Kleine Elektronikbastelei: Zündung

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

Moderator: ZWF-Adminis

Benutzeravatar
MarkusH
Verzinker
Beiträge: 362
Registriert: Samstag 6. Januar 2007, 01:47
Mein(e) Fahrzeug(e): 353W
Kontaktdaten:

Kleine Elektronikbastelei: Zündung

Ungelesener Beitragvon MarkusH » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:47

Moin!
Seit einigen Tagen habe ich meine Eigenbau-Zündung in Betrieb. Bisher
(wie eigentlich erwartet und erhofft) ohne Probleme.
Zündzeitpunkt läßt sich für jeden Pott getrennt (fest) einstellen.
Der Original-Zündnocken dient weiterhin unverändert als Steuerelement.
Die (Leistungs-)Elektronik sitzt in einem Aludruckguß-Gehäuse auf dem
rechten Radhaus.
Das "allenaselange" Kontakte einstellen hat ein Ende :D :D :D
Hier noch ein paar Bilder von der Anlage und während des Einbaus.
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild

So, habe gerade (23.02.2010) die verlorengegangenen Bilder wieder eingefügt.
Die Zündanlage läuft jetzt seit 3000 km im Sommer + Winter ohne aufzufallen.

Leistungstransistoren = Mosfets
Spannungsabfall an der Anlage ca. 0,25 Volt mit blauen Bosch-Zündspulen (3 Ohm)
(Zwischen Zündspule (1) und Anlagenmasse, bei stromdurchflossener Spule)

Bei Elektrodenabstand 0,8mm und ca. 5000 U/min: laut Oszillograph:
Funkenbrenndauer ca. 2,5 ms, Primärspannung 300 V (clipped)

Sensor: Zahnradsensor z.B. von Honeywell

Schaltung gibt´s hier nicht öffentlich, hat mich dafür zuviel Arbeit/Zeit/Geld gekostet.
Zuletzt geändert von MarkusH am Dienstag 23. Februar 2010, 13:18, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Dirk
Triebwerkmeister
Beiträge: 676
Registriert: Donnerstag 30. März 2006, 17:39
Mein(e) Fahrzeug(e): 1991er 1,3 tourist, HP500.01, MZ TS 150, Eigenbau-Caravan
Wohnort: Rheinhessen

Re: Kleine Elektronikbastelei: Zündung

Ungelesener Beitragvon Dirk » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:56

Die Mechanik im Unterbrechergehäuse sieht schon mal sehr solide aus, Respekt. Zur Elektronik kann ich mich nicht weiter äußern, man sieht nicht viel.
Solltest Du Dich wundern, dass er nicht anspringt: Die Kerzen gehören in die Bohrungen oben im Motor. {Zahnlücke} -gummi- -gummi- -gummi-
Gute Fahrt damit,
Dirk
Kaum macht man's richtig, schon gehts...

Benutzeravatar
Tomtom
Schaupannenreparierer
Beiträge: 8136
Registriert: Samstag 21. Juli 2007, 22:21
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 312 300 HT
Wartburg 353W
Camping 312-500
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Kleine Elektronikbastelei: Zündung

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Dienstag 13. Oktober 2009, 21:57

Herzlichen Glückwunsch!
Toller Erfolg und das sieht sehr professionell aus (speziell das Unterbrechergehäuse)
Das ist genau das Thema, mit welchem ich mich im Winter beschäftigen wollte. Doch Du bist eindeutig schneller.
Wieviele Kilometer hast Du bereits abgespult?

Speziell mich - und den Wabufan - interessieren die Details. Kannst Du uns nen Schaltplan zur Verfügung stellen?
Hast Du das mit IGBT's realisiert oder "nur" die EBZA adaptiert? Ich bin sehr neugierig....

Wir freuen uns auf Neuigkeiten. Ich schreibe ausdrücklich "wir", weil der Wabufan Dir morgen früh ähnliche Fragen stellen wird! Speziell zum Geber.
Ich sage: {top}
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Benutzeravatar
WartburgPeter
Camping-Tourist
Beiträge: 5563
Registriert: Donnerstag 19. Januar 2006, 21:10
Mein(e) Fahrzeug(e): Tourist 353W
Camping 312

Re: Kleine Elektronikbastelei: Zündung

Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Dienstag 13. Oktober 2009, 22:19

Schön, daß es immer noch so viel Enthusiasmus gibt! :smile:
Beste Grüße
Peter

Benutzeravatar
WABUFAN
Betriebs-Elektriker
Beiträge: 7356
Registriert: Sonntag 12. März 2006, 12:12
Mein(e) Fahrzeug(e): nur 353er Tourist
Wohnort: Leipzig

Re: Kleine Elektronikbastelei: Zündung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 14. Oktober 2009, 09:10

So wie TomTom es sagt :
Detailbilder ansehen.
Bei kontaktlosen Zündanlagen sind 2 Sachen zu beachten :
- Der Leistungstransistor für die Zündspulen muss einen geringen Spannungsabfall haben - besonders bei 6 V - Anlagen
- Der Leistungstransistor muss mindestens für 400 V Sperrspannung ausgelegt sein. Ist an der Zündspule keine Kerze, dann läuft die primäre Spannung über 350 V hoch.
Hier in meinem Versuchsaufbau zu sehen und zu lesen.
viewtopic.php?f=26&t=5490
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

Benutzeravatar
MarkusH
Verzinker
Beiträge: 362
Registriert: Samstag 6. Januar 2007, 01:47
Mein(e) Fahrzeug(e): 353W
Kontaktdaten:

Re: Kleine Elektronikbastelei: Zündung

Ungelesener Beitragvon MarkusH » Mittwoch 9. Mai 2012, 23:59

n'Abend! :sleep:
Mal wieder ein kleines Update:
Die erste Anlage läuft seit fast drei Jahren immer noch problemlos. Ich habe diese Art Zündung jetzt mehrmals gebaut, u.a. auch für den Barkas eines Bekannten und verschiedene Motorräder, letztere mit anderen Gebern. Es gibt jetzt eine neue, zweiseitige Platine für alle drei Kanäle, die je nach Bestückung von verschiedenen Gebertypen angesteuert werden kann.Bild


Zurück zu „Zündung - Vom Unterbrecher bis zur Elektronik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste