Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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carsten
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Oktober 2015, 09:20

Endspurt....

Schweller - BMW Serie 10

Für das Lackieren ist es eigentlich zu kalt (14 Grad) und zu nass (alles ist mit einem dünnen Nässefilm versehen). Aber es hilft nichts, der Wagen muss fertig werden.

Mit einem provisorischen Zelt, Heizlüfter und 500W Lampe sollte es gehen.

Also Füllhaftgrund, Schleifen, Feinspachteln, Füllhaftgrund, Schleifen, Lackieren, Lackieren, Schleifen, Lackieren, Lackieren, Lackieren, Klarlack, , Klarlack.

Abklebung erweitern und Steinschlagschutz, Steinschlagschutz, Steinschlagschutz, Steinschlagschutz.

Dazwischen immer Wartezeiten. Diese dann genutzt, um die Front wieder zu komplettieren.

Der Wagen hat wohl mal einen Treffer vorne rechts kassiert. Darauf deuten der rechte neue Scheinwerfer, der neue rechte Pralldämpfer, der eingerissene Innenradkasten hin.

Der Kotflügel bekam auch noch Steinschlagschutz verpasst.

Dem neuen Innenradkasten fehlten noch 2 Löcher, die waren aber schnell gesetzt und für die optimale Passung musste ein kleiner Schnitt gesetzt werden.

Der Bereich hinter dem Kotflügel bekam eine Ladung FluidFilm. Auch die Träger und Hohlräume wurden damit versehen, in der Hoffnung auf Korrosionsverhinderung.

Ein Auspuffgummi musste getauscht werden, das gerade mal 1,5 Jahre alte Teil hat sich zerbröselt.

Auf der rechten Seite wurden die Hebebühnenpuffer eingesetzt, nun sieht es wieder aus wie es sich gehört.
Der hintere Puffer wurde auch gleich zum Abbocken genutzt und hat gehalten {beifall} .

Der Steinschlagschutz ist noch zu hell, mal schauen, vielleicht lackiere ich den irgendwann noch mal über.

Nun muss nur noch die Innenausstattung wieder komplettiert werden, dann geht es zum TÜV.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 13. Oktober 2015, 11:52

Am Freitag früher Feierabend gemacht und noch fix die Innenausstattung wieder eingebaut.

Dann noch schnell zur Dekra gedüst die bis 16:00 Uhr offen haben.

Ich war der letzte Kunde und da gerade ein Lehrling/Neuling eingearbeitet wurde, wurde der Wagen SEHR gründlich gecheckt.

Es hat sich im rechten Rücklicht ein Kupferwurm eingenistet, der im Kombination mit dem Nebel-Schlusslicht (links) das rechte ein Schlusslicht ausschaltet.

Bremse hinten zieht ungleich. Handbremshebelweg zu weit und Bremse hinten links löst nicht ganz.

Motor ölt (trotz neuer Ventildeckeldichtung und korrekten Anzugsmomenten).

Und besonders nervig, AU geht gar nicht.

Bremsflüssigkeit zu alt.

Wärmeschutzblech hinten lose.

Ich weiß schon, warum ich ein Auto mit einer guten Ersatzteilversorgung wollte :twisted: .

Immerhin keine Rostmängel :smile: .




P.S.: Das FluidFilm kriecht so gut, auf der linken Seite sind zwei winzige (nicht sichbare) Löcher durch die das Zeug nach außen kriecht. Beruhigend zu wissen, dass es sich seinen Weg sucht.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon 4 doors only » Dienstag 13. Oktober 2015, 22:12

Hallo Carsten,

pass auf mit dem FluidFilm! FluidFilm Liquid-A benötigt saugfähige Oberflächen, z.B. leichten Oberflächenrost (siehe Produktbeschreibung). Von blankem Blech läuft es in kürzester Zeit einfach ab. FluidFilm GelBN ist etwas zäher, lässt sich - glaube ich - aber nicht sprühen.

Für deinen Schweller wäre wahrscheinlich am Besten eine volle Ladung Mike Sanders. Damit habe ich bei meiner Alltags-Rutsche den Unterboden eingestrichen und selbst unter direktem Wassereinfluss wäscht sich da quasi nix ab.

Als Heimanwender behelfe ich mir mit Mike Sanders in Hohlräumen einfach mit einer Plaste-Spritze. Mit Heißluftfön erhitzen, Spritze aufziehen und einfache mehrmals in den Hohlraum spritzen. Das Zeug ist EXTREM kriechfähig, wenn dein Auto im Sommer in der Sonne steht (habe ich dieses Jahr bei den Schweißnähten am Radlauf meines Ford Scorpio gesehen).

Gruß,
Ingolf

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 16. Oktober 2015, 10:45

Hallo Ingolf,

ich habe beim BMW das FluidFilm Liquid-AS-R aus der Spraydose verwendet.

Das Zeug hat in etwas die Konsistenz (Viscosität) von Sirup. Die Dosen kommen mit einem normalen Sprühkopf, der für großflächige Verteilung (z.B. Radhaus) gut einsetzbar ist. Für genauere Dosierung/Platzierung ist noch ein ca. 10 cm langes dünnes Sprührohr dabei. Als Zubehör gibt es für die Dosen noch ein ca. 60 cm langes Rohr mit einem Rundsprühkopf. Dieses Rohr ist sehr dünn und passt auch durch Ablauflöcher, Karosseriebohrungen, usw.

Bisher ist nach nichts auf den Boden getropft.

Die Sanders-Fettkur ist für die BMW-Hohlräume die Stufe 2. Erstmal soll das FF in alle Ritzen, Spalte, Rostblüten kriechen. Sanders folgt, wenn es wieder wärmer (heiß) ist. Da der linke Schweller noch getauscht werden soll will ich den auch nicht mit Fett füllen.

Die Idee mit der Plastespritze ist wirklich sehr gut, vielleicht kann man die sogar mit einem dünnen Sprührohr kombinieren. :smile:

Die Fettversiegelung will ich mit einer billigen Friteuse, Druckbecherpistole und Sonden durchführen.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon wartburgius » Mittwoch 21. Oktober 2015, 11:08

Hallo Carsten, wenn Du dann nach dem Kombi und den Alltagswägen noch freie Spitzen hast, hier ein super Folgeprojekt:
http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze ... 3-216-7748
Erfahrung haste ja dann...
Gruß
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 21. Oktober 2015, 11:58

Also ich glaube, damit wäre Carsten völlig unterfordert, das Auto braucht doch nur eine neue Bereifung und ein paar Holzschrauben zum Einhängen der Hecktür!

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon wartburgius » Mittwoch 21. Oktober 2015, 11:59

Ja, is nur ein Tagesprojekt...
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 4. November 2015, 10:37

Wenn schon F9 Kombi, dann bitte einen mit Holzaufbau :smile: , da könnte ich noch schwach werden...
aber über zuviel Tagesfreizeit kann ich leider nicht klagen.

Die 2. Woche der Herbstferien wurde genutzt, um die Mängelliste des TÜV abzuarbeiten.

Für die Trommelbremsen habe zuvor ich ein ATE Komplettsatz (Backen, Bremszylinder, Federn, Halter und Nachstellung) geordert. Dazu noch einen Satz Bremsseile, da die Bremse hinten links nicht voll gelöst hat.

Auf dem Schwellerfoto erkennt man übrigens schön, wie das Fluidfilm durch kleinste Löcher kriecht.

Aber zurück zur Bremse. Handbremsseile am Handbremsgriff lösen. Huch die sind ja unterschiedlich lang eingestellt. Links mehr als rechts. Da hat doch bestimmt jemand gepfuscht, klar das da rechts was im Argen ist. Die Anfangsvermutung hat sich aber nicht bestätigt. Die Einstellung war so korrekt, da die Handbremse nicht wie beim Wartburg mittig, sondern auf der Fahrerseite sitzt. dadurch ist das Bremsseil links kürzer und rechts länger.

Da die Bremsen sowieso erneuter werden habe ich mir das Zurückstellen der automatischen Bremsnachstellung, nach einigem Gesuche durch die Radschraubenlöcher, geschenkt. Mit Montiereisen, Kunststoffhammer und einigem Gehebel/Geruckel kam die Tromme aber doch. Schön, wenn man keinen Abzieher braucht.

Der Komplettsatz war genau die richtige Entscheidung. Das Innenleben der Bremse war deutlich angerostet. Selbst die Beläge losten sich schon teilweise. Der Bremszylinder war auch schon feucht. Also einmal Kompletttauchen.

Augenscheinlich war das noch die Erstbestückung, die nach 103000 Kilometer nur am Ende war.

Eigentlich wollte ich die Trommeln ja weiterverwenden, aber die Dinger waren echt Schrott. Die Bremsfläche war ballig geschliffen und dazu noch ungleichmäßig abgenutzt. Dafür ist das Bremsseil noch einwandfrei und leichtgängig.

Also auch noch die Trommeln neu. Auch von ATE für den halben Preis den BMW verlangt im Netz bestellt.
Häufig der günstigste Anbieter ist Profiteile.de. Sind zwar nicht die schnellsten, aber die Preise sind OK.

Nach dem Entfernen der Altteil mit der Bürste den Rost entfernt und anschließend alles mit Phosphorsäure eingepinselt. Einwirken lassen und nach ein paar Minuten alles mit Bremsenreiniger spülen.

Trockenpusten und Trocknenlassen. Abdecken von Bremsseil und Nabe und mit schwarem Lack aus der Dose duschen.

Bremszylinder ausbauen. Mit Bremsleitungsschlüssel geht die Leitung ab. Für das Lösen der zweiten Halteschraube des Bremszylinders muss die Achse anhoben werden, um den Weg für die 10er Nuss mit Verlängerung, kurzer Verlängerung und Gelenk freizumachen.

Anschließend neuen Bremszylinder einbauen und die Bremse wieder komplettieren. Dank des Bremsfederhakens kein Problem.

Die alte Nachstelleinrichtung war übrigens defekt. das Bimetallstück fasste nicht mehr in die Nut.

Da noch Zeit war wurde das ganze Spiel auch gleich auf der rechten Seite begonnen. Die sah zwar rosttechnisch etwas besser aus, aber die Trommel war genauso ballig und ungleichmäßig abgenutz und auch hier was der Bremszylinder leicht undicht.

Also Demontieren, Entrosten, Lackieren und Feierabend.

Am nächten Tag dann an die Demontage des Bremszylinders gemacht. Trotz Bremsleitungsschlüssel ließ sich Bremsleitung nicht lösen. Auch Kältespray und Kriechöl brachten keine Besserung. Glücklichwerweise ließ sich die Verbindung von der Bremsleitung zum Bremsschlauch lösen.

Also schnell mit BMW telefoniert. Nicht vorrätig, Lieferzeit 2-3 Werktage und Bestellung nur in der Filiale auf Vorkasse (Service definiere ich anders). Also hin und bestellt, ist zum Glück bei mir um die Ecke.

Die Bremsleitung (Schlauch) ließ sich praktischerweise mit dem Verschlussgummis des neuen Bremszylinders schließen, so dass nicht das komplette Bremssystem leer läuft.

Bremszylinder ausgebaut und die Schraube im Schraubstock eingespannt und den Bremszylinder gedreht. Auch hier keine Chance das Ding zu lösen.

Neuen Bremszylinder schon mal eingebaut.

Da es hier nicht weitergeht kann ja mal der Kupferwurm gesucht werden. War zum Glück nichts Großes. Eine Wendel der Zweifadenlampe rechts durch. Links haben sich die Kontakte in die Lötstellen der Zweifadenlampe eingearbeitet. Also Birne getauscht und Lötstellen begradigt und alles funktioniert wieder.

Freitag kamen dann die Bremstrommeln. Nun fehlte noch die Bremsleitung. Anruf bei BMW, ja die ist da, eigentlich hätten Sie eine SMS bekommen müssen. Bloß gut das ich nachgefragt habe. Also hin und die Leitung abgeholt. Auf dem Bild des ETK die Nr. 9.

http://bmwteilekatalog.info/BMW/P/E36/L ... 34/34_0375

Nur leider ist das was ich bekommen habe ein absolut gerades Stück Bremsleitung.
"Bremsleitungen werden immer so geliefert und vom Kunden angepasst".

Aha, ganz toll, da habe ich wieder was gelernt. Wahrscheinlich bekomme ich bald, wenn ich einen Kotflügel bestelle eine Blechtafel mit dem Hinweis ""Blechteile werden immer so geliefert und vom Kunden angepasst".

Bei Ebay-Kleinanzeigen sogar noch eine Rohrzange für eine schmalen Taler gefunden. Da es früh dunkel wird war der Tag auch schon wieder rum. Immerhin ist nun alles für den Zusammenbau vorhanden.

Beim Einsatz an dem kurzen Stück Bremsleitung zeigt die Zange was sie kann und vor allem was sie nicht kann.
Lange Strecken sind schön und einfach zu biegen. Kurze Stücke, und besonders solche mit Schrauben sind nicht machbar.

Also soweit möglich vorbiegen und den Rest mit Daumenkraft direkt unter dem Auto hinbiegen.

Nun auch die rechte Seite mit Backen komplettieren und auf beiden Seiten, nach Entfernung des Rostschutzes, die Bremstrommeln monieren.

Dann noch zwei kleine Roststellen behandelt die beim Schrauben aufgefallen sind und die erreichbaren Hohlräume mit Fluidfilm versehen.

Auch den Kofferraum mal ausgeräumt und die Seitenbleche, Hohlräume und ein paar Falze mit Fluidfilm versehen.

Nun Bremsfüssigkeitsbehälter bis zum Min-Marke leer gepumpt. Den Rest mit einer Dosierflasche abgesaugt und dann neu befüllt. Die hinteren Bremsen mit dem frankensteinischen Bremsglas entlüftet. Handbremse grob voreingestellt.

Gefühlt 1000 mal die Bremse getreten, damit die Bremsnachsteller sich einstellen. Dann noch mal die Bremsen entlüftet, diesmal mit der Hilfe von Oscar, das Bremspedal treten und Entlüftungsschraube anziehen gleichzeitig einfach nicht geht.

Winterreifen drauf und Handbremse einstellen. 1. Raste, so dass die Bremse auf beiden Seiten gleich schleift.

Das Wärmeleitblech mit einem passenden Stück Kupfer befestigt.

Nun den Wagen vorne angehoben und die verrußste NoName-Lambdasonde gegen ein passendes Bosch-Exemplar getauscht, in der Hoffnung das dies der Fehler war.

Vorne auch die Winterreifen drauf und fertig.

Bremsen - BMW Serie 11


Gestern nun zur Dekra und Mängelfrei durchgekommen.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 4. November 2015, 11:13

Tja, so ist das eben, mit den alternden Autos...kenne ich von meinem 190er auch alles so oder so ähnlich (er hat hinten Scheibenbremsen).

nur zwei kleine Anstöße:

1. deine Gewinde der Radschrauben sehen sehr rostig aus. Gönn´ den Schräubchen (nur den Gewinden!) mal einen Klecks Fett.
2. Das Kupferblech dürfte zusammen mit dem Alublech und der Stahl"mutter" die elektrochemische Spannungsreihe beinahe vollständig abdecken...das unedelste ist dann bei Zeiten wieder pulverisiert (in dem Fall wohl das Alu). Daher hätte ich hier ein Stück Alublech verwendet.
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 4. November 2015, 11:45

Nach 23 Jahren dürfen die Bremsen gerne wieder den Geist aufgeben.

- Die Radmuttern sehen in Wirklichkeit nicht sehr rostig aus. Das täuscht auf den Bildern. Sind auch leicht geölt gewesen.

- Für die Repa des Hitzeschutzbleches hätte ich auch ein Alublech genommen, wenn ich eins gehabt hätte.
Mittelfristig muss da sowieso ein neues Hitzeschutzblech dran. Unter dem Kupfer ist ein Loch, dass größer ist als die sichtbare Scheibe.
Da hat sich das Alu schon für die Scheibe geopfert.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 4. November 2015, 12:01

Japp, das ist so üblich, dass das Alu genau an den Befetigungsstellen weggammelt. Die Reparatur mittels 1,5mm-Alublechstückchen hält dann aber i.d.R. sehr lange. :smile:
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Mittwoch 4. November 2015, 18:56

Wenn ich die hintere Trommelbremse so anschaue, dann freue ich mich eigentlich, dass meine Neuerwerbung hinten komplett Scheiben verbaut hat. Die sehen zum Glück besser aus :-)

Aber da habe ich ja jemanden, den ich um Rat fragen kann [Bier]
Zwei linke Hände, aber man kann es doch mal versuchen ;-)

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon Beke_71 » Donnerstag 7. Januar 2016, 18:34

Sehr coole Serie! Schön was du mit deinem Auto alles so anstellst (im positiven Sinne natürlich... :smile: ).
Hab deine einzenen Serien gerne durchgelesen und bin gespannt was demnächst noch so auf dich zukommt..
Alle Schrauben immer schön mit dem Drehmomentschlüssel anziehen, einer nach dem anderem...

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon B1000-RTW » Donnerstag 7. Januar 2016, 20:29

Ein E36 war mein erstes neues "Westauto". Beim BMW-Händler blind nach einem Artikel in der Auto-Bild bestellt - so kam es, das ich bei uns der Erste in der Stadt damit war.

Ein 316i zum Grundpreis von 30.800,- DM - ein Traum in Calypsorot Metallic - habe noch Schweller, Stoßstangen und Spiegel mit lackieren lassen.

Bis auf die Kinderkrankheiten der Anfangsjahre (pfeifende Türen, Elektrikprobleme ohne Ende - nicht lustig wenn im Frankreichurlaub das Schiebedach bei einem Wolkenbruch nicht mehr zu geht...) ein tolles Auto und für uns damals mit 100 PS völlig ausreichend.

Bild

Dann kam der zweite Nachwuchs und jedesmal die Räder vom Kinderwagen abnehmen, weil das Mistding so nicht in der Kofferraum passte, war ätzend.

So musste er einem 280TE weichen - genug Platz für die Kids und genug Spaß für Papa! :razz:

"Mein" BMW ist bestimmt auch schon den Weg allen Rostes gegangen - schön, wenn jemand auch hier für die Erhaltung deutschen Kulturgutes sorgt!
Viele Grüße vom Preußen aus Sachsen
Olli

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon Beke_71 » Sonntag 10. Januar 2016, 15:03

Sehr schön zu lesen, du scheinst deinen Wagen echt sehr zu lieben... :smile:

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 6. November 2017, 13:11

Nach langer Zeit mal wieder was aus der Garage. :smile:


Nachdem der Wagen in Spanien-Urlaub polternde Geräusche aus Richtung Hinterachse von sich gegeben hat, wurden die Dämpfer und die Domlager getauscht. Die waren ja sowas von hinüber. :eek:


Vor zwei Jahren habe ich ja den rechten Schweller getauscht und war über die weiteren Rostschäden doch ein wenig erstaunt. Nun habe ich die "bessere" linke Seite gewechselt.

Aus den geplanten zwei Wochen (nach der Arbeit und am Wochenende) sind dann allerdings 5 Wochen geworden, dabei einige Tage von morgens bis abends durchgezogen.

Die Bildergalerie ist daher etwas umfangreicher. Ich werde daher nur grob beschreiben, was ihr da seht.


28.09.2017 Donnerstag
Der Wartburg musste den Platz unterm Carport für den BMW freimachen. Die einen verhüllen den Reichstag, ich den Wartburg.

Bei der Demontage dann naturgemäß den einen oder anderen Schaden entdeckt. Rost am Falz der A-Säulen, erstaunlich viel Rost unter dem Teppich, das Loch im Vorderkotflügel war schon vorher klar.


29.09.2017 Freitag
Im Schweller war ein halber Eimer voll Rost. Das waren schon einige Kilo.

Das Geheimnis des schlechten Zustandes findet sich unter dem Auto. Das wurden in der Vergangenheit von unten Bleche angepunktet (natürlich ohne jeden Rostschutz) und anschließend mit Karosseriedichtmasse bündig geschmiert und mit Unterbodenschutz übergetüncht.

Vorne hat man einen großen Teil und hinten einen kleinen Teil des Bodenbleches vorher rausgeschnitten. Rost wohin man schaut. Wagenheberaufnahmen vorne und hinten hinüber. Für eine normale Limousine wäre hier der Weg zuende gewesen.


30.09.2017 Samstag
Der Schweller ist Bogenförmig. Ersetze ich den segmentweise. Ich brauche was positives, es muss vorwärtsgehen. Also nach dem Entfernen des vorderen Bodenbleches und dem Außenschweller ein Teil des Innenschwellers herausgetrennt, ein Blech gekantet, abgesetzt und elektrisch angepunktet. Geht schnell, sieht ordentlich aus, scheint aber nicht sehr haltbar.


03.10.2017 Dienstag (TdE)

Erstmal egal, weiter geht es mit einem S-Förmigen Blech für den hinteren Schwellerabschnitt. Der ist hinter dem Hinterrad und Teil des Radhauses.

Und dann die beiden Bleche für den Fuß des Querträgers vorbereitet.


06.10.2017 Freitag

Ebay-Kleinanzeigen sei dank habe ich einen original Teilstück A-Säulenfuß und Schwellerstück mit Wagenheberaufnahme bekommen. Nach einigem Überlegen habe ich mich dann für den Komplettersatz der Wagenheberaufnahme entschieden. Glücklicherweise sind die Schweißpunkte am Neuteil gut sichtbar, so dass klar ist wo an der Karosserie abgebohrt werden muss.


07.10.2017 Samstag
Vom der vorderen Wagenheber-/Hebebühnenaufnahme ist immerhin noch der Hebebühnenfuß verwendbar. Der wird dann als Ersatz für den Hinteren verwendet.

Das Bodenblech vorne wird herausoperiert und der Bereich gereinigt und grundiert.


08.10.2017 Sonntag

Das vordere Bodenblech wird überlappend und Punktgeschweißt. Unter dem Blechausleger befinden sich die Rohrleitungen für Bremse und Benzin und ein Halter dafür. Auch der Halter für das Bremspedal war dort angeschweißt. Die Leitungen werden gelöst und mit Holzklötzen auf Abstand gebracht. Die Originalbodensicke ist im neuen Blech auch wieder wo sie vorher war.

Hebebühnenfuß und Gaspedalhalter durften 24 Stunden ins Entrosterbad.

Für die hintere Wagenheber-/Hebebühnenaufnahme wird das untere Teilstück aus 1,5er Blech gebaut. Von dem hinteren Hebebühnenfuß ist nicht mehr viel übrig.

Die Gewindeaufnahme für den Leitungshalter wird aus dem alten Bodenblech ausgeschnitten. Das Teil ist aus Kupfer, daher bleibt ein Stück Bodenblech dran, um das Schweißen zu ermöglichen. Das kommt aber erst wenn das Blech eingeschweißt ist.


11.10.2017 Mittwoch

Auf der Werkbank lässt sich die Wagenheberaufnahme aus dem Reparaturteil recht einfach herausoperieren.


13.10.2017 Freitag

Nach einigen Suchen mal Bilder vom Originalbodenblech gefunden.


14.10.2017 Samstag

Am Auto lässt sich die Wagenheberaufnahme richtig schlecht herausoperieren. Ein Alptraum ist die oben in der A-Säule gelegene Punktschweißung. Teilweise ging es mit dem Bohrer, teilweise aber auch nur mit Fräser und biegsamer Welle. Hat zwar gedauert, ist aber zum Glück gegangen, ohne den Innenschweller aufzuschneiden.


16.10.2017 Montag

Die neue Wagenheberaufnahme passt. Die Schweißpunkte stimmen fasst 100%ig überein. Auch der Außenschweller passt super. Schön, es geht voran. Eingeschweißt wird er aber noch nicht. Erst muss der Innenschweller saniert werden. Um überall heranzukommen werden die verrotteten Teile die im Weg sind entfernt.

Nun liegt der Innenschweller frei. Als erstes Stück wird nun der hintere Teil erneuert. Das S-förmige Blech kommt nicht zum Einsatz, da das Blech hier deutlich stärker ist. Es wird also 1,2 mm Blech passend eingeschweißt. Doppelte Krümmung und noch eine Sicke. Bei der Blechstärke schon eine Herausforderung. Geschweißt wird immer mit Kupferunterlage, damit die Naht auf der Kupferseite nicht nachbearbeitet werden muss und sich die Schmelze und die Wärme besser verteilen können.

Außenschwellerprobe zeigt, alles passt. Das Loch für den Karosseriestopfen wird später bearbeitet.


17.10.2017 Dienstag

Nun kommt der Rest des Innenschwellers. Das elektrisch angepunktete Teilstück gefällt mir nicht. Das kommt wieder ab. Geht auch viel zu einfach. Das neue Teil soll aus einem Stück entstehen. Ist aber über 1m lang. Meine Bleche sind aber nur 1m lang.

Für den Kombi habe ich noch 1 Schweller aus 1mm Blech rumstehen. Der hat aber ja 1,2mm, daher sind die 1mm nun über. Also 1 Schweller wieder auseinandergefaltet und gekürzt. Glücklicherweise gibt es am Innenschweller eine Sicke, die parallel zur Unterkante verläuft. Das erleichtert die Fertigung des Reparaturstückes enorm.

Nun ist also Quasi ein Stück EMW-Schweller im BMW-Schweller gelandet.


18.10.2017 Mittwoch

Nachdem der Schweller wieder tragfähig ist können auch die Verstärkungen wieder davorgesetzt werden. Der B-Säulenfuß sieht einfach aus, ist aber unsymmetrisch Trapezähnlich und dann auch noch geneigt. Da von unten der Außenschweller anliegt muss das Teil auch noch richtig sitzen.

Am Ende wurden kräftige Magneten platziert und der Außenschweller in Position gebracht, so dass die Verstärkung in der richtigen Position sitzt. Dann wurde angepunktet, noch mal probiert und dann fertiggeschweißt.

Die nächste Verstärkung wurde gebaut. Noch so ein mehrfach abgesetztes Teil. Einschweißen kommt aber später.

Die hintere Wagenheberaufnahme wird saniert und passt.

Nun wird die Verstärkung zwischen B-Säulenfuß und hinterer Wagenheberaufnahme eingeschweißt.


19.10.2017 Donnerstag

Der Bereich hinter der vorderen Wagenheberaufnahme wird nun auch geschlossen. Die Überlappung die dort vorher war wird übernommen.

Nun kann die vordere Wagenheberaufnahme eingeschweißt werden. Wagenheberaufnahme passt, nur die Stanzung für den Hebebühnenfuß ist leicht verdreht, das liegt aber am Außenschweller der nicht 100% perfekt ist.

Jetzt ist die Schwellerkante fertig und innen ist eine Auflage für das Bodenblech. Das Bodenblech kann also eingeschweißt werden. Nach dem Einschweißen wird der Leitungssammler von unten in Position gedrückt und mit einem Körner von unten die Position im Blech markiert. Dann wird an der Stelle ein Loch gebohrt und der der Gewindestift für den Leitungssammler/halter durchgesteckt, anschweißt und verschliffen. Die Position des Bremspedalhalters hatte ich vorher markiert, aber leider sind die Markierungen nicht mehr da. Also den Teppich aufgelegt und das Loch im Teppich gibt die Lage vor.

Abschließend die Spalte mit stark verdünntem Brantho geflutet und Boden und Schweller gestrichen. Die nicht mehr erreichbaren Teile haben vorher eine Schweißbare Lackierung bekommen.

Es wird langsam…..


20.10.2017 Freitag

Bodenbleche für das Auto gibt es leider nicht. Also selberbauen. Der Versuch am Auto zu messen und auf Papier zu übertragen war irgendwie zu komplex. Also den maroden Teil heraustrennen. Am besten geht das unter dem Auto, da dort auch die Leitungen liegen und man so sicher ist, dass man diese nicht zerflext.

Mit dem Bodenblech dann in die Werkstatt. Dort die Flächen des Bodenbleches vermessen und auf ein Blech übertragen und irgendwie habe ich ein x-fach abgewinkeltes Bodenblech ziemlich passend hingezaubert. Hat aber auch mehrere Stunden gedauert. Als Sahnehäubchen gab es noch die passenden Sicken an die ursprünglichen Stellen.


22.10.2017 Sonntag

Das Blech für den Innenkotflügel vorne hatte ich eigentlich schon fertig. Aber nach dem heraustrennen der Schadstelle war das Blech dann zu klein. Künstlerpech. Also mit dem herausgetrennten Teil als Muster ein neues Teil bauen. Das ist in mehrere Richtungen gebogen, einmal in die Gegenrichtung und hat dann noch eine Sicke in unteren gebogenen Bereich.


24.10.2017 Dienstag

Das hintere Bodenblech wird eingeschweißt. Dann kann das Bodenblech mit einem Mittelstück unter dem Querträger geschlossen werden.

Eine echte Tagesaufgabe.


25.10.2017 Mittwoch

Die Kante zwischen Rückbank und Bodenblech. Wie immer sieht einfach aus und ist dann fast das aufwändigste Blech bisher. Nur das Bauen und Anpassen hat einige Stunden gekostet.


26.10.2017 Donnerstag

Das Einschweißen und des Bleches zwischen Rückbank und Bodenblech schließt die Bodenplatte.

Der Querträger wird nun mit den bereits vorbereiteten Blechen wieder repariert und mit dem Bodenblech und dem Schweller verbunden. Da auf dem alten Bodenblech noch die Haltegewinde für die Plastikmuttern Kabelschächte und eine Kabelschelle waren, habe ich die dann noch vom alten Blech gelöst, die Position übertragen, Löcher gebohrt und die Gewinde angeschweißt. Für vorne waren leider keine Gewinde mehr vorhanden. Die Position des Kabelschachtes ist aber im Formteppich eingeprägt, so dass der auch ohne Schrauben hält.

Als Abschluss folgt Brantho verdünnt für die Falze und Spalten und ein Farbauftrag für die Flächen.


28.10.2017 Samstag

Der Außenschweller wird angepasst und eingeschweißt. Alles passt. Es sieht wieder wie ein Auto aus und mit Grundierung wirkt es fast fertig.


29.10.2017 Sonntag

Das Blech für den vorderen Innenkotflügel wird eingeschweißt.

Der vordere Kotflügel hat argen Rostbefall. Nach anfänglichem Punktstrahlen entschließe ich mich den stattdessen 24 Stunden in ein Entrostungsbad zu tauchen.

Der hintere Radlauf und ein Teil der vorderen Tür werden noch gestrahlt und mit Phosphorsäure bepinselt.

Die Karosseriespalte bekommen eine streichbare Nahtabdichtung verpasst. Da es schon kühler wird darf der Elektrolüfter beim Trocknen helfen.


31.10.2017 Dienstag (500 Jahre Luther)

Der Außenschweller wird mit Kaltzinn verzinnt. Trotz Ölbrenner und Impro-Zelt dauert die Trocknung aber….

Der Vorderkotflügel hat ein eine Durchrostung. Das dürfte dann die letzte Schweißstelle sein.

Die Wärme vom Brenner und von einem Heißluftfön nutze ich und klebe Schalldämmmatten an die Stellen, wo sie im Original auch waren.

Die Kabelbäume bekommen frisches Isolierband, da sich das Alte in der Auflösung befand.

Der Teppich dann wieder zurück und das Auto wird auch im Innenraum wieder komplettiert.


03.11.2017 Freitag

Der Vorderkotflügel bekommt ein passendes Blech eingesetzt.

Die Nähte am werden etwas geschliffen und das 4eckige Lock für den Halter des Innenkotflügels wird gefräst.

Das Loch der vorderen Hebebühnenaufnahme wird mit dem Stabschleifer ebenfalls angepasst.

Abschließend gibt es Lack und der Innenraum wird weiter komplettiert.


04.11.2017 Samstag

Kaltzinn ist langsam durchgehärtet und kann geschliffen werden.

Es folgt Metallspachtel und dann Feinspachtel.

Danach Rostschutzgrundierung.

Nach dem Trocknen dann Mauritiusblau-Metallic.

Dann wird die Abklebung erweitert und der Steinschlagschutz aufgetragen.


05.11.2017 Sonntag

Das Finale: Kotflügel anbauen. Schweller und Unterboden mit Fluidfilm versehen.

Scheinwerfer einbauen.

Sitz einbauen und Armaturenbrett wieder komplettieren.

Schon beeindrucken wieviel Schrott und wieviel Rost übriggeblieben sind.

Am Ende durfte der Wartburg wieder unter das Dach und der BMW wieder auf die Straße.

Schweller - BMW Serie 12
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 7. November 2017, 08:04

Noch ein kleiner Nachtrag. Nach dem Zusammenbau hat erstmal Abblendlicht und Standlicht links nicht funktioniert. Also früh morgens zur Arbeit und geradeso im Hellen nach Hause.

Die Befürchtung, dass irgendwo ein Kabel gebrochen oder angeflext ist hat sich nicht bestätigt. Am Stecker gemessen, Strom ist da.

Also Leuchtmittel angesehen. Beide defekt. Schnell zum Baumarkt, passende Leuchten besorgt und auf dem Parkplatz eingebaut. Licht funktioniert wieder und es ist nun auch schon dunkel.

Den frühen Feierabend genutzt und zu Waschstraße gefahren und den Schleifstaub vom Wagen gewaschen.

K1024_IMG_20171106_173328.JPG


Da die Dekra noch ein Stunde geöffnet hat, noch schnell hingefahren und als letzter die Prüfung absolviert.

Die Hebebühnenaufnahmen hinten wurden auch verwendet und haben gehalten :smile: .

Die Gelegenheit auf der Bühne habe ich man für ein Foto des Bodenbleches genutzt. Sonst kommt man da ja nie in eine Position wo man das ganze Blech sieht.

K1024_IMG_20171106_174508.JPG


Prüfung bestanden, einziger Mangel der Klassiker, leichter Ölverlust.

Tachostand nun 125 tkm.
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Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon mick » Dienstag 7. November 2017, 13:57

tiefster Respekt !!

Kombi liegt brach oder?

Gruß mick
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 8. November 2017, 07:14

Der Kombi ist nicht vergessen, nur die Zeit fehlt halt immer. Dieses Jahr habe ich es gerade mal zu einer einzigen Rallye geschafft, das ist schon erschreckend.

Aber immerhin hat die Garage eine praktische Tür bekommen, so dass man das Tor nicht immer aufwuchten muss. Die MZ hat einen neuen Sitzbezug. Eine elend lange Mauer im Garten ist wieder neu. Und die Garage war mal wieder auf- und der Kombi weitestgehend freigeräumt.

Ansonsten viel Arbeit bei der Arbeit.

Für den Kombi habe ich Buchenholz für das Holzgerippe beschafft. Und auch der Ölbrenner ist eigentlich für das schnelle Heizen der Garage gedacht. Es geht also kaum wahrnehmbar voran.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Mittwoch 8. November 2017, 22:38

Chapeaux Carsten! Andere hätten die Bude schon lange über die Wupper und so.... {top}
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!


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