6 Volt und EBZA2s - das geht doch

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

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WABUFAN
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6 Volt und EBZA2s - das geht doch

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 18. März 2007, 15:10

Durch den Einsatz moder Elektronik ist es Möglich, auch in 6 V - Wartburgs die EBZA2s einzusetzen.
Und wie komme ich darauf ?
Ich besitze seit langem einen Wandler von 12 V auf 24 V bei einem Strom von 10 A. Das sind 240 W !

Bild

Der wird bei Aussenbeschallungen eingesetzt. Daran hängt ein Leistungsverstärker von Musikelekronik Geithain für 100 VA Sinus in 100 V-Technik. Also ein fetter Ausgangstrafo steckt darin. Aber mit einem kleinen Umbau kann man die Leistung von 200 VA SINUS an 4 Ohm entnehmen.
Dabei ist die Netzteilspannung um die 24 V = bei Vollast.

Den Wandler habe ich einmal fotografiert, hier von links ...

Bild

und hier von rechts.

Bild

In der Draufsicht ....

Bild

und die Anschlüsse der Kabel. Alles sehr KFZ-Freundlich.

Bild

Da in meinem Warti hinter der Rückbank genug Platz ist, habe ich dort als "BassRolle" 2 Boxen BR 26 Classic ( 1986 ) eingebaut. Damit sie ordentlich Radau machen, brauchen sie mindestens 25 VA. Ein Eigenbau Leistungsverstärker mit einem 4-fach Leistungsoperationsverstärker liefert an 4 Ohm bei 18 V in Brückenschaltung diese Leistung. An 4 Ohm habe ich bei 18 V Spannung eine Leistung von 35 VA SINUS. Dafür nutze ich den Wandler. Aber auf 18 V umgebaut und stabilsierte Spannung. Der IC würde ab 25 V zum Schrott werden. In der Schaltung ist der Umbau.

Bild

Bei suche nach einem Wandler für 6 V - 12 V bin ich bei der gleiche Firma auf einen gestossen.

Bild

Hier die technischen Daten des Herstellers :

Typ 2238.0
Kurzdaten : 6 V = / 12 V = 10A mit E1 Zulassung für KFZ
Beschreibung : DC-DC Wandler mit E1 Zulassung für KFZ
Eingangsspannung 5,5 V... 8 V =
Trennung Eingang / Ausgang : galvanisch verbunden
Ausgangsspannung : 12 V = ( Ua folgt proportional Ue )
Ausgangsstrom : 10 A
Ausgangsleistung : 120 W
Dauerleistung : 120 W
Kurzeitbelastbarkeit : 120 W
CV-Stabilität : Last 0 - 100 % max. 3 V
Leerlaufstromaufnahme : 30 mA
Anschluss Eingang : Flachstecker 6,3mm
Anschluss Ausgang : Flachstecker 6,3mm
Geräte-Eigenschaften :
Übertemperaturschutz, Minuspol am Gehäuse, Minus Eingang und Minus Ausgang verbunden
Kühlung : Konvektion
Gewicht : 0,6kg
Gehäuse : Wandmontagegehäuse
Abmessungen : 150 x 85 x 70
Schutzgrad/Klasse : IP 30 / III
Farbe : RAL 9005 schwarz
Stabilität Ua bei Änderung Ue : Ua folgt proportional Ue
Sonstiges : für Einsatz in KFZ

Preis : EUR 51.00 Netto
Preis : EUR 60.69 inkl. Mwst. 19 %

Unter http://www.statron.de/index.php?page=details&device=56 kann man das nachlesen.

Nun habe ich mich gefragt, reicht die Leistung aus ?
Ein Zündspule 12 V hat einen Widerstand von 5 Ohm. Bei 14 V flisst damit ein Strom von 2,8 A. Bei 3 Zündspulen wären das 3 x 2,8 A = 8,4 A.
Da aber nie alle 3 Spulen und auch nicht zu 100 % eingeschaltet sind, reicht diese Leistung von 120 W oder maximal 10 A bei 12 V aus. Bei Maximalstrom am 12 V - Ausgang fliessen dann auf der 6 V - Seite ca. 20 A hinein, für die Lichtmaschine ca. 40 % Belastung.
Sogar ein 12 V - Autoradio könnte man da noch betreiben. Mit USB-Stick oder SD-Karte incl. MP3-Musik ....
Und bei stehendem Motor darf auch mal lauter gedreht werden !
Passend zu jedem Wartburg-Modell ...
Warum nicht ?
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Sonntag 18. März 2007, 15:29

Dein Elan in allen Ehren, aber findest du nicht, daß das ein unverhältnismäßig hoher Aufwand ist?
Ist es da nicht einfacher, eine Steini-KTZ einzubauen?
Keine zusätzlichen Kabel, keine Extragehäuse, keine 20A...
Beste Grüße
Peter

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Ungelesener Beitragvon Rolf » Sonntag 18. März 2007, 15:45

WartburgPeter hat geschrieben:Keine zusätzlichen Kabel, keine Extragehäuse, keine 20A...


Du hast was übersehen, Peter!

    Steini bietet keinen USB-Stick und keine MP3-Verträglichkeit für den Sound im Kofferraum, an dem dann die ganze Stadt Laipzsch teilhaben darf,

    Die Stromversorgung zur Kühlung des Bieres in Dornburg finde ich eine sehr wesentliche Einrichtung!

Die Frage muß daher lauten:
Vieviele Akkus trägt eine Wartburg-Achse... :razz:

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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 18. März 2007, 21:48

Na ja, so eine besondere Zusammenstellung aus nicht "Gebasteltem" hat auch seinen Reiz ...
Die EBZA2s hat eben noch den Hauch der DDR-Mikroelektronik und "eine Zulassung" - wer sich auch immer dafür interessieren sollte.
Der Wandler 12 V - 24 V - 20 A war mir zwischen die Finger gekommen und dazu gab es diese Idee.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Gast

Ungelesener Beitragvon Gast » Mittwoch 21. März 2007, 07:53

Schaltungsentwickler kontra Bastler ------
Man sollte es mit der Bastelei am KFZ nicht übertreiben. Die Zündanlage gehört zu den "wichtigen" Bestandteilen und sie muß eine gewisse Betriebssicherheit garantieren. Was passieren kann, wenn gerade beim Überholen die Zündanlage komplett versagt, muß ich nicht beschreiben. Eine elektronische Zündung muß so konstruiert sein, das sie den rauhen KFZ Betrieb (schütteln, Spannungsschwankungen, Temperatur usw.) klaglos wegsteckt. Ein Statron ist für solche Aufgaben nicht konstruiert. Das kann man schon am Innenfoto erkennen. Große stehende Bauteile, keine FR4 Leiterplatte, ungesicherte Kabelverlegung. Der Hinweis "wird heiß" läßt auf Kühlprobleme schließen. Wenn der Statron versagt, ist die Zündung aus und es muß auf 6V zurückgebaut werden. Sollte der TÜV Prüfer elktronisch bewandert sein (was auch vorkommen soll :-) hat sich's was mit der Plakette.
Man kann auch ne Waschmaschine mit nem Kernreaktor ausrüsten. Da stellt sich mir immer die Frage über Sinn und Unsinn.

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Ungelesener Beitragvon Ansgar » Mittwoch 21. März 2007, 08:20

Aber für ein Schönes Radio im 311er ist das 6 auf 12V Schaltnetzteil echt gut geeignet. Passt auch zur Not unter das Amaturenbrett. Hab ich da eingebaut um mein Blaupunk Frankfurt Stereo Radio zu betreiben. Der mechanische Sendersuchlauf zieht viel Strom... :lol:

Als Anregung zur EBZA vieleicht noch, es soll Möglichkeiten gebeben sie auch auf 6 Volt umzubauen. Die Lichtschranke wird doch auch mit 6Volt betrieben.
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Ungelesener Beitragvon Mossi » Mittwoch 21. März 2007, 08:43

für ein schönes Radio im 311er tut auch ein guter Transverter von IKA....

Vorteil:
-er ist auch für die 220 W Lima noch zu tragen,
-schafft ein älteres Blaupunkt (mit Kasettenlaufwerk) problemlos,
-ist auch für den elektronischen Idioten problemlos installierbar,
-hat eine Zulassung
-ist seit Jahrzehnten in der Praxis erprobt
-kostet auf dem Markt im Regefall nicht viel
-ist ein Originalteil....

problem:
-er ist total spießig-uncool weil nicht selbstgebaut
-er zeigt die geringe Kreativität des Besitzers (sofern man ihn sehen kann)
-verleiht nicht den süßen Kitzel der Fehlfunktion der Hardcore-Basteleien anhängt
-muß ggf. gekauft werden......

aber wie immer, jeder so wie er möchte.....

PS: mir bleiben solche Frickeleien fern...., meine wartis fahren auch ohne elektrotechnische Pseudooptimierungen....

Früher hat mein Vater seine Stern-Recorder und anderen Kram auch selbst gebaut...... warum er es jetzt wohl nicht mehr macht??

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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 21. März 2007, 14:20

Also, zu Beruhigung der Gemüter, hier der kleine Bruder. Herstellungsdatum ist mir nicht bekannt.
Eingang 6V= bei maximalen 5,5 A, Ausgang 12 V= bei maximalen 1,5 A.

Transverter_6V_12V_1.jpg

Der Hersteller passt sicherlich "besser" zum Wartburg :

Transverter_6V_12V_2.jpg

Dann den Gehäusedeckel geöffnet und auch nur eine normale Leiterplatte - nicht FR4-Material :

Transverter_6V_12V_3.jpg


Transverter_6V_12V_4.jpg


Transverter_6V_12V_5.jpg


Was fehlt noch ? Der Stromlaufplan.

KFZ_6V_12V_Schaltung.jpg


Lässt sich alles gegen heutige Bauelemente tauschen. Und die bewickelten Bauelemente werden nie kaputt gehen.
Ausserdem gibt es eine Stabilisierung der Ausgangsspannung, die mit der Zenerdiode VD4, VT6 und VT7 erreicht wird. Am Punkt Emitter VT6, Spule L2 und Kondensator C3 stehen ca. 13 V= bereit.
Der Transverter besitzt eine automatische Einschaltung, die mit den Bauelementen VT3, VT8, VD3 und den Widerständen R9, R10 und R6 relisiert wurde.
Belaste ich den Ausgang, dann schaltet er Ein.

NACHTRAG vom 11. Dezember 2011 17:43 :
Die Reparatur des Transverters aus Eisenach und alle Messwerte lassen sich hier nach lesen : viewtopic.php?f=9&t=11902
Zuletzt geändert von WABUFAN am Mittwoch 21. März 2007, 14:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Ungelesener Beitragvon Holger » Mittwoch 21. März 2007, 14:23

Mensch Andy, wo hast Du das ganze Zeugs her. Bei Dir will ich nicht Wohnung sein...
Aber respekt! Wir geben Dir dann in Dornburg am Sonntag wieder Starthilfe, versprochen... 8)

Gruß
Holger
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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 21. März 2007, 14:33

Starthilfe ?

Dornburg06_FIMAG_ICH.jpg
Dornburg06_FIMAG_ICH.jpg (32.33 KiB) 5227 mal betrachtet

Peter hat den " Notschrei " fotografiert.
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Ungelesener Beitragvon Gast » Mittwoch 21. März 2007, 18:50

Dann den Gehäusedeckel geöffnet und auch nur eine normale Leiterplatte - nicht FR4-Material

Ist ja auch nicht dazu gedacht Zündungen zu betreiben. Für Radios geht so etwas immer in Ordung und dem TÜV wird's egal sein :lol:

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6V --> 12V Wandler aus der VR Polen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 26. Juli 2010, 17:56

Heute setze ich diese Reihe einmal fort.
Mir fiel nehmlich ein Wandler 6 V --> 12 V ( Leistung unbekannt ) heute in die Hand.
Das Teil ist Zwischenstück 6 V Autoanlage und 12 V - Radio.
Hertsteller ist UNITRA und somit aus der Volksrepublik Polen ...

WANDLER1.JPG

Der Deckel mit den Hersellerangaben.

WANDLER2.JPG

Ein Blick auf die Leiterseite der Leiterplatte.

WANDLER3.JPG

Die Bestückungsseite.

WANDLER4.JPG

Die Schalttransistoren.
Dieser Wandeler funktioniert ohne bewickelte Bauelemente und hat keinen Trafo eingebaut.
Der T 6-12 aus Eisenach benötigt noch einen Trafo.
Oben kann man das an den Bildern sehen.

Da kann man alles Defekte tauschen - wenn man einen Schaltplan hat.
Den aber habe ich nicht oder kann jemand von den Lesern helfen ?
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Re: 6 Volt und EBZA2s - das geht doch

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 11. Dezember 2011, 17:43

Die Reparatur des Transverters aus Eisenach und alle Messwerte lassen sich hier nach lesen : viewtopic.php?f=9&t=11902
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