Kennlinien Zündung von Projekt601

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

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Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Gustl » Montag 24. Februar 2014, 15:42

Halli Hallo,
da bei mir auf Grund der defekten Ungarnzündung nun demnächst ein Neukauf ins Haus steht (wer weiß wie lange ich die Verbrecherzündung ertrage ;) ), bin ich auf der Suche nach einer kontaktlosen Zündung und ja Steini ist mir ein Begriff!

Auf Ebay bin ich auf die folgende Zündung gestoßen:
http://www.ebay.de/itm/Wartburg-Elektro ... 2a37ef0862

+Kompakt
+Kennlinie (welche?!)

-Verstellung von Zyl2 und 3 "nur" digital (in 0,5mm Schritten, sofern ich die Platine korrekt interpretiere)
-Preis

Hat Jemand Erfahrung mit der Zündung?

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Montag 24. Februar 2014, 17:52

es geht nix überne unterbrecher Zündung......alles andere is murks was nur kaputt geht....kalte Lötstellen usw
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 24. Februar 2014, 18:05

Über das, wovon ich keine Erfahrung habe, kann ich nicht fachsimpeln...
Über die E-Zündung also nicht.
Die Unterbrecherzündung reicht aber bei gelegentlicher Benutzung völlig aus.
Die wurde selbst bei Melkus verbaut.
Man muß sich nur 3 Stück Pertinaxunterbrecher suchen u. ggf. Kondensatoren.
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Montag 24. Februar 2014, 18:27

Hallo,

ich hatte diese Zündung und die von Steini in der Auswahl.

Steini ist Klasse verarbeitet, sehr genau einstellbar (sehr einfach) und bis auf die Lichtorgel nicht zu erkennen. Motor läuft sehr sauber.

Bei der Kennlinie stellst du die Abweichung wirklich nur per Schalter ein. In wie weit die Kennlinie Vorteile bringt, kann ich Dir nicht sagen. Mich hat die Verstellmöglichkeit etwas abgeschreckt und deshalb ist es Steini geworden. Naja und der Preis ist ja auch etwas höher. Wer und wie die Kennlinie optimiert hat, weiss ich auch nicht. Aber die Jungs von Projekt 601 sind sehr kompetent und hilfsbereit. Frage doch einfach an. Dort habe ich schon manches gekauft, weil der Service gut ist und mir war der etwas teurere Preis das wert.

Um einen einfachen Unterwegsaustausch zu gewährleisten, habe ich die Leitung mit einem 4-poligen KFZ-Stecker und Buchse getrennt. Also ist im Endeffekt der Wechsel nur Stecker abziehen, Keilriemen locker, 3 Schrauben lösen, Steini Gehäuse runter, Unterbrecherzündungsgehäuse (vorab eingestellt) drauf, 3 Schrauben festziehen, Keilriemen spannen, Stecker von Unterbrecherzündung anstecken und die Kiste ist wieder fit. Aber ich denke, dass werde ich nie benötigen, aber wenn dann klappt das in maximal 15min. Und das alte Gehäuse liegt im Rallyeeinsatz immer im Kofferraum. Auf Wunsch kann ich gern ein Bild machen.

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Gustl » Montag 24. Februar 2014, 19:10

@Coolmodie:
Mit Verlaub, das sehe ich anders. Die Frage ist auch nicht Verbrecher oder E, sondern welche E!

@Kolumbus:
Das ist gerade auch mein Stand der Dinge. Das elektronische korrigen der ZZP gefällt mir leider auch nicht. Ich muss Robert (Project601) mal anschreiben und darüber befragen, durch ihn bin ich erst auf die Zündung gekommen.

Kennlinie ist ja am 2-Takter was nettes, nur wie du richtig sagst. Wer hat die erstellt und wer sagt dass die optimal oder zumindest besser als statisch ist?

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August
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Montag 24. Februar 2014, 21:24

Gustl hat geschrieben: Ich muss Robert (Project601) mal anschreiben und darüber befragen, durch ihn bin ich erst auf die Zündung gekommen.



wenn du Robert so gut kennst warum rufst du ihn nicht gleich an ?

kenne Robert auch persönlich und isn dufter kerl.....wenn man ihn nicht persönlich kennt und zu Produkten fragt sage ich mal so....er is Geschäftsmann und muß verkaufen....

das Thema Zündung gibt es hier im Forum eh gespaltene Meinungen....ich habe schon viel persönlich erfahren...ob ebza,ungarn oder steini.......

ich kann nur sagen ich schwöre auf unterbrecher....auch in täglichen Einsatz

benutze mal die suche zum Thema Zündung....toni hat sogar schonmal mit Früh- und Spätzündung experimentiert
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Gustl » Montag 24. Februar 2014, 21:32

Habe mich eh schon durch zig Zündbeiträge gelesen, viele gute Infos {top}

Warum ich Robert nicht persönlich frage? Weil ich auf Erfahrungen mit dieser Anlage von Dritten gehofft habe. Dass Robert diese Zündung in seinem 80(?)Ps 311 verbaut hat, ist ja bekannt. Ebenso ist er mit der sehr zufrieden.

Ich tendiere aber aktuell eher zur Steini... {kratz}
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Dienstag 25. Februar 2014, 13:31

Hallöchen

Sicher ist bei einem Serienmotor nichts gegen die Originale Unterbrechervariante einzuwenden.

Unsere Erfahrung aus dem Rennsport ist und bleibt die frei Programmierbare Anlage.
Bei verändertem Motor bekommt man ein verbessertes Ansprechverhalten und einen sauberen Motorlauf hin.
Im unteren Drehzahlbereich verbessert sich das Drehmoment und die Standfestigkeit wird erhöht.

Also geht die Empfehlung nach dem Einsatzzweck, alltag- Unterbrecher...... Rennsport, Tuning, Spaßfahrzeuge - freiprogrammierbar

Viele Grüße aus dem erzgebirge

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Dienstag 25. Februar 2014, 16:28

Rallye123 hat geschrieben:Unsere Erfahrung aus dem Rennsport ist und bleibt die frei Programmierbare Anlage.


Die frei programmierbare ist aber die noch etwas teurere. Die von Gustl angefragte ist ja die Version mit der schon vorhandenen eingestellten Kennlinie.
Und ob die wirklich besser ist, als das statische Verhalten Unterbrecher oder EZBA/Steini. Das kann ich mangels Vergleich auch nicht beurteilen.

Das im Rennbetrieb die Kennlinie angepasst werden sollte, das ist ja klar. Dürfte aber eine Heidenarbeit sein, genau dieses Abstimmen und dann noch auf dem Leistungsprüfstand. Da wäre natürlich auch eine erweiterte Sensorik mit Drosselklappenstellung und Temperatur etc. sehr interessant. Dann kommt man ja in Richtung Kennfeld.
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Gustl » Dienstag 25. Februar 2014, 19:28

Ich war heute ca 300km mit den Verbrechern unterwegs, hat sogar ohne Aussetzer funktioniert {Zahnlücke} (Bitte nicht schlagen)

Wenn ich diverse andere Probleme an dem Motorwagen gelöst habe, wird es wohl die Steini werden!
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon ralle_rs6 » Dienstag 25. Februar 2014, 20:48

Die Unterbrecherkontakte sind schon anfällig, dies ist ja auch einer der Gründe weshalb man auf TSZ umgestiegen ist. Nur vernünftig eingestellt, ist sowas auch brauchbar. Das Problem ist, die heutigen Kontakte sind nicht mehr so zuverlässig wie früher hergestellte. Und alte NOS Kontakte werden auch so langsam knapp.

Ein Vorteil einer elektronischen Zündungsanlage, ist unbestritten die Zuverlässigkeit und das man einen stabileren Zündfunken hat. Auch fürs Tuning, ist eine eltr. Zündung von Vorteil, da kann man die eine oder anderen Pferdestärke herausholen, zumindest ist die Leistung gleichbleibend.

Aber wenn ein Fahrzeug nicht mehr im Alltag genutzt wird, kann man mit einer herkömmlichen Kontakt Zündung, denke ich, ganz gut leben. "Wobei, früher ging das auch"

Ralph
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Donnerstag 27. Februar 2014, 12:36

@ Kolumbus
Klar ist die Erstellung eines Kennfeldes mit viel Aufwand verbunden und auch mit mehreren Prüfstandläufen, dann ist es aber auch 100%.
Wenn man nur die Drehzahl nimmt und das Feld nach vorhandenen ( Wartburgfeldern z.B das von der Einspritzung oder aus dem Motorsport) abändert ist es mit Sicherheit schon um Welten besser als ein Kennfeld was sich durch Oxidation, Abnutzung und Masseträgheit ( über die Drehzahl ) selbst verstellt.

VG Lars

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Donnerstag 27. Februar 2014, 13:04

Rallye123 hat geschrieben:@ Kolumbus
Klar ist die Erstellung eines Kennfeldes mit viel Aufwand verbunden und auch mit mehreren Prüfstandläufen, dann ist es aber auch 100%.
Wenn man nur die Drehzahl nimmt und das Feld nach vorhandenen ( Wartburgfeldern z.B das von der Einspritzung oder aus dem Motorsport) abändert ist es mit Sicherheit schon um Welten besser als ein Kennfeld was sich durch Oxidation, Abnutzung und Masseträgheit ( über die Drehzahl ) selbst verstellt.

VG Lars


Ich habe nie etwas anderes behauptet. Deshalb ja auch der Hinweis: "Ich habe keine Erfahrungen mit der Kennlinienzündung von Projekt 601 und kann diese nicht bewerten!".

Nebenbei hat mein 911er Oldi ja auch keine originale Kennlinienzündung mehr sondern eine aus dem Zubehör inkl. Mehrfachzündung. Die ist auch nicht speziell auf meinen Motor abgestimmt sondern arbeitet mit einer vorgefertigten Linie. Da kann ich mir eine Bewertung wegen vorhandener Erfahrung erlauben und die ist durchaus positiv. Nur habe ich hier einen etwas anderen Ansatz als beim Wartburg. Der 911er ist und bleibt ein Sportfahrzeug und wird so von mir bewegt, d.h. es gibt schon ab und an in der Beschleunigung Drehzahlen von 7000U/min. Es sagt ja niemand, dass ein Auto mit H Kennzeichen langsam sein muss.

Es ist halt aber die Frage, was man will. Weder in meiner Zeit mit Unterbrechern, EZBA noch jetzt mit der Steini hatte ich Probleme mit der Zündung. Mir war halt jetzt einfach der Aufwand für die Unterbrecher zu viel und deshalb ist der aktuelle 353er mit der Steini ausgerüstet. Da ich aber weiß, dass die statischen Zündzeitpunkte ausreichend sind, um meine Bedürfnisse zu befriedigen, war neben der Möglichkeit der stufenlosen Verstellung einzelner Zylinder die Steini meine Wahl. Es kann ja durchaus sein, dass es noch viel besser geht, aber für meinen "Entschleuniger" reicht die Hausmannskost. Zumal noch ein paar andere Baustellen offen sind, als dass ich mir das X+erste PS aus den Motor kitzeln muss. Von Klingelei und anderen unschönen Dingen bin ich in meiner Kombi mit einem gut eingestellten Jikov zum Glück verschont.

Mal nebenbei, eine schlecht angepasste Kennlinie ist sicherlich auch nicht hilfreich.

Rein für meine Neugier wäre natürlich die Entstehung der Kennlinie von Projekt 601 eine interessante Geschichte. Die Kennlinie selbst muss ja nicht veröffentlicht werden.
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Donnerstag 27. Februar 2014, 20:49

@ Kolumbus : war auch nicht so gemeint von mir

zur 601 kann ich Dir keine Angaben machen, die Jörg für unsere Bekannten baut ist eine andere und ich kenne mich jetzt nur im Zündkennfeld unsere Einspritzung aus, da ich dort mit Jörg schon viele Kilometer zusammen getestet hab.

Ich hatte hier mal im Forum versucht mal Erfahrungen mit ZZP´s zu sammeln, aber keiner wollte sich an der Diskussion beteiligen.

hier mal der Link dazu

viewtopic.php?f=26&t=6620

VG Lars

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Marc » Freitag 30. Mai 2014, 22:44

Was kostet denn ne Steini Zündung, und wo bekommt man die?

Proj. 601 findet man (Mit Preis), Steini-KTZ auch, aber keinen Preis

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 30. Mai 2014, 22:55

Ich habe keine konkrete Zahl im Kopf, aber knappe 200€ solltest du
einkalkulieren.
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Freitag 30. Mai 2014, 23:32

Marc hat geschrieben:Was kostet denn ne Steini Zündung, und wo bekommt man die?

Proj. 601 findet man (Mit Preis), Steini-KTZ auch, aber keinen Preis


Hallo, den aktuellen Preis kannst du sehr schnell mit einer Mail bei Steini erfragen. Ich glaube 185 habe ich bezahlt. Es war also etwas weniger, als die Kennlinie, aber deutlich mehr als die Ungarnzündung. Händler gibt es keine, sondern der Vertrieb läuft nur direkt.

Tschau Ralf
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 31. Mai 2014, 12:20

Rallye123 hat geschrieben:Ich hatte hier mal im Forum versucht mal Erfahrungen mit ZZP´s zu sammeln, aber keiner wollte sich an der Diskussion beteiligen.

Es ist zwar in diesem Thread etwa OT, aber damit Lars sich nicht weiter beschwert:

AWE hat sich in den 50er und 60er auch mit der Drehzahlabhängigen Zündverstellung beschäftigt, selbstverständlich mechanisch. Mir liegen zwei Patentschriften vor, welche solche Vorrichtungen behandeln. Interessant hieran ist jeweils der Patentanspruch, nämlich eine Vorrichtung zu schaffen, welche entgegen der bekannten Verstellvorrichtungen (welche lediglich drehzahlabhängig den Zündzeitpunkt gegen "früh" verstellen) den Zündzeitpunkt ausgehend von der Starteinstellung zuerst gegen "spät" und bei weiter steigender Drehzahl dann gegen früh verstellt. Die in der einen Patentschrift von 1966 hierzu veröffentlichte Kurve für den Zündzeitpunkt über der Drehzahl sieht so aus:

Kennlinie.JPG

Als Begründung für den Kurvenverlauf wurde angegeben, dass es sich gezeigt hätte, das "im unteren und mittleren Drehzahlbereich die Zurücknahme des Zündzeitpunktes nach der Spätzündungsseite von Vorteil ist" (wofür auch immer).

Da das Einreichen von zumindest zwei Patenten nicht ohne Versuche im Werk und ohne der Annahme der Wichtigkeit solcher Vorrichtungen erfolgt sein dürfte, kann man wohl von der grundsätzlichen Richtigkeit eines solchen Kurvenverlaufs ausgehen, dies zumindest für den Gebrauchsmotor.

Interessant wäre es daher nun zu erfahren, ob sich die Erkenntnisse des Werks mit Euren decken und welche Kennlinie in der Zündung von Project 601 versteckt ist.

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Sonntag 1. Juni 2014, 20:40

Hallo

Ich beschwer mich nicht. Es war bei mir mir nur eine Anmerkung, warum ich nicht mehr einen Monolog führe.

@ Bic..." Als Begründung für den Kurvenverlauf wurde angegeben, dass es sich gezeigt hätte, das "im unteren und mittleren Drehzahlbereich die Zurücknahme des Zündzeitpunktes nach der Spätzündungsseite von Vorteil ist" (wofür auch immer). ..."
Das ist auch bei unserem Kennfeld an einer bestimmten Stelle so...dort wo eine optimale Füllung ist...der Auspuff in Resonanz fällt oder anders alle Längen der Kanäle mit den Gasschwingungen im Einklang sind....da fängt es im Normal fall an zu klingeln und dann sollte man etwas tun, in diesem Fall Richtung spät verstellen.

Das AWE hat auch später ( Datum müsste ich mal raussuchen ) nochmal mit einer Zündvestellung Versuche gamcht. Damals aber um Kraftstoff zu sparen, da ist dann auch die Sache mit dem Schiefkopf entstanden.

VG Lars

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 1. Juni 2014, 21:06

Leifi! Rallye!
Ich habe volles Verständnis für Eure Meinung!
Solche Projekte leben nur vom Mitmachen, nicht vom Abkupfern. All das, was man selbst herausgefunden hat, will überprüft und gegengeprüft und auf dem Prüfstand dann auch erfahren (!) sein.
Wenn jemand daher kommt, und fragt: "Was muss ich mal schnell machen?" ist das eindeutig kein Beitrag.
Da helfen auch keine Beiläufigkeiten.
Trotz alledem wäre es schade, gar nichts mehr zu hören. Vielleicht kommt der eine oder andere auf Geschmack, beißt an und wird einer der zukünftigen Musketiere?
Ich würde hier was vermissen, wenn ihr nicht mehr da seid und ich keine Fortschritte lesen kann!!!
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon peppe » Sonntag 10. Mai 2015, 22:41

Wollte mir eigentlich Steinizündung kaufen, aber man wartet eine Ewigkeit auf seine Antwort.
Nach dem ich das Warten auf Steini's Antwort satt hatte, habe ich mir von Bernd die Kennlinien-Zündung 6 Volt für 3 Zylinder auf dem Podelwitzer Treffen (9.5.2015) besorgen lassen.
Auf dem Treffen war Detlef Kunze persönlich und die genannte Zündanlage verkauft.
Bin gespannt wie sich die Anlage in meinem W 311 schlägt.
Habe noch keine Erfahrungsberichte hierzu im Forum gelesen.
Sobald ich die Anlage eingebaut habe werde ich meine Erfahrungen mit Euch teilen.

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon mz-freak » Samstag 30. Juli 2016, 22:34

Gibt es hier eigentlich schon was neues Peppe?

Gruß Martin

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon FuFu311H » Sonntag 31. Juli 2016, 02:19

Hallo Martin, grüß Dich
Peppe ist damit nicht klargekommen, er hatte Probleme beim Einstellen der Zylinder.
Inzwischen ist die Platte bei mir und seit dem Ausfall meiner Zündung mache ich damit meine Versuche.
So richtig habe ich mich damit auch schwierig. Die Einstellung weicht mächtig ab von der Theorie. Zyl. 3 und 2 mussten korrigiert werden,
nachdem schon der erste angepasst wurde. Anruf bei Projekt 601 half dabei.
Es können ja wohl nicht alle Kurbelwellen einen Winkelversatz haben, zumal Peppe mit der mechanischen klar kam.
Der Warti sprang dann gut an, lief sofort im Leerlauf und fuhr sich ganz gut. Kein klingeln, kein qualmen. Nur dann hielt er keinen Leerlauf mehr und will nur widerwillig anspringen.
Ich habe dann den Flachstromer neu gedichtet, ohne Erfolg. Er ist immer unten ölig und anspringen will er,
wenn er warm ausgeht oder ausgemacht wird ,eigentlich nicht mehr. Mit leichtem Gasgeben will er, aber es wird nichts, es klappt erst nach mehreren Versuchen.
Eigentlich müsste ich mal meine alte reparierte mechanische Platte wieder einbauen, um das zu prüfen, aber leider sträubt sich mir der ganze große Aufwand und das ewige geschraubt.
Interessanterweise sehen die Platten bei denen inzwischen anders aus.
Wir können auch mal beim nächsten Sehen miteinander reden. [Bier]

Mit Grüßen

Ralf

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Sonntag 31. Juli 2016, 08:40

Die Zündung von 601 liegt bei mir noch rum, konnte ich noch nicht testen.
Alle Wartburg KW haben Versatz, daher sollte bei der Zündung jeder Zylinder einzeln eingestellt werden.
Mit dem normalen ZZP von 3,54 vor OT läuft eigentlich erst mal jeder Motor. Ich habe selbst Versuche gemacht mit 2,4 bis 4vOT.
Mit veränderten Steuerzeiten und RESO fahren sich teilweise 2,5 vOT oder 3,0 sehr gut.
Für den Leerlauf sind spätere Zündungen von 3 oder 2,5 natürlich besser. Bei hohen Drehzahlen fährt sich 3,58 aber auch je nach Motor 4 gut.
Da beim Wartburg aber die Zylinderfüllung stark schwankt wäre eine ZZP Verstellung sinnhaft.
Leider gibt 601 nicht die Verstellung an. Lt Prospekt kann man aber auch jeden Zylinder einzeln programmieren (sonst hätte ich die Zündung nicht gekauft) angeblich wird die Zündung im oberen Bereich aber vorverstellt, was der Theorie widerspricht, durchaus aber gefürchtetem Hochdrehzahlklingeln entgegen wirkt.
Genetischer Wartburgfan

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 31. Juli 2016, 10:20

FuFu311H hat geschrieben:Ich habe dann den Flachstromer neu gedichtet, ohne Erfolg. Er ist immer unten ölig und anspringen will er,
wenn er warm ausgeht oder ausgemacht wird ,eigentlich nicht mehr. Mit leichtem Gasgeben will er, aber es wird nichts, es klappt erst nach mehreren Versuchen.

Dein Vergaser leidet an Überfettung, über den Fuß des Spritzrohrs sickert Kraftstoff ein. Was man dagegen macht, hatte ich u.a. hier einmal beschrieben (ein bißchen scrollen um zum Vergaser zu gelangen).

ffuchser hat geschrieben:Alle Wartburg KW haben Versatz.....

Sicher, jedoch dürfte dieser sich in Bereichen bewegen, die wir i.d.R. mit unseren messtechnischen Mitteln nicht einmal feststellen können. Schon die Grundeinstellung von Hand und Auge mit Meßuhr, Gradscheibe oder auch damit

4-41.jpg
Quelle: AWE
4-41.jpg (20.39 KiB) 7642 mal betrachtet

ist exponentiell fehlerträchtiger als ein etwaiger werksseitiger Versatz der Hubzapfen. Deshalb ist das Argument, man müsse die ZZP einzeln einstellen können, in dieser Hinsicht eigentlich keines, hilfreich ist dies allenfalls, wenn ein Zylinder wegen Gemischproblemen zum Klingeln neigt und man hiergegen (so zu sagen als Krücke) diesem etwas mehr Spätzündung geben will.

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frankyracing
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Sonntag 31. Juli 2016, 10:28

ffuchser hat geschrieben:Die Zündung von 601 liegt bei mir noch rum, konnte ich noch nicht testen... Leider gibt 601 nicht die Verstellung an...


Pack das Ding zu den restlichen Teilen und bring's nächstes WE mit. Wenn niemand eine Verstellkurve angeben kann (oder will), baue ich die Zündung ein und fahre einen Prüfstandslauf mit Leistungsmessblatt. Wir hätten dann einen akuraten Vergleich zum normalen ZZP.

Die zulässige Abweichung vom 120-Grad-Versatz der Kurbelwelle, liegt übrigens bei 1 Grad nach plus als auch nach minus. Schon deshalb ist eine einzelne ZZP-Einstellung pro Zylinder wichtig und auch angebracht.
...fährst Du quer, siehst Du mehr...

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon Hanner » Sonntag 31. Juli 2016, 11:38

Hallo,

wie ich sehe, gibt es mit der Kennlinien-Zündung immer noch keine Erfolge?!
Mit meiner mechanischen Handverstellung bin ich sehr zufrieden. Es ist auch nicht umständlich,
die Zündung leicht(nach Bedarf)zu korrigieren.
Nachdem ich meinen Vergaser um 180° gedreht habe, läuft mein Wartburg tadellos. Selbst Zylinder1 setzt
sofort ein (hat er vorher nicht gemacht) und die Kerze ist rehbraun (war sie vorher auch nie).
Habe auch den ZZP von Zylinder1 wieder auf 3,58 gestellt. Auch die 145er Kerze habe ich wieder ausgebaut
und eine 175er reingemacht. Und das Auto läuft super.
War neulich in Niederfinow zum Oldtimertreffen. Bin auf der Rückfahrt nur Autobahn gefahren.
Es hat richtig Spaß gemacht, keinerlei Störungen. Zu Hause gleich alle Kerzen überprüft, und wie schon geschrieben,
alle rehbraun. Bin jetzt mit meiner Technik sehr zufrieden.
Schönen Sonntag.
P1060631.JPG
Zündverstellung
P1060786.JPG
Das neue Schiffshebewerk
P1060761.JPG
Gedrehter Vergaser
Freundliche Grüße
Hanner



Man kann nur gewinnen, wenn man schon verloren hat.

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 31. Juli 2016, 11:42

frankyracing hat geschrieben:Die zulässige Abweichung vom 120-Grad-Versatz der Kurbelwelle, liegt übrigens bei 1 Grad nach plus als auch nach minus. Schon deshalb ist eine einzelne ZZP-Einstellung pro Zylinder wichtig und auch angebracht.


22 Grd. Grad-KW entsprechen rechnerisch 3,57797018 Kolbenstellung vor OT, also gerundet 3,58mm, bei 21 Grd. sind dies gerundet 3,266mm und bei 23 Grd. rund 3,90mm, also jeweils maximal rund 3/10 +/- Differenz bei voller Ausnutzung der von Dir genannten Toleranz von 1 Grad Versatz. Die 3/10 lassen sich natürlich mit der Meßuhr (auch unter Ausschluß der Lagerspiele) wunderschön messen und der/die Kolben statisch genau auf den erforderlichen Punkt "hinstellen". Das Problem jedoch ist, wie bringe ich der Zündung bei, genau hier auch zu zünden? Statisch einstellen bringt nix, bei der Unterbrecherzündung arbeiten die Verbrecher zu ungenau, bei einer Elektronikzündung stehen der Sache die Toleranzen in der Schaltschwelle und bei beiden unser eigenes Reaktionsvermögen (Hand/Auge) entgegen. Prüfen kann man dies, indem man die Einstellung mehrmal wiederholt, jedesmal erhält man andere Werte. Bleibt das dynamische Einstellen z.B. mit Stroboskop o.ä., hier jedoch liegt das Problem bei der Genauigkeit der zu setzenden Marker und in der Winkelverschiebung beim Abblitzen, bzw. dessen Betrachten - auch dies ist fehlerträchtig. Daher glaube ich nicht, dass es überhaupt irgend jemand gelingt, die einzelnen ZZP jeweils genau auf die 22 Grd. zu legen (zumindest nicht beim "normalen" Motor). Die Abweichungen beim Einstellen der einzelnen Zylinder mit herkömmlichen Mitteln dürften daher i.d.R. die 3/10 nur mit großer Sorgfalt bei der Einstellerei nicht überschreiten. Daher halte ich das Argument, man müsse die ZZP wegen eines etwaigen Versatzes der Hubzapfen einzeln einstellen können, nach wie vor nicht für besonders stichhaltig. (Übrigens gibt AWE den ZZP mit einer Toleranz von +/- 0,31mm, bzw. 1 Grd. an)

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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Sonntag 31. Juli 2016, 13:50

Ok Frank, wird immer dringlicher nach ESA zu kommen, gibt leider keine Zimmer mehr. Egal brat ich halt einmal hin und einmal her, muss doch So nach München. Spritvernichtung ohne Anhang auch mal schön so im Flug... , aber ohne Warti will es ja unter 3h schaffen.

@ Big, Erfolge kann man ja nur feiern wenn man es probiert, ich schrieb ja das ich sie (aus Zeitmangel) noch nicht eingebaut habe.
Meine Erfahrung beim Zündungseinstellen bezieht sich nur auf die statische, mit Messuhr und viel Geduld. Macht aber nach meiner Empfindung auch Sinn, mein Motor läuft mit der Steini KTZ übrigens fast so rund wie ein Einspritzer, sicher liegt das auch an der Möglichkeit jeden Zylinder relativ gut durch die Einzelversager abzustimmen und an den Iridium Zyndkerzen, kalt mit nicht mal 500/min alles kein Problem. Ich würde und bin nie mit Kontaktzündung gefahren, war mir immer zu nervig das Gefummel mit den Unterbrechern. Ich persönlich würde auch nie wegen paar Euro auf die Möglichkeit verzichten jeden ZZP einzeln einstellen zu können.
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Re: Kennlinien Zündung von Projekt601

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Sonntag 31. Juli 2016, 14:56

bic hat geschrieben:Daher halte ich das Argument, man müsse die ZZP wegen eines etwaigen Versatzes der Hubzapfen einzeln einstellen können, nach wie vor nicht für besonders stichhaltig. (Übrigens gibt AWE den ZZP mit einer Toleranz von +/- 0,31mm, bzw. 1 Grd. an)


Dabei darfst Du aber nicht außer Acht lassen, dass alle Zylinder durch die Kurbelwelle miteinander verbunden sind. Gedanklich ist das einzelne Betrachten der Zylinder, absolut richtig und auch nachvollziehbar, allerdings ist der gleichmäßige Versatz bei diesem Zündabstand schon entscheidend und man kann diesen Motor einfach nicht in drei einzelne Zylinder zerlegen. Das Gleiche gilt übrigens auch für das Ansaug- und Auspuffsystem.

Durch die Zündfolge beim Wartburg (1-3-2) wird viel an unrundem Lauf kompensiert. Trotzdem läuft der einzelne Zylinder, bedingt durch die unterschiedliche Brennzeit und dem daraus resultierenden, unterschiedlichen Mitteldruck, immer gegen den jeweils anderen Zylinder an. Ohne das Du es merkst, fehlen plötzlich 700 U/min bzw. die entsprechende Leistung.

Das dies natürlich für "Otto Normalverbaucher" keine Rolle spielt ist mir auch klar, aber dessen ungeachtet, einen "runden" Motorlauf bekommt man nur mit zum Zündabstand (Gradversatz der Hubzapfen) passenden Zündzeitpunkt hin.

Da lt. Bosch ein einzelner, perfekt funktionierender Unterbrecher bis zu 18000 Funken pro Minute erzielen kann, ist die Umrüstung auf elektronische Zündungen sowieso eher als Hobby bzw. dem Erreichen hoher Wartungsfreundlichkeit zu betrachten. Aus Gründen der Einfachheit, fahre ich z.B. immer noch (leicht verbesserte) Kontaktzündungen. Wenn man doch aber bereit ist, für eine neue Zündanlage Geld in die Hand zu nehmen, muss doch auch die Möglichkeit einer perfekten Abstimmbarkeit pro Zylinder gegeben sein.

Ich bin mal gespannt, was der Leistungprüfstand dazu sagt... :shock:

Wenn ich damit fertig bin, gibt´s ein Update. Dann lege ich die Verstellkurve dieser Zündung, der Fliehkraftverstellung vom 3-Zylinder-DKW und Hanners perfektem Eigenbau, gegenüber.
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