Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Motor, Vergaser, Ansaug- und Abgasanlage, Getriebe, Antriebe, Störungen am Motor

Moderator: ZWF-Adminis

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 7. Juli 2019, 15:58

Pearse2 hat geschrieben:hmm...also wenn ich mir den doppelvergaserthread so durchlese, werde ich wohl doch lieber mit orp über eine einspritzung im gehäuse eines klass. vergasers reden müssen...oder irre ich, wenn ich annehme, daß man bei einer solchen keinen resonator gegen das überfetten des gemisches braucht? *grübel*

Zumindest irrst Du, wenn Du meinst, mit einer Einspritzung würde alles einfacher -roll- Und was für eine überhaupt? Direkt- oder Saugrohr oder Überströmer? Ok, an letztere kommt man ja nicht recht an. An der Pulsation im Ansaugtrackt ändert aber ja die Einspritzung nun überhaupt nichts, eine Direkteinspritzung dürfte dies nicht stören. Anders sieht dies -zumindest n.m.E.- bei einer Saugrohreinspritzung aus, auch hier kann es dann u.U. zu unliebsamen Erscheinungen bei der Gemischbildung kommen, welche die Regelelektronik ausgleichen können muss - eine Beruhigung der Ansaugluft schadet daher wohl eher nicht.

Was möchtest Du eigentlich als Führungsgröße nehmen und welche Parameter sollen noch in die Reglung einfließen? Wie willst Du die Ölversorgung lösen, wie stellst Du die erforderliche Kraftstoffzerstäubung sicher (egal ob Direkt- oder Saugrohreinspritzung), soll es eine (luftunterstützte) Niederdruck- oder Hochdruckeinspritzung werden? Und, und, und ....

Ich weiß ja, dass eine paar 3-Zylinder-Zweitakter mit Einspritzung laufen (mal ganz abgesehen von modernen Konstruktionen), aber das hat dann eher experimentellen Charakter, ob dies dann das ist, wass Du willst -nixwissen-

Ich glaube, Du wirst Dich damit abfinden müssen, dass das Thema Gemischbildung beim Ottomotor nicht gaaaanz so einfach ist und dann beim Zweitakter noch einen Tick schwieriger wird - Einspritzung hin oder her. Damit haben sich in der Vergangenheit (sogar bis heutzutage) ganze Entwicklungsabteilungen und spezialisierte Firmen beschäftigt (siehe beispielhaft hier), da mal etwas im DIY-Verfahren neu zu erfinden, was dann auch so funktioniert wie es soll und auch noch Deine durchaus hohen Ansprüchen genügt, ist nahezu aussichtslos.

Aber nicht dass Du jetzt denkst, ich will Dir die Einspritzung ausreden :shock:

... für die laufkultur des motors ist diese wohl ohnehin vorzuziehen...

Was hast Du denn gegen die Laufkultur des AWE-Motors? So lange dieser belastet ist, ist diese doch vollkommen i.O. Gegen das Rängtängtäng im Leerlauf und Schwachlastbereich hilft auch keine Einspritzung, denn diese Eigenart resultiert nicht aus der Gemischbildung, sondern aus der prinzipbedingten schlechten Spülung in diesen Betriebsbereichen - wo kein frisches Gemisch in den Brennräumen ist, ist auch nichts zum Entzünden da. Das Einzige, was hier Verbesserung bringen könnte, ist eine leistungsfähige Zündanlage, die schafft es dann noch am ehesten, ein spärliches Gemsich zu entzünden. Und alles andere, was Du nun laufkultureinschränkend ansiehst, ist nicht dem Motor anzulasten, sondern das Ergebnis des hochentwickelten Standes der Fahrzeugtechnik des Wartburgs - da gegen hilft dann auch keine Benzineinspritzung :smile:
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Sonntag 7. Juli 2019, 16:46

Ich denke Orp verwendet Saugrohreinspritzungen und meine Hoffnung war, daß die Elektronik die Überfettung im unteren Drehzahlbereich verhindert.

Das die richtige Zündung das Leerlaufverhalten beeinflußt, ist ein guter Hinweis.

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 7. Juli 2019, 17:43

Pearse2 hat geschrieben:Ich denke Orp verwendet Saugrohreinspritzungen und meine Hoffnung war, daß die Elektronik die Überfettung im unteren Drehzahlbereich verhindert.

Sollte sie eigentlich machen, vergiss aber bitte nicht, dass auch diese Teile dem "Hochleistungsbereich" zuzuordnen sind. Ob Dein Motor dann damit in dem von Dir angestrebten Drehzahlbereich so läuft wie gewünscht, bleibt abzuwarten. Schau Dir mal auf Youtube ein paar Filmchen mit Wartburg-Ralleyautos an, dann wirst Du sehen und vor allem hören, dass die Teile nahzu ausschließlich im oberen Drehzahlbereich rumjaulen und diese im unteren Drehzahlbereich relativ kraftlos sind, ja mitunter regelrecht "wegbleiben".

Ich bin immer noch der Meinung, Du solltest es nicht übertreiben. Bleib bei der Vergaservariante (welcher auch immer, aber in Summe > 40mm), erhöhe die Verdichtung, u.U. könnte ich jemand vermitteln, welcher Dir einen Kopf (dann 311er) so umbaut:

DSC05529.jpg

und vergrößere tatsächlich die Auspuffanlage (ich schrieb ja schon, schaden wird es nicht) - auch hier wüsste ich, wer so etwas macht. Und an sonst sieh zu, dass Du ähnlich wie ich versuchst, dem Motor das Einatmen zu erleichtern. Vielleicht greifst Du ja auch zum Jikov, der langt allemal für den von Dir angestrebten Leistungsbereich und Du hast gleich die erforderliche Ansauganlage dazu. Wenn dann an dem noch ein Schräubchen zu drehen ist, hier gibt es Leute, die wissen wie und wo - ich gehöre leider nicht dazu, da ich mich mit diesem Vergaser nie näher befasst habe. Es wäre gelacht, wenn Du dann nicht auf Deine angestrebten 60PS kommst (schon die Verdichtungserhöhung und die geänderte Brennraumform bringt hier ein gutes Stück) und vor allem, der Krempel bleibt alltagstauglich. Du wirst dann aber leider nicht darum kommen, auch selbst ein gutes Stück Hand anzulegen.

Das die richtige Zündung das Leerlaufverhalten beeinflußt, ist ein guter Hinweis.

Ich meine aber nicht die Zündeinstellung, sondern die Zündanlage selbst und, ich hatte geschrieben "was hier Verbesserung bringen könnte"!
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Sonntag 7. Juli 2019, 20:17

Ich werde mich morgen einmal in Ruhe mit Orp unterhalten, was auf der Ansaugseite für realistisch und sinnvoll halten. Vermutlist ist ein Jikov (oder auch ein BVF 40) mit den originalen Komponenten die vernünftigste Lösung.
Wie schaut denn eigentlich die von Ffuchser erwähnte BVF 40 Variante mit Leutertkomponenten aus? Gibt es davon Bilder?
Aber irgendwie täte es mir schon leid, die schönen Weber nicht verwenden zu können oder mich alternativ zumindest am geringen Verbrauch, etc. der Einspritzung freuen zu können. ;o)

Auf dein Angebot bezüglich Kopfbearbeitung und Abgasanlage komme ich gern zurück.
Ist denn deine überarbeitete Abgasanlage bereits verbaut? Welche Vergaserkonstruktion verwendest du denn gerade in der Praxis und wie ist generell das Ergebnis der bisherigen Maßnahmen...beispielsweise auch die Geräuschentwicklung nach Umbau auf den elektrischen Lüfter?

P.S. ich hatte schon verstanden, daß du eine "ordentliche" elektronische Zündung meintest ;o)

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Sonntag 7. Juli 2019, 20:22

Da muss man unterscheiden vibrieren? oder Lärm?
Also zB ein Diesel vibriert besonders, 4 Zylinder sind da eine Katastrophe, müssen dabei aber nicht laut sein, man spürt es einfach immer.
Lärm kann man dämpfen, Vibrationen sind da schwerer in den Griff zu bekommen.
Der 3 Zylinder 2 Taktmotor sollte bei 3500 eigentlich seidenweich singen, kaum Vibrationen haben. Krach kann sein, hängt von Ansaug/Abgasanlage und nervigem Kühlerventilator ab.
Genetischer Wartburgfan

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 7. Juli 2019, 23:48

Pearse2 hat geschrieben:Wie schaut denn eigentlich die von Ffuchser erwähnte BVF 40 Variante mit Leutertkomponenten aus? Gibt es davon Bilder?

Da musst du Fuchser fragen.

Aber irgendwie täte es mir schon leid, die schönen Weber nicht verwenden zu können oder mich alternativ zumindest am geringen Verbrauch, etc. der Einspritzung freuen zu können. ;o)

Tja, einen Tod muss man sterben :oops:

Ist denn deine überarbeitete Abgasanlage bereits verbaut?

Gemach, Gemach Kollege, ich hatte gerade erst vor 2 Tagen geschrieben, dass dies noch auf der to do Liste steht, zaubern kann ich (noch) nicht :shock:

Welche Vergaserkonstruktion verwendest du denn gerade in der Praxis und

Flachstömer mit B1000 Abzeigtopf und 353er Luftfilter.

wie ist generell das Ergebnis der bisherigen Maßnahmen...beispielsweise auch die Geräuschentwicklung nach Umbau auf den elektrischen Lüfter?

https://youtu.be/YF9oWGVmE2Q

P.S. ich hatte schon verstanden, daß du eine "ordentliche" elektronische Zündung meintest ;o)

Nö, meinte ich nicht, ich meinte eine möglichst hohe Sekundärspannung und eine möglichst hohe Zündenergie --> gern auch konventionell erzeugt (siehe Thread "Zündspulen - mal etwas anders betrachtet").
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 8. Juli 2019, 08:15

Die Version mit 1 Vergaser LTR Ansauganlage (Helmholzresonator) ist bei mir in der Garage.
schau mal hier in dem Fred nach so ab 21.11.2014
http://w311.info/viewtopic.php?f=31&t=14722&p=180389&hilit=helmholzresonator#p180389
Genetischer Wartburgfan

Benutzeravatar
Detlef Grau
Der Schrägverzahnte
Beiträge: 2510
Registriert: Samstag 18. Februar 2006, 11:38
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311;1.3; RT 125/3; Qek-Junior; RS09, B1000KM
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: Westeregeln

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 8. Juli 2019, 11:52

Auch wenn ich diesen Ideen nicht folgen will, Kuli hat vor Jahren mal den Antrieb umgebaut

http://www.kulis311coupe.de/co_umbau.htm
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 8. Juli 2019, 13:49

Detlef Grau hat geschrieben:Auch wenn ich diesen Ideen nicht folgen will, Kuli hat vor Jahren mal den Antrieb umgebaut

http://www.kulis311coupe.de/co_umbau.htm

Er hatte doch aber auch den originalen Achstumpf benutzt (siehe DKW weiter oben), oder?
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Detlef Grau
Der Schrägverzahnte
Beiträge: 2510
Registriert: Samstag 18. Februar 2006, 11:38
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311;1.3; RT 125/3; Qek-Junior; RS09, B1000KM
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: Westeregeln

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 8. Juli 2019, 14:07

@bic

Weiß ich gar nicht mehr so genau, ist ja auch schon ewig her. Konnte mich nur erinnern, daß Kuli da mal losgelegt hat.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 8. Juli 2019, 18:47

Detlef Grau hat geschrieben:@bic

Weiß ich gar nicht mehr so genau, ist ja auch schon ewig her. Konnte mich nur erinnern, daß Kuli da mal losgelegt hat.

Ja, weiß ich weiß nur, dass an den Wellen geschweißt wurde und dass ist das, was mir nicht so recht gefällt. Wer weiß, wer da dann das zusammengebraten hat - da vertraue ich nur dem ZIS Halle (heute SLV) :shock:

Besser ist da schon so etwas:

201901140836545c3c4a26c0250.jpg
Quelle: Axel Elsner - Potsdam

kpl. neu angefertigen Wellen für den B1000 (kennst Du sicher aus dem Barkasforum). Eigentlich wollten die Jungs sich auch an den 311er-Wellen versuchen - vielleicht sollte man mal anfragen :smile:
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Rallye123
Rostdispatcher
Beiträge: 537
Registriert: Dienstag 11. März 2008, 09:23
Mein(e) Fahrzeug(e): W 353 Bj 1979
zur Zeit zerlegt
Wohnort: bei Annaberg

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Montag 8. Juli 2019, 19:20

Hallöchen in die Runde

.....ich geb hier Rene Recht, alle Zweitaktwartis haben experimentellen Charakter, und jeder legt die Abstimmung auf seine Bedürfnisse aus.
Bei uns einfach die Fahrbarkeit und die Standfestigkeit auf der Strecke.
Beim grünen war es auch die Alltagstauglichkeit.

Bauen kann man das ohne Zweifel, bei uns fährt der 2 T Warti schon seit 1995 immer per Achse nach Dornburg und zurück.

Es gibt aber auch schon viele Fahrzeuge zu Wasser, Land und in der Luft wo die Einspritzung im Serieneinsatz ist.
Und Abgasnormen erfüllen muss. -Joint- ( auch für Wettkampffahrzeuge )
Auch alle Temperaturzustände ( Sommer,......Winter) abdecken muss.

Ich bin der Meinung Mutige vor {beifall}

Viele Grüße aus dem Erzgebirge

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Montag 8. Juli 2019, 22:21

@rallye123
hihi...da sagt er "mutige vor" und dann nimmt bei orp um 17:15 uhr keiner mehr den hörer ab. :razz:
dabei habe ich extra bis zum abend gewartet, um mit meinem kleinen dreizylinder nicht das tagesgeschäft zu stören. {blinzel}
ich versuche es morgen noch mal...dann aber "ganz frech" am vormittag. -gummi-

@bic
was die geschweißten wellen angeht...da werde ich wegen des angedachten 353er getriebes wohl nicht herumkommen...aber, wenn ich nicht irre, sind die im melkus verbauten wellen doch auch geschweißt, oder? meine sorge gilt eher dem thema brechende achsstümpfe, welches ich für die zukunft konstruktiv einfach weitgehend ausschließen möchte...wenn die welle als solche bricht, ist das ärgerlich, aber kein achsenbruch. -roll-
auf dein angebot bezüglich der auspuffanlage und u.U. auch der kopfbearbeitung werde ich zur rechten zeit gern zurückkommen. wie darf ich mir denn die aktuellen leistungsdaten des f9 in etwa vorstellen? und hattest du nie das bedürfnis die drehzahl zwecks geräuchreduzierung jenseits der 80km/h ein wenig abzusenken?

@Ffuchser
ui...du meinst dieses gfk-ungetüm? gibt es dergleichen für 1,2 oder 3 vergaser auch irgendwo theoretisch käuflich zu erwerben oder darf ich mit meiner beeindruckendes laminierfähigkeiten dieses meisterwerk noch "überbieten"? {crazy}

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 8. Juli 2019, 23:32

Pearse2 hat geschrieben:.... wie darf ich mir denn die aktuellen leistungsdaten des f9 in etwa vorstellen?

-nixwissen-

und hattest du nie das bedürfnis die drehzahl zwecks geräuchreduzierung jenseits der 80km/h ein wenig abzusenken?

Nö - was du da hörst, täuscht sowieso, Aufnahmen mit dem Smartphone entsprechen ja nun nicht gerade der DIN 45.500, die Teile bearbeiten den Ton massiv, bevorzugen die üblichen Sprachfrequenzen (300 Hz bis etwa 5 kHz), nivellieren die Dynamik und blenden Nebengeräusche aus. Eine ähnliche Verzerrung erfolgt dann noch einmal bei der Wiedergabe auf dem Computer o.ä.. Tatsächlich ist ein normales Gespräch ohne erhobene Stimme auch bei 80km/h und darüber hinaus möglich und das im offenen Auto. An sonst schrieb ich ja schon, dass ich das länger übersetzte 312er Getriebe wieder rausgeschmissen habe, das macht das Auto zu müde und Autobahn fahre ich so lange nicht, wie es sich irgendwie vermeiden lässt.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 8. Juli 2019, 23:49

für nen Warti gibt es so gut wie nix zu kaufen. Fahren alle lieber technisches Versagen ( Käfer oder Trabi)
Genetischer Wartburgfan

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Dienstag 9. Juli 2019, 22:38

sag mal, der weiße 353er von 1969 in deinem profil, hat der noch einen bandtacho oder bereits die runden instrumente im schwarzen armaturenbrett? ich muß mich immer arg zurückhalten, keinen 1972er (die 72 zugelassenen wurden ja in der regel ab herbst 71 gebaut) deluxe in weiß zu kaufen. da ich in einem solche quasi ein drittel meiner kindheit verbracht habe, weckt ein solcher weißer wartburg mit schwarzem innenraum und runinstrumenten + ruhla magnetuhr bei mir immer ziemlich starke emotionen. -roll-

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Dienstag 9. Juli 2019, 23:20

Meiner hat zwar das Eckige Gehäuse, aber schon Rund Tacho und 2 kleinere runde Temp und Tank Anzeigen.
Genetischer Wartburgfan

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Dienstag 9. Juli 2019, 23:58

genau so einen meine ich...ich mag die zweite serie der 353er sehr. hast du auch sitze, wo die innere fläche mit gestepptem stoff und die ränder der sitzfläche (nicht die flanken des sitzes) mit einer art genopptem schwarzem kunststoff bezogen sind? so ein 353er wäre eines der wenigen autos, für die ich noch einmal platz schaffen würde. ;o)

ist bei deinem auto eigentlich ein königgetriebe oder ein 5-gang aus dem werk verbaut?

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Mittwoch 10. Juli 2019, 08:47

ist off topic in diesem Fred. [Lenker]
Ja diese Sitze hab ich ( auf dem Dachboden).
5 Gang König.
Genetischer Wartburgfan

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Mittwoch 10. Juli 2019, 09:13

stimmt...ist off topic...sorry...obwohl wir vom ursprünglichen thema der historischen viertakter im wartburgrahmen ohnehin ein wenig abgekommen sind. ;o)
habe morgen teltermin mit frank richter wegen einer geeigneten motorkonfiguration.

was ich noch nicht ganz verstanden habe ist das problem des "jikov vergasers am rande der ersten stufe bei ca. 100-130km/h" fahren.
man bewegt einen wartburg (abseits der ganz ruhigen landstraßen) doch in der praxis eigentlich heutzutage sehr häufig in diesem bereich. ist der jikov da kritisch und man sollte lieber zum guten alten bvf 40 greifen...aufgebohrt auf 42, wie du schriebst?

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Mittwoch 10. Juli 2019, 09:24

Das Problem des Jikov ist seine Sparsamkeit. In der 1. Stuff bekommt er einfach sehr wenig Sprit und der Motor hat dadurch zu wenig innenkühlung.
Wobei der Vergaser an sich der Beste für den Wartburg ist, was Fahrbarkeit und Verbrauch angeht. Listungen um 70 PS sind problemlos machbar.
Drehmoment sollte man dann über zivilere Steuerzeiten und 78er Kolben holen. Franky wird das Wissen dazu haben.
Genetischer Wartburgfan

Benutzeravatar
Tommy_OAL
Hauptbremszylinder- versteher
Beiträge: 1189
Registriert: Dienstag 20. Mai 2008, 02:48
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 353, Bj 82; Barkas B1000, Bj 67; Shiguli 2101, Bj 75; Wolga M21, Bj 67; Tatra 603, Bj. 71; Qek Junior, Bj. 82; Camptourist CT6-1, Bj 77; Simson SR50, Bj. 86; Simson SR50, Bj. 88; BMW K100, Bj. 83; Ford Consul, Bj 75; Fiat 900E, Bj, 82; Ssangyong Rexton W, Bj. 2014
Gruppe / Verein: IFA-Pannenhilfe
Wohnort: Rettenbach am Auerberg, Kreis OAL

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Donnerstag 11. Juli 2019, 00:16

ffuchser hat geschrieben:Das Problem des Jikov ist seine Sparsamkeit. In der 1. Stuff bekommt er einfach sehr wenig Sprit und der Motor hat dadurch zu wenig innenkühlung.


Das bestätige ich ausdrücklich. Hab's probiert: bei einer Fahrt nach Tschechien (zum Lackierer) bin ich mit meinem 353 mal wirklich konsequent immer "am Druckpunkt" (also 1. Stufe voll ausgelastet, 2. Stufe noch nicht aktiv) gefahren - konsequente Magerbetrieb-Sparfahrt sozusagen. Ergebnis: über gut 450 km ein Realverbrauch von 7,6 l/100 km; und hinterher ein klappernder Motor (wobei während der Fahrt KEIN Klemmer o.ä. aufgefallen sind). :oops: - Der (u.a. von Ihling gegebene) Rat, einen 2t-Motor immer mit wechselnder Last zu fahren (man MUSS dabei nicht ganz vom Gas gehen und den Motor in den Freilauf runterfallen lassen – um dann wieder mit Wechsel-Vollast zu beschleunigen) ist daher durchaus ernst zu nehmen. (Aber weil ich eben generell nicht dazu neige, irgendetwas zu glauben, ehe ich es selbst probiert habe, wollte ich es einfach mal probieren ...)

ffuchser hat geschrieben: Wobei der Vergaser an sich der Beste für den Wartburg ist, was Fahrbarkeit und Verbrauch angeht.

Ja, finde ich auch. Ich mag den Jikov; auch wenn die Einstellung ein bissel Spielerei ist. Und habe durchaus nicht den Eindruck, der DER das leistungsbegrenzende Teil ist ... :? (Dennoch finde ich bics Zweivergaser-Experiment höchst interessant und bin enorm gespannt, was dabei herauskommt ...)

Und, Pearse2: Generell, das habe ich ja glaub schon mal erwähnt, bin ich durchaus ein Freund der Drehzahlabsenkung. – Wirklich LEISER wird der Wartburg damit aber nicht unbedingt. Ich würde der Aussage zustimmen, dass der Motor bei 3500 recht gleichmäßig summt, aber halt mit relativ hoher Tonlage. Bedeutende Vibrationen konnte ich dabei nicht feststellen - das fiese Geschüttle gibt es bei meinen Fahrzeugen immer nur so um die 1300/min herum, also wenig oberhalb der Leerlaufdrehzahl. Daran wird sich auch mit einer geänderten Übersetzung wohl nichts ändern lassen - man muss diese Drehzahl halt einfach vermieden werden ...

Gruß
Tommy
Ein Nickerchen hinterm Lenkrad schützt vorm Älterwerden!

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 11. Juli 2019, 00:37

Tommy_OAL hat geschrieben:... Hab's probiert: bei einer Fahrt nach Tschechien (zum Lackierer) bin ich mit meinem 353 mal wirklich konsequent immer "am Druckpunkt" (also 1. Stufe voll ausgelastet, 2. Stufe noch nicht aktiv) gefahren - konsequente Magerbetrieb-Sparfahrt sozusagen. Ergebnis: über gut 450 km ein Realverbrauch von 7,6 l/100 km; und hinterher ein klappernder Motor ...Aber weil ich eben generell nicht dazu neige, irgendetwas zu glauben, ehe ich es selbst probiert habe, wollte ich es einfach mal probieren ...

Das ist aber nun leider nicht repräsentativ, da wirst Du wohl noch ein paar Versuchsreihen fahren müssen :shock: Erst dann können wir uns darüber unterhalten, ob die erste Stufe den Motor den Garaus macht :smile:

Ich würde der Aussage zustimmen, dass der Motor bei 3500 recht gleichmäßig summt, aber halt mit relativ hoher Tonlage.

Tja, 3.500 Zündungen /min sind ja nun auch ein anderer Schnack als nur 1.750 [smilie=hi ya!.gif]
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Tommy_OAL
Hauptbremszylinder- versteher
Beiträge: 1189
Registriert: Dienstag 20. Mai 2008, 02:48
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 353, Bj 82; Barkas B1000, Bj 67; Shiguli 2101, Bj 75; Wolga M21, Bj 67; Tatra 603, Bj. 71; Qek Junior, Bj. 82; Camptourist CT6-1, Bj 77; Simson SR50, Bj. 86; Simson SR50, Bj. 88; BMW K100, Bj. 83; Ford Consul, Bj 75; Fiat 900E, Bj, 82; Ssangyong Rexton W, Bj. 2014
Gruppe / Verein: IFA-Pannenhilfe
Wohnort: Rettenbach am Auerberg, Kreis OAL

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Donnerstag 11. Juli 2019, 00:50

GANZ klar ... Natürlich macht EINE Schwalbe noch keine Sommer (wobei mit dem Vogel nicht der KR51 gemeint ist).
Meine Anekdote war auch nur als eine weitere Bestätigung der These gedacht, dass der AWE-Motor keinen fortdauernden Magerbetrieb schätzt ...

Ebenfalls klar ist die Sache mit dem Zündungen pro Minute ... Wobei ich beim Dreizylinder ja auf 10500 Zündungen pro Minute komme, wenn alles korrekt arbeitet. - Und die hören wich nun mal deutlich "höher" an als die 7000 des Vierzylinder-Viertakters ... (Deshalb hörten sich ja auch die gut 35000...40000 minütlichen Zündungen der Vierzylinder-Zweitakt-Rennmoppeds so fies (oder geil?) an.)

Gruß
Tommy
Ein Nickerchen hinterm Lenkrad schützt vorm Älterwerden!

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Freitag 12. Juli 2019, 22:52

Hallo miteinander,

ich hatte heute das Telefonat mit Frank Richter, er hat mir empfohlen an den Motor einen Jikov mit orig. Ansauganlage zu bauen. Ein überarbeiteter Motor, machte in seinen Augen, für meinen Anspruch keinen wirklich Sinn.
Auch bezüglich der Brennräume (Stichwort Syrena) meinte er, daß die orig. Brennräume des 1000er Kopfes von 311 und 353 wohl so ziemlich optimal wären.

Nächste Woche werde ich noch einmal mit ORP reden, irgendwie habe ich schon noch ein wenig die Hoffnung, daß man die Serientechnik des Jahres 1986 mit aktuellen Entwicklungen verbessern kann.
Da ich im Sommer überwiegend mit dem 311er unterwegs bin (ich muß zum Glück nicht viel - oder gar bei Regen fahren), wünsche etwas mehr Leistung (gern auch viel mehr {sehrfreuen} ), ohne dabei auf Kraft aus dem Drehzahlkeller, moderaten Verbrauch und geringe Geräuschentwicklung verzichten zu müssen.

Der Jikov mit orig. Ansauganlage ist sicher derzeit noch die beste Alternative zur modernen Einspritzung.
Wie schätzt ihr die Frage der Verdichtungserhöhung ein? Meinst Du, Bic, daß dein neuer Kopf die Lebensdauer des Motors (Kurbelwelle) wesentlich verringen wird? Auf Schreibfaulheit wird ja ein wenig davor gewarnt, gleichzeitig von ca. 12% Mehrleistung gesprochen.
Ich bin auch sehr auf Deine Erfahrungen mit der geänderten Abgasanlage gespannt.

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Freitag 12. Juli 2019, 23:01

Die letzten 353er Motore hatten mind 55 Ps gingen teilweise bis 60Ps. lt Weigert.
Der olle Kühler hinten ist ein Übel schwrr ineffektiv und laut, dazu Reibung ohne Ende.
Ein optimierter 1000er bzw 1120er mit Jikov und Halbwange wegen der Laufruhe und Leistung sollte da ausreichend sein.
Genetischer Wartburgfan

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Freitag 12. Juli 2019, 23:16

Mein Motor wurde ca. 2005 zusammengebaut...stand aber von 2006 bis 2016 aber im Grunde mit dem Auto fast nur wohlkonserviert in der Garage. Daher bin ich nicht mehr ganz sicher, was seinerzeit für Materialien verbaut wurde. Ich denke, das Schleifmaß war relativ hoch und die Kurbelwelle vom alten halbwangigen Typ.
So ganz habe ich übrigens nie verstanden, wo die Vorteile der Halbwange liegt, die 50PS Motoren hatte doch eigentlich (bis auf eine Phase in den 80ern) Vollwangen, oder?

Was den Kühler angeht, der von mir kürzlich erworbene und noch unbenutzte Kühler, den ich bei der Firma Nussbaum in Bad Langensalza noch einmal reinigen und neu lackieren lassen will, ist wohl vom älteren 1000er Typ mit dem glatten Wasserkasten und den breiten Lamellen. Damit läßt sich das Wärmeleitblech mit der Aussparung für den (Elektro-)Lüfter wohl nicht ohne weiteres dahinter montieren, oder?

Was hat du denn in deinem 160km/h schnellen 1969er verbaut...vom Königgetriebe einmal abgesehen. Das gute Stück scheint doch auch sehr alltagstauglich und dennoch schnell zu sein.
Kann man von dem guten Stück eigentlich auch irgendwo Bilder bewundern? Mir liegen die weißen 353er der zweiten Serie, wie gesagt, ziemlich am Herzen und irgendwann gönne ich mir vermutlich noch mal einen solchen. -roll-

Danke!

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 714
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Samstag 13. Juli 2019, 06:40

http://w311.info/viewtopic.php?f=24&t=6016&hilit=ffuchsers+neuer+353 mein Fred

Die Halbwange läuft ruhiger, dreht besser. Da man endlich ab ca 1984 die Leistung von 50PS sicher erreichte, ging man beim Frontkühler
auf die Halbwange zurück.
Genetischer Wartburgfan

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 13. Juli 2019, 13:25

Pearse2 hat geschrieben:Hallo miteinander,

ich hatte heute das Telefonat mit Frank Richter, er hat mir empfohlen an den Motor einen Jikov mit orig. Ansauganlage zu bauen. Ein überarbeiteter Motor, machte in seinen Augen, für meinen Anspruch keinen wirklich Sinn.
Auch bezüglich der Brennräume (Stichwort Syrena) meinte er, daß die orig. Brennräume des 1000er Kopfes von 311 und 353 wohl so ziemlich optimal wären.

Ach, guck an :smile:

Nächste Woche werde ich noch einmal mit ORP reden, irgendwie habe ich schon noch ein wenig die Hoffnung, daß man die Serientechnik des Jahres 1986 mit aktuellen Entwicklungen verbessern kann.

Was meinst Du mit "aktuellen Entwicklungen"? Alles was da so herumschwirrt ändert überhaupt nichts an der Konstruktion des Motors. Sicher kann man mit einer E-Pumpe und einem E-Lüfter den Wärmehaushalt des Motors verbessern und eine elektronische Zündanlage erhöht die Zuverlässigkeit, viel mehr aber kaum - vielleicht ein wenig Feinschliff. Alle anderen "aktuellen Entwicklungen" sind jedoch nicht aktuell, sondern wurden bereits vor 40 Jahren praktiziert - aktuell sind hier nur die Fertigungsmöglichkeiten, mit welchen sich z.B. so schöne Dinge wie die Zylinderköpfe von ORP realisieren lassen.

Da ich im Sommer überwiegend mit dem 311er unterwegs bin (ich muß zum Glück nicht viel - oder gar bei Regen fahren), wünsche etwas mehr Leistung (gern auch viel mehr {sehrfreuen} ), ohne dabei auf Kraft aus dem Drehzahlkeller, moderaten Verbrauch und geringe Geräuschentwicklung verzichten zu müssen.

Na dann wird es wohl mindestens ein 3l-6Zylinder mit Twin-Turbo, High Precision Injection, variabler Ventilsteuerung und variabler Nockenwellensteuerung werden müssen :smile: Spaß beiseite - verinnerliche doch bitte endlich einmal, dass der 1000 ccm 3-Zylinder 2-Takter AWE-Motor schon in den 70er Jahren ausentwickelt war. Alle Maßnahmen, welche man zur Erhöhung des Parameters "Leistung" an diesem Motor ergreifen kann, führen zwangsläufig zur Verschlechterung der Parameter "Kraft aus dem Drehzahlkeller" (wo ist da bei Dir eigentlich der Keller?), "moderaten Verbrauch" und "geringe Geräuschentwicklung" - da beißt die Maus keinen Faden ab. Ich glaube schon fast, dass zur Erfüllung Deiner Ansprüche der Wartburg einfach das falsche Auto ist.

Der Jikov mit orig. Ansauganlage ist sicher derzeit noch die beste Alternative zur modernen Einspritzung.

Den Zahn mit der Einspritzung habe ich Dir ja schon mal versucht zu ziehen :smile: Der Ersatz einer Vergaseranlage durch eine Einspritzanlage bringt bei einem an sonst unveränderten Motor nichts, null, niente! Jedenfalls dann nicht, wenn das Hauptanliegen eine Leistungssteigerung ist. Was damit gelingen kann (wenn man es denn kann), ist λ bei 0,87 zu halten (dem Wert für max. Leistungsausbeute), dies bringt dann vielleicht einen Bruchteil am Prozent - aber das gelingt selbst mit dem Flachstromvergaser ausreichend genau. Eine Einspritzanlage ist nur dann sinnvoll, wenn Du auch den Abgaswerten und dem Verbrauch zu Leibe rücken willst, dann aber bitte mit innerer Gemischbildung, Kennfeldreglung und jeder Zylinder separat.

Wie schätzt ihr die Frage der Verdichtungserhöhung ein? Meinst Du, Bic, daß dein neuer Kopf die Lebensdauer des Motors (Kurbelwelle) wesentlich verringen wird? Auf Schreibfaulheit wird ja ein wenig davor gewarnt, gleichzeitig von ca. 12% Mehrleistung gesprochen.

Die Verdichtungserhöhung an sich beeindruckt die Kurbelwelle überhaupt nicht, was sind schon die vielleicht 1-2 bar auf die normalen 7,5 bar obendrauf, wenn der Verbrennungsdruck schon normal den 10-fachen Wert erreicht? Selbstverständlich steigt letzterer bei einer Verdichtungserhöhung auch, schließlich ist dies ja Sinn und Zweck der Übung und natürlich belastet dies die Kurbelwelle zusätzlich, jedoch lange nicht derart, wie zu hohe Drehzahlen. Und wenn dann die Welle statt der projektierten 80 - 120 tsd. km, nur vielleicht 60 - 100 tsd. hält - na und?

Übrigens, Ziel der Verdichtungserhöhung ist die bei der Expansion des stärker komprimierten Gasgemisch erhöhte Abgabe an mechanischen Energie durch die Verbesserung des thermischen Wirkungsgrads. Dies führt zur Erhöhung des eff. Mitteldrucks, welcher Umstand mit der Erhöhung des Drehmomentes gleichzusetzen ist - und Drehmoment x Drehzahl ist = Leistung :smile: Ob nun jedoch allein aus der Verdichtungserhöhung 12% an Leistungszuwachs herzuleiten sind, wage ich zu bezweifeln. Hier irrt wohl "Schreibfaulheit", so wie bei manch anderen Dingen auch.

Ich bin auch sehr auf Deine Erfahrungen mit der geänderten Abgasanlage gespannt.

Hier schrieb ich ja schon, dass ich eine Vergrößerung des Querschnitts nicht für erforderlich halte, so lange nicht auch der Liefergrad des Motor wesentlich steigt, jedoch davon ausgehe, dass es auch nicht schaden wird. Warum muss man nur alles noch einmal wiederholen :sad:

An sonst, sorry, denke ich einmal, dass die Sache langsam ausgeschrieben ist - wir drehen uns im Kreis. Dein Ziel mehr Leistung beim AWE-Motor zu erzielen, ohne dabei auf Kraft aus dem Drehzahlkeller, moderaten Verbrauch und geringe Geräuschentwicklung verzichten, ist kaum umsetzbar, dies sind antagonistische Gegensätze. Alles, was es hierzu zu sagen gibt, wurde bereits gesagt, bzw. geschrieben und wenn Dir selbst anerkannte Wartburg-Koryphäen dabei nicht helfen konnten, dann -nixwissen-
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Pearse2
Bierdosenhalter
Beiträge: 76
Registriert: Freitag 29. Juni 2018, 11:21
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 1964

Re: Ford V4 im Wartburg (Skandinavien?)

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Samstag 13. Juli 2019, 14:03

Hallo miteinander,

erst einmal vielen Dank für die bisher beigetragenen Informationen. Mein Verständnis der Materie ist zwar immer noch begrenzt, aber dank der guten Hinweise hier doch um einiges besser und strukturierter.

Mit "aktuellen Entwicklungen" denke ich an die Dinge, die beispielsweise einen 300ccm ETZ Motor heute um einiges kräftiger und zuverlässiger machen können, ohne den Verbrauch zu erhöhen oder das nutzbare Drehzahlband dünner zu machen - größere Laufbuchsen, moderne japanische Vergaser, programmierbare Einspritzungen, Membransteuerungen speziell abgestimmte Abgasanlagen, hochwertige elektronische Zündungen etc.
Vermutlich profitieren die DDR Motorräder hier aber von dem aktuellen Knowhow, das jeden Tag auf dem großen Simsonmarkt erworben wird, sonst sehe es hier vermutlich ähnlich aus, wie beim Wartburg.
In dem Zusammenhang könnte man u.U. einmal in Richtung Trabant (Wabant)-Szene schauen, hier könnten u.U. mehr Leute mit dem Motor beschäftigt sein, als im originären Wartburgbereich.

Den modernen drei Liter Sportwagen habe ich bereits, der steht mit Saisonkennzeichen leider fast den ganzen Sommer in der Garage, der Wartburg macht mir gerade einfach noch einen Hauch mehr Freude. ;o)

Das der 311er meine Ziele wirklich nur zum Teil erfüllen kann, ist leider richtig. Das war auch der ursprüngliche Grund für diesen Thread, ich wollte gern einen 2L Viertakter mit ca. 80 PS in diesem Fahrzeug...ganz wie das AWE selbst seinerzeit auch. Und ja, ich weiß, das 353er Fahrgestell wäre hier ein guter Anfang...aber irgendwie widerstrebt mir das. Mal schauen, vielleicht läuft mir einmal etwas in der Art über den Weg.

Nun gut, es kommt nun also zunächst der Jikov und danach die höhere Verdichtung. Diesbezüglich würde ich gern auf das Angebot deines Werkzeugmachers zurückkommen, Bic.

Grüße
Marc

P.S. Fuchser, dein 353er ist wirklich ein Gedicht. Das Lenkrad ist von Raid, wenn ich nicht irre? Ich hatte seinerzeit ein solches im MX5 NA, das Holz allerdings mit schwarzem Leder übernähen lassen, wichtig waren mir die gelochten und polierten Lenkradspeichen. ;o)


Zurück zu „Motor / Triebwerk“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste