Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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Kai
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Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Sonntag 3. August 2014, 23:10

Ein freundliches Hallo an alle hier im Forum. Ich bin neu hier und freue mich ein Forum gefunden zu haben, in dem so viele Wartburgfans zusammenkommen können. Ich komme ursprünglich aus Berlin, direkt vom Alexanderplatz, und bin seit ein paar Jahren aus beruflichen Gründen im Süden Deutschlands gelandet. Seit letztem Jahr dann in Karlsruhe. Komischerweise sah ich genau hier bei mir direkt an der Kreuzung vor dem Haus (Ortsteil Rüppurr/Dammerstock) einen himmelblau-weißen-Wartburg 353 in Richtung Schwarzwald abbiegen, direkt auf der Ettlinger Allee und erinnerte mich dabei an die Wartburgs, die wir früher in der Familie hatten. Ein paar Wochen später sah ich ihn wieder und das Interesse war geweckt. Falls also derjenige, der da bei mir am Haus vorbeigefahren ist, das hier lesen sollte, so kann sich hier gerne zu Wort melden. Man sieht die Dinger kaum noch im Straßenverkehr, schon gar nicht hier unten.

Lustigerweise fuhren wir in der DDR damals nur Trabant, zur Wendezeit wurden die Wartburgs jedoch plötzlich erschwinglich. Kein Wunder, keiner wollte mehr Wartburg fahren. Auf YouTube ist übrigens eine sehr spannende Dokumentation zum Thema zu finden. Jedenfalls kaufte mein Vater zuerst für ein paar DM einen dunkelblauen 353W mit schwarzem Kühler, der aber leider recht schnell vom Rost angenagt war. Ich erinnere mich noch an eine rote Austausch-Beifahrertür, was schon etwas merkwürdig aussah. Auch der Wechsel einer Zylinderkopfdichtung am Straßenrand in Ungarn, in Balaton-Udvary war einmal angesagt.
Danach war ein flammroter 353W mit Frontkühler dran. Meine Mutter musste damit 1993 beruflich viele Kilometer zwischen Berlin und Koblenz pendeln. In dieser Zeit kann ich mich an zwei Motorwechsel mit dem selbst gebauten Flaschenzug im Garten erinnern. Ansonsten wurde sowieso jede Reparatur selbst vorgenommen. Ohne den Ihling ging aber gar nichts. Leider kam meinem Vater beim Abbiegen aus dem Gegenverkehr ein BMW mit überhöhter Geschwindigkeit entgegen der vorher nicht zu sehen war. Der Totalschaden war nicht zu vermeiden und er trauert schon ein wenig um sein "Rotes Wunder". Zum Glück war ihm nichts passiert.
Dann kam ein samtockerner 353W, auch wieder mit Frontkühler, aber zum ersten Mal mit Bodenknüppelschaltung. Was für eine Umstellung! Ich höre meinen Vater noch sagen: "Was haben Chevy und Wartburg gemeinsam ... richtig, die Lenkradschaltung!" Der war in einem richtig guten Zustand und gefahren wurde er noch bis Herbst 2005. Leider trennten sich meine Eltern und Papas Warburg stand noch bei Mutti auf dem Hof und musste dann schnell weg. Aus Platzmangel landete der Wagen dann leider recht flink in der Schrottpresse. Es ist aber schon etwas merkwürdig, dass ein Auto Opfer einer Trennung werden kann.Ich war damals mittelloser Student, hätte nicht gewusst wohin damit und schaute dem treiben mit einem weinenden Auge zu. Finanzieren hätte ich das Auto damals auf gar keinen Fall können. Heute beiße ich mir natürlich ins Knie!

Wie ich das nun hoffentlich alles wieder gut mache und mir dabei auch einen kleinen Traum erfülle, erzähle ich euch dann beim nächsten Mal. {blinzel}

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Montag 4. August 2014, 08:39

Herzlich willkommen im ZWF-forum, und danke für die Geschichte über deiner Erfahrungen mit Wartburg.

Ich hoffe Du deiner Traum vollfüllen können.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Basti_353 » Montag 4. August 2014, 13:41

Hallo und herzlich Willkommen hier. Wenn du gleichgesinnte in deiner Nähe suchst, es gibt hier in Karlsruhe einen Trabi und IFA-Club, die TrabIFAns Karlsruhe. Bei Interesse kannst du dich ja mal melden, wir stehen dir natürlich auch gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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Kai
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Sonntag 10. August 2014, 11:50

Hallo und herzlichen Dank für die Willkommensgrüße. Ich hätte nicht gedacht, dass die Forenmitglieder hier so international aufgestellt sind: Finnland, Niederlande, da reicht ja das Geopmap-Plugin mit Deutschland, Österreich und der Schweiz gar nicht aus, um alle Mitglieder abzubilden. Soweit ich weiß, gibt es von dem Geomap-Plugin für das phpbb auch eine Europa- bzw. sogar eine Weltkarte. Aber das ist ein anderes Thema. :-|

Zurück zum Thema. Fahren habe ich gelernt anno 1998, auf einem Golf 4 mit 110 PS. Fahren durfte ich dann mit Papas Wartburg 353W in samtocker, als ich den Lappen in der Hand hielt. Neben der Umstellung auf weniger als die Hälfte der PS, kam natürlich auch noch die andere Fahrweise dazu; hochtourig, Gänge halbwegs ausfahren .... Alles ganz anders als bei modernen Viertaktern. Aber wem erzähle ich das hier. In jedem Fall war das eine große Umstellung für mich und ich brauchte etwas Zeit zur Eingewöhnung.

Ich erzählte, dass mir die ganzen Erinnerungen wieder in den Kopf schossen, als ich den himmelblauen Wartburg hier vor meinem Haus abbiegen sah. Ich gehöre damit genau zu der Generation, die mit diesen Autos aufgewachsen ist und nun irgendwie das Bedürfnis verspürt, dieses Stücke Kind- und Jugendgeschichte zu erhalten. Ich sagte mir, so ein Ding besorgst du dir jetzt auch endlich. Gesagt, getan. Ich hatte mich im Laufe dieses Jahres auf die Suche im Internet begeben und lustigerweise wurde genau im Dorf, in dem mein Vater den Sommer über in seinem Haus verbringt, ein Wartburg 353W Baujahr 1984 angeboten. Ich rief darauf hin meinen Vater an. Er fuhr vorbei und er schaute sich den Wagen etwas genauer an. Im Großen und Ganzen sei das Auto in einem soliden Zustand. Es gibt ein paar rostige Stellen auf der rechten Fahrzeugseite, aber seht selbst (Bilder aus der Anzeige):

1909 1908 1906 1905 1910 1907

Der Wagen wurde im Juni 1984 erstzugelassen und wurde vom Erstbesitzer, dem Schwiegervater des Anbieters, gehegt und gepflegt, selten gefahren. Danach ging der Wagen, laut Unterlagen, an seien Frau über. Der Wagen stand immer in einer Garage. Leider war diese wohl in den letzten Jahren etwas feucht und die rechte Fahrzeugseite stand etwas dicht an der Außenwand. Zumindest hat die rechte Seite ein paar blöde Roststellen abbekommen, von den Felgen einmal ganz zu schweigen. Der Kilometerstand hat die 50.000 noch nicht überschritten und bis auf Kleinigkeiten und Verschleißteile ist der Wagen noch im originalen Zustand von 1984. Die Radioantenne ist übrigens in die Frontscheibe integriert, was ich so noch nie bei einem Wartburg gesehen habe. Neben dem originalen Stern-Radio hat er Bodenknüppelschaltung, Nebelscheinwerfer und das Schiebedach. Es kann durchaus sein, dass dieser Wartburg in dieser Ausstattung über das Genex-Programm erworben wurde. Das ist aber nur eine Vermutung. Falls jemand Infos zu dieser Art der Ausstattung hat, würde ich mich freuen, wenn er das hier erwähnt. Wie bei vielen Wartburgs in der Nachwendezeit, ist die Pflege etwas vernachlässigt worden und es wurde leider auch wohl mit diesem Wartburg über die Felder geheizt. Damit ist jetzt zumindest einmal Schluss. Ich muss übrigens für mich feststellen, dass ich diese Ausführung mit dem schwarzen Kühlergrill am schönsten von allen finde.

Was mit diesem Wartburg gerade passiert und was einmal aus ihm wird, schreibe ich Euch beim nächsten Mal. {blinzel}
Zuletzt geändert von Kai am Montag 25. August 2014, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon dolphingrey » Sonntag 10. August 2014, 22:41

Kai-Li hat geschrieben:
Was mit diesem Wartburg gerade passiert und was einmal aus ihm wird, schreibe ich Euch beim nächsten Mal. {blinzel}

...wir bitten darum :smile: !
So ein 84er is auch immer was Feines {beifall} und den Rost kriegste auch in den Griff!
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Montag 11. August 2014, 20:09

So, bevor ich mit der Geschichte hier weitermachen kann, muss ich jetzt sozusagen etwas vorgreifen und benötige eure Hilfe. Es stehen in Kürze ein paar Karosseriearbeiten an, die dann unten herum auch einige Lackreparaturen erzwingen. Daher soll mein Wartburg ab Unterkante Motorhaube bzw. Heckklappe ein neues Farbkleid bekommen. Ich denke, dass das ein gelungener Kompromiss zwischen Farbausbesserung und Komplettlackierung ist. Letztere würde vermutlich mein Budget sprengen. Zur Not bleiben auch Front und Heckschürze erst einmal in der alten Farbe. Nun suche ich eine passende Farbe aus dem Wartburg-Lackfarben-Portfolio, wobei die Farbe jetzt nicht unbedingt aus dem Farbprogramm von 1984 kommen muss, da gab es nämlich nur eine. {Zahnlücke}

Ich habe mal den digitalen Pinsel geschwungen und anhand der hier im Forum gefundenen Farbpaletten ein paar Bildmontagen erstellt. Diese geben natürlich nur eine Annäherung an die richtige Farbdarstellung unter realen Lichtbedingungen wider, sollte aber als Entscheidungsgrundlage ausreichen. Es wäre schön, wenn ihr mir Feedback geben könntet. Mein Favorit ist übrigens cononbeige (WAR111). Was meint ihr?

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Diese Qual der Wahl hatte man damals wohl eher nicht!
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 11. August 2014, 22:19

Also wenn du Dich tatsächlich auf so etwas einlassen willst, dann finde ich tatsächlich die Kombination mit cononbeige am harmonischsten (auch wenn bei mir das cononbeige etwas grünstichig erscheint). Mit welche Software hast du denn überigens den Pinsel geschwungen? Ich suche da nämlich auch noch etwas einfach und schnell zu handhabendes.
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon manuel311 » Montag 11. August 2014, 22:37

hallo ich würde
WAR 8632 bambus WAR 8634 schilfgrün WAR 111 oder auch cononbeige am schönsten finden ! die farben dominieren nicht all zu stark (weil es ja eh die größere fläche ist )
würde persöhnlich aber wohl eher im bestmöglichen originalfabton teillackieren, bei den türen bis an die kannten neben den scheiben is wohl auch nicht viel aufwendieger und sieht villeicht grade dann besser aus wenn du front und heckschürze nicht lackierst .
ansonsten solltest du vielleicht wirklich cononbeige nehmen, die erste intuitive endscheidung ist meist besser als eine lage hinundherüberlegte.....

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Dienstag 12. August 2014, 08:14

Indianrot oder olympiablau wäre meine Wahl an dieser Stelle. Damit erzeugt man einen schönen Kontrast.

Einen ähnlichen Farbton würde ich nicht wählen, sondern, wie schon angesprochen, dann eine möglichst getreue Teillackierung.
Zwei linke Hände, aber man kann es doch mal versuchen ;-)

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Dienstag 12. August 2014, 11:21

warum 2 farbig ?....und nicht im Originalton einlackieren ???
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 12. August 2014, 15:21

Zweifarbig beim 353er sieht aus wie "Knüppel auf´m Kopp".
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Mittwoch 13. August 2014, 22:39

Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

bic hat geschrieben:Mit welche Software hast du denn überigens den Pinsel geschwungen? Ich suche da nämlich auch noch etwas einfach und schnell zu handhabendes.

Leider gibt es keine Software, zumindest kenne ich keine, die einem das, was man machen will, auf einen Knopfdruck umsetzt. Ich habe hier Gimp verwendet. Das ist ein kostenloses Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm und hat in etwa den Funktionsumfang von Adobe Photoshop oder Corel PhotoPaint. Die Bedienung entspricht eher Photoshop. Ich musste selbst ein bisschen herum experimentieren. Im Grund habe ich die zu färbenden Bereich über eine Maske ausgewählt, die Bereich komplett entsättigt, also nur noch Graustufen drin und dann die Helligkeit über einen Weißabgleich angepasst. Jetzt kann man mit der Pipette die Füllfarben auswählen und mit dem Füllwerkzeug die Farbe multiplikativ auf den farbentsättigten Maskenbereich aufbringen. Voilá, fertig ist die virtuelle Lackierung. leider muss man letzteres für jede Farbe einzeln und manuell wiederholen. Sicherlich kann man das über Scripte automatisieren, da hört es dann aber mit meinen Kenntnissen vorerst bei diesem Programm auf.

Thilo.K hat geschrieben:Zweifarbig beim 353er sieht aus wie "Knüppel auf´m Kopp".
coolmodie hat geschrieben:warum 2 farbig ?....und nicht im Originalton einlackieren ???

Gerade beim Teilnachlackieren im Originalfarbton habe ich bisher wirklich noch nie ein Fahrzeug gesehen, bei dem alt und neu keine Farbunterschiede aufgezeigt haben. Man sieht immer einen Unterschied, wenn auch nur einen leichten. Genau dieser leichte Unterschied stört mich, weil das wie nicht richtig gekonnt oder getroffen aussieht, auch wenn man sehr nah drankommen kann. Dann gehe ich lieber im Vornherein den Kompromiss ein und setze bewusst auf eine zweite Farbe, die mit dem originalen Farbton harmoniert.

Kolumbus hat geschrieben:Indianrot oder olympiablau wäre meine Wahl an dieser Stelle. Damit erzeugt man einen schönen Kontrast.

Eine kräftige Kontrastfarbe wäre aus meiner Sicht nur dann wirklich passend, wenn der originale Farbton auch eher kräftig wäre. Da ich dieses etwas ausgeblichene hellgelb bzw. champagnergelb habe, passt aus meiner Sicht eher eine nicht so kräftige Mischfarbe besser.

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 13. August 2014, 22:54

Kai-Li hat geschrieben:Leider gibt es keine Software, zumindest kenne ich keine, die einem das, was man machen will, auf einen Knopfdruck umsetzt.

Schade, ich dachte, Du hättest vielleicht eine gefunden, die so etwas zumindest halbautomatisch kann :sad: Ich "arbeite" eigentlcih immer mit Corel und schon das Maskieren nervt mich, denn die ganzen Auto- und Zauberstabgeschichten funktionieren ja nur eingeschränkt. Du hast Dir da ja viel Mühe gemacht, alle Achtung! Und vielen Dank für deine Erklärung!
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Donnerstag 14. August 2014, 17:30

Deine Entscheidung.
Aber das bischen Dach, Motorhaube, Kofferraumdeckel usw.
machen den Kohl auch nicht mehr fett. Also lieber noch etwas sparen
und in eine Komplettlackierung investieren. Und zwar einfarbig,
wie es sich eigentlich gehört.
So würdest du gar keinen Kompromiss eingehen müssen. Außer
eben das Finanzielle. Würde aber meilenweit besser aussehen.
Sorry, wär´mir eben zu kasprig, so rumzufahren. So einzigartig auch nicht.
Die Ausführung "Harlekin" gabs schon einmal. Und zwar von VW. {Zahnlücke}
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Donnerstag 14. August 2014, 20:19

Thilo.K hat geschrieben:Aber das bischen Dach, Motorhaube, Kofferraumdeckel usw. machen den Kohl auch nicht mehr fett.

Leider nicht. Die Kosten der Lackierung (nur außen) steigen mit Berücksichtigung von Dach und Hauben um ca. 50% gegenüber der von mir angedachten Teillackierung. Das ist schon eine ordentliche Hausnummer. Was den Kasper angeht, da bin ich recht schmerzfest. Hauptsache ich find's gut. Habe mir ein paar Fotos von der letzten Heimweh knipsen lassen (konnte leider selbst nicht hin) und da waren auch ein paar schöne zweifarbige Exemplare dabei. Ich muss sagen, in der richtigen Farbkombination macht das beim 353 auch richtig was her. Ist aber alles sowieso relativ. :-|

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Donnerstag 14. August 2014, 20:43

lass ihn einfach so in orginal farbe....ich finde man darf einem altem Auto auch ruhig sein alter ansehen....das nennt man Patina....und vielleicht bekommst du mal Kotflügel in passender farbe
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Donnerstag 14. August 2014, 21:53

Mal ein kleines Detail, das mich gerade ein bisschen verwirrt: Cononbeige oder coconbeige?

bic hat geschrieben:... auch wenn bei mir das cononbeige etwas grünstichig erscheint ...

Das hat mich mal gerade auf die Idee gebracht im Netz nach weiteren Quellen für den Farbton zu suchen. Leider kann man unter dem Namen "cononbeige" so gut wie nichts finden! Bei Eingabe von "coconbeige" hingegen bekommt man viele Quellen und das ist auch ein komplett anderer Farbton.

Quelle für das "cononbeige" ist diese Farbtafel (WAR111) und das ist wirklich eher grünlich. Quelle für das "coconbeige" ist die folgende Abbildung und sieht komplett anders aus. Hat sich da jemand im Buchstaben geirrt oder gibt es tatsächlich beide Farben unter dieser Bezeichnung. www.simantik.de kennt weder die eine noch die andere Farbe.

Bild

Kennt noch jemand einer andere Quelle für das "cononbeige" als die abgescannte Farbtafel?

WAR111-1bs.jpg
CoNonbeige sieht super aus!
Coconbeige_1bs.jpg
CoConbeige geht gar nicht!

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon dolphingrey » Donnerstag 14. August 2014, 23:30

Bei meinem mussten als Spätfolgen des Winterbetriebes (Durchrostungen) auch die Kotis neu lackiert werden und nach Aussage von Anderen hat man die Farbe sehr gut getroffen :smile: ...kommt eben auch auf den Lacker an ... dann den Rest aufpolieren und alles is schick {rolleyes}
...aaaaber musste selbst wissen was Du machst -nixwissen-
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon TorstenTramp601 » Freitag 15. August 2014, 01:00

Langfristig gesehen sage ich mal : Du wirst dich später ärgern den zweifarbig lackiert zu haben.Ich spreche da aus Erfahrung.Meiner war damals auch zweifarbig und ich fand das mega geil. Irgendwann fragste dich aber "warum fahre ich eigendlich mit so ner Kasperbude rum" Spätestens dann wird komplett lackiert - oder verkauft. :evil:

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Montag 25. August 2014, 21:48

Ha, soeben habe ich das alte Magnet-Thermometer gefunden, welches wir früher immer am Armaturenbrett im Wartburg hatten. Das hatte ich damals am Tag der Verschrottung noch gerettet. Funktioniert sogar noch hinreichend genau. Ich habe es gerade im Kühlschrank getestet und es zeigt in etwa das gleich wie das Kühlschrankthermometer an. So lebt wenigstens etwas vom "alten" Wartburg im "neuen" weiter! :smile:

thermometer.jpg

Zur Lackierung des Wartburgs schreibe ich in Kürze noch etwas, das Zweifarbige ist aber zumindest schon mal vom Tisch.

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 25. August 2014, 22:17

Kai hat geschrieben:...das Zweifarbige ist aber zumindest schon mal vom Tisch.

Das klingt doch sehr vernünftig. :smile:

Gruß Maddin

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Donnerstag 13. November 2014, 21:34

Ich hatte ja versprochen hier an dieser Stelle weiter zu berichten, was nun aus meinem Auto geworden ist und wie es weitergegangen ist. Das ist sozusagen die Fortsetzung zu meinem Beitrag vom 10. August.

Nachdem ich den Wartburg gekauft hatte, stand er noch ein paar Tage auf dem Hof vom Vorbesitzer. Ich hatte mich in der Zwischenzeit auf die Suche nach einer passenden Restaurationswerkstatt begeben, da ich weder die Zeit noch den Platz habe, hier eigene Restaurationsarbeiten durchzuführen. Dazu kommt natürlich das technische Know-how eines KfZ-Mechanikers, welches ich für die folgenden grundlegenden Arbeiten nicht habe. Wie sagte letztens jemand zu mir. Ich als Ingenieur kann "theoretisch" Schrauben. :lol: Ich organisierte mir daraufhin eine Transportspedition, die mir den Wagen von Brandenburg nach Sachsen transportierte. Mein Vater fuhr die Kiste auf den Trailer und wenige Stunden später wurde mein Wartburg in der Werkstatt abgeliefert. Ich inspizierte den Wagen dann Anfang Juli gemeinsam mit dem Restaurator in seiner Werkstatt und wir besprachen die weiteren Schritte und das Budget. Es folgen ein paar Bilder, die den Zustand des Fahrgestells und der Anbauten vor den durchgeführten Arbeiten dokumentieren.

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Aufgrund des recht gammeligen Gesamtzustands nach 30 Jahren ohne irgendwelche Konservierungsarbeiten, hatte ich mich dann entschieden, den Wagen in zwei Stufen komplett wieder aufbauen zu lassen. Zuerst sollten das Fahrgestell und alle Anbauten wie Motor, Getriebe etc. vollständig restauriert und regeneriert werden, damit der Wartburg einen soliden Unterbau bekommt und reibungslos fahren kann. Ich habe auch eine elektronische Zündung einbauen lassen. An der Karosserie sollten vorerst einmal nur notwendige Reparatur- und Korrosionsschutzarbeiten durchgeführt werden. Dazu aber in weiteren Postings mehr. Solange der Lack noch gut ist und nur ein paar Ausbesserungen notwendig sind, will ich die Karosserie noch nicht grundlegend anpacken. Das schiebe ich also noch ein paar Jahre in die Zukunft, kommt aber mit Sicherheit. Der Innenraum ist bis auf kleine Makel wirklich sehr gut Erhalten. Dort sind aus meiner Sicht noch gar keine Arbeiten notwendig.

Es folgen Bilder vom wieder hergestellten Fahrgestell. Die Hochzeit von alter Karosserie und "neuem" Fahrgestell wirkt etwas komisch: Außen pfui und innen hui.

2061 2062 2063 2064 2065 2067 2068 2069 2070 2071 2072 2073 2074 2075 2076 2077
Zuletzt geändert von Kai am Donnerstag 13. November 2014, 22:14, insgesamt 5-mal geändert.

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Donnerstag 13. November 2014, 21:50

Was ist denn mit der Kurbelwelle losgewesen?
Lagerkäfig vom Hauptlager abgefallen? {Zahnlücke}
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Kai
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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Freitag 29. September 2017, 13:55

Hi Leute, ich war ja schon eine Weile nicht mehr wirklich aktiv hier, aber mein Wartburg lebt noch und hat die Zeit bisher auch gut überstanden. Hier und da war mal eine Schraube locker, aber bisher nichts ernstes.

Letztes Wochenende konnte ich jedoch verstärkt ein Zischen im Ausgleichsbehälter feststellen (der Warti hat den Mittelkühler) und es sammelt sich verstärkt auch Luft in der Wasserpumpe und die Kühlmitteltemperatur ging in den roten Bereich. Für mich ganz klar das Symptom einer kaputten Zylinderkopfdichtung. Im Ausgleichsbehälter setzte sich so eine braune Pampe ab, die ich erst einmal auf ein Öl-Abgas-Kühlmittel-Gemisch zurückgeführt habe.

Also habe ich die Zylinderkopfdichtung jetzt das erste Mal seit der letzten kompletten Motorinstandsetzung vor 4 Jahren ausgetauscht. Viele Kilometer hatte der Wartburg aber nicht wirklich drauf gehabt, so ca. 6000km. Trotzdem waren im letzten Sommer hier im Schwarzwald die Temperaturen nicht gerade milde und es waren auch ein paar "anstrengendere" Fahrten mit dabei, z.B. auf den Feldberg oder die Hornisgrinde.

Durch den Austausch habe ich auch gleich mal das Kühlmittel, soweit möglich, abgelassen und komplett erneuert. Laut Ihling soll beim Mittelkühler über die Kühleröffnung, bei geöffnetem Ausdehnungsgefäß, Wasserpumpenentlüftung und Heizregisterentlüftung aufgefüllt werden und nach und nach die Entlüftungen geschlossen werden, sobald das Kühlmittel blasenfrei austritt. Beim Heizregister klappte das dann auch durch des Stellen des Autos an eine Auffahrt. Ihling sagt aber auch, dass der Ausgleichsbehälter bis zur oberen Markierung aufgefüllt werden soll. Nach Entlüftung und Abkühlung soll dann alles auf die mittlere Markierung hin absinken. Das ist bei mir aber definitiv nicht der Fall. Das Kühlmittel bleibt defacto an der oberen Markierung in kaltem Zustand und klettert in warmen Zustand natürlich etwas höher. Ich denke mal, dass jetzt zu viel im Behälter ist und ich würde einfach mal soviel aus dem Behälter ablassen wollen, dass der Pegel auf der mittleren Markierung ist.

Auf jeden Fall scheint der Austausch erst einmal erfolgreich gewesen zu sein. Ich konnte letzten Mittwochabend 80km ohne Probleme fahren. Nach Ankunft konnte ich keine Luft im System feststellen. Ich hatte zwischen drin einfach noch mal die Entlüftungsschrauben aufgedreht und da kam nur klares blaues Kühlmittel. Soweit so gut.

Heute morgen bin ich testweise 5 km zur Arbeit gefahren und die Temperaturanzeige ging nach der normalen Warmlaufzeit des Motors wieder in den roten Bereich. Ich habe dann angehalten und an der Wasserpumpe und dem Heizregister entlüftet. An der Wasserpumpe kam etwas Luft, aber ohne so starken Druck wie bei defekter Kopfdichtung und die Temperatur ging dann sofort wieder zurück, wie zu erwarten. Am Heizregister kam dann auch sofort etwas Luft und wieder diese braune Pampe, danach aber auch gleich wieder klares blaues Kühlmittel. Die restlichen 5km der Fahrt lief dann alles völlig Problemlos im normalen Temperaturbereich und auch ein nochmaliges Entlüften gleich nach den Parken brachte sofort Kühlmittel und keine Luft.

Nun zwei paar Fragen, da ich ab heute Abend auf eine längere Tour mit dem Auto gehen möchte, so 1400 km in 3 Tagen. ;)

1. Wie kann nach Abkühlung wieder Luft in das System kommen, denn während der Fahrt scheint es ja nicht zu passieren?
2. Kann das Auftauchen der braunen Pampe andere Ursachen haben als eine defekte Zylinderkopfdichtung?

Zu beachten ist natürlich auch, dass im Sommer das Heizregister quasi nicht benutzt worden ist und das Wasser darin Stand, welches ich aber auch ausgetauscht hatte. Das Ausdehnungsgefäß hatte ich intensiv gereinigt. Ich bin aber auch froh, dass die Dichtung vor der langen Fahrt abgeraucht ist und nicht mitten drin. Ich hoffe nur, dass die neue Dichtung die Fahrt übersteht. Ich habe mich beim Austausch exakt an den Ihling gehalten und an die Notizen von meinem Papa, die noch im Buch stehen. ;)

Ich würde mich über ein paar Tipps oder Anmerkungen freuen. Heute Abend gegen 19:00 Uhr geht es los, den ersten Abschnitt ca. 220km.

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Bort » Freitag 29. September 2017, 14:39

Huhu,

Die braune Pampe ist Rost der sich immer wieder schön löst, die kommt zum großen Teil aus dem Block, aber auch Kühler und Wärmetauscher, da hilft nur spülen bis nur noch klares Wasser kommt.

Wegen der Dichtung würde ich mir jetzt nicht so dolle Gedanken machen, wenn die undicht ist sieht man das in der Regel auch.

Gute Fahrt und wo geht es den hin?

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Freitag 29. September 2017, 15:29

Es geht ins schöne Belgrad zum zukünftigen Schwiegerpapa. Der ist KFZ-Meister und wir wollen die zweite Stufe der Restauration vorantreiben ... also ich helfe und lerne dabei. Nachdem das Fahrgestell vor 3-4 Jahren komplett neu aufgebaut worden ist, stehen nun ein paar Wartungsarbeiten an. An der Karosserie hatte ich damals nur das notwendigste machen lassen und da steht jetzt die Restauration an. In Serbien ist das ganze noch bezahlbar, wenn man nicht alles selber machen kann oder nicht die Möglichkeiten dazu hat. Da fahren auch noch einige Wartburgs herum, obwohl eher als Rostlauben wie ich immer wieder feststellen darf. Die haben die Autos noch nicht als würdige Oldtimer erkannt und Ersatzteile gibt es daher noch recht gut und günstig vom Schrotthandel.

Besten Dank für die Rückmeldung übrigens.

PS: Ich wollte noch 2 Bilder vom Dichtungstausch ran hängen, der Bilderupload scheint aber nicht zu gehen. :eek:

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Freitag 29. September 2017, 16:11

Es lag wohl doch an der Dateigröße.
DSC_0539s.jpg
Motorblock direkt nach der Öffnung.

DSC_0540s.jpg
Zylinderkopf noch mit Dichtungsresten und die alte Dichtung.

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Bort » Freitag 29. September 2017, 16:38

Geil! Bis nach Belgrad mitm Warti {top}

Irgendwann muss die Dichtung nochmal nachgezogen werden, musste mal ihm Ihling schauer. Ansonsten schreib mal einen Reisebericht mit Fotos!

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Kai » Montag 16. Oktober 2017, 11:07

Wir sind übrigens heil angekommen und der Wartburg hat super durchgehalten. 100 km vor Wien gab es ein paar Zündungsprobleme, die sich auf Kontaktprobleme an der Zündspule Nummer 1 zurückführen ließen. WD 40 hat hier eine Menge gebracht. In Sachen Bilder muss ich erst mal mit meinem Mädel sprechen, ob ich die hier posten darf, denn sie ist ja schließlich auch darauf zu sehen. Ansonsten sind wir schon fleißig am basteln. Die Zylinderkopfdichtung muss ich aber noch 10+5° nachziehen.

Da ergibt sich noch die folgende Frage. Wo bekommt man eigentlich noch Radkastenverstärkungen hinten außen für beide Seiten der Limusine her. Das ganze ist zwar vor einiger Zeit schon mal repariert worden, aber hinten links hat sich jetzt doch wieder ein Loch an der typischen Stelle aufgetan. Ich würde das teil dann lieber gleich komplett tauschen wollen als weiter daran herumflicken zu lassen.

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Re: Wartburg 353W Baujahr 1984 in Karlsruhe

Ungelesener Beitragvon Butzemann » Montag 16. Oktober 2017, 19:52

Wenn du dich sputest, die linken Radkastenverstärkungen gibts noch (rechts inzwischen ausverkauft) bei Ebay.
Gib einfach Wartburg Radkasten in die Suche ein und dann siehst du die Teile schon bei trawaba-ts

mfg Gert


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