DDR Motortester TZL 69

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

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David
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DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon David » Freitag 21. Dezember 2012, 00:15

Hallo Spezialistengemeinde,

Ich bin in den Besitz eines solchen Motortesters gekommen, welcher noch aus DDR Produktion stammt. Ich wollte Ihn demnächst mal ausprobieren und will mich vorab mal schlau machen wer sich mit sowas vieleicht aus kennt. Eine Anleitung gibt es dazu leider nicht mehr, aber vieleicht hat ja einer von euch auch so ein Teil, Unterlagen dazu oder kann mir ein par Hinweise geben.

prüfgerät.jpg

Wo genau muss ich das Gerät anschließen, welche Werte müssen erfüllt werden wie muss ich das Gerät einstellen und Justieren. Eine Stroboskoplampe ist auch mit dran....

Also, ich bin für alle Hinweise dankbar,
beste Grüße
David

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Friedolin
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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Freitag 21. Dezember 2012, 17:21

Das ist ein TLZ 69, er ist im Wartburg - Reparaturhandbuch 3. Auflage 1980 kurz beschrieben und hier: LINK gibts nen Beitrag dazu, leider ohne Anleitung. Laut Handbuch kann das Teil: Drehzahlmessung, Schließwinkelmessung, Vorzündwinkelmessung, Unterdruckmessung und Strom-Spannung-Widerstandsmessung.

Gruß,
Friedolin
Zuletzt geändert von Friedolin am Samstag 22. Dezember 2012, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!

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WABUFAN
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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 22. Dezember 2012, 05:51

Da es ein Röhrengerät ist, wird die Netzspannung langsam von 0 an auf 220 V~ erhöht.
Vorher nach sehen, ob der Netztrafo trocken ist.
Die Röhren werden mit 280 V~ Anodenspannung betrieben.
Die Kondensatoren im Netzteil müssen erst formiert werden.
Sonst gibt es Qualmwolken und einen grossen Schaden.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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David
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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon David » Sonntag 23. Dezember 2012, 12:38

Hallo,
danke für die Antworten,
der Beotrag war leider auch nur insofern aufschlussreich als das ich jetzt weis wie es dahinter aussieht. das da röhren drin sind hätte ich nicht gedacht....das macht die Sache ob ihrer funktionstüchtigkeit ja schon wieder fragwürdig....

Ich hab das Teil bisher noch nicht ans Netz gehängt...wie meint ihr das mit den Kondensatoren? Was soll ich denn machen bevor ich es an den strom anschliesse? Ich hab nen Trafo mit dem ich die Spannung langsam bis 220Volt hochfahren könnte... würde das Sinn machen?

Könnte jemand diesen Teil aus dem Wartburgbuch mal ablichten, ich hab dieses Buch leider nicht....

Weihnachtliche Grüße
David

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 23. Dezember 2012, 14:40

Die Elkos (werden wohl ein ganzer Haufen Becherelkos sein, wie ich aus den Fotos
des weiterführenden Links erahnen kann) müssen formiert werden.
Kondensatoren haben eine Pufferfunktion, bzw. glätten Spannungen. Die Prozedur geschieht mittels langsamen Spannungsanstieg innerhalb von ca. 3 Minuten. Du brauchst einen Stelltrafo, besser einen Trennstelltrafo. Die Kondensatorfunktion ist nur bei formierten Kondensatoren aktiv. Ohne Formierung wirken diese u.U. bloß wie eine Drahtbrücke > Kurzschluss!
Andere Bauelemente können dadurch Schaden nehmen, im günstigsten Fall kommt nur die Feinsicherung des Apparates. Die Elkos können auch Elektrolyt nach außen verlieren, heiß werden und explodieren. Früher wurden auch oft (bei diesem Gerät vielleicht nicht so) Papierkondensatoren und Teerkondensatoren verbaut. Die sind heutzutage eine tickende Zeitbombe, gerade auch wegen den jetzigen 230...235 statt 220V wie früher. Diese wären gegen Neuteile (der gleichen Kapazität oder Näherungswerte + maximale Spannungsfestigkeit) auszutauschen.
Damit die Kondensatoren in Zukunft nicht so schnell altern, das Gerät regelmäßig ans Netz hängen. Auch wenn man´s gerade nicht benötigt... :smile:
Diese Regel gilt auch für alle alten Röhrenradios und Röhrenfernseher.
Gruß Thilo
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Montag 24. Dezember 2012, 14:25

Leider hab' ich keinen Scanner, aber mehr als die Abbildung der Gerätevorderseite und das, was ich geschrieben habe, steht da ohnehin nicht. Im Prinzip sollte, wenn denn die Elektrik noch funktioniert, der eigentliche Anschluß kein so großes Problem sein.

Gruß,
Friedolin
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon igelsven » Freitag 4. Januar 2013, 20:46

David hat geschrieben:Ich bin in den Besitz eines solchen Motortesters gekommen, welcher noch aus DDR Produktion stammt. Ich wollte Ihn demnächst mal ausprobieren und will mich vorab mal schlau machen wer sich mit sowas vieleicht aus kennt. Eine Anleitung gibt es dazu leider nicht mehr, aber vieleicht hat ja einer von euch auch so ein Teil, Unterlagen dazu oder kann mir ein par Hinweise geben.


HI David,habe dieses Teil auch und habe auch eine Bedienungsanleitung ,wenn du interesse hast??
Gruß vom Igelsven Ein Wartburg ist die einfachste Möglichkeit ein Auto zu fahren statt gefahren zu werden und dann noch zu erleben wie Es funktioniert !

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Uralaz » Mittwoch 29. Mai 2013, 16:07

Hallo & Grüße,

habe auch so einen TZL mit Baujahr 1975 der aber noch nie in Betrieb war... Nun das Problem an der Sache, die Elko's lassen sich nichtmehr formieren.

Hat jemand schonmal die Kondensatoren getauscht und noch weiterführende Infos zum Gerät???

Die Betriebsanleitung die ich in Kopie habe ist recht einfach gehalten [smilie=hi ya!.gif]

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 30. Mai 2013, 08:59

Uralaz hat geschrieben: ... habe auch so einen TZL mit Baujahr 1975 der aber noch nie in Betrieb war... Nun das Problem an der Sache, die Elko's lassen sich nicht mehr formieren. ...


Elkos kaufen, mit Nennspannung formieren, entladen und einbauen.
Zum formieren bei Elkos mit 350 / 385 V= nimmt man eine Glühlampe E 14 - 230V - 5 W und schaltet diese mit einer Diode 1 N 4004 in reihe zum Elko. Minuspol an das Gehäuse.
Die Lampe leuchtet voll auf und wird nach einiger Zeit dunkel. Ab diesem Moment noch 15 Minuten an Spannung lassen.
Anschliessend mit der Lampe den Elko entladen und einbauen.

Vorsicht - mit der Gleichspannung von > 300 V ist nicht zu spassen !
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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Uralaz » Donnerstag 30. Mai 2013, 14:15

@Wabufan

Ok, laut Bestückungsliste sind aber auch Elkos mit 500 Volt Spannung verbaut... :roll: Da wird das ganze ja noch bissel brenzliger :x

Gibt es überhaupt noch die Elkos mit den Schraubbefestigungen? Ich mein die hier verbauten haben ja alle nur eine TGL-Norm und sind sicherlich mit was westlichen nur schwer vergleichbar.

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 30. Mai 2013, 17:53

Na dann dürfen es auch maximal 350 V~ sein.
Einen Stelltrafo habe ich an meiner elektrischen Werkbank - 0 ... 500 V~ bei max. 1 A ~.
Die Schraubbefestigung ist keine TGL - DDR - Erfindung. Das Gewinde ist M 18 und wurde immer benutzt.
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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Uralaz » Donnerstag 30. Mai 2013, 18:24

war gerade mal beim Elektronikladen...

Die tun sich unheimlich schwer bezüglich der Elko's - gäbe es nichtmehr etc. -nixwissen-

Hast du ne kurze Schaltung bezüglich der Glühlampe und der Diode? Ich geh davon aus das letzteres die Halbwelle wegnehmen soll und somit ein pulsierende Gleichspannung erzeugt um den Elko zu formieren?

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 30. Mai 2013, 18:39

Kann denn einer mal die Werte angeben? In den einschlägigen Läden sollte sich doch etwas finden.
http://www.conrad.de/ce/de/overview/024 ... volt-Elkos
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Uralaz » Donnerstag 30. Mai 2013, 19:06

Hallo,

hier die Bauteilliste der Elkos vom TZL :

Elkos TZL.jpg

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Uralaz » Donnerstag 30. Mai 2013, 19:14

Und hier der komplette Schaltplan für den TZL :

Schalt_tzl.jpg

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DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 31. Mai 2013, 10:10

Ich habe eine Bitte :
Die Stücklisten der Widerstände und Röhren / Trafo's / Spulen mir zu schicken ?
Geht auch per PN.
Oder : wartburg353v1978@aol.com

Denn : Die Reihenschaltung von 2 Elkos C1 mit 500 V= ergebe erst dann einen Sinn, wenn die Spannung an Kathode am Gl 1 > 500 V= wäre.
Das lässt sich am Punkt 7 gegen Masse messen.
Diese Spannung lädt über R 1 an der Blitzröhre Rö 4 den Kondensator C 4 mit 0,47 µF - 630 V= auf.
Da der Kondensator C 4 für 630 V= ausgelegt wurde, darf die Spannung an Messpunkt 7 also die 603 V= nicht überschreiten.

Mathematisch gesehen :
An den Kondensatoren C1 liegen maximal 630 V= an. Das ist der Scheitelwert der Trafosekundärspannung.
630 V= durch 1,41 ( Wurzel aus 2 ) = 446 V~.
Nun ist heute die Netzspannung nicht mehr 220 V~, sondern 230 V~. Das sind + 1,05 % mehr !
Die Sekundärspannung wäre dann 1,05 x 446 V~ = 468,3 V~.
Der Scheitelwert nach der Gleichrichtung ist dann 468,3 V~ x 1,41 = 660,3 V= und damit ist C4 in Gefahr !
Eine 10 % - ige Netzspannungserhöhung von + 23 V~ = 253 V~ mal nicht mitgerechnet.
Eine sicher Dimensionierung wäre dann :
maximale Spannung bei + 10 % Netzspannung an C 4 von 600 V= ergeben dann eine maximale Sekundärspannung von 425,5 V und bei der Netzspannung von 230 V~ wäre die Spannung der Sekundärwicklung ( 10 % von 425,5 V~ ) zu 382,9 V~ zu dimensonieren.
Dann lägen an C 4 eine Spannung von 539,9 V= an.

Mal so gerechnet ....
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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Uralaz » Freitag 31. Mai 2013, 13:38

Hallo Wabufan,

da kommen wir wirklich auf den Grund, denn ich hatte das Problem das bei Einschalten des Gerätes der Widerstand R1 angefangen hat "Rauchzeichen" zu geben... Da auch so ein Widerstand mal den dienst quittieren kann - hatte ich den damals gegen einen Keramikwiderstand mit 10W getauscht.

Und was soll ich Sagen, nach 4-5 Skunden wird auch der so heiß das man den nichtmehr angreifen kann :x

Beim formieren mit langsam erhöhter Eingangsspannung (geregelt über Ringkerntrafo) in das Gerät haben wir festgestellt das der R1 schon ca. bei 70V Wechselspannung anfängt heiß zu werden, was sicher so auch nicht gesund ist. Leider bin ich Elektronikmäßig nicht so fit das ganze wirklich zu durchschauen um den Fehler weiter einzugrenzen. -nixwissen-

Nun hatte ich schon versucht Ersatz für den C4 zu bekommen, was aber im Elektronikladen auch schief ging weil "ham se nich..."

Der nächste Gedanke war das Stroboskop mal außer Kraft zu setzen indem wir die Rehenschaltung aus R1 & C4 unterbrochen haben.

Ergebnis: die beiden Widerstände R2 werden ganz massiv heiß :|

Daher dachten wir das der C23 nichtmehr die kapazität erreicht bzw. nen Treffer hat. den hab ich gestern mal mit der Glühlampengeschichte oben formiert. Die Lampe hat aber bloß 2-3 sek. geglimmt und ist dann ausgegangen = Kondensator sollte eigentlich i.O. sein, oder?


P.S. Die Datenblätter für die Röhren hab ich im Internet gefunden - da stehen ja dann auch die Zünd- bzw. Betriebsspannungen drinnen

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Uralaz » Freitag 31. Mai 2013, 14:15

So, habe gerade mal Spannungsmessung zwischen "7" und Masse gemacht... 385V Gleichspannung mit Digital-Multimeter

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 1. Juni 2013, 10:11

Am Anschluss 7 = 385 V.

Die beiden Rö 5 sind Glimmstabilisatoren für 150 V max. 30 mA. Die Bezeichnung lautet : StR 150 / 30.
Da sie in Serie geschalten sind, ist über beiden eine Spannung von 300 V. Die beiden Widerstände R 2 haben je 1,6 kOhm. Ergibt 3,2 kOhm.

Nun ist die Spannung am Messpunkt 7 385 V. Davon werden 300 V subtrahiert und es bleiben 85 V über R 2. Durch R 2 fliessen damit 0,026 A - maximal 30 mA dürfen fliessen. 26 mA * 85 V = 2,25 W.

Ich würde erst einmal die Verdrahtung und das Gummikabel zur Stroposkoplampe auftrennen. Nicht das da 2 Adern verbunden sind und einen Schluss über C 4 vortäuschen.

Stroposkop_Innen.jpg
Stroposkop_Innen.jpg (24.7 KiB) 6219 mal betrachtet

Hier die Verdrahtung der Stroboskopblitzlampe.
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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon Uralaz » Samstag 1. Juni 2013, 12:18

@Wabufan

Die Verdrahtung der Blitzlampe (den blauen Draht) haben wir im Stroboskop schon gelöst gehabt. Daraufhin wurden die 2 x R2 heiß... [smilie=hi ya!.gif]

Das mit der Spannung die ich gemessen hab ist aber doch noch etwas komplizierter, oder? Mit einem einfachen Meßgerät kann man doch keine pulsierende Gleichspannung messen da bloß der arithmetische Mittelwert angezeigt wird???

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Re: DDR Motortester

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 14. Juni 2013, 08:20

Die Widerstände R 2 sind Vorwiderstände und nehem eine Differnzspannung auf. Entsprechend ist die Verlustleistung. Und die hängt vom durchfliessenden Strom ab.
Da die Netzspannung um die 230 V~ ist und das Gerät aber für 220 V~ gebaut wurde, werden deshalb die Widerstände etwas wärmer.
Aber warum 2 Widestände in Reihe geschalten wurden ... ?
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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon Kati » Sonntag 7. Dezember 2014, 11:42

Hallo ihr lieben,
Ich habe mich extra hier angemeldet um evtl etwas Hilfe zu bekommen.
Mein Mann und ich haben ein Prüfgerät kp2 und ein Kfz tester tzl 69 vermacht vekommen,
Beide Koffer komplett und mit papieren. Im Internet konnten wir nichts darüber finden ob und wo sowas noch gekauft wird, wäre nett wenn ihr uns da vll ein paar Infos geben könntet.

Lg Kati

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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Sonntag 7. Dezember 2014, 11:48

ob und wo sowas noch gekauft wird

Verkaufts auf Ebay
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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon Kati » Sonntag 7. Dezember 2014, 12:08

Die Idee hatten wir auch aber kein Plan was sowas kosten kann

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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Sonntag 7. Dezember 2014, 12:34

Das ist mir klar, scheinbar ist aber nicht angekommen was ich meinte. [smilie=hi ya!.gif]
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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 7. Dezember 2014, 13:02

Kati hat geschrieben:....aber kein Plan was sowas kosten kann

.... immer das liebe Geld - da hat man etwas geschenkt, gefunden oder "vermacht" bekommen, aber keinen "Plan" davon und versucht nun mit der Hilfe anderer hieraus den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen. Also, wenn hier Euch jemand eine Zahl nennt, dann hat er sich auch eine Provision verdient - eigentlich bereits jeder, der es gelesen und darüber nachgedacht hat :shock:

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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon Kati » Sonntag 7. Dezember 2014, 13:46

Naja ganz so war das nicht gemeint, ich wollte es halt nich sinnlos überteuert reinsetzten gerade weil ich davon keine Ahnung habe aber gut ;)

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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 7. Dezember 2014, 14:00

Warte einfach mal ab. Vielleicht interessiert sich ja ein Forist , der nicht ganztags online ist auch dafür... :smile:
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon Kati » Sonntag 7. Dezember 2014, 14:06

Mach ich danke @Tomtom

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Re: DDR Motortester TZL 69

Ungelesener Beitragvon Helmar » Donnerstag 29. September 2016, 16:10

Hallo Gemeinde,

habe auch so einen Motortester. Nachdem ich ihn Jahrelang nur von einer Ecke in die andere geräumt habe wollte ich den mal zum Leben erwecken. Schaltplan ist ja hier schon drin, aber eine Bedienungsanleitung habe ich nicht dafür. Hat die vielleicht jemand elektronisch oder kann sie mir kopieren?
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