312-300 HT 1989

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

Moderator: ZWF-Adminis

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 29. November 2018, 14:04

Thilo.K hat geschrieben:Die Traggelenksmuttern sind leider nicht 0815.
Ausser Gewindesteigung 1,5mm haben die auch eine andere Bauhöhe. Sind um einiges flacher.
Der darunterliegende Federring braucht ja auch noch etwas Platz. Normal schliesst die orig. Mutter relativ bündig mit dem
Kugelbolzen ab. Viel Platz ist da nicht.

Wozu brauchts da einen Federring?
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 551
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Donnerstag 29. November 2018, 14:24

Die Muttern sind nur angesetzt. Muss ja noch mal ab, wenn die Antriebe eingefädelt werden. Wird alles erst ganz zum Schluss fest verschraubt. Auch möchte ich hier die flachen Muttern mit Federring verwenden. Ja, es kommt ein neuer Federring rein...kein alter. Die selbstsichernden Muttern mag ich nicht leiden.

Kugelköppe sind ja auch Nachbau. Hier werde ich vielleicht auch nocht alte neue originale kaufen. Auch die Spurstangenköpfe. die haben kein Loch für den Splint und ich glaube die Kronmutter passt auch nicht.

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 29. November 2018, 14:57

Ralf Schneider hat geschrieben:.... Auch möchte ich hier die flachen Muttern mit Federring verwenden. Ja, es kommt ein neuer Federring rein...kein alter...

Vielen nicht bewusst:

federring.JPG
Quelle. Wikipedia

Die Vorspannkraft wird von der Schraubenverbindung selbst sicher gestellt, stimmt da was nicht, hilft ein Federring 0. Zur Aufrechterhaltung der Vorspannung helfen Tellerfedern, Wellen- oder Schnorscheiben. Will man jedoch nur eine Verliersicherung, dann kommt z.B. die Versplintung oder eben selbstsichernde Muttern in Frage. Ich würde an der benannten Stelle den Federring weglassen und eine selbstsichernde Mutter verwenden. Ich nehme zwar auch immer noch Federringe, aber nur bis max. M8 und nur da, wo es unkritisch ist.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 551
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Donnerstag 29. November 2018, 19:15

Bild Bild

Benutzeravatar
Dr. Hoock
Radbolzenüberdreher
Beiträge: 137
Registriert: Sonntag 11. Januar 2015, 15:26
Mein(e) Fahrzeug(e): .
Ford Model T 1925
Salmson S4-61 1950
Wartburg 311/2 1956
Fiat 500 Jolly 1971
MG-B 1979
Motorfahrad SR 2
Jaguar XJS V12 1989
Wohnort: Pirna

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Dr. Hoock » Donnerstag 29. November 2018, 20:48

Optik finde ich klasse, und die Details mit Aufkleber und Farbsicherung sind der i Punkt.

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 551
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Freitag 30. November 2018, 21:48

Bild Bild

Bild Bild

Bild

Wartburgbauer
Abschmiernippel
Beiträge: 3433
Registriert: Samstag 10. Dezember 2011, 11:12
Mein(e) Fahrzeug(e): 190er Benz 1988 (Alltagsauto)
Jawa 555 1959 (Alltagsmoped)
Wartburg 312 Camping 1967
B1000 Bus im Aufbau
Wohnort: bei Dresden

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 30. November 2018, 21:56

Also ich bin bestimmt kein Kind von Traurigkeit, was das Verwenden neu verzinkter Teile angeht.
Aber bei den hochfesten (10.9er) Schrauben der Bremssättel (M8) sehe ich das doch kritisch. Dafür habe ich mir mal einen 50er Pack neue zugelegt. :smile:
Sie vereinen eben doch einige Punkte, die dagegen sprechen:
-10.9er Festigkeit - damit eigentlich nicht konventionell galvanisch zu behandeln
-relativ dünn - die Wasserstoffversprödung kann bei geringer Eindringtiefe große Anteile des Querschnittes der Schraube betreffen
-relativ hoch belastet, im Betrieb
-extremst sicherheitsrelevant, da bei Versagen der Schrauben auch die Zweikreisigkeit der Bremsanlage nichts mehr bringt.

Seit diesem Erlebnis viewtopic.php?f=24&t=12935&p=181188&#p181147 sehe ich das etwas kritischer...
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
Mein erstes Projekt: Der Camping!
Mein Barkas Bus im Aufbau

Benutzeravatar
Thilo.K
Abschmiernippel
Beiträge: 4057
Registriert: Sonntag 20. Januar 2008, 17:50
Mein(e) Fahrzeug(e): Shiguli WAS 2103 - 1973 - dunkelblau
Shiguli WAS 2103 - 1977 - orange
Wohnort: Belgern

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 30. November 2018, 23:27

Deswegen sind ja hochfeste Schrauben,die ausserdem galvanisiert sind, nicht so häufig vertreten, ich kenne sowas
persönlich nur von PKW's und auch deutlich teurer, als galvanisierte 8.8er Schrauben, bzw. auch teurer als "schwarze", hochfeste Schrauben.
Wegen diesem zusätzlichen Arbeitsgang während der Fertigung (Tempern).

Hochfeste, schwarze Schrauben (brünierte) sind zwar häufig anzutreffen, aber zu vermeiden. Gerade im Aussenbereich, bzw. Bodengruppe.
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

Benutzeravatar
Thilo.K
Abschmiernippel
Beiträge: 4057
Registriert: Sonntag 20. Januar 2008, 17:50
Mein(e) Fahrzeug(e): Shiguli WAS 2103 - 1973 - dunkelblau
Shiguli WAS 2103 - 1977 - orange
Wohnort: Belgern

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 30. November 2018, 23:40

bic hat geschrieben:
Thilo.K hat geschrieben:Die Traggelenksmuttern sind leider nicht 0815.
Ausser Gewindesteigung 1,5mm haben die auch eine andere Bauhöhe. Sind um einiges flacher.
Der darunterliegende Federring braucht ja auch noch etwas Platz. Normal schliesst die orig. Mutter relativ bündig mit dem
Kugelbolzen ab. Viel Platz ist da nicht.

Wozu brauchts da einen Federring?



Weil ich es original eben so kenne. {Zahnlücke}
Du brauchst das Physik-Lehrbuch also dieses mal nicht unbedingt aufschlagen, bzw. Auflistung etwaiger DIN-Nummern, Rene. :shock:
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

berlintourist
Ventileinsatzputzer
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 23. August 2014, 23:24
Mein(e) Fahrzeug(e): 353, 1975

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Samstag 1. Dezember 2018, 00:22

bei einem auto, das nur noch zum streicheln vorgesehen ist, ist optik eben im vordergrund :lol:

die inbusschrauben, welche die bremssättelhälften zusammenhalten sind übrigens spezielle vorgespannte schrauben
die nur zur einmaligen verwendung vorgesehen sind, lieber ht-ralf....
aber ok. - zum streicheln reichen auch welche ausm "20% auf-alles-ausser-tierfutter-markt".
Helft dem Klimawandel - fahrt Zweitakter !

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 551
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Samstag 1. Dezember 2018, 09:52

Ich selber sehe das alles nicht als so sehr schlimm an. Es mag sein, das es die Sauerstoffversprödung gibt, es mag sein, das dadurch hochfeste Schrauben mal wegballern und ja es mag sein, das Federringe heute nicht mehr Anwendung finden, weil sie nichts bringen. Aber Federringe haben soweit 50 Jahre funktioniert, von mir aus recht oder schlecht, aber mir ist kein Fall bekannt, wo ein Auto der DDR durch das Lösen einer Verschraubung bedingt durch einen nicht funktionierenden Federring "hart" aus dem verkehr gezogen wurde. Dies wird es wohl gegeben haben, aber auf jeden Fall nicht in den Ausmaßen, das man im angenommenen Jahr 1975 alle Federringe an den relevanten Stellen durch andere Sicherungsmaßnahmen ersetzt hätte. Die Schrauben mögen nun nach dem Verzinken nicht mehr ihre festigkeit haben und ja die Dehnschrauben der Bremssättel sind nun das zweite mal gespannt. Alles nicht hundert Prozent. Aber ich kenne viele Garagenschrauber, die die Zylinderköpfe von Golf und Co. ab- und anbauen und auch wieder die alten Schrauben verwenden. Und diese Böcke fahren dann auch noch mal locker 100.000 km. Und sollte mal eine Schraube knacken, ist die Bremse nicht sofort bei Null. Die drei restlichen halten das auch noch. Nur wenn dann noch eine knackt, dann wird es kritisch. Ingenieure rechnen bei der Konstruktion immer mit einer Sicherheit von mindestens 2, sie berechnen für eine Lebensdauer von X Jahren, X Kilometern, X Schwingungen, X Biegungen usw. Bei einem PKW sind das ca. 250.000 km und die dazu gehörenden anderen Faktoren. Und wenn jetzt so ein Auto, wie unsere restaurierten nun noch ca. 30.000 km fahren werden, sind wir immer noch in der "sicheren" Zone. Irgendwelche Brüche von teilen können hier immer noch passieren, das aber auch bei einem heute gefertigten Auto auch. Ursachen dafür können vielschichtig sein. Ein gewissen Restrisiko bleibt immer. Auch eine nagelneue 10.9er Schraube kann eine Gefügeschwächung haben, die während der Fertigung eingebastelt wurde. Ich selber z.B. habe es nicht gewusst, das die 8x12er Schrauben für die Kugelköpfe 10,9er sein müssen. Ich habe damals 1989 8,8er eingebaut. Eine verdammt wichtige Schraube, aber auch die 8,8er haben gehalten. Okay, ich bin nur ca. 20000 km damit gefahren, vielleicht währen sie bei 100000 km weggekracht, die 10.9er vielleicht erst bei 200000 km. das kann keiner genau sagen.
Also, man sollte die festigkeit der Schrauben schon im Auge behalten und wenn man das weiß, später auch beim Fahren drauf Acht geben und auch kontrollieren. Aber man sollte das meiner Meinung auch nicht überbewerten. Wir fahren mit unsren Autos nicht wie die Rennfahrer, wir fahren keine 30000 km im Jahr und wir werden vor jeder Fahrt immer mal ein Auge auf die Technik werfen.

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 1. Dezember 2018, 11:18

Das ist die typische Meister Röhrich Einstellung: "Sabbel nech, dat geiht!“. Damit bekommt man dann alles, was -wie schriebst Du- die "Ingenieure ... bei der Konstruktion immer mit ... Sicherheit" berechnet haben, als unerheblich klein geredet. Reicht das nicht, dann kennt man eben noch "viele Garagenschrauber" die es irgendwie genau so gemacht haben und bei denen es funktioniert haben soll, was dann als ultimativer Beweis dafür angesehen wird, dass man sich über solche Kleinigkeiten überhaupt kein Kopf machen muss. Reicht das dann als Argument immer noch nicht, dann hat man im Zweifel noch nie etwas davon gehört, das wäre dann die Vogel Strauß Methode, den Kopf ab in den Sand und was man dadurch nicht sieht und hört, das gibt es auch nicht.

Nichts für ungut, aber ich finde es schon erstaunlich und habe kein Verständnis dafür, wenn ein riesen Gewese ums "Plingpling" gemacht wird und dann die einfachsten technischen Regeln mißachtet und als unwesentlich diskreditiert werden. Beides sollte doch mindestens konform gehen und bei einem Auto, mit welchem man sich auch auf die Straße wagt, hat -zumindest nach meiner unmaßgeblichen Meinung- eine ordentlichen Technik erheblichen Vorrang vor der äußerlichen Erscheinung. Aber mach Du mal .....
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
carsten
Abschmiernippel
Beiträge: 3315
Registriert: Dienstag 7. Juli 2009, 18:46
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Coupe Baujahr 1959
Wartburg 311 Kombi Baujahr 1962
Campifix Baujahr 1963
MZ ES 150 Baujahr 1969
Mazda 121 db Bj. 1991 (verkauft)
BMW E36 TC4 Bj. 1993/1994
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon carsten » Samstag 1. Dezember 2018, 17:53

Bild

..haben sich unter bestimmten Umständen ... als wirkungslos erwiesen.

Damit ist eigentlich schon klar, dass diese nicht generell wirkungslos sind.
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

Benutzeravatar
Wartburg-37073
Kurbelwellenbeleuchter
Beiträge: 937
Registriert: Dienstag 29. November 2011, 05:27
Mein(e) Fahrzeug(e): Diverse
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: Am Rand des Eichsfeldes

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Samstag 1. Dezember 2018, 20:53

Ralf Schneider hat geschrieben:Kugelköppe sind ja auch Nachbau. Hier werde ich vielleicht auch noch alte neue originale kaufen.

Ralle, mach das! Ich hoffe. dass Du welche findest! Ich habe mit den Nachbauten extrem schlechte Erfahrungen gemacht.

Übrigens toll, wie Du bis ins Detail so perfekte Arbeit auch beim Aufbau der Technik Deines HT-312 leistest!
Federringe (bei Wikipedia) hin oder her.
Wikipedia ist ja prinzipiell nicht die Bibel! -auch wenn ich diesbezüglich nicht sonderlich gläubig bin...

Wartburgbauer
Abschmiernippel
Beiträge: 3433
Registriert: Samstag 10. Dezember 2011, 11:12
Mein(e) Fahrzeug(e): 190er Benz 1988 (Alltagsauto)
Jawa 555 1959 (Alltagsmoped)
Wartburg 312 Camping 1967
B1000 Bus im Aufbau
Wohnort: bei Dresden

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 1. Dezember 2018, 21:07

Nunja,

bic, sorry, aber dein Tonfall ist nicht besonders gut geeinget, um Leute davon zu überzeugen, doch lieber anders zu handeln.

aber
recht hat bic trotzdem. Das das Nichtbefolgen von technsichen Vorschriften in vielen Fällen gut geht, kann nicht als Beweis dafür angesehen werden, dass es in jedem Fall funktioniert. Außerdem hinkt der Vergleich zwischen Dehschrauben für Zylinderköpfe (relativ weich) und der Wasserstoffversprödung (extrem hart und vor allem spröde) gewaltig. Im Übirgen ist es, wenn eine gewisse Länge noch nicht überschritten ist, in vielen Fällen zulässig, Zylinderkopfschrauben wiederzuverwenden.

Bei den Bremssattelimbusschrauben handelt es sich für meine Begriffe nicht um Dehnschrauben. Sie haben einen Vollschaft und sind mit der 0815-Festigketisbezeichnung 10.9 versehen. Beides ist für Dehnschrauben eher untypisch.
Es bleibt das Problem der Versprödung!

Im Gegensatz zu bic bin ich durchaus bereit, im Sinne der Optik und der Originalität ein geringes bis mittleres Ausfallrisiko einzugehen, verwende auch Federringe, einfach, weil die da hingehören (wobei ich mir über deren Sinnhaftigkeit auch schon Gedanken gemacht habe, und zu einem ähnlichen Schluss wie die Wiki-Seite kam...was aber für meine Begiffe auch für Sicherungsbleche und Federscheiben gilt.) Wenn eine Schraube am Motor oder Getriebe oder eine Achsschraube von mäßiger Wichtigkeit zu 99% hält, dann reicht mir das vollauf. Nicht aber bei Schrauben, wo ein einzelner Aufall durchaus zum Aufall der gesamten Bremsanlage führen kann.
Denn: Risiko=Auftretenswahrscheinlichkeit x Gefährdungspotential. Demnach ist das Risiko bei diesen Schrauben trotz relativ geringer Auftretenswahrscheinlichkeit recht hoch.

Nimm einfach ein paar M8x50 Imbus in 10.9, die gibt es für ein paar wenige Euro in neu und blau verzinkt zu kaufen. Ja, da steht dann nicht ESKA drauf. Aber an der Stelle ist das glaube besser. :smile:

Ohne es jetzt nachgerechet zu haben, schätze ich die Belastung der vier Imbusschrauben je Bremssattel als ziemlich hoch ein, wage nicht zu behaupten, dass ein vollständiger Ausfall einer einzelnen Schraube ohne weiteres durch die anderen drei (wovon zwei recht ungünstig angeordnet sind), die zusätzlich ebenfalls geschwächt sind durch die Versprödung, ohne weiteres kompensiert werden kann.
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
Mein erstes Projekt: Der Camping!
Mein Barkas Bus im Aufbau

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 1. Dezember 2018, 21:23

Wartburg-37073 hat geschrieben: Federringe (bei Wikipedia) hin oder her.
Wikipedia ist ja prinzipiell nicht die Bibel! -auch wenn ich diesbezüglich nicht sonderlich gläubig bin...

Dann halt eben der Beuth-Verlag, über welchen alle DIN-Normen publziert werden:

DIN 128.JPG
DIN 6905.JPG
DIN 127.JPG

Die sind die drei oben angeführten Normen bzgl. Federringe, alle anderen aufgeführten Normen sind ebenfalls zurückgezogen, ich habe es mir aber erspart, dies hier auch noch zu zeigen - wer mag kann ja selbst nachschauen.

Und an sonst - wenn Du denn der Ansicht bist, Wikipedia sein nicht die Bibel, was spricht dagegen, dem abzuhelfen? Die freuen sich über jeden Mitstreiter und für den Anfang kann man ja mal WartburgWiki üben :smile:
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Tomtom
Schaupannenreparierer
Beiträge: 9049
Registriert: Samstag 21. Juli 2007, 22:21
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 312 300 HT
Wartburg 353W
Camping 312-500
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Samstag 1. Dezember 2018, 21:50

Ehrlich gesagt, hat das alles hier nix zu suchen...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Benutzeravatar
Thilo.K
Abschmiernippel
Beiträge: 4057
Registriert: Sonntag 20. Januar 2008, 17:50
Mein(e) Fahrzeug(e): Shiguli WAS 2103 - 1973 - dunkelblau
Shiguli WAS 2103 - 1977 - orange
Wohnort: Belgern

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Samstag 1. Dezember 2018, 23:09

Den Begriff " Dehnschraube" kenne ich persönlich nur von dem Westzeugs.
Für mich sind die Bremssattelschrauben auch nur normale Zylinderschrauben mit Teilgewinde, eben nur in hochfest.
Da spielts keine Rolle, ob die mehrmals de.- oder montiert werden. Ist aber auch sehr, sehr selten, dass ein Bremssattel zerlegt
wird. Ich behaupte mal, die meisten Festsattel sind immer noch original ungeöffnet. Korrosion ist im Gegensatz zu den Zylinderstehbolzen auch nur gering vorhanden. Nur die Köpfe, bzw. der Innensechskant ist meist durch Korrosion etwas aufgequollen. Der restliche Teil der Schraube inkl. Gewinde behält meist sogar seine originale Zinkschicht.
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

Benutzeravatar
olaf
Abschmiernippel
Beiträge: 2510
Registriert: Samstag 17. März 2007, 07:36
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 Bj.62,W353Fstw Bj.70(VP),MZ TS 150 Bj.85,
MuZ Skorpion Bj.94
Wohnort: Glinde bei Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon olaf » Sonntag 2. Dezember 2018, 08:23

Ralf Schneider hat geschrieben:Lange Bremsleitung heute verlegt, aber die ist meiner Meinung nach 10 cm zu kurz. habe einmal hinten angefangen, vorne zu kurz, dann vorne angefangen, hinten zu kurz, wieder hinten angefangen und wieder vorn zu kurz. Daumen tun weh und ne stunde gequält. {aergerlich}

Oder habe ich ein Verlegefehler?

Bild


Klasischer Montagefehler {Du Du} -roll- [Bier]
1.3er  006.jpg
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!

die Volkspolizei dein Freund und Helfer

Benutzeravatar
olaf
Abschmiernippel
Beiträge: 2510
Registriert: Samstag 17. März 2007, 07:36
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 Bj.62,W353Fstw Bj.70(VP),MZ TS 150 Bj.85,
MuZ Skorpion Bj.94
Wohnort: Glinde bei Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon olaf » Sonntag 2. Dezember 2018, 08:52

Eins hab ich noch gefunden
Wartburg Fstw Aufbau 52.JPG
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!

die Volkspolizei dein Freund und Helfer

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 2. Dezember 2018, 10:51

Wartburgbauer hat geschrieben:Nunja,

bic, sorry, aber dein Tonfall ist nicht besonders gut geeinget, um Leute davon zu überzeugen, doch lieber anders zu handeln.


Nunja York, sorry, mein Beitrag ist lediglich das kommentierte Resümee aus dem Schrieb von Herrn Schneider. Überzeugen will ich Niemanden über gar nichts, ich meine, hier sind alle alt genug, für sich selbst zu entscheiden. Der tatsächliche Sachverhalt zum umstrittenen Thema dürfte als allgemein bekannt gelten - zumindest sind hierzu ausreichende Informationen frei verfügbar (auch hier im Forum). Wenn sich dann jemand dazu entschließt, diese zu ignorieren und das auch noch hier so -quasi öffentlich- mitteilt, steht es jedem -also auch mir- zu, seine Meinung dazu hier auch öffentlich kund zu tun. Nichts weiter habe ich gemacht, mit "Tonfall" hat das nichts zu tun (den hört ja sowieso keiner, denn hier erfolgt ja alles stumm :smile:), denn weder habe ich Herrn Schneider irgendwie angegriffen, noch beleidigt - dass ein Kommentar mal etwas schärfer ausfallen kann, liegt in der Natur der Sache und ist auch abhängig von der Sinnhaftigkeit des zu Kommentierendem.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 551
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Sonntag 2. Dezember 2018, 17:28

Olaf,

Montagefehler? Wo? kann keinen entdecken.

Okay, wenn das nun keine Dehnschrauben sind und auch keine besonderen bis auf die Härte von 10.9, dann habe ich da erstmal keine Bedenken bei den Bremssätteln. Das mit der Sauerstoffversprödung ignoriere ich nicht, ja...ich werde wohl diese Schrauben tauschen. Obwohl ich mir fast sicher bin, dass diese 10.9er Schrauben damals nicht extra wärmebehandelt wurden. Wir sind heute technisch schon viel weiter und so sind natürlich neue Erkenntnisse vorhanden, wie auch die der Sicherungsringe.

Ich bin denke intelligent genug, um nicht wirklich grobe Fehler zu machen. Und ein gewisses Verantwortungsbewusstsein habe ich auch, hätte sonst bestimmt nicht seid 20 Jahren ein laufenden Geschäft, bei den es eben auch um Autos geht. Auch in meinem Hobby geht es ohne diese Eigenschaften nicht. So ein Modellflugzeug kostet soviel wie ein Kleinwagen und wenn das mal nicht sanft zur Erde zurück kommt, kann das sehr gefährlich werden auch das Fliegen an sich.

bezüglich bic´s Beiträgen...ich erspare mir hier einen Kommentar.

Also mal ein Schlusswort zu dem Thema Schrauben: Ich werde sehr schöne gelbe glänzende funkelnde Schrauben verbauen, auch Federringe usw. Ich werde aber nichts verbauen, was zu einem erhöhten Risiko bzw. unverantwortlichen Zustand führt. Ich denke auch, dass die meisten hier das wissen bzw. auch so einschätzen.

Benutzeravatar
Tomtom
Schaupannenreparierer
Beiträge: 9049
Registriert: Samstag 21. Juli 2007, 22:21
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 312 300 HT
Wartburg 353W
Camping 312-500
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 2. Dezember 2018, 18:30

Zum Montagefehler. Die beiden Alublöcke / Bremsleitungsverteiler kommen vorn und hinten an den Winkel.
Nicht beide an einer Seite des Winkels. Gutes Auge von Ole. Bringt aber nur 2cm...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 551
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Sonntag 2. Dezember 2018, 19:06

Achso....ja, sind nur geheftet. Mir ist eine Schraube M5 mal 45 abhanden gekommen und ich habe noch keine neue. Ja und bringt nur 2 cm. Neue Leitung kommt die Tage.

Benutzeravatar
Thilo.K
Abschmiernippel
Beiträge: 4057
Registriert: Sonntag 20. Januar 2008, 17:50
Mein(e) Fahrzeug(e): Shiguli WAS 2103 - 1973 - dunkelblau
Shiguli WAS 2103 - 1977 - orange
Wohnort: Belgern

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 2. Dezember 2018, 22:28

Nichts für ungut, Rene, aber das mehrmalige "Herr Schneider" ist an Ironie nun wirklich nicht zu überbieten.
So bist du eben...
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3841
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 3. Dezember 2018, 02:18

Thilo.K hat geschrieben:Nichts für ungut, Rene, aber das mehrmalige "Herr Schneider" ist an Ironie nun wirklich nicht zu überbieten.
So bist du eben...

Nun ja - in meiner Welt gilt eine solche Anrede noch immer als höflich und respektvoll, wenn Du das jedoch anders kennst -nixwissen-
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Wartburgbauer
Abschmiernippel
Beiträge: 3433
Registriert: Samstag 10. Dezember 2011, 11:12
Mein(e) Fahrzeug(e): 190er Benz 1988 (Alltagsauto)
Jawa 555 1959 (Alltagsmoped)
Wartburg 312 Camping 1967
B1000 Bus im Aufbau
Wohnort: bei Dresden

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 3. Dezember 2018, 12:59

Nun gut,
nein, René ist nicht immer der freundlichste und vor allem manchmal - beabsichtigt oder nicht - persönlich angreifend. Das ist sicher nicht schön, aber im Grunde auch kein Weltuntergang.
Wichtiger ist doch, dass seine Beiträge fast ausnahmslos inhaltlich richtig, gut recherchiert und verständlich geschrieben sind. Ich meine, ich bin doch nicht hier, um mich bauchmiezeln zu lassen, sondern zum großen Teil einfach auf Informationssuche. In so fern halte ich bics Beiträge für einen wesentlichen Bestandteil dieses Forums.

Wenn Ralf anderer Meinung ist, was die richtige Vorghensweise betrifft, ist das total normal. Aber in einer Diskussion um sehr sicherheitsrelevante Bauteile sollte man seinen Standpunkt schon gut begründen können. In dem Fall ist René das gelungen, Ralf nicht. Wie gesagt, ich bin auch eher der risikobereite Typ. Aber die begründeten Bedenken an der Stelle so einfach wegzuwischen, obwohl sie nachweislich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch problematisch sind, gefällt mir auch nicht gut. Es ist dann nur eine Frage des Menschentyps, wie man dann reagiert. :D
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
Mein erstes Projekt: Der Camping!
Mein Barkas Bus im Aufbau

Benutzeravatar
olaf
Abschmiernippel
Beiträge: 2510
Registriert: Samstag 17. März 2007, 07:36
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 Bj.62,W353Fstw Bj.70(VP),MZ TS 150 Bj.85,
MuZ Skorpion Bj.94
Wohnort: Glinde bei Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon olaf » Montag 3. Dezember 2018, 19:46

Also ich hätte die Leitung hinten am LAD noch edwas anders verlegt ehe ich mir ne neue Leitung kaufe

Gruß
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!

die Volkspolizei dein Freund und Helfer

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 551
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Dienstag 4. Dezember 2018, 20:37

Hi Olaf,

wie denn?

neue Bremsleitung ist da und verlegt. Habe sie etwas gelb lackiert, so passt sie besser zu den anderen. Gelenkwellen lackiert, wart noch auf die neuen Spritzringe.

Schriften auf die Haltebleche aufgebracht, sieht schon geil aus. Ich werde aber die neuen Drahtklammern verwenden. Die Bleche kommen in die Vitrine.

Wie die Bremsleitung vorne am HBZ verlegt wird, weiß ich nicht. Habe es so gemacht, wie gedacht. Hoffe, dass ist einigermaßen richtig so.

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
carsten
Abschmiernippel
Beiträge: 3315
Registriert: Dienstag 7. Juli 2009, 18:46
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Coupe Baujahr 1959
Wartburg 311 Kombi Baujahr 1962
Campifix Baujahr 1963
MZ ES 150 Baujahr 1969
Mazda 121 db Bj. 1991 (verkauft)
BMW E36 TC4 Bj. 1993/1994
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 5. Dezember 2018, 10:26

Ich muss mal zwischendurch ein Kompliment loslassen.

Optisch ist das echt der Hammer was du da zauberst. :smile: :smile:

Respekt und Anerkennung. {beifall}
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !


Zurück zu „Fahrzeuge / Projekte der ZWF-Foren-Nutzer“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 8 Gäste

cron