KMVA - Anzeige 353 als Bordspannungsmesser

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WABUFAN
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KMVA - Anzeige 353 als Bordspannungsmesser

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 15. Juni 2006, 08:22

KMVA - Anzeige 353 als Bordspannungsmesser
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Die Ladekontrolle leuchtet beim Einschalten der Zündung und verlöscht, wenn der Generator Spannung abgibt.
Damit kann man keine Aussage über die Spannung im Bordnetz und letztendlich den Ladezustand der Batterie treffen.
Zur Umschaltung KMVA - Spannung nutze ich den Schalter für die Bremskreisausfallanzeige.
Einseitig ist die Schalterstellung frei, wenn man die Anzeige umgebaut hat und die Kontrolle mit Einschalten der
Zündung erfolgt. Dazu hatte ich ein neues Thema eröffnet.
Die KMVA zeigt Spannungen im Bereich von 0,6 V ... 2,2 V gegen Masse an. Die ersten 7 LED sind Grün, die weiteren 5 LED sind Gelb.
Mein Ziel habe ich erreicht, wenn die letzte Grüne LED Leuchtet ist alles ok. Wenn diese LED nicht leuchtet oder gar die Gelben, liegt ein Fehler vor.
Nun wäre es aber Unsinn, eine Spannung von 0 ... 16 V an zu zeigen. Bei 10 V ist die Batterei entladen, bei mehr wie 15 V brennen die Lampen durch.
Zu bedenken hat man noch, das auch bei einem defekten Regler die LIMA durchaus mehr wie 16 V liefern kann. Dann eine defekte Anzeige zu haben ist auch nicht sinnreich.
Als erstes unterdrücket man den Bereich von 0 ... 10 V. Dafür nutzt man die Eigenschaften von Zenerdioden. 2 Stück der 5 V - Typen in Reihe geschalten, lösen das Problem. Mit einem Einstellregler stelle man bei laufender LIMA auf die letzte grüne LED ein.
Die 2 Zenerdioden und der Einstellregler sind die Hauptelemente der Schaltung. Der Rest ist zum Schutz der Zusatzschaltung.

Zur Schaltung
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Vom Anschluss A1 oder Zündschloss 15/54 fliesst der Strom über den Widerstand R1 von 22 Ohm, über die Zenerdioden und über Widerstand R2 von 120 Ohm nach Masse.
Parallel zu R2 liegt der Einstellregler P1 mit 470 Ohm. R2 parallel zu P1 ergibt 95,5 Ohm. Somit ist der Gesamtwiderstand 95,5 Ohm + R1 mit 22 Ohm = 117,5 Ohm.
Bei 14 V Normalspannung an A1 misst man dann 14 V - 11,2 V ( 2 x 5,6 V beide Z-Dioden ) = 2,8 V an R2. Und das ist die maximale Eingangsspannung der KMVA-Anzeige. Mit P1 stellt man dann die Anzeige auf die letzte grüne LED ein. Da an R2 2,8 V stehen, fliesst ein Strom von 0,02 A = 20 mA durch R1 und die Z-Dioden.

Schutz der Schaltung bei Bordnetzfehlern
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Die Z-Dioden sind für eine Leistung von maximal 1,3 W ausgelegt. Bei 5,6 V pro Diode sind das dann 0,23 A maximaler zulässiger Strom.
Da ein maximaler Strom von 0,23 A fliessen darf, kann man den Spannungsabfall an R2 paralle P1 + R1 errechnen. Man kommt auf 23,5 V bei 0,23 A und addiert die Spannung der 2 Z-Dioden von 11,2 V und erhält 34,7 V. Das ist meine maximale Eingangsspannung bevor ein Bauelement zerstört wird.
Die Batterie als Puffer zwischen LIMA und Bordnetz erreich niemals diese Spannung.
Der Widerstand R1 und die Diode D1 verhindern, das eine negative Spannung > - 0,7 V die Schaltung erreicht.
Da die Diode maximal 1 A Strom verträgt, ist eine negative Spannung von -22,7 V zulässig. Das schafft nur eine leere 24 V Batterie verkehrt angeschlossen ....?
In diesem Fall sind die Z-Dioden in Durchlassrichtung mit 1,4 V und verhindern ein Durchgreifen der negativen Spannung von -0,7 V zum Eingang der KMVA-Anzeige. Der Eingang der KMVA verträgt maximal 6,2 V und negative Spannungen will er gar nicht. Der Schaltkreisanschluss geht blank an den Anschluss B2, nur ein Widerstand 75 kOhm und ein Elko liegen nach Masse. Da ist Vorsicht geboten, deshalb auch der Aufwand der Schutzbeschaltung.
Der Kondensator C1 von 100 µF / 35 V= leitet niederfrequente Impulse gegen Masse.
Der Kondensator C2 von 47 nF / 63 V= macht das mit hochfrequenten Impulsen.
Bild
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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