Restaurierung W 311 Bj. 1961

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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hagen_p
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Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Mittwoch 12. Juni 2019, 09:22

Ich werde hier mal einen Beitrag aufmachen um die Fortschritte und sicherlich auch mal Fragen zu der anstehenden Aufarbeitung meines Schmuckstücks zu dokumentieren.

So habe ich ihn abgeholt bei meinem Kollegen. Stand jetzt 20 Jahre trocken in der Garage.
Ist Erstbesitz von seinem Opa und seit 1983 kaum noch gefahren.
Sollte alles noch original sein - sagte er. Wohl auch die 50.000 km auf dem Tacho.
311_1.jpg


Die Ankunft im neuen Heim. Der Hund musste ihn auch erstmal begrüßen.
311_17.jpg


Und so ist er erstmal untergebracht. Soll sich nicht so alleine fühlen. Deswegen zu Barkas, Kübel, Star und BMW R2 geparkt.
311_18.jpg


Werde ihn mir aber erst vornehmen können, wenn das Wetter wieder schlechter wird. Im Sommer liegen immer andere Sachen im Fokus.
Werkstatt ist beheizt - das passt dann schon.

Karsten

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Donnerstag 13. Juni 2019, 21:23

Herzlich Willkommen zu ZWF!

Dein Wartburg sehen gut aus, als nur die Staub wegwaschen und fertig. Noja, Bremsen sind wahrscheinlich fast und die Motor wäre auch gut zu öffnen und kontrollieren.

Im Winter sollte es intressantes zu sehen werden,wie Deine Projekte geht weiter.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Donnerstag 13. Juni 2019, 21:58

willkommen im zwf hagen.
die fotos sehen ja erstmal nach einem prima auto aus - bin mal sehr gespannt, was eine genauere beschau bzw obduktion erbringt ..

gruß

Warre 1000 hat geschrieben: Dein Wartburg sehen gut aus, als nur die Staub wegwaschen und fertig.
..das war auch mein gedanke bei den bildern. waschen und schmieren, betanken und polieren. ferdsch. :lol:
Helft dem Klimawandel - fahrt Zweitakter !

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 14. Juni 2019, 21:46

Willkommen auch von mir.
Was ich so crazy finde, ist das Überführungskennzeichen "1999"
Geplant, gekauft, nichts geworden.
Das sind fast 20 Jahre Konservierung, wo keiner nix verpfuscht hat. Ich würde mir das Schild gut aufheben, das ist ein Talisman.
Ansonsten natürlich: GUTES GELINGEN :smile:
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Dienstag 18. Juni 2019, 07:15

1999 haben die Vorbesitzer nochmal eine kleine Runde mit dem Warti gedreht. Deswegen die Nummernschilder.
Er stand ab ca. 1983 bis 1999 unbewegt und dann wieder 20 Jahre bis heute.
Alles glaubhaft da der Vor- und auch Erstbesitzer der Opa von einem sehr guten Kollegen war.
DDR Schilder liegen auch noch im Kofferraum.
Lass mich überraschen was so alles auftaucht.
Beim Lack bin ich mir nicht so sicher. Er kann sich an keine Neulackierung erinnern. Aber im Motorraum ist das Typenschild schwarz lackiert und die Kappe vom Regler auch.
War das so üblich?


Karsten

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Dienstag 18. Juni 2019, 08:54

hagen_p hat geschrieben:War das so üblich?

nee.
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Dienstag 18. Juni 2019, 09:12

Dachte ich mir auch so.
Schwarz-Weiß steht aber im DDR Brief drinne. Muss es wohl gegeben haben?
Na mal schauen wenn ich ihn mal richtig gewaschen habe. Vielleicht sieht man dann mehr.
Muss nur mal die Zeit finden...

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Montag 8. Juli 2019, 14:59

So, am WE bin ich endlich mal dazu gekommen, den Warti anständig zu putzen und einen ersten näheren Blick auf alles zu werfen.
Ich habe keine größeren Enttäuschungen gefunden.
Der Lack ist so lala. Muss mal schauen ob ich einen Experten in der Nähe finde, der sowas wieder aufarbeiten kann. Neulackierung wollte ich eigentlich nicht.
Die Sitze sehen aus wie aus dem Laden. Die Schonbezüge sind auch schon gewaschen und sehen auch noch gut aus.
Der hintere Teppich hat es hinter sich. Muss irgendwas ausgelaufen sein. War auf der Beifahrerseite nicht mehr zu retten. Erstaunlicherweise sieht man nicht mal Flugrost am Bodenblech an dieser Stelle.

Der Himmel sieht etwas schmuddelig aus. Hat jemand einen Tipp wie man den wieder schick bekommt? Dampf oder Chemie ist sicher keine gute Idee.

Ansonsten keine großen Sachen - denke ich mal.
Bremsen neu, Motor aufmachen und nach dem Rechten sehen, Lenkung und Schaltung leichtgängig machen, Kurbelfenster nachsehen, sämtliche Schläuche wechseln...

Gibt es noch Punkte wo man beim 311er besonders schauen muss? Hab gehört die Antriebe waren immer anfällig?

Gruß Karsten

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 8. Juli 2019, 15:43

Ich würde ihn auf gar keinen Fall neu lackieren, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

Alle RBZ, HBZ, Bremsschläuche neu. Bremsbacken nach Befund. Bremsenteilequalität ist ja aus Barkaskreisen ein bekanntes Problem - und gillt hier analog.

Antriebswellen nachschmieren, Gelenkwellenmanschetten - wenn noch brauchbar - keinesfalls ersetzen, die Nachbauteile halten im Schnitt nichtmal ein dreiviertel Jahr.

Getriebeöl.
Lenksäule oben ist oft fesgegammelt (Pertinax auf Lenkwelle), dann zermehrt es den Gummi um die Pertinaxbuchse. Also mal nachsehen.

Allg. Schmierdienst - klar. Wenn Lust und Laune, lohnt bei einem 6V-Auto auch Kontaktpflege IMMER SEHR. Insbesondere im Bereich ders Sicherungskastens, der Anlasserkabel, Zündschalter und Lichtschalter.

Alles andere würde ich abwarten.
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Mittwoch 10. Juli 2019, 10:25

Denke auch. Der Lack sollte bleiben. Maximal mal schon polieren lassen vom Fachmann.

Bin hin und her wegen dem Motor. Stand jetzt 20 Jahre und bevor Schaden beim Erststart entsteht lieber doch mal reinschauen?

Hat jemand schon mal den Original Himmel geputzt? Da will ich auch keinen Schaden machen...

Karsten

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Mittwoch 10. Juli 2019, 17:51

Ja, habe ich mal gemacht.
Allerdings ist hier die Frage ob Du den noch aus Wolle drin hast oder schon aus Kunststoff?
Ich habe den aus Wolle schon mal gesäubert (meiner ist Bj.57). Das ging sehr gut mit normalen Polsterreiniger und einem Staubsauger mit Polsterbürste.
Hier allerdings darauf achten das man die immer vorgeschriebene Probe auf Farbechtheit macht und auf keinen Fall zu nass reinigt.

Kunsstoffhimmel hatte ich mal in meinem Skoda 105 gemacht. Das ist allerdings auch schon etwa 30 Jahre her. War kurz nach der Wende. Da gab es irgendein Zeug was dafür extra gemacht war. Und gleichzeitig noch in einem kleinem Fläschchen dazu war noch eine Farbauffrischung drin. Das hatte ich dann auch gemacht mit einem wunderbaren Ergebnis. Was das allerdings genau war kann ich Dir heute nicht mehr sagen.
Die Farbauffrischung wurde mit einem Schwamm aufgetragen. Das musste sehr dünn erfolgen. Ich hatte den Fehler gemacht das ich viel wollte und auch viel aufgetragen hatte. Dadurch wurden teilweise die Poren des Himmels verschmiert. Sah nicht sehr schön aus. Und ging auch nicht mehr weg :roll: ...
Der Innenraum sollte bei beiden Arbeiten abgedeckt werden!
Viele Grüße
Jörg

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Donnerstag 11. Juli 2019, 08:38

Bei mir ist ein flauschiger Wollhimmel drin.
Habe nur Sorgen, dass der Stoff schon 'morsch' ist und bei säubern in sich zusammen fällt.
Hatte mal an einen Dampfreiniger gedacht - aber schnell wieder verworfen.
Also Polsterreiniger und Polsterbürste.
Werde ich mal vorsichtig testen.

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Freitag 23. August 2019, 18:42

Hast Du denn hier mit Deinem Himmel Erfolg gehabt bzw gibt es irgendwelche Fortschritte zu vermelden?
Viele Grüße
Jörg

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Montag 2. September 2019, 13:47

Hallo zusammen,

beim Himmel bin ich noch nicht angelangt.
Aktuell sind die Bremsen und die Achsen dran.
Bremsen alle fest ringsum. Habe schon regenerierte Zylinder bestellt. Ist mir lieber als selbst die alten Teile wieder fit zu machen. Bekomme z.T die Kolben gar nicht raus.

Dann noch die Vorderachsen: alles was sich irgendwie bewegt ist durch (bis auf die Antriebswelle). Alle Buchsen müssen neu.
Hier habe ich gelernt, dass die Querlenker nicht selber neu gebuchst werden können. So zumindest in älteren Beiträge hier im Forum geschrieben.
Der einzige Anbieter ist hier scheinbar nur noch CCS? Zumindest wo wohl noch welche auf Lager sein sollen.
Oder gibt es schon ne neue Lösung für die Querlenker? Habe was über Trabi-Buchsen oder selbstgedrehte POM-Buchsen gelesen.
Hat da jemand schon Langzeiterfahrung?

Und was ich nirgens gefunden gefunden sind die Fettkappen vom Schwenklager. Hat hier jemand einen Tipp?
Das Foto ist von der Genentz-Seite aber leider nicht mehr lieferbar.
Fettkappe.jpg


Und gibt es irgendwo einen Ersatteilkatalog wo man von jedem komplexen Bauteil die Explosionszeichnung hat? Schick wäre dann noch mit Bezeichnung und ggf. Nummer der Teile?
Beim Barkas und beim 601er hab ich sowas. Sogar vom 5011er Zetor haben eine Ersatzteilübersicht.
Für den 311er hab ich noch nix gefunden.

Danke für eure Hilfe.

Gruß Karsten

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon busdriver » Montag 2. September 2019, 14:03


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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 2. September 2019, 14:23

hagen_p hat geschrieben:... Dann noch die Vorderachsen: alles was sich irgendwie bewegt ist durch (bis auf die Antriebswelle). Alle Buchsen müssen neu.
Hier habe ich gelernt, dass die Querlenker nicht selber neu gebuchst werden können. So zumindest in älteren Beiträge hier im Forum geschrieben.

Doch können diese - wenn man denn die nötigen Rundringe und das Einpress-, besser Einrollwerkzeug hat :smile: (das waren im Original ziemlich fette O-Ringe, welche quasi zwischen Lenker und Innenbuchse "gerollt" wurden - aber das hast Du wahrscheinlich schon hier im Forum gefunden)

Der einzige Anbieter ist hier scheinbar nur noch CCS? Zumindest wo wohl noch welche auf Lager sein sollen.

Im ostmobile-Shop, bei ostautos24.de und Genentz gibts auch welche und Framo-Jens bietet diese auch an (da habe ich meine her - bisher halten diese über 10 tsd km). Außerdem tauchen auch auf den üblichen Onlinebörsen immer wieder welche auf - musst nur mal schauen.

Oder gibt es schon ne neue Lösung für die Querlenker? Habe was über Trabi-Buchsen oder selbstgedrehte POM-Buchsen gelesen.
Hat da jemand schon Langzeiterfahrung?

Zweimal nö! Trabi passt überhaupt nicht und wer POM-Buchsen verwendet hat die Funktionsweise von Silantbuchsen nicht verstanden.

Und was ich nirgens gefunden gefunden sind die Fettkappen vom Schwenklager. Hat hier jemand einen Tipp?
Das Foto ist von der Genentz-Seite aber leider nicht mehr lieferbar.

Gibts bei ostmobile, Sausewind und Genentz und wahrscheinlich auch bei Schinke.

Und gibt es irgendwo einen Ersatteilkatalog wo man von jedem komplexen Bauteil die Explosionszeichnung hat? Schick wäre dann noch mit Bezeichnung und ggf. Nummer der Teile?

Natürlich, musst Dir nur einen kaufen :smile:
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Montag 2. September 2019, 15:24

Die Kappe habe ich bei keinem (bis auf Genetz und dort steht nicht lieferbar) gefunden. Hast du da evtl. ne Artikelnummer oder sowas bei der Hand?
Vielleicht suche ich ja nache der falschen Bezeichnung.

Den Ersatzteilkatalog werde ich mir dann mal bestellen. Dachte den gibts als Download - war ich wohl etwas verwöhnt bis jetzt :eek:

Bei CCS sind die Lenker am günstigsten - zumindest laut meiner Suche.
Hat dort schon mal jemand Erfahrungen gemacht?

Gruß Karsten

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon Butzemann » Montag 2. September 2019, 16:43

Schau mal im Ostmobile-Shop nach der Artikelnummer 30749002045 , sieht jedenfalls so ähnlich aus. Oder bei https://www.oldtimer-ersatzteile-hermel.de unter Artikelnummer: 1058 dort ist selbige billiger.

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Dienstag 3. September 2019, 07:21

Die hatte ich auch schon alle gefunden.
Nur steht dort immer dabei, dass sie für die schmalen Bremsen sind.
Und bei mir sind die Breiten verbaut.
Nehme an, dass die Kappe dann nicht passt?

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 3. September 2019, 09:19

hagen_p hat geschrieben:Die hatte ich auch schon alle gefunden.
Nur steht dort immer dabei, dass sie für die schmalen Bremsen sind.
Und bei mir sind die Breiten verbaut.
Nehme an, dass die Kappe dann nicht passt?


Tja, das kommt darauf an :smile: Bei der Vorderachse mit den breiten (30mm) Bremsen ist der sogenannte Laufbolzen des unteren Schwenklagers:

schwenk3.JPG

mit einem Innengewinde:

schwenk2.JPG

versehen, in welchem dann genau wie am oberen Schwenklager (Federgabel) die Verschlußschraube sitzt:

schwenk.JPG

Die zugehörigen Buchsen sind zweiteilig (grüne Pfeile):

buchsen.JPG

und verschlossen wird das Lager dann genau wie das obere Lager durch einen Verschlußdeckel (blauer Pfeil). Fertig zusammengebaut sieht das Ganze dann so aus:

fertig.JPG

Die alte Ausführung für die schmalen Bremsen hatte jedoch Laufbolzen mit einem Gewindeansatz:

Bolzen2.jpg

zu welchen dann lange einteilige Buchsen (roter Pfeil im obigen Bild) gehören. Diese Ausführung ist dann mit der Gummikappe zu verschließen.

Ausgeschlossen ist jetzt allerdings nicht, das irgendwann mal jemand auch bei der VA für die breite Bremse die alte Schwenklagerausführung eingebaut hat (das passt problemlos), schau also noch einmal genau nach, was Du da eigentlich hast.
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Mittwoch 4. September 2019, 07:09

Ich hab mal gestern ein paar Fotos gemacht.
So sieht es aktuell aus:
311_6.jpg


Die fehlende Kappe ist unten auf der Kronenmutter gewesen
311_2.jpg

311_5.jpg


Gestern auch mal die Lenker gestrahlt. Die Buchsen sehen gar nicht so schlecht aus? Gehen doch noch?
311_4.jpg

311_3.jpg


Und ne andere Variante als mit externer Software die Bilder verkleinern geht hier wohl nicht?
Ist immer etwas aufwendig und aktuell hab ich die Software auf meinem Werkstattrechner noch nicht installiert.

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 4. September 2019, 17:51

hagen_p hat geschrieben:Ich hab mal gestern ein paar Fotos gemacht....

Oha, tatsächlich die Achsschenkel mit der breiten Bremse und auch noch mit Zentralschmierung - so ist das nur 11/2 Jahre gebaut worden! Und auch noch Bremsbacken mit aufgenieteten Belägen - das hat ja alles lange gehalten :smile:
Am besten, Du demontierst erst einmal die unteren Schwenklager und schaust, wie die Laufbolzen aussehen. Wahrscheinlich wirst Du dann so etwas finden:

bolzen3.JPG

und unrund wird er dann auch noch sein :sad: Das Auswechseln der Bolzen und damit der Umbau auf die neuere Version (ratsam) ist im diy durchaus möglich:

bolzen5.JPG

Bolzen6.JPG

halbweg schwierig ist dann lediglich die Nut für den Kerbstift herzustellen:

bolzen4.JPG

Aber mach erst einmal, alles andere wird man dann sehen. Neu sieht es dann jedenfall so aus:

bolzen7.JPG


Die Silnetbuchsen der Lenker sehen auf den ersten Blick doch gar nicht mal so schlecht aus. Die Rahmenseitigen Buchsen scheinen noch völlig i.O. zu sein und die rasseitigen sitzen zumindest noch zentrisch. Da die letzteren durch Passungsprobleme zwischen Lenkern und Schwenklager:

lenker.JPG

axial nahezu immer etwas überlastet werden (die Innenhülse wandert dabei), ist der zerfranste, überhängende Gummi beinah normal. Um so etwas zu vermeiden, habe ich meine Lenker extra etwas nachgefräst:

lenker2.JPG

Dies ist aber nicht immer zwingend nötig.
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Mittwoch 4. September 2019, 19:25

Danke für die Fotos.
Schau ich mir mal am Freitag an.
Hatte ja geschrieben, dass der Opa Erstbeitzer war und originale 50.000km auf dem Tacho stehen.
Denek auch, dass ich die Lenker so lasse. Nach dem Strahlen sahen sie gar nicht schlecht aus. Vorher hang da der Gummi etwas lieblos rum.

Umbau auf neuere Version bedeutet? Andere Bolzen? Andere Buchsen? Hab da welche aus Alu, Messing oder Pertinax gefunden im Netz.

Aber die Zentralschmierung wollte ich belassen?

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 5. September 2019, 09:12

hagen_p hat geschrieben:Umbau auf neuere Version bedeutet? Andere Bolzen? Andere Buchsen? Hab da welche aus Alu, Messing oder Pertinax gefunden im Netz.

Genau, anderer Bolzen, andere Buchsen und zusätzlich noch Verschlußdeckel, Anlauf- und Ausgleichscheiben (zum Einstellen des Axialspiels), Zahnscheibe und Sonderschraube, quasi alles wie oben an der Federgabel. Original waren üblicherweise Alu-Buchsen eingebaut, ob und wann die Pertinaxbuchsen verwendet wurden -nixwissen-, das muss sehr früh gewesen sein, denn denn diese stammen eigentlich vom F8/F9/P70. Optimal wären natürlich Buchsen aus Lagerbronze (nicht Messing), mein erster Satz hat 35 Jahre gehalten. Bei allen Buchsen sind dann aber besondere EInbaubedingungen zu beachten, wenn man spielfreie und gleichzeitig leichtgängige Schwenklager bekommen will.

Aber die Zentralschmierung wollte ich belassen?

Ob das Sinn macht -nixwissen-, eine Verlustschmierung sieht ja heute keiner mehr gern. Zudem sind ja auch noch die Spurstangenendstücke und die Pedalwelle mit angeschlossen, das tröpfelt also schon ganz schön und versiffen tut auch alles. Ich würde auf Fettschmierung umbauen, da reicht es bei reinem Sommer-Oldtimerbetrieb und der Verwendung moderner, wasserbeständiger Fette einmal im Jahr zur Fettpresse zu greifen (wenn überhaupt). Pumpe, Verteiler, Leitungen und Schläuche kann man ja zur "Zierde" eingebaut lassen, aber bei den meisten Autos ist der ganze Krempel schon zu DDR-Zeiten rausgeflogen :smile:
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Donnerstag 5. September 2019, 09:23

Ach du Scheiße. Da komme ich ja gar nicht mehr hinterher was ich alles brauche.
Und vorallem wie alles genau heißt - zwecks bestellen.
Habe gestern einen ETK geschickt bekommen. Aber welche Variante dort drinne ist weiß ich noch nicht. Hatte keine Zeit mehr.

Aber ich hab mal noch schnell ein paar Fotos gemacht - Auseinander genommen.
Sieht auf den ersten gar nicht soo schlimm aus?

Muss nur mal alles gesäubert und evtl. gestrahlt werden...

311_5.jpg

311_2.jpg

311_3.jpg

311_4.jpg

311_1.jpg

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 5. September 2019, 10:48

hagen_p hat geschrieben:...Sieht auf den ersten gar nicht soo schlimm aus? ...

Aha! Und wie sieht es denn dann schlimm aus? Die Federgabeln und Laufbolzen sind jedenfalls hinne, korrodiert und eingelaufen. Damit sind diese sammt der zugehörigen Buchsen sowieso fällig (Deine sind übrigens aus Alu). Wenn Dein Budget nicht allzu knapp ist, könntest Du Dir das selbst ausbuchsen (und den Wechsel des Laufbolzens) ersparen, wenn Du gleich einbaufertig mit Bronze ausgebuchste Achsschenkel kaufst - diese sind z.Z. bei Ostmobile zu haben:

achsschenkel.JPG
Quelle: ostmobile

tauchen aber auch von privat gelegentlich mal in der Bucht oder bei Kleinanzeigen auf.
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Donnerstag 5. September 2019, 13:07

Na würde reichen, diese Teile hier zu erneuern?
Passen die überhaupt vom Durchmesser zusammen?
Die kompletten Teil sind ganz schön fettig...

311_2.jpg

311_3.jpg

311_1.jpg


Quelle: Ostmoblie-shop.de

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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Donnerstag 5. September 2019, 17:08

Da die Funktion mit der Zentralschmierung bleiben soll kommt der Bolzen mit der Bohrung(letztes Foto von Dir) in der Lauffläche rein wenn oben im Bolzen auch das Gewinde für die Ölleitung vorhanden ist.
Bild
Bei der schmalen Bremse ist der Laufbolzen unten mit Außengewinde, oben eine Kappe und unten diese Kappe mit dem Nippel verwendet worden. Unten mit dem Nippel, damit das Öl nicht so auf die Felge tropft :smile: Du hast ja schon die breite Bremse
Bild
Bei dem Bolzen auf dem letzten Foto von Dir, der mit Innengewinde, benötigst Du noch diese Verschraubung mit Dichtung.
Bild
Es gibt Federgabeln mit Untermaß und dazu die Buchsen mit Übermaß. Ob die Passung bei Null oder Übermaß gleich passt -nixwissen-
Bei mir mußte ich noch etwas aufreiben.
Bei der Bestellung die Ausgleichscheiben nicht vergessen.
Gruß Andreas

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bic
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 5. September 2019, 18:48

hagen_p hat geschrieben:Na würde reichen, diese Teile hier zu erneuern?

Rein theoretisch ja, plus natürlich ein paar Scheibchen, Schräubchen, Deckelchen, Kerbstiftchen .... :shock:

Passen die überhaupt vom Durchmesser zusammen?

Rein theoretisch ja, aber in der Praxis eher nur mit Glück. Beim Laufbolzen unten gibt es nur ein Maß, daher sollten Buchsen im Originalmaß auch passen. Allerdings wird so etwas zum einen nicht völlig toleranzfrei gefertigt und zum anderen ziehen sich die Buchsen bei der Montage in ihren Sitz noch ein (Innendurchmesser verringert sich), so dass hier meist die Notwendigkeit besteht, die Buchsen auf Maß aufzureiben. Leider funktioniert dann das bei den Bronzebuchsen mit der Hand-Verstellahle nicht, vor allen dann nicht, wenn wenn die Schmiernuten bereits in den Buchsen eingearbeitet sind, maschinelles Bearbeiten wird dann nötig.

Hinzu kommt, dass es schwierig wird die Nut für den Kerbstift passend in die Laufbolzen zu bekommen. Diese vorab anzubringen ist zwar nicht sehr schwer, den Bolzen dann aber so einzubauen, dass der Kerbstift nicht nur irgendwie hinein passt, sondern auch voll trägt, ist nahezu aussichtslos, denn der einmal eingebaute Bolzen lässt sich nicht mehr verdrehen. Außerdem muss die Einbautiefe des Bolzen so exakt stimmen, dass sich nachher das Axialspiel des Schwenklagerzapfens mit den Beilagscheiben einstellen lässt, dieser darf daher weder zu tief noch nicht tief genug montiert werden. Im diy ist das jedenfalls ein nicht so ganz profanes Unterfangen.

Ähnlich sieht es mit den Federgabeln aus, hier hat man zwar nicht das Bolzenproblem, dafür gibt es die Teile in verschiedenen Untermaßen (die wurden, bzw. werden zwecks Überholung übergeschliffen). Da gilt es dann erst einmal passende Buchsen zu finden, hat man diese dann, ergibt sich wieder das Problem der Toleranz, des Einzugs und des Aufreibens.

Günstig wäre es daher, wenn man für die vorgenannten Arbeiten z.B. einen Werkzeugmacher zur Hand hat, dieser kann das alles mit der nötigen Genauigkeit erledigen - kostet dann aber auch Geld :sad:
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Re: Restaurierung W 311 Bj. 1961

Ungelesener Beitragvon hagen_p » Montag 9. September 2019, 12:51

So. Bin jetzt auch wieder online.
Das ganze WE keine Zeit für den 311er oder Internet gehabt.
Hoffe heute abend mal wieder was machen zu können.
Mache dann mal ne Übersicht mit den weiteren Teilen die ich noch brauche.

Ich habe einen Bekannten der mir meine Stoßstangen und den Grill (evtl. auch die Lampenringe) neu verchromen lassen könnte. Dort wäre wohl knapp 100,- pro Teil (also beide Stoßstangen schon mal 600,-) der Preis.
Ganz schön fettig oder sollten das aktuell die Preis fürs Verchromen sein?
Wie sind denn hier so die Erfahrungen?

Gruß Karsten


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