Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

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Tomtom
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Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 31. August 2018, 10:43

Ich habe nun endlich ein altes Zündgehäuse gefunden, bei dem aber noch die Lager von der "Nockenwelle" getauscht werden müssen.
Demontiert ist bereits. Gibt es irgendwo eine Anleitung / Beschreibung zur Montage der Lager auf der Welle? Ich frage wegen dem Abstand zwischen den Lagern.

Und welche Kugellager gehören da rein?
Laut ET Katalog

Dsc_2028.jpg

Dsc_2027.jpg
Dsc_2027.jpg (11.17 KiB) 1969 mal betrachtet


Sind IP 63f besondere Rillenkugellager?

Danke vorab
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 31. August 2018, 10:58

Die gleichen Kugellager, wie das kleine Kupplungswellenlager bei Simson.
6000 C3, da sich ja Wärme entwickelt.
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 31. August 2018, 14:18

Tomtom hat geschrieben:Gibt es irgendwo eine Anleitung / Beschreibung zur Montage der Lager auf der Welle? Ich frage wegen dem Abstand zwischen den Lagern.

Hier im Beitrag mal etwas nach unten scrollen. An sonst ergibt sich der Sitz und Abstand der Lager durch die Segerringe (Nr.22) und die Abstandshülse (Nr.25) ganz von allein. Die Abdeckscheiben (Nr.23) können entfallen, wenn man gekappselte Lager verwendet. Welche Lager verwendet werden sollen, hat ja Thilo schon geschrieben.
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Tomtom
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 31. August 2018, 16:55

Die Lager sind bestellt. Und vielen Dank!
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon Mossi » Donnerstag 6. September 2018, 20:40

"6000 C3, da sich ja Wärme entwickelt"

Wieviel Wärme herrscht denn tatsächlich in dem vom Fahrtwind gekühlten, vom Block über einen langen Arm entkoppelten Zündaggregat?

Und macht sich eine entsprechende Lagerluft nicht im Zweifelsfall unnütz schädlich bei der Zündeinstellung?
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 6. September 2018, 21:44

Die Nachsetzzeichen "IP 63f" des Lagers aus dem ET-Katalog lassen sich leider nicht ganz "übersetzen". Sicher ist, dass "P63" für die Präzision P6 (ISO/DIN 620 Klasse 6) und die Lagerluft C3, sowie sinnvollerweise das "f" für einen Massivkäfig aus Stahl oder Spezial-Gusseisen steht. Für das führende "I" oder "L" habe ich keine vernünftige Übersetzung gefunden,
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon brummbaer » Sonntag 16. September 2018, 06:38

IP ist die Klasse der Schutzart, wahrscheinlich angegeben weil Zündungsteil ?
Zitat
Die Schutzart gibt die Eignung von elektrischen Betriebsmitteln für verschiedene Umgebungsbedingungen an, zusätzlich den Schutz von Menschen gegen potentielle Gefährdung bei deren Benutzung.
Schutzarten sind IP 00 bis IP 69
Schutzart (IP XX) beschreibt den Schutz gegen direktes Berühren bzw. gegen Eindringen von Feststoffen und Flüssigkeiten.
Gruß

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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 16. September 2018, 11:08

@ Brummbär, jo, da hast Du erst einmal Recht:

Schutz.JPG

Allerdings dürfte das kaum etwas mit der Lagerbezeichnung zu tun haben, hier sind andere Parameter wichtig und die Leestelle zwischen dem "P" und der "63" im Text des ET-Katalogs ist mit Sicherheit ein Schreibfehler. Die ISO-Klassifizierung war in der DDR am Ende durchaus üblich, so habe ich z.B. Radlager DKF 6306 P62 (P62=P6+C2, P6=Maß- und Laufgenauigkeit gemäß ISO-Toleranzklasse 6, C2=Radialluft kleiner als Normal) eingebaut und die Kurbelwellenlager sind als 6209 P64 ausgewiesen (4= RadialluftC4).
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 16. September 2018, 19:21

Hier unbedingt offene Lager kaufen.
Die alten Lager mit den abnehmbaren Deckblechen sind ca. 8,6 mm breit.
Neuer gekapselte Lager ohne Nutzung der original Deckbleche nur 7,9 mm.
Mach dann bei 2 Lagern einen Unterschied von knapp 1,5 mm.
Ich hatte gekapselte Lager gekauft, die Kapselbleche dann kurzerhand entfernt. Und wir liegen wieder bei 8,6mm.
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Sonntag 16. September 2018, 20:13

wow, tomtom, da sagste aber was.
muss ich morgen gleich mal checken, was ich da verbaut hab .. :evil:
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon Mossi » Mittwoch 19. September 2018, 14:41

Komisch, ich habs mit Abstandshülse gerade wieder so zusammenbekommen....

Von Luft war dort nichts zu spüren....
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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Sonntag 28. Oktober 2018, 14:21

Mossi hat geschrieben: Wieviel Wärme herrscht denn tatsächlich in dem vom Fahrtwind gekühlten, vom Block über einen langen Arm entkoppelten Zündaggregat?
Die Frage ist meines Erachtens nach am Leben vorbei gestellt. Die Frage ist eher: Wieviel Wärme überträgt sich im Sommer bei heißem/betriebswarmen Motor nach dem Abstellen des Fahrzeuges auf die Zündmimik?
Ich glaub' die Jungs wußten damals schon so einigermaßen, was sie taten... (auch wenns uns heute nicht immer auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheint)

Gruß

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Re: Instandsetzung Nocken / Nockenwelle des Unterbrechergehäuses

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Samstag 8. Dezember 2018, 22:58

mal als nachtrag:
mehr durch zufall hab ich bei einem lagerwechsel für den nocken bemerkt, daß anstelle der abstandshülse auch prima ein zusätzliches, drittes lager da rein passt. und da wir ja nun in einer überflussgesellschaft leben ... :-| hab ich das mal realisiert für den neuen http://w311.info/viewtopic.php?f=84&p=208214#p208196 . obs hilfreich ist weiß ich nicht, bin mir aber sicher, daß es nicht schaden tun tut . *g*
..ein zündgehäuse mit dreifach spezialgelagerter nockenwelle - muss ich mal in der bucht so rein tun .. ;o)
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