Mein Rundheck-Kombi

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Samstag 12. April 2014, 17:53

Kombi Bilder Serie 63

Mit einer provisorischen Strahlkabine mit Staubsaugerabsaugung wurde das C-Blech (klingt einfacher als seitliche Tankbegrenzung) entlackt und entrostet.

Anschließend wurde das Profil über einem Rundstab nachgebogen und abgekantet. Die oberen und unteren Enden des C-Bleches wurden erneuert.

Dann wurde das massive Reparaturblech entfernt und plötzlich war das C-Blech ganz leicht.

Das vorgeformte Reparaturblech, wurde nun abgekantet und dient als Spender für das alte original Blech. Vom alten C-Blech wurden die schadhaften Stellen enfernt und die Kontur auf das neue Blech übertragen.

Nun das neue Blech zugeschnitten und mit dem alten Blech zusammengepunktet. Alles passt. Alles ist gerade. Noch ist das Blech übermaßig, das heißt die C-Enden sind noch zu lang. Am Auto sieht das schon ganz ordentlich aus.

Die Naht muss allerdings noch durchgezogen werden, aber das wird heute nichts mehr.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 13. April 2014, 13:04

Fertiggeschweißt.

Langsam freunden sich die Flamme und ich uns an. Nach dem Zünden einmal kurz auf ein Blech gezielt und schon erkennt man, ob die Flamme heiß genug ist, oder gar zu heiß und auch sehr schön, wie die Schmelze aussieht und ob sich Schlacke bildet.

Da die Naht teilweise sehr spaltüberbrückend ist sieht sie nicht so toll aus. Aber da wo die Naht passte dafür umso besser.


Grob mit der Feile die Nähte geschlichtet sieht das schon wieder ganz gut aus.

Für die Feinarbeit dürfen dann aber wieder die lauten Elektrogeräte ran und die sind für den Sonntag leider zu laut.

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 14. April 2014, 11:20

Mal ein kleiner Zwischenstand zum Zeitaufwand bisher.

Dank der Angewohnheit immer ein Start- und ein Endfoto zu knipsen sind die Kombi-Zeiten recht gut dokumentiert.

Seit dem Oktober 2009 habe ich es 90 mal geschafft in die Garage (bzw. an den Kombi) zu kommen.

Zwischen Januar 2010 und Februar 2012 ist anscheinend nichts am Kombi passiert. Da gab es wohl andere Baustellen (z.B. Getriebe und Motor) und nicht zu vergessen, Töchterchen war noch nicht im Kindergarten.

In den 90 Tagen sind knapp 174 Stunden am Kombi dokumentiert. Dabei natürlich auch Zerlegen und Dokumentieren.

Nicht erfasst sind solche Nebenschauplätze wie Recherche, Teilesuche und -beschaffung, Material- und Werkzeugsuche/-beschaffung.

Also, auch wenn ich hin und wieder den Eindruck habe, dass ich so gut wie nie in die Garage komme, so zeigen doch die Zahlen ein anderes Bild. Trotzdem ist die Zeit in der Garage gefühlt, immer zu kurz. Gerade das schmutz- und lärmintensive Gewerke ist am frühen Abend und an Sonn- und Feiertagen einfach nicht machbar.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 15. April 2014, 11:03

Kombi Bilder Serie 64

Nun ist das C-Blech ordentlich verschliffen (geschrubbt, gefeilt und geschliffen). Die eine oder andere Stelle wurde nochmal nachgeschweißt und der kleine Falz wurde mit einer Kupferunterlage aufgeschweißt.

Der umgelegte Blechstreifen, an dem das Radhaus angepunktet wird wurde passend eingekürzt. Und auch die C-Enden sind nun etwas kürzer.

Der untere Rand des C ist schon eingekürzt, der obere noch etwas zu lang. Wie gesagt, ich kürze das lieber, wenn ich sehe wie es im eingebauten Zustand aussehen würde. Am 312er Ersatzteil-Blech sieht es schon recht gut aus.

Das Blech ist nun mit Phosphorsäre gestrichen und darf auf seinen Einsatz warten. Vorteil gegenüber dem verfügbaren Reparaturblech, die Gewindeaufnahmen und das Tankaufnahmeprofil sind noch im Urzustand. Nachteil sind aber der Zeitaufwand und der Eingriff in das Materialgefüge.

Mal schauen, wie es weitergeht. Ich schätze mal, es wird der Federtunnel, hinter dem ebenfals noch Flachstahlverbraten ist, saniert werden. Am einfachsten wäre es das 312er Ersatzteil als Spender zu nehmen, aber ich werde es wohl nur als Vorlage/Referenz missbrauchen.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 16. April 2014, 20:23

Kombi Bilder Serie 65

Und weiter geht es in Regionen, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat......

Es geht tatsächlich mit dem Federtunnel weiter....Das Stahlkonstrukt, das dort verbaut war hat es nicht gerade einfacher gemacht.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 17. April 2014, 10:54

Hier noch mal ein paar Ergänzungen zu den Bilden. Dank der Stabilbaukastenverstrebungen ist die Einbaulage des C-Bleches recht gut nachvollziehbar.

Die doch sehr üppigen Reparaturstücke wurden fast wie die Originalbleche eingesetzt. Daher war diese Reparatur auch kaum zu erkennen. Letztdendlich blieb nur die Möglichkeit eines großzügigen Schnittes. Der Rückbankhalter wurde vorher ogen getrennt und durfte am seinem Platz bleiben. Das massive Winkelblech zwischen Bodenblech und Federtunnel ist extrem formstabil und bildet in diesem Bereich in stabiles Rückrat.

An diesen Winkel ist der Federtunnel angepunktet. Bin entfernten Teil kann mal nur einen einzelnen Schweißpunkt erkennen, was mit persönlich doch arg sparsam vorkommt.

Der Vorteil der doch sehr großen Radhausöffnung ist, dass ich auch an diesen Bereich mit der Punktzange komme, so dass diese Teile wieder gepunktet werden können. Vorher muss allerdings erstmal das Blech für den Federtunnel gebaut werden. Da ich oberen die Sicken aussparen konnte wird das etwas leichter als zuvor gedacht. Trotzdem hat auch dieses Teil ein paar etwas aufändigere Stellen, so zum Beispiel das eingezogene Trapez und die Rundung der Tankeinfassung.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 17. April 2014, 21:00

Kombi Bilder Serie 66

Schnell mal ein paar Blechbiegebilder
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 18. April 2014, 17:39

Und hier noch ein paar Worte zu den letzten Bildern.

Als Werkzeuge zum Umformen kamen nur Schraubstock, Alubacken, 2 Flacheisen, Aluhammer, normaler Hammer, ein Sickenhammer und ein Rundstahl zum Einsatz. Blechstärke ist wie ursprünglich 1 mm. Das zugeschnittene Blech wurde bewusst großzügig dimensioniert.

Der Aluhammer ist wichtig, wenn das Blech nicht gestreckst, bzw. breit geklopft werden soll. Also eigentlich fast immer, wenn es um Schlichten/Einbnen des Bleches geht. Wenn das Blech gestreckt werden soll, als hier beispielsweise an den Außenkurven der Einbuchtung kommen dann die Stahlhämmer ins Spiel.

Erstaunlicherweise ist das 312er Blech doch ein Stück breiter als der 311er Tunnel. Zum Glück messe und vergleiche ich viel, so dass es noch rechtzeitig aufgefallen ist.

Die Runde Tankaufnahmesicke wird am Ende wahrscheinlich gar nicht benötigt, aber sicherheitshalber habe ich sie mal umgesetzt.

Auch wenn es auf den Bildern nicht ganz so aussieht, das Reparaturstück scheint passgenau zu sein. Am liebsten hätte ich es ja gleich eingeschweißt, aber das wird wohl noch bis nach Ostern warten müssen. -gummi-
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon wartburgius » Montag 21. April 2014, 21:06

Moin Carsten!
Schänes 3d-Puzzle zum selbabaun...
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http://www.ebay.de/itm/Wartburg-311-Kom ... 9096&rt=nc
steht gleich um die Ecke.
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 23. April 2014, 10:00

wartburgius hat geschrieben:Moin Carsten!
Schänes 3d-Puzzle zum selbabaun...
Wennde schon mal dabei bist:
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steht gleich um die Ecke.
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Eigentlich ist es ja ein 4-Puzzle, wobei die 4. Dimension definitiv die längste ist.

Ähnelt dem Paradoxon von Achilles und der Schildkröte mit mir als Achilles und dem Rost als Schildkröte {Zahnlücke} .


Der Flensburger Kombi ist wirklich beeindruckend, ebenso die Tatsache, dass es dafür Bieter gibt.

Liegt vielleicht an dem sehr seltenen Moosgrün un der beeindruckenden Patina. :shock:. Ich könnte vielleicht die Aluleisten von Tür und Kotflügel noch verwenden. Den Zustand des Holzes im Inneren kann man gut beurteilen, die hintere rechte Stoßstange, die zuvor mit fetten Schrauben durch das Holz befestigt war, ist schon heruntergefallen.

Aber schön zu sehen, was für tolle Spaltmaße der Wagen noch hat. Nur die Hecktür ist wohl auf Grund der zerfallenen Holzstruktur schief.

Statt am Kombi nun am BMW geschraubt.

viewtopic.php?f=24&t=15722&p=168817#p168817
Zuletzt geändert von carsten am Freitag 9. Mai 2014, 16:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon wartburgius » Donnerstag 24. April 2014, 10:05

Ja, Krümmerstehbolzen an Alumotoren, da kann ich auch ein Lied singen, habe dann jemand mit snap-on-Hochgeschwindigkeitswinkelbohr- und Schleifmaschine den Auftrag zum Entfernen der auch durch mehrmaliges Aufschweißen von Muttern eigeebneten "Froststopfenbolzen" gegeben, da ich den V8 im 107er nich ausbauen wollte wegen sonem Mist...
Zum Kombi in Flensburg fällt mir nur eine Hotrodrestauration ein, aber dann richtig rattig, würde Stahlprofile verschweißen als Holzgerüstersatz und die Saum-Rostzacken bis zur Gürtellinie lassen...Mit sidepipes bestimmt lustig die Kiste, tiefer müsste die Kiste dann auch bis fast auf Anschlag...
Aber es wird sich schon irgendein blauäugiger Originalitätsfreak der Sache annehmen.
Im Endeffekt zeigt es doch die gute Substanz Deines Wagens im Vergleich zu den meisten Schrottkombis...
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 30. April 2014, 21:30

Kombi Bilder Serie 67

Der Stoßdämpferträger ist nun schon seit ein paar Tagen ausgebaut. Das Tunnelblech braucht noch ein wenig Feinarbeit, aber der Auspuff und ein paar Kleinigkeiten am BMW waren auch noch zu erledigen.
Zuletzt geändert von carsten am Freitag 9. Mai 2014, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon olaf » Donnerstag 1. Mai 2014, 07:45

hallo Carsten

also wen ich mir deine Fotos so an schaue,frage ich mich

hast du überhaupt mal Freizeit. {anbeten}

Weiter so {top}

{winken}
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die Volkspolizei dein Freund und Helfer

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 6. Mai 2014, 23:53

Zuletzt geändert von carsten am Freitag 9. Mai 2014, 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon onkel_jens » Mittwoch 7. Mai 2014, 08:47

Hallo Carsten,
bis vor 3 Jahren hätte ich dir gut helfen können. War ja 9 Jahre bei BMW. Die Schelle am Getriebe ist eigentlich immer eine geschraubte und gaqmmelt gern mal weg. Viele behelfen sich dann mit schnellem Anschweißen. So unscheinbar sie ist. ist sie aber wichtig. Wenn sie nicht dran ist reißt der Krümmer mal ganz gern. Das mit dem Htzeblech/Krümmerdichtung ist auch ein bekanntes Problem. Ich weiß jetzt nicht genau, welchen Motor du drin hast(M40 oder M42), aber wenn es der M40 wäre, kann man die Dichtung vom M42 nehmen. Die ist komplett auc Metall. Falls du sonst mal Fragen hast, melde dich ruhig. Ich habe ja auch noch Kontakt zu meinen alten Kollegen.

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 7. Mai 2014, 10:15

onkel_jens hat geschrieben:Hallo Carsten,
bis vor 3 Jahren hätte ich dir gut helfen können. War ja 9 Jahre bei BMW. Die Schelle am Getriebe ist eigentlich immer eine geschraubte und gaqmmelt gern mal weg. Viele behelfen sich dann mit schnellem Anschweißen. So unscheinbar sie ist. ist sie aber wichtig. Wenn sie nicht dran ist reißt der Krümmer mal ganz gern. Das mit dem Htzeblech/Krümmerdichtung ist auch ein bekanntes Problem. Ich weiß jetzt nicht genau, welchen Motor du drin hast(M40 oder M42), aber wenn es der M40 wäre, kann man die Dichtung vom M42 nehmen. Die ist komplett auc Metall. Falls du sonst mal Fragen hast, melde dich ruhig. Ich habe ja auch noch Kontakt zu meinen alten Kollegen.


Viele Dank.

Bei mir ist noch der M40 verbaut.

Hier mal die Daten aus der BMW-Datenbank
Modellbezeichnung 318I
Ausführung Europa
Typschlüssel CA31
E-Code E36 (4)
Karosserie Limousine
Lenkung links
Türen 4
Motor M40 - 1,80l (83kW)
Antrieb Heckantrieb
Getriebe manuell
Außenfarbe Mauritiusblau Metallic (287)
Innenraum Anthrazit Stoff 4-tuerer (0465)
Produktionsdatum 29.01.1993
Werk München
Code Sonderausstattung
S242A Lenkrad Airbag
S314A Aussenspiegel / Fahrerschloss beheizt
S354A Frontscheibe grün Grünkeil
S411A Fensterheber elektrisch vorne/hinten
S428A Warndreieck und Verbandstasche
S464A Skisack
S510A Leuchtweitenregulierung
S570A Stärkere Stromversorgung
S660* BMW Bavaria Reverse RDS
L801A Länderausführung Deutschland
S829A Vorbereitung für Cabrio-Umbau
S848A Erweiterter Kabelbaum
S915A Entfall Aussenhautkonservierung

Das Radio ist mal ersetzt worden und auch die Rückbanklehne wurde getauscht,so dass der Skisack zwar vorhanden aber nicht nutzbar ist.

Eine TIS DVD (oder Werkstattbücher) wären sehr interessant. :smile:
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 13. Mai 2014, 17:45

OK, heute mal wieder was für den Kombi gemacht. Leider nur indirekt, aber für die nächsten Schritte wichtig.

Beim Punktschweißen des 2mm Bleches (als 2 x 2 mm) sind die Kupferelektroden der Punktzange abgeschmolzen. Die pfifigen Vorbesizer haben die Elektroden einfach festgelötet. Sehr haltbar, aber dem Wechsel oder Nachstellen der Elektoden nicht sehr zuträglich.

Also habe ich Rohmaterial für Punktschweißzange beschafft. Zur Sicherheit auch Rohmaterial für die Elektrodenhalter.

IMG_0533.JPG
Verlötete Elektrode


Dann Elektrode oben abgeflext und Lötstelle weggeschliffen. Mit Schraubstock und Hebel lies sich die Elektrode drehen und entfernen. Anschließend den Elektrodenhalter nachgearbeitet, bis die neue Elektode ohne Gewaltanwendung passte.

Den Keil für das Festsetzen improvisiert. Elektrodenstück ein Ackuschrauber eingespannt und drehend mit der Schleifscheibe zurechtgeschliffen.
Auf dem Bild ist gerade eine Passprobe zu sehen.

IMG_0535.JPG


Wenn man es etwas genauer haben möchte kann man mit einem Sägeblatt oder einer Feile eine Nut setzen, die die Endform markiert.
Da Kupfer recht weich ist pastt es auch so.

Der untere Elektrodenhalter machte wesenlich mehr Probleme, so dass am Ende die Elektrode ausgebohrt und herausgemeißelt werden musste.
Die Elektrode selbst ragte nicht genug in den Keilbereich. Also habe ich das Loch aufbebohrt und ein M10 Gewinde geschnitten. Die Schraube schneidet in die Elektrode und setzt diese beim Anziehen fest.

Nun sieht es so aus:

IMG_0536.JPG


Und das gepunktete Blech so:

IMG_0537.JPG


Die nächsten Punktschweißungen können also kommen. :smile:
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Samstag 17. Mai 2014, 00:24

Kombi Bilder Serie 68

Nun also endlich mal weitergemacht.

Später nicht mehr zugängliches wurde gestrahlt, gebürstet und mit schweißprimer versehen.

Die doppelten Blechreste und Schweißraupen aus dem Radhaus wurden weggeschnitten und die Radhausrundung mit dem Holztreibhammer entbeult. Die flachen Bereiche und die Trennstellen wurden mit Aluhammer und Handfaust geschlichtet.

Dann wurde das Stahllineal als Bezugspunkt für das Federtunnelende aufgelegt.

Das Reparaturblech grob vorgekürzt und dann der erste Schnitt an der Oberseite gesetzt.

Die Randbereiche der späteren Naht mit der Faserscheibe geschliffen.

Für mehr Platz habe ich nun die Hinterachse entfernt.

Dann die Oberkante angepunktet und gerichtet.

Nun den Schnitt an der Tunnelvorderseite gesetzt.

Dann das Blech leicht abgehoben von der anderen Seite den unteren Schnitt gesetzt, da dort der massive Querwinkel sitzt.

Die Unterkante des Bleches angezeichnet und passend gekürzt.

Nun die Senkrechte Naht angepunktet. Dann geschlichtet und die Naht im Bereich des L-Querträgers geschlossen.

Dann die obere Naht durchgezogen und geschlichtet. Das C-Blech sitzt noch in bisschen arg knapp, aber das wird auch noch.

Leider war die Zeit zu kurz, so dass der Abschnitt noch nicht ganz fertig gestellt werden konnte.

Abschließend spaßeshalber noch mal die angrenzenden Verstärkungen in Position gelegt, nur um mal zu sehen, wie es werden soll.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon Autolali » Samstag 17. Mai 2014, 02:12

Toller Bericht-immer wieder von Interesse
Treuer Wartburgfahrer aber Russen fahren fetzt auch

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 19. Mai 2014, 21:09

Autolali hat geschrieben:Toller Bericht-immer wieder von Interesse



Das freut mich zu hören :smile: .

Heute habe ich mich daran gemacht das Blech nun endgültig einzuschweißen.

Nun passt alles doch erstaunlich gut und der Federtunnel und die Kanten sind auch gerade.

Das C-Blech, das erst nicht richtig passen wollte sitzt nun wirlich gut. Ich denke, dass kommt dem Usprungszustand doch schon wieder recht nahe.

Nach 2 Stunden Schweißen, schlichten, biegen, klopfen, richten und dengeln bin ich wirklich ganz zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis.

Morgen noch etwas die Naht nachbearbeiten und mal schauen, wofür noch Zeit ist.
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IMG_0589.JPG
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 20. Mai 2014, 16:41

Kombi Bilder Serie 69

Obwohl eigentlich kam noch was dran ist an der linken Seite, ist die die Reparaturstelle trotzdem nicht besonders gut zugänglich.

Die Nähte wurden noch ein wenig aufgeshübscht und der zu punktzuschweißende Bereich zwischen den Blechen mit einem durchgezogenen Schleifpapier und einer Schicht Schweißprimer vorbereitet.

Da die Schweißstelle teilweise hinter dem Halter der Sitzbak ist mussen die langen Arme der Punktzange montiert werden. Und da es trotzdem nicht passt müssen auch noch die Elektroden zum Teil getauscht und ausgerichtet werden.

Von oben ist die Schweißstelle nur verkantet erreichbar, also lieber von der Seite. Die Schweißpunkte sitzen und sehen gut aus.
Der letzte Punkt, für den ich extra die Zange noch mal angesetzt habe hat in der Mitte dann prompt ein Loch gehabt.

OK, das schweiße ich schnell mit Schutzgas und wenn ich schon dabei bin mache ich auch gleich das sinnlose Loch, das nur mit einer Schraube verschlossen war damit zu.

Nach dem Planschleifen war ich mit dem Ergebnis allerdings nicht ganz zufrieden. Ganz dicht war die Stelle nicht. Also doch den Autogenbrenner angeworfen und ruck zuck waren die Schweißstellen plan und vor allem dicht.

Der Bereich neben dem Rückbankhalter der besser zugänglich ist wurde dann, nach dem Umrüsten auf die

Abschließend noch Grundierung in zwischen die Bleche laufen gelassen, damit die Stelle geschützt ist.

Nun folgte das C-Blech. Auch hier wurde es nochmal zwischen den übereinanderliegenden Blechen mit Primer versehen.

Dann die Punktzange wieder auf die kurzen Arme umgerüstet und ein paar Probepunkte gesetzt, alles sieht sehr gut aus.

Die ersten Punkte am Wagen sind auch perfekt, aber dann ist irgendetwas anders. Ein Teil der nächsten Schweißpunkte bleibt kleben, so dass kleine Löcher/Risse am Schweißpunkt entstehen. Also auch diese Stellen mit dem Autogenbrenner gerettet.

Die Schweißzange macht nun nur noch Schmelzpatzschespritzpunkte. Nur weiß ich noch nicht warum. Viel einzustellen ist da nicht. {kratz}. Am Ende habe ich dann zu einer zeitgesteuerten Einstellung gewechselt und die scheint nun ganz gut zu funktionieren.

Nun werde ich mir mal überlegen, wie und womit ich weitermache. Da ist noch ein Schweller, der seit Monaten darauf wartet...
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 20. Mai 2014, 23:41

IMG_0204[1].jpg
11.04.2014
IMG_0598[1].jpg
20.05.2014


Zwischen den beiden Bildern liegen nun ein paar Wochen Zeit und es sind einige Stunden darin versickert und nun sieht es fast genauso aus wie vorher. :idea:
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon wartburgius » Donnerstag 22. Mai 2014, 20:05

Klugsch...modus an-
Ja, ich hoffe, Du hast Elektrokupfer für deine Elektroden genommen, nicht so reines Cu wird definitiv überhitzt durch den höheren Eigenwiderstand. Vielleicht ist das das Problem?
Klugsch...modus aus-
Gruß
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 23. Mai 2014, 10:39

wartburgius hat geschrieben:Klugsch...modus an-
Ja, ich hoffe, Du hast Elektrokupfer für deine Elektroden genommen, nicht so reines Cu wird definitiv überhitzt durch den höheren Eigenwiderstand. Vielleicht ist das das Problem?
Klugsch...modus aus-
Gruß


Rechtbegmodus an-

Guter Hinweis, auf der Fährte bin ich auch gelandet. Ich habe das genommen, was ich finden konnte. Die zu kurz gedachte Überlegung, Kupfer ist Kupfer und im Falle des Punktschweißens kein Zusatzwerkstoff. Nun ist nach dem Punktschweißen die Elektrode goldfarben angelaufen. Nach einer Recherche im Netz ist sie damit nicht geeignet für das Punktschweißen.

Also doch tiefer in die Materie eingestiegen. Für die Elektroden wird beim Stahlschweißen Zirkoniumkupfer (CuCrZr) verwendet.

Rechtbegmodus aus-


Wenn dafür jemand eine Quelle kennt, ich brauche 10mm Durchmesser und max. 100cm.
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 23. Mai 2014, 12:35

Kombi Bilder Serie 70

Auch am Kombi ging es wieder etwas weiter. Der Schweller steht auf dem Programm.

Nach längerer Überlegung habe ich mich entschlossen erst einmal die Schwellerverlängerung die um den vorderen Teil des Radhauses herumführt zu entfernen. Das Bodenblech sieht ab der Bodenwanne noch ganz gut aus und soll in diesem Bereich erhalten bleiben.
Ein weiterer Vorteil bei der Vorgehensweise ist, dass die ursprüngliche Position des Schwellers so noch erhalten ist und die Stabilität über die Querstreben noch erhalten bleibt.

Vor dem ersten Schnitt werden noch ein paar Bezugspunkte vermessen. Zusätzlich wird die Position des Radhauses, bzw. der Schwellerverlängerung noch mit einer ausgeschnittenen Pappe festgehalten.

Das Radhaus ist im Bereich der der Schwellerverlängerung nicht Punktgeschweißt sind mit Autogennähten verbunden.

Nach dem Entlacken des Schwellerdeckbleches sind die Punktschweißpunkte gut erkennbar.

Faustformel für den Punktabstand ist normalerweise 10*Gesamtblechdicke.

Hier ist er jedoch deutlich größer (4-5 cm). Lediglich am Schwellerende befinden sich 2 Punkte mit 1,5 cm Abstand.

Na ja, so sind wenigstens weniger Punkte auszubohren.

Links wird das Deckblech durch Auftrennen der Autogennaht des Knotenbleches gelöst. das Knotenblech soll, soweit möglich an seiner Position bleiben. Hier sind B-Säule, Querholm (Sitzauflage) und Schweller miteinander verbunden.

Nach Entfernen des Deckbleches ist nun der Blick in den Schweller frei.

Da das Bodenblech erhalten bleiben soll scheidet ein Ausbohren der Schweißpunkte von oben (durch das Bodenblech) aus.

Überraschend einfach geht es, in dem man von oben auf den Schweißpunkt schaut und von unten mit der Schruppscheibe das Blech wegschleift. Die Qualmentwicklung zeigt, ob die Position stimmt. Spätestens wenn das untere Blech anfängt zu glühen ist das Ziel erreicht und ein flacher Meißel kann zwischen die Bleche getrieben werden.

Ein paar Schweißpunkte, die weniger gut zugänglich waren sind ausgerissen und zeigen einen doch sehr kleinen Schweißpunktkern.
Im Original dürften diese Stellen (von oben) Stoßpunkt geschweißt worden sein, da die Schweller augenscheinlich als vollständiges Bauteil (komplett mit Deckblech) eingesetzt wurden.

Der Meißel ist auch mal in das Bodenblech gegangen und zeigt dort, dass das Blech noch sehr solide ist. Beim Durchtrennen des Schwellers mit der Flex, hat diese es freundlicherweise dem Meißel gleich getan. {geschwärzt}

Nachdem die Schwellerverlängerung (mit einem Stück Schweller) nun ausgebaut ist kann man Sie auch deutlich besser betrachten, um deren Aufbau/Montage nachzuvollziehen.

Vorher wurde aber erst mal das Bodenblech mit Handfaust und Aluhammer gerichtet und dieses Teil sieht wirklich, zumindest an dieser Stelle, noch sehr gut aus.

Um die Schwellerverlängerung besser beurteilen und auch vermessen zu können bekommt sie eine Sanddusche in der improvisierten Strahlkabine.

Auf Bild 0660 kann man sehr gut erkennen, wie Schweller und Schwellerverlängerung zusammengeführt sind. Auf dem Bild sind der Schweller links und die Verlängerung rechts. Oben, bzw. im Vordergrund ist ein Fragment des Radhauses erkennbar. Ganz links ein Fragment des Deckbleches und der obere Falz des Schwellers.

Die Schwellerverlängerung wurde demnach an den Schweller angesetzt und von außen mit einer Kehlnaht verschweißt. Der Blechfalz des an der Stelle ausgeschnittenen Schwellers bleibt stehen.

Im Gegensatz zu den nachgefertigten Schwellerverlängerungen scheinen die Originalen aus einem Stück zu bestehen. Die Unterseite der Schwellerverlängerung ist zwar überschweißt worden, aber es lassen sein keine Hinweise auf eine Punktschweißung finden.

Die Schwellerverlängerung besteht aus 1,2-1,25 mm Blech. Und auch die langen Schweller bestehen aus 1,2mm Blech. Nun habe ich schon 2 Schweller seit längerem hier stehen, aber die sind aus 1 mm Blech gekantet. 20% dünner als im Original. Auch mit bloßem Auge ist der Unterschied erkennbar.

Also brauche ich nun nochmal Schweller in 1,2 mm :evil:.

Das Bodenblech hat wie erwartet 1 mm Blechstärke.

Ein Stück 1,2mm Blech habe ich noch, war zwar für die Radhäuser gedacht, aber es passt von den Abmaßen auch für die Schwellerverlängerung. Nun nehme ich mir etwas Zeit, um über die Fertigung von dem Teil nachzudenken.
Wäre die Biegung in die andere Richtung wäre es wirklich einfach, aber so ist es wirklich kniffelig.
Mein Stauchwerkzeug ist dafür deutlich zu klein, also muss der Faltenzieher ran. Für die Abgewinkelten Falze passt dann wieder mein Werkzeug, obwohl 1,2mm Blechstärke dafür auch schon grenzwertig ist.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 27. Mai 2014, 09:31

Die linke Schwellerverlängerung stand nun auf dem Programm.

Dafür musste das, für das für das rechte Radhaus vorgesehene Blech dran glauben.

Aber erstmal noch das Maßnehmen für den Zuschnitt.
Wichtigstes Maß ist der Profilquerschnitt, da dieser am Schweller anschließt und nur noch minimal korrigiert werden kann.
Es ist jetzt ein Mittelwert aus den gewonnenen Werten vom Schwellerfragment, Innendurchmesser des Altteiles + 2 * 1,2 mm und noch ein paar anderen Messpunkten.

Anschließend wurde das Blech angezeichnet/angerissen. Die Blechüberstände wurden noch sehr großzügig gehalten, da diese nach dem Kanten noch beschnitten werden können.

Das Originalblech hat in der Rundung eine nach innen zeigende senkrechte Sicke. Diese wird angezeichnet und ist der zweite maßgebliche Bezugspunkt.

Natürlich passt wieder mal kein Werkzeug in die Sicke. Die ist einfach zu klein für den Rundkopfhammer. Aber das findet sich etwas.

Der Schraubstock wird auf das Außenmaß der Sicke eingestellt. Das Blech wird nun so aufgelegt, das die Sicke mittig auf dem geöffneten Schraubstock liegt. Zur Positionierung wird ein schmales Lineal unten gegen die Schraubstockbacke gehalten und ein zweites Lineal oben auf die Sickenmitte.

Das Bleck mit 4 Schraubzwingen fixiert und los geht’s. Der Rundkopfhammer macht den Anfang, dann kommt eine große Hutmutter mit eingeschraubter Schraube die mit einem Hammer, Nähmaschinenartig die Sicke vertieft. Anschließend kommt eine kleine Hutmutter und weiter geht es.

Das Funktioniert erstaunlich gut und hinterlässt kaum Spuren auf/im Blech. Abschließend wird das Blech ausgespannt und umgedreht auf eine Planfläche gelegt. Die Ränder der Sicke werden mit dem Hammer eingeebnet. Die Sicke wird noch mal über die nun in den Schraubstock gespannte Hutmutter gelegt und mit dem Aluhammer etwas geschlichtet.

Nun kommt wieder die Kantbank zum Einsatz und im Gegensatz zu dem 2 mm Blech des BMW Batteriekastens ist das Biegen geradezu spielend leicht. Aus Platzgründen muss die Kantbank zum Schluss noch Hochkant eingespannt werden, da sonst der Schraubstock im Weg ist.

Das Ergebnis ist ein schönes stabiles Schwellerprofil mit einer Sicke. Nun muss das ganze noch gebogen werden. Je weniger Blech gebogen werden muss, umso leicht ist das ganze. Also die Blechkanten nun nochmal vermessen und gekürzt. Natürlich ist immer noch einiges an Materialreserve vorhanden.

Der Plan war jetzt mit der Zange das Blech Kronkorkenartig zu verwerfen um es um die Kurve zu bringen. Leider habe ich keine Zange, die dafür geeignet ist.
OK ich habe ja einen Faltenzieher….nur leider ist der viel zu kein für das Blech.

Also selber einen Faltenzieher basteln. Zwei große Schlossschrauben geköpft und zwei Löcher für die Schlossschrauben gebohrt, um die Schrauben mit Muttern daran zu fixieren. Dummerweise passt die Mutter kaum neben die zweite Schraube und eine zweite Mutter geht gar nicht.

Also doch Schweißen statt Schrauben.Mehrmals verschweißt. Mehrmals Getestet. Immer Verbogen. Trotz solider Schweißung funktioniert es nicht, da die Schrauben zu weich sind. Immerhin zeigt das Blech schon eine leichte Krümmung, es funktioniert also.

Ein Quetschfalzeisen könnte funktionieren, aber ob das mit 1,2mm Stahlblech klarkommt ???

Also erstmal stärkeres Material besorgen und einen stabileren Faltenzieher basteln.

Kombi Bilder Serie 71
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 29. Mai 2014, 01:03

Neues Spiel, neues Glück.

Das Blechteil grob auf dem Behelfsamboss gerichtet.

Der Vollständigkeit halber noch mal Bilder vom Endstand des 1. Faltenziehers.

Bei dünneren Blechen soll das Stauchen über einen Teil des Randes mit dem Stauchgerät funktionieren. Im Netzt gibt es auch ein entsprechendes Video dazu.

Da der Schraubstock genutzt wird, wird die Staucheinrichtung in den Werktisch geschraubt. Passt von der Arbeitshöhe auch besser. Leider passt das Blech nicht in die Vorrichtung.

Also die Vorrichtung an der Stelle ausgeschnitten und nun passt es.

Nach einigem Gestauche ist eine minimale Biegung erkennbar. Der Bereich zwischen Stauchkante und Abkantkante müsste eigentlich auch Falten werfen. Tut er aber nicht, bzw. fast gar nicht. Wäre auch zu schön gewesen, aber die Blechstärke ist dafür einfach zu dick. Das Blech im Video war augenscheinlich deutlich dünner.

Also zurück zum Ursprungsplan. Gestern habe 12mm Rundstahl besorgt, in der Hoffnung, dass dieser den Biegekräften stand hält.

Zwei 12 mm Löcher gebohrt. Zinkschicht entfernt. Rundstahl abelängt. Angeschliffen. In die Löcher eingesetzt. mit 2 mm Blech als Abstandshalter das ganze dann verschweißt.

Das ganze Funktioniert sehr gut, allerdings muss man auch hier die Rundstäbe von Zeit zu Zeit mit dem Hammer zurücksetzen.

Auf den Bildern kann man sehr schön den Kronkorkeneffekt sehen.

Der Versuch das gekrümmte Blech auf einen Flachstahl zu spannen und dann zu richten ist erstaunlicherweise nicht besonders gelungen, da das Blech sich wieder geradegestellt hat. Markierungen auf dem Flachstahl habe dies zusätzlich bestätigt.

Also noch mal den Faltenzieher eingesetzt und so weit wie möglich das Blech gekrümmt.

Nun das Blech mit einem Stahlprofil und Schraubzwingen an den Außenkanten fixiert, so dass das Blech auf den Behelfsamboss passt. Mit einem Großen Hammer und einem Schlichthammer dann die Falten geglättet. Das Blech behält diesmal seine gekrümmte Form. Da der hintere Teil stärker gekrümmt werden muss, muss noch mindestens ein zweites Mal mit dem Faltenzieher gearbeitet werden.

Für das feinere Schlichten kommt beim nächsten Mal ein eingespannter Fäustel als Amboss zum Einsatz. Dieser hat eine bessere (polierte) Oberfläche und lässt sich tiefer in das Profil schieben.

Auf Grund der vorgerückten Zeit wird das weitere Gehämmer aber erstmal vertagt.

Kombi Bilder Serie 72
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Samstag 31. Mai 2014, 00:56

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Die armen Nachbarn -oh oh-

Heute wieder eine längere Dengelsession gemacht. Das 1,2er Blech ist wirklich hartnäckig. Trotz relativ leichtem Hammer und fixierung der Form federt das Teil doch ein wenig zurück, so dass die Rundung in mehreren Durchgängen geformt werden muss. Es wird also noch einiges an Zeit für Hämmern und Biegen investiert werden müssen.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 11. August 2014, 16:59

carsten hat geschrieben: Es wird also noch einiges an Zeit für Hämmern und Biegen investiert werden müssen.


Juni und Juli sind vorüber und dank Urlaub, Arbeit, anderen Schraubereien und sonstigen Verpflichtungen geht es nicht voran. Eine kleine Hämmer-/Biegesession habe ich noch gemacht, aber irgendwie ist es doch zu zeitaufwändig zumal auf der gegenüberliegenden Seite noch so ein Teil wartet.

Nun könnte ich noch reichlich Zeit investieren, die ich nicht habe,

oder ich baue das Teil aus dünnerem Blech (1 mm würde wohl gehen),

oder könnte das Teil aus drei Teilen 1,2 mm Blech zusammensetzen,

oder ein fertiges Ersatzteil aus drei Teilen kaufen (da kenn die Blechstärke aber nicht, schätze aber mal das wird 1mm nicht überschreiten).

Alles sicher Lösungen die funktionieren und auch stabil genug sind.

Ich habe allerdings für mich noch eine weitere Möglichkeit gefunden, die ich probieren werde.
Nach einiger Recherche im Internet und Einholen eines Angebotes warte ich nun auf ein Stauch/Streckwerkzeug mit größerer Einlegetiefe.
In Zukunft kann ich also bis 90mm Tiefe strecken und stauchen, wobei es eher um das Stauchen geht, das Strecken klappt auch mit dem Hammer ganz gut.

Dank der doch recht kompakten Abmessungen des Stauchgerätes sollte auch der Schweller bearbeitet werden können. Ich bin gespannt.

Es wird also hoffentlich bald mit der Schwelleraktion weitergehen.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Samstag 16. August 2014, 23:52

Kombi Bilder Serie 73

Letzten Donnerstag kam das heißersehnte Stauchwerkzeug an. Toll verpackt, aber viel schöner als das Auspacken war natürlich der Inhalt.

Deutlich besser verarbeitet als mein altes 25 mm Gerät, das allerings auch eine Sparversion ist, die aber prima funktioniert.

Die Hoffnung, dass das Teil kompakt genug ist hat sich leider nicht erfüllt. Schweren Herzens habe ich also das Gerät angepasst. Schön zu sehen, wie massiv das Teil ist. Das ist wiklich hartes Material. Leider musste für die Anpassung auch eines der Haltegewinde geopfert werden.

Zur bernunftigen und schnellen befestigung ein 4 Kantrohr abgelängt und mit zwei Löchern versehen. Nun kann man das Teil bequem, mittig oder seitlich in den Schraubstock spannen, um optimal arbeiten zu können.

Bevor das Stauchwerkzeug zum Einsatz kommen kann muss das Blech musste aber erstmal geschlichtet werden, damit es zwischen die Stauchbacken passt. Dabei bleibt von der schon fast erreichten Krümmung aber leider nicht mehr allzuviel übrig. Nach einigem Stauchen ist das Blech aber wieder schön faltenfrei und immer noch leicht gebogen.

Um die Arbeit etwas zu erleichtern wird überflüssiges Blech nun weggeschnitten. Warum etwas mühsam stauchen, was man sowieso später wegschneidet. Erstaunlicherweise ist das Blech an der Stelle, wo es mit dem Schweller verschweißt wird zu kurz, was habe ich den das verbockt ?
Glück im Unglück, durch das Stauchen wird das Blech auch nach außen getrieben/gedrückt, so dass mit zunehmender Biegung auch das Blech im Innenradius länger wird. Beim Wegschneiden des Bleches, für das die Zange auf dem Bild nicht wirklich geeignet war und deshalb die Druckluftschere ranmusste, wurde deshalb an der Seite an die der Schweller ansetzt mehr Material stehengelassen.

Beim Biegen löst sich leider immer wieder die Halteschraube am Vierkantrohr. Es wird immer wieder nachgezogen aber irgendwann, knackt es und die 8.8er Schraube ist abgerissen. Nerv, ich hasse abgerissene Schrauben. Also den Rest der Schraube mit 5 mm Bohrer angebohrt, Torx-Bit eingeschlagen und mit dem Akkuschrauber herausgeschraubt. Toll nun habe ich eine 10er Madenschraube :shock: .

Obwohl ich das eigentlich nicht wollte spanne ich nun das Werkzeug lieber direkt in den Schraubstock. Gut, dass das ein robustes Werkzeug und kein Blechspielzeug ist. Und dann wurde gestaucht, ohne das sich etwas losgewackelt hat, bis in die Abendstunden und bis die erste Blase an der Hand sich bemerkbar machte.

Nächster Tag und weiter geht es. Um den Fortschritt besser zu sehen habe ich mal die Krümmung abgenommen und kann sie nun hin und wieder vergleichen und siehe da, es geht voran. Es dauert zwar, aber dafür ist die Oberfläche schon perfekt.

Nach einiger Zeit machten sich aber trotz geölter Mechanik, Arbeitshandschuh und trotz gummierten Griff am Hebel die nächsten Blasen an meinen Bürohänden bemerkbar. Außerdem standen noch andere Sachen auf dem Programm, so dass erstmal eine Arbeitspause folgte. Enige Stunden Hebelziehen liegen da sicher noch vor mir.

Bild
Bild

Wie man auf den Bildern schön erkennen kann ändert sich nicht nur die Rundung sondern auch die Länge des gestauchten Bleches. :smile:
Zwischen den Bildern liegen auch ca. 2 1/2 Stunden Staucharbeit, wobei man allerdings nicht vergessen darf, dass zwei Seiten gestaucht werden.
Viele Grüße

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