alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

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eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Montag 18. März 2013, 11:17

Ich habe mitbekommen dass in meinem Eingangspost scheinbar nicht deutlich rübergekommen ist, dass es sich bei dem Testmotor um einen leistungssgesteigerten Motor mit deutlich größeren Einlässen handelt.
Ich würde keinem empfehlen zu versuchen einen TMX38-Vergaser an einem Serienmotor fahren zu wollen. Orientiert euch an den Querschnitten der Lufttrichter des BVF40 oder des Jikov. Damit kommt ihr als optimale Größe auf einen TMX32 oder maximal TMX34 Vergaser. Ich würde mich hier zu gunsten der Abstimmbarkeit und Fahrbarkeit eher für den TMX32 entscheiden.

Ich habe bisher auch noch keinerlei Referenzwerte was Bedüsung und Nadel für den Serienmotor angeht. Orientiert euch bei der Hauptdüse am besten am BVF40. Die Nadel muss bei allen Mikunis zwingend getauscht werden. Ebenfalls das Schwimmernadelventil. Sonst läuft euch ständig der Vergaser über.

derschoenste
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Kehin, Mikuni und co

Ungelesener Beitragvon derschoenste » Sonntag 18. August 2013, 00:14

{anbeten} Hallo,
bin neu hier, daher kurz die relevanten Eckdaten: Trabant 601 mit Wartburgmotor. Fahre damit Bergrennen. Zwar nicht wirklich konkurrenzfähig, aber dabei sein ist alles :smile:
Nun zum Wesentlichen: habe den Vergaser einer Honda CR 500 (40er KEIHIN) an die Vergaserbrücke eines 311 gebastelt und etwas größer bedüst.
Hauptdüse 180, Nebendüse 60. Mit dieser Abstimmung, die für reines Benzin eigentlich viel zu fett ist, habe ich E85 und Super Benzin 1:1 miteinender gemischt und Zweitaktöl (Vollsynthetisch) im Verhältnis 1:75. Benzin daher, da sich das Zweitaktöl nicht in purem E85 (85% Bioethanol) löst.
Das ganze funktioniert tadellos. Kerzen sind etwas dunkler als rehbraun, da aber im Wettbewerb gefahren -ok. Hatte den Kehinvergaser mit Originalbedüsung auch mit reinem Benzin gefahren und der Motor läft deutlich besser und dreht freier hoch, als mit dem originalen BVF40 Vergaser.
Auf der Suche nach Leistung habe ich mir mittels Adapterplatte drei 34er MIKUNI Flachschiebervergaser von Suzuki RGV (mit Powerjet) an dem Motor verbaut und die Einlasskanäle entsprechend getrennt und angepasst. Der Leistungszuwachs, den diese Vergaser brachten, war enorm: als hätte man einen völlig anderen Motor ... aber leider nur, so lange der Motor kalt ist. Je wärmer der Motor wird, umso weniger Gas kann man geben, da der Motor sonst abriegelt. Gibt man langsam Gas, kommt Leistung bis zu einem gewissen Punkt und bricht danach schlagartig ab. Der Motor drosselt bei bestimmter Öffnung der Vergaser extrem. Je wärmer desto früher. Man kann dann höchstens noch viertel-gas geben um noch fahren zu können. Und wieso nur beim warmen Motor??? -nixwissen- Null Probleme bei kaltem/lauwarmen Motor.
Auch Änderungen aller Düsen (Haupt-, Leerlauf- und Powerjet) haben das Problem nicht verändert.
Habe die Vergaser an zwei verschiedenen Motoren (scharfe Steuerzeiten u. original) getestet - Phänomen ist das gleiche.
Weiß mir keinen Rat. Würde schon gerne an den 3 Vergasern festhalten, da der Leistungszuwachs gegenüber dem Einfachvergaser gigantisch ist!
Hatte jemand das Problem schon mal bzw. ne Idee? :idea:
Dateianhänge
DSC_0018.jpg
...warm nix mehr...
DSC_0017.jpg
3-fach Mikuni - kalter Motor Suuuuuper
DSC_0016.jpg
Luftfilter wich offenem Trichter
DSC_0015.jpg
Keihin Vergaser

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Sonntag 18. August 2013, 13:30

prinzipiell sind 3 Vergaser schon mal sinnvoll um Leistung zu holen.
bei kaltem Motor läuft er ggf fett genug, bei warmen wird er dann zu fett. das ist eine Möglickeit.
Es kann aber auch sein, das diese vergaser spezielle kaltstartanreicherung haben, die automatisch bei warmen Motor deaktiviert ist. demzufolge läuft er zu mager. ggf sind diese vergaser auch ungeeignet für den Wartburg Motor. das weis ich leider nicht.
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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon derschoenste » Sonntag 18. August 2013, 18:52

Nee, Vergaser haben nix spezielles. Bedüst habe ich die Vergaser von viel zu mager bis viel zu fett, Nebendüse und Hauptdüse. Auch den Powerjet habe ich probehalber verschlossen. Ohne Unterschied. Ich hatte bemerkt, dass sich vor den Vergasern beim Gasgeben eine Spritwolke bildet und die Blattfeder nass wurde. Habe angenommen, dass die Luftmasse im Vergaser bei heißer Luft zu sehr schwingt (durch vermeintlich zu lange Öffnungszeit des Einlass beim Vorverdichten) und dadurch -da sie mehrmals an der Düse vorbeistreicht- extrem überfettet. Habe den Ansaugweg mit Kunststöffrohren verändert um das Resonanzverhalten zu verändern - ohne Erfolg. Selbst am Originalmotor mit Seriensteuerzeiten war das Phänomen das gleiche. Der Punkt an dem die Leistung wegbricht ist messerscharf. Man kann ihn etwas nach hinten verlagern, wenn man den Lastzustand der Drehzahl anpasst, also mit zunehmender Drehzahl mehr Gas gibt. Das Phänomen ist wie gesagt völlig unabhängig von der Bedüsung.
Welche (nicht historische) Vergaser haben sich für den Motorsport als Dreifachvergaseranlage denn so bewährt?

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 18. August 2013, 20:11

@ derschoenste, Du bist der Wahrheit doch schon sehr nah, durch Deinen ungedämpften und extrem kurzen Ansaugtrakt schwingt die Gemischsäule bei voll (oder nahezu voll) geöffneten Schieber mehrmals durch den Vergaser und wird dabei übermäßig angefettet. Der Effekt ist um so größer, je geringer die Drehzahl und um so größer die Schieberöffnung ist, wie Du selbst gemerkt hast, kannst Du ja mit der Schieberöffnung der Drehzahl in gewissen Maße "hinterfahren". Mit kaltem oder warmen Motor hat dies jedoch nichts zu tun, nur ist bei kaltem Motor die Überfettung gewünscht um den an allen möglichen Bauteilwänden kondensierenden Kraftstoff zu kompensieren und ein zündfähiges Gemisch zu bekommen. Kondensiert der Kraftstoff nicht mehr, hast Du die Überfettung und eben ein Problem. Ob sich Deine 34er-Vergaser überhaupt abstimmen lassen, ist zudem fraglich, mir erscheinen diese als zu groß. Zumindest wären überschlägig beim Serienmotor (bei dem Du die Anlage wohl auch ausprobiert hast) allenfalls 28er mit 22er Luftrichter die Größe, von welcher man mit den Versuchen beginnen sollte. Was nun mit Deinem "gemachten" Motor ist, ist völlig offen, die Vergaserabstimmung setzt hier sehr viel Wissen und Erfahrung voraus und ist von so vielen Umständen abhängig (u.a. auch von der Abstimmung der Auspuffanlage), dass man hier durch trail and error nicht weiter kommen wird. Ich rate Dir daher, Dir erst einmal die (zugegeben nicht einfache) Theorie der Zweitaktmotoren vorzunehmen und dann gezielt hierauf aufzubauen. Manches erklärt sich dann von selbst.

PS. Literaturtips gern per PN

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon derschoenste » Montag 19. August 2013, 21:59

Danke für die Antwort, scheint mir auch die plausiebelste Möglichkeit. Hatte am "gemachten Motor" u.A. das Kolbenhemd am Einlass nach oben etwas weggenommen um die Zeit (KW-Winkel) zu vergrößern in der der Einlass offen ist. Dachte erst, das würde die Probleme verursachen, da der Einlass in der Abwertsbewegung des Kolbens (also nach OT) noch offen ist. Hatte auch schon an kleinere Vergaser gedacht, mit der Überlegung, dass die durchströmende Luft dann schneller ist und trägheitshalber noch richtung Kurbelwelle strömt, auch wenn der Kolben wieder in Abwärtsbewegung ist und nicht wieder zurück richtung Vergaser gedrückt wird. Aber beim Serienmotor wars das gleich und meine Theorie dahin. Habe schon gesehen, dass manche auf ihrem Wartburgmotor drei 40er Vergaser montiert hatten (z.B. 1 1/2 Weber Doppelvergaser) und das hat auch funktioniert. Werde auf jeden Fall noch folgendes Versuchen: werde mir einen dickeren Adapterblock fräsen und vor die Vergaser 3 Membranen setzen, die ein Zurückströmen verhindern.
Für einschlägige Literaturhinweise wäre ich sehr dankbar.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Montag 19. August 2013, 22:27

viewtopic.php?t=6279
zu Thema Membrane

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 22. August 2013, 09:52

@ derschoenste, hast eine PN!

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Evan_S » Sonntag 8. September 2013, 14:38

leifi82 hat geschrieben:Ich habe mitbekommen dass in meinem Eingangspost scheinbar nicht deutlich rübergekommen ist, dass es sich bei dem Testmotor um einen leistungssgesteigerten Motor mit deutlich größeren Einlässen handelt.
Ich würde keinem empfehlen zu versuchen einen TMX38-Vergaser an einem Serienmotor fahren zu wollen. Orientiert euch an den Querschnitten der Lufttrichter des BVF40 oder des Jikov. Damit kommt ihr als optimale Größe auf einen TMX32 oder maximal TMX34 Vergaser. Ich würde mich hier zu gunsten der Abstimmbarkeit und Fahrbarkeit eher für den TMX32 entscheiden.

Ich habe bisher auch noch keinerlei Referenzwerte was Bedüsung und Nadel für den Serienmotor angeht. Orientiert euch bei der Hauptdüse am besten am BVF40. Die Nadel muss bei allen Mikunis zwingend getauscht werden. Ebenfalls das Schwimmernadelventil. Sonst läuft euch ständig der Vergaser über.


Hallo,

Ich interessiere mich für die einbau einer Mikuni TM(X)-32 Vergaser am Serienmotor. Wie hast du das exact gelöst mit der schäglage?

Gruss aus Niederlande,

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon G. » Sonntag 22. September 2013, 22:19

rängdädängdängdäng

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Mittwoch 16. Oktober 2013, 15:36

@Evan. Schräglage ist kein Problem. Hier muss nur der Schwimmerstand angepasst werden.

@derschönste. Spar dir den Aufwand mit der Membran am Serieneinlass. Die Membrane die die da ranbekommst geben viel zu wenig Querschnitt frei. Außerdem müsstest du das Kolbenhemd dann am Einlass soweit kürzen dass nur noch die Membran steuert. Entweder Direktmembran ins Kurbelgehäuse oder Schlitzsteuerung behalten.
Dein Problem ist ein reines Abstimmungsproblem. Lege erstmal den Powerjet tot und versuche erstmal einen ordentlichen Leerlauf und Gassannahme bei warmem Motor zu erreichen. Ich kann dir mit ziemlicher Sicherheit sagen dass die Nadel/Nadeldüse der Vergaser und event. auch der Cutaway nicht zu deinem Motor passen. Bei uns lief der Motor mit der Seriennadel im Mikuni auch nur bei Kaltlauf. Die Nadel ist zu dünn. Der Motor fettet damit viel zu stark an. Leerlaufdüse ist auch zu groß. Stecke erstmal eine 165er HD in die Vergaser, und verbaue die kleinste verfügbare Leerlaufdüse (zb.15). Damit solltes es erstmal besser werden aber noch nicht reichen. Abhilfe schafft die Nadel.

Der Einvergaser mit dem TMX38 war am Montag auf der Rolle. Trotz des leistungsfressenden Krümmers ist das ein Ergebnis auf dem man aufbauen kann. 52,9kW bei 5280 1/min.

http://youtu.be/wxt78JQIguE

VG, Leif

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Montag 19. Mai 2014, 15:37

Schade dass das Thema hier so zum Monolog geworden ist. Da ist die Lust zu schreiben und die Erfahrungen zu teilen nicht sehr groß. {blinzel}

Ich habe gehofft es würden sich Leute finden die ebenfalls daran interessiert sind bekannte Schwachstellen auszumerzen und Lösungen für zukünftig aufkommende Teileknappheiten zu suchen. -nixwissen-

Bis jetzt hat sich kein einziger gemeldet der sowas am Serien-353er probieren würde. Bei den Trabantkollegen wird seit Jahren der TMX30 erfolgreich als Ersatz für die überholten Serienvergaser verwendet.

Sehr schade.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Hell Kitchen » Montag 19. Mai 2014, 20:08

Hmmm Interesse schon... habe aber ne 353er Motor im 311 aber leider ist mein "Fachwissen" beim Thema Vergaser doch sehr beschränkt... (bin ja schon froh das der Motor mit Jikov im 311 läuft). :twisted:
Die Idee ist gut aber die Welt ist noch nicht bereit dafür... :)

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 19. Mai 2014, 20:23

Hallo Leif, ich finde das gar nicht so verwunderlich, da dieses Thema doch eher eines für die Racing- und Tuningfraktion ist, welche ja hier nun nicht gerade so zahlreich in Aktion zu finden ist. Auch glaube ich, dass sich so schnell niemand finden wird, welcher Deine Idee an einem Serienmotor testen wird wollen - welchen Grund sollte es auch geben von bewährten Konstruktionen abzuweichen, wenn man nicht gerade eine Leistungssteigerung im Sinne hat, zumal ein Teileengpass im Moment nicht zu erkennen ist und so schnell wohl auch nicht kommen wird.

Davon völlig unabhängig leuchtet mir selbst auch immer noch nicht so recht der Vorteil eines Nadeldüsenvergasers am Gebrauchsmotor ein, auch wenn sich ein solches Gerät durch die Vielzahl von verfügbaren Düsen, Nadeln, Luftrichtern in weiten Grenzen abstimmen ließe. Ohne zusätzliche Maßnahmen am Ansaugtrakt wird man auch mit einem solchen Vergaser das Problem der Überfettung bei niedrigerer Drehzahl und weit geöffneten Drosselorgan nicht lösen können (denn dieses ist ja physikalisch/technisch bedingt und völlig unabhängig von der Vergaserart), welches jedoch für einen Gebrauchsmotor weitgehend gelöst werden muss, um diesen auch im Alltag fahrbar zu machen (schließlich ist ja der Serienmotor mit Serienvergaser schon kein Antrittswunder und will mit Drehzahl am Leben gehalten werden). Und schon ist man dann nämlich beim Bau von geeigneten Abzweigtöpfen/Resonatoren, eine experimentelle Angelegenheit, welche sich ja nun auch nicht jedermann zutraut. Ich kann daher schon verstehen -siehe oben- dass man bei bewährten Konstruktionen bleibt.

PS. zum Trost: mein Doppelvergaser-Thread blieb ja auch ohne großartiger konstruktive Diskussion - du wirst Dich sicher erinnern, denn von Dir kam ja der Hinweis, ich sei ein schwieriger Kanditat.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Mittwoch 21. Mai 2014, 12:24

Hallo
Ich kann Leif vertsehen, bei Verdichtung kleines Fragenpaket bzw bei der Datei über Zündpunkte / Kennfelder ging es mir genauso.
Hier geht es oft nicht direkt ums Tuning, sondern um neue / ander Lösungen zum Original zu finden.
Um einmal die Fahrzeuge den heutigen Alltag etwas anzupassen bzw die Standfestigkeit zu verbessern ( klingeln usw...) desweiteren kann sich daraus ein verringerter Kraftstoffverbrauch und ein verbessertes Ansprechverhalten / Leistung / Drehmomentverlauf ergeben.
Also um das Rückströmen der Gassäule zu verhindern könnte man eine Membran einbauen und die Anfettung im mittleren/unteren Drehzahlbereich kann man bei Umbau auf Einspritzung auch programmieren wie man möchte.
Auch sollte der Spaß am Bauen vorhandensein, einfach die Gedanken umsetzen und testen, nicht im Vorfeld 1000te Gegenargumente suchen oder vieleicht, eventuell, überhaupt und sowieso an den Haaren herbeiziehen.
Zu DDR Zeiten hätten die Bürger auch alles ausprobiert, wenn die Möglichkeiten da gewesen wären und die Werke haben zB ein Zündkennfeld entwickel und getestet, sogar die Einlassmembran wurde als Test gebaut. Leider waren die Werkstoffe, die Technologie und die Elektronik noch nicht auf dem Stand von heute sonst hätten manche Dinge die hier angesprochen wurden schon damals Einzug in unsere Autos gehalten.

VG Lars

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 21. Mai 2014, 20:17

Rallye123 hat geschrieben:.... nicht im Vorfeld 1000te Gegenargumente suchen oder vieleicht, eventuell, überhaupt und sowieso an den Haaren herbeiziehen...

Hallo Lars, das hat doch niemand gemacht, aber ohne hier im Namen der anderen User sprechen zu wollen, glaube ich, dass Eure Projekte derart "speziell" sind, das diese einfach nicht so recht den Nerv der überwiegenden Anzahl der Foristi treffen. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, das ein großer Teil der User schon vollauf damit ausgelastet ist, die konventionelle, serienmäßige Technik vernünftig am Laufen zu halten und auch darauf abstellt, weitgehend die Originalität zu wahren. Dieses "nicht den Nerv treffen" halte ich aber für nichts Schlimmes, denn an den Zugriffszahlen sieht man, dass sich doch sehr viele für Eure Themen interessieren, hier geht es Euch wie den Autor eines guten, aber auch komplizierten Fachbuches, hohe Auflage, aber kaum Fanpost. Ich fände es schade, wenn Ihr wegen mangelnder schriftlicher Resonanz nicht mehr über Eure Projekte berichten würdet. Im Gegenteil, ich wünschte mir, dies geschehe noch umfangreicher, detaillierter und mit mehr Hintergrundinformationen. Schließlich lernt man ja gern, ohne jedoch gleich mitreden zu wollen oder zu können.

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Montag 26. Mai 2014, 11:17

@bic. Mir ist schon klar dass hier nicht jeder sofort anfängt loszulegen und alles nachzubauen. Aber wir investieren nicht gerade wenig Zeit und teilw. auch Finanzen um dem "Hinkelstein" eine Art Evolution angedeihen zu lassen. Tuning im ursprünglichen Sinn ist schon eine Kennfeldzündung mit der man z.B. das nutzbare Drehzahlband vergrößern kann. Es muss nicht immer mit dem Fäser an den Motor gegangen werden.
Die Idee mit dem alternativen Vergaser entstand durch die baulichen Zwänge im Trabant. Die Schräglage des Jikov, die Schwierigkeiten einen brauchbaren Ansaugtrakt samt Luftfilterung zu bauen sowie das ständige, nervenzehrende Warmstartproblem. Die Abstimmerei war ein weiterer Grund. Wenn man einmal den Vergleich zwischen dem Jikov und einem ordentlich abgestimmten Mikuni am Wartburgmotor erlebt hat, dann weiß man warum sich der Aufwand lohnt. Das beginnt beim Startverhalten und geht über Dosierbarkeit, Ansprechverhalten etc. Da könnte man noch vieles aufzählen. Ich hab auch bereits das Bild der Adaption des Serien-Abzweigtopfes sowie des Luftfilters im 353ervor Augen. Natürlich unter Beibehaltung der Längen und Querschnitte. Eigentlich ist es doch tiefste "Ossi-Mentalität" etwas selber zu bauen, zu erfinden oder zu adaptieren dass es funktioniert.

Stattdessen liest man immer die Fragen nach Grundeinstellung von Zündung und Vergaser oder wie man einen Motor zerlegt oder zusammenbaut. Das ist eigentlich schon so lange bekannt und in zig literarischen Machwerken nachzulesen.

Aber wie Lars auch schon schrieb. Es kostet auch einiges an Zeit und Lust das Thema lesbar aufzuarbeiten und niederzuschreiben. Und wenn dann eigentlich nichts zurückkommt fragt man sich warum man sich überhaupt die Zeit nimmt um den Text zu verfassen. Stattdessen könnte man die Zeit mit bauen füllen.

VG

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon wartifan » Montag 26. Mai 2014, 14:23

Ich kenn den Forum-Resonanz-Effekt insofern, als ich mein Kühlsystem komplett überarbeitet habe. Das haben auch nicht alle verstanden.
Das Probelm ist die Praxis. Im ggs. zum Trabbi wird der Warti allzuoft auf dem Hänger zu einem Treffen transportiert. Alltagsprobleme, geschweige denn Reiseprobleme hat man so natürlich nicht.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 26. Mai 2014, 19:22

leifi82 hat geschrieben: Und wenn dann eigentlich nichts zurückkommt fragt man sich warum man sich überhaupt die Zeit nimmt um den Text zu verfassen

Aus Altruismus ... ich möchte jetzt nicht philosophisch werden, aber muss man die Dinge denn nur dann tun, wenn auch irgend etwas zurück kommt? Reicht nicht schon der Gedanke (oder das Wissen), vielleicht ein, zwei oder zehn Leuten damit geholfen, diese zumindest auf ein Idee gebracht oder deren Erkenntnisstand erweitert zu haben? Selbstlose Hilfe ist doch u.a. auch der Sinn dieses Forums.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Montag 26. Mai 2014, 20:40

@ bic......Leif meint hier nicht direkt eine Finazielle Unterstützung....die Verdichtung war anfänglich eine schöne Diskussion, bis sie zu einem Monolg oder Vortrag geworden ist, da wir hier keine Schriftsteller sind gebe ich da Leif Recht, die Zeit ist in der Garage weit wertvoller. Auch stehen wir oft vor Problemen und brauchen einen Denkanstoß umd das zu lösen, oder wollen wie bei der Zündzeitpunktdatei auf Erfahrung von anderen zurückgreifen.
Auch bitte nicht falsch verstehen, es gibt hier genug Leute die das Zeug zum mitschreiben haben.!!!

Trotzdem einen schönen Abend

PS.: demnächst gibt es schon mal wieder Bilder....aber wie ich im Herbst geschrieben hatte der Grüne steht nicht mehr bei uns, der hat die Familie gewechselt und nun muß das/ der Neue erst wachsen

Lars

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 27. Mai 2014, 01:02

Rallye123 hat geschrieben:@ bic......Leif meint hier nicht direkt eine Finazielle Unterstützung....

So hatte ich das auch weder aufgefasst, noch gemeint, aber Ihr beklagt die mangelnde ideelle Unterstützung. Man kann nur leider niemand zwingen und -jetzt wiederhole ich mich- wenn es Euch nicht reicht, andere am eigenen Wissen und an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen ohne dass diese eine irgendwie geartete Gegenleistung erbringen, dann ist wohl für Euch tatsächlich
Rallye123 hat geschrieben:die Zeit ist in der Garage weit wertvoller.

Ich fände es trotzdem schade, höre jetzt aber auf, zu argumentieren. Auch Euch einen schönen Abend.

PS. @Leif, wieso den originalen Abzweigtopf adaptieren? Ein bei Deiner Vergaservariante baulich besser unterzubringender Resonator lässt sich doch leicht auslegen und sicher auch bauen.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon SeCOHN » Samstag 6. September 2014, 12:14

Hallo,

habe mit wachsendem Interesse das Thema über Alternative Vergaservarianten verfolgt.
Finde ich sehr Gut! Nur - Leider regt sich hier nix mehr....

leifi82 Beschreibung über die Verwendbarkeit und Abstimmbarkeit des Mikuni ist für mich für den Alltagsgebrauch meines B1000 höchst interessant, da ich mit dem Serienvergaser, hier BVF40 in allen Belangen sehr unzufrieden bin, habe ich vor, Diese Lösung in meinen Barkas auszutesten. Natürlich auf den Serienmotor, alltagstauglich, abgestimmt.

Was müsste ich hier ändern? Serienmäßig ist im Barkas eine EBZA2 verbaut. Die Kraftstoffversorgung ist für mich ein Thema. Habe hier die Idee, von der bisherigen mechanischen Pumpe, auf eine elektrische umzurüsten. Welche Vergasertypen machen dies ohne das zusätzliche Verlegen einer Rücklaufleitung mit?

Grüße aus dem Norden,

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Mittwoch 17. September 2014, 11:28

Hallo SeCOHN,

du kannst das natürlich auch ohne Rücklauf realisieren. Für den Vergaser ist das erstmal uninteressant. Du musst lediglich ein kleineres Schwimmernadelventil verbauen. In Verbindung mit einer Hardi 13312 ( http://www.hardi.de/verg.htm) nimmst du ein 2,5mm Schwimmernadelventil. Das funktioniert. Ich persönlich stehe aber auf den Rücklauf.
Wichtig ist auch die Anbindung an den Luftfilter. Im Barkas ist recht wenig Platz in der Breite. Das dürfte knifflig werden.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon foxriders18 » Donnerstag 4. Februar 2016, 21:53

Moinsen,
ich wollte mal nachfragen ob jetzt jemand einen Mikunivergaser an einem Serien Wartburgmotor fährt ???
Ich würde auch gerne einen Mikunivergaser bei mir einbauen, weil ich z.b eine Simson schwalbe fahre und dort ebenfals einen Mikuni vergaser verbaut habe.
Die Vorteile eines Mikunivergasers sind enorm, besseres ansprechverhalten, besseres kaltstartverhalten .... etc. Irgendwie schweifen die Leute immer in Foren vom bestehend Threat ab und Diskutieren dann über irgendwelchen andren misst was Nicht zur Lösung führt, sondern nur zu seitenlangen Ball hin und her gewerfe.
Mich würde es freuen wenn Jemand Präzise zum Thema etwas sinnvolles beisteuern kann.
Mfg Fox [TÜV]

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 5. Februar 2016, 06:17

Für einen Vergleich müsste ich einen Schnitt durch den Vergaser inclusive Bedüsung sehen.
Gibt es da Unterlagen ?

Selbst den JIKOV für den Wartburg lässt dich verändern :

SKODA_WABU_Draufsicht_1.jpg

Links der Vergaser für den SKODA - rechts für den Wartburg.

SKODA_VolllastAnreicherung_I_Stufe_1.jpg

Nicht genutz - Vollastanreicherung in der I. Stufe - rote Kennzeichnung.
Das Rohr für die Zusatzeinspritzung beim Öffnen der Drosselklappe zu sehen.
Verhindert eine Abmagerung des Gemisches beim Öffnen der Drosselklappen.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 5. Februar 2016, 15:00

foxriders18 hat geschrieben:Mich würde es freuen wenn Jemand Präzise zum Thema etwas sinnvolles beisteuern kann.

Präzise und sinnvoll wäre erst einmal ein bißchen Wissen, wenn Du z.B. das Kapitel „Dosierungprobleme bei Zweitaktmotoren“ aus diesem Buch verinnerlicht hast (zusammenfassend und ergänzend findest Du hier einiges, aber Vorsicht, viel Text!) wirst Du erkennen, das ein Mikunivergaser auch nur ein Vergaser ist und dass Deine Behauptung
Die Vorteile eines Mikunivergasers sind enorm, besseres ansprechverhalten, besseres kaltstartverhalten .... etc
.
per se erstmal überhaupt keinen Bestand hat - der Vergaser selbst ist nur ein Puzzleteil von vielen.

An sonst würde ich mir wünschen. dass Du Deinen Ton etwas überdenkst, Aussagen wie
Irgendwie schweifen die Leute immer in Foren vom bestehend Threat ab und Diskutieren dann über irgendwelchen andren misst was Nicht zur Lösung führt, sondern nur zu seitenlangen Ball hin und her gewerfe

kann hier im Forum vielleicht jemand machen, welcher aktiv hier schon viel sinnvolles beigetragen hat. Du solltest da jedoch etwas vorsichtiger sein und höfflicher auftreten, falls Du
Präzise zum Thema etwas sinnvolles

erfahren möchtest. Aber gern kannst Du den Umstand abstellen, dass
irgendwelchen andren misst was Nicht zur Lösung führt
dikutiert wird, in dem Du selbst etwas zur Lösung beiträgst - ich würde mich freuen!

foxriders18
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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon foxriders18 » Samstag 6. Februar 2016, 13:03

Ok... {Ärgern}

Trabantfahrer
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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Trabantfahrer » Sonntag 7. Februar 2016, 17:59

Der Mikuni oder andere neue Vergaser sind schon besser als unsere Dinger:
- nicht ausgeschlagen/ausgeklappert, bessere Passung der Teile zu einander
- Varianz über Düsennadel hat weder Jikov noch BVF
- allg. bessere Aufbereitung des Kst

Ich behaupte ein Mikuni bringt beim Serienmotor eine Kst-Einsparung, bessere Gasannahme und einen besseren Motorlauf.

Ja es gibt schon Leute mit Mikuni am Serienmotor, einer kämpft gerade mit Abstimmungsproblemen. Am Leistungsgesteigerten geht er auch sehr gut {crazy}

foxriders18
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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon foxriders18 » Montag 8. Februar 2016, 00:20

welchen Mikunivergaser hat er verbaut an dem Serienmotor ??

3d-Feiler
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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon 3d-Feiler » Montag 10. Oktober 2016, 13:00

Hallo,

heutige Vergaser von Mikuni, Keihin und Co. sind natürlich besser als Entwicklungen von vor 50-60 Jahren.
Aber es ist für einen Laien fast nicht möglich diese Vergaser optimal abzustimmen.

Habe mal ein Bild von Mikuni angehängt, wo man ansatzweise die Zusammenhänge aller Komponenten sieht. Dabei fehlt hier aber der Powerjet.

Je grösser der Vergaserquerschnitt wird und je besser die Gesamtabstimmung sein soll, desto wichtiger ist ein 3 Düsen Vergaser (Powerjet).

Wenn man aber mal bedenkt, das es mehr als 2000 verschiedene Düsennadeln gibt,
dann braucht es noch Düsenstock, Hauptdüsen, Powerjetdüsen, Leerlaufdüsen, wird es sehr teuer und aufwendig.
Der sehr wichtige Gasschieber, z.B. beim TMX38 gibt es 8 Stück, jeder kostet ca. 73€.

Die angebotenen Mikuni Vergaser für den Trabant sind alle nicht wirklich abgestimmt. Wenn man die Probleme in Trabant Foren so durchliest, möchte ich fast behaupten, das es die Stantart Vergaser sind, die man auch direkt bei Mikuni Topham in Deutschland kaufen kann.

Ich kann hier auch bestätigen, das abstimmen mit einer Breitbandlambdasonde sehr gut am 2 Takter möglich ist. Ich messe allerdings am Ausgang des Vorschalldämpfers beim Trabant oder im Gegenkonus eines Resonazauspuffsystems.


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