Drehzahlmesser LED DDR

"Mäusekino": Anschlüsse, Schaltpläne, Geber, Bedienung...

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Drehzahlmesser LED DDR

Ungelesener Beitragvon Chefingenieur » Mittwoch 30. August 2006, 10:08

Ich habe ein Drehzahlmesser LED (DDR) mit Standfuß für einen 2 Takt (1:1) zum nachträglichem Einbau. Ich selbst fahre aber in Zukunft einen Wartburg 1.3 und möchte auf dieses Intrument nicht verzichten. Kann mir jemand helfen? Ich tausche auch gegen einen Orginalen mit 4 Takt Funktion (2:1)

Gruß jens

HONI
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Ungelesener Beitragvon HONI » Mittwoch 30. August 2006, 16:40

Im Drehzahlmesser müßte irgendwo ein Poti verbaut sein, mit dem man das Teil nachjustieren kann. Damit müßte es auch auf 1:2 und umgekehrt einzustellen sein.

MfG HONI!!

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Tobias Yello' Thunder
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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Mittwoch 30. August 2006, 17:25

Jupp. Ist. Siehe Wartburgpeters Heimatseite. Da ist der Schaltplan zum Tiefladen drauf. Ob der Poti allerdings wirklich zum Justieren der Anzeige dient (könnte ja auch zum Justieren der Herzfrequenz des Fahrers dienen, oder der Helligkeit der LEDs, oder der Stromversorgung der DDR-"Makro"elektronik - das Wort Mikro will mir in dem Zusammenhang wirklich nicht über die Tasten 8) ), und ob er so weit einzustellen geht, weiß ich nicht. Ich muß mich demnächst dem selben Problem stellen.
Ich kriege nämlich eine britische Hochspannungszündanlage, und die verteilt den Hochspannungsfunken, hat also nur eine Spule. D. h., der DZM würde dreimal wo viel anzeigen, wie im wirklichen Leben. Mal sehen, ob ich das hinkriege, oder ich mir auch eine Schaltung basteln muß.

Tobias
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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 30. August 2006, 18:29

So gesehen kein Problem, man nehme wenn man hat einen Johnsonzähler der modulo drei zählt ...
Oder ein dynamisches Flip-Flop was die Eingangsimpulse durch 2 teilt.
Das alles auf einen Pegel von 200 Volt (!) bringen und an den Drehzahlmesser.
200 V ? Ja, die Rückschlagspannung ander Zündspule ist wenigstens beim öffnen des Unterbrechers so hoch, mit 12 V funktioniert der Drehzahlmesser am grünen Kabel - Messanschluss nicht.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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Drehzahlmesser

Ungelesener Beitragvon Chefingenieur » Mittwoch 30. August 2006, 22:42

HONI hat geschrieben:Im Drehzahlmesser müßte irgendwo ein Poti verbaut sein, mit dem man das Teil nachjustieren kann. Damit müßte es auch auf 1:2 und umgekehrt einzustellen sein.

MfG HONI!!


was ist ein Poti? Und der Anbau wäre der Selbe wie beim 2 Takter?
Gruß Jens

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Ungelesener Beitragvon HONI » Mittwoch 30. August 2006, 23:25

Ein Poti ist ein veränderbarer Widerstand. Das Dung hat drei Kontakte und du kannst oben in einen kleinen Schlitz nen Schraubendreher reinstecken und daran drehen.

Anschluss ist identisch wie beim 2-Takter.

MfG HONI!!

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Re: Drehzahlmesser

Ungelesener Beitragvon Rolf » Mittwoch 30. August 2006, 23:42

Chefingeneur hat geschrieben:was ist ein Poti?


Ich hätte da einen Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Potentiometer

:smile:

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Dirk
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Ungelesener Beitragvon Dirk » Freitag 1. September 2006, 09:01

Also Mädels, das Poti dient nicht zum Umjustieren zwischen 2:1 und 1:1. Dafür gibt es unterschiedliche Bestückungsvarianten. Bin schon seit längerem auf der Jagd nach einem Schaltbild, bisher leider ohne Erfolg.
Die grundsätzliche Funktion ist so, dass die bis zu 200 V hohen Impulse von der Primärseite der Zündspule zuerst auf einen "ungefährlichen", konstanten Spannungswert heruntergeteilt werden. Die Impulsdauer wird auf einen immer gleichen Wert gebracht, damit sich mit der Drehzahl nur noch der Impulsabstand ändert. Dann wird über einen Gleichrichter (Diode) ein Kondensator aufgeladen, der zusammen mit einem Widerstand eine definierte Entladezeitkonstante hat. Mit etwas Zusatzaufwand zur Linearisierung erhält man eine drehzahlproportionale Spannung. Diese wird von einem A277 im Bandbetrieb dargestellt. Das / die Poti(s) dienen nur der Feinabstimmung. Für eine Anpassung von 2:1 auf 1:1 und umgekehrt ist die Widerstand-Kondensator-Kombination zu ändern. Und genau hierfür braucht man jetzt die Schaltungsunterlagen aus Beierfeld. Insgesamt ist das Ganze so clever aufgebaut, dass die Dinger ohne Umschaltung auch für 6 V taugen, so sehr würde ich also auf den DDR-Mikromurks gar nicht schimpfen wollen. Vielleicht wohnt ja jemand im Umkreis von Beierfeld und kann einen ehemaligen Entwickler auftreiben oder herausbekommen, wo das Firmenarchiv gelandet ist. Vielleicht kann ja auch die damalige Servicewerkstatt (nicht in Beierfeld) noch helfen? Die Adresse lag auf einem kleinen Zettel in der Originalverpackung. Alles andere ist dann recht einfach zu machen.
Viele Grüße,
Dirk
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Tobias Yello' Thunder
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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Freitag 1. September 2006, 10:00

Also Dirk: Schaltung vom LED-DZM steht schon seit Jahren beim Peter auf der Homepage zum Tiefladen bereit.

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Ungelesener Beitragvon Dirk » Freitag 1. September 2006, 11:12

@Tobias: Tja, hätte ich mir eigentlich denken müssen. Danke, Peter.
Schade, dass die verschiedenen Ausführungen nicht im Vergleich dargestellt sind bzw. auch nicht angegeben ist, ob es die Zwei- oder Viertaktvariante ist (und mit welchem Drehzahlbereich). Da gab es mindestens 3 verschiedene Ausführungen, evtl. sogar noch mehr.
@Chefing.: Für die "Drehzahlübersetzung" sollte meiner Meinung nach der Widerstand R8 (75 kOhm) und der Kondensator C2 (10 µF) zuständig sein. Den Kondensator würde ich dem Wert nach verdoppeln (22 µF) bzw. halbieren (4,7 µF) um die "Übersetzung" zu ändern.
Falls bei Dir diese Bauteile mit anderen Werten bestückt sind, bitte hier posten. Vielleicht bekommen wir auf diese Art im Lauf der Zeit einen Überblick über alle Varianten.
Zum Feinabgleich dient dann der Trimmer P1. Zum ersten Test / Abgleich auf dem Labortisch kannst Du den DZM aus einem 12 V - Gleichspannungsnetzteil versorgen. Zusätzlich aus einem Klingeltrafo 8 V / 50 Hz zwischen Eingang (grün) und Masse (braun) anlegen. Ein 1:1 für Zweitakter muss dann genau 3000 min-1 anzeigen. Ein 2:1 für Viertakter entsprechend 1500 min-1.
Viel Erfolg,
Dirk
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Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Freitag 1. September 2006, 17:15

Dirk hat geschrieben:@Tobias: Tja, hätte ich mir eigentlich denken müssen. Danke, Peter.
Schade, dass die verschiedenen Ausführungen nicht im Vergleich dargestellt sind bzw. auch nicht angegeben ist, ob es die Zwei- oder Viertaktvariante ist (und mit welchem Drehzahlbereich). Da gab es mindestens 3 verschiedene Ausführungen, evtl. sogar noch mehr....


Ja,
- manchmal ist es eine reine Zeitfrage,
- manchmal habe ich keine Kenntnis und will aber mir zugesandte Artikel nicht deswegen unterschlagen und
- manchmal besitze ich einfach nicht die Geräte, um mich damit näher zu beschäftigen.
Ich muß das nach wie vor alles allein machen, Nachts! :sad:
Beste Grüße
Peter

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Ungelesener Beitragvon Dirk » Montag 4. September 2006, 09:29

Peter,
das sollte jetzt keine Kritik sein. Wenn ich meinen Beitrag jetzt noch mal so lese, könnte man das so interpretieren, sorry. Meinte damit eher, wie schwierig es inzwischen allgemein geworden ist, technische Informationen jenseits von Ihling usw. zusammenzutragen. In dieser Richtung ist Dein Engagement nicht hoch genug zu bewerten. Ich weiß, dass ich selbst einen kleinen Fundus noch nicht aufgearbeiteter Unterlagen habe, der aus Zeitgründen einfach nur da liegt und somit niemandem nutzt. Und ich fürchte, es werden noch Jahre vergehen, bis ich mich mal an den Scanner setze, um wenigstens Teile davon netzfähig zu machen. Z. B. denke ich an die Beilagezettel (Anleitungen) diverser Zubehörteile oder an Bastlertipps aus practic, DDS und ähnlichem.
Viele Grüße,
Dirk
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Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 4. September 2006, 09:38

Dirk hat geschrieben:Ich weiß, dass ich selbst einen kleinen Fundus noch nicht aufgearbeiteter Unterlagen habe, der aus Zeitgründen einfach nur da liegt und somit niemandem nutzt.

Nah dann nichts wie aufarbeiten Dirk :lol:
Da ist sicher jeder hier interessiert. Ab und zu mal ein klein wenig und dann wird dass schon. Irgendwie müssen wir die historischen Unterlagen und Dokumente ja für die Nachwelt erhalten. Also nur zu :smile:

Gruß Maddin

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Ungelesener Beitragvon TOXXY » Freitag 15. September 2006, 01:24

Hallo,

Habe hier irgendwo im Aussenlager die Viertaktvariante rumliegen, wenn ich das Ding in die Finger bekomme kann ich ja mal nach der Besückung schauen...

Hat einer zufällig ein Strickmuster von Trabantmäusekino, habe mind. 3 verschiedene, will die abba für andere Zwecke nutzen...

Gruss TOXXY

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Tobias Yello' Thunder
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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Freitag 15. September 2006, 06:29

Au ja. Würde mich auch inserieren. Mein DZM zeigt momentan immer das dreifache an...

Tobias
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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 15. September 2006, 10:08

@Tobias,
der Anzeige kannste glauben !
Der Motor mit 15.000 U/min - echter Tunigerfolg.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Tobias Yello' Thunder
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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Freitag 15. September 2006, 10:25

[säggsch]Gloobsch ni.[/säggsch]
Das liegt eher an der DENSAW-Zündung. Da kriegt ja jetzt eine Spule die Impulse für drei Zylinder...

Tobias
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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 15. September 2006, 10:27

" ... kanste' Glauben" ---> spruch von Pittiplatsch ....
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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Sonntag 8. Oktober 2006, 19:41

So. Glauben hin, wissen her. Ich habe mich jetzt mal über meinen DZM hergemacht.
Der zeigte durch die vom Viertakter entlehnte Zündspule mit Verteiler ja das dreifache der Drehzahl an. Das ging mir dermaßen auf den Kranz, daß ich das Ding zwischenzeitlich stillgelegt hatte. Das ging mir aber auch wieder auf den Zeiger, denn wenn ich schon so'n Gimmick (mehr ist das Ding echt nicht, wegens mangelnder Anzeigegenauigkeit) einbaue, muß es auch gehen!
Ich verweise an dieser Stelle auf den Plan von Peters Seite. Da ist ein Potentiometer (R14) eingezeichnet, und dieses in Reihe mit einem Widerstand (R13) geschaltet.
Gehäuse aufgepopelt, und am Poti gedreht. Als das Poti so weit zugedreht war, daß es kurzgeschlossen war, zeigte der DZM wieder einigermaßen reelle Werte an. Aber halt nur einigermaßen. Und das war mir halt nicht genau genug. Also habe ich mich mit dem Schaltplan bewaffnet hingesetzt, und versucht Bauteilwerte zu entziffern. Das Poti ist ein 22Kilo-Typ. Der mit ihm in Reihe geschaltete Widerstand hat 1,5Kilo, wenn ich mich nicht ganz übel vertan habe. Diese Ringcodierung - da jabe ich selbst mit Tabelle meine Probleme.
Meine Überlegung war, daß man ja nur den Widerstand R13 verringern muß, und schon stimmts wieder. Ich habe mir dann einen 1,8Kilo und einen 2,2 Kilo Widerstand genommen, und diese parallel zu dem R13 geklemmt. Erstmal nur provisorisch, um zu kieken, was passiert. Und siehe da, mit dem 2,2 Kilo Widerstand paßte es dann wieder. Den festgelötet, und fertsch war die Sache. Es gestaltete sich zwar etwas schwierig, da zu löten, denn ich bekam die Platine wegen mangelnder Kabellänge nicht weiter aus dem Gehäuse raus als auf den Fotos zu sehen, und die Windschutzscheibe ist an der Stelle ja auch noch im Wege. Deswegen sind die Lötpunkte nicht von der Sorte "TGL" sondern eher von der Sorte "hält und hat Kontakt".
Man kann sicherlich auch auf diese Art und Weise Viertakt-DZM's an Zweitakter anpassen. Bei mir gings ja um das umgekehrte, und so funktionierts.
Hier die Fotos:
Bild
Rot eingekreiselt die beiden Widerstände, um die's geht.
Und hier das ganze fertig:
Bild
An der Spitze des roten Pfeiles ist zu erkennen, daß der Poti jetzt wieder schön in Mittellage steht, ich habe also nach beiden Richtungen die Möglichkeit feinzujustieren.

Tobias
Zuletzt geändert von Tobias Yello' Thunder am Samstag 11. November 2006, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Farbcode für Widerstände nach TGL 4615

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 8. Oktober 2006, 23:23

Tobias,
könnte das Dir helfen ?

Bild
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Farb-Dekodierung von Widerständen

Ungelesener Beitragvon Rolf » Montag 9. Oktober 2006, 00:39

Ist zwar nicht so herrlich historisch wie der Vorschlag von "WabuFan", aber es gibt verschiedene Online-Rechner für die Farb-Dekodierung:

Einer der übersichtlichsten ist das hier:
http://www.uni-ulm.de/wwe/PHP/widerstand2.php

Das hier ist dann schon weit detaillierter:
http://www.sengpielaudio.com/Farbcodewiderstaende03.htm

Hier wird sogar bei der praktischen Anwendung des ohmschen Gesetzes geholfen, indem Standart-Werte, Vergleichswerte oder Parallel-Widerstände angezeigt werden.
http://www.okaphone.nl/calc/widerstand.shtml

Die Progrämmchen benötigt aber zur Ausführung aktiviertes Java-Skript!

Als Tabelle ist das hier (unter andrem) zu haben.
http://www.hobbyelektroniker.de/seiten/ ... abelle.php

Happy_lötig! ;)

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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Montag 9. Oktober 2006, 18:21

Der Online-Rechner ist ja sehr schön, aber wenn Ihr mir dann noch erklären könnt, wie ich dann in meinem Parkhaus einen Internetanschluß kriege, wäre mir erst richtig weitergeholfen. Ansonsten bin ich mit Andreas' Lösung weitaus besser dranne. DIE kann ich ausdrucken!

Tobias

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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 10. Oktober 2006, 18:33

Tobias,
vor dem nächsten Treffen mit 353er sage mir Bescheid, habe gerade noch so eine Tafel gratis aus DDR-Zeiten gerettet.
Bekommst Du dann geschenkt.
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Re: Drehzahlmesser LED DDR

Ungelesener Beitragvon maffi » Samstag 21. Juli 2012, 22:50

Nabend liebe Leute,

ich bin zwar neu hier,aber habe doch ein paar Fragen zu diesem Thema hier...

mit viel Interesse hab' ich die "Modifizierung" des DZM gelesen,bin dabei jedoch auf einige Ungereimtheiten gestossen und bitte euch um Aufklärung...erstens hab' ich die Schaltpläne von Wartburgpeters Seite verglichen mit den angebenen Werten von Tobias...da stimmt es doch nicht,daß das Poti 22k und der paralle Widerstand R13 1,5k haben soll,denn laut Plan stehen da einmal Poti 1k und der R13 hat 15k ...dann noch eine Frage,wenn Tobias 2,2k parallel auf den R13 gelötet hat,müßte die Farbcodierung doch aus 3 roten Ringen bestehen oder hab ich da was mißverstanden an der Tabelle?

Hintergrund ist einfach der,daß wir den DZM für unseren Barkas umbauen wollen und leider kann ich die Farbcodierung des zusätzlichen Widerstandes nicht richtig erkennen auf dem Bild...ich wollte mir das gefummel und rumprobieren ersparen,darum frag' ich so...vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen...

viele Grüße

maffi
Der frühe Vogel fängt vielleicht den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse :D ;)

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Re: Drehzahlmesser LED DDR

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 22. Juli 2012, 07:44

Ich denke einmal, das der Generator zur Ansteuerung das Problem sein wird.
Mindestdaten : 10 ... 100 Hz
- für 600 ... 6.000 U/min
- Rechteck > 80 Vss
- für 1 Zylinder 2 - Taktmotoren.

Ich habe gleich mal die LED - Anzeige richtig gerückt :

DZM_LED_FOLGE.JPG

Die Gutanzeige in Grün ist hier von 1.500 - 4.500 U/min.
Die entsprechenden LED wurden getauscht.

DZM_1.500_Umin_25Hz.JPG

Probelauf mit 25 Hz für die Anzeige 1.500 U/min.

DZM_3.000_Umin_50Hz.JPG

Das ganze mit 50 Hz für 3.000 U/min.

DZM_6.000_Umin_100Hz.JPG

Die ganze Übung mit 100 Hz = 6.000 U/min.

Also der Generator zur Ansteuerung ist das Problem ...

Zur Not kann man für 3.000 U/min die Netzwechselspannung mit 50 Hz nutzen.
Mit Vorwiderstand und Z-Dioden - davon 8 Stück mit Z-Spannung 20 V in Reihe ( ! ) - bekommt man auch 80 Vss Rechteckspannung. Ein Trenntrafo ist dafür erforderlich.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: Drehzahlmesser LED DDR

Ungelesener Beitragvon maffi » Sonntag 22. Juli 2012, 13:19

Mahlzeit :-|

dankeschön für die ausführliche Beschreibung...ich entnehme deinen Worten,daß es nun wohl doch nicht so einfach sein wird,den DZM von 2- auf 4-takt umzubauen...leider reichen meine Kenntnisse nicht soo dermaßen tief in die Elektronik,daß ich diesen komplizierteren Umbau ausführen könnte :oops: nen Widerstand tauschen und bischen was dran rum messen - ok,aber dann hört's schon fast auf mit dem Wissen...

ich habe noch einen anderen DZM im Regal liegen,der geht leider nur bis 3000u/min (denke ich mal,bin mir grad nicht sicher)...der war eigentlich im Robur verbaut...einen DZM für'n 4-takter zu finden ist ja eher problematisch...bis jetzt kamen mir nur welche für'n 2-takter in die Finger...vielleicht hat ja jemand einen abzugeben oder eventuell auch im Tausch gegen einen vom 2-takter...

viele Grüße und allen noch einen schönen Sonntag,

maffi
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Re: Drehzahlmesser LED DDR

Ungelesener Beitragvon TOXXY » Mittwoch 5. Dezember 2012, 08:38

Hallo,

Der Unterschied zwischen 2 und 4 Taktvariante besteht in den Werten von C6 und P1.

2-Takt: C6=0,22µ ; P1=1k
4-Takt: C6=0,15µ ; P1= 22K, eingestellt auf 8,1k

Du brauchst also nur die beiden Teile tauschen :-)

Kiek mal Hier :-)


Gruss TOX
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Re: Drehzahlmesser LED DDR

Ungelesener Beitragvon TOXXY » Samstag 8. Dezember 2012, 18:41

Hallo,

Heute habe ich mich mal über den Drehzahlmesser hergemacht, und Andreas Messanordnung nachgebastelt :-) Ich habe mal ein paar moderne Messgeräte dazugemischt, weil die mal einfach kleiner sind :-) Der Billichspannungsmesser "lauft" erstaunlich genau!
Der RC Generator gibt ein sauberes Signal :-) Ca 50 Hz.
Bild
Einmal Rechteck und einmal Sinus. Dann gings raus in die Werkstatt. Links ist die Bertiebsspannung, rechts die Herzen.

50 Hz, 1500 U/min:
Bild

100 Hz, 3000 U/min:
Bild

150 Hz, 4000 U/min:
Bild

200 Hz, 6000 U/min:
Bild

Die geforderten 80Vss bringt mein etwas alterschwacher Generator nicht :-) Es sollten 30 sein... Naaja, 17V kommen raus... Aber auch dagegen lässt sich auch etwas machen :-) nu loofts mit 17Vss :-) Der Drehzahlmesser arbeitet ab ca. 7,5 V stabil, ab ca 220 Hz zeigt er nix mehr an.

Warum unterscheiden sich jetzt meine Messwerte von Andreas seinen?? Ist ganz einfach, der Drehzahlmesser ist für 4 dakta :-) Die Werte für C6 und P1 stimmen also :-)

Habe natürlich auch die passenden DDR Messgeräte, war aber zu faul die alle runter zu tragen...

Hier da Faumeter:
Bild (->klick mich!)
Der Frequenzzähler:
Bild (->klick mich!)

Gruss TOX
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Re: Drehzahlmesser LED DDR

Ungelesener Beitragvon Rankadis » Mittwoch 3. Februar 2016, 12:10

Hallo, ich habe mal eine frage ,setzt die auch jemand von euch wieder Instand , habe da noch eine Kiste stehen die ich gerne veräußern würde. :lol:

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Re: Drehzahlmesser LED DDR

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 5. Februar 2016, 05:31

Hier handelt es sich um die Anzeigeplatinen der Aufbauinstrumente. Je nach Leiterplatte für Band / Punktbetrieb.
Für einen Drehzahlmesser oder KMVA fehlt noch die zugehörige Ansteuerplatine.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter


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