Vorstellung - Schützenhilfe

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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dermarc2000
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Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon dermarc2000 » Mittwoch 16. März 2016, 21:05

Hallo,
erstmal möchte ich mich vorstellen.
Ich heisse Marc und bin 39 Jahre alt, von Beruf Werkzeugmacher und Hobbymäßig sammle und schraube ich alte Autos und Motorräder. Ich bin bei den IFA Freunden Ostwestfalen und fahre Trabi, tja, keinen Warti. Aber mein bester Freund, oder besser gesagt würde er wenn sein 83er 535er nicht kaputt wäre.
Aus erster Hand, ungeschweisst, 60tKm, original und stand seit XX Jahren weil der Besitzer einen Schlaganfall hatte. Letztes Jahr hat er ihn dann bekommen. Wir haben die Wasserpumpe erneuert und die Bremsen instandgesetzt. Dann noch etwas Kosmetik und nach mängelfreier HU und H Gutachten lief er dann auch super. Bis sich Ende des Jahres ein Pleuellager verabschiedet hat. Da komme ich nun ins Spiel, sozusagen als Motivator {Ärgern} das Teil endlich wieder auf die Straße zu bekommen, die neue Treffensaison kommt ja langsam ins rollen. Wenn ich da nicht eingreife landet der Wagen wohl bald in der Presse.
Nun stellt sich die Frage ob es Sinn macht den Motor wieder aufzubauen oder sich einen kompletten als Ersatz zu suchen. Aber das werde ich im Technik Bereich weiterführen.

Grüße, Marc

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 16. März 2016, 22:06

Klingt so, als hätte er noch den Originalmotor. Diesen sollte man aus mehreren Gründen zu erhalten versuchen:

1. Ist es DER Originalmotor, die Motornummer ist beim Wartburg leicht zu sehen.

2. Sind diese oft sehr gut und langlebig, was Koben/Zylinder angeht. Die Kurbelwelle könnte die Spätfolge eines Standschadens (Rostfutzeln in den Lagern) sein.

Ausbauen, Kopf runter, Welle raus, Koben und Zylinder anguggen (ca.1 bis 1,5h Arbeit.)
Mit etwas Glück genügt eine neue (oder regenerierte) Welle.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tobias » Mittwoch 16. März 2016, 22:36

Hallöchen Marc. Ist ja super das du hier angemeldet bist. Ich bin schon geschlagene 9 Jahre hier.

@ Wartburgbauer. Danke für die Tips.

Ich habe mir den Motor vom (nennen wir ihn mal) Ingo auch angesehen. Leider reicht hier keine neue Kurbelwelle allein. Man müßte schon die Zylinder schleifen lassen wenn man es ordentlich machen will (alles andere wäre mMn Pfusch und Ressourcenverschwendung ).
Der Preis einer kompletten Motor Überholung würde allerdings bei weitem den Wert des Fahrzeuges überschreiten. Daher habe ich angeboten einen gebrauchten Motor zu suchen um das Fahrzeug wenigstens wieder Fahrtüchtig zu haben. Hierzu habe ich bereits mehrere Vorschläge abgegeben. Leider verpuffen aber alle Vorschläge im Nichts -nixwissen-
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon dermarc2000 » Donnerstag 17. März 2016, 06:37

So siehts' aus,
darum wird er ja nun auch etwas angetrieben... Jedes mal muss ich mir anhören das er den wieder am laufen haben will... Hab ihm nun erst mal beauftragt ein Angebot von EKM für die KW einzuholen. Gibt es noch günstige Alternativen? Qualität sollte aber stimmen.

Grüße

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Donnerstag 17. März 2016, 13:45

Was ist denn mit Kolben Fischer, ich habe von einem Preis für den normalen Motor gehört, der durchaus annehmbar ist.
http://www.fischer-fahrzeugtechnik.de/impressum.htm
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon majo » Donnerstag 17. März 2016, 14:38

... den kompletten Motor zu Keilig nach Freital.
Vorher anrufen und sagen was man will, da kriegt man via Telefon gleich vom Meister persönl. ´nen KV. Das ´ne Motorrevision nicht für´n schmalen Taler zu haben ist, weder mit Neuteilen als Selbstschrauber noch als Auftragsarbeit, sollte wohl klar sein. Ich habe 2006 680 Taler für KW-Überholung, komplett neue Lager , Büchsen honen, neue Kolben inkl. Ringe und Zyl.-Kopf Kontrolle ( eventl. angefallene Arbeiten ) bezahlt. Das fand ich ausgesprochen Preiswert. Denn ´n neues Farbkleid kostet das doppelte, und da werden die Preise auch akzeptiert. Aber ohne Motor ist ja ein Stehzeug und kein Fahrzeug.
Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen! Wir haben so viel mit so wenig, so lange versucht, daß wir jetzt qualifiziert genug sind fast alles mit nichts zu bewerkstelligen!

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 17. März 2016, 18:48

Den Fischer kann ich empfehlen. Die machen eine gute Arbeit. Herr Fischer bietet auch "im Austausch" an, wenn man nicht seinen eigenen Motor unbedingt zurück haben will. Das kann durchaus interessant sein, wenn man nicht 2x nach Magdeburg fahren möchte und ide Original Motor Nummer keine Rolle spielt.
Hausnummer um und bei 1000 EUR für das Komplettpaket. Die Preise sind in den letzten Jahren doch stark gestiegen -nixwissen-
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tobias » Donnerstag 17. März 2016, 19:56

Ja leider sind die Preise stark gestiegen. Ich war letztens bei CCS Trebes um einen Satz Laufbolzen abzuholen. Dort habe ich auch die Motor Problematik angesprochen. Der Meister dort sagte das es immer schwieriger (und demnach teurer) sei für die Motoren passende Kolben in Vernünftiger Qualität zu finden.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 17. März 2016, 20:33

Nicht nur das. Auch KW-Lager werden ein Engpass, wenn man nicht 1000 Stück auf Lager legen kann oder will.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon dermarc2000 » Freitag 18. März 2016, 09:58

Hallo,
dieses WE sehen wir uns, da werde ich die Problematik noch mal mit ihm durchsprechen, sieht aber finster aus, er hat für den Wagen 600€ bezahlt und ist dadurch natürlich wenig spendabel, mit einem neuen Motor ist der Wagen dann auch nicht sehr viel mehr wert. Der ist kein Schmuckstück, ehr eine recht gute Restaurationsbasis. Was sich unter der fingerdicken Schicht Altöl und Staub, die alles nicht sichtbare bedeckt, verbirgt weiss auch keiner.

Ich bleib drann, vielleicht kauf ich ihn ja ab, aber noch will er ihn nicht rausrücken und meine Frau mauert (Ist der hässlich!)

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Dr. Hoock » Freitag 18. März 2016, 17:49

Hallo, der Einstandspreis für das Auto ist die eine Sache. Der Spaß mit diesem zu Fahren ist doch das was wir eigentlich wollen. Das Geld für einen überholten Motor ist es allemal wert, der Motor mach damit keine Probleme mehr, und der Fahrspaß lässt schnell die etwas größere Ausgabe vergessen.
Denke ich halt so - Grüße

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 18. März 2016, 21:36

Richtig. Fahrzeugwert und Instandhaltungskosten stehen in keinerlei Zusammenhang! Ganz egal, ob Oldtimer oder Neuwagen.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon dermarc2000 » Sonntag 20. März 2016, 08:59

Wartburgbauer hat geschrieben:Richtig. Fahrzeugwert und Instandhaltungskosten stehen in keinerlei Zusammenhang! Ganz egal, ob Oldtimer oder Neuwagen.


Ja,
so sehe ich das auch, aber besagter Ingo ist ein spezieller Fall.
Aber einen Erfolg gibt es schon mal, er ist jetzt gerade unterwegs einen gebrauchten Motor zu kaufen. Vorher rein schauen, wie beim letzten Gebrauchten will er aber nicht. Da war alles was geht verschlissen und Rost in den Zylindern. Der soll nun so wie er ist eingebaut werden und gut, wenn nicht kommt der Wagen wohl weg.
Man muss dazu sagen das es ihn nicht um Oldtimer geht, sowas versteht er überhaupt nicht, er ist DDR Fan...

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 20. März 2016, 09:10

Tjaja, ich kenne nun eure Beziehung zueinander nicht, aber ich sehe immer zu, dass ich mit solchen Leuten wenig bis nichts zu tun habe.
Es gibt einfach Leute, die sind der Meinung, dass (insbesondere) ein DDR-Auto fast ganz oder überhaupt umsonst fahren muss. Auch hier im Forum sind mehrere solcher Vertreter dabei.

Dann steht das Auto immer draußen auf der Straße, weil eine Garage zu teuer ist, wird im Alltags- und Winterbetrieb geschunden. All das wäre kein Problem, wenn man im Gegenzug mindestens zweimal jährlich aktiv und punkuell wo notwenig Rostbekämpfung und Fahrzeugpflege betreibt. Aber auch das würde ja Zeit und Geld erfordern, was es ja "nicht wert ist". Und dann hat der "TÜV-Prüfer das schöne Auto kaputtgemacht, mit seinem Schraubendreher überall Löcher reingestochen"...naja, wie man´s nimmt.

Neenee, am Ende steht bei sowas dann doch meistens nur die Frustatrion, dass der Zustand des Autos ständig weiter verfällt und die Initiativen, die man da einbringt, allesamt verpuffen oder zumindest nicht geschätzt werden.

Ich würde eher versuchen, für den Wagen einen vernünftigen Käufer zu suchen und dem Kerl einen Opel Astra G vermitteln.

Ich weiß, das alles hat mit dem Motor nichts zu tun, aber bei dem, was ich hier so lese, drängte sich mir dieser Kommentar auf.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon dermarc2000 » Sonntag 20. März 2016, 22:57

Puh,
ist halt mein bester Freund, da sieht man über solche Sachen schon mal hinweg, ich treibe ihn halt dazu an, seine Fahrzeuge zu erhalten und nicht nur zu verschleißen. Selber füttere ich im Alltag und jährlich fast 30tKm einen 15 Jahre alten BMW 530d durch, der hat nun 316tKm runter - läuft und fährt sich aber wie neu. Das geht aber auch nur wenn man immer am Ball bleibt, letztes Jahr Turbo, Vorförderpumpe und ein Haufen Kleinkram. Das steht auch in keinem Verhältniss zum Zeitwert. Aber für die Kohle die ich reinstecke (sind immer so um 2000€ im Jahr) bekomme ich kein gleichwertiges Auto, bei dem das nicht auch nötig wäre, welches unseren großen Wohnwagen oder einen Autotrailer zieht und dazu noch recht sparsam ist.

Zurück zum Warti,
besagter Motor aus Thüringen wurde ihm heute, trotz zuvoriger Zusage, vor der Nase weg gekauft. Nun hat er einen anderen an Land gezogen, erst mal für lau, wenn er gut läuft kann er ihn kaufen. Was ich mich nun frage, der hat keinen Stutzen für die Vergaservorwärmung, viele scheinen die, in so einem Fall, still zu legen, aber irgendwas (Vereisung?) hat man sich bei der Konstruktion wohl gedacht. Ist es möglich an der Stelle des Motorblocks einen Stutzen nachzurüsten? Ist zwar etwas dünnwandiger als beim, original, vorhandenen, sollte für ein Feingewinde mit passendem Dichtmittel aber kein Problem sein. Oder gibt es da bessere, sinnvollere Lösungen? Etwa mit einem Abzweig in einem Schlauch? Würde ungerne was irreversibel am Motor ändern.

Grüße

PS: Nett hier, muss ich mir wohl doch noch einen zulegen...

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 21. März 2016, 09:53

dermarc2000 hat geschrieben:.... aber irgendwas (Vereisung?) hat man sich bei der Konstruktion wohl gedacht.

Vereisung kaum, denn die findet dort statt, wo die angesaugt Luft durch eine Engstelle muss, also dem Venturi im Vergaser, durch den hierbei entstehenden Unterdruck wird die Luft abgekühlt. Eine weitere Abkühlung findet an gleicher Stelle zusätzlich durch das "Vergasen" des Kraftstoffes statt, auch hierbei wird der Luft Wärme entzogen. Daher finden sich Vorrichtungen gegen Vergaservereisung immer vor und nicht hinter dem Vergaser (beim Wartburg z.B. durch das Verdrehen des Luftfilteroberteils so, dass das Ansaugrohr angewärmte Luft vom Kühler ansaugen kann). Die Ansaugflanschvorwärmung soll dagegen etwas anderes verhindern, nämlich das der Kraftstoff an den kalten Wänden des Ansaugflansch zum Teil auskondensiert und sich hierdurch das dem Motor zugeführte Kraftstoff-/Luftgemisch ungünstig verändert. Fährt man das Auto jedoch nur im Sommer, kann man nach meiner unmaßgeblichen Meinung gut auf die Vorwärmung verzichten.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Montag 21. März 2016, 15:52

Wie BIC schon sagte, ohne Ansaugbrückenvorwärmung geht es auch ohne Probleme. Wenn der Motor nicht läuft, dann ist es was anderes.

Kaltstart selbst bei Minusgraden ging bei mir immer ohne Probleme 2 Jahre lang. Dann habe ich den 82er verkauft.
Zwei linke Hände, aber man kann es doch mal versuchen ;-)

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tobias » Montag 21. März 2016, 19:04

Marc, ich hatte meinen 353 auch ohne Vorwärmung gefahren. Um den gebrauchten Motor auszuprobieren würde ich das auch erstmal ablassen. Wenn er vernünftig läuft kann man ja immer noch die Vorwärmung nachrüsten. Das müsste der Ingo aber wissen, da hab ich mit ihm mal drüber gesprochen.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 21. März 2016, 19:44

Bei meinem 87 wird der Schlauch oben vom Thermostat her geführt ohne Bohrung im Block.
Hatte nie Probleme damit.

Besseres Bild habe ich auf die Schnelle leider nichr -nixwissen-

vorwaerm.jpg
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Montag 21. März 2016, 20:15

bic hat geschrieben:
dermarc2000 hat geschrieben:.... aber irgendwas (Vereisung?) hat man sich bei der Konstruktion wohl gedacht.

Vereisung kaum, denn die findet dort statt, wo die angesaugt Luft durch eine Engstelle muss, also dem Venturi im Vergaser, durch den hierbei entstehenden Unterdruck wird die Luft abgekühlt.


...und wie im Mathematik-Unterricht, w.z.b.w

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 21. März 2016, 20:19

Die Gewindebohrung läßt sich nachrüsten, die etwas geringere Wandstärke spielt keine Rolle.

Jedoch läßt sich das ganze besser bei ausgebautem Motor, bzw. zerlegtem Motor machen.

Habe das nebenbei bei einem Metallbau machen lassen. Die haben auch eine kleine Dichtfläche
um die Bohrung abgedreht. (Abdichtung mit Kupferdichtring)
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon dermarc2000 » Montag 21. März 2016, 20:52

Danke,
habe mir das noch nicht näher angeschaut, daher dachte ich das man Vergaservorwärmung wörtlich nehmen kann. Wir sehen uns spätestens Ostern beim campen wieder, dann bespreche ich mit ihm was wir machen. Er fährt aber durchaus auch im Winter damit.

@frankyracing: Das Bild ist ja mal nicht schlecht, mir ist auch mal ein Vergaser eingefrohren, da sah man von aussen aber noch nichts.

Grüße

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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tobias » Montag 21. März 2016, 22:05

Ja die alten Horizontalvergaser neigen gerne mal zum Vereisen.
Wogegen die Fallstromvergaser (Jikov) schon ehr neigen im Sommer das Benzin zu kochen. War bei meinem auch Oft wenn ich ihn im Sommer im Stadtverkehr gefahren hab.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tobias » Montag 21. März 2016, 22:13

@Tomtom,

Ich kenne mich mit den Frontkühlern nicht so aus. Weißt du ob das bei denen immer so gebaut ist?
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 21. März 2016, 22:28

Tobias hat geschrieben:@Tomtom,

Ich kenne mich mit den Frontkühlern nicht so aus. Weißt du ob das bei denen immer so gebaut ist?


Nein. Erst ab - weiß nicht genau - 86 oder 87.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Tobias » Montag 21. März 2016, 22:34

Ah Ok. Vielen Dank.
Man lernt nie aus. {beifall}
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 21. März 2016, 22:38

Tobias hat geschrieben:Ah Ok. Vielen Dank.
Man lernt nie aus. {beifall}


...richtig.
Ich auch nicht. :roll:

Obwohl im Ihling (letzte, blaue Ausgabe) eindeutig ein Frontkühler mit Vorwärmungsanschluss am Block zu sehen ist, wird sowohl im Ihling als auch im ETK das Datum 6/85 (=Einführung Frontkühler) für die Verlegung der "Zapfstelle" angegeben.
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Re: Vorstellung - Schützenhilfe

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 22. März 2016, 05:42

Mein Umbau der Flanschheizung auf Gegenstrom :

viewtopic.php?f=47&t=1566

Mein Einbau einer temperatur geregelten Anaugluftvorwärmung :

viewtopic.php?f=2&t=4433

Andere Umbauten - auch der Zündanlage 1986 mit EinChipMikrorechner UL 8611 :

http://www.wartburgpeter.de/fr_01_08_02 ... BCndanlage

Dort auch dokumentiert : 5,4 L / 100 km Verbrauch mit dem Registervergaser.

Einbau einer Schubabschaltung für den Registervergaser :

viewtopic.php?f=31&t=11574
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter


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