Unterbrecher unterscheiden an Hand Art.-Nr. usw.

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

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Thilo.K
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Unterbrecher unterscheiden an Hand Art.-Nr. usw.

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 4. März 2014, 20:49

Guten Abend!

Eine Frage an die Elektrikspezialisten:

Kann man mit Hilfe der Typnummer und Artikelnummer einen
Miramidunterbrecher von einem Pertinaxunterbrecher unterscheiden?
Vom Aufmachen der OVP und/oder von außen gucken, spreche ich jetzt
gar nicht... -roll-
Gibt ja x-Typnummern wie 1145, 1145/1, 1145 VE, 1144, Preise von
4,40M und 3,40M, Hersteller in Kalle-Malle, Flöha und Greiz.
Vielleicht hat ja hier jemand einen Tip für mich.
Danke!
Gruß Thilo
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Re: Unterbrecher unterscheiden an Hand Art.-Nr. usw.

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 18. April 2014, 00:12

Gestern 7 Stück neue Pertinaxunterbrecher gekauft für 20€.
Preisersparnis gegenüber Angebot vom 0815-Ebay-Händler =
50€, Preisersparnis gegenüber Angebot von LDM-Tuning = 85€ ohne Versand.
Unterbrecher 001.JPG

Unterbrecher 003.JPG

Die Unterbrecher sind Nachbauteile vom Originalhersteller. Diesen gibt es aber
mittlerweile auch nicht mehr, Maschinen wurden aber wohl von MZA aufgekauft.

Folgende Unterschiede:
Unterbrecher 005.JPG
Unterbrecher 005.JPG (46.02 KiB) 3068 mal betrachtet

Links DDR, rechts DDR andere Ausführung, Hebellagerung anders
Unterbrecher 006.JPG
Unterbrecher 006.JPG (34.5 KiB) 3068 mal betrachtet

Nachbau, ähnlich der einen DDR-Ausführung, aber Hebellagerung
wieder etwas anders - Miramid auch ganz unten dran.
Unterbrecher 008.JPG
Unterbrecher 008.JPG (52.75 KiB) 3068 mal betrachtet

links DDR, rechts Nachbau
Unterbrecher 009.JPG
Unterbrecher 009.JPG (58.61 KiB) 3068 mal betrachtet

links DDR, rechts Nachbau
Unterbrecher 007.JPG
Unterbrecher 007.JPG (61.38 KiB) 3068 mal betrachtet

links Nachbau, rechts DDR
Der Pertinaxschleifer besteht aus 3 dünnen Pertinaxscheibchen,
die am Hebel angenietet wurden. Damals wie heute, nur wurden die
Plättchen früher sauberer ausgerichtet und gebohrt, festgenietet und
etwas zurechtgeschliffen.
Bei der heutigen Ausführung sieht das etwas so aus, als hätte ein Betrunkener
den Pertinaxschleifer angefertigt. Ob das irgendwelche Nachteile mit sich bringt,
muß ich noch nachprüfen.
Sorry, das die Fotos größtenteils unscharf sind, ich bekam es nicht besser hin.

Gruß Thilo
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Re: Unterbrecher unterscheiden an Hand Art.-Nr. usw.

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 18. April 2014, 00:43

Von Beru gibt es Kontaktsätze aus aktuelle Produktion, lustiger Weise sogar hier, jedoch nicht mit Hartpapiernase am Hammer. Ob diese was taugen, weiß ich aber nicht. Vielleicht hat die hier schon jemand ausprobiert und kann berichten.
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Re: Unterbrecher unterscheiden an Hand Art.-Nr. usw.

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 18. April 2014, 01:04

Das wird alles nicht lange halten. Hebel sieht so weißlich aus, ist
vielleicht nicht einmal echtes Miramid...
Wenn schon solche Teile eingebaut werden (müssen), dann erhöhter
Wartungsaufwand, geringere Standzeit und die Schmierung muß tiptop sein.
Ich empfehle für sowas Fließfett. (originales Öl für Zündunterbrecher war oder ist
dem ähnlich)
Flüssig genug, um vom Schmierfilz aufgesaugt zu werden und dick genug,
um sich nicht zu schnell zu verflüchtigen. Getriebeöl ist für diesen Zweck
mehr oder weniger auch noch zu dünn, wie ich festgestellt habe.
Außerdem den Schmierfilz so einstellen, daß nicht das ganze Öl aus diesem
herausgepumpt wird (Nockenberg). Desweiteren verölen dadurch auch die Kontakte und die
Hebelnase läuft trotzdem trocken + vorzeitiger Verschleiß.
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Re: Unterbrecher unterscheiden an Hand Art.-Nr. usw.

Ungelesener Beitragvon monokel » Freitag 18. April 2014, 01:12

mal ehrlich - ich verstehe den hype um die pertinaxteile nicht so recht. früher, ok; da mussten unsere zweitakter auch ackern und km machen.
aber die betriebsstunden halten sich doch heutzutage eher in grenzen.

von daher wird wohl eher dem sammeln, jagen und "haben wollen" gefröhnt. und genau das nutzen die verkäufer... aus.

wie auch immer - fröhliches eier schaukeln! ;o)

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Re: Unterbrecher unterscheiden an Hand Art.-Nr. usw.

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 18. April 2014, 02:01

monokel hat geschrieben:mal ehrlich - ich verstehe den hype um die pertinaxteile nicht so recht. früher, ok; da mussten unsere zweitakter auch ackern und km machen.
aber die betriebsstunden halten sich doch heutzutage eher in grenzen.

1995 ist mein Auto nach sechs Jahren Standzeit wieder auf die Straße gekommen, an Bord war auch ein neuer Satz Pertinaxunterbrecher. 2012 hatte ich dann rätselhafte Zündprobleme, welche sich schließlich auf ermüdete Federn der Unterbrecher zurückführen ließen (die Kontakte haben geprellt und unter dem Stroboskop war ein regelrechtes Wandern des Zündzeitpunktes zu erkennen). Da ich so ca. 4-5 tsd. km je Saison fahre, haben die Unterbrecher also irgend etwas zwischen 68 bis 85 tsd. km gehalten, dies ohne das sie am Ende der Nachstellbarkeit angekommen waren (die Kontakte wurden allerdings hin und wieder nachgefeilt und ein Tröpfchen Unterbrecheöl gab es auch). Ich meine schon, dass es den "hype um die pertinaxteile" wert ist, die Miramiddinger haben wir schon zu DDR-Zeiten gescheut wie der Teufel das Weihwasser. Ich habe schon Unterbrecherhämmer gesehen, da war der Kontakt hineingeschmolzen - also einfach weg. Und wenn die Dinger -warum auch immer- einmal trocken laufen, kann man dann die Polyamidfäden vom Nocken abwickeln und Nylonsocken daraus stricken. Sicher gehen die Miramiddinger auch (irgendwie), aber mit den Pertinaxteile erhöht sich die Betriebssicherheit und die Lebensdauer der Zündanlage ungemein.
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Re: Unterbrecher unterscheiden an Hand Art.-Nr. usw.

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 18. April 2014, 02:35

Thilo.K hat geschrieben:Sorry, das die Fotos größtenteils unscharf sind, ich bekam es nicht besser hin.

OT an: Thilo, kauf Dir in der Bucht eine alte Sony DSC W5 oder W7. Die Dinger haben ein (relativ) lichtstarkes Zeiss-Tessar, eine super Macrofunktion, Metallgehäuse und funktionieren mit normalen Mignonzellen. Ich habe eine W5 als Werkstattkamera und die hat schon manchen Sturz überlebt und mit dreckigen und fettigen Fingern kann man sie auch anfassen. Ich habe diese in der Bucht schon für um die 25,-- weggehen sehen, ist wirklich ein echter Tipp. OT aus.
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