Übersprungshandlung

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

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carsten
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Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 6. Mai 2012, 15:48

Heute habe ich mich mal den 3 Kabeln von den Zündspulen zu den Kondensatoren gewidmet.

Grund: Zylinder Nr. 1 zickt herum.

Der Unterbrecherkontakt hat einen spitzen Zacken auf der Kontaktfläche. Ich denke mal, da ist der Kondensator hinüber.

Kann man den eigentlich irgendwie durchmessen/prüfen ?

Beim Kondensator Nr. 3 ist der schwarze Lack gebrochen, die Funktion scheint aber (noch) nicht beeinträchtigt.

Da ich nebenbei die Kinder beaufsichtigen muss habe ich mich erstmal um die Kabel gekümmert.

Gerade auf der Seite, an der die Zündspulen angeschlossen sind waren die Adern an den Ringösen schon arg mitgenommen.

Die neuen Ringösen stimmen zwar vom Lochdurchmesser, sind aber insgesamt größer, das lies sich aber sehr gut mit der Feile anpassen.

Die 3 Kabel zur Zündung sind wohl auch später mal geändert worden. So ist ein Kabel dicker als die anderen und hat Kupferadern.

Als kleine Spielerei haben die Kabel nun noch aus Schrumpfschlauch verschiedener Farbe eine Zylinderkennung erhalten.

An den Zündspulen haben diese noch den Nebeneffekt, dass das Kabel mit dem Stecker besser verbunden wird.

Und hier noch die Bilder dazu

Als nächstes werde ich dann mal den Kondensator und den Unterbrecher erneuern und danach die Zündung überprüfen/einstellen.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 6. Mai 2012, 16:00

Noch ein kleiner Nachtrag:

Die Ringkontakte sind M4 (4mm Druchmesser)



Im Original waren die Farben laut BA 1959:

Zyl 1 grün oder grau/rot

Zyl 2 grün/rot

Zyl 3 grün/schwarz

Kabeldurchmesser 0,75
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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Sonntag 6. Mai 2012, 17:24

hm.lese deine Beiträge immer gerne; die Ringösen müssen doch nur passen, die haben doch sonst keine Funktion, also....ja, Stom muss auch noch durch *g

Kondensatoren kann man -zumindest theoretisch- messen. Ich hab die ja rausgesemmelt, aber die Idee mit den roten Hülsen als Beschriftung finde ich nett. Anders als der farbige Schrumpfschlauch

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 6. Mai 2012, 20:51

Nach dem kollektiven Mittagsschlaf ging es doch noch ein bischen draußen weiter :smile: .

Der neue Kondensator lies sich nur mit Gewalt aus der neuen Unterbrecherplatte drücken. Fertigungsdatum der Kondensatoren 8.72.

Die alten waren von 9/74 und mit einem EVP gekennzeichnet. Der fehlt bei den eingepressten Teilen.
Auf den Boden ist bei Beiden Z 0,22 G eingeschlagen.

Bei dem ausgetauschten Kondensator ist die schwarze Füllung ein deutlich sichtbares Stück aus der Metallhülse gedrückt. Kann man auf den Fotos ganz gut erkennen. Ist das ein typischen Schadensbild ?

Der alte Unterbrecher war noch gut mit Fett versorgt. Gut im Gegenlicht zu erkennen der Lichtspalt durch des Unterbrechers.

Der neue Unterbrecher bekommt wieder eine Portion Heißlagerfett an der Welle und am Pertinaxhebel.

Der Unterbrecher lässt sich gerade so auf 0,4 mm Abstand einstellen, so so lang ist der neue Pertinaxhebel noch {top} .

Von Hand den Motor mal bei eingeschalteter Zündung und auf den Zylinderkopf gelegten Kerzen durchgedreht und über ein kräftiges und deutlich hörbares Funkenbild gefreut.

Der spontan versuchte Probelauf brachte aber nur Fehlzündungen. Komisch eigentlich, da ja die Einbauposition des Unterbrechers fest vorgegeben ist.

Es folgt also (das hatte ich ja sowieso vor) noch die Zündungseinstellung. Das allerdings an einem anderen Tag.


Und hier noch die Bilder von der Fortsetzung
Viele Grüße

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 6. Mai 2012, 20:56

AWE309 hat geschrieben:Wenn der Kondensator hinüber ist, dann "feuert" der betroffene Unterbrecher erheblich. Ansonst ist solcher Abbrand normal. So lange noch von dem aufgesetzten Kontakmaterial genügend über ist, kannst Du die Kontakte problemlos nachfeilen. Am besten Du borgst Dir dafür die Diamantnagelfeile von Deiner Frau, damit geht es hervoragend. Und dann an meine schlechten Erfahrungen denken und die Federn der Unterbrecherhämmer nachbiegen, damit die Unterbrecher wieder schön stramm gehen und nicht "prellen". Und die Wellen der Unterbrecherhämmer ganz leicht nachfetten - dann sind die Alten wie neu.


Vielen Dank für die guten Tipps, da der Pertinaxarm schon deutlich verschlissen war und der Abbrand doch erheblich Material bewegt hat, habe ich den Unterbrecher lieber komplett getauscht.
Viele Grüße

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 6. Mai 2012, 21:00

drpaulaner hat geschrieben:hm.lese deine Beiträge immer gerne;


Das freut mich :smile: .


die Ringösen müssen doch nur passen, die haben doch sonst keine Funktion, also....ja, Stom muss auch noch durch *g


Ja, das stimmt, aber irgendwie sieht es komisch aus, wenn da so ein fetter Messing-Kragen unter der Schraube herausragt.
Viele Grüße

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 7. Mai 2012, 00:06

Und wer wissen möchte, wo/von wem die Kondensatoren hergestellt wurde, der wird hier fündig:

http://rfm-forum.magnetofon.de/viewtopi ... cd4810a9e2
Viele Grüße

Carsten

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Dienstag 8. Mai 2012, 18:32

Hallo Carsten,

so viel Fett am Unterbrecher ist sicher nicht dienlich. Es verteilt sich bei Wärme und verölt(verfettet)
den Unterbrecher. Es soll nur der Filz mit säurefreiem Öl gesättigt werden.
Am Unterbrecherkontakt soll kein Fett-logisch.
Freundliche Grüße
Hanner



Man kann nur gewinnen, wenn man schon verloren hat.

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 8. Mai 2012, 20:24

Hallo Hanner, danke für den Hinweis, hätte ich vielleicht erwähnen müssen ;--)

Ich handhabe das ähnlich wie AWE309:

Ich habe mir irgendwann mal angewöhnt, den Unterbrecherarm mit Bosch Anlasser-/Lichtmaschinenlager Fett zu versehen. Das Zeug ist sehr Temperatur(Hitze)fest und klebt ganz ordentlich. Damit ist eine dauerhafte zuverlässige Schmierung der Unterbrecherarme gewährleistet.
Die Lagerung der Unterbrecher schmiere ich auch gleich mit dem Zeug.

Bei den ersten Fotos ist der frisch ausgebaute Unterbrecher zu sehen, man sieht ganz gut, dass das Fett formstabil ist und sich nicht im Unterbrechergehäuse verteilt hat.

Bisher ist das Fett immer da geblieben, wo es hinsollte. Ich glaube sogar, dass diese Art der Schmierung, dem meiner Meinung nach unzuverlässigen Schmierfilz überlegen ist. Trotzdem bekommt der Filz hin und wieder ein paar Tropfen Öl, aber Vertrauen würde ich (auf Grund negativer Erfahrungen) dem Teil nicht.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 13. Mai 2012, 22:04

Der 1. Versuch der Zündungseinstellung war nicht sehr erfolgreich. Die Verstellwege des Unterbrechers Nr. reichte nicht aus.

Und da ich nun sowie dabei war, dachte ich mir, mach lieber mal alle Kontakte neu, dann ist eine Weile Ruhe.

Nachdem Ausbau der Unterbrecherplatte war die erste Feststellung, dass die Platte eine Knick hatte. Das lies sich aber reltiv leicht im Schraubstock richten. Dazu musste die Platte allerdings komplett demonitert werden.

Das Fertigungsdatum dürfte 02/68 (geändert) sein. Damit ist das Teil sogar ein paar Monate älter als ich.

Nach den begradigen wurde die Platte gereinigt (mit Waschbenzin) und die eingestanzten Zahlen mit einem Edding sichtbar gemacht. Die 3 Messingeinstellköpfe wurden geölt und gangbar gemacht. Die Köpfe mit dr Feile entgratet.

Der angeknackste Kondensator wurde getauscht.

Die Rückseiten der Unterbrecher (also die Seite wo der Unterbrecher aufliegt) wurden mit einem dünnen Fettfilm versehen, um ein einfacheres/leichteres Einstellen zu gewährleisten (Die Schraubenköpfe sind sowieso viel zu empfindlich).

Das gleiche Verfahren wurde an den Unterbrecherhaltern von Zylinder 2 und 3 eingesetzt. Sowohl die Einstellung des Unterbrecherabstandes, als auch die Einstellung des Zündzeitpunktes war damit erheblich geschmeidiger und gefühlvoller möglich. Nur der Zündzeitpunkt von Zylinder 1 blieb so wie zuvor, da man da ja die ganze Platte schwenken muss.

Den Schmierfilz habe ich von der 6 Uhr Position auf die 10 Uhr Position getauscht, so sind die Einstellschrauben der Zylinder 2 und 3 besser zugänglich und der Unterbrecher von Zylinder 2 kann nicht mehr gegen den Filz stoßen.


Dazu die Bilder

Die Zündung wurde wie gehabt eingestellt.

viewtopic.php?f=26&t=8665&start=0

Alle Kerzen haben einen satten Funken und der Funkrythmus sieht beim Duchdrehen von Hand gut aus.

Der Wagen spingt auch brav sofort an.

Die Kinder wollen mitfahren, also machen wir (die Kinder, der Wartburg und ich) eine kleine Probefahrt.

Der Motor schnurrt wie ein Kätzchen, hat aber keinen Biss und fühlt sich an, als fehlt ein Zylinder {kratz} .

Nach einer kurzen Stecke Stadt-Autobahn-Stadt ist am Krümmer (Nass) schon erkennbar, das Zylinder 1 nicht mitspielt. :sad:

Die Zündspule Nummer 1 ist deutlich wärmer (heiß) als ihre Kollegen 2 und 3. Nun habe ich die Zündspule in Verdacht....


Hat jemand zufällig seinen 311er vom 12 auf 6 Volt zurückgerüstet ? Ich hätte Interesse an den 12V Zündspulen :smile:
Zuletzt geändert von carsten am Montag 14. Mai 2012, 07:33, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 14. Mai 2012, 07:36

AWE309 hat geschrieben:
carsten hat geschrieben:....Das Fertigungsdatum dürfte 02/96 sein. Damit ist das Teil sogar ein paar Monate älter als ich.

Dann bist Du aber zum Autofahren ein bißchen zu jung!!!!



Oh, da habe ich wohl mein mentales Alter angegeben (oder ich habe mich einfach vertippt).


carsten hat geschrieben: ....Ich hätte Interesse an den 12V Zündspulen.....

Alte 12V-Spulen hätte ich ....


Hast gleich eine PN.
Viele Grüße

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 27. Mai 2012, 20:10

Es ging ja so weiter:

Sa 19 Mai 2012 19:44:34
Heute mal das Coupe mit dem Staubsauger ausgesaugt. Unter den Vordersitzen wie immer ein stattlicher Haufen Krümelschaumstoff.

Gestern die Zündung noch mal neu eingestellt, obwohl nach Prüfung eigentlich alles OK war. Probefahrt ist dann morgen.

Die Lenksäule hatte bei der letzten Fahrt plötzlich ca. 1 cm Spiel in der Horizontalachse. Nach einigem Suchen die Lösung gefunden, der an die Stirnwand geschraubte Ausleger hatte sich gelockert. Nun ist wieder alles fest und zusätzlich mit einer Kontermutter gesichtert.


viewtopic.php?f=6&t=5292&start=5490#p137112
Viele Grüße

Carsten

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 27. Mai 2012, 21:08

Die Schaltung funktioniert nun wesentlich besser, da hatte sich die Position der Lensäule über die Jahre wohl unmerklich geändert.

Trotz einer anderen Zündspule am Zylinder 1 und dem Tausch der Kerzen 1 und 2, sowie der erneuten Zündungseinstellung hat der Zylinder 1 weiter gestreikt. Alte Ersatzspule auch defekt ? Möglich aber erstaunlich.

Heute noch die Zündspule 2 auf 1 und 2 gegen eine andere gebrauchte getauscht. Zum Tanken gefahren und dann eine Runde über die Autobahn. So richtig ist es das immer noch nicht. Höchstgeschwindigkeit 100 und beim Anfahren ist es, als stände man am Berg, oder hat einen Anhänger dran.

Zuhause Kerze 1 rausgeschraubt und das Teil sah aus wie frisch gewaschen, roch nach Benzin und war noch nass.

Nun wurde es langsam merkwürdig. Theoretisch müsste sich der Fehler zwischen Unterbrecher (evtl. Zündzeitpunkt) und Zündspule befinden. Aber eigentlich ist ja alles neu, oder regeneriert und funktionierte ja beim Drehen von Hand einwandfrei.

Also Motor gestartet, laufen tut er ja als wär nix,
die Prüflampe an die beiden Zündspulenkontakte von Zylinder 3 gehalten, die Lampe klinkt im Unterbrecherrhytmus,
die Prüflampe an die beiden Zündspulenkontakte von Zylinder 2 gehalten, die Lampe klinkt im Unterbrecherrhytmus,
die Prüflampe an die beiden Zündspulenkontakte von Zylinder 1 gehalten, die Lampe LEUCHTET permanent.

OK, der Unterbrecher macht nicht auf. Das führt, ganz nebenbei auch zu einer heißen Zündspule.

Motor aus, Stoßstangenmittelteil ab, Unterbrecherdeckel ab und Motor an.

Alle Unterbrecher (auch Nummer 1) öffnen und schließen, dass es eine Freude ist.

Wo ist der xxxxxx-Fehler im System. Ganz einfach, nach der letzten Zündungseinstellung ist beim schließen das Kabel zum Unterbrecher 1 zwischen Deckel und Geräuse geraten. Die Isolierung wurde weggedrückt und die Ader lag zwischen Deckel und Gehäuse gequetscht auf Masse.
Das Kabel habe ich mit Schrumpfschlauch wieder isoliert.

Da habe ich schön beim Fehlerbeheben einen neuen Fehler eingebaut :evil: .

Bin mal gespannt, was morgen die Fahrt nach Traventhal ergibt. Thoretisch musste jetzt ja alles funktionieren.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Sonntag 27. Mai 2012, 21:40

ich drücke die Daumen, so fehler hasse ich ja wie die Pest, machst alles, alles wie neu, aber nix geht, weil Du irgendwo irgendwas weg gequetscht hast ,-(((

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Re: Übersprungshandlung

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 30. Mai 2012, 14:24

Daumendrücken hat geholfen....

Die letzte Probefahrt hat mal wieder richtig Spaß gemacht.
Alle 3 Zylinder arbeiten und der Wartburg schnurrt bei seiner Wohlfühlgeschwindigkeit mit 110km/h über die Autobahn und hat dabei immer noch Reserven.

Fazit der Fehler:

1. Kondensator defekt
1. Unterbrecher dadurch verbrannt
1. Zündspule defekt

Gebrauchte Tauschspule auch defekt

Nächste gebrauchte Tauschspule O.K. aber Masseschluss duch gequetschtes Kabel.


Was lerne ich daraus:

Wenn ich den Verdacht habe, dass eine Zündspule nicht richtig funktioniert,
dann tauschen die verdächtige Spule und eine der unverdächtigen das nächste mal vor dem Einsatz einer Tauschspule den Platz,
um sicherzugehen, dass die defekte Spule auch wirklich defekt ist....
Viele Grüße

Carsten

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