Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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michael4778de
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Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon michael4778de » Mittwoch 22. März 2017, 11:21

Hallo zusammen,

ich bin neu im Forum und hoffe hier auf nützliche Tipps.

Ich habe ein 311er Coupé ergattern können und habe eine Frage zur Restauration. Ist es ratsam das Coupé auf einen 353er Rahmen zu setzen und das Auto auf Scheibenbremse umzurüsten? Vom Sicherheitsaspekt ist dagegen sicher nichts einzuwenden, denke ich. Aber ist dieser Umbau wertsteigernd, wenn ich ihn mal verkaufen sollte? Oder muss das Auto so original wie möglich bleiben bezüglich der Wertsteigerung?

Vielen Dank für eure Meinungen.

Micha

EMST
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon EMST » Mittwoch 22. März 2017, 11:25

Ich dachte immer 311 und 312 haben verschiedene Aufsetzpunkte der Karosse. Ein Umbau ist sicher Ratsam - bendeke aber es gilt die EZ des Rahmes als Zulassungsdatum - dem TüV und auch allen andern ist der Aufbau egal. Die Scheibenbremse gab es auch erst ab BJ 75 - d.h. auch das du nicht mit den 311er 15" Felgen rumfahren darfst sondern nur mit den kleinen 13"

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 22. März 2017, 12:39

Ich kann von so einem Umbau aus Sicht der Wertsteigerung und der Historie nur abraten. Ein originales Auto ist über sowas grundsätzlich erhaben.

Gerade ein Coupe ist ja nun doch deutlich im oberen drittel…viertel der Wartburgs, was den Preis angeht. Ein solcher Umbau wirkt sich definitiv nachteilig aus.
Die Aufnahmepunkte von 311 und 312 sind weitgehend identisch. Lediglich die hintersten Aufnahmen (unter der Rücksitzbank) sind beim 311 woanders, 311-Karosserien vor/bis Mitte 64 haben noch den schmalen Federtunnel, der ohne weiteres nicht auf den Rahmen 312/353(W) passt.

Jede 312-Karosse passt mit entsprechendem Adapter auf den Rahmen eines 311, aber umgedreht gilt das erst ab Baujahr 1964.

Das 311er-Fahrwerk ist längst nicht so rückständig, wie es oft behauptet wird. Wenn es im guten Zustand ist, fährt es nicht großartig schlechter als das Schraubenfederfahrwerk (aber deutlich besser als fast alle anderen Autos aus den 50ern und frühen 60ern!). Auch die Trommelbremse ist für normale Nutzung beim Wartburg vollkommen ausreichend dimensioniert und bringt das Auto sicher zum Stehen. Sie muss nur richtig in Ordnung sein.
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon EMST » Mittwoch 22. März 2017, 13:14

So wie das für mich klingt hast du da bisher keinen Rahmen drunter, sondern nur die Coupé Karosse oder?

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon michael4778de » Mittwoch 22. März 2017, 20:51

Nein, ich habe das ganzes Auto. Nur, das muss restauriert werden. Daher die Frage, ob ich es dann gleich umbauen soll oder es Original lassen soll. Es geht mir hierbei NUR um die Frage der Wertsteigerung.

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Mittwoch 22. März 2017, 21:03

Umbau ist Blödsinn!
Grüße Andreas

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon EMST » Mittwoch 22. März 2017, 21:42

nur um die Wertsteigerung? man man... {Du Du} Ich bedenke noch immer den Punkt der Verkehrssicherheit Trommeln neigen bei hoher /dauerhafter belastung bspw. Bergfahrten zum Totalausfall, ein Ereignis was ich niemanden an den Hals wünsche

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Mittwoch 22. März 2017, 21:49

Geht die Bremsendiskussion wieder los?

Ich würde nicht von Wertsteigerung sprechen, sondern eher von Werterhaltung.
Liegt ein originaler Zustand vor, sollte man tunlichst versuchen, nicht mit aller Gewalt zu modernisieren. Soviele originale gibt es davon nicht mehr... :smile:
Ein späterer Sammler wird zu schätzen wissen, wenn der Rahmen zum Baujahr passt...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon AWE-Schuhbude2 » Mittwoch 22. März 2017, 21:55

Der Umbau wäre Quatsch ein Ordentliches 311er Fahrwerk macht es genauso, und bei solchen Umbauten zählt immer das Baujahr der ältesten Baugruppe nicht einfach das Rahmenbaujahr.

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 22. März 2017, 22:35

EMST hat geschrieben:nur um die Wertsteigerung? man man... {Du Du} Ich bedenke noch immer den Punkt der Verkehrssicherheit Trommeln neigen bei hoher /dauerhafter belastung bspw. Bergfahrten zum Totalausfall, ein Ereignis was ich niemanden an den Hals wünsche


Zur Verkehrssicherheit trägt ganz wesentlich der Kraftfahrer bei. Er - und nur er - ist für den Zustand und das Verhalten von seinem Fahrzeug verantwortlich.

Und nun ist es ja nicht so, dass so eine Trommelbremse, wenn sie gut gewartet ist, von "funktioniert perfekt" digital auf "Totalausfall" umschaltet. Das Heißwerden der Bremsen deutet sich durch Bremsfading an, eine ganz klare und deutliche Information vom Kraftfahrzeug an den Kraffahrer: Die Bremse kann nicht mehr, gönne ihr etwas Entspannung!

JA, der Verkehr hat zugenommen. Aber die Alpen sind die gleichen, wie vor 50 Jahren auch schon. Mit angepasster Fahrweise geht das damals wie heute.

Ich kenne von meinem Camping genau den Punkt, wo die Bremse anfängt, aufzugeben. Überrascht hat mich das nie. Es ist gut kalkulierbar und tritt bei üblichen Straßenverhältnissen nur bei sehr sportlicher Fahrweise oder immernoch betont sportlicher Fahrweise mit ungebremstem Klappfix auf. (Besonders dann, wenn man mit Klappfix jede Kurve auf der Landstraße anbremst, um ihn nach der Kurve wieder bis auf um die 100km/h zu beschleunigen, und die nächste Kurve wieder anzubremsen. Dort kommt dann irgendwann das Fading in´s Spiel und verordnet, dass auf der nächsten Strecke zwischen zwei Kurven nicht mehr beschleunigt wird.

Klar ist die Trommelbremse veraltet und - hautpsächlich bei beratungsresistentem Fahrpersonal - ein Sicherheitsrisiko. Aber was soll´s? Dafür ist es ein Oldtimer. Wenn mir Trommelbremsen zu unsicher sind, dann kann ich den Wartburg gleich stehen lassen. Was ist mit ABS? Airbag? Gurten? Kopfstützen? Zweischeibensicherheitsglasfrontscheibe? Gurtstraffer? ESP? City-Notbremse? Automatischem Notrufabsetzen? Drittes Bremslicht? Seitenblinker? Fußgängerschutz? Knautschzone? Stabile Fahrgastzelle? Gepolstertes Armaturenbrett? Sicherheitstürschlösser?
Alles abwesend. Und wir alle hier leben trotzdem noch. :smile:
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Donnerstag 23. März 2017, 06:57

EMST hat geschrieben:nur um die Wertsteigerung? man man... {Du Du} Ich bedenke noch immer den Punkt der Verkehrssicherheit Trommeln neigen bei hoher /dauerhafter belastung bspw. Bergfahrten zum Totalausfall, ein Ereignis was ich niemanden an den Hals wünsche


Eigene Erfahrungen oder nachgeplappert? Ich fahre pro Jahr fast an die 5000 km mit 311ern und das richtig (artgerecht) und habe noch nie Probleme gehabt.
Grüße Andreas

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 23. März 2017, 08:36

Für Käfer und alte Porsche gibt es da eine Lösung:

http://www.vw-kaeferclub.com/downloads/ ... remsen.pdf
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon EMST » Donnerstag 23. März 2017, 09:02

mimi311 hat geschrieben:
EMST hat geschrieben:nur um die Wertsteigerung? man man... {Du Du} Ich bedenke noch immer den Punkt der Verkehrssicherheit Trommeln neigen bei hoher /dauerhafter belastung bspw. Bergfahrten zum Totalausfall, ein Ereignis was ich niemanden an den Hals wünsche


Eigene Erfahrungen oder nachgeplappert? Ich fahre pro Jahr fast an die 5000 km mit 311ern und das richtig (artgerecht) und habe noch nie Probleme gehabt.


fast 5000km sind ja fast nix ;) sowas mach ich in einem Monat an laufleistung. Du wenn ich das schon so schreibe: "ich wünsche es niemanden an den Hals" - hat da noch irgendjemand fragen? Froh bin ich über den fakt das der Rahmen vom 353er modernisiert wurde, sicher nicht ohne Grund.

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 23. März 2017, 09:30

Hmmm...
niemals würde ich einen schönen alten Porsche oder Käfer mit einer Scheibenbremse verschandeln. Für mich ist ein altes Auto nicht nur die alte Optik, sondern vor allem die alte Technik mit all ihren Besonderheiten bei Wartung, Reparatur und auch im Fahrbetrieb. Ein Trommelbremsauto bremst sich einfach ganz anders, man muss auf die Technik eingehen während der Fahrt. Genau das macht doch den Reiz der Sache aus, oder nicht?

Das liebste Auto ist mir das, womit ein anderer Trotz übergebenem Zündschlüssel keinen Meter fahren wird, weil er schon nicht weiß, wie er die Karre zum Laufen bekommt.

Aber um mal zur Ausgangsfragestellung zurückzukommen: Wert hat ein Oldtimer in aller Regel dann, wenn er bestmöglich original ist, besonders bei eher seltenen, hochpreisigen Fahrzeugen wie einem 311 Coupe.
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 23. März 2017, 09:46

EMST hat geschrieben:
fast 5000km sind ja fast nix ;) sowas mach ich in einem Monat an laufleistung.

Fährst Du Taxi mit dem Wartburg? Dann brauchst Du ja spätestens alle 2 Jahre einen neuen!
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon EMST » Donnerstag 23. März 2017, 10:08

bic hat geschrieben:
EMST hat geschrieben:
fast 5000km sind ja fast nix ;) sowas mach ich in einem Monat an laufleistung.

Fährst Du Taxi mit dem Wartburg? Dann brauchst Du ja spätestens alle 2 Jahre einen neuen!


OT:
Dafür reicht meist eine gute Wartung/Pflege - wer mein Auto kennt vermutet das nämlich auch nicht das es so ist. Eine Jahreslaufleistung von 15.000 bis 20000 KM stellt jetzt für einen Wartburg kein Problem dar, die Autos wurden zum fahren gebaut. Ich verstehe auch nicht wieso man nur einen Schönwetter Modus fahren sollte, ist eben alles eine Frage von Aufwand und Liebe zum Detail. Wieso braucht man bitte nach 40000 KM ein neues Auto? Halten die neuen nur noch solange? {Ärgern}

Innerhalb von einer Sommerzulassung 4 bis 10 sind 5000km nun echt nicht viel. Da steht sich das Auto ja mehr kaputt, was hab ich jetzt wieder sachen lesen müssen: Ja nach dem Winter muss ich erstmal wieder an die Bremse usw.

Bestes Beispiel Ausfahrt Plauen letztes Jahr (ihr habt euch in Eisenach getroffen)...mal eben 780KM - ich sehe da garkein Problem

Aber das Thema artet aus.

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 23. März 2017, 10:21

EMST hat geschrieben:... Wieso braucht man bitte nach 40000 KM ein neues Auto?

Bei mir machen 12 x 5000 km 60.000 km, nach zwei Jahren, ergo 120.000km ist ein Wartburg allemal hinne, bzw. muss dieser zur GU.
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon EMST » Donnerstag 23. März 2017, 10:40

bic hat geschrieben:
EMST hat geschrieben:... Wieso braucht man bitte nach 40000 KM ein neues Auto?

Bei mir machen 12 x 5000 km 60.000 km, nach zwei Jahren, ergo 120.000km ist ein Wartburg allemal hinne, bzw. muss dieser zur GU.

Den ganzen Text nicht gelesen oder? Da steht was von 15.000 bis 20.000 KM Jahreslaufleistung ;) und ja dann schickt man so ein Auto zur GR - war früher nicht anders. Übrigens liegt die geplante Grenznutzdauer bei einem Wartburg bei ca 120.000 KM (2-Takt)sowie bei ca. 150.000KM (4-Takt) d.h. danach ist eh eine GR fällig unabhänig vom Alter. Eine GR kann man wie ihr wisst mindestens 3 mal machen. wir reden also von (3+n)*Grenznutzdauer.
Wir reden also von Kilometerständen von 360.000 beim 2-Takter und 450.000 beim 4-Takter.

Zudem würde ich mal wissen wer von euch hat einen Wartburg im Erstbesitz und kann sich für jeden KM verbürgen?!

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Donnerstag 23. März 2017, 12:02

Naja, eigentlich hast du ja Recht. Man kann meine bescheidenen Fahrleistungen nicht mit deiner Kilometerschroterei bei Wind und Wetter vergleichen. Du nutzt sicherlich mehr die Autobahn und ich mehr die wenig befahrenen Nebenstraßen. Nachteil: Mit tut immer so der Arm vom vielen Winken weh!
Grüße Andreas

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon EMST » Donnerstag 23. März 2017, 12:39

das mit dem Winken hast du auch bei der Autobahn - noch irrer: die Leute machen Fotos von dir und damit meine ich nicht diese hübschen mobilen und immobilen Fotoanlagen. Lösung für das Winkproblem hab ich gefunden: ein kleiner roter hochgereckter Daumen in der Heckscheibe.

Zurück zum ThemenStarter:

Du siehst also 2 Lager hier. Einmal die welche alles am besten original haben wollen - du kannst aber nicht unbedingt mit der Rücksicht der andern Verkehrsteilnehmer rechnen - die ziehen dann gern 4 meter vor dir rein nur um den Anker zu werfen.

Und die welche dir sagen so ein Umbau ist verkehrstechnisch sicher ein Gewinn. Zudem hast du dann etwas relativ modernes. Ja ok 311er Coupe mit 3Zyl 4 Takter wäre besser ;) aber besser so als nichts.

Eine überdemensionierte Bremse ist sicher nicht nachteilig - die Scheibenbremse beim Wartburg bremst ca. 2.2 bis 2.5 Tonnen (Tourist maximal 1.5t + ungebremster Hänger 500KG + Sicherheitszuschlag (Berg und so) und ja die Autos wurden auch früher mal gern überladen...und die Anhänger auch

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 23. März 2017, 13:30

Wenn Du die Bremse zuvor noch nicht zu sehr gestritzt hast, ist der Bremsweggewinn mit einer Scheibenbremse gleich Null. Die Trommelbremse bremst nicht schlechter, nur nicht so oft hintereinander.
Ausnahme: Geschwindigkeiten über 100 bei DDR-Bremsbelägen oder Ungarnschrott.
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon EMST » Donnerstag 23. März 2017, 13:44

Bremsenthema - super ;)

also die neu Aufgelegten Beläge der Trommel neigen zum faden - es gibt wohl auch anders aufgebrachte aber die kosten definitiv ihr geld und sind nur als einzel produnktion/Sammelbestellung erhältlich. War hier glaube ich definitiv ein Thema die neu in der Schweiz zu bestellen.

Die Bremsbeläge der Scheibe steckste halt einfach nur rein - da gibts kein ablösen der Beläge - ausdrehen der Trommel kannst du dir auch schenken. Die Bremsverteilung ist dir ja klar 60/40 sprich die Hauptbremsleistung geht über deine beiden vordern Trommeln / Scheiben ab. Zudem eine Trommelbremsanlage muss recht fein abgestimmt sein - das mag zum Tüv alles super hinhauen und 2 meter hinter dem Hoftor ist das Bremsen ganz anders. Für mich bleibt die Trommel so immer unberechenbar an der gelenkten Achse

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Donnerstag 23. März 2017, 13:52

Wenn ich TÜV-Prüfer wäre würde ich alle Umbauten in Richtung Neuzeit abtreten lassen. Aber wie so oft im Leben: In der Schule nicht aufgepaßt und kein Prüfer geworden.
Grüße Andreas

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 23. März 2017, 17:47

EMST hat geschrieben:Den ganzen Text nicht gelesen oder?

Nun aber mal langsam mit den jungen Pferden! Denn Du hast augenscheinlich vergessen, was Du Du geschrieben hast:" 5000km sind ja fast nix ;) sowas mach ich in einem Monat an laufleistung." Und 5 tsd. km im Monat mal 12 Monate machen nach Adam Riese nun einmal 60.000 km im Jahr. Von einer Einschränkung der Jahresfahrleistung steht in Deinem Beitrag nichts, das kam erst hernach von Dir. Und bei 60 tsd. km per anno hat es so ein armer Wartburg nach ca. 2 Jahren (ergo 120 tsd. km) hinter sich, so wie Du ja selbst schreibst. Also überlegt Dir erst einmal, warum und worüber Du Dich überhaupt aufplusterst! Davon mal völlig unbenommen bleibt es dennoch dabei, wie fährst Du eigentlich die 5 tsd. km im Monat zusammen? Darauf hast Du noch nicht geantwortet!

EMST hat geschrieben:Zudem würde ich mal wissen wer von euch hat einen Wartburg im Erstbesitz und kann sich für jeden KM verbürgen?!

Wabufan - und ich selbst kann mich zumindest für 35 Jahre mit 311er-Fahrwerk verbürgen. Bremsbeläge von den Backen gefallen sind mir in der Zeit nie, Fading-Probleme kann ich zumindest im Solobetrieb nicht bestätigen und die Notwendigkeit zum Ausdrehen der Bremstrommeln tritt weniger häufig auf, als die der Auswechslung von Bremsscheiben. Wieso übrigens Trommeln an der gelenkten Achse unberechenbar sein sollten, erschließt sich mir nicht so ganz. Ungleichmäßigkeiten der Bremsen an der VA interessieren das Auto überhaupt nicht, schließlich wird dieses von der HA in der Spur gehalten - Ungleichmäßigkeiten hier sind tatsächlich zumindest unangenehm, aber an dieser Tatsache ändert auch die Umstellung auf ein 353er-Fahrwerk nichts, die Trommeln hinten bleiben.

@ michael4778de , an sonst trete ich voll in die Fußstapfen von Wartburgbauer, Tomtom, mimi311 (bei letzteren mit Schmerzen und in der Hoffnung, dass zumindest ich für meine "Umbauten in Richtung Neuzeit" eine Sondergenehmigung bekäme :shock: ) und den anderen, weder die Bremsen (50mm!!) noch das Fahrwerk vom 311er sind per se wesentlich schlechter als die/das vom 353er. Ich selbst halte sogar die Fahreigenschaften eines einwandfrei in Schuß gehaltenen 311er Fahrwerks bei den heutigen, bügelbrettglatten Straßen für günstiger, denn dieses ist straffer, als das sich im Winde wiegende vom 353er - nicht umsonst hat auch die Autounion sehr lange an diesem Konzept festgehalten. Selbstverständlich kann eine Scheibenbremse an der VA wirksamer als ein Trommelbremse sein, aber wie Wartburgbauer schon schrieb, ist hier ob der schieren Größe der Wartburgbremse im normalen Betrieb kein Unterschied festzustellen - dies wird vielleicht auch darin bestätigt ist, dass die zulässigen Anhängelasten für den 353 sich nicht von denen des 311 unterscheiden. Einen halbwegs nachvollziehbaren technischen Grund für eine Wechsel von 311er auf 353er Rahmen/Fahrwerk kann ich so eigentlich nicht erkennen, dies schon überhaupt nicht, wenn das Auto später lediglich im Oldtimerbetrieb laufen soll. Und wie schon Tomtom schrieb, einen Gefallen ob eines eventuellem Wertzuwachs tust Du Dir damit auch nicht.
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon Krümel » Donnerstag 23. März 2017, 19:04

Ich behaupte, daß später fast jeder einen Umbau abweichend vom originalen Zustand,bereut.

So original wie möglich wäre mein Rat !

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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Donnerstag 23. März 2017, 20:03

ich mag die scheibenbremse nicht...zu anfällig beim wartburg....und ich bin auch Vielfahrer.....mein neuer 353 bekommt trommelbremmse.....das bremst sich in meinen augen einfach viel besser

ich denke auch das der themaersteller auch nur wissen möchte wie er sich am schluß verkauft
wenn ich ein auto baue dann mache ich das so wie ich es möchte....und mache mir dabei keine gedanken was der wagen mal wert sein wird beim verkauf
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon 311CoupeKWD » Donnerstag 23. März 2017, 20:36

Guten Tag Micha,

bleib so nah wie möglich am Original. Meine Vorredner haben zu Deinen weiteren Fragen alles Wesentliche gesagt.
Du wirst mit dem originalen, zeitgenössischem Zustand, sofern technisch alles gut gewartet ist und in einem sinnhaften, wertschätzenden Fahrbetrieb, auch im heutigen Alltagsverkehr, keine Probleme haben.
Nicht das Erzählte reicht. Das Erreichte zählt.

Dreizylinderzweitaktgrüße
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon AWE-Schuhbude » Donnerstag 23. März 2017, 20:36

@michael4778de: Willst Du uns Deinen Neuerwerb nicht mal vorstellen, Coupé ist ja nicht gleich Coupé.....
Wichtig wären erstmal das Baujahr und der Erhaltungszustand. Ein DDR-KFZ-Brief sollte auch dabei sein....
VG

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Wartburg-37073
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Donnerstag 23. März 2017, 22:55

AWE-Schuhbude hat geschrieben:@michael4778de: Willst Du uns Deinen Neuerwerb nicht mal vorstellen, Coupé ist ja nicht gleich Coupé.....


Gute Idee. Dann weiß man wenigstens, was ist.
Ohne Fotos ist das immer so eine Sache.
.

michael4778de
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Re: Frage zur Restauration/Umbau eines 311 Coupé

Ungelesener Beitragvon michael4778de » Dienstag 11. April 2017, 16:41

Die Türen sind im Kofferraum :-)
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