Choke BVF 40 -16

Motor, Vergaser, Ansaug- und Abgasanlage, Getriebe, Antriebe, Störungen am Motor

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berlintourist
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Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 9. August 2019, 19:42

ein kleines und also nicht dramatisches problem hat der bolide seit letzter woche.

üblicher weise mach ich den personenkraftwagen nach seiner letzten tagesfahrt via kurzem gasstoß und ziehen des chokes aus,
lasse ihn also "absaufen". hat bisher auch prima funktioniert ...
nun aber will sich das männätschment nicht mehr meinem willen unterwerfen. sprich: ziehen des chokes beim abstellen bewirkt lediglich einen schnelleren motorlauf aber keinen stillstand mehr.
zum maschinenhaus: motor is ja neu, luftfilter sauber, vergaser war werksneu und "unbefummelt" ca 1,5 jahre in verwendung ..
gecheckt: hauptsächlich vergaser und dessen düserei - alles im grünen. kerzen prima. luftfilter ok.

hat ein kluger oder gerissener wartburgmensch ne idee ? ich hab allein geschaut, wir haben zu zweit geguggt .. kein problem gefunden, dessen behebung die lösung brächte -nixwissen-

gruß
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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 9. August 2019, 23:15

Der hat doch gar keinen Choke, sondern nur ne Starterklappe :eek:

Wenn du Deinen Boliden bisher immer damit abwürgen konntest, dann deshalb, weil Du durch das Schließen der Klappe bis unterhalb der Zündfähigkeit des Gemischs angefettet hast (wozu eigentlich?), was nun augenscheinlich nicht mehr funktioniert und dies höchstwahrscheinlich, weil die Klappe am Ende nicht mehr voll schließt. Eine Anfettung findet dann zwar auch noch statt, aber eben nicht mehr bis unterhalb der Zündfähigkeitsgrenze und wobei dann stattdessen das fettere Gemisch wegen dessen höheren Durchbrenngeschwindigkeit zur Anhebung der Drehzahl führt.

Da nun die Klappe lediglich durch die Drehfeder geschlossen gehalten wird, bestimmt der Ansaugunterdruck, ab wann diese öffnet, bzw. bei Dir nicht mehr voll schließt und damit sich die Anfettung verringert. Ursache für einen höheren Ansaugunterdruck als bisher könnte z.B. eine geänderte, also höhere Leerlaufeinstellung sein, aber auch ein Luftfilter mit höherem Widerstand (verschmutz, feucht). Ich würde jedenfalls erst einmal in diese Richtung gucken, ist zumindest eine Idee.

Achso, hast Du eventuell Dein Zündgeschirr erneuert? Nicht das Deine Zündanlage jetzt dadurch in der Lage ist, auch das fettere Gemisch noch zu zünden - naja, ist auch nur so ne Idee.
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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 9. August 2019, 23:30

thx für deine gedanken, bic.
nein, es wurde seit einbau des motors nix geändert, gefummelt, gespielt. ausser das beschriebene kühlerproblem, welches ja dank westfeuerzeug behoben wurde.

die klappe schliesst so sauber wie ein uhrdeckel einer schweizer taschenuhr. alles gecheckt.

irgendwie mysteriös des alles ...

wie geschrieben, es ist ja nicht überlebenswichtig, auto läuft ja auch gut ... aber verwunderlich ists allemal.
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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 9. August 2019, 23:41

bic hat geschrieben:(wozu eigentlich?)

weil er so per schlüsselzeigen ab dritter etage beim annähern schon anspringt :shock:
:-|
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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 10. August 2019, 08:57

berlintourist hat geschrieben: ....die klappe schliesst so sauber wie ein uhrdeckel einer schweizer taschenuhr. alles gecheckt.....

So meinte ich das auch nicht - vollständig geschlossen bleibt die Starterklappe (sorry, sorry, der Choke) lediglich beim Startvorgang, Sobald der Motor die ersten eigenen Zuckungen macht, erhöht sich der Saugrohrunterdruck und die Klappe öffnet sich durch deren außermittige Lagerung entgegen der Kraft der Drehfeder ein wenig, wodurch das angesaugte Gemisch etwas abgemagert wird und der Motor nicht gleich wieder ausgeht.

Nun kenne ich die BVF-Fallströmer nicht so genau, um sagen zu können, ob Deine bisherige Gewohnheit im Leerlauf den Motor durch ein Ziehen des Chokes / der Starterklappe "absaufen" zu lassen überhaupt ein zwangsläufiges Verhalten einer einwandfreien Ansaugseite ist, denn eigentlich sollte die Klappe hierbei überhaupt nicht vollständig schließen und der Motor weiter laufen - egal, es hat ja funktioniert (Du weißt aber schon, dass un-, bzw. halbverbranntes Gemisch so nette Säuren bildet). Wenn nun nicht mehr, hat sich auf jeden Fall etwas geändert - wieviel hat denn Dein neuer Motor eigentlich gelaufen? Vielleicht ist der nun "frei" und baut einen größerern Kurbelkastenunterdruck auf als bisher - dies wäre zumindest auch eine Erklärung [smilie=hi ya!.gif]
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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Samstag 10. August 2019, 20:51

... soeben hat es wieder funktioniert - allerdings bei nur lauwarmen motor und ohne gasstoß.

wie sagen hochprofessionelle werkstätten immer?: "weiter fahren und beobachten!"
:lol:
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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Sonntag 11. August 2019, 12:26

Ein möglichkeit wäre das die Feder, wie die Startklappe fastziehen, seiner Spannung etwas verloren hat und dafür öffnet eine kleinere Unterdrück die Startklappe schneller.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Sonntag 11. August 2019, 21:44

hm. schau ich mal, danke stig.

heute ging er wieder nicht aus. -nixwissen-
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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Freitag 23. August 2019, 18:13

Den gleichen Gedanken wie Stig hatte ich auch schon ...

Generell würde ich das jetzige Verhalten (Motor läuft auch mit voll gezogenem Choke weiter) auch als das normale und korrekte bezeichnen. Zumindest kenne ich das von meinem einzigen Fahrzeug mit 40er Fallstrom-BVF - dem B1000 - auch so: Er würgt, hustet und qualmt zwar entsetzlich, aber er läuft weiter; denn beim Choke ziehen wird ja auch die Drosselklappe ein bisschen geöffnet, also die Leerlaufdrehzahl angehoben. Wenn der (warme) Motor bei voll gezogenem Choke ausgeht, deutet das auf eine zu geringe Leerlaufanhebung hin ...

Ich persönlich finde das gewaltsame Ersäufen eines Motors ja generell brutal und herzlos. Auch konnte ich bisher, wenn sonst alles stimmt, keinen Unterschied im Startverhalten feststellen: Je nach Stillstanddauer, Außentemperatur und Motortemperatur springt (zumindest) ein Zweitakt–Motor IMMER auf Schlüsselzeig an ... Hingegen erschwert ein Ölsumpf im Kurbelhaus (der sich zwangsläufig bildet, wenn ein ertränkter Motor länger steht und das Benzin aus dem überschüssigen Gemisch herausverdunstet) den Start eher, als er ihn begünstigt ...
Aber: WENN man das aus Glaubensgründen schon unbedingt so machen will, dann kenne ich es so, dass man schon auch gleichzeitig mit dem Chokeziehen auch die Zündung abschaltet. Ist erstens nicht ganz so brutal und hat die gleiche Wirkung ... - Bedenklich wäre es erst, wenn der Motor nach dem Abstellen der Zündung weiterläuft - also "nachdieselt", wie man das von manchen Viertaktern der 70er und 80er Jahre kannte, nachdem der Bleigehalt im Benzin abgesenkt wurde ...

Gruß
Tommy
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Re: Choke BVF 40 -16

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 23. August 2019, 20:24

merci auch für deine gedanken, tommy.

ich lass dem auto jetzt seinen willen - des boliden wille ist mein himmelreich :lol: . solange er brav marschiert
is ja eigentlich alles gut. :smile:
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