man also nach dem Lösen der Rändelmutter den Fühlerkörper einfach aus der Tauchhülse ziehen - einen in der Tauchhülse festgegammelten Fühler habe ich noch nicht erlebt. Wenn Du nun aber versucht hast, statt den Fühlerkörper aus der Hülse zu nehmen, die Hülse selbst aus den Zylinderkopf zu schrauben und dabei deren Kopf abgerissen hast, dann ist guter Rat erst einmal teuer. Hierbei ist dann sicher ein Grat oder eine Verformung am Rest der Tauchhülse entstanden, welcher verhindert, dass sich Fühlerkörper herausziehen lässt.

Diesen Grat oder diese Verformung musst Du nun versuchen zu entfernen, an sonst bekommst Du den Fühler nicht heraus. Hierbei könnte dann aber tatsächlich das Absägen des Boden der Tauchhülse helfen, man könnte dann von hier eventuell etwas auf den Fühlerkörper drücken. Funktionieren wird dies aber nur, wenn sich der Fühlerkörper im inneren der Tauchhülse ein Stück von deren Boden weg ziehen lässt, sägst Du diesen mit an, ist alles hinne.

Wenn Du den Fühlerkörper dann tatsächlich beschädigungsfrei ausgebaut bekommen haben solltest (Kapilarrohr nicht abgerissen, Fühler nicht angesägt), dann braucht ja nur noch der Rest der Tauchhülse entfernt werden. Hier hilft eigentlich nur vorsichtig ausbohren und das Gewinde nach zu schneiden, neue Hülsen gibt es noch genug, auch als Normteil. Ich würde dann eine Hülse aus Edelstahl verwenden.

So, nun viel Glück!

PS: hatte die 900er den Fühler eigentlich schon im Kopf? Ich meine, die saßen doch noch im Kühlerschlauch?
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon Redstar » Montag 19. Juni 2017, 21:05

Wau, soviele detaillierte und anschauliche Antworten in kurzer Zeit, ich bin beeindruckt!!! Vielen Dank!
Mein Problem habt Ihr verstanden. Das Bild mit dem Zollstock hilft mir auch!

Zitat:
Im Normalfall kann man also nach dem Lösen der Rändelmutter den Fühlerkörper einfach aus der Tauchhülse ziehen - einen in der Tauchhülse festgegammelten Fühler habe ich noch nicht erlebt. Wenn Du nun aber versucht hast, statt den Fühlerkörper aus der Hülse zu nehmen, die Hülse selbst aus den Zylinderkopf zu schrauben und dabei deren Kopf abgerissen hast, dann ist guter Rat erst einmal teuer. Hierbei ist dann sicher ein Grat oder eine Verformung am Rest der Tauchhülse entstanden, welcher verhindert, dass sich Fühlerkörper herausziehen lässt.


Die Rändelmutter ist im abgerissenen 19er Kopf leicht schraubbar. ich sehe und spüre die Feder (rein in die bündig abgerissene Tauchhülse).
Im Kühlwasserstutzen sehe ich das konische Ende der Tauchhülse sehr rostig, ein 3/4mm-Brocken ging ab, als ich leicht dran kratzte.
Mut macht mir, daß ein festgegammelten Fühlerkörper nicht üblich ist, da ist dann wohl Grat im Wege. Zu sehen ist ein Grad nicht, aber gut möglich.
Also, das Thermometer funktioniert, das Kapillarsystem ist nicht beschädigt, alles sollte rettbar sein, juchu!
Nun muß ich mit Bedacht vorgehen.
Einfach an der Leitung ziehen,um den Fühlerkörper rauszubekommen ist sicher zu gefährlich. "Leicht" ziehen bringt nichts.
Ich könnte den 19er Kopf vorsichtig entfernen (Dremel mit dünner Trennscheibe - 2 gegenüberliegende Schnitte parallel zur Leitung - also halbieren?) Dann könnte ich den Grat gut sehen u. beseitigen.

Das könnte ich mir schenken, wenn ich die Hülse am konischen Boden "absäge"
Hierzu ein paar Fragen:
Wie stark ist die Wandung des konischen Hülsenbodens, wo beginnt der Fühlkörper?
Geht der Fühlkörper bis zum Hülsenboden, wahrscheinlich ja, da die Feder den dagegen drückt.
Glaskugelfrage: Wie sieht es im Inneren des Fühlkörpers aus?
Die Zeichnung "Fühlerkörper"ist schon hilfreich - aber ist das "Loch" wirklich im Fühlerkörperboden - oder ist das verschlossen, verlötet o. ä.
im Inneren ist er sicher erst ab einem bestimmten Abstand hohl (vom Ende her ist er ja schließlich zu - oder doch mit "Loch")???
Die Frage ist, wo ich die "Säge" ansetze, ohne das Kapillarsystem zu verletzen, welche Toleranz habe ich? Nach "Absägen" des Hülsenbodens werde ich wohl nicht besonders gut oder garnicht sehen (Spiegelchen+Lampe), ob ich weit genug "abgesägt" habe.
Dann würde ich versuchen mittels selbstgebauter Hülse mit Innengewinde u. Außengewindestange mit 2 gekonterten Muttern gegenzudrücken - welchen Durchmesser könnte ich benutzen, wie groß ist der Durchmesser des Fühlkörpers?
Wenn der Grat ein wenig am Fühlerkörperkratz, sollte des nicht schädlich sein.

Eine wichtige Frage noch: Wie vorsichtig muß ich mit "Temperatureintrag" sein, damit ich das Thermometersystem nicht zerstöre, ist das empfindlich? - da hab ich keine Vorstellung...
Noch was vergessen, zu bedenken?

Kein schöner Ansatz: Den Zylindekopf demontieren und am festgewachsenen Fernthermometer lassen, dann den Motor ausbauen usw. ...
(der nächste Motorausbau ist nicht vor weiteren 57 Jahren geplant ;-)

Ich werde berichten, wie es ausgegangen ist... ist ja leider noch etwas hin, aber wenn ich die Kupplung demontiert u. befundet habe, werde ich dazu wieder Fragen stellen.

Pujeh, die Hoffnung stirbt zuletzt...
Ich freue mich über weitere Infos und Anregungen!
Viel Grüße
Ronald

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon Redstar » Montag 19. Juni 2017, 21:26

Achja Bic, da war noch ne Fage zu beantworten:

PS: hatte die 900er den Fühler eigentlich schon im Kopf? Ich meine, die saßen doch noch im Kühlerschlauch?


wie ich mich belesen habe, gab´s beide Varianten: im Kopf der Fühler war wohl die spätere - meiner ist EZ 24.08.1960.

Ziemlich einzige "große" Reparaturen in seinem Leben: Zündspulenkasten ersetzt durch Einzelne u. Ergänzung mit Schmiernippeln. Leider auch Nachrüstung der elektr. Scheibenwaschanlage...
Alte Reparaturrechnungen hab ich, es ist fast sicher auszuschließen, daß da wer was umgewerkelt hat.

Gruß Ronald

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 19. Juni 2017, 21:39

Wie wäre es denn mal mit Fotos vom Deliquenten in der desolaten Aussschraublage ??? :lol:
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 20. Juni 2017, 00:46

Ich mache es mal kurz:
Redstar hat geschrieben:Einfach an der Leitung ziehen,um den Fühlerkörper rauszubekommen ist sicher zu gefährlich...

Nun, ein wenig ziehen ist schon möglich, aber wann hört "wenig" auf und wird zum zuviel? Ich würde es erst einmal lassen.

Ich könnte den 19er Kopf vorsichtig entfernen (Dremel mit dünner Trennscheibe - 2 gegenüberliegende Schnitte parallel zur Leitung - also halbieren?) Dann könnte ich den Grat gut sehen u. beseitigen.

Sehr gute Idee! Wenn der Kopf ab ist, wäre ausreichend Spiel um zu probieren, ob der Fühler in der Rest-Tauchhülse total fest sitzt oder sich hin und her schieben lässt. Außerdem besteht vielleicht die Möglichkeit, den "Abrißbereich" nachzubearbeiten, vielleicht zu entgraten und den Fühler tatsächlich hinaus zu bekommen.

Wie stark ist die Wandung des konischen Hülsenbodens, wo beginnt der Fühlkörper?
Geht der Fühlkörper bis zum Hülsenboden, wahrscheinlich ja, da die Feder den dagegen drückt.

Du gibst dir die Antwort ja schon selbst, auf jeden Fall ist der Fühler kürzer als die Bohrung in der Hülse, aber wieviel -nixwissen- Eigentlich solltest Du genügend Platz zum Absägen des Hülsenbodens bekommen, wenn Du der Fühler soweit wie möglich nach außen ziehst - die Feder wirkt ja nun nicht mehr. Ob der Boden innen in der Tauchhülse auch konisch ist, kann ich nicht sagen, ist aber gut denkbar und käme Dir beim "Absägen" entgegen. Ich würde dann maximal auf der Hälfte des Konus anfangen.

Glaskugelfrage: Wie sieht es im Inneren des Fühlkörpers aus?

So wie in der Skizze, obwohl das Kapilarrohr nicht soweit hinein reichen muss, die ist vor allem ein Schutz, dass sich beim Einlöten des Rohrs das Zinn nicht bis in dieses hinein zieht.

Die Zeichnung "Fühlerkörper"ist schon hilfreich - aber ist das "Loch" wirklich im Fühlerkörperboden - oder ist das verschlossen, verlötet o. ä.
im Inneren ist er sicher erst ab einem bestimmten Abstand hohl (vom Ende her ist er ja schließlich zu - oder doch mit "Loch")???

Nun, ich glaube, die Frage kannst Du Dir nun selbst beantworten - würde das Ganze funktionieren, wenn hier wirklich ein Loch wäre?
Die Frage ist, wo ich die "Säge" ansetze, ohne das Kapillarsystem zu verletzen, welche Toleranz habe ich?

Siehe oben.
wie groß ist der Durchmesser des Fühlkörpers?

Auch die Frage kannst Du Dir eigentlich selbst beantworten, schließlich muss dieser durch das Einschraubgewinde der Rändelmutter hindurch passen.
Eine wichtige Frage noch: Wie vorsichtig muß ich mit "Temperatureintrag" sein, damit ich das Thermometersystem nicht zerstöre, ist das empfindlich? - da hab ich keine Vorstellung...

Da mach Dir mal keine Sorgen, schließlich wird bei der Herstellung auch nach der Befüllung mit Äther noch gelötet. Und ich selbst hatte mal wegen eines defekten Thermostaten ein derart überhitztes Kühlsystem, dass sich die Röhrenfeder im Messinstrument dauerhaft verbogen hatte und der Zeiger nach dem Abkühlen immer noch auf Rot stand. Demontage und richten der Röhrenfeder half dann, bei der Gelegenheit ließ sich das Thermometer sogar neu "eichen".

Noch was vergessen, zu bedenken?

Nö!, nun einfach nur noch machen. den Kopf aber deswegen zu demontieren, würde ich lassen, Du handelst Dir da eventuell nur die nächste Baustelle ein.
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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 20. Juni 2017, 01:18

Ähm, nach dem Genuss von 2x "Schwedenquell", bzw. Sekundärprodukt der Krostitzer Brauerei,
muß ich mal kurz nachhaken. Diese Gewindebuchse (Tauchhülse) sitzt noch fest im Kopf, daher Sechskant
abgebrochen, der aber normalerweise sowieso tabu bleiben sollte, da normalerweise nur die
Überwurfmutter gelöst werden braucht, zwecks Demontage d. Fühlers. Richtig?
Soll er da vom Kühlerschlauchstutzen aus rumfräsen/schneiden oder von außen aus?
Ist nur interessant zu lesen, deshalb die Rückfrage.
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Dienstag 20. Juni 2017, 07:00

Eventuell noch ein Zusatz der mir eben beim lesen eingefallen ist.
Bei meinem ersten W311 vor etwa 30 Jahren (Bj.58) hatte ich auch das Problem das der Fühler in der Hülse fest saß.
Ursache war da ein Loch in der Hülse (Lochfraß {Zahnlücke} ). Das hatte zu fester Korrosion zwischen Fühler und Hülse geführt. Das ich damit dann auch ein Loch im Wasserkreislauf gehabt hätte muß ich nicht weiter ausführen. Aber ich mußte den Kopf wechseln und wollte das wieder in Ordnung haben.
Meine damals dilettantische Lösung war Gewalt mit Zange und WD40. Ging soweit gut, das Loch habe ich dann mit "Haftstahl" wieder zubekommen.
Dabei habe ich allerdings die Hülse aus dem Kopf rausbekommen und konnte auf dem Arbeitstisch meine Arbeit machen.
Um die Rotationen aus dem Zuleitungsröhrchen zu bekommen sollte man da allerdings das Kombiinstrument vom Armaturenbrett lösen und eine zweite Person bitten die Drehbewegungen des Maulschlüssels am Instrument mit zu gehen.
Viele Grüße
Jörg

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 20. Juni 2017, 08:59

Thilo.K hat geschrieben:Ähm, nach dem Genuss von 2x "Schwedenquell", bzw. Sekundärprodukt der Krostitzer Brauerei,
muß ich mal kurz nachhaken. Diese Gewindebuchse (Tauchhülse) sitzt noch fest im Kopf, daher Sechskant
abgebrochen, der aber normalerweise sowieso tabu bleiben sollte, da normalerweise nur die
Überwurfmutter gelöst werden braucht, zwecks Demontage d. Fühlers. Richtig?

Bis aufs Schwedenquell -- ja!

Soll er da vom Kühlerschlauchstutzen aus rumfräsen/schneiden oder von außen aus?
Ist nur interessant zu lesen, deshalb die Rückfrage.

Von beiden Seiten. Außen könnte ein Grat beim Abdrehen des Tauchhülsenkopfes entstanden sein, welchem man mit dem Drehmel zu Leibe rücken könnte (wenn man es denn kann :shock:) und von innen könnte man den Boden der Tauchhülse öffnen um dann von hier "Nachzuschieben". Voraussetzung dabei ist aber, dass der Fühler sich in der Tauchhülse axial etwas bewegen lässt, um diesen vom Boden weg zu bekommen.
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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 20. Juni 2017, 09:01

oldiedriver hat geschrieben:Um die Rotationen aus dem Zuleitungsröhrchen zu bekommen sollte man da allerdings das Kombiinstrument vom Armaturenbrett lösen und eine zweite Person bitten die Drehbewegungen des Maulschlüssels am Instrument mit zu gehen.

Oha, das ist ja wie bei den Ostfriesen und dem Wechseln von Glühbirnen {beifall}
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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Dienstag 20. Juni 2017, 16:36

Ja, ich war jung und brauchte ... [Sportwagen]
Der Weg war das Ziel. Im Endeffekt habe ich erreicht was ich wollte. Heute würde ich das auch anders machen {blinzel}
Viele Grüße
Jörg

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Zwischenbericht

Ungelesener Beitragvon Redstar » Mittwoch 21. Juni 2017, 23:23

So, Liebe Gemeinde,
ich bin weitergekommen, sehe aber noch kein Ende.

Anschauliche Bilder hab ich auch gemacht, weiß aber nicht, wie ich die hier zeige. In der FAQ steht nur:
"Wenn die Administration Dateianhänge erlaubt hat, kannst du das Bild auch direkt hochladen."
Ob das erlaubt ist, weiß ich nicht, wie das in dem Fall funktioniert, ist nicht beschrieben - mit dem andere Weg kenn ich mich nicht aus, bin nicht der PC-Freak. Sorry, versuche es möglichst bildlich zu beschreiben!

Den am Gewinde des Meßfühlers befindliche abgerissene 19er Kopf der Hülse ist mittels Diamantscheibe u. Dremel halbiert und entfernt.
Ich kann in die Hülse reinschauen - und leider ist die "Grat"-Theorie als Klemmfaktor nicht zutreffend.
Der Fühlkörper steckt tiefer, die Feder ragt noch etliche Millimeter in die Hülse hinein, bis der Fühlkörper beginnt.

Nun kann ich die Feder gegen ihre Kraft weg vom Zylinderkopf drücken, die Kappilarleitung mittels Zange fassen und versuchen, den Fühlkörper zu bewegen - Fehlanzeige, der rührt sich nicht.
Hab nun Rostlöser-Chemie eingebracht u. wenig Hoffnung...

Ein Heizungsbauer riet mir, dort Salzsäure oder Lötwasser (mit Spritze/Kanüle) einzubringen, das greift allen Peek u. Korrosion an, aber nicht/kaum das Metall.
Gibt´s dazu gegenteilige Meinungen?

Ich würde sagen, der entfernte 19er Kopf ist nun hilfreich bei unzerstörter Hülse würde ich keine bessere Position haben: nichts sehen (in die lange Röhre schauen)...
Nun aber komm ich mittels Zange an die Kappilarleitung und kann sanfte Gewalt ausüben - das wäre bei unzerstörter Hülse nicht möglich.
Hilft aber leider noch nicht.

Möglicherweise werde nach ich erfolgloser "Chemie" mehrere Heiß-Kalt Behandlungen machen (Kälte mittels CO2)
Dank Bic´s Ermutigung schließe ich das als letztes Mittel nicht mehr aus, hatte Bedenken wegen Verursachung eines Thermometerschadens.
Hitze kann ich am Thermometer beobachten, um es nicht zu übertreiben, Kälte (ca. minus 70 Grad C) sollte unschädlich für das Thermometer sein.

Fällt noch jemanden etwas ein, welche Chemie würdet Ihr empfehlen? Es scheint Eisen mit Messing zusammengewachsen zu sein.

Soweit erstmal, Gute Nacht!
Ronald

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Donnerstag 22. Juni 2017, 00:07

Kleiner Gedankengang meinerseits:

Sitzt diese Hülse genau im Stutzen drin? Wenn ja, kann man ja genau die gegenüberliegende Seite
des Stutzens als Widerlager verwenden und den Fühler mittels kleiner Gewindestange oder Schraube
und Gewindemuffe M5 (Langmutter) versuchen, herauszudrücken. Also von innen nach außen drücken.
Vorher natürlich den Boden der Hülse, so gut es geht, mit Dremel auffräsen.
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Frage an Oldiedriver

Ungelesener Beitragvon Redstar » Donnerstag 22. Juni 2017, 00:41

Hi Jörg,
kannst Du bitte das mit dem Lochfraß genauer erklären - dies könnte bei mir evtl. auch zutreffen? Auto ist mit 1960 ähnliches Baujahr/Material (wobei ich staune: ich dachte, die "Älteren" hätten den Meßfühler im großen Kühlmittelschlauch gehabt, aber egal)

Bei meinem ersten W311 vor etwa 30 Jahren (Bj.58) hatte ich auch das Problem das der Fühler in der Hülse fest saß.
Ursache war da ein Loch in der Hülse (Lochfraß {Zahnlücke} ). Das hatte zu fester Korrosion zwischen Fühler und Hülse geführt.


Das heißt, die Tauchhülse hatte die Korrosion mit Lochfraß, sodaß Kühlwasser zum Fühlkörper eindrang u. so Messing u. Eisen korridierte?
Meine Hülse sieht seeehr rostig aus und hat sich teilweise schon aufgelöst würde ich sagen (einen Brocken konnte ich direkt abpulken).

Das ich damit dann auch ein Loch im Wasserkreislauf gehabt hätte muß ich nicht weiter ausführen.


Ach doch, bitte... ich stehe grad auf dem Schlauch - da Dein Fühlkörper mit der Hülse einen festen (Ver)Bund für den Rest ihres Lebens eingegangen sind, war doch eigentlich kein "Loch" im Kühlwassserkreislauf oder wie?

Meine damals dilettantische Lösung war Gewalt mit Zange und WD40. Ging soweit gut, das Loch habe ich dann mit "Haftstahl" wieder zubekommen.

Versteh ich das richtig, Du hattest vor 30 Jahren schon WD40 (als DDR-Bürger vermute ich - das klingt ja wie Zurück in die Zukunft...)
Aber das nur nebenbei, da ich mich habe anstecken lassen und in Ermangelung an Köstritzer ein Budweiser genieße und sinniere.Prost! posting.php?mode=reply&f=2&t=17937# Dies hier ist der fehlgesschlagene Versuch, den Prost-Smiley enzufügen...

Aber jetzt im Ernst: Du hast die Hülse mit Lochfraß rausgeschraubt bekommen, nicht, wie mir geschehen, den Kopf abgerissen - danach konntest Du im Schraubstock die Hülse vom Fühlkörper trennen und hast dann den Lochfraß der Hülse mit Haftstahl behandelt und die Hülse weiterverwendet? Wahrscheinlich hab ich da was sehr falsch vertanden, bitte erklär mir meinen Irrtum, ich hoffe, es hilft mir weiter.

Ich wäre froh und würde es als alles andere als dilletantisch einordnen, wenn ich auf Deiner Art und Weise "Zange u. WD40" zm Erfolg kommen würde - das ist mein Strohhalm, an den ich mich klammere!

Dabei habe ich allerdings die Hülse aus dem Kopf rausbekommen und konnte auf dem Arbeitstisch meine Arbeit machen.

Hast Du die Hülse also nicht aufgesägt o. ä. , nur WD40 (wahrscheinlich auch in das Lochfraß-Loch) und Mut, leichte Gewalt auszuüben?
Dann sollte das auch bei mir klappen. Den Tauchhülsenrest beim ausgebauten Motor auszubohren, sollte mir dann auch noch gelingen!

Viele Grüße, endgültig Gute (kurze) Nacht
Ronald (der eigentlich nurmal "schnell" an die Kupplung wollte...)

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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Donnerstag 22. Juni 2017, 07:11

Das was ich beschrieben habe war um die Wende rum. Ich hatte den Wartburg im Frühjahr/Sommer 1989 gekauft und er war logischerweise mein Alltagsfahrzeug.
Stand auf der Straße und mußte mich täglich zur Arbeit bringen.
Den Wagen habe ich bis ca. 1998 gehabt (die genauen Zahlen müßte ich nachschauen, sind aber glaube ich nicht so interessant).
Denke mal das mein Erlebnis im Sommer 1990 war, den Wagen habe ich da noch im Alltag gefahren.
Soweit der historische Ausflug.
Nochmals meine Beschreibung.
Ich mußte bei mir den Zylinderkopf wechseln (Lüfterwelle).
da Dein Fühlkörper mit der Hülse einen festen (Ver)Bund für den Rest ihres Lebens eingegangen sind, war doch eigentlich kein "Loch" im Kühlwassserkreislauf

Meiner Erinnerung nach kam da ein Rinnsal aus dem Anschluß bei warmen Motor. Egal.
Den Kopf hätte ich problemlos runter bekommen, aber da hing noch das Thermometer mit der Tauchhülse dran. Durch den Wasseranschlußstutzen konnte man wahrscheinlich wie bei Dir gut sehen das dort mächtig Gammel daran war.
In dieser Baulage direkt an der Überwurfmutter zu drehen wäre schief gegangen. Daher wurde der Fühler mit der Überwurfmutter entfernt. Das führt ja nun dazu das sich die Kapillarleitung mitdreht. Um das zu vermeiden habe ich das Instrument im Armaturenbrett gelöst damit sich das mitdrehen konnte.
Auf diesen Weg habe ich erstmal Tauchhülse und Kopf getrennt.
Die Tauchhülse habe ich, da sie nun frei lag, durch das zerbröselte Hinterteil mit einem Rostlöser (Mensch, ob das jetzt wirklich WD40 war... -nixwissen- ) geflutet. Irgendwann konnte ich durch Gegenhalten mit einer Zange an der Kontermutter und einem Maulschlüssel die Sache trennen.
Innen die Hülse soweit es ging gesäubert und außen mit beschriebenen "Haftstahl" das Loch geschlossen (das Zeug sollte jeder parat haben - gibt es heute noch). Anschließend noch etwas geschliffen und modelliert und die Hülse war wieder einsatzfähig. Nochmals. Die war nicht komplett weg gegammelt sondern hatte im hinteren Teil durch Korrosion ein Loch (Lochfraß - aus der Werbung entnommen -roll- ).

Mein damaliger W311 war ein typisches DDR-Fahrzeug. Immer wieder "verbessert" und am Leben gehalten worden. Technisch aber super in Schuß. Bilder von ihm habe ich logischerweise nur in Papierform. Hier war, wie bei meinem aktuellen Wagen, der Thermometeranschluß am Kopf.
Meines Wissens ist dieser mit den 1000´Motor in den Kopf gewandert. In den Bedienungsanleitungen bis 1959 (liegen vor) ist er noch im Schlauch. Im Reparaturhandbuch 1963 (liegt auch vor) dann aber im Kopf.
Damit kann gesagt werden das mein aktueller Wagen und auch der damalige an der Stelle nicht original waren/sind.

Da bei Dir nach meinem Verständnis ja bei der Tauchhülse der Kopf ab ist (also das 6-Kantstück für den 19´Schlüssel) sind doch bloß noch Tauchhülse und Meßfühler verbunden. Soweit richtig? Und beides steckt noch im Zylinderkopf? Auch richtig?
Dann bleibt nach meinem Verständnis nur Rostlöser, ab und an Petroleum und der Versuch das Gebilde irgendwie sanft aber bestimmt zu bewegen. Dazu schaffst Du es eventuell durch den Wasserstutzen das mit einer Zange zu packen.

Viele Glück!
Viele Grüße
Jörg

Redstar
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Geschafft!

Ungelesener Beitragvon Redstar » Freitag 23. Juni 2017, 21:34

So, liebe Gemeinde,
kann nicht viel dazu sagen: Mehrfach eingeweicht mit Rostlöserspray, heiß-kalt-Behandlung, immer wieder mit der Gripp-Zange Kraft wirken lassen - dann kam die erste Bewegung, nochmal Spray ran und dann flutschte er raus.
Okey, er ist schwarz matt, aber nicht porig zerfressen, also das vermutete Thema Lochfraß ist so nicht eindeutig erkennbar.
Da ich die Tauchhülse wohl ausbohren muß, wird die Ursache nie geklärt werden können.
Aber meine Beschreibung/Reihenfolge, wie ich vorgegangen bin, würde ich jedem mit gleichem Problem empfehlen.
Vieleicht schaff ich es später, hierzu ein paar Bilder einzustellen...

So, nun mal "schnell" den Motor raus u. die Kupplung anschauen... und eine neue Tauchhülse besorgen.

Vielen Dank an Alle, besonders an Bic und Oldiedriver für die ausführlichen Informationen!

Ein schönes Wochenende wünscht
Ronald

Redstar
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Ende dieser Geschichte...

Ungelesener Beitragvon Redstar » Dienstag 11. Juli 2017, 22:47

Liebe Gemeinde,

Die Tauchhülse hab ich ausgebohrt - mir einem 12er Bohrer war es optimal. Bin dann ein wenig außermittig geraten , das Gewinde angekratzt.
Das war ganz gut, so konnte ich mit einem Mini-Meißel (aus einem abgebrochenem 4mm-Bohrer geschliffen) den dickesten Rest der Hülse aus dem Gewinde "sprengen". Dann mit Gewindebohrer 14x1,5mm vor- u. nachgeschnitten.
Neue Hülse mit weißem Klempner-GewindePlastikhanf (Ihr wißt, was ich meine?) und neuem Dichtring eingeschraubt - ist dicht!
Thermometer funktionert wie zuvor, TOLL!
Kupplung hab ich auch gewechselt, neue Scheibe u. Automat von Stamer - altes Ausrücklager gefettet - Fährt wie neu!

Danke für alle Beiträge - sie haben mir sehr geholfen.
Ronald

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Mossi
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Re: Fernthermometer - Meßfühler festgegammelt

Ungelesener Beitragvon Mossi » Mittwoch 12. Juli 2017, 22:01

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Seine Freunde nennen ihn Mossi, seine Gegner sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".


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