'54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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Cherryfields
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'54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Samstag 19. November 2016, 11:47

Hallo Kollegen,

vielleicht ist es an der Zeit, ein paar neue Bilder zu zeigen.

Zusammenfassung meiner bisherigen Aktivitäten:
  • Karosserie komplett zerlegt und gestrippt - alles, was nicht geschweißt ist, runter
  • Sitze und Türverkleidungen fertig gepolstert und bezogen
  • Motor ausgebaut und zerlegt
  • Systematisches Sammeln von Ersatzteilen

Zur Erinnerung: so habe ich ihn geholt.
Bild
Bild
Bild

Zunächst ein paar Eindrücke vom Ist-Stand (Anfang November), weitere Fotos folgen.

{aergerlich} Na hier kann ma ja echt toll sortierte Fotos einfügen... {aergerlich} Habe ich sie halt wieder gelöscht, werde die übliche Methode über abload anwenden.

Die ersten Eindrücke:
  • Karosserie mit selbst gefertigten Blechen umfangreich fachkundig von Vorbesitzer restauriert
  • Karosserie 100% rostfrei!!!
  • Interieur unbrauchbar. Handwerklich okay, aber überall Stockflecken, Modergeruch, 70er-Jahre-Style => Rückbau
  • Motor (1000 ccm) unbrauchbar, da mangels Kolbenbolzensicherung tiefe Riefen im 3. Zylinder über letztem Übermaß + sonst deutlicher Verschleiß => Austausch
  • Passung Kotflügel/Schließblech/Motorhaube/Türspalt um mehrere Zentimeter falsch + schief, vermutlich wegen selbst geschweißter Stirnwand => Vermessung und Richten
  • Selbst gebaute Knüppelschaltung mit Lenkradschaltungsgetriebe => Rückbau auf Krückstockschaltung, jedoch mit Wartburg-1000-Getriebe
  • Tank innen völlig vergammelt => Ersatz (bisher keinen F9-Heck-Tank gefunden)
  • Elektrik 12V statt 6V => Rückbau
  • Winker wurden entfernt und Löcher verschlossen => Rückbau auf Winker incl. Abschaltmöglichkeit
  • Kühlsystem Mischverbau + Kühler stark verrostet => Rückbau auf Wartburg 1000 incl. Heizung
  • Fahrwerk hängt einseitig vorn links, Ursache unklar, ggf. Blattfeder => Vermessen
  • Frontscheiben beim Ausbau geplatzt, doch Scheibenrahmen gerettet => Ersatz durch Glaser

Das ist sicher nicht alles, aber es reicht erst mal.

Bis bald
Thorsten

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Samstag 19. November 2016, 13:38

Tank hab ich!
Grüße Andreas

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Samstag 19. November 2016, 17:06

Sooo, hier nun die versprochenen Bilder (nur Karosserie) - Stand Anfang November. Inzwischen habe ich alles, was nicht angeschweißt war, von der Karosserie entfernt.

01.JPG
02.JPG
04.JPG
03.JPG
06.JPG
05.JPG
07.JPG
09.JPG
08.JPG
10.JPG
11.JPG


Die Innenausstattung folgt später.

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Samstag 19. November 2016, 17:42

Nun, eigentlich sollte die Bilderleiste so aussehen:

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Freitag 2. Dezember 2016, 21:08

mimi311 hat geschrieben:Tank hab ich!


Super, sehr gutes Exemplar - vielen Dank! Baue ich ein, muß aber vorher noch ein paar Arbeiten erledigen...

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 3. Dezember 2016, 07:24

F 9 mit " Brezelscheiben " ...

Und :

Die Winker lassen sich zur Blinkanlage parallel betreiben.
Diese werden mit einem Schalter seperat beim Richtungsblinken zugeschalten.
Beim Warnblinken sind sie ohne Funktion.
Am Dienstag ( 06.12.216 ) baue ich das in einen F 9 ein.
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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Samstag 3. Dezember 2016, 13:22

WABUFAN hat geschrieben:Am Dienstag ( 06.12.216 ) baue ich das in einen F 9 ein.


Dann laß mal davon hören. Gibt es Bilder von dem Auto?

Ich habe inzwischen den Schaltplan Version 11 fertig :idea: Und zwar, weil ich den Winker so anschließen möchte, daß er oben bleibt und dabei blinkt und außerdem ausgeschaltet werden kann, z. B. auf der Autobahn oder beim Warnblinken. Der Schaltplan war im Prinzip schon fertig (Version 8 ), aber dann habe ich mich entschlossen, die vorhandene Anhängerkupplung wieder anzubauen, auch wenn ich niemals einen 6V-Anhänger ziehen werde.

Eine solche Schaltung mit allem Drum und Dran gibt es sogar zu kaufen: http://www.kabel-schmidt.de, aber ich wollte sie nun einmal "analog" selbst bauen.

Viele Grüße
Thorsten

... der gerade gleichzeitig aus zwei Motoren einen macht und ein Schaltgestänge entwickelt hat, das das Wartburg-Getriebe mit dem Krückstock kombiniert.

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Warnblinkschaltung für originalen Winkerschalter, mit Anhänger

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Samstag 3. Dezember 2016, 17:40

Hier der Schaltbplan, abgeleitet aus einem Originalschaltplan (vermutlich Trabant).

Warnblinkschaltung11.jpg

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 4. Dezember 2016, 12:25

@ Cherryfields, Du willst den Zweikreisblinkschalter durch vier (!) Relais ersetzen um das Ganze über einen Winkerschalter schalten zu können, ist das nicht ein bisschen zu aufwändig?
Die Winkerschalter gab es (und gibt es noch) ebenfalls als Zweikreisschalter. Ich würde so einen verwenden und über den einen Kreis die Blinkleuchten und über den anderen Kreis die Winker schalten, dann brauchst Du zum Abschalten der Winker auch nur einen einpolgen z.B. Zugschalter. Als Blinkgeber würde ich wegen des Hängerbetriebs ein modernes Exemplar mit z.B. bis zu 3x21W nehmen (es gibt auch lastunabhängige 6V Blinkgeber mit einer Schaltleistung bis 20A) und die Hängerblinkleuchten an den hinteren Blinkleuchten abnehmen - eine seperate Kontrolleuchte für den Hänger ist ja nicht erforderlich. Als Warnblinkschalter kämme dann einer mit eingebauten Relais zum Zuschalten des zweiten Kreises in Frage, die gibt es z.B. als Zugschalter mit Warnleuchte im Kopf z.B. von Hella. So lässt sich dieser besser in das Armaturenbrett integrieren, als die DDR-Drucktastenschalter. Insgesamt dürfte das die Schaltung wesentlich vereinfachen.

PS. Vergiß bitte nicht, dass Du die Winker auch umbauen musst, wenn diese "blinken" sollen. Nach meiner Erinnerung wird bei denen der Anschluß für die Lampe nämlich nicht seperat nach außen geführt. Dafür gibt es aber einen Massekontakt zum Schalten der Kontrolleuchte im Winkerschalter.

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Sonntag 4. Dezember 2016, 19:36

bic hat geschrieben:@ Cherryfields, Du willst den Zweikreisblinkschalter durch vier (!) Relais ersetzen um das Ganze über einen Winkerschalter schalten zu können, ist das nicht ein bisschen zu aufwändig?


Noch bin ich ja nicht fertig :idea: . Ein lastunabhängiges Relais habe ich schon in Betracht gezogen. Moderne Relais sind dummerweise fast lautlos, das stört mich schon bei meinen anderen Oldies. Nun, ich könnte ein Dummy-Relais für's Geräusch einbauen...

Klar, der Aufwand, den ich für einen Hänger betrieben habe, den ich nicht besitzen werde, ist ziemlich groß. Daher bin ich auch nicht zufrieden damit und werde sicher eine Version 12 vom Schaltplan erstellen.

Als Warnblinkschalter kämme dann einer mit eingebauten Relais zum Zuschalten des zweiten Kreises in Frage, die gibt es z.B. als Zugschalter mit Warnleuchte im Kopf z.B. von Hella.


Ich habe aus dem IFA einen Schalter, der genau dem o. g. Schaltbild entspricht, als Zugschalter mit Lampe. Man muß ja auch mal an die Kosten denken, die Hella-Teile sind wahnsinnig teuer.

PS. Vergiß bitte nicht, dass Du die Winker auch umbauen musst, wenn diese "blinken" sollen. Nach meiner Erinnerung wird bei denen der Anschluß für die Lampe nämlich nicht seperat nach außen geführt. Dafür gibt es aber einen Massekontakt zum Schalten der Kontrolleuchte im Winkerschalter.


Ich habe eine Anleitung, wie man den Umbau geschickt machen kann.

Danke für die Denkanstöße!
Thorsten

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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 5. Dezember 2016, 06:19

Hallo Torsten,

LS_Schalter_Parklicht_1.jpg

Hier der Zweikreisblinkschalter.

LS_Schalter_Parklicht_2.jpg

Bei der linke Seite ist die Kontaktfeder gebrochen.
Hier wird das Parklicht links - rechts geschalten.

HaengerBlinkRelaisAnsicht.jpg
HaengerBlinkRelaisAnsicht.jpg (25.92 KiB) 5339 mal betrachtet

Mit so einem Baustein geht es noch einfacher.

Hier die Schaltung ohne Warnblinken :

HaengerBlinkRelaisSchaltung.jpg

Nach hinten ist ein gesichertes Pluskabel ( > 1,5 mm² ) zu legen und ein Kontrollkabel ( 0,5 mm² ) an eine getrennte Hängerblinkkontrolleuchte.
Ein Extrarelais schaltet die Hängerbremsleuchten über den Plusanschluss.

Blinkgeber ist ein elektronischer Blinkgeber ohne C2 Anschluss.

Blinkschaltung wie bei TRABANT oder WARTBURG üblich.

Die Winker werden 3 - Adrig angeschalten.
Die Lampen komme parallel zu den Blinkleuchten.
Die Magnete werden über den 2. Kreis des Blinkschalter geschalten.
Vor der Mittelfeder liegt ein EIN - Schalter.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Montag 5. Dezember 2016, 22:15

Hallo René, hallo Andreas,

vielen Dank für die vielen Anregungen. Ich glaube, ich hab's jetzt.

Mit folgenden Überlegungen:
1. Ich verzichte auf die Anhängerkupplung (nicht allein wegen der Schaltung...).
2. Ich nehme den aufgefundenen Warnblinkschalter (von Hella!). Entspricht nicht dem Schaltbild.
3. Ich nehme den vorhandenen Einkreis-Winkerschalter.
4. Ich nehme den vorhandenen Zweikreis-Schalter zum Unterbrechen der Winkermagnete.
5. Ganz ohne zusätzliche Relais geht's nicht. In diesem Fall zwei Stück, sind vorhanden.

Damit ergibt sich folgende simple Schaltung:

Warnblinkschaltung12.2.jpg

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 6. Dezember 2016, 00:45

Das sieht doch schon viel besser aus, jetzt fehlt nur noch ein Zweikreiswinkerschalter und Du kannst auch noch auf die letzten beiden Relais verzichten! Wenn Du in der Bucht mal nach "Winkerschalter" oder so ähnlich suchst, findest Du z.Z. mehrere von den Dingern, sogar original Ost und in elfenbein. Mit Deiner geplanten Anschaltung für die Blinkkontrolleuchte musst Du aber mal schauen, ob das mit den jeweiligen Schaltern auch so geht. Denn nur auch für Blinker geeignete Schalter haben quasi beide Kontrolleuchtenanschlüsse nach außen geführt, die alten Schalter haben intern eine Brücke von der 15/54 auf die Lampe und die Masse kommt vom Winker zurück. Und achte bitte darauf, dass Du einen Blinkgeber verwendest, welcher ohne Änderung der Schaltfrequenz auch alle Blinkleuchten schalten kann, denn Dein Warnblinkschalter scheint ja kein eingebautes Relais zu haben.

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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 6. Dezember 2016, 07:30

Die Winker werden nach kurzer Zeit mechanisch ausfallen.

Ich denke, das die Winker dauernd erscheinen und nur die Lampen blinken sollten.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Dienstag 6. Dezember 2016, 08:05

WABUFAN hat geschrieben:Die Winker werden nach kurzer Zeit mechanisch ausfallen.


Hallo Andreas, deswegen das Umlöten der Winker und die Klimmzüge mit den Relais.

Ich denke, das die Winker dauernd erscheinen und nur die Lampen blinken sollten.


Genau das werden sie hoffentlich tun, da ich direkt Klemme 15 auf die Spulen schalte, ohne über 49a zu gehen (unterer Pfad). Beim Warnblinken werden sie gar nicht ausgeklappt, nur die Lämpchen blinken im Verborgenen. Und bei z. B. Autobahnfahrt mit viel Gegenwind und häufigen Spurwechseln :D können sie manuell abgeschaltet werden.

---

Hallo René,

Du scheinst etwas gegen Relais zu haben, dabei ist das sogar zeitgenössisch :?: Und so praktisch :!:

bic hat geschrieben:Denn nur auch für Blinker geeignete Schalter haben quasi beide Kontrolleuchtenanschlüsse nach außen geführt, die alten Schalter haben intern eine Brücke von der 15/54 auf die Lampe und die Masse kommt vom Winker zurück. Und achte bitte darauf, dass Du einen Blinkgeber verwendest, welcher ohne Änderung der Schaltfrequenz auch alle Blinkleuchten schalten kann, denn Dein Warnblinkschalter scheint ja kein eingebautes Relais zu haben.


Ich werde (anders als in der Skizze) ein lastunabhängiges Relais verwenden. Da wird keine Fehlermeldung (= hektisches Blinken) ausgegeben wegen der geringen Last. Die Kontrolleuchte hänge ich dann an 49a. Ich habe eine weitere Kontrolleuchte im Tacho integriert, so daß ich auf die im Winkerschalter nicht angewiesen bin, die allerdings einen eigenen Eingang hat ("K").

Das Ganze werde ich in absehbarer Zeit mal zusammenbauen. Derzeit bin ich aber dabei, aus zwei 1000er Motoren einen 2000er zu machen {joint} . Dazu vielleicht später ein paar Fotos.

Viele Grüße
Thorsten

P.S.: Ich freue mich, daß andere sich auch schon solche komischen Gedanken machen. Hinterher sieht man ja nichts mehr davon - zumindest wenn's funktioniert.

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 13. Dezember 2016, 19:06

Cherryfields hat geschrieben:Hallo René,

Du scheinst etwas gegen Relais zu haben, dabei ist das sogar zeitgenössisch :?: Und so praktisch :!:

Nein, ganz und gar nicht, aber ich bin dafür, elektrische Schaltungen nicht so kompliziert wie möglich, sondern so einfach wie nötig zu machen. So sinkt die Gefahr von Ausfällen, aber die Chance, noch nach Jahren nach zu vollziehen, was man mal gebaut hat, steigt.

Derzeit bin ich aber dabei, aus zwei 1000er Motoren einen 2000er zu machen {joint} . Dazu vielleicht später ein paar Fotos.

Auf den 2000er (6 Zylinder?) bin ja gespannt :shock:

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Bernd » Dienstag 13. Dezember 2016, 20:31

Hallo Thorsten,

Ich habe mir mal schon vor Jahren ein paar Gedanken wegen der Winker und Rückleuchten gemacht und bin dann auf dieses http://www.trend-cologne.de/wbb/index.html Relais gestoßen. Müsste nur mal suchen wo ich es habe, da auch ein Schaltplan und die passenden Widerstände für die Winker dabei waren, wenn du mit 12V unterwegs bist und deine Winker 6V sind.

Gruß Bernd
Der hoffentlich bald F9 Cabrio-Limousinen Fahrer

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Dienstag 13. Dezember 2016, 21:46

Hallo René und Bernd,

so einfach wie möglich - das wäre dann ja eine fertige Schaltung wie von Bernd empfohlen (vielen Dank dafür - ich habe übrigens komplett 6V) oder wie ich sie in ähnlicher Form vor längerer Zeit bei http://www.kabel-schmidt.de - Firma kann ich sehr empfehlen - gefunden habe: es gibt sie in mehreren Varianten, auch mit Anhängerblinker und Winkerabschaltung, für 6V und 12V. Dann wäre ich schon längst fertig. Schreckliche Vorstellung...

Ehrlich gesagt, finde ich meine aktuelle analoge Schaltung einfach und nachvollziehbar, da sie aus lediglich 3 robusten Schaltern und 3 Norm-Relais auf Stecksockeln besteht und der Schaltplan außerdem auf meiner Festplatte und im W311-Forum jederzeit einsehbar ist. Falls jemals ein Defekt auftritt, tausche ich ein Relais aus - fertig.

Wie alles bei diesem Hobby ist das natürlich Geschmackssache - jeder so, wie er mag. Ich werde die Schaltung jetzt jedenfalls bis zur Anfertigung des Kabelbaums ruhen lassen.

In diesem Sinne [Bier]
Thorsten

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Vergaser BVF H362-20

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Sonntag 18. Dezember 2016, 14:15

Hello again...

das Motorgehäuse ist beim Bohren - da kann man mal den Vergaser anschauen. Nachdem ich den komplexesten Vergaser in meinem Fuhrpark (abgasgeregelter Solex 30 PICT-3 vom Käfer!) inzwischen mit verbundenen Augen zerlegen und zusammensetzen kann, scheint der BVF H362-?? ein eher einfacher Geselle - was beileibe kein Nachteil sein muß.

Mit Interesse habe ich den Reparaturbericht im Wiki gelesen. Das ausgenudelte Gewinde am Schwimmergehäuse-Flansch und das zerquetschte Spritzrohr konnte ich wiederfinden. 0,2 mm Spiel an der Drosselklappenwelle werde ich erst einmal hinnehmen - zumindest war das Maß bei den anderen beiden mir vorliegenden Exemplaren mit Droselklappe ähnlich.

Lt. Betriebsanleitung Wartburg 1000 von 1964 sollte ich einen BVF H362-20 haben. Über die Unterschiede zwischen den einzelnen Variationen ist im Forum schon viel gerätselt worden. Ich habe darauf geachtet, alle in der Anleitung aufgeführten Düsengrößen einzusetzen. 2 Dichtungen habe ich selbst nachgefertigt. Das wird wohl so passen.

Bis demnächst
Thorsten

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'54er F9 - Aus zwei mach eins

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Mittwoch 8. Februar 2017, 21:24

Der im F9 vorgefundene 1000er Motor Nr. 1 hatte leider eine vom Kolbenbolzen zerstörte Zylinderlaufbahn >76 mm und ließ sich nicht mehr retten. Also kaufte ich einen zweiten gebrauchten Motor. Der wiederum wies an einem Pleuelauge starke Pittingbildung auf (dem mittleren Kolben fehlte deshalb eine Ecke) und hatte einen ausgenudelten Zahnkranz.

Also nahm ich von Nr. 1 die Kurbelwelle samt Schwungscheibe, den Abgaskrümmer und die Benzinpumpe. Nr. 2 spendete den Block, den Zylinderkopf, den Vergaser und die Wasserpumpe.

Im einzelnen habe ich folgendes gemacht:

  • Motor zerlegt
  • Alle Teile gereinigt, Aluminiumteile gebürstet, Krümmer gestrahlt
  • Vergaser zerlegt und gereinigt
  • Lüfterwelle demontiert und geprüft
  • Kurbelwellenlager gereinigt und geölt
  • Satz neue Kolben mit Kolbenringen und Bolzen (74,45 mm) montiert
  • Motorblock gebohrt und gehont (74,50 mm)
  • Satz neue Kurbelwellendichtringe
  • Motordichtsatz neu + Flüssigdichtung für Gehäuse
  • Motor zusammengebaut
  • Kupplungsscheibe und Automat ersetzt
  • Vierflügel-Lüfter durch Sechsflügel-Aluminiumlüfter ersetzt
  • Neue Zündkerzen, neuer Keilriemen
  • Elektronische kontaktlose Zündung in Zündgehäuse eingesetzt

Ich habe bewußt darauf verzichtet, den Motor wie neu aussehen zu lassen. Hier wird seit 60 Jahren gearbeitet, da darf ein wenig Patina erlaubt sein. Keine neuen Schrauben, die waren alle noch gut. Teile nur gereinigt, nicht lackiert.

DSC07717.JPG
DSC07727.JPG
DSC07721.JPG
DSC07732.JPG
DSC07921.JPG
DSC07914.JPG
DSC07920.JPG

Als nächstes ist das Getriebe dran.

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 8. Februar 2017, 23:27

Hallo Thorsten, saubere Arbeit, schöner Motor {top} Aaaaaaaber --> 5/100 Laufspiel sind leider zu wenig! Ich gehe mal davon aus, dass Du Si20 Kolben eingebaut hast, die brauchen 6/100 Spiel, dies steht sogar auf dem Kolbenboden. Das fehlende Hunderstel erhöht die Klemmgefahr erheblich, dies vor allem beim Kaltlauf. Außerdem wird sich die Einfahrzeit um ein paar tausend Kilometer verlängern, bis der Motor endlich in allen Betriebssituationen voll belastbar ist - das zusätzliche Hunderstel will ja erst einmal weggelaufen sein. Ich würde zumindest mit dem Wackelmax einmal die Buchsen messen um den tatsächlichen Zustand zu erfahren und dann entscheiden, manchmal geben die Instandsetzer 1/100 zu, ohne etwas zu sagen. Mit 5/100 Laufspiel würde ich mich jedenfalls nicht ruhigen Gewissens auf die Piste trauen.

PS. vor ein paar Tage habe ich NOS-Formschläuche bei irgendeinen Anbieter gesehen, weiß aber leider nicht mehr bei wem. Wenn Du suchst, findest Du sie aber, an sonst gibt es vom DKW hübschere Ausführungen als das komische Skodateil :shock: Die DKW-Teile sind übrigens Reduzierbögen, so wie diese Anfangs auch bei den 1000er-Wasserpumpenmotor Verwendung fanden:

s3.jpg

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Re: '54er F9 - Skoda...

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Donnerstag 9. Februar 2017, 14:58

Danke, danke. - Einer der Kolben hat sogar 74,44 mm... Ich probiere das einfach aus, das Spiel wird von selbst größer. Auf den Kolben war nichts Lesbares zu finden. Aber mein Motorenbauer hat immerhin gefragt, woher ich die habe, wegen der guten Qualität.

Das "komische Skoda-Teil" für 10€ ist doch wohl deutlich hübscher als die bei 99% der Wagen verbauten fetten 90°-Bögen mit genauso fetten Gummi-Reduzierringen drin, die immer wie eine Bastellösung aussehen. {Du Du} Sobald ich aber das abgebildete Originalteil finde (angemessen eingepreist), nehme ich das sofort. Sobald Du Dich wieder an die Fundstelle erinnerst - gerne PN!

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Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Donnerstag 9. Februar 2017, 20:06

Da fällt mir noch etwas ein: Die Kolben sind obenherum bis zum ersten Ring ca. 1/10 kleiner, weil es dort am heißesten und die Ausdehnung demzufolge am größten ist.

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W311/58
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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Donnerstag 9. Februar 2017, 20:45

Wäre das so ein Formschlauch?
http://www.oldtimer-ersatzteile-hermel. ... f9&page=14
Gruß Andreas

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bic
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Re: '54er F9 - Skoda...

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 10. Februar 2017, 00:34

Cherryfields hat geschrieben:Ich probiere das einfach aus, das Spiel wird von selbst größer....

Klar, weil die Kolben der Reihe nach heftigst klemmen und durch die beim Festgehen entstehende abnorme Hitze in sich zusammenfallen :shock: Das ist jetzt KEIN Quatsch! Der Motor braucht das vorgeschrieben Einbauspiel, zum experimentieren eignet sich das Thema nicht. Vor allem auch schon wärend der Kaltlauf besteht bei zu kleinem Laufspiel höchste Klemmgefahr, denn dann sind die Kolben schon auf Temperatur und haben sich ausgedehnt, wärend der Block noch kalt ist und sich nicht ausgedehnt hat - was meinst Du, was dann passiert?

An sonst beträgt der Verschleißgrenze des Laufspiels bei den AWE-Motoren ca. 0,15 mm (entspr. einer Spielvergrößerung um 0,09mm) welche bei sorgfältig gebauten Motoren so zwischen 80 und 100 tsd. km erreicht wird. Danach brauchts Du nun ca. 10 tsd.km um erst einmal Dein um ein Hundertstel zu geringes Einbauspiel "weggefahren" zu haben - dies wird Dir ohne Klemmer nicht gelingen. Ich kann also nur raten, miß das Teil genau aus und lasse im Zweifel noch einmal nachhonen, gern auch auf 0,07 Spiel. Und winkle die Pleuel aus!

Da fällt mir noch etwas ein: Die Kolben sind obenherum bis zum ersten Ring ca. 1/10 kleiner, weil es dort am heißesten und die Ausdehnung demzufolge am größten ist.

Und sie sind zudem noch ballig und oval und welches Maß ein Kolben nun wo hat, hängt nicht nur davon ab, wo es am heißesten ist, sondern folgt konstruktiven Erfordernissen und berücksichtigt ebenfalls welche Masse der Kolben an welcher Stelle jeweils besitzt. Dies alles das ändert aber nichts am oben geschriebenen. Das Nennmaß der 1000er SI20 Kolben ermittelt man übrigens quer zur Kolbenbolzenrichtung ca. 2cm vom unteren Rand entfernt aus. Das hier ist .. na ... was für ein Kolben?:

52a.jpg

Die Bohrungen im Zylinderblock werden dann -zumindest bei gelaufenen Motoren- auf Höhe des oberen Umkehrpunktes der Kolbenringe gemessen, hier ist der Verschleiß am größten:

106.jpg



Das "komische Skoda-Teil" für 10€ ist doch wohl deutlich hübscher als die bei 99% der Wagen verbauten fetten 90°-Bögen mit genauso fetten Gummi-Reduzierringen drin, die immer wie eine Bastellösung aussehen. {Du Du} Sobald ich aber das abgebildete Originalteil finde (angemessen eingepreist), nehme ich das sofort. Sobald Du Dich wieder an die Fundstelle erinnerst - gerne PN!

Das abgebildete Originalteil habe ich außer auf dem Abbild noch nirgends gesehen :smile: An sonst bekommst Du die Schläuche für die "fetten Bastellösungen" z.B. bei Stamer, Ostmobile, Trebes und bestimmt auch noch wo anders. Dem abgebildete Originalteil kommen aber die für DKW vom autokulturgut Shop angebotenen Teile nahe - musst du mal schauen.

Wäre das so ein Formschlauch?
http://www.oldtimer-ersatzteile-hermel. ... f9&page=14

Das ist ein Thermostat-Nachrüst-Set für den F8, F9 und P70. Sicher geht der Schlauchbogen selbst als "fette Bastellösung", aber das Thermostat ist deutlich größer als das 311er-Ei und hat auch größere Schlauchanschlüsse - kein Wunder, soll ja auch bei Thermosyphon-kühlung funktionieren.

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Cherryfields
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Re: '54er F9 - Spiel ohne Ende

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Freitag 10. Februar 2017, 16:57

Bic, du hast wie immer recht. In meinem Wartburg 1000 Rep.handbuch, das mir seit kurzem gehört, steht ein Kolbenspiel von 0,06 mm drin. Ich werde anfangs auf jedenfall Gemisch 1:33 fahren wie im Rep.handbuch angegeben, obwohl die Nadellagermotoren lt. verschiedenen Quellen 1:50 vertragen.

Ansonsten: Die ganze Aktion habe ich nicht allein gemacht, sondern mit einem Freund, der nicht nur seit 25 Jahren Autos repariert, sondern sicher schon ein Dutzend Oldies penibel restauriert hat. Viertakter und Zweitakter. Natürlich haben wir mit dem abgebildeten Spezialmeßzeug gemessen. Und längs und quer und oben und unten. Hat nur leider nichts genützt, weil ich sowohl neue Kolben als auch neue Bohrungen gebraucht habe, die mir derselbe Motorenbauer gemacht hat, der auch schon meinen Peugeot-Zylinderkopf vor Jahren perfekt überholt hat.

Preisfrage. :idea: Das Autorenkollektiv schreibt: "Das Auswinkeln der Kolben ist eine der Hauptbedingungen für Laufruhe, Verschleißfestigkeit und Lebensdauer des Motors." Hä? Klar habe ich die Kolben ausgewinkelt. Doch durch leichtes Anstoßen der Kolben z. B. beim Einführen verändert sich diese Position wieder. Was also bringt das? Sie richten sich doch selbst in der Zylinderbohrung aus. (Die Pleuel sind übrigens weder krumm noch schief, um der Frage zuvor zu kommen.)

autokulturshop: Das ist eine gute Adresse, die ich noch nicht kannte.

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 10. Februar 2017, 19:55

... wenn sich die kolben nach bewegung wieder "entwinkeln" hast du vermutlich unpassende nadellager
für die kolbenbolzen rsp die pleuelaugen. beim einrichten der winkligkeit soll diese auch nach mehrmaliger bewegung
vorhanden sein.
läuft der kolben zu lose mit den nadellagern und somit ausser winkel, richtet er sich zwar, wie du schreibst, in der laufbahn vorerst gerade ein, hat aber am unteren kolbenhemd genügend platz zum kippeln. und das macht geräusch 8). erstmal.

gruß

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Samstag 11. Februar 2017, 12:50

Hallo Berlintourist, okay, ich habe die alten Nadellager genommen (Aufschrei :shock: ), die sahen gut aus und hatten kein meßbares Radialspiel, d. h. unter 0,01 mm. Ebensowenig wie die Rollenlager der Pleuel auf der Kurbelwelle. Allerdings haben Wälzlager immer Lagerluft, und Kippeln kann man mit einem hinreichend großen Hebelarm (= Kolben oder Pleuel) dann schon "ein wenig", auch beim Pleuel auf der Welle.

Zwar habe ich Maschinenbau studiert, aber das "Winkeln" und "Entwinkeln" bleibt mir ein Rätsel -nixwissen- . Es müßte ja eine plastische Verformung stattfinden, und die möchte ich lieber nicht haben. Ich glaube, daß das so in Ordnung ist, wie es ist, da mit Ausnahme der beiden kaputten Zylinder/Kolben die alten Laufbahnen und Kolben sehr schön aussahen trotz Erreichen der Verschleißgrenze.

In jedem Fall wächst mein schlechtes Gewissen täglich :?

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 11. Februar 2017, 22:32

So, so - Maschinenbau also, wie sagte meine Großmutter immer - Kind lern was Ordentliches! :shock:
Schau mal im Thread "Reparatur Wartburgmotor - dokumentiert", da ist das Auswinkeln beschrieben und gezeigt und noch so manch anderes.

Ach so, schmeiß die alten grünen Simmerringe raus, die neigen nach kurzer Zeit zum Quitschen. Bei Kleinanzeigen gibt es Adapterringe für Standardware.

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Re: '54er F9 - Sporadische Restaurations-News aus Landshut

Ungelesener Beitragvon Cherryfields » Sonntag 12. Februar 2017, 10:43

Kind lern was Ordentliches!


Shit, zu spät.

Die Pleuel auszuwinkeln, wie es in dem o. g. Thread auch erwähnt ist, halte ich natürlich für unabdingbar, gleichzeitig bei meiner ganz persönlichen Kurbelwelle für unnötig, weil eben rechtwinklig.


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