Kennlinien Zündung von Projekt601

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 31. Juli 2016, 15:10

frankyracing hat geschrieben:Dabei darfst Du aber nicht außer Acht lassen, dass alle Zylinder durch die Kurbelwelle miteinander verbunden sind. Gedanklich ist das einzelne Betrachten der Zylinder, absolut richtig und auch nachvollziehbar, allerdings ist der gleichmäßige Versatz bei diesem Zündabstand schon entscheidend und man kann diesen Motor einfach nicht in drei einzelne Zylinder zerlegen....

Nur dann müssten die ZZPunkte doch nicht zylinderbezogen sondern auf Grad Kurbelwellenstand angegeben/eingestellt werden, oder?

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Sonntag 31. Juli 2016, 16:34

bic hat geschrieben:Nur dann müssten die ZZPunkte doch nicht zylinderbezogen sondern auf Grad Kurbelwellenstand angegeben/eingestellt werden, oder?


Rene´, beim Weiterdrehen auf den nächsten Zylinder, wird das doch gemacht. Wenn Du Spaß hast, klemme drei Prüflampen an. Dann geht Dir im wahrsten Sinne des Wortes, ein Licht auf. :smile: Na ja und der Zündwinkel ist ja eigentlich in Grad-Kurbelwellenwinkel angegeben. Nur eben meistens in Millimeter umgerechnet...

Scan 1 (1).jpg


Schau mal auf den Zeichnungsteil der Kurbelwelle (ist zwar von der Dachwelle, aber egal, die Zeichnung lag oben... :smile: ). Dort ist sogar als Gesamttoleranz zwischen Zylinder 1 und 3, +/- 1°30´ angegeben.

Druck Dir das Bild aus (ich weiß, Du kannst es am PC noch viel genauer zeichnen 8) ), nimm Dir Zylinder 1 und markiere den ZZP von 22°, markiere dann vom ZZP aus die nächsten 120° usw.. Mache das dann mit unterschiedlichen ZZP´s. Dann weißt Du, was ich meine...

Stell Dir einfach vor, dass wie z.B. bei DKW der Kontaktsatz vom Zylinder 1, fest auf der Grundplatte ist und sich nicht verschieben lässt...
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 1. August 2016, 13:16

frankyracing hat geschrieben:Rene´, beim Weiterdrehen auf den nächsten Zylinder, wird das doch gemacht. Wenn Du Spaß hast, klemme drei Prüflampen an. Dann geht Dir im wahrsten Sinne des Wortes, ein Licht auf. :smile: Na ja und der Zündwinkel ist ja eigentlich in Grad-Kurbelwellenwinkel angegeben. Nur eben meistens in Millimeter umgerechnet...

Eine Woche bei prallem Sonnenschein mit dem Cabrio haben wohl meine restlichen paar grauen Zellen komplett eingetrocknet, denn mein Text "auf Grad Kurbelwellenstand angegeben/eingestellt werden" ist zu unpräzise, eigentlich meinte ich dies bezogen auf jeweils eine KW-Umdrehung, daher bei einer Zählweise begonnen bei OT Z3 =0° (um der Zeichnung zu folgen) liegen die ZZPe dann bei Z2=98°, Z1=218° und Z3=338° absolut .

Schau mal auf den Zeichnungsteil der Kurbelwelle (ist zwar von der Dachwelle, aber egal, die Zeichnung lag oben... :smile: ). Dort ist sogar als Gesamttoleranz zwischen Zylinder 1 und 3, +/- 1°30´ angegeben.

Und die Toleranz zwischen 2 und 3 bei + 1° (warum auch immer), bleiben im ungünstigsten Fall 117,5° zwischen Z1 und Z2. Die ZZPe liegen in diesem dann bei Z2=99°, Z1=216,5° und Z3=338° --> Z2 zündet dann 1°= 0,32mm später, Z1 1,5°=0,465mm früher wenn man OT-bezogen einstellt.

Da nun gem. AWE (wie schon geschrieben) die zulässige Toleranz der Zündeinstellung bei +/- 1°liegt (entspr.. +0,32/-0,315mm Kolbenweg) und ich eine diese Toleranz einhaltende Einstellung mit Uhr und Prüflampe wenn überhaupt, dann nur bei größter Sorgfalt für möglich halte, ist die Gefahr nicht ausschließen, bei einzeln einstellbaren ZZPen den vielleicht vorhandenen Versatz der KW im Zuge der Zündeinstellung noch zu verschlimmern --> diese Gefahr besteht z.B. bei den fixen Werten der preiswerten Elektronikzündungen so nicht (vorausgesetzt, die Geber sitzen tatsächlich um je 120° versetzt). Aus dem Grund eines etwaigen Hubzapfenversatzes der KW sehe ich es daher immer noch nicht als erforderlich an, jeden ZZP einzeln einstellen zu können - im Gegenteil, fixe Punkte stellen eher sicher, dass die ZZPe auch bei einem max. zulässigen Hubzapfenversatz einigermaßen innerhalb der zulässigen Toleranzen verbleiben -- wenn denn diese Grad-und 1/10mm-Fuchserei überhaupt spür- oder messbare Auswirkungen hat.

Einigermaßen genau lässt sich die Zündung tatsächlich mit der Blitze einstellen, wenn man z.B. wie hier

DSC04039.jpg

einen dicht an der Riemenscheibe stehenden Zeiger anbringt und den/die ZZP mittels Meßuhr möglichst genau auf der Scheibe markiert. Da der Weg für 1° auf der 353er-Riemenscheibe (Strichabstand) ca. 1,265mm beträgt, lässt sich dies schon gut händeln - auf dem Bild dürfte die Abweichung so ziemlich genau 1° zuviel Frühzündung betragen. Aber auch hier gilt, macht es überhaupt Sinn, einen etwaigen Hubzapfenversatz zu folgen oder doch möglichst fix auf 120°/120°/120° einzustellen?

PS. alles oben geschriebene gilt natürlich nicht, wenn man gezielt die ZZPe einzelner Zylinder änder möchte, allerdings bedingt dies auch erst einmal eine möglichst exakte Grundeinstellung. Wobei sich dann wieder die Frage stellt --> nach Hubzapfenversatz oder exakt jeweils 120°?

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Montag 1. August 2016, 15:28

boah ... in zukunft kann ich wohl auf nen bierchen verzichten .
ich lese mir einfach die rechnerei hier durch und zack! --> drehts auch im kopf ... :lol:

:-|

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 1. August 2016, 16:54

berlintourist hat geschrieben:boah ... in zukunft kann ich wohl auf nen bierchen verzichten .
ich lese mir einfach die rechnerei hier durch und zack! --> drehts auch im kopf ... :lol:

:-|

Nix! Bier kommt zuerst !!! (erst nach so 3-4 Halbe kann ich überhaupt rechnen :shock: )

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Montag 1. August 2016, 20:13

bic hat geschrieben: Nix! Bier kommt zuerst !!! (erst nach so 3-4 Halbe kann ich überhaupt rechnen :shock: )


...n´ Bier mach´ ich mir jetzt auch auf! {smoker}

Mir sind halt mögliche 0,7 mm bzw. 2° Toleranz beim Zündzeitpunkt einfach zu viel. :smile:

Ziehe ich noch die - durch das Pleuelstangenverhältnis - resultierende Hubkurve in Betracht (mögliche Differenz von 0,7 bis 1,5 mm) gibt´s gleich noch ´n Bier. Prost! [Bier]

Sicherlich sind das alles Extrembeispiele aus den Tiefen der Toleranzen, der normale Gradversatz bei der Wartburgwelle bewegt sich ja zwischen Zylinder 1 und 3 bei +- 30'; aber Präzision in der Motorperipherie hat auch noch nie geschadet... {blinzel}
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon FuFu311H » Dienstag 2. August 2016, 23:54

Grüß Euch,
man oh man, da habsch ja was losgetreten nachts um 02:00 nach paar Halben! [Bier] :shock:

@bic, deine Abhandlung über Motorüberholung ist mir bekannt (Topp) und auch die Abdichtung mit dem "Flachstromer" kenne ich.
Bei mir war da so eine dünne schwarze Gummidichtung mit Gewebe drin unter dem Spritzrohr. Habe sie ersetzt durch so eine rote aus Hartgewebe, welche auch unter oder zwischen die Verschraubungen kommt. Werde sie mal durch eine aus Gummi ersetzen (grün, für Klimaleitungen)und sehen ob es besser wird.

Nun nochmal zu der Zündplatte von "601". Der erste Zyl. soll auf 8,5 vor OT eingestellt werden und die anderen Beiden sollten dann passen. So die Theorie, da die Geber "genau" um 120 Grad versetzt montiert sind.
Wenn es Probleme gibt, kann mann die Beiden einzeln einstellen. Da es beim Dritten (Zyl.2) nicht richtig klappte (kam schon so bei 11mm vor OT die Zünd-LED) oder ich mich irgendwie zu doof anstellte :? telefonierte ich mit "601" und man sagte mir ,ich soll Zyl.1 schon korrektieren (mit dem Magnetring). Nochmal die Einstellerei und nun stehen die ZZP bei 8,1 ; 9,4 und 6,7 mm vor OT, welche dann jeweils mit dem Taster gesetzt werden. Der Prozessor setzt die dann alle als 8,5 vor OT.
Bei Interesse kann ich mal Anleitung als PDF einstellen oder geben, wobei die erste Anleitung verwirrender war. Da sollte nämlich der Magnetring zuerst fest montiert werden.
Mit Grüßen
Ralf

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Hanner » Mittwoch 3. August 2016, 09:53

Hallo,

8,5mm vor OT?
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon KingLoui88 » Mittwoch 3. August 2016, 11:06

Hallo Ralf,

an eine von dir erstelle Anleitung per PDF hätte ich Interesse! Hab auch die Zündung von Project601 drin und bin eigentlich auch zufrieden. Aber würde deine "Einstellweise" nochmal mit meiner vergleichen. Evtl ist ja noch mehr rauszuholen, also noch präziser einzustellen.

Danke im Voraus!

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 3. August 2016, 12:34

frankyracing hat geschrieben:Sicherlich sind das alles Extrembeispiele aus den Tiefen der Toleranzen, der normale Gradversatz bei der Wartburgwelle bewegt sich ja zwischen Zylinder 1 und 3 bei +- 30'; aber Präzision in der Motorperipherie hat auch noch nie geschadet...

Wo Du recht hast, hast Du recht, aber was macht man nun, einstellen nach Hubzapfenversatz oder exakt jeweils 120°? Beides kann man ja möglichst präzise erledigen.

FuFu311H hat geschrieben:Grüß Euch,
man oh man, da habsch ja was losgetreten nachts um 02:00 nach paar Halben! [Bier] :shock:

Wieso? Macht doch Spaß - nach ein paar Halben ganz besonders :shock:

@bic, deine Abhandlung über Motorüberholung ist mir bekannt (Topp) und auch die Abdichtung mit dem "Flachstromer" kenne ich.
Bei mir war da so eine dünne schwarze Gummidichtung mit Gewebe drin unter dem Spritzrohr. Habe sie ersetzt durch so eine rote aus Hartgewebe, welche auch unter oder zwischen die Verschraubungen kommt. Werde sie mal durch eine aus Gummi ersetzen (grün, für Klimaleitungen)und sehen ob es besser wird.

Passende Schnurringe gibt es z.B. bei Grafe, ich habe (glaube ich) 9x1mm genommen.

Nun nochmal zu der Zündplatte von "601". Der erste Zyl. soll auf 8,5 vor OT eingestellt werden und die anderen Beiden sollten dann passen. So die Theorie, da die Geber "genau" um 120 Grad versetzt montiert sind.

Hier wollte ich das Gleiche fragen wie Hanner --> 8,5mm (entspricht ca. 34,5°) ??? Verstellt das Teil dann schon bei den ersten paar Umdrehungen auf spät? Oder wie soll das gehen?

An sonst habe ich noch etwas "historisches" zur Zündverstellung beim AWE-Motor gefunden, dort hat man sich jeweils 1959 und 1966 mechanische Zündverstellungen patentieren lassen, hier Auszüge aus den Patentschriften und die zugehörigen Zündkurven:

Text 59.JPG
Patentanspruch 1959

Kurve 59.JPG
Zündkurve 1959


Text 66.JPG
Patentanspruch 1966

Kurve 66.JPG
Zündkurve 1966

Beiden Kurven ist gemeinsam, dass die Zündung im unteren bis mittleren Drehzahlbereich gegen "Spät" verstellt wird und erst darüber hinaus gegen "Früh" geht. Die 8,5mm von "601" passen dazu gar nicht, täte mich schon interressieren, was die eigentlich "rumverstellen".

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Hanner » Mittwoch 3. August 2016, 14:37

Hallo,

genau so mache ich es mit meiner Verstellung. Beim Anfahren und im unteren Drehzahlbereich fahre ich mit
etwas späterem Zündzeitpunkt(normalen 3,58mm). Bei höheren Drehzahlen schiebe ich dann auf etwas früher.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 4. August 2016, 08:29

Der feste Zündzeitpunkt wird mit 22°KW vor OT angegeben.
Bei 3.000 U/min sind das 1,2 ms vor OT.

OT_ms_Verstellung.JPG

Behälte man diese Zeit bei, verschiebt sich der Zündzeitpunkt von 2,16°KW ... 36°KW über die Drehzahl von 300 ... 5.000 U/min.
Ein fettes Gemich bracht mehr Zeit zum brennen. Damit muss man noch früher zünden.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 4. August 2016, 10:54

@ Andreas, einen derartig geradlinigen Zusammenhang scheint es nicht zu geben. Hier mal die Kurven einer Untersuchung von BFV aus 1970. Verglichen wurde u.a. der serienmäßige ZZP (roter Pfeil) mit einem auf 4mm vor OT (grüner Pfeil) veränderten ZZP. Unterschiede ergaben sich dabei erst oberhlab von 4600 U/min:

ZZP.JPG
Quelle: BVF

Auch in diesem Zusammenhang würde mich wirklich einmal ernsthaft interessieren, wie die Zündkurven von "601" aussehen, wäre schön, wenn Frank mal so ein Teil auf den Prüfstand nehmen würde.

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon FuFu311H » Freitag 5. August 2016, 22:47

Hallo Männer,

die Angabe "8,5" ist richtsch :smile: . So will es "601".

@bic: immer gut mit dir zu kommunizieren :shock: Habe nun seit zwei Tage die Gummidichtung drinne/drunter
und es sieht und fühlt sich ganz gut an. Bloß anspringen nach etwa knapp einer Stunde war wieder nur mit Gaspedalbewegung möglich.
Aber nicht mehr so schwierig wie vorher. Er will anspringen/zünden und sobald man dabei Gas gibt wird es nichts.
Bei ner bestimmten Stellung gehts dann.

@King...: ich habe keine eigene Anleitung erstellt, aber von "601" eine Aktuellere bekommen. Da sieht schon die Platte anders aus. Ich werde sie mal als Bilder einstellen, falls ich es schaffe. Oder der gute Wabufan macht es mal bitte, da man PDF nicht einstellen kann kann.

Ja die "8,5" klingen sehr komisch, aber wahrscheinlich hat der Prozessor so eine Laufzeit, dass es dann stimmt. Denn mit "8,5" vor OT ist anspringen eigenlich nicht möglich und auch kalt Leerlauf zu halten nicht
Man müsste mal mit einem Stroboskop die Riemenscheibe anblitzen und es bei Drehzahländerung beobachten wie es da aussieht.
Oder Frankyracing misst und erstellt mal. [smilie=hi ya!.gif]

Schönes Wochenende (Eisenach {beifall} )
Ralf

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 6. August 2016, 06:18

FuFu311H hat geschrieben: ... Ich werde sie mal als Bilder einstellen, falls ich es schaffe. Oder der gute Wabufan macht es mal bitte, da man PDF nicht einstellen kann kann. ...

Hier die Bilder :

Seite_1.JPG


Seite_2.JPG


Seite_3.JPG
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 6. August 2016, 11:34

Ich vermute mal, dass die 8,5mm kein ZZP, sondern eine Art Fix-und Nullpunkt sind, damit der Controller "weiß", wo sich der Kolben im Bezug zur Gradstellung der KW befindet. Allerding kann man nur hoffen, dass die Macher nicht ihre eigene Umrechnungstabelle benutzt haben, denn diese ist fehlerhaft, ich habe mal die richtigen Werte daneben geschrieben (gerundet auf eine Stelle hinter dem Komma):

B2.jpg

Aber ganz besonders erstaunt mich das hier:

A.JPG

Da hat man doch mal eben schnell den Aufbau der guten alten Becherzündspulen neu erfunden!

Auch interessant:

C.JPG

Macht man dies derart, addieren sich die Lagerspiele auf die 8,5mm. Deshalb immer in Drehrichtung einstellen, daher beim Zurückdrehen die 8,5mm überschreiten und dann in Motordrehrichtung genau auf den Punkt bringen.

Die oben aufgezählten Dinge mögen vielleicht ein Lapsus sein, machen mich jedoch gegenüber der Zündung mißtrauisch, denn wenn noch nicht einmal die Grundlagen stimmen, was ist dann mit dem Rest?

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 6. August 2016, 12:18

FuFu311H hat geschrieben:....Habe nun seit zwei Tage die Gummidichtung drinne/drunter
und es sieht und fühlt sich ganz gut an. Bloß anspringen nach etwa knapp einer Stunde war wieder nur mit Gaspedalbewegung möglich.
Aber nicht mehr so schwierig wie vorher. Er will anspringen/zünden und sobald man dabei Gas gibt wird es nichts.
Bei ner bestimmten Stellung gehts dann.

Wir sind hier OT, mach mal nen neuen Thread auf.

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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 7. August 2016, 06:05

Auf Seite 3 finde ich den Hinweis, das die Spannung immer grösser 7,7 V sein muss.
Und bei 6 V - Anlage ... ?
Bei den Zündspulen gibt es bei den Wicklungen keine Verbindung zum Gehäuse der Zündspulen.
Die primäre Spule ist an 15 + 1 angeschlossen.
Die sekundäre Spule ist an 1 + 4 angeschlossen.
Nur in dem Fall, das die Hochspannungsseite ( 4 ) kein Kabel hat fliesst die Hochspannung über eine interne Schutzfunkenstrecke an das Gehäuse der Zündspule und am Anschluss 1 kann man ca. 300 V messen.
Der Weg der Hochspannung über der Kerze fliesst von Masse über den Unterbrecherkondensator und Zündspule 1 - 4 zur Kerze.
Ein weitere Strompfand entsteht vom Anschluss 1 der Zündspule nach Anschluss 15 und dem Zündschalter und Plospol der Batterie nach Masse.
Ist an den Zündspulen ein Kondensator 2,5 µF zwischen 15 und Masse, fliesst der Strom hierrüber.
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