312-300 HT 1989

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

Moderator: ZWF-Adminis

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Donnerstag 29. Dezember 2016, 09:25

Bin auch schon mit der Masse direkt an das äußerste Blech gegangen...

Wachsen vor dem Lackieren? Naja...die Hohlraumschutzwachsung kommt nach dem Lackieren, die Falzwachsung vor dem Lackieren. Blechfalze wachsen, das macht bloß keiner. Deshalb kennt keiner das Wachsen VOR dem Lackieren. Ich aber und Probleme macht das nicht, denn die Blechfalze sind ja bzw. werden ja NACH dem Wachsen abgedichtet, also zu gemacht.

Benutzeravatar
carsten
Abschmiernippel
Beiträge: 3197
Registriert: Dienstag 7. Juli 2009, 18:46
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Coupe Baujahr 1959
Wartburg 311 Kombi Baujahr 1962
Campifix Baujahr 1963
MZ ES 150 Baujahr 1969
Mazda 121 db Bj. 1991 (verkauft)
BMW E36 TC4 Bj. 1993/1994
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 29. Dezember 2016, 09:50

Zum mehrlagigen Punktschweißen ist eine 6mm Borhrung wirklich schweierig, die ist ratz-fatz zu gebraten.

Man kann aber alle zu verschweißenden Bleche durchbohren. Dann klappt die Schweißung der Bleche erstaunlich gut und sicher.

Der erste Schweißkontakt ist dann seitlich zu setzten und verbindet die Bleche miteinander. Das Schweißgut hat Platz sich auszudehnen, so dass mehr Zeit für die Schweißung bleibt.

Nachteil ist, dass man dann beide Seiten nachbearbeiten darf.
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

Benutzeravatar
olaf
Abschmiernippel
Beiträge: 2401
Registriert: Samstag 17. März 2007, 07:36
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 Bj.62,W353Fstw Bj.70(VP),MZ TS 150 Bj.85,
MuZ Skorpion Bj.94
Wohnort: Glinde bei Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon olaf » Donnerstag 29. Dezember 2016, 18:10

So ich melde mich erst mal für eine Woche ab.
Ich fahr ins ERZ zum Ski fahren,sobald es Schnee gibt -roll-

Bin dan mal gespand was es danach für neuichkeiten zu lesen/sehen gibt . {blinzel}

{winken}
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!Deswegen fahre ich 2x3Zylinder

die Volkspolizei dein Freund und Helfer

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Donnerstag 29. Dezember 2016, 20:08

Genau das habe ich heute gemacht, naja...fast. Auch mit großem Loch ging das nicht wirklich gut und man muss dann zum Schluss zu dolle im Kreis eiern. Habe dann einfach von den 3 bzw. 4 Blechen alle bis auf das letzte durchgebohrt und so ein relativ tiefes Loch erhalten. Dann ging das ganz gut, so wie Carsten sagt, schlupft die Schmelze dann an die Wandungen und verschweißt die Bleche. Ist halt nur anstrengend das Bohren, gerade auf den Knien und tief gebückt.

habe dann heute doch noch die Radkastenwölbung auf der linken Seite aufgemacht, da war mir schon immer ein Dorn im Auge, aber ich wollte das nicht. Aber gut, dass ich es gemacht habe, so ist dann auch der letzte Keim raus. Auch wenn mich das einen Tag kostet und mein geplantes Zieldatum nicht erreicht wird, wichtig ist das erreichte und nicht unbedingt wann.

Olaf! Viel Spaß aber nicht die Knochen brechen!

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
carsten
Abschmiernippel
Beiträge: 3197
Registriert: Dienstag 7. Juli 2009, 18:46
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Coupe Baujahr 1959
Wartburg 311 Kombi Baujahr 1962
Campifix Baujahr 1963
MZ ES 150 Baujahr 1969
Mazda 121 db Bj. 1991 (verkauft)
BMW E36 TC4 Bj. 1993/1994
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 30. Dezember 2016, 07:27

Ich habe zu dem Handschuhen mal eine Frage an die Allgemeinheit. Din Dinger verwende ich sei ein paar Jahren auch zum Schrauben und Basteln.
Leider überleben die Dinger das Flexen nicht lange :? .

Kennt jemand eine Variante mit hitzeresitentem Obermaterial ?
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

Bort
Ölmischer
Beiträge: 261
Registriert: Montag 20. Februar 2012, 17:46
Mein(e) Fahrzeug(e): 84er 353 W

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Bort » Freitag 30. Dezember 2016, 10:06

Da kannste eigentlich nur Handschuhe aus Leder nehmen, da brennt es nicht gleich durch wenn die Funken fliegen. Die sind aber um einiges teurer.

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Freitag 30. Dezember 2016, 20:00

Nen ganzes Bündel kaufen und dann immer die alten nach drei Tagen weg hauen. Andere Handschuhe sind mir zu unbequem. Finger-Federhandschuhe zu teuer.

Schweller und Seitenteil bis auf das Flammrichten fertig. Schweller rechts drinne und geheftet, ging schneller, als der Linke. Etwas beißt der rechte Schweller hinten zum Innenschweller, kann sein, dass später der untere Spalt nach hinten hin zu eng wird. Sollten so um die 10 mm sein, wenn nicht, klemmt nachher die Türdichtung und die Tür steht etwas raus. das muss ich mir noch mal genau angucken, werden oben den rechten Schweller auch noch nicht verschweißen. Sind nur 3 mm, aber die können später ärgerlich werden.

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Samstag 31. Dezember 2016, 19:48

Einen guten Rutsch ins Jahr 2017 wünsche ich Euch Allen!

Schweller rechts fertig verschweißt, oben aber nur geheftet. Muss ich mir anschauen, wie der Dichtungsspalt später mit neuer Tür ist. Seitenteil rechts auch noch schnell mal neu gemacht, da hatte der HT ja mal einen Unfall. Das war alles Murks und so macht sich hier ein neues Blech doch besser. Ist schön gerade geworden, ganz leicht nach außen gewölbt, habe wohl die Spalten zu eng gemacht. Sind aber nur ca. 2 mm, das kriege ich mit der Flamme wieder rein. Tür links angefangen, der neue Türträger ergibt einen sauberen Dichtungsspalt. Das war früher eher ein Dreieck...vorne Metall auf Metall, hinten breit wie die Autobahn.

man sieht schön den alten DDR Pfusch. Alten Träger abgebrannt und neuen einfach drüber. Gut sieht man auch mein eingegossenes Polyesterharz. Das klebt heute noch bombenfest auf dem Stahl.

Morgen werde ich dann die Tür innen etwas bearbeiten und dann wieder einsetzen, vielleicht schaffe ich es noch den unteren Träger zu heften. Hänge etwas hinterher, wollte eigentlich beide Türen morgen fertig haben, aber die Außenschweller habe ich unterschätzt bzw. auch noch Dinge erledigt, die ich eigentlich nicht machen wollte, wie den hinteren Falz der Seitenwand links.

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Sonntag 1. Januar 2017, 00:46

Frage:

Die unteren Türholme, hinten stehen die ja senkrecht, die A-Säule ist aber vorn nach innen geneigt. Dann muss ja die Tür oberhalb des Holmes auch nach innen knicken? Oder sind die Türholme verdreht eingebaut? Kann das nicht mehr genau deuten.

Frohes neues Jahr!!

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Sonntag 1. Januar 2017, 19:26

War wieder mal nicht geplant, aber ich konnte nicht anders. Habe heute das Innenblech der Tür raus genommen und instandgesetzt. Viele kleine Stellen. Hat mir den ganzen Tag gekostet, aber hätte ich den Arbeitsaufwand vorher gewusst, hätte ich es trotzdem gemacht. :smile:

Da ich meinen plan nun nicht erfüllt habe, wird sich das ganze wohl doch etwas nach hinten verschieben. Aber egal...

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Mittwoch 4. Januar 2017, 19:59

Türgrundkörper instandgesetzt und den ganzen Dreck da rausgeholt, kleine Bleche eingschweißt und alles gesäubert und grundiert. Heute dann das untere Winkelprofil der Tür eingepasst und geheftet. das Profil von Kalies passt hier auf den Millimeter. Türaußenhaut bündig mit Kotflügel und Seitenwand und Schweller. Morgen passe ich dann die Außenhaut an, verschweißen werde ich die aber erst am Sonnabend, das wird dauern. Werde vielleicht löten. Irgend so ein Hirni hat vorn an der Tür das alte Blech zu viel abgeschnitten! :idea: :x :evil: :evil: Kann ich aber kitten.

Innen habe ich einen sauberen Parallelen 1 cm breiten Dichtungsspalt. {beifall}

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Mittwoch 4. Januar 2017, 20:01

Übrigens das Kastenprofil ist in der Vertikalen doch verdreht. Hinten senkrecht und nach vorne hin fällt es nach innen, um mit der A-Säule konform zu werden.

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Freitag 6. Januar 2017, 19:24

Heute hatten wir Feiertag und so konnte ich mal wieder den ganze Tag was schaffen. Hatte etwas schleifende Hilfe, einer meiner Lackierer hat das Heckteil verschliffen. Ich habe an der Tür weiter gemacht, ist alles geheftet. Unten nur geklebt, morgen wird die Tür fertig. das verschweißen der Türhaut dauert etwas, geht ja nur mit langen Pausen. Seitenteil links habe ich auch schon grob flammgerichtet, Feinarbeit dann später.

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
311CoupeKWD
Quetschmuffe
Beiträge: 199
Registriert: Dienstag 5. Mai 2015, 22:26
Mein(e) Fahrzeug(e): AWE Wartburg 311/3 Reise-Coupé Bj. 1960
Volkswagen Golf Cabriolet Bj. 2012
Simson Schwalbe KR 51/1K Bj. 1975
Wohnort: An der Mulde/Sachsen

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon 311CoupeKWD » Samstag 7. Januar 2017, 23:45

Sieht sehr sauber gearbeitet aus, Ralf :smile: !
Ich bin immer wieder begeistert bzw. fasziniert, welche kreative Hilfen Du Dir selber baust.
Noch dazu mit welchen Hilfsmitteln Du da baust. Da muss man ja erstmal drauf kommen.
Das ist für mich ein theoretischer Karosseriebaufernkurs. Du machst Dich hier verdient.

Beste Grüße
Nicht das Erzählte reicht. Das Erreichte zählt.

Dreizylinderzweitaktgrüße
Kay

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Sonntag 8. Januar 2017, 20:05

Ja Kay, manchmal lauf ich durch meine kleine Werkstatt und suche irgendwas, irgendwas....und irgendwas finde ich dann meistens auch. Wünsche mir aber trotzdem manchmal so richtiges Werkzeug. Nicht mal nen Karosseriehammer habe ich.

Aber eine neue Errungenschaft habe ich mir zugelegt. Eine Dreifachsteckerleiste!!!!!!!! :smile: :smile: Musste immer Flex und Bohrmaschine umstecken und jedesmal war die falsche Maschine reingestöpselt. Nach nunmehr fast 8 Monaten haben nun immer beide Maschinen Strom. Nachteil: Immer wieder Kabelsalat!! :evil:

Bild

Habe die letzten Tage mit der linken Tür gekämpft. Habe ich etwas unterschätzt diese Angelegenheit. Das war nicht einfach, zumal alles wieder in Richtung sitzen musste. Stabil wird die Tür erst, wenn wirklich der letzte Schweißpunkt gesetzt ist. Vorher ist das ein Wackeldackel, verdreht sich, hängt hinten, ist also ein Trapez und kein Rechteck. da musste ich Stück für Stück und ganz behutsam vorgehen. Ausbeulen war sehr zeitraubend. Die Tür war ja vorher schon krum und lam und wie ein Flitzebogen nach außen gewölbt. Hier habe ich dann mit Flamme, Hammer und Löffeleisen einen tag lang dran rumbewerkelt. Ist nun natürlich wellig, aber die Form stimmt. Die rechte Tür sieht da etwas besser aus. Leider hat das Auto 2 Türen...ehrlich gesagt, habe ich für die rechte Tür das erste mal nicht wirklich Bock. habe aber schon angefangen. Am unteren Scharnier ist die durch, hier musste der Grüne wieder mal als Spender ran.

Auf jeden Fall ist die linke Tür fertig und soll morgen den Außenputz erhalten. Eine Beule hat sich vorn unten wieder reingezogen, die muss ich dann noch etwas rausdrücken.

Das alte Fahrwerk steht auch schon bereit, Vorderachse macht noch Winterschlaf, wird aber auch bald wach gemacht.

Noch mal ein Detailbild von der Verbindung Schweller/Kotflügel. Hat soweit funktioniert mein Plan. Unterste Schraube kommt dann von vorne rein.

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Mittwoch 11. Januar 2017, 19:13

Zinnspachtel aufgetragen mit einem 1,5 Meter langen Spachtel. :smile:

700 ml auf 0,75 qm ergibt durchschnittlich ca. 1 mm Dicke. Das ist sehr wenig, auch wenn 700 ml viel klingen. Das meiste ist unten auf dem Heckteil Übergang zum Schweller, da sind es wohl ca. 3-4 mm und Übergang Tür zu Seitenwand oben am Türgriff. Hier war auch viel Zinn drauf.

Spachtel 90° zur Fläche halten und wie beim Beton abziehen immer hin und her wackeln. Das macht nicht glatt, aber eben. Nur so bekommt man die beulen gefüllt. Geglättet wird später beim 3. Gang, erst dann neigt man den Spachtel und zieht in über die Fläche. Aber dann sind keine beulen mehr zu füllen.

Habe einige Teile der rechten Tür zum Sandstrahler gebracht, kriege ich morgen wieder. So habe ich heute eine kleine Pause. Das erste mal seit Mai verlässt mich die Lust etwas. Alles was doppelt also zweimal gemacht werden musste, hat höchstens einen tag gedauert. Die linke Tür hat mich ein Wochenende und die ganze Woche abends gekostet. Das selbe jetzt noch mal für die rechte Seite. Würde jetzt lieber Heckklappe oder Kotfflügel oder Bodenblech machen. Sonntag Abend soll die rechte Tür fertig sein. Die Türen haben es ganz schön in sich...

Bild Bild

Bild

Benutzeravatar
311CoupeKWD
Quetschmuffe
Beiträge: 199
Registriert: Dienstag 5. Mai 2015, 22:26
Mein(e) Fahrzeug(e): AWE Wartburg 311/3 Reise-Coupé Bj. 1960
Volkswagen Golf Cabriolet Bj. 2012
Simson Schwalbe KR 51/1K Bj. 1975
Wohnort: An der Mulde/Sachsen

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon 311CoupeKWD » Mittwoch 11. Januar 2017, 20:56

Ralf,

setz Dich nicht so unter (Zeit-) Druck. Ich glaube, wir alle sind eher von Deinem vorgelegten Tempo beeindruckt. Rückschläge bzw. unerwartete Dinge/Umstände, die mehr Zeit als geplant bzw. erhofft erfordern, sind bei unseren Autos mehr als normal. Wenn Du diese (trotz Deiner beeindruckenden handwerklichen Fähigkeiten) nicht hättest, wäre das eher unnormal. Und wenn Du jetzt eher Lust auf den Heckdeckel oder einen Kotflügel hast, dann mach das doch, sofern nicht Dein geplanter Ablauf völlig dagegen spricht. Meist wird das Ergebnis besser, wenn man richtig Bock drauf hat. Insofern gönne Dir kleinere Abweichungen vom gedachten Kurs. Ansonsten sind sicher auch mal einige Tage kompletter Abstand zum durchlüften des Kopfes ganz gut. Noch haben wir richtigen Winter. Aber bald kommen die ersten Vögel zurück, die Schneeglöckchen lugen zaghaft aus den Schneeresten und die ersten Sonnenstrahlen werden wärmer. Dann wirst Du das Kribbeln spüren, Dein Auto zurück auf die Straßen zu bringen, um gemeinsam Neues zu "erfahren"...

Beste Grüße aus dem verschneiten Muldental!
Nicht das Erzählte reicht. Das Erreichte zählt.

Dreizylinderzweitaktgrüße
Kay

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Donnerstag 12. Januar 2017, 20:28

Es ist immer so, dass wenn man was doppelt machen muss, der Spaßfaktor bei Nummer zwei sinkt. vermeiden kann man das, wenn man parallel arbeitet. Das wollte ich hier aber nicht, denn Fehler würde man dann beidseitig machen. So kann man nun für die rechte Tür die falsch gemachten Arbeiten umgehen. Und auch wenn der Lustfaktor nicht bei 100% liegt, lass ich mich davon abbringen, die rechte Tür fertig zu machen und zwar bevor ich an anderes denke. Da muss man diszipliniert sein. Ich habe mal ein Klavier restauriert, innen wie außen. 83 Tasten, zu jeder Taste gehören 4 oder 5 bewegliche Teile der Mechanik. All diese mussten überarbeitet werden. 83!!!

Komplett mal Abstand, das geht nicht. Dazu bin ich noch viel zu heiß. :x :x Und auch wenn ich selbst gesetzte Termine nicht einhalte, werden die neuen auch wieder eng gesteckt. Wenn ich mich in was verbissen habe, dann bleibt das Maul zu. Solange bis eben fertig.

Habe heute das untere Türprofil angepasst. Die sandgestrahlten Teile bekomme ich erst morgen. Samstag abend soll der Türkörper drin sein und Sonntag das Außenblech. Dann wird erst mal wieder die Werkstatt aufgeräumt und weiter gehts dann mit der Heckklappe. Hier werde ich wohl das ganze untere Stück wechseln und nicht wie mal angedacht nur die linke Seite. Mal sehen.

Bilder hängen mal wieder in der cloud fest...aber mal welche vom Klavier. Auch mal als Vorgeschmack wie mein HT glänzen wird. :smile:

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

berlintourist
Hohlrauminspektor
Beiträge: 581
Registriert: Samstag 23. August 2014, 23:24
Mein(e) Fahrzeug(e): 314 eckfrontcabriokombicoupé

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Donnerstag 12. Januar 2017, 20:49

auf krampf vorwärts zu arbeiten bringt aber erst recht nix - ausser eventuell wiedermal wiederholungsarbeiten ;o).
mal eine atempause und anderes tun, und sei es nur holzhacken 8) ist da schon hilfreicher und schafft abstand...
*klugschwatzmodusaus*
wird schon .. :smile:

gruß

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Freitag 13. Januar 2017, 20:51

Quälen tue ich mich natürlich nicht. Das dabei nichts Gutes raus kommt, weiß ich. Jetzt mal die Bilder von gestern und heute. Leider ist das äußere Blech aus der grünen Tür auch Schrott, das innere TipTop. Auch hat das äußere eine etwas andere Prägung. Das Kalies Reparaturblech passt nicht, da muss beim Umbiegen des Falzes was schief gelaufen sein, habe ich aber neu umgelegt, war kein Problem. Muss das Außenblech etwas zusammenstückeln, eins aus dem Blauen raus schneiden will ich nicht, der soll ja mal eventuell.....Träumen träumen....

Das alles wieder passend zusammen zu fügen, wird nicht ganz einfach. dazu muss die Tür wieder rein und die Scharniere ran und dann muss ich das im eingebauten Zustand heften.

Auch mal ein Bild von einer freigelegten Dresdner Karosseriearbeit.

heute auch schon mal den Auspuff lackiert, Epoxy Schwarz seidenmatt. Voll geil, wie in Kunststoff gehüllt. Sollte ewig halten, was Rost von außen angeht.

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Freitag 13. Januar 2017, 20:55

Unten sieht das ganz schön verfault aus, aber ab Mitte findet man zwischen Innen und Außenblech keinen Rost.

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
311CoupeKWD
Quetschmuffe
Beiträge: 199
Registriert: Dienstag 5. Mai 2015, 22:26
Mein(e) Fahrzeug(e): AWE Wartburg 311/3 Reise-Coupé Bj. 1960
Volkswagen Golf Cabriolet Bj. 2012
Simson Schwalbe KR 51/1K Bj. 1975
Wohnort: An der Mulde/Sachsen

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon 311CoupeKWD » Freitag 13. Januar 2017, 21:11

Hast'n guten Lackierer!

Die Auspffteile schauen wirklich super aus :smile: . Die passen gut zum Klavier...
Nicht das Erzählte reicht. Das Erreichte zählt.

Dreizylinderzweitaktgrüße
Kay

Benutzeravatar
Wartburg-37073
Teileträger
Beiträge: 880
Registriert: Dienstag 29. November 2011, 05:27
Mein(e) Fahrzeug(e): Diverse
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: Am Rand des Eichsfeldes

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Freitag 13. Januar 2017, 22:18

Ralf Schneider hat geschrieben:Sollte ewig halten, was Rost von außen angeht.


Ja, das ist wohl wahr.
Die Ewigkeit, ohnehin relativ, wird hier, egal welcher Verfall, so wie im wirklichen Leben in erster Linie von innen her bedroht.

Abgesehen von diesbezüglichen Überlegungen:
Volles Lob. Ich finde toll, was Du aus diesem Fahrzeug machst.

Es ist nicht nur eine Restaurierung. Der HT erwacht tatsächlich, wie neugeboren.
So wie der Phönix aus der Asche!
.

Benutzeravatar
Tomtom
Schaupannenreparierer
Beiträge: 8233
Registriert: Samstag 21. Juli 2007, 22:21
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 312 300 HT
Wartburg 353W
Camping 312-500
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 13. Januar 2017, 22:28

Ralle, ich bin begeistert.
Spreche Dir Mut zu. Auch Mut, einen Tag Pause zu machen.
Sollte es wegen der Pause Gewissenbisse geben, schicke ich gerne Aufnahmen von der Innenseite meiner Türen.
Du hast da nen Brocken angefasst, an den wahrscheinlich sich noch kaum einer rangewagt hat. Die Türen komplett zu zerlegen...
Kopf hoch, durchatmen und dann wieder: "Auf auf" :-)
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Benutzeravatar
olaf
Abschmiernippel
Beiträge: 2401
Registriert: Samstag 17. März 2007, 07:36
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 Bj.62,W353Fstw Bj.70(VP),MZ TS 150 Bj.85,
MuZ Skorpion Bj.94
Wohnort: Glinde bei Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon olaf » Samstag 14. Januar 2017, 09:41

MoinMoin

Erstaunlich mit welchem Elan der Ralle da zu werke geht {blinzel} , und ich hab es noch nicht mal in 2 Jahren geschafft meine 311er Frontschürtze fertig zu machen -roll-
Das ist ja auch das letzte Teil was an meinem geschweißt werden muß. -roll-

{winken}
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!Deswegen fahre ich 2x3Zylinder

die Volkspolizei dein Freund und Helfer

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Samstag 14. Januar 2017, 19:52

Kay...Klavier und Auspuff sind Welten, der Auspuff hat nur einen seidenmatten Epoxy primer bekommen mit tuffiger Orangenhaut und 200 micro Schichtdicke. Klavier ist Schleiflack...Und übrigens, an mein Auto lasse ich meine Lackierer nicht ran, kein Füller, kein Lack....schleifen dürfen sie unter Aufsicht ein wenig... :-|

Heute war ein erfolgreicher, wenn auch ein mühseliger Tag. Da ich von der rechten Tür unten das komplette Scharniergedönse abmachen musste, war ja nun guter Rat teuer, wo kommt das neue Gebleche hin. Und ich hatte kein schönes Blech, musste aus Kalies Blech und selbstgekloppten Blechen was zusammen friemeln. Also die Tür baue ich jetzt so ein und aus, wie ein US Marines mit verbundenen Augen seine M16 zerlegt und wieder zusammenbaut.

Erst das Innenblech rausgetrennt, das alte Außenblech dient dann als Maß für das neue Innenblech, so dass die Scharnierschraubenlöcher passen. Trotzdem Tür eingebaut und dann verschweißt. Sicher ist sicher, zumal man in der Höhe keine Toleranzen hat. Dann Außenblech abegtrennt und das neue dann geheftet, Tür wieder eingebaut und kontrolliert. Dann Ausbauen und fertig verschweißen. Da nun die Scharniersäule in der Tür komplett neu war, musste ich die Tür wieder einrichten. Da ich die damals mit dem Wagenheber hoch gebogen habe, war ja die obere Scharnierbefestigung eingedrückt. Die hatte ich ja schon mal raus gezogen. Die passte nun aber nicht mehr, also Tür rein..gucken....Tür raus...Scharnier ab.....richten....Scharnier wieder ran....Tür einbauen....gucken...Tür ausbauen...Scharnier ab.....richten....Scharnier wieder ran....Tür einbauen....gucken...Tür ausbauen....und das glaube so 6-7 mal...

Nun passt aber alles ganz gut und der Träger unten ist auch schon drinne, muss ich morgen dann nur noch verschweißen und etwas noch anpassen.

Zwei Stunden heute verlabert, ein Freund kam um 12 und ging um 2...

Und: Ralle!!!! aufräumen!!!!!!! :eek:

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild

berlintourist
Hohlrauminspektor
Beiträge: 581
Registriert: Samstag 23. August 2014, 23:24
Mein(e) Fahrzeug(e): 314 eckfrontcabriokombicoupé

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Samstag 14. Januar 2017, 22:12

Ralf Schneider hat geschrieben:Und: Ralle!!!! aufräumen!!!!!!! :eek:

aufräumen verursacht meiner erfahrung nach nur nachgeordnetes suchen .... 8)

:-|

Benutzeravatar
olaf
Abschmiernippel
Beiträge: 2401
Registriert: Samstag 17. März 2007, 07:36
Mein(e) Fahrzeug(e): W311 Bj.62,W353Fstw Bj.70(VP),MZ TS 150 Bj.85,
MuZ Skorpion Bj.94
Wohnort: Glinde bei Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon olaf » Sonntag 15. Januar 2017, 10:25

Ralf Schneider hat geschrieben:Kay...Klavier und Auspuff sind Welten, der Auspuff hat nur einen seidenmatten Epoxy primer bekommen mit tuffiger Orangenhaut und 200 micro Schichtdicke. Klavier ist Schleiflack...Und übrigens, an mein Auto lasse ich meine Lackierer nicht ran, kein Füller, kein Lack....schleifen dürfen sie unter Aufsicht ein wenig... :-|
Komisch das ein Meister kein vertrauen zu seiner Manschaft hatt -roll-

Heute war ein erfolgreicher, wenn auch ein mühseliger Tag. Da ich von der rechten Tür unten das komplette Scharniergedönse abmachen musste, war ja nun guter Rat teuer, wo kommt das neue Gebleche hin. Und ich hatte kein schönes Blech, musste aus Kalies Blech und selbstgekloppten Blechen was zusammen friemeln. Also die Tür baue ich jetzt so ein und aus, wie ein US Marines mit verbundenen Augen seine M16 zerlegt und wieder zusammenbaut.

Also ich habe noch 3 Satz Türen für den 311er (limo) zu liegen und ich hätte dir welche ab gegeben {blinzel}
{winken}
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!Deswegen fahre ich 2x3Zylinder

die Volkspolizei dein Freund und Helfer

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Sonntag 15. Januar 2017, 19:59

Unteren Türholm heute eingeschweißt. Ganz in Ruhe und bedacht. hier noch nen mm weg und da, solange, bis das alles 100%ig passte. Dann wollte ich gegen Mittag das Außenblech vorbereiten, der Kleber lag schon auf der Heizung und dann fand ich da noch so ein kleines Loch. Das musste ich dann auch noch mal untersuchen, was dann fast den ganzen Nachmittag gedauert hat. Das dann im nächsten Posting.

Rechts war die Anpassung etwas schwieriger, weil hier ja mein Außenschweller hinten ca. 2 mm zu schmal ist. Darum ist der ja noch nicht fertig gepunktet, das mache ich dann erst, wenn die Tür komplett fertig und drinnen ist. Der Spalt für die untere Dichtung ist nicht parallel 1 cm, hinten sind es nur 7-8 mm...Das ist Kacke, weil dort dann die Dichtung die Tür später nach außen drücken wird.

Auf einem Bild sieht man noch mal gut den verdrehten unteren Türholm.


Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Benutzeravatar
Ralf Schneider
Referenzobjekterschaffer
Beiträge: 408
Registriert: Sonntag 27. März 2016, 18:49
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg W312/300 HT

Re: 312-300 HT 1989

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Sonntag 15. Januar 2017, 20:11

Mein Lackierer sind gut, aber ich bin besser! :smile: Der HT ist Chefsache! Nicht mal die Grundierung dürfen die Jungs aufbringen, bringen dürfen sie nur die Pistole mit fertig angemischtem Zeug und putzen dürfen die dann die Pistole auch... -roll-

Hier in Bildern ohne Worte das kleine Loch. Im Posting zuvor kann man es über dem Türgriffloch genau im Knick als kleinen schwarzen Punkt erkennen.
Zum Glück war der Falz weiter unten nur mit "Flugrost".

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild

Bild Bild


Zurück zu „Fahrzeuge / Projekte der ZWF-Foren-Nutzer“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste