alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

Moderator: ZWF-Adminis

eifel

alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Donnerstag 21. Juli 2011, 07:44

Hallo zusammen,

ich dachte mir das Thema interessiert vieleicht noch andere.

Die Restbestände an Ersatzteilen werden auch nicht größer und Wiedrigkeiten wie z.B. die E10 Problematik lassen Gedanken über alternative Vergaser aufkommen für die es noch ausreichend Ersatz- und Einstellteile gibt und die von ihrer Konstruktion um einiges moderner als die alten BVF oder Jikov sind. Nicht zu verachten auch der Punkt Leistungssteigerung und Abstimmbarkeit, was meine Intention ist. -roll-

Hier auch gleich die Erklärung für die von euch die mich in Dornburg bisschen ungläubig anschauten als ich mit der 900er Ansaugbrücke herumlief. :lol:

Ich suchte eine Alternative zur 3-Vergasergeschichte und wollte gern die Ansauglänge der Einvergaserlösung optimieren. Ich hab mich hier für einen Mikuni TMX38 Flachschiebervergaser entschieden. Hier noch die Variante ohne Powerjet. Lässt sich aber problemlos nachrüsten.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Vergaser wird mittels orginalem Mikuni Gummi/Metall.Ansaugstutzen an der 900er Brücke befestigt. Dadurch ist das leidige Thema des Wärmeübergangs erldigt. Langes Orgeln zum Anlassen gehört der Vergangenheit an. 20% größer Vergaserdurchlass gegenüber dem Jikov. Gute Teileversorgung. Derzeit bin ich gerade dabei die Bowdenzüge zu bauen. Daher gibts noch keine Impressionen und Fahrversuche. Die folgen.

P.S. Bevor Fragen kommen. Nein, die Ansaugbrücke muß nicht umgearbeitet werden. Ich habe somit kein automobiles Kulturgut vernichtet. {sehrfreuen}

k-IMG_1064.JPG
passt, wackelt, hat Luft


k-IMG_1063.JPG
erster Test


k-IMG_1064.JPG
passt, wackelt, hat Luft

VG, Leif
Dateianhänge
k-IMG_1049.JPG
frisch gestrahlt

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 21. Juli 2011, 07:57

Der Ansaugweg zwischen Vergaserausgang und Zylinderblock ist zum Zylinder 2 am kürzesten.
Gibt es dazu schon Überlegungen zur Gemischverteilung ?
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Donnerstag 21. Juli 2011, 08:09

@Wabufan. Da gibts keine Lösung. Das bleibt der fade Beigeschmack der Einvergaservariante. Wenigstens das Problem der 3 völlig unterschliedlichen Kanalbreiten und die Einschnürung im Raum zwischen Ansaugbrücke und Trennstegen der Einlässe konnte ich durch Materialabnahme und einer 10mm Distanzplatte zwischen Block und Brücke lösen. Als Dank für die Mühen hat mich der Motor mit 3 absolut identischen Kerzenbildern belohnt. {beifall}

VG

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Donnerstag 21. Juli 2011, 08:43

Den Einsatz kenne ich. Auf solche Mittel wollte ich ungern zurückgreifen da ich primär Querschnitt gewinnen will. Wenn man etwas mit der Einlasssteuerzeit spielt kann man prima einen kontinuierlichen Gasstrom erzeugen der zwischen den 3 Einlässen hin- und herpendelt. Somit muß nicht jeder Zylinder die Gassäule bei Einlassbeginn neu "anreissen". Das erleichtert dem Vergaser auch die Gemischbildung.

Natürlich ist es Auslegungssache was man als "moderner" bezeichnet. Für die einen ist es der komplizierte Aufbau mit zig Übergangsbohrungen und Zusatzdüsen oder ganz einfach die Besinnung aufs wesentliche. Quasi back to the roots. {smoker} Im Teillastbereich hat der Jikov sicherlich Vorteile gegenüber meiner Variante aber spätesten wenn der TMX mit Powerjet verwendet wird sind diese bei ordnungsgemäßer Abstimmung hinfällig.

VG

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Donnerstag 21. Juli 2011, 08:53

Ohne jetzt mal über den Grundsatzvergleich Flachstrom-/Registervergaser zu philosophieren,
finde ich es erst einmal echt stark, dass Leif hier seine alternative Vergaservariante überhaupt vorstellt.

Diese Ansätze, mit aktueller Technik eine bessere Abstimmung des Motors zu finden, könnte in Jahren (oder Jahrzehnten) wirklich zur Notwendigkeit werden, wenn aus E10 EXXX geworden ist.

Von daher sollte hier unbedingt auch Platz für solche Gedanken bleiben.
Ich freue mich schon auf die Ergebnisse der ersten Testläufe. :smile:

Gruß Maddin

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Donnerstag 21. Juli 2011, 12:19

Leif? Die Mikunis und deren asiatischen Kollegen kenne ich aus der Vespa Szene. Wenn es da etwas gäbe, dass ein technischer Depp wie ich den verbauen kann & der Bock rennt, wär ich da sofort dabei. Für die Mikunis gibts halt wirklich ALLES an Ersarzteilen & Düsen

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Donnerstag 21. Juli 2011, 21:28

Das Thema ist wirklich spannend und ich freue mich, daß es hier offen diskutiert wird. Gerade heute habe ich über so etwas gegrübelt, weil mein Kollege (der betreibt Feuerwehrsport und schleift seit Tagen an seinem 2-Zylinder Pumpenmotorblock) nun schon mehrmals reichlich Verbesserungspotential an meinem 900er Motorblock ausgemacht hat. Dieser wird definitiv nicht verändert, dann schon eher der 1000er im blauen 311er.

leifi82 hat geschrieben:Hier auch gleich die Erklärung für die von euch die mich in Dornburg bisschen ungläubig anschauten als ich mit der 900er Ansaugbrücke herumlief.

Stimmt, darüber hatte ich mich beim Betrachten Deines neuen Kopfes auch gewundert.
leifi82 hat geschrieben:P.S. Bevor Fragen kommen. Nein, die Ansaugbrücke muß nicht umgearbeitet werden. Ich habe somit kein automobiles Kulturgut vernichtet.

Naja, 311er Ansaugbrücken zählen nun nicht gerade zu den ganz großen Raritäten. 8) Trotzdem schön, wenn sie unverändert bleibt.

AWE309 hat geschrieben:Der F9 hatte hier ursprünglich einen Einsatz für den Ansaugflansch, welcher wohl dafür zu sorgen hatte, alle Zylinder gleichmäßig zu versorgen. Im ET-Katalog von 54 ist das Teil abgebildet, in Natura habe ich es noch nicht gesehen.

Du meinst diesen Flansch hier:
Ansaugflansch_1.jpg

Ansaugflansch_zerlegt.jpg

Den hatten auch die allerersten Wartburg311. Der abgebildete Flansch stammt eus einem Motor mit Gussdatum 2/56 und ist bei späteren Motoren durch die in den Block ragenden Kanäle nicht nachrüstbar.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon lilakarin » Mittwoch 7. September 2011, 20:44

Hallo ! Ich verfolge mit großem Interesse alle Fragen und Antworten über ein Loch im Vergaser,welches beim beschleunigen nur mit kurzzeitigem Shoke überwunden werden kann.Wartburgpeter hat mir den Kontakt mit "AWE 309" wärmstens empfohlen.Zusammengefasst:Ich fahre einen F9 mit Motor des 353.Ich habe den gleichen Motor vor 3 Jahren in eine m DKW Munga gefahren und hatte keine Probleme.Alles,was im Forum über schlechte Übergänge beim Gas geben veröffentlicht wurde habe ich versucht nachzuvollziehenDas Problem vergünstigt sich im Warmen betriebszustand aber besteht nach wie vor. -nixwissen- Der Mikuni Vergaser hat mein Interesse geweckt und ich hoffe bald näheres über die praktischen ergebnisse zu erfahren.Gruß an alle !

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Mittwoch 7. September 2011, 21:14

lilakarin hat geschrieben:...ein Loch im Vergaser,welches beim beschleunigen nur mit kurzzeitigem Shoke überwunden werden kann....

Ich gehe davon aus, daß der 353er Motorblock mit H362 Flachstromvergaser kombiniert ist?
Diese Kombination ist bei mir verbaut und ich habe lange nach der Ursache für ein Beschleunigungsloch inkl. teilweisem Stottern gesucht. Abhilfe geschaffen hat letztendlich der Einbau eines Vergasers mit spielfreier Drosselklappenwelle.

Ich erkläre mir das so:
Bei ausgeschlagener Welle zieht der Vergaser über die Welle Nebenluft. Den Leerlauf konnte ich dank Leerlauf-Luftregulierung (alte Ausführung) gut einstellen. Beim Beschleunigen vergößert sich der Unterdruck im Saugrohr und das Gemisch sollte eigentlich durch die Übergangsbohrung (unter der Drossselklappe) und die Übergangsdüse angefettet werden. Da nun aber Nebenluft direkt an der Drosselklappe einstömt, wird dies mit steigendem Verschleiß der Wellenlagerung mehr und mehr außer Kraft gesetzt.
Bei größer werdender Last war der Effekt nicht mehr zu spüren - hier erfolgt die Gemischbildung hauptsächlich über Hauptdüse und Mischrohr, was den Effekt der Nebenluft im Verhältnis kleiner werden lässt.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Donnerstag 8. September 2011, 09:36

Als ich vor der selben Frage stand, heißt Kombination von 353er Motor mit Flachstromvergaser, schrieb mir Daniel (rallye311),mit dem ich darüber ausführlich nachgedacht hab, ich könne anstelle des Flachstromvergasers auch eine Blumenspritze nehmen :razz: . Aus dem Blickwinkel des Fachmanns der sich damit jeden Tag beschäftigt, absolut nachvollziehbar. Dennoch sollte der Flachstrom im Hinblick auf originales Aussehen und weniger Umbaumaßnahmen erhalten bleiben, auch wenn der Jikov besser und feiner abzustimmen ist. Darum hat er empfohlen die Mischkammer auf 30mm aufzubohren und eine kleiner Korrekturdüse einzubauen, weil der Flachstrom in Verbindung mit originaler Ansauganlage mit den höheren Strömungsgeschwindigkeiten zumindestens an seine Grenzen kommt, wenn nicht auch überfordert wird. Das hab ich gemacht in Verbindung mit einer 130er Hauptdüse. Das ganze funktioniert für mich wunderbar, wenn er auch in manchen Bereichen etwas zu fett läuft, aber bei der geringen Laufleistung ist das nicht wirklich das Problem. Ich bin mit dieser Lösung völlig zufrieden.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Freitag 9. September 2011, 09:31

Natürlich meinte ich den Lufttrichter ;--) Danke für den Hinweis AWE309

Hintergrund der Überlegung war, daß die Einlaßsteuerzeiten zwischen den Motoren 312 und 353/1 unterschiedlich sind. Gleichzeitig wurde mit dem 50 PS Motor der Vergaser von 36mm auf 40mm vergrößert und der Lufttrichter von 28mm auf 30mm. Die Strömungsgeschindigkeit wurde als höher angenommen, auch wenn keine Vollwangenwelle verbaut ist. Hierbei wären die Verhältnisse sicherlich noch ungünstiger.
Da der Flachstromvergaser über keine Vollastanreicherung verfügt, ist eine Überfettung in bestimmten Teillastbereichen für mich nicht ganz so dramatisch. Um einer unzulässigen Abmagerung bei oberer Teillast/Vollast entgegenzuwirken, hab ich von vornherein eine etwas kleinere Korrekturluftdüse eingebaut. Andreas und Daniel haben das bei ihren Jikov mit Erfolg praktiziert. Steht hier auch irgendwo.

Es steht außer Frage, das diese Lösung nicht so optimal sein kann, wie sie sein könnte, wenn man einen entsprechenderen Vergaser in Kombination mit dem dafür vorgesehenen Ansaugtrakt verwendet hätte.
Als Kompromiss um die Originalität des Aussehens zu erhalten, ist es durchaus anwendbar und vor allem funktioniert es. Klingelneigung nahe Null, Wiederstart nach kurzer Standzeit sehr gut, Einfahren (bisher) ohne Probleme. Heißt für mich, der Weg war gut, wenn vielleicht auch noch nicht das Ziel optimaler Einstellung erreicht ist.

Beim F9 sieht die Sache durch den nicht vorhandenen Platz ganz anders aus. Die Variante mit der Lufttatze aus dem B1000 ist mir bekannt, ein Freund von mir fährt das in seinem F9 genau so. Da bei ihm kein Vorschalldämpfer montiert ist, ist die Geräuschkulisse sicherlich noch einmal anders.

Vergasereinstellung ist oftmals eine Wissenschaft. Inwieweit ein aus heutiger Sicht erreichbares Optimum mit der Technik von damals erreicht werden kann, hat meiner Meinung nach auch Einfluß auf unser heutiges Reparaturverhalten.
Mit einfacheren Worten, manchmal schrauben wir heute an Dingen, die man damals als völlig normal hinnahm.
Die richtige Einstellung eines Vergasers kann oft von Fehlversuchen und beharrlichem Probieren begleitet sein. Die Frage ist nur, ob mir bei der Einstellung das Kerzengesicht und die hörbare Laufqualität als Beurteilungsmaßstab genügen oder ob ich einen Viergastester mit angeschlossenem Motortester zur Bestätigung und Überprüfung meiner Vergasereinstellung benötige. Das bestimmt auch den Umfang der Arbeit.

Darum freue ich mich immer wieder über das Spektrum der hier im Forum vertretenen Meinungen, weil sie bei richtiger Anwendung, für viele ein Hinweis auf den Weg sein können. Nur dadurch erreichen wir den Erhalt von Wissen und Erfahrung. Dafür ist dieses Forum bestens geeignet! Auch wenn das manchmal alles ein wenig kontrovers oder hitzig aussieht, letztendlich geht es im Kern immer darum, daß es unseren Schätzchen dient und ihnen gut tut.

So! Und Sonntag fahre ich mit dem Wartburg eine Woche nach Heringsdorf :razz: Morgen noch eine Hochzeit zur Burg Falkenstein, ich freu mich drauf. Da war mein Großvater vor dem Krieg herrschaftlicher Kutscher und Chauffeur. hab ich eigentlich schon mal ein Bild davon gezeigt???
in diesem Sinne

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon lilakarin » Montag 12. September 2011, 21:14

AWE309 hat geschrieben:
lilakarin hat geschrieben:....Wartburgpeter hat mir den Kontakt mit "AWE 309" wärmstens empfohlen....

Danke an Peter für die Lorbeeren! Ob ich da wirklich helfen kann? Aber Versuch macht kluch! Also lilakarin berschreib doch erst einmal den Fehler genauer, also wann tritt das Loch auf (Leerlauf zu Teillast, Teillast zu Vollast oder Leerlauf zu Vollast????), wie lang ist es, was hast Du nun tatsächlich schon dagegen unternommen, wie sieht Deine Ansauganlage insgesamt aus. Denn grundsätzlich sollte der 353 mit dem Flachstomvergaßer problemlos laufen, zumal beim B1000 eine solche Kombination bei Reko-Autos so auch ausgeliefert wurde (und weil ich damit seit Ende der 70iger fahre).

Hallo ! Das Loch betrifft Teillast /Volllast.Du schreibst,grundsätzlich sollte der 353 Motor mit dem Flachstromvergaser laufen.Das ist richtig,denn er läuft.Die Vergaser welche ich probiert habe sind alles Fallstromvergaser 11 /1 und 11/2.Ich fahre jetzt einen Flachstrom H 362 mit guten Übergangsphasen.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon lilakarin » Donnerstag 15. September 2011, 21:07

Hallo ! Du Siehst das richtig,ich bin voll zufrieden.Ich habe mich wochenlang mit meinen Fallstromvergasern abgequält.Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten,z.B.die Schraube M4,welche den Starter-bowdenzu halten sollte,ist überdreht,der Vorgänger hat dies zu straff angezogen und vorn breitgequetscht,ich mußte das Ende durch die Bowdenzugbohrung abfeilen,das ich die Schraube überhaupt raus bekam.Das Gewinde war nicht zu retten.Habe aber schon einen Rep.Satz M4x0,7 bestellt.Luftfiltermäßig habe ich den Filtertopf vom 353 beibehalten und mit einem biegsamen Schlauch mit Drahteinlage innen 50 mm
durchmesser am Vergaser Ansaugstutzen und Gummimuffe am Luftfilter durchmesser
40 mm befestigt.Ich muß noch ein Tropfblech anfertigen,da ja unter dem Vergaser der 353 Auspuff liegt. Jetzt arbeite ich noch an einem Notdach,da ja mein F9 erst ein offenes Auto geworden ist. Gruß Ulrich !

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon lilakarin » Samstag 17. September 2011, 15:11

Jawateile 102.jpg


Hallo ! Ich bin kein Spezialist beim hochladen von Bildern,deshalb bin ich noch auf Hilfe angewiesen.Ein Bild als erstes.Später kommen noch mehrere hinzu.Soviel als Erklärung.Die Karosserie und Brief ist Baujahr 1954.Das Dach wurde abgesägt.Das Fahrgestell ist ein 353 Wartburg Baujahr 1981.Der Rahmen wurde an einer günstigen Stelle um 10 cm gekürzt und feuerverzinkt.Die Federbeindome vorn wurden gekürzt.Das Hinterteil der Karosserie wurde hinter dem Rücksitz auf 353 mit Tank umgebaut.Der Kofferraumboden wurde erneuert.Die Türen in der höhe gekürzt(Rostschäden)und es wurden Schweller angefertigt.Mein Ziel war ein F9 mit modernem Fahrwerk.Mit Oldtimer hat das nichts zu tun.Die Radausschnitte vorn werden später noch durch Kotflügelausschnitte vom 353 Wartburg korrigiert.Das erfordert eine Neulackierung der Vorderen Kotflügel.13 Jahre hat es gedauert und zu gelassen im August 2011.Vorerst viele Grüße Ulrich !

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Donnerstag 6. Oktober 2011, 08:24

Hmm. Irgendwie hat sich das hier anders entwickelt als ich es mir gedacht hab. -nixwissen-

Mit alternativen Vergasern meinte ich eigentlich nicht die verschiedenen Kombinationen von H362, BVF36/40 am 353er oder 311er Motor sondern, moderne, gut verfügbare Alternativen die altbekannte Probleme beseitigen. z.B. Mikuni Flachschieber oder z.b. Membranvergaser wie Tilotsen oder Mikuni SuperBN. Das wird sich sicherlich weniger an die Orginalfahrer richten aber das soll ja auch kein "Chat" werden... :razz:

Für alles andere gibt's ja schon genug Threads.

VG, Leif

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Hell Kitchen » Donnerstag 6. Oktober 2011, 09:02

Hey Leif,

also ich pers. finde die Idee genial...konntest du denn den Vergaser schon mal im Fahrbetrieb testen?
Also ich hatte mal angefangen über einen Weber-Doppel-Vergaser nachzudenken.
Denn die Weber wurden auch früher schon beim Rally-Wartburg verbaut.
Leider habe ich noch nicht rausgefunden welche Vergaser da so verwendet wurden (habe von dieser Sache auch nicht wirklich viel Ahnung)
Auch hier wäre dann der Vorteil der guten Ersatzteilbeschaffung gegeben.
Die Idee ist gut aber die Welt ist noch nicht bereit dafür... :)

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 6. Oktober 2011, 09:39

Ob und welche Verbessung etwas brigt, wäre zu erproben.
Meines erhachtens ist zum Beispiel eine Beheizung der Vorlage der Mischdüse der I. Stufe im JIKOV schon ein Schutz vor Vereisung.
Mir würde auch eine Leerlaufdrehzahlreglung gefallen - ob pneumatisch oder mit Stellmotor ...
Ich denke da an die elektrisch adaptierten Vergaser von Pierburg.
Im Klaren muss man sich sein, das diese Änderungen nur für den aktuellen Motor gelten.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Donnerstag 6. Oktober 2011, 11:16

Leif, wie ich bereits schrieb, die Mikunis kenne ich aus der Vespa Racing Szene, Beschaffung und Ersatzteile stellen kein Problem dar; ich habe für mich noch keine Möglichkeit gefunden, die stangenbetätigung auf Bowdenzug abzuändern, habe es aber auch nicht aktiv verfolgt. WENN ich mal sowas antesten würde ( aber erst wenn der Motor wirklich eingefahren ist) dann auf jeden fall ohne grosse Umbauten, sprich, jederzeit leicht Rückbaubar.

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Donnerstag 6. Oktober 2011, 13:40

Die Mimik liegt noch so im Keller. Ich hatte in letzter Zeit recht viel um die Ohren und da bin ich nicht wirklich zum Hobby gekommen.

@Andreas. Die Pierburg 2E Vergaser sind für mich wie das Weihwasser für den Teufel. Jeder der schonmal ansatzweise mit den Dingern zu tun hatte streicht die Erfahrungen gern aus seinem Gedächtnis. Wenn Leerlaufregelung warum dann nicht gleich elektronische Einspritzung? Damit sind viele der Probleme schon im Keim erstickt.

Die Schiebervergaser lassen sich schon mit dem Gestänge bedienen. Siehe Melkus. Da muss man halt bissel Hirnschmalz investieren. Alternativ kann man auf das stehende Pedal vom späteren 353er oder 1,3er umrüsten. Das lässt sich bestimmt auch plug 'n play realisieren. Da ist wieder der Hirnschmalz gefragt. :lol:

VG

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Samstag 5. Mai 2012, 16:32

Hallo zusammen,

ich wollte euch mal wieder den aktuellen Stand mitteilen. Inzwischen läuft die Kombination im Auto und wir können mit der Abstimmung beginnen.

Das schwierigste war erstmal eine passende Kombination aus Leerlaufdüse, Nadeldüse und Düsennadel zu finden, bei der es überhaupt möglich war den Leerlauf mit Schieberanschlag und Umluftschraube einzustellen. Die Grundabstimmung war utopisch zu fett. Hier merkt man deutlich dass der Vergaser vorher an einem Motor mit Membraneinlass verbaut war.

Der Motor springt, egal ob warm oder kalt, spätestens nach der 3ten Umdrehung an und läuft sauber im Leerlauf. Kein bläuen. Die Gasannahme ist überhaupt nicht mit der des Jikov oder BVF40 vergleichbar. In der Regel reicht maximal 1/4-Gas zum Fahren. Die Dosierbarkeit ist extrem gut und der Motor reagiert sehr feinfühlig auf kleinste Gasänderungen. Macht wirklich Spaß. Derzeit fahren wir noch mit Trichter um die Grundabstimmung zu finden. Danach kommt ein abgeänderter Serien-Luftfilterkasten davor (Durchgängig 76mm Durchlass).

Für Serienmotoren würde ich maximal einen TMX34 verwenden. Der passt vom Querschnitt besser. Auf jeden Fall sollte man hier versuchen Irgendwie den Abzweigtopf beizubehalten. Das wird sonst ziemlich "kernig". {sehrfreuen} Wir haben beim geänderten Luftfilterkasten extra den Resonanzraum im unteren Bereich beibehalten. Das ist trotzdem recht laut. Aktuell mit Trichter sehr sportlich. 8)

VG

jg-supervision
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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon jg-supervision » Mittwoch 9. Mai 2012, 09:42

Moin Leif,

Vorerst WELCOME BACK in der Szene...

Ich habe die Tests mit dem TM 38 mit Power Jet hinter mir.

Nach vielen Fahr-Versuchen und Aufzeichnung des Lambda-Verlaufes habe ich die Mimik bis ca. 3/4 Gas-Stellung perfekt fahrbar realisieren können.

Ich bin nach dem Vergaser per geänderten Serien-Gummi-Formschläuchen bis hin zum Luftfiltertopf mit 2 Stk. Eingangsrohren gegangen. Ziel war es, eine möglichst große Beruhigung in das System zu bekommen.

Um die Gesamt-Mimik mit o.g. Beruhigung auch bei voller Schieber-Öffnung fahrbar zu bekommen, bedarf es tiefgreifender Änderungen an der Düsenbstückung im Bereich Luft-Trichter.
Siehe hierzu auch die Erfahrungen mit dem VM 40 :evil:

LLG- & Nadeldüse und Schwimmernadel-Ventil Nadel hatte ich in frühem Stadium bei 3-Vergaser-Anlage schon gewechselt.

Parallel gibt es nun auch dokumentierte Mess-Ergebnisse mit und ohne Zwischenplatte an der Dichtfläche Jikov-Flansch zum Block ==> ENTTÄUSCHEND...

Bis dahin, Grüße aus dem Scheriner Raum
Torsten JG

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Mittwoch 9. Mai 2012, 17:42

jg-supervision hat geschrieben:Parallel gibt es nun auch dokumentierte Mess-Ergebnisse mit und ohne Zwischenplatte an der Dichtfläche Jikov-Flansch zum Block ==> ENTTÄUSCHEND...



Das würde mich denn nun brennend interessieren. Macht die Schaffung gleicher Ansaugquerschnitte bei allen Zylindern und Anpassung des Vergasers mittels Zwischenplatte keinen Sinn? Was habt Ihr messen können?
Auch allgemein würde mich die Lambdamessung am Zweitakter interessieren. Kann man mit einer Breitbandsonde vernünftige Messergebnisse überhaupt bekommen oder sind die angezeigten Werte wegen des infolge bauartbedingten Frischgasverlustes nicht von vornherein (relativ) unverwertbar?

Ich bin im Moment beim Aufbau eines auf 1100 aufgebohrten Blocks und würde natürlich gern die "neuesten" Erkenntnisse berücksichtigen.

Grüße aus der hauptstädtischen Region.

jg-supervision
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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon jg-supervision » Mittwoch 9. Mai 2012, 20:51

Hallo nach Berlin,

Gerne werde ich versuchen, ein paar Antworten zu geben...

Rein strömungstechnisch sollte sich ein Abrücken des Ansaugflansches (Einvergaser Variante mit SEDR 32) vom Block positiv auswirken, da ich hiermit die durch die Block-Geometrie verursachten Verjüngungen zu Zylinder 1 und 3 "aufweiche" bzw. den effektiven Querschnitt erweitere.

Der letzte Motor, welchen ich gebaut habe, wurde auf der Feilbank gleich mit entsprechend langen Stehbolzen (...denn ich bin Stehbolzen-Fan :lol:) versehen, so dass ich nach der Einfahr-Zeit eben die Versuche u.a. mit und ohne Zwischenplatte fahren konnte.

Der Motor ist mit Kolbenmaß 73,96 ausgestattet.

Durch Prüfstands-Messungen habe ich an dem o.g. Motor bei gleicher Peripherie, so Zylinderkopf & Ansaug- & Auspuff-System, ganze 2 PS und 2 Nm weniger, als bei Ansaugstutzen direkt an Dichtfläche dokumentieren können.
Um sicher zu gehen, daß es kein "Ausrutscher" war, habe ich mehrere Messungen am nächsten Tag gefahren => immer mit gleichem Ergebnis...
Parallel muß man allerdings auch sagen, dass die Motoren aufgrund der wohl damals recht grob gesteckten/praktizierten Toleranz-Zulässigkeiten der Anordnungen und Schußrichtungen der Überströmer extrem "streuen".

So würde ich Dir raten, nur einen Block für Dein Projekt zu verwenden, welcher im Serien-Zustand gefühlt schon sehr gut ging.

Die Breitband-Lambda-Sonde ist relativ unempfindlich auf kurze Zeiträume, in denen sie öl-versetztem Abgas ausgesetzt ist.

So habe ich meinen ersten Krümmer mit entsprechenden Muttern im Krümmer für jeden Zylinder schon in 2003 gebaut.

Damals mit Multimeter und die per Diktiergerät dokumentierten mV-Werte über die übliche Parabel für die Lambda-Ermittlung ausgewertet. Nach meinen Erinnerungen habe ich einen Lambda-Wert um 0.9 bei ca. 840 mV.
War halt bisschen aufwendiger, denn es hieß immer Zylinder für Zylinder auf der gleichen, recht kurzen Autobahn-Strecke zu verifizieren, da 3-Vergaser-Anlage.

Heute habe ich ein Gerät namens "LM1", welches ich jedem empfehlen kann, der Lust und Spaß an der Motoren-Optimierung hat...

Mit diesem LM1 und meiner Auswert-Elektronik des Rollen-Prüfstandes bekomme ich über den geasmten Messvorgang die Lambda-Verteilung dukumentiert.

Tatsächlich interessant und relevant für Düsenbestückung ist für mich die Ist-Angabe bei der Drehzahl des max. Drehmoments.

Nach Abstimmung auf der Rolle, schnalle ich das o.g. LM1 auf mein Lenkrad und prüfe nochmals praxisnah auf der Straße, so bei Teillast (1. Stufe) und bei Vollast. Bei keinem Fahrzustand darf dann Lambda über 0.95 ansteigen.

Auch habe ich etliche Versuche gefahren mit unterschiedlichen Zündzeitpunkten und klar festgestellt, dass für unseren "Vorkriegs-Motor" tatsächlich 3,58 v.OT. das Optimum für max. Mt darstellt (sofern klingel-technisch machbar).

Nun genug philosophiert...

Wenn Du möchtest, schicke ich Dir auf eine externe E-Mail-Adresse mal die Prüfstands-Protokolle meiner letzten Testreihen vom 02-05-2012 ==> 1000 ccm & Ein-Vergaser & optimalem Reso

Bis dahin
verregnete Grüße von der Küste
Torsten JG

P.S.: Vielleicht können wir uns in Dornburg bei der 12. Flasche "Erdbeer-Saft" mal persönlich kennenlernen; würd mich freuen!

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Donnerstag 10. Mai 2012, 10:33

Hallo Thorsten,

die Messungen interessieren mich wirklich. Ich schicke mal meine Mail per pm.
Übrigens sehr interessant, dass die Ansaugplatte es wohl nicht so bringt. Hast Du eigentlich mal Messungen am Serienmotor im Originalzustand vorgenommen?

Danke auch für den Hinweis zur Blockauswahl. Leider ist man beim Aufbohren auf etwa 78mm in erster Linie auf ausreichend dicke und gleichmäßig gegossene Laufbuchsen angewiesen. Es ist wirklich beeindruckend, welche Unterschiede die einzelnen Blöcke am Steg des Überströmers (und damit auch im unteren Bereich der Laufbuchse) aufweisen. Ich hoffe jedenfalls, dass meine Auswahl hält.

Grüße



p.s. Leider schaffe ich es zu 90% wieder nicht nach Dornburg

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Sonntag 13. Mai 2012, 15:10

Hey Torsten,

danke danke. Irgendwie fordert das Warti-Virus immerwieder seinen Tribut. {crazy}

Das klingt sehr interessant. Mich würde interessieren ob du die Ergebnisse am Serienmotor oder einem "bearbeiteten" Block erhalten hast.

Wir sind nun noch einige Test- und Abstimmungsrunden gedreht und konnten die besten Ergebnisse mit Luftfilterkasten erzielen. Nur mit Trichter war der Geschichte extrem schwierig abszustimmen aber mit der beruhigten Luftsäule funktioniert es prima. Wie schon oben geschrieben, nutzen wir ja einen modifizierten Serien-Luftfilterkasten mit durchgängig 76mm Querschnitt. Zwischen Vergaser und und Kasten sind ca. 50cm Schlauch.
Gestern haben wir die finale Abstimmung am Flughafen Jahnsdorf durchgeführt. Prima Bedingungen. Wir haben sauberen Leerlauf bei 1000 1/min und einwandfreies Ansprechverhalten ab Leerlauf. Die Übergänge passen und die Kerzenbilder bei Teil- und Volllast ebenfalls. Nachdem die Abstimmung steht kann man auch den Unterscheid zum Jikov besser beurteilen. Das Drehmoment ist deutlich gestiegen. Liegt wahrscheinlich am größeren, nun zum Einlassschlitz passenden Querschnitt und der besser passenden Resonanzlänge. Ab ~4000 1/min bekommt der Motor einen ordentlichen Peak und zieht bis ~5200 1/min durch. Danach ist Ebbe. Bin damit eigentlich ganz zufrieden. Da wir ohne Powerjet fahren ist hier noch Potential bei Volllast im unteren Drehzahlbereich. Das wäre dann der nächste Optimierungspunkt.

Daniel ist mit dem Auto in Anklam. Da kannst du dir die Geschichte ja mal anschauen. Ihn dürftest du ja noch aus Eisenach kennen. Ich komme dieses Jahr nicht da ich arbeiten muss. Werd mir aber am 19.05. die historische A600 in Schleiz anschauen.

Die Geschichte mit der Zwischenplatte ist auch ziemlich strange.... {kratz} Naja. Versuch und Irrtum. Werd da aber bei Daniel auch nochmal ohne Zwischenplatte testen. Hier aber auch wieder die Frage. Serienblock oder bearbeitet?

fröstelnde Grüße

Leif

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Dienstag 22. Mai 2012, 11:14

Hallo zusammen,

inzwischen sind wir um ein paar Erfahrungen reicher. Mein Bekannter ist mit der Konstellation in Anklam paar Mal die 1/8 Meile gefahren. Leider ist im beim den Läufen immer die Spritversorgung zusammengebrochen. Es scheint wohl nicht genug Sprit nachzufliessen um die Schwimmerkammer ordentlich gefüllt zu halten. Somit fällt die Variante Fallbenzin erstmal flach. Wir werden also doch auf Pumpe umrüsten umd das Problem zu beheben.

VG, Leif

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Montag 11. Juni 2012, 12:25

UPDATE!!!

So. Das Spritversorgungsproblem ist auch gelöst. Inzwischen läuft die Konstellation völlig narrensicher. Kein Verschlucken oder ähnliche Symptome mehr. Der Motor dreht jetzt auch frei bis über 6000 1/min. Einfach nur Freude am Fahren. :lol: Ich denke im nächsten Winter kommt noch ein Powerjet an den Vergaser um den unteren Drehzahlbereich zu optimieren. Auf den Fotos fehlt noch der Frischluftschlauch Zwischen Luftfilterkasten und Kühlergrill. Der ist inzwischen auch drin.

Bild
Bild

Jetzt fehlt nur noch jemand der sich mal bereiterklärt die Geschichte am Serienmotor zu testen. Das sollte sich deutlich einfacher abstimmen lassen.

VG, Leif
Zuletzt geändert von eifel am Montag 11. Juni 2012, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon Franz » Montag 11. Juni 2012, 17:01

Könnt ihr gern in meinem Barkas austesten :D Ist sicher ein bisschen anderes Laufverhalten als mit dem BVF, da
bin ich garnicht zufrieden :?

mfg.
Franz
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Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon wartifan » Donnerstag 2. August 2012, 10:51

Mich würde mal der Verbrauch interessieren.
Hier wird ja auch meist/immer vom Umstieg Basis Jikov ausgegangen. Den BVF habe ich aber immer aus Gründen der Einfachheit/Wartungsfreundlichkeit drin behalten.

eifel

Re: alternative Vergaser Gedanken und Lösungen

Ungelesener Beitragvon eifel » Mittwoch 13. März 2013, 12:02

Hallo zusammen.

Ich wollte euch mal den aktuellen Stand mitteilen. Die Kombination lief jetzt eine Saison völlig problemlos.
Jetzt arbeiten wir daran die Fahrbarkeit und das Drehzahlband weiter zu verbessern.
Der erste Punkt dazu ist eine Sparker TCIP4 Kennfeldzündung und dann bekommt der Mikuni-Vergaser noch ein elektrisches Powerjet welches Drehzahl- und bei Bedarf auch lastabhängig von der Zündung angesteuert wird.
Ich werde euch über den Fortschritt informieren

http://www.abload.de/image.php?img=mobile.0ckkl2.jpg

Vg, leif


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