353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Twinsport » Montag 26. August 2019, 07:38

Guten Morgen,

Beppo hat geschrieben: "Wer fährt einen W353 mit Jikov und hat KEINE Warmstartprobleme? Gibts da überhaupt wen? Bitte melde dich. :lol:"


Also - ich habe nicht wirklich probleme. Warmstart mache ich immer mit vollgas und nach eine paar sekunden am starter laüft der ding :-) Fahre übrigens NGK kerzen seit 30 Jahren. B7HS im Wartburg.

/Steen

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Montag 26. August 2019, 12:03

Ich habe auch keinerlei Warmstartprobleme mit dem Jikov. NGK B6HS oder BR6HIX und große Zündspulen in Kombination mit ordentlicher Grund- und Leerlaufeinstellung haben bei mir jedem Jikov das Leiden ausgetrieben.
Stand das Auto z.B. mit heißem Motor extrem in der Sonne, dann muss ich etwas hinhören damit ich die erste Zündung nicht verpasse und zu früh Gas gebe. Das ist aber auch das höchste der Gefühle. Spätestens nach 2-3 Sekunden orgeln kommt der Karren.
Wer allerdings 20 oder 30 Jahre alte Kerzen und Zündspulen fährt... -nixwissen-

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Montag 26. August 2019, 12:56

bic hat geschrieben:Die NGK B6H entspricht tatsächlich der alten Bosch W175-T1, damit der neuen Bezeichnung W7A und hierdurch auch der Isolator M14-175. Das "S" hinten dran an "B6H" steht für einen erweiterten Wärmewertbereich (so wie fast alle modernen Kerzen diesen haben), dieser dürfte etwa den Bereich von 175 bis 215 überstreichen. Vielleicht eigent sich die Kerze daher auch für die Mopeds, Du kannst sie auf jeden Fall verwenden.Wenn Du an sonst nicht weiter kommst, probiere doch einmal Hochleistungszündspulen - eine Garantie gibt es da aber auch nicht :sad:

Ich habe erstmal 3 dieser Zündkerzen bestellt und nach Austausch wird wieder getestet.
Welche Hochleistungszündspulen könntest du empfehlen? Voraussetzung: Sie müssen im Durchmesser in die originale Halterung passen.

WABUFAN hat geschrieben:Hier am Ende der 1. Seite mein Umbau der Flanschheizung auf Gegenstrom. Damit senkt es die Temperatur der Heizung des Ansaugflansches. Die heisseste Stelle ist an der Motorseite und nicht unter dem Vergaserfuss. Messungen der Temperatur habe ich nicht gemacht.
Mindesten 1 Minute vor dem hochsommerlichen Halt den Heizungshahn öffnen. Das senkt die Motortemperatur.
Am Vergaser die Leerlaufluftschraube maximal öffnen. Den Leerlauf mit der kleinen Leerlaufgemischschraube auf 1.050 U/min einstellen.
Kontrolle, ob die Drosselklappenanschlagschrauben für die I. + II. Stufe richtig eingestellt sind. Das bestimmt die Grundeinstellung der Vergasersysteme.
Der Startvergaser muss 100 %ig geschlossen sein.

Ich habe deine und alle anderen Beiträge und Verlinkungen aufmerksam gelesen, bevor ich gestern wieder fragte. Flanschheizung habe ich keine angeschlossen, u.a. weil mir der entsprechende Anschluß am Motor fehlt.
Die Leerlaufluftschraube ist 3 Umdrehungen offen und die Leerlaufgemischschraube wie von dir beschrieben eingestellt. Die Leerlaufdrehzahl ist sehr gut, auch sonst gibts an dem Vergaser nicht zu meckern.
Im März hatte ich den Vergaser draussen und alle Maße penibel eingestellt sowie Fördermenge gemessen.

Auch allen anderen erstmal Danke für Tips un Meinungen.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 26. August 2019, 13:30

Beppo hat geschrieben:.....Welche Hochleistungszündspulen könntest du empfehlen? Voraussetzung: Sie müssen im Durchmesser in die originale Halterung passen....

Dat jibt es nich... Hochleistungszündspulen heißen deshalb so, weil sie eine höhere Zündenergie zur Verfügung stellen können als Standard- oder gar die Kleinzündspulen vom Wartburg, hier mal der Vergleich bei einem Schließwinkel von 130 Grd. (Wartburg-Unterbrecherzündung):

spulen.JPG

Die oberen 4 Spulen sind dann tatsächlich Hochleistungsspulen und wo dazu im Vergleich die DDR-Kleinzündspulen liegen, sieht man auch.

Damit nun die Hochleistungsspulen eine höhere Leistung erbringen können, muss zwangsläufig deren Induktivität größer sein, als von den anderen Spulen. Da nun aber die Induktivität nahezu überwiegend von der Anzahl der Windungen der Spule abhängt, aber der Querschnitt des Spulendrahtes auch nicht wesentlich verringert werden kann (dies hat elektrotechnische Gründe), werden zwangsläufig die Spulen auch "dicker" und ggflls. auch länger. Hochleistungszündspulen in der Größe der DDR-Kleinzündspulen sind somit physikalisch und elektrotechnisch nicht möglich - wenn Du im WEB irgendwo etwas anderes liest (z.B. auf irgendwelchen Mopedseiten), stimmt das nicht, bzw. ist gar bewußt gelogen.

An sonst, ich fahre die Beru ZS106 :smile:
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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Montag 26. August 2019, 18:37

bic hat geschrieben:
Beppo hat geschrieben:.....Welche Hochleistungszündspulen könntest du empfehlen? Voraussetzung: Sie müssen im Durchmesser in die originale Halterung passen....

Dat jibt es nich...
Hochleistungszündspulen in der Größe der DDR-Kleinzündspulen sind somit physikalisch und elektrotechnisch nicht möglich - wenn Du im WEB irgendwo etwas anderes liest (z.B. auf irgendwelchen Mopedseiten), stimmt das nicht, bzw. ist gar bewußt gelogen.

An sonst, ich fahre die Beru ZS106 :smile:


Das mit der Größe dachte ich mir, denn du hattest es hier und/oder im Barkasforum mal erklärt: Höhere Leistung bedingt "höhere" Größe. Verstehe ich, weil logisch.
Das mit den Mopedseiten und deren Angebote kenne ich auch, habe schließlich lange genug im Barkas mit diesen Zündspulen http://www.w311.info/viewtopic.php?f=26&t=16756&start=30#p186580 gekämpft. Der Händler nahm sie zurück und aus dem Programm.

Die Zündkerzen sind bereits auf dem Weg zu mir und dann probiere ich erst mal diese, dann sehen wir weiter.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Pille » Montag 26. August 2019, 21:27

Beppo hat geschrieben:Das mit den Mopedseiten und deren Angebote kenne ich auch, habe schließlich lange genug im Barkas mit diesen Zündspulen http://www.w311.info/viewtopic.php?f=26&t=16756&start=30#p186580 gekämpft. Der Händler nahm sie zurück und aus dem Programm.


Diese Spulen hab ich mir 2010 für meinen Frontkühler geholt gehabt und war erstaunt, wie lange die mit gemacht haben....als die erste von den dreien 2016 ihren Dienst quittierte, hatte ich mir zwei weitere bestellt, da ich mir dachte 6 Jahre und fast 50000Km sind nicht schlecht für den Preis....leider beide komplett unbrauchbar. Wahrscheinlich haben die den Hersteller gewechselt und produzieren nur noch mist. :x
Da hatte ich mir dann eine alte gebrauchte originale rein gemacht, die immerhin auch nochmal bis dieses Jahr hielt und ca. 20000 Km mitmachte.
Als nun auch noch die zweite von den Nachbaudingern Ausstieg hab ich diese gleich gegen eine unbenutzte DDR-Spule getauscht. Nun ist noch eine der Nachbauspulen drin....seit nunmehr 70000km....mal sehen wie lange noch. Da werde ich dann aber auch auf unverbaute originalware setzten. :twisted:

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 26. August 2019, 21:53

Komischerweise werden die Simson-Nachbau-Zündspulen auch immer teurer, obwohl die Qualität nicht gerade besser wird.
Haben mal ca.15/Stck. gekostet. Wahrscheinlich, weil es ein Nischenprodukt ist, welches nicht so gängig ist wie andere Artikel.
Somit Herstellung teurer bei relativ geringen Absatzzahlen. Bzw. Qualität sinkt schleichend.
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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 27. August 2019, 05:42

Zündspulen sollte man nach einem Ausfall messen :

viewtopic.php?f=26&t=14958

Viele habe Kontaktprobleme mit den Spulenanschlüssen unter den Klemmen 1 + 15.
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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Dienstag 27. August 2019, 09:58

Beppo hat geschrieben:@Friesentrabi - was meinst du eigentlich genau, war die Lösung des Problems? Die anderen Zündkerzen oder die Instandsetzung des Zylinderkopfes?

Die Ursache waren sicherlich die defekten Gewinde. Während er im kalten Zustand immer noch genügend Kompression besaß, war das vmtl. im warmen Zustand nicht mehr der Fall. Seitdem habe ich auch nur noch rudimentäre Warmstartprobleme. Die können auftreten, wenns mal ein richtig heißer Sommertag ist. Ich werde es kommendes WE austesten können, wenn ich mich auf den Weg nach Magdeburg zur OMMMA mache.
Bild

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Freitag 6. September 2019, 12:42

Zwischenstand:
Mit dem Auto von der Garage in die Schrauberhalle gefahren (2,8 km) und dort die Zündkerzen gewechselt. Isolator raus und NGK B6H rein. Habe mir dabei Zeit gelassen, den Elektrodenabstand kontrolliert und irgendwann war rund eine halbe Stunde vorbei, um den Warmstart zu testen. Leider ohne Erfolg, es ist kein Unterschied zu vorher feststellbar.
Alles andere, also Leerlaufdrehzahl, beschleunigen, merklich 2.Stufe usw. ist nach wie vor hervorragend. Fahren ist also problemlos möglich. Gefühlt ist das ganz leichte klingeln im 4.Gang untertourig weniger geworden, aber mehr auch nicht. [Lenker]

Dann den Vergaser und die Ansaugbrücke ausgebaut, Ansaugbrücke geprüft (Dichtfläche plan), alles komplett mit neuen Dichtungen versehen und wieder eingebaut. Leider ohne Erfolg, es ist kein Unterschied zu vorher feststellbar.

Auto 1 Tag stehen gelassen und dann bei ca. 20°C Umgebungstemperatur in der Halle OHNE Choke gestartet. Der Motor ist sofort problemlos angesprungen, lief nur nicht ganz rund, weil die Drehzahlerhöhung durch gezogenen Choke fehlte.
Wenn der aber bei 20°C ohne Choke anspringt, dann ist m.E. der Vergaser zu fett eingestellt. Aber wie kann man einen Jikov "entfetten", also magerer einstellen? -nixwissen- Der Vergaser ist so überholt worden, wie es bei Wartburgpeter beschrieben ist.

Ich werde mir aber mal nebenbei ein oder zwei Jikov´s zusammenbauen und einfach per komplettem Vergasertausch testen. Bleibt mir ja nix anderes übrig.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Freitag 6. September 2019, 14:44

Nein, es ist völlig normal. Der Jikov springt immer ohne Choke an und muss das auch. Zwei drei Gasstöße, dann läuft er rund. Choke braucht man hier bei -10 Grad, sonst nicht. Wenn er klingelt, dann läuft er auch erst recht nicht zu fett.
Solange der Motor ordentlich Kompression hat (wovon ich ausgehe), dann bleiben die Zündspulen, jedenfalls wenn Kerzen nichts gebracht haben und Du hoffentlich nicht auch noch DDR-Kerzenstecker spazieren fährst. Die sind nämlich im Regelfall nach 30 Jahren ebenso tot wie die Spulen und zwar unabhängig davon, wie viele Jahre sie davon real im Einsatz waren.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 6. September 2019, 18:22

JIKOV magerer einstellen :
Erst einmal die Kerzen prüfen. Sehen die sehr hell oder weiss aus, ist der Vergaser zu mager !
Dann den Schwimmerstand kontrollieren. Der steigt kontinuierlich, da das Ventil reibt und sich der Abstand zum Deckel verringert.
Gleiches gilt für die Drosselklappenanschlagschrauben.
Sind die Kerzen zu dunkel und der Schwimmerstand stimmt, dann die Hauptdüse II. Stufe ( 122,5 ) gegen die Hauptdüse der I. Stufe ( 130 ) tauschen.
Anschliessend den Leerlauf ( CO ) und Leerlaufdrehzahl neu einstellen.
Grundsätzlich : Fehlt die Belüftung der Schwimmerkammer, bringt das keinen Erfolg.
Gleiches gilt für die Flanschheizung.
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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Samstag 7. September 2019, 14:39

Kundendienstzentrale hat geschrieben:Nein, es ist völlig normal. Der Jikov springt immer ohne Choke an und muss das auch. Zwei drei Gasstöße, dann läuft er rund. Choke braucht man hier bei -10 Grad, sonst nicht. Wenn er klingelt, dann läuft er auch erst recht nicht zu fett.

Vielen Dank für diese Info. Da bin ich beruhigt.
Kundendienstzentrale hat geschrieben:Solange der Motor ordentlich Kompression hat (wovon ich ausgehe), dann bleiben die Zündspulen, jedenfalls wenn Kerzen nichts gebracht haben und Du hoffentlich nicht auch noch DDR-Kerzenstecker spazieren fährst. Die sind nämlich im Regelfall nach 30 Jahren ebenso tot wie die Spulen und zwar unabhängig davon, wie viele Jahre sie davon real im Einsatz waren.

Kompression sollte okay sein, weil der Motor noch keine 10.000 km auf der Uhr hat. Zündspulen wurden (wie alle Teile) nach dem Neuaufbau neu eingebaut, eine davon wegen Defektes später ausgetauscht und Anfang diesen Jahres alle 3 Zündspulen nochmal erneuert.
Originale Zündkerzenstecker kann man zum prüfen durchmessen (Anleitung dazu hat Wabufan hier mal irgendwo beschrieben) und in meinen Fahrzeugen werkeln seit Jahren in Summe mehr als 10 Stück davon fehlerlos in Zweitakt-Ein-, -Zwei- und -Dreizylindermotoren verschiedener IFA-Fahrzeuge. Ausnahme bildet der W1.3, aber der hat auch noch seine originalen Kerzenstecker, nur eben andere. Aber ich will nichts ausschließen und probiere gern auch andere Kerzenstecker neuen Bauart aus. Gibt es da Empfehlungen?

WABUFAN hat geschrieben:JIKOV magerer einstellen :
Erst einmal die Kerzen prüfen. Sehen die sehr hell oder weiss aus, ist der Vergaser zu mager !
Dann den Schwimmerstand kontrollieren. Der steigt kontinuierlich, da das Ventil reibt und sich der Abstand zum Deckel verringert.
Gleiches gilt für die Drosselklappenanschlagschrauben.
Sind die Kerzen zu dunkel und der Schwimmerstand stimmt, dann die Hauptdüse II. Stufe ( 122,5 ) gegen die Hauptdüse der I. Stufe ( 130 ) tauschen.
Anschliessend den Leerlauf ( CO ) und Leerlaufdrehzahl neu einstellen.
Grundsätzlich : Fehlt die Belüftung der Schwimmerkammer, bringt das keinen Erfolg.
Gleiches gilt für die Flanschheizung.

Danke auch dir.
Die ausgebauten Kerzen sind alle 3 rehbraun und in bester Verfassung. Belüftung der Schwimmerkammer ist vorhanden und funktioniert, aber ich hatte da mal irgendwo was gelesen, wie der Schlauch verlaufen muß. Vermutlich darf der nicht über den oberen Spiegel des Benzin-Niveaus absinken. Da werde ich nochmal drauf achten.

Derzeit baue ich mir einen Ersatz-Jikov zusammen und habe auch Bilder von verdächtigen Feststellungen gemacht. Poste ich demnächst, weil aus familiären Verpflichtungen grade die Zeit eilt....

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Sonntag 8. September 2019, 11:21

Zuerst mal ein Bild zum Vergleich zu diesem von frankyracing aus diesem Thema
viewtopic.php?f=31&t=16005&start=60#p206331
Bild
(Foto: frankyracing)

und hier das meinige
DSCI5532.JPG
DSCI5535.JPG


Die gleichen Steigrohre, am linken fehlt aber die 0,75er Bohrung. Beide sind aber nicht aus dem Vergaser meines Auto´s, sondern ich habe die beim sichten meiner Jikov´s gefunden.

Dann habe ich noch alle vorhandenen 180er Düsen für das Startsystem geprüft und ALLE auf dem Bild zu sehenden Düsen sind zwar mit 180 beschriftet, haben aber 200er Durchmesser.

DSCI5542.JPG


Das kann doch nicht normal sein oder ein Zufall.

Als nächstes werde ich mal prüfen, ob die 180er Düse in meinem Vergaser im Auto auch wirklich eine 180er ist.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 8. September 2019, 18:46

Die Rohre werden in den Vergaserdeckel geschraubt. Sie hängen im Bereich des Stratkraftstoffes.
Ist die Schwimmerkammer voll und ich starte, wird der Kraftstoff durch das Steigrohr mit Luft vermischt und gelangt in den Motor.
Da der Kraftstoffstand hoch ist, wird am Anfang sehr viel Kraftstoff gefördert. Im Ansaugflansch fällt davon ein grosser Teil aus dem Gemisch.
Starte ich weiter, fällt der Kraftstoffstand bis unter die 1. Bohrung im Steigrohr und es kommt Luft dazu - es wird abgemagert.
Bei weiterem Starten begrenzt die Startkraftstoffdüse mit 180 die maximal Kraftstoffmenge bei langem Starten.
Beim Skoda 105 ... 120 war am Kraftstoffrohr ein Ventil verbaut. Das hat man beim Warburg weggelassen.
Es wird je nach Startzeit die Startmenge Kraftstoff in 3 Zeiten verringert.
Die Startluft wird durch den Schieber zugemischt.
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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Montag 9. September 2019, 10:25

Nun gut. Ich schlage vor, zunächst mal die Kompression bei richtig warmer Maschine zu messen. Wäre nicht der erste Motor, welcher wegen verklebter Kolbenringe Probleme macht. Übern Daumen sollten bei mind. 80 Grad Kühlmitteltemperatur wenigstens 6,5 Bar rauskommen.

Solange Du die Zündspulen wegen der originalen Optik nicht umbauen willst, könnte zumindest eine Messung der Funkenstrecke helfen. Hierzu Kabel vom Stecker befreien und zum Zylinderkopf mal messen beim Startvorgang.

Hinsichtlich der Stecker gehen diese hier (angelehnt an die DDR-Optik, aber nur 1Kohm)
https://www.amazon.de/BERU-Kerzenstecke ... way&sr=8-1

Jahrelang gefahren, aber dann auf die noch langlebigere Variante

NGK 8051 KERZENSTECKER

umgestiegen. In Kombination mit den guten NGK-Iridium, den blauen Beru ZS 106 und neuzeitlichen Zündkabeln kann ich sagen, sorgenfrei und allen Ansprüchen gewachsen.

Die DDR-Stecker habe ich ausgesondert, obwohl ich noch mindestens 20 nagelneue herumzuliegen habe. Mag sein, dass sie noch funktionieren, aber sobald ein höherer Zündspannungsbedarf besteht, z.B. beim Warmstart oder im Klingelbereich knapp unter der Drehmomentspitze, schlagen die Dinger durch und an der Kerze kommt bestenfalls die Hälfte an. Test? Ganz einfach mal bei laufender Maschine die Kappe anfassen...
Achtung, nicht für Herzschrittmacherpatienten. Ich wette, es kribbelt heftig {dance}

Als aussagekräftigen Test noch folgende Empfehlung: Man nehme eine handelsübliche Blumenspritze oder sonstige Sprühflasche und nebele damit bei laufender Maschine mal das ganze Geraffel hübsch ein. Dunkelheit ist dabei von Vorteil. Vermutlich hörst und siehst Du dann einige Überschläge, vorher aber bitte die Funkenlänge bestimmen. Da sollte bei Anlassdrehzahl ein Zentimeter überbrückt werden, sonst eben doch neue Spulen.

Achso, die Startkraftstoffdüsen vom Jikov haben auch bei mir alle 200 mit der Lehre. Warum das bei den mit 180 gestempelten Düsen so ist, weiß ich auch nicht. Aber da liegt Dein Problem mit Sicherheit nicht. Ebenso liegt es wohl nicht am Steigrohr, denn das Startsystem brauchst Du beim Warmstart ja nicht und dass der Startdrehschieber richtig schließt und zu ist, davon gehe ich jetzt mal aus. Ob ein anderer Jikov, den Du gerade aufbaust, hilft, vermag ich nicht zu prophezeien. Ich glaube aber, das Problem liegt mehr in der Zündung. Selbst erheblich ausgeschlagene Drosselklappenwellen verschlechtern das Startverhalten weniger als die Klingelneigung. Hier hilft für Testzwecke von außen mit Sprühfett die Wellen einzusprühen, das dichtet für ein paar Tage...

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Ungelesener Beitragvon Beppo » Montag 9. September 2019, 16:38

Vielen Dank für eure Tips und Hinweise.

Kundendienstzentrale hat geschrieben:Ich glaube aber, das Problem liegt mehr in der Zündung.

Das wiederum glaube ich - mit Verlaub gesagt - nicht. Ich bin mit dem selben Fahrzeug ab 2002 und original DDR-Bauteilen (und Unterbrecherzündung) 5 Jahre ganzjährig unterwegs gewesen. Egal ob sommerliche Hitze oder kalter Winter
Bild
der Wartburg hat jährlich rund 10.000 km abgespult, ohne das der Fahrer - also meine Wenigkeit - recht viel Ahnung von dem Auto hatte. Es gab nur einen einzigen Unterschied: Im Auto befand sich ein BFV-Vergaser. Ich musste dem Auto eigentlich nur den Zündschlüssel zeigen und der Motor sprang an, Motortemperatur egal. So wie es jetzt auch in meinem Barkas KB der Fall ist. Der hat natürlich original einen BVF-Vergaser drin.

Weil der BVF baujahrmäßig in den Wartburg nicht rein gehört, habe ich beim Neuaufbau zurück gerüstet.

Gestern habe ich meine 180er Düse gemessen und war nicht verwundert: Es ist eine 200er.
Ob da Jikov mal eine Großserie Pfusch gebaut hat? Vielleicht versehentlich 180 gestempelte auf 200 gebohrt oder eben anders herum? Erfahren werden wir das wohl nie, aber normal ist eine Abweichung in dieser Größenordnung nicht.

Ich habe mir dann eine Düse passend gerieben
Bild
und eingebaut. Kaltstart und Probefahrt hervorragend, Motor auf Temperatur gebracht und abgestellt.

Nach einer reichlichen halben Stunde Warmstart nach Betriebsanleitung durchgeführt
Bild
Bild
(ältere Bedienungsanleitungen hatten diese Hinweise übrigens nicht)
und ich hatte das Gefühl, der Start war besser. Jedenfalls um Welten besser, als letztens bei einer Oldtimerveranstaltung. Habe den Motor nur kurz angelassen und dann Kaffeepause gemacht. Ca. 1 Stunde später noch ein Test, bei dem der Motor sofort ansprang.

Weitere Test´s konnte ich nicht mehr durchführen und heute bin ich wegen Dauerregen nicht raus gefahren. Bin aber schon gespannt auf weitere Versuche. [Lenker]

Fertiger Ersatz-Jikov liegt ebenfalls bereit.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Montag 9. September 2019, 17:43

Hm, wenn es das gewesen sein sollte, dann ist ja alles gut. Aber jetzt mal rein technisch gefragt, was hat das Kaltstartsystem mit dem Warmstart zu tun? Erklären könnte ich das nicht. Allerdings bin ich leider auch nicht allwissend und will auch nicht "besserwissend" sein.

Ich fahre den Wartburg im Alltag seit 1995, meinen und auch andere und fast ausschließlich mit dem Jikov. In der Zeit sind allein bei meinem Wagen knapp 300.000 km mit dem Jikov zusammen gekommen Dazu kommt der Rest der Familie, wo zwei weitere Tourist ihren nahezu täglichen Dienst tun. Alles Jikov, ich stehe quasi auf diesen Vergaser...
Bis etwa vor 10-12 Jahren waren in allen unseren Wartburgern überwiegend DDR-Zündungsteile im Einsatz. Irgendwann häuften sich die Ausfälle dermaßen und auch bei NOS-Ware, dass ich einfach die Schnauze voll hatte von schlechtem Startverhalten, willkürlichen Zylinderausfällen bevorzugt nach Regen oder bei Hitze und ähnlichen Späßen. Nur deshalb meine Vermutung, dass die Hauptursache in der Zündung liegt. M. E. sind die Kunststoffteile der Stecker und Spulen sowie die Elektroisolierlacke der Zündspulen mittlerweile einfach inzwischen gealtert. Den letzten beiden Wagen im Freundeskreis habe ich die Warmstartsorgen jeweils mit plumpen Einbau neuer und großer Zündspulen genommen. Beide waren begeistert, auch von den gefühlt 10Nm mehr.. Einstellung der Drosselklappen und penible Schimmereinstellung hatten ebenso nicht zum Erfolgt geführt, wie die Nachrüstung des Isolierflansches, der in einem Fall noch nicht drin war.

Mal nach Ursache und Wirkung überlegt, durchaus möglich, dass speziell präparierter oder ausgesuchter Jikov auch mit schwächlicher Zündung noch startet. Prinzipiell und im Gegensatz zum BVF brauch der Jikov aber wegen der Innenbelüftung der Schwimmerkammer bei warmem Wetter kräftige Funken, einfach weil die leichtflüchtigen Bestandteile vergasen und das Gemisch anfetten. Ebenso braucht die magere Abstimmung im Teillastbereich mehr Zündenergie als der BVF im gleichen Last- und Drehzahlpunkt.
Selbst wenn er jetzt wieder ohne Warmstartsorgen läuft, dann rate ich trotzdem mal testweise die großen Spulen zu verbauen. Du wirst erstaunt sein...

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Montag 9. September 2019, 18:38

Kundendienstzentrale hat geschrieben:Alles Jikov, ich stehe quasi auf diesen Vergaser...

Ich auch. :smile: Deswegen ist aufgeben auch keine Option.
Vermutlich ist der Fehler im Moment auch nicht wirklich beseitigt, sondern nur abgeschwächt worden. Oder es war Zufall. Ich bleibe definitiv dran an der Sache.

Weil ich grade außer der von bic genannten Zündspule nichts finde: Welche Zündspulen nutzt du? Ist die Schelle mit dabei und muß man außerdem noch was umrüsten (z.B. Kabelschuh für das Zündkabel etc.)?

PS: Die Sache mit den Ersatz-/Bauteilen aus DDR-Produktion ist auch sowas, über das man trefflich streiten kann. Ich persönlich ziehe bei vielen Gummiteilen originale DDR-Ware sämtlichen Nachproduktionen vor. Aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema...

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Dienstag 10. September 2019, 13:54

Ich selbst fahre die Beru ZS106, in Kombination mit der TCI-P4 und nicht mehr serienmäßigem Motor. Diese Spulen sind sehr gut, aber auch sehr teuer. Für Serienmotore geht eigentlich jedes Markenprodukt, z. B. von Bremi oder sonstwem. Einfach Zündspule für Betrieb ohne Vorwiderstand suchen, besagte Bremi gibt es manchmal bei Amazon für recht schmalen Taler. Die werden meines Wissens nach alle mit Schelle geliefert und sind für Steckkontakt ausgelegt. Man kann aber sowohl Bremi als auch Beru auf Ringöse umbauen, dann allerdings M5 anstatt serienmäßig M4.

Die Montage ist etwas kritisch. Entweder man nimmt die Schellen und rückt das ganze möglichst weit an den Kotflügel oder man baut sowas:

Halter2.JPG


Montiert sieht es dann so aus:

Halter1.JPG


Der Platz ist recht eng, aber so kann der originale Ansaugschlauch bleiben, was dringend anzuraten ist. Die Halterung besteht aus zwei Reststücken Wellblech vom Dach. Dann die Halterung am Kotflügel etwas auseinander biegen und dann passt das und die Abweichung vom Originalzustand bleibt m. E. vertretbar. Zusätzlich zu den Spulen brauchst dann noch Zündkabelkrallen, das ist aber bei den großen polnischen oder DDR-Spulen auch nicht anders.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 10. September 2019, 15:12

Kundendienstzentrale hat geschrieben:Ich selbst fahre die Beru ZS106....Diese Spulen sind sehr gut, aber auch sehr teuer. .

Bei kfzteile24.de gibts die z.Z. für 22,95 €/St. :smile:
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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Dienstag 10. September 2019, 18:46

Kundendienstzentrale hat geschrieben:Ich selbst fahre die Beru ZS106

Danke für den Tip und bebilderte Erklärung. Mit diesem Zustand/Aussehen nach der Montage kann ich durchaus gut leben. :smile:

bic hat geschrieben:
Kundendienstzentrale hat geschrieben:Ich selbst fahre die Beru ZS106....Diese Spulen sind sehr gut, aber auch sehr teuer. .

Bei kfzteile24.de gibts die z.Z. für 22,95 €/St. :smile:

Danke für den Hinweis! Soeben gekauft und 3 Kerzenstecker gleich dazu.

Diese Zündkabelkrallen müsste ich noch irgendwo haben und wenn nicht, hilft die Werkstatt um die Ecke.

Übrigens habe ich heute nochmals Probe gefahren. Kaltstart ohne Choke hervorragend, Warmstart nach einer halben Stunde Standzeit wie immer: Ohne Gasgeben garnichts, dann wie oben in der Bedienungsanleitung gemacht und nach etwas orgeln kam er. Funktioniert zwar, ist aber nicht schön.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 11. September 2019, 05:15

Kaltstart ohen Startvergaser - da ist alles zu Fett eingestellt.
Oder die Drosselklappen zu weit geschlossen.
Beim nächsten Warmstart leicht Gas geben - ca. 25% Drosselklappenöffnung der I. Stufe.
Vielleicht hilfts ... ?
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Mittwoch 11. September 2019, 06:28

nur wenn ganz langsam Gas gegeben wird, wegen der Beschleuniger Pumpe.
Schwimmerstand (je nach Schwimmerart) richtig eingestellt? Schwimmer dicht? Gewicht desselben auch schon kontrolliert?
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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Mittwoch 11. September 2019, 08:35

ffuchser hat geschrieben:Schwimmer dicht? Gewicht desselben auch schon kontrolliert?

Ja, dicht. Gewogen auch oder besser gesagt: wiegen lassen. Mangels Besitz einen so genauen Waage habe ich das in meiner Hausapotheke machen lassen. :D Der Apotheker hat´s gemacht, aber hinterher dann doch gefragt, was das denn eigentlich ist....

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Mittwoch 11. September 2019, 11:30

Da schluckte der Apotheker wahrscheinlich -nixwissen- Aber früher (und bald wahrscheinlich wieder) kaufte man ja auch das Benzin dort.

WABUFAN hat geschrieben:Kaltstart ohen Startvergaser - da ist alles zu Fett eingestellt.
Oder die Drosselklappen zu weit geschlossen.
Beim nächsten Warmstart leicht Gas geben - ca. 25% Drosselklappenöffnung der I. Stufe.
Vielleicht hilfts ... ?


Also, ich will niemendem zu Nahe treten, aber das halte ich für Unsinn. Mag beim BVF so sein, beim Jikov nicht.

Was Du aber auf jeden Fall noch mal prüfen solltest, ist die Kompression. Auch wenn der Motor wenig runter hat...., stimmt es nämlich hier nicht, laborieren wir nur an den Symptomen.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Freitag 13. September 2019, 09:14

bic hat geschrieben:
Kundendienstzentrale hat geschrieben:Ich selbst fahre die Beru ZS106....Diese Spulen sind sehr gut, aber auch sehr teuer. .

Bei kfzteile24.de gibts die z.Z. für 22,95 €/St. :smile:

Beppo hat geschrieben:Danke für den Hinweis! Soeben gekauft und 3 Kerzenstecker gleich dazu.


Scheinbar haben beim dem Preis zu viele Leute gekauft:
"bedauerlicherweise müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich die Auslieferung Ihrer Bestellung verzögert da der/einige der bestellte/n Artikel nicht im Versandlager vorrätig ist/sind. Die Ware befindet sich derzeit in Zulieferung..."

Bis zum Saisonende 31.10. ist zum Glück noch ein wenig Zeit. :smile:

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Beppo » Samstag 14. September 2019, 19:08

Ich hatte heute Langeweile und habe kurz vor Mittag deswegen den Ersatzvergaser eingebaut. Start wie immer im kalten Zustand problemlos, dann kurze Probefahrt und anschließend Mittagspause und Siesta. Nach 3 h Standzeit ebenfalls ein Startverhalten wie aus dem Bilderbuch, danach eine ausgiebige Heizrunde durchs Erzgebirge und das Auto heiß abgestellt.

1.Test nach einer halben Stunde Standzeit, also exakt der gleichen Zeit wie bei letzten mal:
Zündung an, kein Gas gegeben und gestartet - SOFORT angesprungen, gute Gasannahme und alles bestens {beifall}

Also den Motor nochmal auf Hitze gebracht und dann 1 ganze Stunde gewartet
2.Test und den habe ich mal gefilmt. Leider schlechte Qualität mit der alten Digicam und vielleicht ein wenig leise, aber man kann es anhand der Kontroll-Leuchte auch sehen
https://vimeo.com/359994830 sind nur 8 Sekunden. :smile:

Eigentlich könnte ich meine Bestellung der Zündspulen und -kerzenstecker jetzt stornieren...

Den ausgebauten Vergaser werde ich vor dem zerlegen erstmal bezüglich der Drosselklappeneinstellung nachmessen und auch sonst mal gucken, wo der Hase im Pfeffer liegt. -gummi-

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Samstag 14. September 2019, 23:15

Na, das klingt doch super. Aber war es heute warm genug draußen? Die Außentemperatur macht ja viel aus, aber die Drosselklappeneinstellung bzw. das Wellenspiel vom alten Versager wäre schon spannend.

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Re: 353 mit Jikov 32 - extreme Heißstartproblme

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 15. September 2019, 00:03

Heute lag eine geradezu sibierische Witterung vor. Je kälter, desto höherer Sauerstoffgehalt in der Luft.
Deswegen werden wohl die knappen DK-Spaltmaße trotzdem gerade so gereicht haben, um das Anlassen zu ermöglichen
(Gaspedal nicht getreten). Trotz alledem benötigst du die höhere Zündenergie, die durch die Spezialspulen bereitgestellt wird.
Also umsonst wirst du schon nichts bestellt haben.
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