Schneewittchensarg

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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camping-oli
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Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Montag 3. November 2008, 22:09

...und während meines Urlaubs hat mein Vater ihn dann einfach gekauft und bei meiner Rückkehr stand er da. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es gewagt hätte, denn dieser Anblick ruft ja nicht nur Mitleid hervor, sondern verspricht auch von Anfang an ein "rundum Sorglosfahrzeug" :D
03.10.04 links.jpg

erkennt ihr den kleinen Griff am Grill?
Als blutiger Anfänger mußte ich dann erstmal das tote Huhn aus dem Motorraum enfernen, die nassen Teppiche aus dem Bodenraum und 2 Mülltonnen voll Krempel aus dem Kofferraum nehmen (der letzte Besitzer hat übrigens die guten Karo geraucht) und das neue Projekt zum Abtrocknen in die Garage schieben. Seitdem müssen die Westautos draußen stehen... und ich begann damit, zu recherchieren, was es alles für Details und Unterschiede gab und erkannte recht bald, daß dieser Rosthaufen, den mein Vater da eingekauft hatte, was ganz besonderes sein könnte. Seither bin ich infiziert und fühle mich gut dabei, stecke passionierte Trabantfahrer an, die sich dann mit mir die Schraubernächte um die Ohren schlagen und lerne ständig weiter - auch wenn ich mich bisher mehr im Forum in den Bereichen Karosse und Fahrwerk rumtreibe - daran erkennt man, wie weit ich bin. Aber Zeit ist eben nur begrenzt da und es ist mir nicht wichtig, ihn in den nächsten drei Jahren fertig zu bekommen (schön wärs schon :smile: ) wichtig ist nur, daß man am Ball bleibt und nicht unterwegs aufgibt.
Dann wurde erstmal nackig gemacht, wobei wir mehr die Bohrmaschine und die Flex benötigten, als den Schraubenschlüsselsatz. Manchmal tats aber auch ein zartes Berühren...
K800_100_7791.JPG

... was die guten hinteren Stoßecken vom Corpus trennte. Ein Wunder, daß die seltenen Dinger nicht schon beim Transport flöten gingen. So sah es vor dem Sandstrahlen aus, danach war das Loch noch übersichtlicher :oops:
Stilecht trat er dann die Reise zum Strahler an...
K800_100_8639.JPG

um von dort leicht und beschwingt zurück zu kommen. Ein Meisterwerk der Flickschusterei!
K800_IMG_4498.JPG
K800_IMG_4599.JPG

Stück für Stück bekommt er nun neue Bleche und gewinnt auch wieder an Gewicht. Mit Zinn wurde einst ja auch nicht gespart - ich habe erfahren, daß z.B. ein neuer 313 beim Stapellauf bis zu 13 kg !!!! Zinn mit sich trug.
K800_IMG_5775.JPG
K800_IMG_6479.JPG

Kleines Bilderrätsel: oben BJ 57 unten BJ 59.

Auf Umwegen gelangte ich dann noch an den originalen Fahrzeugrief, in dem noch alle Vorbesitzer eingetragen waren. Weit war er nicht rumgekommen, fast alles spielte sich im Süden von Berlin ab - er bleibt bei mir sozusagen in seiner Heimat. Im vergangenen Winter hatten wir dann Kontakt zu den Vorbesitzern, einige waren sehr, sehr skeptisch am Telefon, was dann schnell in Freude darüber umschlug, daß es das Fahrzeug noch gibt. Die größte Freude machten wir dem Zweitbesitzer, dem Sohn des leider schon verstorbenen Erstbesitzers und seiner Mutter! Beim Kaffeklatsch wurden alte Geschichten hervorgekramt, die Schuhkartons gaben Fotos her, die ihn noch als kleinen Bengel im Camping zeigen...
K800_Scannen0009.JPG

Fotos aus besseren Zeiten, als der Lack noch glänzte und man sich im Chrom spiegeln konnte.
K800_Scannen0010.JPG

Die erste Fahrt ging damals stolz nach Hamburg zur Verwandschaft, die so einen geräumigen und hellen "Luxuskombi" nicht kannten. Später war er dann das Hochzeitsauto, das das junge Paar nach Budapest brachte. Da wurde mir bewußt, daß meine Restauration NICHT ewig dauern darf... denn es steht bald eine Goldene Hochzeit an...
Zur Zeit ist der alte Motor zum Schleifen, das Getriebe ist frisch wieder zusammengebaut und die Hinterachse wächst. Es wird also wieder rechtrum geschraubt und weniger Rost zusammengefegt.
K800_IMG_0730.JPG

Langsam lerne ich dazu, wachse in die Materie rein, muß leider mit viel, viel Aufwand zurückrüsten (aber ich denke, das ist er trotzdem wert) und werde mich wohl noch oft melden, wenn es nach der Hinterachse dann an die Eingeweide geht... Mein größtes Rückrüstproblem möchte ich dann hier auch noch loswerden, in der Hoffnung, daß das Unwahrscheinliche doch noch eintritt [Hilfe] : auch wenn ich sie im Moment noch nicht einbauen kann, mir fehlt die alte Version der kompletten Camping-Rücksitzbank. Vielleicht taucht ja doch noch über viele Ecken dieser Goldstaub auf
K800_Bild 019.JPG



Viele Grüße aus TF
oli

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 3. November 2008, 22:19

sehr,sehr schöner Bericht! Ich wünsche Dir viel Spaß und Beharrlichkeit bei Deinem Tun, damit wieder einer mehr auf die Straße kommt. Und immer schön weiter fragen!
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 3. November 2008, 22:34

Toller Bericht tolle Bilder von einem schönen Wagen bitte, bitte mehrrrrrrrrrr :shock:
Der Motorraum, die Inneneinrichtung, die Radzierringe, die Kotflügelspiegel....
dass sind Details einfach Wahnsinn.

Also tu Dir keinen Zwang an, rein damit - mein Dank ist Dir sicher :-|

Gruß Maddin

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Rolf » Montag 3. November 2008, 23:32

Detlef Grau hat geschrieben:sehr,sehr schöner Bericht!


Martin Rapp hat geschrieben:Toller Bericht tolle Bilder von einem schönen Wagen bitte, bitte mehrrrrrrrrrr :shock:


Dem kann ich mich nur anschließen! – Gerne mehr! :arrow:
Ich habe schon bei einer Camping-Restaurierung virtuell mitgefiebert... 8) :razz:

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Coupe60 » Dienstag 4. November 2008, 00:49

Hallo, sehr interessant Dein Beitrag. Der Camping wird sicher wunderschön.
War er im Orginalfarbton schwarz/weiß?
Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, der Camping wird rechtzeitig fertig.
Schöne Autos heißen …Wartburg!

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Warbi » Donnerstag 26. Februar 2009, 18:15

Hallo ! Schöner bericht, und vor allem erstaunenswert dass sie die vorbesitzere besprochen haben, und die alte fotos gefunden haben. Es ist immer schön wenn mann die geschichte seinen oldie nachvollziehen kann. Das ist bei meinen 311 nicht der fall :( Ein schöner vorteil die deutsche fahrzeugbriefe, wo alle vorbesitzer aufgelistet ist!

Hut ab für die grundliche restaurierungsarbeit ! :shock:

Hoffentlich wird das auto zum goldene hochzeit fertig

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Warbi » Donnerstag 26. Februar 2009, 18:20

Sag mal; Gibts es in Deutschland eine archiv wo mann alte fahrzeugbriefe finden kann ?
Meinen 311 ist 1991 nach Dänemark exportiert, und ich überlege gerade ob mann irgendwo in Deutschland die alte fzg. unterlagen finden kann.
Ich habe als Identifikation nur der fahrgestellnummer. Das alte DDR zulassungsnummer ist mir leider unbekannt -nixwissen-

Viele grüsse
Stefan

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Donnerstag 26. Februar 2009, 19:10

Schönr Bericht! Bei den Bildern wird mir klar, was ich für Glück mit meinem Camping hatte! :smile:

Was die "Archive" angeht, so dürfte das sehr schwierig sein, Informationen zu bekommen.
Alte DDR-Kfz-Briefe wurden in den seltensten Fällen durch die Behörden und noch viel weniger durch Flensburg aufgehoben.
Zur Einführung der neuen Dokumente in 2005 reichten die Unterlagen in Flensburg kaum 10 Jahre zurück. Und alles, was man von den zu erfahren bekommt, ist, ob das Auto keine problematische Fahrgestellnummer hat oder nicht. Jedoch keinen Auszug aus der Historie.
Mit den "neuen Papieren" im Sept. 2005 hat sich der Datenschutz noch einmal verschärft. Seit dem stehen z.B. bei Besitzerwechsel die Vorgänger nicht mehr in den Papieren (schon gar nicht die Adresse). Auskunft darüber dürfte dem "Normalbürger auch sehr erschwert sein.

Insofern, Stefan, wirst Du es leichter haben, via Ahnenforschung den Stammbaum Deiner Familie bis ins 17. Jahrhundert zu verfolgen, als den Besitzer-Stammbaum Deines Autos.
Beste Grüße
Peter

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Warbi » Donnerstag 26. Februar 2009, 19:55

Hm, schade... Aber vielen Dank für deine nette antwort Peter!

Ich gehe jetzt ahnenforschen, statt die besitzer geschichte meines 311'er nachvollziehen :)

Viele Grüsse, und allzeit "Guter Fahrt" [Rennfahrer]
Stefan

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 26. Februar 2009, 22:46

Tolle Sache, bitte mehr davon. Und weiterhin eine glückliche Hand und langen Atem bei der Fertigstellung.

Ich kann das "Gesabbere" der Kollegen verstehen, ich hätte auch gern einen :lol:

daß z.B. ein neuer 313 beim Stapellauf bis zu 13 kg !!!! Zinn mit sich trug.

So ganz pauschal darf man das nun auch nicht hinstellen.
Ich habe nachgelesen, dass alleine zur Anpassung Karosse Hardtop bis zu 4kg Zinn gemodelt wurden. Das mag auch mit der Sonderstellung in der Fertigung zusammenhängen.

Und natürlich ist Verzinnen ein moderates Mittel, um eine wunderschöne Karosse auf die Landstrasse zu bringen.

Weiter so und beste Grüsse
Tomtom
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Freitag 4. Dezember 2009, 22:13

lange schien es still zu sein um meinen camping herum... nun ist wieder winter und da kommt immer etwas bewegung rein bei mir. in der zwischenzeit hab ich nach blechunterschieden der verschiedenen baujahre gesucht, nach kleinen unterschieden an sicken und falzen und hab nach lösungen gegrübelt. meine karosse stand schön trocken und beheizt in einer karosseriewerkstatt im nachbarort und ab und zu wurde (wohl mehr vom azubi als vom meister) daran gewerkelt. leider wurde ich bei jedem besuch skeptischer, dass das, was dort gebastelt wurde, auch richtig ist und ich musste nach und nach erkennen, dass das alles nicht meinen vorstellungen entspricht... :? wie es dann so ist in kleinen orten - es musste ein weg ohne viel gezanke {streit} gefunden werden, die karosse dort wegzuholen, bevor noch mehr kaputt gemacht wird. die neuen schweller wurden dann (leider) doch noch schnell drangebraten. dann kam die karosse erstmal schnell zurück zu mir und ging bald wieder auf die reise in die neue karosseriewerkstatt meines vertrauens. der neue meister ist noch detailverliebter und perfektionistischer als ich. das beruhigt mich.

auf der neuen bühne zeigte sich dann beim vermessen, dass die schweller schief und verdreht drinsitzen, die diagonalen nicht stimmen und nicht mal der rost von der karosse entfernt wurde, bevor die neuen schweller drankamen :cry: zum glück waren die neuen a-säulen noch nicht eingesetzt. die neuwertigen mandolinen waren irgendwie eingeschweißt worden, ohne sinn für ästhetik. ein trauriger anblick, ein trauriger tag und eine ganze menge wut und unverständnis über die erste karosseriewerkstatt. ich kann es bis heute nicht verstehen. die karosserie sollte doch restauriert werden und nicht nur irgendwie repariert werden, so dass der wagen wieder rollt... hier mal ein abschreckendes beispiel:
blanke katastrophe.JPG

es war eine neuwertige mandoline, die so geschrottet wurde! es ist sicher viel mehrarbeit entstanden, aber jetzt bin ich zuversichtlich, dass die karosse doch noch ein schmuckstück wird, weil jetzt leute mit viel liebe zum detail daran weiterarbeiten.
neue spritzwandecke.JPG

es wird wieder.JPG

viele bleche werden komplett ausgetauscht werden müssen - letztendlich aber sicher weniger arbeit, als den flickenteppich auszubessern. neue c-säulen habe ich auftreiben können (danke mimi311) und auch nochmal neue mandolinen:
danke an mimi311.JPG

neue a-säulen lagen ja eh schon bereit, die schiefen schweller werden neu eingesetzt und auch die hinteren schwellerverlängerungen, von denen wir extra die alte version haben nachfertigen lassen. das war auch dringend nötig :smile: :
alte schwellerverlängerung.JPG

hier die neue, die aber leider noch schief drinsitzt und korrigiert werden muß:
neu aber noch schief drin.JPG


so mitte januar werde ich den camping erneut besuchen fahren [Sportwagen] und melde mich dann sicher mit überzeugenden fotos wieder...

steter tropfen höhlt den stein...
viele grüße und eine schöne adventszeit
oli
Zuletzt geändert von camping-oli am Samstag 1. Mai 2010, 09:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 4. Dezember 2009, 23:15

Danke für die Bilder und den informativen Text. {beifall}

Ich habe heute begonnen meinen Rundheckkombi für den Tausch der A-Säulen vorzubereiten, in dem ich 4-Kantrohre eingeschweißt habe. Witzigerweise habe ich die Streben an fast der gleichen Stelle eingeschweißt. {kratz}
Viele Grüße

Carsten

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Gast » Montag 7. Dezember 2009, 13:56

Wohin gehört denn der alte Camping im Hintergrund?

Wenn der von Deinem detailverliebten Meister ist, sollte es nun klappen, oder?

VG
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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 7. Dezember 2009, 14:10

Gast hat geschrieben: detailverliebt


353er Türgriffe dran...
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: es sollte schon immer ein Camping sein...

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Montag 7. Dezember 2009, 18:10

der camping im hintergrund gehört auch zu mir, steht auf dem nachbarstellplatz, ist fahrbereit und bereitet mir bei der lange andauernden restaurierung des 59ers freude auf der landstraße [Lenker] und gibt nach jeder fahrt wieder nen neuen motivationsschub

die griffe - richtig erkannt - sind umgerüstet vom 353. das fahrzeug wurde einst kurz nach der wende nach den vorlieben des vorbesitzers neu aufgebaut und es sind ganz viele sachen verbaut, die original natürlich nicht so drangehören. bei diesem fahrzeug ist mir die originaltreue im moment aber nicht so wichtig, wie bei dem alten 59er, so dass ich daran vorerst nichts ändere. ich kümmere mich um die groben blessuren, die er hat, so dass ein fahrzeug fahrbereit bleibt und ich nicht nur freude am schrauben sondern auch am wartburg fahren haben kann...

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Samstag 1. Mai 2010, 00:33

ups, wo sind denn die bilder vom 4. dezember hin...
nun, ich hab jetzt ein paar aktuelle bilder. ich war letzte woche die karosse besuchen und den großen schritt nach vorn begutachten. ein neues bodenblech ist drin, auch mit der für die 59er modelle typischen quersicke. die nachfertigung hat viel aufwand bereitet, ich bin aber froh, daß die mühen sich gelohnt haben. jetzt müssen noch die halter bzw. klappstützen für die rücksitzbank positioniert werden, womit ich mit dem großen problem, daß ich leider keine camping-rücksitzbank habe, mal wieder konfrontiert werde.
IMG_2944.JPG

IMG_2955.JPG

die schweller sind auch neu und jetzt gerade eingesetzt. die bogenförmigen schwellerverlängerungen (wie heißen die eigentlich richtig?) sind bei den älteren modellen etwas anders und hier bereits nachgefertigt.
IMG_2940.JPG

ohne radkasten sieht die sache recht abenteuerlich aus, aber die neue c-säule liegt ja schon daneben...
kopfschmerzen macht mir nun, daß die öffnung für die hecktür zwar für die alte verrottete hecktür ok ist, jedoch die als ersatz besorgte gut erhaltene tür und auch alle anderen bisher vermessenen deutlich breiter sind. mal seh´n, was da gezaubert wird vom meister
jedenfalls laden solche anblicke schon etwas zum einsteigen ein:
IMG_2959.JPG

und es geht ja nun wieder etwas voran :D
viele grüße
oli

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 2. Mai 2010, 17:07

RESPECT
{anbeten}
Viele Grüße

Carsten

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Häuslebau... und trotzdem gehts langsam weiter

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Dienstag 8. Februar 2011, 21:58

... und wieder war laaaange nichts zu hören von mir. Der Häuslebau nimmt einen doch mehr in Anspruch, als man am Anfang gedacht hätte. Ganz langsam gehts dennoch vorwärts mit der Karosse.

Fahrerseite.JPG
neue A-Säule und neue C-Säule, am Ende müssen die Türen passen ;o)

Radkasten hi li.JPG
nigelnagelneu der Radkasten, die Verstrebung fehlt hier noch

hinten links.JPG
links ist das "Sieb" schon ersetzt, rechts folgt


und das allerschönste :lol: die schon so lange von mir gesuchte hintere Rücksitzbank scheint in Form eines Nachbaus bald Realität zu werden. Ich hoffe, ich kann mich bald wieder mit Neuigkeiten melden.

Ach so: das andere Projekt, das mich so ein wenig aufhält, das Häuschen, hat schon Fenster, Türen und Auspuff (=Schornstein) mit Heizung aber die Elektrik fehlt auch ihm noch...

Viele Grüße
oli

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Re: Häuslebau... und trotzdem gehts langsam weiter

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 9. Februar 2011, 06:03

camping-oli hat geschrieben:... das Häuschen, hat schon Fenster, Türen und Auspuff (=Schornstein) mit Heizung aber die Elektrik fehlt auch ihm noch ... Viele Grüße
oli ...

Ich suche noch einen Urlaubsplatz mit Seidenschneider, Abisolierzange und Kabelmesser.
Wäre doch gelacht, wenn die Einspeisung 5 x 10 mm² mit 230 / 400 V und NH - Sicherungen 3 x 63 A nicht dein Haus mit Strom versorgen ...
Potenzialausgleich und Gebäudeerde gleichfalls.
Einrichtung von Zähler bis Steckdosen und Lampen.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Mittwoch 9. Februar 2011, 07:00

Ja, auch von mir freudige Mitteilung: Die Bank liegt schon reisefertig bei mir, leider war Herr S. aus S. bei N. am Wochenende nicht reisefähig, da er den Samstag lieber auf dem Klo verbrachte. Aber bei der nächsten Gelegenheit gehts los!
Grüße Andreas

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Mittwoch 9. Februar 2011, 08:48

Mensch Oli, dass wird ja. Wenn ich Deine nackte Karosserie auf den Bildern so ansehe,
dann sind die Unterschiede zwischen unseren Baujahren enorm. Vielleicht können wir hier mal eine Gegenüberstellung machen.
Bilder sollten doch auf beiden Seiten genug da sein. :-|

Gruß Maddin

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Mittwoch 9. Februar 2011, 17:53

Hallo Martin,
ja, fehlt nicht mehr viel, dann ist Dein Kotflügel auch dran...
für eine Gegenüberstellung bin ich gern zu haben - man kann ja immer nur dazulernen und am Heraussuchen von Jahrgangsunterschieden bin ich ja eh interessiert. Dann brauchen wir aber auch noch einen 312-5 als Verbündeten in der Reihe - vielleicht meinen swimmingpoolfarbenen dann später mal.

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die Sitzgelegenheit

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Freitag 29. Juli 2011, 19:41

Was für ein großer Zwischenerfolg!!! Die fehlende Rücksitzbank rückt in greifbare Nähe {beifall} {beifall} {beifall} und das nicht nur als Komplett-Replika. Ich hab einst eine alte Sitzbank aus einer Limo auftreiben können, deren Grundgestell nach einem Vergleich mit der von mimi311 bereitgestellten Bank ganz ähnlich ist. Als Grundgerüst kann man Metallrahmen und Federn und auch Teile der Lehne übernehmen denk ich:

IMG_6563.JPG

Die Sitzflächen haben das gleiche Metallgestell.

IMG_6566.JPG

...mit Echtheitszertifikat. Das muß später natürlich auch wieder dort hin...

IMG_6567.JPG

Die Lehnen unterscheiden sich vor allem an der Ausbildung der "Ohren" und

IMG_6573.JPG

der Befestigung der Lehne. Die wird nachgefertigt - gleich für alle Beteiligten :smile:

Dann gings noch mit Michael zur "Anprobe" nach Zittau [Sportwagen] . Ich wollte mimi311´s Sitzbank am liebsten gleich behalten {eyedisco} so perfekt hat sie in meine Karosse gepaßt. Nun wissen wir, dass alles paßt und auch der rechte Radkasten kann neu eingesetzt werden. Parallel wird die Bank nachgebaut. Und auch das irgendwann, irgendwie verzogene Heck kann so gerichtet werden, dass die Heckklappe paßt.

IMG_6533.JPG

Seit wievielen Jahren war hier wohl keine Sitzgelegenheit???

IMG_6484.JPG


IMG_6486.JPG

Perfekter Halt zwischen Federtunnel und vorderem Anschlag.

IMG_6491.JPG

Auch die Befestigungsstifte flutschen in die Bohrungen. Allein die Überwurfhäkchen zur Sicherung fehlen dann noch.

Vielen Dank nochmal für Eure Hilfe
Bis dann, vielleicht ganz bald in Eisenach?
Ich suche noch einen gut erhaltenen Kotflügel hinten links, kann mir jemand aushelfen?
Zuletzt geändert von camping-oli am Samstag 30. Juli 2011, 08:41, insgesamt 1-mal geändert.

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historische Fotos

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Samstag 30. Juli 2011, 07:49

Etwas ganz Besonderes ist es immer, wenn man mehr zur Vergangenheit des Autos erfährt, Vorbesitzer trifft, die dann mal in den Familienalben blättern oder in Kisten nach alten Fotos stöbern... Ich hatte hier viel Glück und möchte neben den beiden bereits reingestellten Fotos vom Camping hier noch ein paar hinzufügen, ich muß beim nächsten Besuch des Vorbesitzers nochmal rausbekommen, wo die Aufnahmen und zu welchem Anlaß gemacht wurden. Und dann gibt es auch noch Farbdias, die ich noch nicht kopiert habe. Der nächste Besuch mit Laptop und Scanner ist also fällig.

Scannen0007.JPG

Baujahr 1959. Vorgezogene Lampenringe. Schon kein Noppenträger mehr, neues Grill, Spiegel auf dem Kotflügel, Scheibenwischer parallel. Das war wohl alles original so... Erstbesitzer ganz rechts, er war Gärtner.

Scannen0006.JPG

Hupenring, Blendringe, weiße Heckscheiben und blitzende Zierleisten... Der stolze Besitzer paßt links fast nicht mehr aufs Bild.

Scannen0005.JPG

Info zu Ort und Personen folgt.

Scannen0004.JPG

Stolzes Erstbesitzer-Ehepaar, Edle Nebelscheinwerfer. Erstzulassung in Aschersleben mit KH 11-55. Dann folgten DT-32-89, dann PH 80-62.

Scannen0003.JPG

Sonne, Ladys, schöne Wagen...

hochzeit.JPG

Die Hochzeitsreise führte nach Budapest.

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Samstag 30. Juli 2011, 10:51

Mensch Oli, ganz interessante Bilder. :smile:
Wenn ich das so sehe, war bei Dir das KWD-Logo auf beiden Seiten montiert.
Der 1. Besitzer meines Camping meinte immer, es wäre nur auf der Beifahrerseite dran gewesen.

Deine Lackierung des weißen Seitenstreifens geht auch bis unter die Zierleisten an der unteren Türkante.
Das habe ich bei meiner Neulackierung verpasst...

Die Zusatzscheinwerfer sind auch echt interessant.
Jetzt wäre noch ein Bild vom Motorraum mehr als spannend. :razz:

Danke aber für diese bisherigen tollen Einblicke.

Gruß Maddin

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon rallye311 » Mittwoch 3. August 2011, 12:58

Hallo Oliver!

Super Fotos!! Wie man auf den Bildern sehen kann ist das "Übergangsgrill" montiert. Dieses Grill gab es nur am Sport und an den 59ern. Es hat in der oberen Reihe 16 Löcher (statt 14) und ist nicht durchgebohrt sondern mit zwei angelöteten Stehbolzen befestigt.
Der Schloßträger müsste auch leicht anders sein. Meine 59er Limo hat das Gleich Grill aber noch Noppen am Träger.

Grüße: rallye311

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Mittwoch 3. August 2011, 16:57

jaja, das Grill... ich hab mal eins in der Hand gehabt - nicht zu verkaufen -nixwissen-

Sollte es jemanden hier im Forum geben, der zwei 313er hat, aber 3 passende Grills und eins nicht braucht :idea: ... der kann mir ja eins abgeben :lol: :lol: :lol:

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Dienstag 9. August 2011, 00:05

na das ging ja flott:
IMG_1248.JPG

Fehlt noch ein wenig Aufarbeitung, aber immerhin: eins der seltenen 59er Grills.
Ist eben Gold wert, die Leute aus dem Forum zu kennen.
Danke.

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Zwei Schritte vor und immer mal wieder einen zurück...

Ungelesener Beitragvon camping-oli » Sonntag 29. Januar 2012, 10:11

Wir haben gestern wieder einen Ausflug in den Süden gemacht, den Kofferraum vollgestopft mit brauchbaren und weniger brauchbaren quitschenden Blechteilen. Das Heck meines Campings hat ordentliche Probleme bereitet. Leider war die alte Hecktür überhapt nicht mehr zu gebrauchen, so dass wir eine neue besorgt hatten - eine alte, gut erhaltene mit Nummernschildprägung zu finden, erschien aussichtslos. Nun ist die neue hinten eingepaßt, was viel, viel Nacharbeit und Anpassungen verlangte. Irgendwann muß er hinten rechts mal einen Unfall gehabt haben (man findet immer mal wieder Verwerfungen am alten Blech, die dafür sprechen), so dass das Heck für die neue Tür unten wieder etwas auseinandergedrückt werden mußte. Auch die Rundungen links und rechts, die später von den Stoßecken verdeckt werden, mußten neu "modeliert" werden - die Karosseriewerkstatt, die den Wagen vorher hatte, hatte hier eher ihrer Phantasie freien Lauf gelassen, so dass nun nix passen wollte. Nachdem die Tür dann erstmal überhaupt wieder in die Öffnung passte, ging es darum, die Spaltmaße hinten einzustellen. Jetzt ist ein ganz akzeptables Ergebnis erreicht, die noch verbleibenden Abweichungen müssen, wie früher schon, mit Zinn gelöst werden, die Prägung fürs Nummernschild wird auch noch angepaßt werden müssen.
IMG_2473.JPG

IMG_2474.JPG

IMG_2501.JPG


Mit der ganzen Aktion wurde dann leider auch wieder ein neues Heckbodenblech fällig. Es war ja schon bei der Vorarbeit ein neues eingesetzt worden, aber mit der Anpassung und dem notwendigen Auseinanderdrücken konnte es nun nicht mehr passen. Die alten Radkastensiebe sind nun auch auf beiden Seiten ersetzt, die hinteren Seitenbleche des Radhauses hatten ja schon beim letzten mal ihren Platz gefunden, sind aber noch nicht endgültig befestigt. Überhaupt sind zur Zeit alle Teile nur geheftet und geschraubt, da ja noch überall Anpassungen notwendig sind. Geschweißt wird erst, wenn alles sitzt und paßt.
IMG_2469.JPG

IMG_2464.JPG


Dann gab es noch ein unerwartetes Problem: die hinteren Kotflügel, die ich geliefert hatte, waren zu lang. Und das auf beiden Seiten. Obwohl ich mich bemüht hatte, Ersatzteile aus ungefähr dem gleichen Baujahr zu besorgen, waren beide zu lang. Es scheint so, als gäbe es das Problem, das man ja schon von Coupé-Türen kennt, wo nur die für die jeweilige Karosse angefertigte Tür mit entsprechend eingeschlagener Nummerierung paßt, auch an einfacheren Bauteilen wie hinteren Kotflügeln. Nun wird wohl auch hier eine individuelle Anpassung erfolgen. Die wird im vorderen Bereich des Kotflügeln passieren und macht wiedermal großen Aufwand.
IMG_2492.JPG
der ist leider ein wenig zu lang...


IMG_2491.JPG
Das ist der originale mit richtiger Länge, der hinten unten aber leider völlig unbrauchbar ist und somit ersetzt werden muß.



So langsam bewegen wir uns mit der Restauration nach vorn Richtung Vorderwagen. Gestern sind Kotflügel und Haube mit passenden breiten Haubenscharnieren geliefert worden, Innenkotflügel liegen bereit, müssen aber noch eine deutliche Substanzverbesserung erfahren, ebenso wie die lange, zum Baujahr ´59 passende Schürze und auch der Schloßträger, der sich auch wieder von den neuren Schloßträgern etwas unterscheidet und die alte, durchgängige Jalousie aufnehen wird. Am Windlauf ist bereits die für die alten Karossen charakteristische Rinne erneuert.
IMG_2489.JPG


So langsam geht´s also wieder vorwärts, womit aber auch immer wieder neue Fragen auftauchen. Kennt zum Beispiel jemand von Euch die genauen Unterschiede der Motorraumschutzbleche? Da gab es wohl verschiedene...

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Re: Schneewittchensarg

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Sonntag 29. Januar 2012, 21:32

zu den Anpassungsproblemen mit "neuen" Karrosserieteilen am 311er hab ich so meine eigene Theorie. Wo kommen denn diese Teile her? Meistens aus Werkstattauflösungen oder es hat sich jemand mal besorgt, um im Falle eines Falles auch Ersatz zu haben. Aber warum hatten die Werkstätten denn 20 Jahre nach Einstellung der Produktion noch solche Kotflügel für einen 311er, wo man sich nur noch mit 353er oder 1.3er beschäftigte? In den 80gern hat man kaum einen 311er in einer Vertragswerkstatt untergekriegt, der wurde nach Feierabend repariert.
Möglicherweise, weil sie schon damals nicht passten und man das Teil zurück ins Lager brachte, den nächsten Kotflügel nahm der passte und den anbaute. Was überblieb, waren zu kurze oder zu lange Kotflügel.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau


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