Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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W311/58
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Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Samstag 15. Oktober 2016, 19:33

Gestern war schönes Wetter. Da der Wagen einige Jahre stand und sehr eingestaubt war habe ich den 311 erst mal gewaschen.
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Und weil ich auch neugierig war ob der W anspringt, hatte ich den Vergaser gereinigt. Dabei auf dieses Schwimmerventil gestoßen
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Erst mal den Vergaser nur angegossen, danach eine andere Kraftstoffquelle angezapft und festgestell das die Pumpe nicht funktioniert.
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Die Pumpe zerlegt, ein Plätchen war angeklebt. Und es jetz funktioniert es. Springt prima an mit diesen Zündspulen und Unterbrechern :smile:
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Der W qualmt ein wenig. Hat mein Nachtbar aber nicht mitbekommen sonst hätte er noch die Feuerwehr gerufen :lol:
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Ein Geräusch im Motor gefällt mir nicht. Ist ein klickern ein im Standgas. Nicht wenn der Motor ausgemacht wird, dann ist alles ruhig
Morgen werde ich nach DD fahren, nicht mit dem 311, und sehen ob ich ein paar Teile dafür bekomme.
Gruß Andreas

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 16. Oktober 2016, 13:54

@ W311/58, interessant ist deine Unterbrecheranlage. Solche Kontakte mit einem kpl. Hammer aus Pertinax und so eine Grundplatte habe ich noch nie gesehen. Jetzt weiß ich auch, warum irgendwo steht "ab xxxx Umstellung von Pertinax auf Polysterol". Da hatte ich bisher immer an einen Irrtum gelaubt, denn die allgemein bekannten Pertinax-Unterbrecher (Hammer aus Blech/Pertinax) kamen definitiv später. Bei der Grundplatte kenne ich zwar die alte Ausführung mit den Kondensatoren in Schellen und der seperaten Einstellbarkeit des 1. Unterbrechers, aber da hatte die Grundplatte wenigstens ein paar Noppen und die Unterbrecherplatte Schlitze, damit man mit einer Scharubenzieherklinge die Dinger verstellen kann. Ging das schon doff, dürfte es mit Deiner Platte ein Geduldsspiel werden, die Zündung genau einzustellen. Aber bitte aufheben und Bilder ins Wiki!

Das Schwimmernadelventil mit dem groben Gewinde ist aber bei den BVF 362 eher üblich, das "Einheitsventil" mit dem feinen Gewinde kam erst spät, ich glaube ab dem BVF 362-24. Von meine vielleicht 20 St. Schwimmerghäusedeckeln haben daher max. 5 das Feingewinde.

Das "Klickern" im Leerlauf müsstest Du mal genauer beschreiben, das muss nicht zwingend vom Motor kommen. Einfach mal mit eingelegtem Gang und getretener Kupplung probieren, dann kann man schon mal das Getrieb ausschließen. Oder mach doch mal ein Filmchen. An sonst bin ich nicht der Freund davon, einen über mehrere Jahre gestandenen Motor einfach wieder so in Betrieb zu nehmen. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Besser das Teil ausbauen, demontieren auswaschen und neu geölt wieder zusammenbauen. Aber dafür ist es nun wohl zu spät.

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Mittwoch 19. Oktober 2016, 20:18

Solche Kontakte fanden schon vor dem Krieg Verwendung z.B. bei den Auto Union Zündmagneten. Bei MZ waren die auch verbaut, aber da bei den MZ RE Rennmaschinen im ZM.
Den Motor werde ich auch noch zerlegen und sicherlich neue Kolben spendieren. Die Welle wird auseinander gepreßt und dann gesichtet und vermessen. Nur nutzt es nicht es vorher zu zerlegen und reinigen wenn event. sich kleine Rostnester auf dem Hubzapfen gebildet haben. Dann ist die Welle auch nach einer Weile hin. Das Klingeln hatte mich aber vorher schon interessiert.
Gruß Andreaszu

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Mittwoch 19. Oktober 2016, 20:47

Ist es möglich, daß du 2 verschiedene Scheinwerfer drin hast? Der eine in Fahrtrichtung rechts
sieht fast aus wie ein 200er. Oder eine optische Täuschung...
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 19. Oktober 2016, 21:30

W311/58 hat geschrieben:Solche Kontakte fanden schon vor dem Krieg Verwendung ...

Sicher, nur eben für den Wartburg habe diese so noch nicht gesehen.

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Mittwoch 19. Oktober 2016, 21:41

@Thilo.K, Das ist keine Täuschung, links ist ein kleiner Scheinwerfer verbaut. Der 200er liegt schon in der Kiste. Angebaut wird dieser aber erst später, ich werde erst die Reflektoren verspiegeln lassen.
@bic, habe ich anders verstanden. Alles klar
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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon Pille » Donnerstag 20. Oktober 2016, 07:37

@bic: Schau mal in die Betriebsanleitung von 56, 57 oder 58 ( könnte auch noch in späteren drin sein....die Bilder wurden ja gerne wieder genommen, obwohl die nicht mehr aktuell sind.) rein. Dort ist ein Bild von ner Unterbrecherplatte wie sie W311/58 drin hat.

Die Unterbrecher sind extrem selten, haben aber den Nachteil das der Federdraht gern mal bricht.
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Und wenn du denkst es geht nicht mehr kommt irgendwo McGyver her!

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 20. Oktober 2016, 09:59

@ Pille, die ganz alten Betriebsanleitungen habe ich leider nicht, nur eine von 64. Hier ist dann die Unterbrecherplatte abgebildet:

Unterbrecher.JPG

Bei dieser sitzt dann aber schon der Unterbrecher für den 1.Zyl. direkt auf der Grundplatte und die Pipsel und Schlitze zum Verstellen mit dem Schraubenzieher hat sie auch schon. Die Unterbrecher selbst scheinen die Polyamid-Dinger zu sein. So eine Platte schwirrt bei mir auch noch rum und bisher dachte ich immer, diese Art wäre die ursprüngliche Ausführung gewesen. Dann also wieder etwas dazu gelernt.

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Donnerstag 20. Oktober 2016, 16:21

In der 59er Betriebsanleitung ist auch die alte Unterbrecheranlage abgebildet. Ja, die Bilder wurden auch noch später verwendet. Und das nicht nur bei Wartburg.
Wenn die Klappe zu ist sieht es ja auch keiner mehr welche Unterbrecher da ihr Werk verrichten. Ersatz von den alten Unterbrechern habe ich noch einen Satz da, oder ich baue eine neue Platte ein. Ist ja noch etwas Zeit bis dahin.
Gruß Andreas

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Samstag 22. Oktober 2016, 20:50

Das laute klickern hat mir keine Ruhe gelassen. Kumpel hatte sich mal so ein Teil gebastelt und damit habe heute einen Lauschangriff auf den Motor gestartet.
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Mit der Methode kam ein Klickern vom 3 Zylinder unterer Bereich. Woanders war nichts. Bei der Reinigung der Förderpumpe vor ein paar Tagen kam mir die Membran etwas steif vor. Gefördert hat die Pumpe, aber trotzdem heute mal die Membran gewechselt und jetzt hört sich der Motor an wie ein Wartburgmotor :smile: das klickern ist weg
Gruß Andreas

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Samstag 22. Oktober 2016, 21:13

{top}

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 22. Oktober 2016, 22:37

Auch von mir ein {top} , da muss man erst einmal drauf kommen!

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 23. Oktober 2016, 08:35

Aus dem VEB Fernmeldewerk Nordhausen :
Halber Handapparat von der " Teilnehmerendeinrichtung " ( ordinär : Telefon ) Typ VARIANT.

Knochen_DP.jpg

Auch als " Knochen " bezeichnet.
Das wichtigste Prüfgerät für den Entstörer im Aussendienst bei der " grauen POST " ...
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon henner2203 » Sonntag 23. Oktober 2016, 20:49

Oho, ein Prüfhandapparat.

Damit kann man die Zündimpulse abhören....

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 23. Oktober 2016, 20:53

das klickern ist weg

So n Klackern am 312er mit der alten Spritpumpe habe ich auch. Öhm. Danke! Dem kann ich mal nachgehen.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Dienstag 1. November 2016, 18:55

Heute habe die Vorderachsen ausgebaut. Die Lenkung geht so was von schwer, erinnerte mich an den alten S4000 zu DDR Zeiten :lol:
Eine Achse angefangen zu zerlegen und ist kein Wunder das es so schwer ging. Die Zentralschmierung wurde nicht betätigt oder hat sich im Laufe der Zeit zugesetzt. Am letzten Ende war keine Schmierung mehr, nur noch Rost :sad:
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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 1. November 2016, 19:31

Die Schwenklager mit Alubuchsen neigen eigentlich bei Mangelschmierung eher zum hoffnungslosen Ausschlagen, wobei erstaunlicher Weise nicht so sehr die Alubuchsen sondern die stählernen Laufbolzen verschleißen. Zum Festgehen neigen dann eher die alten Schwenklager mit den Pertinaxbuchsen, denn diese Buchsen quellen unter Feuchtigkeitseinfluß auf (siehe Trabi), vielleicht hast Du ja noch solche Dinger drin? Die Silentbuchsen in den Lenkerarmen haben es scheinbar aber hinter sich.

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Dienstag 1. November 2016, 20:17

Habe erst eine Seite angefangen, oben ist noch nicht zerlegt unten ist Alu verbaut. Nur ist das an der falschen Stelle fest :sad:
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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 1. November 2016, 22:10

Huch!

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon Tobias » Mittwoch 2. November 2016, 05:18

Jaaaa die Vorderachse beim 311 kann einen schön mächtig ärgern. Ich hab das leidige Thema auch gerade erst durch.

Da ich einen 59er habe, der auch noch Zentralschmierung hat könnte ich dir bestimmt mit dem ein oder anderen Teil helfen. Hab von meiner Schwenklageraktion noch ein paar Sachen übrig für die frühen Baujahre.
Was nicht passt,wird passend Poliert

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Mittwoch 2. November 2016, 20:55

Heute den Rest der einen Seite zerlegt, das sieht nicht gut aus :sad: Also ein mal das volle Programm
Das konnte auch nicht mehr schmieren, die Kanäle waren zu.
@Tobias, wenn Du die Federgabeln, Bolzen und die Buchsen dazu hast..... Wir schreiben uns.
Ist der Bolzen vom Schwenklager abgesetzt :?:
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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 2. November 2016, 23:21

W311/58 hat geschrieben:Ist der Bolzen vom Schwenklager abgesetzt :?:

Wenn Du dies meinst, dann ja:

4.jpg
3.jpg
2.jpg
1.jpg

Bei mir liesen sich die Laufbolzen eigentlich immer gut austreiben. Schwierig wird es dann eher bei der Montage der neuen Bolzen

6.jpg

denn diese sind wie die alten an der vorhandenen Bohrung für den Kerbstift neu zu verbohren

5.jpg

wobei aber vorher die Einbautiefe so des Bolzens stimmen muss:
9.jpg

damit sich nachher das Axialspiel durch Distanzscheiben einstellen lässt (gilt auch für die Federgabeln):

10.jpg

Ich habe daher den Einbau der neuen Bolzen (zur Sicherheit zusätzlich eingeklebt) und das Verbohren für den Kerbstift vom Werkzeugmacher machen lassen:

7.jpg

wobei jedoch vorher die Anlauffläche für die Buchse zu planen ist:

8.jpg


An sonst noch ein Tipp - da Du sicher auf Fettschmierung umbauen wirst, empfehle ich auf jeden Fall den Laufbolzen mit Innengewinde und die Buchsen mit dem verschraubten Deckel zu verwenden, bei der quasi nach unten offenen Variante mit der Gummikappe ist sonst ein sicheres Abschmieren unmöglich. Die Laufbolzen gibt es mittlerweile in beiden Varianten auch neu: klick!. Bei den Buchsen musst Du aber aufpassen, diese gibt es mit verschiedenen Bohrungsdurchmesser, da die Federgabeln durch Überdrehen "regeneriert" wurden. Machst Du Nägel mit Köpfen, dann lässt Du Dir Buchsen aus Lagerbronze anfertigen

11.jpg

und diese nach Einbau passend zu Deine Bolzen/Federgabeln feinstbohren/-drehen, dann hast Du bei gelegentlichen Abschmieren die nächsten 30 Jahre Ruhe.

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Donnerstag 3. November 2016, 18:07

Dann ist das die Anlauffläche und der Bolzen hat keinen Bund und geht glatt durch. Ist bei mir bei dem Rost nicht zu erkennen. Gaaaanz prima Info {top}
Ich wollte die Zentralschmierung lassen, und in 30 Jahren werde ich sicherlich nicht mehr Wartburg fahren :smile:
Wenn die Buchsen aus Rotgus angefertigt werden kann ich auch Federgabel auf der Rundschleife bearbeiten und die Buchsen dann auf Übermaß anfertigen.
Die andere Seite sieht genau so aus.
Mal sehen was ich morgen alles so in Neuruppin bekomme.
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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 3. November 2016, 20:57

W311/58 hat geschrieben:Ich wollte die Zentralschmierung lassen, und in 30 Jahren werde ich sicherlich nicht mehr Wartburg fahren :smile:

Das kläre aber vorher mit Deinem TÜVer ab, Verlustschmierung ist heute nicht mehr so gern gesehen und 30 Jahre sind schneller vorbei, als Du denkst :shock:

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Freitag 4. November 2016, 14:57

Mit unseren Dekra Prüfer sollte das wieder klappen. Er nimmt hier in der Gegend einige alte Fahrzeuge vom Motorrad bis Traktor im Jahr ab. Ich werde auch nicht mit Öl verschmierten Achsen da erscheinen. Aber Fragen im Vorfeld stellen kann ja nicht schaden.
In Neuruppin war heute nicht viel los, habe für die Achse nichts bekommen :sad:
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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Freitag 11. November 2016, 11:48

schön schön schönes Autochen und noch so gut erhalten, da könnte ich fast ein wenig neidisch werden... Schön, wenn sowas behutsam wieder zum Leben erweckt wird {beifall}
Wenn man die verdreckten Schwenklager und Antriebe erstmal auseinanderbekommen hat, sich dann die ganzen feinen Unterschiede präsentiert haben und alles wieder mit Neuteilen bestückt zusammengebaut ist, da freut man sich doch sehr... Zentralschmierung ja oder nein, richtig befüllt oder nur zum Schein angebaut... da streitet man sich ja endlos, was der richtige Weg ist heutzutage. Ich bin auch gerade dabei, die ganzen Zentralschmierteile zusammenzutragen und die Pumpe zu regenerieren. Dabei stellte sich mir die Frage, wie genau die Leitung zum Schmieren der Pedalwelle angeschlossen ist... Könnte von mal jemand ein Foto reinstellen?

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Freitag 11. November 2016, 14:47

Ich hoffe es ist einigermaßen zu sehen.
Der rechte Anschluß geht zur Pedalwelle
Bild
Geht am Rahmen lang, auch die rechte Leitung
Bild
und endet an der Stelle.
Bild
Gruß Andreas
PS. sollte eine neue Pumpe für die Zentralschmierung benötigt werden, so eine habe ich bei Sausewind gesehen.

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Sonntag 13. November 2016, 18:11

Heute wollte ich mal nachsehen ob und wieviel Kraftstoff noch im Tank ist. Habe dazu die Anzeige und gleich noch das Steigror ausgebaut. Was damals doch so für Produkte als Schwimmer Verwendung fanden :smile:
Gruß Andreas
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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 13. November 2016, 20:07

Warum hast Du denn das so alles verbogen? {kratz} Aber im Ernst, die alten Tankgeber hatten tatsächlich ein Schimmer aus Kork, aber schon etwas größer und vor allem wohlgeformter als Dein Exemplar.

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Re: Ich fange mal langsam an mit dem 311/0

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Sonntag 13. November 2016, 20:47

Das war so verbogen als ich es aus dem Tank genommen habe :smile: Der Korken sieht auch etwas "angefressen" aus, aber viel größer im Durchmesser würde er nicht mehr in den Tank passen.
Gruß Andreas


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