Mein 353 WR Nachbau

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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353 WR Monte
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Freitag 4. August 2017, 08:38

Hallo aus dem Urlaub, mit etwas Abstand zu meinem Projekt habe ich mir 1-2 Gedanken gemacht, wie ich weiter machen will, um den Motor gut zum
Laufen zu bringen. Werde als Erstes den Gasbowdenzug neu machen. Mit Teflon-Innenrohr und gerade verlegen. Aktuell nutze ich ein normalen Standardbowdenzug, der auch noch mehrfach um die Ecke geht und auch noch 1-2 mal fixiert ist, was sicher zu dem schlechten Abtouren sorgt, da die Federkraft der Vergaser begrenzt ist. Weiterhin werde ich ffuchsers Tipps abgehen. Grüsse Frank

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Dienstag 15. August 2017, 06:57

Hallo an alle, der Urlaub ist vorbei :cry: und an meinem Projekt hat sich eine Menge getan, leider nicht zum Guten {aergerlich} .
Ich wollte ja am letzten WE die elektronische Zündung von LDM Tuning einbauen. Dazu muss ja der ZZP am Zylinder 1
eingestellt werden. Dabei stellte sich raus, dass alle 3 reparierten Zündkerzengewinde Probleme bereiteten, da sich
die Buchsen trotz Verstiftung losedrehten {aergerlich} , da sie bei meiner 20km Probefahrt das erste Mal Hitze bekommen hatten.
Weiterhin wollten wir über eine Messuhr den OT finden. Dabei bemerkten wir, dass am Kolbenbolzen zu viel Spiel ist (0,05mm) {aergerlich} ,
da die Messuhr gesprungen ist und ein "Klicken" zu hören war. Zur Kontrolle haben wir den Zylinder 2 mal mit der gleichen
Messmethode geprüft :? und da passte es. Also das mit Zylinder 1 wird nicht lange gut gehen, wenn erst 1x dauerhaft Last durch
die Verbrennungsgase kommt.

Habe mich dann mit dem Erbauer des Motors kurz geschlossen {streit} und am Ende sind wir überein gekommen, dass er der defekten Motor
zurück nimmt und wir den Kauf rückabwickeln {beifall} . Das empfand ich als fairen Zug von ihm ! Also habe ich noch 1x Glück {blinzel} im Unglück gehabt.

Also Motor wieder raus und alles was ich in den letzten 6 Monaten gemacht habe, ist für die Katz {aergerlich} .

Wie geht es nun mit dem Projekt weiter ? Ist das das Ende. {Du Du} Ich habe ja immer noch den NOS Motor mit 1000km aus 10/1989.

Habe mich also mal mit -frankyracing- kurz geschlossen und ich denke mit seiner Hilfe {anbeten} wird sich aus NOS Motor doch was machen lassen.
Ich bin sehr zuversichtlich, denn in besseren Händen kann ich mich nicht geben. Ich werde berichten, was aus dem Motor wird !

Am kommenden Wochenende werde ich erst 1x den defekten Melkus Nachbau Motor wieder wegbringen [Lenker] !

Ach ja, biete hiermit den Lamdatopf für den Melkusmotor zum Kauf an. Bei Interesse {pcantwort} PN an mich !

Grüsse euer Frank !

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Dienstag 15. August 2017, 10:42

353 WR Monte hat geschrieben:Habe mich also mal mit -frankyracing- kurz geschlossen und ich denke mit seiner Hilfe {anbeten} wird sich aus NOS Motor doch was machen lassen.
Ich bin sehr zuversichtlich, denn in besseren Händen kann ich mich nicht geben. Ich werde berichten, was aus dem Motor wird !


Was ist NOS? Normal-Serien-Motor?
Ich kenne den angebetenen Spezialisten nicht. Frank Fuchser dagegen schon. Laß Dich doch mal von ihm beraten!
Der weiß wovon er redet und was er tut.

Ich fand Deine bisherige Bastelei ohnehin nicht sehr zielfördernd. Das fing ja bereits mit dem Luftberuhigungstopf und Deinen Kühlungsüberlegungen an, als Du Dich für jeden theoretischen Vorschlag begeistert hast, anstatt altbewährter Praxis und Erfahrungsberichten zu folgen.

Anstatt weiter auf Bastelei und Learning by Doing zu setzen, gehe lieber gleich zu Leuten, die mit dieser Materie ihre teils jahrzehntelange Erfahrungen haben.
So paradox dies bei den aufgerufenen Preisen klingen mag: Es spart letztendlich Geld!
Neben dem Original aus Ullersdorf gibt es natürlich auch noch andere Wege. Auch in Wutha weiß man, was man tut. Die sind absolut seriös. Daneben gibt es aber auch noch weitere Spezialisten.

Leider hast Du nie verraten, wer den Murks gemacht hat und was es Dich gekostet hat. Es sieht aber so aus, dass Du hier auf einen Pfuscher oder unseriösen Händler herein gefallen bist, der jetzt kalte Füße bekommen hat. 'Anständiger Zug' ist anhand der offensichtlichen Mängel da wohl ein bißchen daneben.

Zum Nulltarif wirst Du einen leistungsgesteigerten Motor, egal ob Melkus-Nachbau oder anders getunt, nicht bekommen können. Und Dein alter Motor mit wenig Laufleistung ist sicher eine nette Basis, aber nach meiner Meinung wieder der falsche Ansatz.
Wenn es wirklich ein haltbarer, leistungsgesteigerter Motor werden soll und nichts Halbes, dann ist das ein bißchen schade drum, denn Du wirst ohnehin ganz andere Komponenten benötigen.
Bezüglich der KW wirst Du nicht an Raimund R. vorbeikommen.
Auch bezüglich der Auswahl und der Bearbeitung des Kopfes, der Veränderung der Steuerzeiten, der Auspuff- und der Vergaseranlage -egal ob Jikov-Tuning oder Dreifach-Vergaseranlage- benötigst Du Jemanden, der damit wirklich ausreichend Erfahrung hat.

Dabei spielt es eine große Rolle, was Du später mit dem Fahrzeug veranstalten willst.
Normales Schnellfahren, Rundstrecke oder Bergrennen?
Schnell wird ein Motor dann ungeeignet.
Auch hatte ich mal darauf hingewiesen, dass für schnelles Fahren, was Du offensichtlich anstrebst ein langes 5-Gang-Getriebe oder auch ein Umbau des Viergang-Getriebes unverzichtbar sind.
.
Möglicherweise ist Dir aber im Augenblick schon damit gedient, wenn Du erst mal ein bißchen sparst und Dich zunächst auf auf den Serienmotor zurück besinnst.
Soll er zum schönen Äußeren passend nur ordentlich Krach machen, dann reicht sicher schon die vorhandene Auspuffanlage.
.
Zuletzt geändert von Wartburg-37073 am Dienstag 15. August 2017, 10:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Dienstag 15. August 2017, 10:56

Das tut mir leid mit Deinem Motor.
Franky Racing weiss schon ganz genau was er macht. Familie Richter hat sicher 60 Jahre Erfahrung, wenn das mal reicht. Mein jetziger Motor ist auch von Ihm. Wenn es ein WR sein soll, und Frontkühler wäre die Jikov Version mit max 90PS schon original. Melkusversion mit 3BVF ist ja im Werk nie gefahren worden. Die hatten im 312er doppelWeber oder davor den 313er Sport doppelversager. Später dann 3x BVF M42 Rennvergaser (ohne Choke ect nur fürs Rennen sinnhaft) und eben dann den Jikov (den ich ja nicht so gut leiden kann). Dort ist aber wichtig die beiden Vergaserstufen zu trennen, damit mehr als 70PS rauskommen. Ansonsten gab es noch von Privatteams die Version mit 3x BVF 40 (ADMV Brücke)
Ich denke für Dein Projekt ist der Jikov besser, einmal einstellen (was man können muss zB Frankyracing ,oder auch Herr Voigt) fertig.
Wegen Preis nun da kann man pauschal sagen unter 3500 geht bei Voigt nix, ist auch so ungefähr das was es mindestens kosten muss, wenn neu gebaut wird. Da steckt enorm viel Arbeit drin. Low Budget war mein 3 Vergaser selbstgebaut mit ca 80PS auch nicht. 1500 für Block und Vergaser, zig stunden mit dem Drehmel (da braucht man auch viele Schleif Polierscheiben ca 200€), ordentliche Zündung 250, Auspuff 350, neue Kurbelwelle 350. usw. Der läuft dafür sehr gut, wenn auch der Neue jetzt der Hammer ist mit seinen 100PS. {sehrfreuen}
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Dienstag 15. August 2017, 11:31

Leben und Leben lassen !

Auch wenn mir jemand hier im Forum mal gesagt hat, dass ich nicht alles auf die Goldwaage legen soll, was hier so gesagt wird / wurde, finde ich manche Aussagen schon komisch, wenn doch z.B. der Lamda-Topf nun der Konstruktion des "alten originalem Melkustopf" folgt. Ein NOS Motor ist ein New Of Stock Motor, also aus dem Regel, wo er konserviert gewartet hat. Der Motor war übrigens im Auto schon drin.

Der Melkus Nachbau Motor hatte übrigens eine RR Kurbelwelle aus ESA.

Wie auch immer ist Frank Richter die richtige Wahl für mich. Hatte schon guten Ideenaustausch. Ich brauche einen standfesten Motor mit etwas mehr Leistung (ca. 60 kw). Der Wagen ist für Sonnenschein und schöne, kurvige Straßen in BB gedacht.

Mit Frank Richter werde ich schon ein auf meine Bedürfnisse passendes Paket schnüren, dass mir am Ende eine eingestellten Motor beschert.

P.S. Es ist auch immer wieder schön zu hören, dass ich "erst 1x mal Sparen" soll. Woher weiß derjenige nur über welche finanziellen Mittel ich bei dem Projekt verfüge ?

Grüsse aus dem Fläming !

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Dienstag 15. August 2017, 12:30

[Bier]
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Dienstag 15. August 2017, 12:46

Das mache jeden Abend [Bier] = hoch die Tassen !

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Dienstag 15. August 2017, 13:01

Du brauchst nicht so angepiekt reagieren. Ich habe es nur gut gemeint.
Deine finanziellen Möglichkeiten wollte ich nicht in Frage stellen. Aber es geht es doch immer um Budgets für bestimmte Projekte und da ist bei jedem eine Einteilung notwendig, weil in der Regel die Resourcen nicht unbegrenzt sind.
Ich dachte, dass Du deshalb nicht zu einem Spezialisten gegangen bist, weil Du ein vermeintlich günstiges Angebot bevorzugt hast. Davor wollte ich warnen.

Das Wort 'NOS-Motor' war mir nicht bekannt. Wohl weiß ich aber von Melkus, dass originale, schön konservierte Kurbelwellen aus dem Regal (Neudeutsch wohl 'NOS-Kurbelwellen') nicht mehr verwendet werden, weil es Motorschäden gab. Grund war das säurehaltige DDR-Fett, das zu Korrosion an den Lagern geführt hat. Insoweit würde ich einem NOS-Motor,der schneller drehen soll, nicht trauen.

Dass eine RR-Kurbelwelle eingebaut ist, das weißt Du durch persönliche Inaugenscheinnahme, nachdem Du den Motor geöffnet hattest? Oder vertraust Du da ebenfalls nur den Angaben Deines Motorenlieferanten?
Offensichtlich hast Du vergessen, wer Dir die Fotos und Maße für den Luftberuhigungstopf als erster hier im Forum geschickt hat, nachdem so wahnwitzig komplizierte Planungsunterlagen von Dir entworfen wurden.

Dass Frank Fuchser bestätigt hat, dass Du jetzt in guten Händen bist, freut mich für Dich. Denn dann bist Du auf dem richtigen Weg. Und mehr wollte ich auch nicht sagen.
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 15. August 2017, 15:03

353 WR Monte hat geschrieben:New Of Stock

N.m.E "NOS" = "new old stock" --> heißt soviel wie "unbenutzter Altbestand"

Wartburg-37073 hat geschrieben:Wohl weiß ich aber von Melkus, dass originale, schön konservierte Kurbelwellen aus dem Regal (Neudeutsch wohl 'NOS-Kurbelwellen') nicht mehr verwendet werden, weil es Motorschäden gab. Grund war das säurehaltige DDR-Fett, das zu Korrosion an den Lagern geführt hat. Insoweit würde ich einem NOS-Motor,der schneller drehen soll, nicht trauen.

Um dies mal ein bißchen zu entschärfen, in den letzten 3-4 Jahren hatte ich es mit genau 5 St. solcher NOS-Kurbelwellen zu tun und konnte an diesen durchaus auch stark verharzte Schmierstoffrückstände feststellen, aber an keiner Korrosion durch Säureangriff. Selbstverständlich ist dies aber auch nicht ganz auszuschließen, so dass es bei gewerblichen Anbietern verständlich ist, wenn diese konsequent solche Wellen aussortieren. Für den privaten Gebrauch wäre es aber reine Verschwendung, die ungelaufenen Wellen aus Altbestand rein prophylaktisch aufarbeiten zu lassen, denn nach dem sorgfältigem Auswaschen der Lager ist deren Zustand nämlich zuverlässig beurteilbar.

@ Monte, schade eigentlich, aber wer weiß für was es gut ist :shock: Besser als das was Du bisher vor hattest, ist jedenfalls, dass Du mit Franks Hilfe nun doch eher beim Zweitakt-Urschleim anfängst. Überdenke aber noch einmal Deine angestrebten 60kW, denn dass sind dann sehr gute 80PS, damit 2/3 oben drauf und eben nicht nur "etwas mehr" sondern ordentlich Mehrleistung. Damit gilt dann auch schon wieder die Anfangs schon einmal geführte Diskussion, ist diese Leistung für die von Dir vorgesehene Nutzung des Autos überhaupt erforderlich und vor allem auch uneingeschränkt fahrbar? Aber ich will mich nicht schon wieder hier reinhängen, denn jeder soll ja nach seiner Fasson glücklich werden können :smile:
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Dienstag 15. August 2017, 16:44

Ich habe das auch schon etwas länger verfolgt.

Ich würde erst einmal auf Serie gehen und etwas damit fahren. Eine schön eingestellte Serienkombi Motor, Gemischaufbereitung, Auspuff macht auch Spass. Gerade auf kleineren Strassen in BB reichen die PS ganz gut hin. Ich bin ja schon auf 2 Rallyes in BB mit dem Warti gefahren. Da waren wir nicht die Langsamsten und manch einer hat sich fast verschluckt, als der Warti von hinten zum Überholen angesetzt hat [Lenker]
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Dienstag 15. August 2017, 17:08

bic hat geschrieben:... aber an keiner Korrosion durch Säureangriff. Selbstverständlich ist dies aber auch nicht ganz auszuschließen, so dass es bei gewerblichen Anbietern verständlich ist, wenn diese konsequent solche Wellen aussortieren. Für den privaten Gebrauch wäre es aber reine Verschwendung, die ungelaufenen Wellen aus Altbestand rein prophylaktisch aufarbeiten zu lassen, denn nach dem sorgfältigem Auswaschen der Lager ist deren Zustand nämlich zuverlässig beurteilbar.


Zur Klarstellung: Ich erzähle nicht vom Hörensagen, denn B. G., der am 26.11.2006 den ersten Nachserien-RS1000 am Dresdner Verkehrsmuseum übergeben bekam hatte mit dieser Kurbelwelle in seinem gelben DDR-Ferrari nur kurze Freude. Das gute Stück wurde von Melkus zur Untersuchung eingeschickt und es wurde das beschriebene Ergebnis festgestellt.
Ich habe dies von Peter Melkus selbst so gesagt bekommen, als er mir den Kontakt zum Besitzer vermittelt hat.
Der Motor läuft ja jetzt mit der anschließend eingebauten KW von RR in einem meiner Wartburgs.

Natürlich gebe ich BIC recht, niemand wird eine NOS-KW überholen lassen, der sich mit 50PS zufrieden gibt.
Zumindest dann nicht, wenn sie optisch in Ordnung scheint.
Nur wurde hier von einem Motor geredet, der etwas mehr drehen soll und da ist mir nach den Melkuserfahrungen die NOS-Welle nicht zuverlässig genung.
.
Ich habe deshalb auch in meinen Ersatz-Motor vom Melkus-Motorenmann eine Welle von Raimund R. einbauen lassen.
.

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 15. August 2017, 17:49

Wartburg-37073 hat geschrieben:Zur Klarstellung: Ich erzähle nicht vom Hörensagen....

Nun, so habe ich ja auch überhaupt nicht argumentiert, sondern die Möglichkeit ausdrücklich eingeräumt. Aber wir wissen beide nicht, wie genau man bei Melkus hingeschaut hat, als man die Welle aus dem Regal nahm.
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Dienstag 15. August 2017, 19:56

Was am Ende in dem Melkus Nachbaumotor an Teilen wirklich drin ist kann ich natürlich nicht sagen. Da musste ich mich auf die Aussagen
verlassen. Für mich ist das Kapitel abgeschlossen. Schaue nun nach vorn.

Hatte heute Nachmittag einen weiteren Ideenaustausch mit Frank Richter und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir zusammen das Projekt
Motor für meinen Wagen angehen werden. Die Leistung von 60 kw ist nach Frank's Aussage gut fahrbar.

Ansonsten erst 1x nochmals danke an alle, die mein Projekt mit konstruktiver Kritik und Rat & Tat bis heute begleitet haben.
Besonderen Dank an Wartburg-37073 , dessen Maße für den Lamdatopf von Melkus so genau waren, dass mein Nachbau sofort gepasst hat.

Ansonsten werden ich mich mit kleineren Aufgaben am Auto beschäftigen.

Grüße Frank !

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Mittwoch 16. August 2017, 06:33

Hi an euch alle, irgendwie klang mein letzter Eintrag so ein bisschen wie ein "Abgesang". [smilie=hi ya!.gif] Das ist jedoch nicht der Fall. [smilie=hi ya!.gif] Es geht weiter ! :smile:
Auch mit dem Risiko, dass ich wieder eine größere Diskussion über "Sinn & Unsinn" {Du Du} starte, anbei mein ganz persönlicher {blinzel} Plan,
um das Projekt für [url]mich ganz persönlich[/url]zu einem guten Ende zu bringen bzw. es voran zu treiben.

# 60 KW (ca. 82 PS) Motor von Frank Richter (http://www.kurbelwellen-richter.de) {anbeten} bauen lassen

# kleine Arbeiten am Auto, um die Motorbauphase zu überbrücken
(original Verbandskasten von 1985 inkl. original Inhalt auf die "Hutablage" montieren) [smilie=hi ya!.gif]
(Anbau geänderter "Melkus" Felgen inkl. 175/60 R13 inkl. TÜV Eintragung) [TÜV]
(Lampenbaum verkabeln) -roll-
(Austausch der Schalter für NS, FS und Kühlerlüfter gegen Metalausführung) {blinzel}
(Dies & Das) {kratz}

# mich nicht mehr {Ärgern} lassen !
(es ist doch nur eine Hobby und ich muss ja nicht mein Geld damit verdienen !)

Grüsse aus dem flachen BB (Fläming) ! [Bier]

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 16. August 2017, 09:06

353 WR Monte hat geschrieben:Hi an euch alle, irgendwie klang mein letzter Eintrag so ein bisschen wie ein "Abgesang". [smilie=hi ya!.gif] Das ist jedoch nicht der Fall.

Das hatte ich so auch nicht verstanden. Aber mal ein Vorschlag --> ich weiß ja nicht, wie lange die Richters zum Aufbau des Motors brauchen aber in 14 Tagen dürfte das wohl nicht erledigt sein. Im Zweifel kommst Du dann dieses Jahr überhaupt nicht mehr dazu, mit dem Auto zu fahren. Warum baust Du nicht erst einmal Deinen NOS-Motor ein und besorgst Dir für kleines Geld einen Rumpfmotor und lässt diesen aufarbeiten? Ich würde es jedenfalls so machen.
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon EMST » Mittwoch 16. August 2017, 09:42

353 WR Monte hat geschrieben:Hi an euch alle, irgendwie klang mein letzter Eintrag so ein bisschen wie ein "Abgesang". [smilie=hi ya!.gif] Das ist jedoch nicht der Fall. [smilie=hi ya!.gif] Es geht weiter ! :smile:
Auch mit dem Risiko, dass ich wieder eine größere Diskussion über "Sinn & Unsinn" {Du Du} starte, anbei mein ganz persönlicher {blinzel} Plan,
um das Projekt für [url]mich ganz persönlich[/url]zu einem guten Ende zu bringen bzw. es voran zu treiben.

# 60 KW (ca. 82 PS) Motor von Frank Richter (http://www.kurbelwellen-richter.de) {anbeten} bauen lassen

# kleine Arbeiten am Auto, um die Motorbauphase zu überbrücken
(original Verbandskasten von 1985 inkl. original Inhalt auf die "Hutablage" montieren) [smilie=hi ya!.gif]
(Anbau geänderter "Melkus" Felgen inkl. 175/60 R13 inkl. TÜV Eintragung) [TÜV]
(Lampenbaum verkabeln) -roll-
(Austausch der Schalter für NS, FS und Kühlerlüfter gegen Metalausführung) {blinzel}
(Dies & Das) {kratz}

# mich nicht mehr {Ärgern} lassen !
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Las sich für mich auch garnicht so, mach die Sache einmal und dann richtig statt immer wieder neu Geld in die Hand zu nehmen. Gut Ding will weile haben!

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Donnerstag 17. August 2017, 09:43

bic hat geschrieben:Im Zweifel kommst Du dann dieses Jahr überhaupt nicht mehr dazu, mit dem Auto zu fahren. Warum baust Du nicht erst einmal Deinen NOS-Motor ein und besorgst Dir für kleines Geld einen Rumpfmotor und lässt diesen aufarbeiten? Ich würde es jedenfalls so machen.


Ja, dass war auch einer meiner ersten Gedanken, doch dann habe ich am Ende wieder einen Motor rumstehen und dafür fehlt mir einfach der Platz in meiner Warti-Garage. Für mich ist die Saison 2017 beendet. Das Geld "spare" ich mir und stecke es in den neuen Motor.

Grüsse Frank !

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Sonntag 20. August 2017, 09:06

So gestern ist der Motor wieder abgegeben worden und das Geld ist wieder auf der Bank für den neuen Motor.
Mache mir nun gerade erste Gedanken zum einem Nachbau für den Jikov Rallye Ansauggeräuschdämpfer, bei
welchem beide Stufen separate mit Luft versorgt werden. Grüsse Frank

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 20. August 2017, 10:37

353 WR Monte hat geschrieben:Mache mir nun gerade erste Gedanken zum einem Nachbau für den Jikov Rallye Ansauggeräuschdämpfer, bei
welchem beide Stufen separate mit Luft versorgt werden. Grüsse Frank

Was bezweckst Du damit?
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Sonntag 20. August 2017, 13:04

sonst wird es schwer mit Leistungen über 70 PS
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 20. August 2017, 19:57

ffuchser hat geschrieben:sonst wird es schwer mit Leistungen über 70 PS

Wieso, wenn der Vergaser nicht größer wird? Und was wird aus der eigentlichen Funktion des Abzweigtopfes?
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Sonntag 20. August 2017, 21:07

...na ja, über 70 PS sind schon möglich... {smoker}

Frank möchte halt sein Auto so nah wie möglich ans Original bringen und durch die Auspuffverlegung im Motorraum, lässt sich die normale Ansauganlage nicht wirklich verwenden. Diese Anlage funkioniert zwar in Sachen Luftberuhigung und Unterdruckverhältnissen am Besten. So what. Dank "bic"s Anstoß über Resonatoren, habe ich das Ganze mal nachgerechnet. Es stimmt. Leider existieren darüber in ESA keine weiteren Dokumente, da die Vergaserabstimmung auf den 3-Zylinder, bei Jikov in Budweis erfolgt ist.

Ähnlich der alten "PS-Schleuse" (@bic - Zeichnung gesucht) und dem Umbau auf Außenbelüftung, beim 362'er auf den Einvergaser-311'er Rallyeautos, lässt sich dies auch mit dem Umbau des Abzweigtopfes bewerkstelligen. Die Frage ist nur wie.

Alle mir bekannten Rallye-Umbauten des Jikov-Topfes, entsprechen zwar äußerlich dem Original. Beim genauen Hinsehen, sagt aber der Sachverstand, das kann nicht wirklich gut sein, da nur einfache Rohre bis hin zum Venturi geführt worden sind.

Die Kunst bei diesen Sachen ist es ja, den Luftstrom bis hin zum Venturi zu beschleunigen. Dies erreicht man mit einer Konizität des Ansaugrohres im Luftfilter / Sammler. Im Melkus-Ansaugtopf sind dies z.B. minus 2mm auf der entsprechenden Länge. Beim Sportluftfilter des 1000'er DKW's minus 8mm.

Beim Jikov-Topf kommt hinzu, dass das Unterdruckverhältnis in der Schwimmerkammer (der ominöse Schlauch hin zum Luftfilter) entscheidend für die Gemischbildung im Teillastbereich ist. Hier wirken etliche Millibar entgegen der Schwimmerkraft und Fördermenge der Benzinpumpe. Bei voller Last ist das egal, da heben sich die Schwingungen auf.

Was heißt das im Einzelnen?

1. Auf die Werkszeichnungen verlassen (wenn vorhanden) und hoffen, dass das Provisorium funktioniert.
2. Eigene Erfahrungen verwenden.
3. Die Unterdruckverhältnisse im System Schwimmerkammer-Ansaugrohr, möglichst an die Serienvariante heranführen.

In diesem Zusammenhang gesehen, ist es wirklich schade, dass die BVF nicht mehr existiert. Die Herren Ing. Groschupp und Kühne, würden sich über uns kaputtlachen... :shock:
...fährst Du quer, siehst Du mehr...

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 21. August 2017, 04:57

frankyracing hat geschrieben: ... Beim Jikov-Topf kommt hinzu, dass das Unterdruckverhältnis in der Schwimmerkammer (der ominöse Schlauch hin zum Luftfilter) entscheidend für die Gemischbildung im Teillastbereich ist. Hier wirken etliche Millibar entgegen der Schwimmerkraft und Fördermenge der Benzinpumpe. Bei voller Last ist das egal, da heben sich die Schwingungen auf. ...


Hier der SKODA - JIKOV :

SKODA_WABU_Schwimmerkammerbelueftung.JPG

Die Belüftung wird ab II. Stufe erst wirksam.
So auch beim Wartburg. Denn schliesst man den Schlauch nicht an, hat man ein Bechleunigungsloch im Übergang I. zu II. Stufe.
Die Belüftung der Schwimmerkammer verhindert bei altem Luftfilter eine Anfettung des Gemisches und damit ein höheren Benzinverbrauch. Der stärkere Unterdruck vom Motor bis zum Luftfilter wirkt auf die Hauptdüsen und vermindert den Durchfluss des Benzines.
Damit sinkt die Motorleistung. Das merkt der Fahrer und sieht nach der Ursache.
Beim SKODA - JIKOV wird erst in der II. Stufe auf Innebelüftung umgeschalten.
Vorteil : Bei heissem Vergaser können Benzindämpfe in das Freie entweichen - das fehlt beim Wartburg und verursacht Startprobleme beim Warmstart.

Hier beide Vergaserdeckel zum Vergleich :

SKODA_WABU_Vergaserdeckel_ohne_Schwimmer_1.jpg

Der rote gezeichnete Kreis ist die Vollastgemischdüse - die man nachrüsten kann ...

Weiters kann man hier nachlesen :

Abschaltventil_SKODA.jpg
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Montag 21. August 2017, 13:18

Ich mache mir weiter Gedanken {pcproblem} und bedanke mich für eure konstruktiven Einwände. {pcantwort}

Grüsse !

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 22. August 2017, 01:42

frankyracing hat geschrieben:...na ja, über 70 PS sind schon möglich... {smoker}

Das ist ja schon mal beruhigend :smile:

Frank möchte halt sein Auto so nah wie möglich ans Original bringen und durch die Auspuffverlegung im Motorraum, lässt sich die normale Ansauganlage nicht wirklich verwenden. Diese Anlage funkioniert zwar in Sachen Luftberuhigung und Unterdruckverhältnissen am Besten. So what. Dank "bic"s Anstoß über Resonatoren, habe ich das Ganze mal nachgerechnet. Es stimmt. Leider existieren darüber in ESA keine weiteren Dokumente, da die Vergaserabstimmung auf den 3-Zylinder, bei Jikov in Budweis erfolgt ist.


Hier noch einmal zur Erinnerung und beispielhaft die Vollast-Kurvenverläufe, welche bei der Abstimmung des 40er BVF für den 353/1er Motor aufgenommen wurden:

Kurven.JPG

Wie man leicht erkennt, wäre der Motor ohne Resonator im Drehzahlbereich zwischen vielleicht 1.200 bis 3.200 U/min mit Vollgas überhaupt nicht fahrbar gewesen, jedes Durchtreten das Gaspedals hätte ein quitschvergnügtes Klingel, aber keinen Leistungszuwachs zur Folge gehabt. Oberhalb der 4.000 U/min geht das dann, hier fallen die Kurven wieder zusammen und eine Abstimmung auf einen günstigen Lambdawert wäre z.B. durch Änderung der HD möglich gewesen. Dieser Umstand ist vielleicht auch bestimmend dafür, dass so viele Renn- und Wettbewerbs-AWE Motoren mit einer simpel zusammengesteckten oder gar mit überhaupt keiner Ansauganlage laufen, diese Motoren sind dann bzgl. Vollast auf eben über 4.000 U/min abgestimmt (was ja auch dem Einsatzzweck entgegen kommt), drunter geht es eben nur mit Teillast, hier dämpfen dann schon die Drosselklappen die Pulsation in der Ansaugluftsäule ausreichend (oft wird ja dann diesbzgl. mit "ein Zweitakter muss eben ordentlich drehen!" argumentiert, obwohl dies aus meiner Sicht so nicht ganz stimmt, ein auch für den mittleren Drehzahlbereich gut abgestimmter Motor wird auch ordentlich ziehen).

Ähnlich wie beim 40er BVF wird es nun auch beim Jikov ohne Resonator aussehen, wofür ja schon das Vorhandensein eines solchen spricht. Ob es nun bei diesem Vergaser zu extremen Lambdaspitzen wie oben dargestellt, oder zu übermäßiger Anfettung wie beim 362 am 311er Motor gekommen ist -nixwissen- , das wird wohl tatsächlich das Geheimnis der tschechischen Kollegen bleiben, aber beides lässt sich ja mit Resonatoren gut beherrschen. Auf jeden Fall ist der Jikov-Topf auf zwei verschiedene Vollastzustände, daher zwei Frequenzen ausgelegt, dies erkennt man an den beiden unterschiedlichen Abzweigrohren:

Resonator.JPG

Dies ist soweit auch logisch, den bei einem Registervergaser gibt es ja quasi zwei Vollastzustände, daher einmal nur die 1. Stufe und dann eben beide Stufen auf voll. Durch diesen Umstand ließe sich der Abzweigtopf also wahrscheinlich sogar dann verwenden, wenn es erforderlich sein sollte, aus dem Registervergaser einen Doppelvergaser zu machen.

Monte müsste sich nun entscheiden, ob er nun sein Auto nicht nur dem Augenschein nach, sondern tatsächlich "so nah wie möglich ans Original bringen" und dafür in Kauf nehmen will, dass sich das Teil vernüftig nur im oberen Drehzahlbereich bewegen lässt oder ob er ohne Stress und viel Schaltaufwand auch mal in der Rush Hour oder im Urlauberheimreiseverkehr mitfahren können will. Ich nehme mal für meinen Teil an, dass er hierfür nicht einmal eine Leistungseinbuße hinnehmen muss, so lange der Vergaser selbst keine Drossel für den gemachten Motor darstellt, daher der für den erhöhten Liefergrad erforderliche erhöhte Luftaufwand über den unveränderten Vergaser realisierbar ist - der Abzweigtopf selbst steht dem nach meiner Auffassung jedenfalls nicht entgegen. Halbwegs genau "passen" wird er allerdings nur dann, wenn zur Leistungssteigerung des Motors nur die Querschnitte und nicht die Steuerzeiten der Einlässe geändert werden, ist letzteres der Fall, ändert sich ja die Wellenlänge der Pulstion, daher eben deren Frequenz.

Ich würde es dennoch auf jeden Fall erst einmal mit dem originalen Abzweigtopf probieren, ändern kann man dann immer noch. Allerdings ist dies auch nur die halbe Miete, denn wenn aus Montagegründen der originale Luftfiltertopf nicht verwendet werden kann, fehlt es dann an dessen im Unterteil eingebauten Resonator. Dieser ließe sich jedoch relativ gut durch den B1000 Abzweigtopf ersetzen, die von mir ermittelten Werte sind dicht dran an dem vom Luftfilter (rote Markierungen):

Resonatoren.jpg

Als Luftfilter ließe sich dann sogar einer der von Monte heißgeliebten "Sportluftfilter" einsetzen, wenn dessen Oberfläche groß genug ist und sogar den Schlauch für die Schwimmerkammer des Vergasers könnte man dann an der Kopfplatte des Filters anschließen. An sonst scheint mir der Luftfilterkasten des 1.3er gut geeigent, wenn man denn den Regler entfallen lässt.

Ähnlich der alten "PS-Schleuse" (@bic - Zeichnung gesucht) und dem Umbau auf Außenbelüftung, beim 362'er auf den Einvergaser-311'er Rallyeautos, lässt sich dies auch mit dem Umbau des Abzweigtopfes bewerkstelligen. Die Frage ist nur wie.

Oh je, ich glaube, jetzt verstehe ich Dich nicht richtig :eek:

Alle mir bekannten Rallye-Umbauten des Jikov-Topfes, entsprechen zwar äußerlich dem Original. Beim genauen Hinsehen, sagt aber der Sachverstand, das kann nicht wirklich gut sein, da nur einfache Rohre bis hin zum Venturi geführt worden sind.

Mein Reden :shock:

Die Kunst bei diesen Sachen ist es ja, den Luftstrom bis hin zum Venturi zu beschleunigen. Dies erreicht man mit einer Konizität des Ansaugrohres im Luftfilter / Sammler. Im Melkus-Ansaugtopf sind dies z.B. minus 2mm auf der entsprechenden Länge. Beim Sportluftfilter des 1000'er DKW's minus 8mm.

Da kann ich jetzt nicht so folgen, denn dies macht keinen Sinn. Jede Beschleunigung der Luftsäule kostet Leistung und verringert so den Luftaufwand, ebenso wie alle weiteren "Störer" (Widerstände) im Ansaugsystem, wie z.B. Bögen, Abzweige, Aufteilungen, Reduzierungen usw. Hier mal eine Tabelle bezüglich üblicher Luftwiderstandsbeiwerte von Formteilen in Luftleitungssystemen aus welcher man z.B. entnehmen kann, dass eine Leitungsreduzierung in konischer Form (Bild 20) einen erheblichen geringeren Widerstand aufweist, als eine gestufte (Bild 19):

Zeta.JPG

Im Sinne eines möglichst hohen Luftaufwands sollte die Ansauganlage einen möglichst geringen Widerstand, also nur die nötigsten Formteile und Übergänge aufweisen und kann auch gern ein paar Millimeter im Durchmesser größer sein. Diesem Grundsatz werden daher wohl auch die von Dir genannten Beispiele folgen. Einzig einschränkendes Bauteil muss die Venturidüse sein, denn durch den hier durch die Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit erzeugten Unterdruck erfolgt ja schließlich die Kraftstofförderung.

Beim Jikov-Topf kommt hinzu, dass das Unterdruckverhältnis in der Schwimmerkammer (der ominöse Schlauch hin zum Luftfilter) entscheidend für die Gemischbildung im Teillastbereich ist. Hier wirken etliche Millibar entgegen der Schwimmerkraft und Fördermenge der Benzinpumpe. Bei voller Last ist das egal, da heben sich die Schwingungen auf.

Ob nun eine Korrektur des Drucks in der Schwimmerkammer entscheidend für die Gemischbildung im Teillastbereich ist, kann ich nicht sagen, dazu kenne ich den Jikov zu wenig. Aber eigentlich ist es nach meinem Ermessen eher umgekehrt als von Dir geschildert, ein Unterdruck in der Schwimmerkammer wirkt nicht der Schwimmerkraft (Auftrieb) entgegen sondern unterstützt diese. Mit Sicherheit wird mit dieser "Maßnahme" die Arbeit des Misch-/Bremsluftsystem korrigiert, denn wenn im Ansaugsystem auch ohne Erhöhung der Luftmenge der Unterdruck größer wird, wird es dieser auch im Venturi mit der Folge einer überhöhten, u.U. der Luftmenge nicht mehr angepasster Kraftstofförderung. Hier wirkt dann der Unterdruck in der Schwimmerkammer durch Verringerung des Kraftstoffstandes entgegen. Schwierig wird es jedoch sein, dieses System auf einen geringeren Druckverlust über dem gesamten Ansaugsystem anzupassen, ggfls. muss man hier mit einer Drossel arbeiten.

Was heißt das im Einzelnen?

1. Auf die Werkszeichnungen verlassen (wenn vorhanden) und hoffen, dass das Provisorium funktioniert.
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3. Die Unterdruckverhältnisse im System Schwimmerkammer-Ansaugrohr, möglichst an die Serienvariante heranführen.

Naja, ich würde sagen, man sollte sich auf die beiden Säulen des klassischen Ingenieurwesens stützen. Die Theorie ist ja vorhanden, ein großer Teil empirisch ermittelter Erkenntnisse auch, jetzt gilt es nur noch beides zusammen zu führen :shock:

In diesem Zusammenhang gesehen, ist es wirklich schade, dass die BVF nicht mehr existiert. Die Herren Ing. Groschupp und Kühne, würden sich über uns kaputtlachen... :shock:

Ob die Fabrik wirklich geholfen hätte, ist unwahrscheinlich. Schließlich war deren Unwille, einen neuen Vergaser für den Wartburg zu entwickeln entscheident dafür, dass AWE sich nach Budweis gewandt hat. Aber vielleicht können die da helfen, einen Sinn für Tradition hat man dort jedenfalls.
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Dienstag 22. August 2017, 16:26

Hallo an alle, da ich gerne wenn geht einen Plan B habe möchte ich neben meinen eigenen Gedanken auch was aus Serienteilen zusammenstellen, auch wenn ich noch weiß, wo ich den Luftfilter lasse. Eigentlich bin ich auf der Suche nach einem Luftfilterksaten mit den Doppelrohren am Eintritt. Kann mir jemand sagen, wie groß der Innendurchmesser am Austritt zum Schlauch ist ? Grüsse Frank

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 22. August 2017, 23:27

353 WR Monte hat geschrieben:...Kann mir jemand sagen, wie groß der Innendurchmesser am Austritt zum Schlauch ist ?

Ja, kann ich! :shock: 50 mm
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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Mittwoch 23. August 2017, 05:25

Danke Bic ! Hat jemand noch so einen kompletten Luftfiltertopf vielleicht abzugeben ?

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Mittwoch 23. August 2017, 05:28

Kann mir jemand die AWE Teilenummer für die komplette Box sagen ? Danke im Voraus !

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Re: Mein 353 WR Nachbau

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Dienstag 29. August 2017, 05:15

Hallo an euch alle, habe gestern nun 2 Stück des von mir gesuchten Luftfiltertopfes bekommen {beifall}
und weiß s {kratz} omit nun auch die Teilenummer. Grüsse aus dem Fläming !


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