H 362 beim 311er

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

Moderator: ZWF-Adminis

Benutzeravatar
Convention
Tastenquäler
Beiträge: 334
Registriert: Sonntag 28. August 2011, 18:13
Mein(e) Fahrzeug(e): -Wartburg 311 bj 1959
-Trabant 601 bj 1987
-S51B2-4 bj 1981
-Schwalbe bj 1968
-MZ ETZ 125 bj 1989
-MZ ES 150 bj 1966
-Mifa Sportrad bj 1982
-Mifa Klaprad bj 1974
-Simson Rad bj 1953
-QEK Junior bj 1981
Gruppe / Verein: IFA-Pannenhilfe
Wohnort: Bitterfeld
Kontaktdaten:

H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Convention » Montag 10. Juni 2013, 18:49

ich habe bei meinem 311er mit 1000er motor (bohrung 74,2) einen H362 vergaser verbaut,ist das der richtige für diesen motor?

wenn der motor warm ist springt er immer ziemlich schlecht an,kerzen sind auch nach mehreren startversuchen trocken,jedoch schön rehbraun...

im kälteren zustand hält er schön standgas,jedoch nach etwas zügiger fahrweise(ca 110kmh) geht er im stand recht schnell aus,habt ihr einen tipp?

dank euch!

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 10. Juni 2013, 19:52

Hallo Convention,

der 362er funktioniert immer an einem 1000er, egal welchem, allerdings wirkt er an den 50 PS-Motoren als Drossel, die volle Leistung bekommt man damit nicht abgerufen.
Ursprünglich (ab 1962) war für den 311-1000er (Motor 312) der H 362-20 mit 125er Hauptdüse, 60er Leerlaufdüse und Leerlaufluftschraube (oben) vorgesehen, aber vielfach verbaut sind H 362-24 (Einsatz ab 1964) mit Leerlaufgemischregulierschraube (unten). Welche Bedüsung im jeweiligem Fall richtig ist, hängt von vielen Faktoren ab (z.B. welche Ansauganlage, welcher Luftfilter, welcher Motortyp), kann jedoch wirklich einfach selbst ermittelt werden.
Wenn Deine Kerzen tatsächlich rehbraun sind und der Motor auch nicht klingelt (jedenfalls nicht übermäßig), dann ist Deine Hauptdüse schon mal ok. Bleibt dann eigentlich nur noch die Einstellung des Leerlaufes. Das ist einfach und wird bei betriebswarmen (!) Motor gemacht :
- zuerst die Leerlaufdrehzahl an der Drosselklappeneinstellschraube leicht erhöhen
- Leerlaufluftschraube (oben) oder Leerlaufgemischregulierschraube (unten) von Hand bis Anschlag hineindrehen
- dann Leerlaufluftschraube (oben) 1,5 Umdrehungen wieder hinausdrehen, die Leerlaufgemischregulierschraube (unten) aber 2 Umdrehungen
- durch leichtes Hinaus- oder Hindrehen der Leerlaufluft, bzw. Gemischregulierschraube die Stelle suchen, wo der Motor am höchsten dreht, aber auch gleichmäßig läuft
- zum Abschluß die Leerlaufdrehzahl an der Drosselklappeneinstellschraube soweit absenken, dass der Motor gerade noch rund läuft ohne stehen zu bleiben
Das war es dann auch schon und falls man mit dem Verstellbereich Leerlaufluft, bzw. Gemischregulierschraube nicht hinkommt, dann die Leerlaufdüse eine Nummer größer oder kleiner wählen (kommt aber selten vor).
Warmstartprobleme kommen oft von einer defekten oder nicht vorhandenen Nullring-Dichtung unter dem Spritzrohr. Ist dieser nicht vorhanden oder undicht, dann sickert hier Kraftstoff in den Vergaser und überfettet vor allem das Start- und Leerlaufgemisch - der Motor springt zwar kalt sehr gut, aber warm nicht mehr an und geht gelegentlich bei höheren Temperaturen im Leerlauf auch aus. Außerdem läuft hierüber auch bei längerem Stillstand die Schwimmerkammer leer, so das man z.B. schon nach einer Woche diese zum Starten auffüllen muss. Also hier erst kontrollieren, bevor Du Einstellversuche machst, die würden dann verfälscht.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Convention
Tastenquäler
Beiträge: 334
Registriert: Sonntag 28. August 2011, 18:13
Mein(e) Fahrzeug(e): -Wartburg 311 bj 1959
-Trabant 601 bj 1987
-S51B2-4 bj 1981
-Schwalbe bj 1968
-MZ ETZ 125 bj 1989
-MZ ES 150 bj 1966
-Mifa Sportrad bj 1982
-Mifa Klaprad bj 1974
-Simson Rad bj 1953
-QEK Junior bj 1981
Gruppe / Verein: IFA-Pannenhilfe
Wohnort: Bitterfeld
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Convention » Dienstag 11. Juni 2013, 00:19

danke dir bic,das hört sich doch schon mal klasse an :smile:

nur welchen nullring am spritzrohr meinst du denn,steh gerade auf dem schlauch :-|

Benutzeravatar
Convention
Tastenquäler
Beiträge: 334
Registriert: Sonntag 28. August 2011, 18:13
Mein(e) Fahrzeug(e): -Wartburg 311 bj 1959
-Trabant 601 bj 1987
-S51B2-4 bj 1981
-Schwalbe bj 1968
-MZ ETZ 125 bj 1989
-MZ ES 150 bj 1966
-Mifa Sportrad bj 1982
-Mifa Klaprad bj 1974
-Simson Rad bj 1953
-QEK Junior bj 1981
Gruppe / Verein: IFA-Pannenhilfe
Wohnort: Bitterfeld
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Convention » Dienstag 11. Juni 2013, 19:51

ok,haben es gefunden,darauf muss man erst mal kommen :D

am we bau ich den vergaser mal aus und schau mal nach ob es daran liegt,wär ja klasse wenn es nur so etwas simpeles ist! {blinzel}

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 11. Juni 2013, 20:47

Genau! Darauf muss man wirklich erst einmal kommen! Ich habe ein paar Jahre dazu gebraucht, bis ich heraus gefunden hatte, dass der O-Ring fehlte. Aber dann waren aber die erbärmlichen Warmstartprobleme auf einen Schlag vorbei (dafür brauche ich aber nun öfters mal den Shock).
Übrigens, ich hatte schon überlegt, wie ich es dir erklären soll, bin nun ganz froh, dass du es selbst gefunden hast. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass dies der Fehler ist.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Convention
Tastenquäler
Beiträge: 334
Registriert: Sonntag 28. August 2011, 18:13
Mein(e) Fahrzeug(e): -Wartburg 311 bj 1959
-Trabant 601 bj 1987
-S51B2-4 bj 1981
-Schwalbe bj 1968
-MZ ETZ 125 bj 1989
-MZ ES 150 bj 1966
-Mifa Sportrad bj 1982
-Mifa Klaprad bj 1974
-Simson Rad bj 1953
-QEK Junior bj 1981
Gruppe / Verein: IFA-Pannenhilfe
Wohnort: Bitterfeld
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Convention » Dienstag 11. Juni 2013, 20:54

dank dir,wirklich klasse! :smile:

ich muss gestehen,das der pinokio drauf gekommen ist,hier ist alles sehr gut beschrieben,unser wiki eben :lol:

http://wiki.w311.info/index.php?title=B ... g#Dichtung:

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 11. Juni 2013, 21:31


Ach guck mal an, das hatte ich noch gar nicht gesehen! Wirklich gut!
Aber eins noch, schaut euch das Spritzrohr vor dem Wiedereinabu genau an, ob Zeichen von Korrosion zu erkennen sind. Mir ist mal eins regelrecht in scharfkantige Stücke zerbrösselt, Gott sei Dank nicht im Auto, dann wäre der Motor hin gewesen. Nach einer Reinigung, beim Zusammenbau gab es einen kaum spürbaren Knacks beim Anziehen der Hohlschraube für das Tauchrohr. Misstrauisch geworden habe ich in den Vergaser geäugt und am Spritzrohr einen haarfeinen Riß erkannt, zum Glück habe ich mich dann für ein Austausch entschieden. Beim Ausbau zerfiel das Ding dann förmlich. Seitdem sehe ich mir jedes Spritzrohr ganz genau an, bevor ich es einbaue. Es gab hier übrigens mal einen Beitrag zu diesem Thema (allerdings direkt das Vergasergehäuse betreffend), den finde ich aber nicht wieder.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Convention
Tastenquäler
Beiträge: 334
Registriert: Sonntag 28. August 2011, 18:13
Mein(e) Fahrzeug(e): -Wartburg 311 bj 1959
-Trabant 601 bj 1987
-S51B2-4 bj 1981
-Schwalbe bj 1968
-MZ ETZ 125 bj 1989
-MZ ES 150 bj 1966
-Mifa Sportrad bj 1982
-Mifa Klaprad bj 1974
-Simson Rad bj 1953
-QEK Junior bj 1981
Gruppe / Verein: IFA-Pannenhilfe
Wohnort: Bitterfeld
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Convention » Sonntag 16. Juni 2013, 10:15

gestern hatten wir nun mal den versuch gestartet und den vergaser unter die lupe genommen.

es war natürlich keine dichtung eingebaut :?

wir haben dann eine eingesetzt,jedoch besteht das problem weiterhin,es gab leider keine verbesserung..

er springt im warmen zustand nur sehr schlecht an und wenn dann nur mit choke... -nixwissen-

Benutzeravatar
drpaulaner
Feinstaubbelaster
Beiträge: 1245
Registriert: Dienstag 29. September 2009, 18:53
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Standardlimo Bj62 900ccm Name: "OLGA"
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Sonntag 16. Juni 2013, 11:15

ich klinke mich mal an, diese O Ring Dichtung..... nehme ich da 0815 passende O Ringe oder muss das aus speziellem Material sein?

Benutzeravatar
pinokio
Hupkonzertmeister
Beiträge: 615
Registriert: Freitag 25. Mai 2012, 22:10
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj.1961
Trabant 500/2K Bj. 1962
Simson 50 Elektronic Bj. 1979
Simson Star Bj. 1969
Wohnort: Landsberg Sachsen-Anhalt
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon pinokio » Sonntag 16. Juni 2013, 11:56

ja das ist ne gute frage , ich hatte gestern nur einen gumminullring verwendet der recht gut passend war.
was da nun genau genommen werden mus wussten wir auch nicht.
ich habe nur beim einbau gemerkt das das spritzrohr besser saß und nicht wie vorher lose hin und her wackelte.
aber ob das nun des rätsels lösung war???
wie gesagt er springt eben im warmen zustand nur mit choke an.
was ich auch bemerkt habe ist; der motor hält das standgas nur wenn die drehzahl etwas höher ist ,mit anderen worten ich kann ihn nicht so tuckern lassen wie es eigendlich üblich ist, sollte er sich doch irgendwo nebenluft holen ? denn mit gezogenen choke läuft er schön fettig und rund.
wenn convention einverstanden ist ,können wir ja mal nen video drehen.

Benutzeravatar
Wilfried
Abschmiernippel
Beiträge: 1925
Registriert: Montag 27. Februar 2006, 19:00
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj 1962, Wartburg 353 Erstzulassung 2/1974
Wohnort: Hönow
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Sonntag 16. Juni 2013, 12:57

Bei Verdacht auf Nebenluft, einfach alle verdächtigen Stellen bei laufenden Motor mit Bremsenreiniger einsprühen. Da wo er hochtourt ist die undichte Stelle.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 16. Juni 2013, 19:43

@ drpaulaner, die Ringe sollten aus NBR sein, ich kaufe so nen Kleinzeugs wie Dichtringe (auch Kupfer und Alu) meistens hier: http://www.woembi.de/.

@ pinokio und Convention, da muss irgend etwas grundsätzlich mit dem Leerlaufgemisch nicht stimmen, beschreibt doch einmal, was für eine Ansauganlage ihr drin habt und was für eine Düsenbestückung (und welcher Motor). Hier von kann scheinbar einiges abhängen, ich habe z.B. mit 353-Luftfilter und B1000-Ansauggeräuschdämpfer am 1000er Motor und Vergaser mit Leerlaufgemischregulierschraube (unten) eine kleinere Leerlaufdüse drin, als eigentlich vorgesehen (50er statt 60er). Mit der 60er ließ sich der Leerlauf nicht richtig einstellen (Regulierschraube musste fast ganz zu). Wie Wilfried schon sagt, Nebenluft wäre natürlich auch ein Problem, welches zur Abmagerung des Leerlaufgemisches führen könnte, aber nur am Flansch (der ist meistens verzogen) und nicht an der Drosselklappenwelle, denn das Leerlaufgemisch gelangt nach der Drosselklappe in den Ansaugweg, so dass hier eine klappernde Welle nichts ausmacht - dies ist zumindest meine Erfahrung. Den Flansch kann man aber leicht planen.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Dreielferschrauber
Abschmiernippel
Beiträge: 1509
Registriert: Mittwoch 4. Juni 2008, 20:35
Mein(e) Fahrzeug(e): W311-100 Export-Luxuslimo BJ63 und W311-0 Standardlimo BJ56
Wohnort: Thüringen

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Samstag 3. Mai 2014, 21:01

Ich klinke mich mal hier ein, habe nämlich seit heute die gleichen Probleme wie Convention:

Der Motor springt kalt mit gezogenem Choke einwandfrei an, läuft und fährt gut. Sobald der Motor warm ist, macht der Leerlauf was er gerade will. Mal tourt der Motor in gefährlich klingende Höhen, mal geht er einfach aus. Unter Last ist alles bestens. Motor läuft gut und rund, zieht auch gut.
Der Vergaser ist ein H362-24 mit Leerlauf-Gemischregulierung, Ansauganlage Serie W311-1000, Leerlaufeinstellung nach Handbuch.
Motor ist ein 1000er Einheitsblock mit 311er KW und kleinem Zündgehäuse.

Ich habe den Vergaser heute zerlegt und sämtliche Bohrungen und Düsen kontrolliert - ohne Befund. Was mir aber auffiel ist, daß die Drosselklappe mit der zuletzt verwendeten Einstellung schon ein paar Grad offen ist und somit die Übergangsbohrungen "mitlaufen". So als würde die Leerlaufeinrichtung gar nicht funktionieren oder nicht ausreichen.

Oder sollte ich mal an der Kurbelwellenabdichtung (Simmerringe...) suchen?

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 6. Mai 2014, 09:59

Dreielferschrauber hat geschrieben:Ich klinke mich mal hier ein, habe nämlich seit heute die gleichen Probleme wie Convention

Hallo Dreielferschrauber, es ist schade, dass man hier oft keine Rückmeldung bekommt, ob gegebene Tipps zu Erfolg geführt haben, so auch in diesem Fred.
Eigentlich ist der H 362 ziemlich einfach aufgebaut und hierdurch die Zahl möglicher Fehlerquellen gering. Alles was ich dazu weiß, ist ja weiter oben schon aufgezählt. Einzig Deine Bemerkung "daß die Drosselklappe mit der zuletzt verwendeten Einstellung schon ein paar Grad offen ist" macht mich stutzig. Was verstehst Du denn unter ein paar Grad? Normaler Weise sollte die Klappe nahezu geschlossen sein, weil anderenfalls das Leerlaufsystem nicht mehr arbeitet, eine Einstellung hieran ist dann unmöglich. Versuch noch einmal die Einstelllung so vorzunehmen, wie ich es weiter oben beschrieben habe. Funktioniert dies nicht, dann vielleicht die Leerlaufluftdüse ändern und noch einmal probieren. Am Simmering dürfte Dein Problem nicht liegen, denn selbst dann, wenn dieser undicht wäre, wäre die Undichtkeit konstant und würde zu einer gleichmäßigen Abmagerung des 1. oder 3. Zylinders führen, jecoh nicht das pendelnde Verhalten Deines Motors erklären. Gib mal Rückmeldung, was Du versucht hast und welchen Erfolg dies hatte.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Dreielferschrauber
Abschmiernippel
Beiträge: 1509
Registriert: Mittwoch 4. Juni 2008, 20:35
Mein(e) Fahrzeug(e): W311-100 Export-Luxuslimo BJ63 und W311-0 Standardlimo BJ56
Wohnort: Thüringen

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Dienstag 6. Mai 2014, 21:47

Danke erst einmal für die Tips. Ich habe gerade noch einmal verglichen:
Leerlaufdüse 50, Leerlaufluftdüse 150, Lufttrichter 28, Hauptdüse 125 - alles nach Handbuch. Und zur Verdeutlichung ein Bild der Drosselklappe, wenn deren Hebel auf Anschlag steht:
H362_Drosselklappe.jpg

Die Drosselklappe steht praktisch über den Progressionsbohrungen. :eek: Ich denke, daß dadurch das Leerlaufsystem zumindest teilweise außer Kraft gesetzt ist. Allerdings geht bei weiterem Zurückdrehen des Drosselklappenanschlags der Motor aus.
Ziehe ich bei fast stehenbleibendem Motor den Choke ein Stück, dreht der Motor wieder hoch. Es spricht also einiges für eine zu starke Abmagerung entweder durch zu wenig Kraftstoff über das Leerlaufsystem oder durch Nebenluft.
Der Plan:
Vergaser nach der Durchsicht wieder einbauen, ggf. nochmal eine andere Leerlaufdüse probieren. Hilft das nicht, alle möglichen Stellen mit Bremsenreiniger auf Nebenluft untersuchen. Und beten, daß es NICHT nötig ist, unmittelbar vor dem Verkauf den Motor wegen der Wellendichtringe zu zerlegen...
Finde ich nichts, anderen Vergaser testen.

Noch eine Frage zum Ursprungsbeitrag hätte ich. Wo genau sitzt der besagte Dichtring?
H362_Raum_über_Hauptdüse.jpg

H362_Hauptdüse.jpg


p.s.
Ein Erfahrngsbericht folgt :smile:

Benutzeravatar
carsten
Abschmiernippel
Beiträge: 3302
Registriert: Dienstag 7. Juli 2009, 18:46
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Coupe Baujahr 1959
Wartburg 311 Kombi Baujahr 1962
Campifix Baujahr 1963
MZ ES 150 Baujahr 1969
Mazda 121 db Bj. 1991 (verkauft)
BMW E36 TC4 Bj. 1993/1994
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 7. Mai 2014, 14:55

Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 7. Mai 2014, 16:13

@ Dreielferschrauber
Die Dichtung sitzt hier (gut das es Bilder im Wiki gibt). Original ist es eine Flachdichtung, aber O-Ringe gehen auch (Größe müsste ich nachsehen, ich glaube 9x1 oder 8x1, bzw. jeweils x0,75). Vielleicht ist schon das Fehlen dieser Dichtung ursächlich für Deine Probleme, oder Du versuchst mal eben statt der 50er eine 60er Leerlaufdüse (ich meine, die 60er sollte für den 24er auch original sein). Deine Drosselklappe steht übrings wirklich etwas zu weit auf, so läuft das Übergangssystem bereits mit und sorgt für eine zusätzliche Anfettung. Ich würde wahrscheinlich so agieren:

  • Flansch planen
  • nach der Spritzrohrdichtung sehen und ggfls. einbauen (dabei darauf achten, dass das Bremsrohr schön mittig im Spritzrohr sitzt)
  • 60er Leerlaufdüse einbauen
  • Leerlaufgemisch-Regulierschraube auf zwei Umdrehungen raus
  • Drosselklappe ganz zu und dann ein halbe bis ganze Umdrehung der Stellschraube öffnen und diese Stellung merken
  • mit Choke starten (sollte ja gehen) und mit erhöhter Drehzahl durch Einschrauben der Drosselklappe-Stellschraube warm laufen lassen
  • wenn warm, dann die Drosselklappe-Stellschraube in die vorher gemerkte Einstellung zurück und die Prozedur mit der Einstellung der Leerlaufgemisch-Regulierschraube beginnen,
  • daher die Stelle suchen, an welchen der Motor am schnellsten aber auch gleichmäßig rund läuft
  • und zum Abschluß mit der Drosselklappe-Stellschraube die endgültige Leerlaufdrehzahl einstellen

Klappt dies nicht, dann doch vielleicht das Ganze mit der 50er Leerlaufdüse probieren. Wenn es dann auch noch nicht geht, weiß ich auch nicht mehr weiter, dann liegt es jedenfalls nicht direkt am Vergaser.


@ Carsten
Die Erläuterung ist sehr hilfreich, passt leider aber leider nicht ganz zu dem Vergaser von Dreielferschrauber, denn dieser hat eine Leerlaufgemisch- und keine Leerlaufluftregulierung. Hier wird das Kraftstoff-/Luftgemisch durch die Leerlaufdüse (in Deiner Anleitung Nr.22) und Leerlaufluftdüse (sitzt in dem Kanal, welcher in Deiner Anleitung zu Nr.23 führt) vorbestimmt und mit der Leerlaufgemisch-Regulierschraube dessen Menge festgelegt. Im Einzelfall kann daher das Kraftstoff-/Luftverhältnis nicht stimmen, was man durch eine größere oder kleinere Leerlaufdüse (Nr.22) ausgleichen kann. So habe ich eine eine 50er, statt der 60er verwenden müssen um einen ordentlich einstellbaren Leerlauf zu bekommen.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Dreielferschrauber
Abschmiernippel
Beiträge: 1509
Registriert: Mittwoch 4. Juni 2008, 20:35
Mein(e) Fahrzeug(e): W311-100 Export-Luxuslimo BJ63 und W311-0 Standardlimo BJ56
Wohnort: Thüringen

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Samstag 17. Mai 2014, 21:56

Der Doku im Wiki sei dank habe ich beim betreffenden Vergaser die Dichtung unter dem Spritzrohr geprüft -alles i.O.
Aufgrund des Zeitdrucks das ganze Spiel noch bei einem zweiten Vergaser, den ich vor Jahren auch schon einmal verbaut hatte. Genau den habe ich gestern zuerst eingebaut.
Startversuch: Motor springt sofort an, säuft aber ohne Gas trotz Choke ebenso schnell wieder ab. Was ist das denn nun? Und wo ist das Auto in dem blauen Bodennebel? Eine Viertelstunde warten, bis man die Scheune wieder betreten kann.
Kurzer Blick unter die Haube - Aha. Der Starterzug war nicht richtig festgeklemmt. Da der schon immer ziemlich kurz war und nur gerade eben so reicht denselben mit einer Zange gepackt...und...rrrrummms...abgerutscht und den Temperaturfühler dabei zerstört. Geil, das Spielchen hört wohl nie auf.
Wahrscheinlich hat das Auto doch eine Seele und möchte nicht verkauft werden. -nixwissen-

Na gut, es muss. Also Starterzug nochmal richtig verschraubt. Motor springt an und blubbert vom Start weg schön unaufgeregt. Probefahrt, alles gut. Nur die Übergänge von Teil- auf Vollast sind zuweilen etwas ruckelig...das war damals der Grund für den Ausbau, also keine Überraschungen. Erleichterung macht sich breit. Und da ich vorerst weder Lust noch Zeit für weitere Experimente habe, bleibt der Ersatzvergaser nun drin.

Damit das Rätsel um den nicht einstellbaren Leerlauf gelöst wird, werde ich den Vergaser irgendwann nochmal in den Holländer einbauen müssen.

Ein neuer Temperaturgeber fand sich im Fundus und wurde heute ohne weitere Pannen eingebaut. Nochmal Probefahrt...funktioniert.

Danke für die Unterstützung {top}

Benutzeravatar
carsten
Abschmiernippel
Beiträge: 3302
Registriert: Dienstag 7. Juli 2009, 18:46
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Coupe Baujahr 1959
Wartburg 311 Kombi Baujahr 1962
Campifix Baujahr 1963
MZ ES 150 Baujahr 1969
Mazda 121 db Bj. 1991 (verkauft)
BMW E36 TC4 Bj. 1993/1994
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 19. Mai 2014, 11:14

Schön zu lesen. Ich zweifele ja manchmal an mir selbst, wenn bei beim Aus- oder Einbau was kaputt geht oder irgendwie schief läuft.
Aber ich denke, das gehört einfach dazu und macht die Freude, wenn man es denn am Ende hinbekommen hat nur noch größer.
{top}
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

Benutzeravatar
Tomtom
Schaupannenreparierer
Beiträge: 8827
Registriert: Samstag 21. Juli 2007, 22:21
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 312 300 HT
Wartburg 353W
Camping 312-500
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 2. April 2017, 10:01

...
Ich grabe diesen alten Beitrag mal wieder aus.
Gibt es optische Unterschiede, an denen man die einzelnen Varianten des H362 identifizieren könnte?
Vielen Dank für Hinweise.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 11. April 2017, 02:35

Tomtom hat geschrieben:...
Ich grabe diesen alten Beitrag mal wieder aus.
Gibt es optische Unterschiede, an denen man die einzelnen Varianten des H362 identifizieren könnte?
Vielen Dank für Hinweise.

Da gibt es eigentlich nur einen Unterschied, nach welchen man die Dinger klar unterscheiden kann. Alle Vergaser vor dem H 362-24 haben zur Leerlaufeinstellung eine Leerlaufluftregulierschraube oben drauf, der H 362-24 (n.m.E. letzte Variante) eine Leerlaufgemischregulierschraube unten drunter.
An sonst wird es schwierig, bis wohl 1957 hatten die Vergaser noch den alten Startvergaserdeckel mit dem IFA-Symbol und den Schwimmerkammerdeckel mit dem BVF-Schriftzug, sowie in der F9 und Wartburgversion den Ansaugkrümmer mit den abgesetzten Ohren für die langen Schrauben. Die 313-Varianten und die Framovergaser dagegen hatten nach oben gerichtete Ansaugkrümmer. Manchmal ist auf den alten Vergasern sogar die Variante eingeschlagen, neuere hatten hierfür ein Messingblech am Schwimmerkammerdeckel.
Ansonst bieten noch die Drosselklappenhebel einen Identifikationshinweis, so haben die B1000-Vergaser einen langen Hebel zwischen Vergaser- und Schwimmergehäuse, die F9-Varianten hier einen kurzen Hebel und die Wartburgvarianten hatten den kurzen Hebel zur Getriebseite hin.
Auch die Qualität des Gusses kann einen Alterhinweis geben, die neueren Vergaser sind da deutlich schlechter und haben oft ziemlich verschliffene Gußkanten, selbst die Planflächen sind verrundet.
Hier mal ein alter Thread mit ein paar Bildern, so ist z.B. ein schöner H 362-1 für den F9 zu sehen. Mit den Texten sollte man aber Vorsichtig sein, nicht alles was hier steht, ist richtig.

Insgesamt ist eine genaue Bestimmung nach dem Aussehen aber schwierig, denn im Laufe der Jahre wurden hier die Teile nur so durcheinander gewürfelt - auch in den Regenerierbetrieben. Wenn man es denn genauer wissen will, welche Variante ein Vergaser sein könnte, muß man nach der Bestückung schauen. Hier mal diesbzgl. zusammentragen konnte:

Vergaser.JPG

Die Tabelle stammt in der Basis von Maddin, ich habe dann noch so ergänzt, was ich noch finden konnte. ob hier noch immer Lücken klaffen, weiß ich aber nicht, zu einer Variante -3, -14, -15, -17 und -19 habe ich bisher nichts gefunden.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
frankyracing
Tastenquäler
Beiträge: 310
Registriert: Freitag 20. April 2012, 21:34
Mein(e) Fahrzeug(e): 311. What else?
353. So what...
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: ...in der Werkstatt am Haus.

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Montag 24. April 2017, 22:25

Man lernt nie aus...

Ich bin gerade dabei eine H-Brücke vom 313 instandzusetzen,

1049DB08-159C-4C66-883D-E89E43567AD6.JPG


da fällt mir doch tatsächlich auf, dass es kleine aber feine Unterschiede...

BE1D0F33-9BB2-41F9-A3B9-73B471B08D2C.JPG


nicht nur in der Bedüsung gibt...

FA91FEF2-875D-4E0A-A9E5-36A0AEF40F39.JPG


Siehe da, gleiche Bedüsung - unterschiedliche Lage und Größe der Progressionsbohrungen... :smile:

Das ist mir so noch nie aufgefallen, habe ehrlicherweise aber auch noch nie so genau hingesehen, da die Dinger ja eigentlich immer funktionieren. :shock:
...fährst Du quer, siehst Du mehr...

www.kurbelwellen-richter.de

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 25. April 2017, 02:32

@ Frank, die in Richtung Motor und außerhalb des Schwenkbereichs der Drosselklappe liegende Bohrung ist eigentlich keine Progressionsbohrung, sondern die Leerlaufgemischaustrittsbohrung (was für eine Wortschöpfung). Die Progressionsbohrung sollte eigentlich so angeordnet sein, dass diese bei leicht geöffneter Drosselklappe genau unter deren Kante liegt. Durch den hier entstehenden engen Spalt strömt dann die Luft mit hoher Geschwindigkeit und erzeugt dadurch einen großen Unterdruck, durch den dann aus der Progressionsbohrung der Kraftstoff aus dem Leerlaufsytem mitgerissen wird und das angesaugte Gemisch für einen besseren Übergang beim Beschleunigen anfettet - quasi eine Art Beschleunigerpumpe. Warum nun hier bei manchen Vergaser zwei Bohrungen haben und diese auch noch in unterschiedlichen Abstand angeordent sind -nixwissen-. Eigentlich kann dies nur damit zu tun haben, dass man den Wirkungsbereich der Anfettung vergrößern wollte. In der Praxis habe ich allerdings noch keinen Unterschied bemerkt.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
frankyracing
Tastenquäler
Beiträge: 310
Registriert: Freitag 20. April 2012, 21:34
Mein(e) Fahrzeug(e): 311. What else?
353. So what...
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: ...in der Werkstatt am Haus.

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Dienstag 25. April 2017, 08:13

bic hat geschrieben:@ Frank, die in Richtung Motor und außerhalb des Schwenkbereichs der Drosselklappe liegende Bohrung ist eigentlich keine Progressionsbohrung, sondern die Leerlaufgemischaustrittsbohrung (was für eine Wortschöpfung).


...das erkennt man u.a. außen am Gehäuse... :smile:

bic hat geschrieben:Die Progressionsbohrung sollte eigentlich so angeordnet sein, dass diese bei leicht geöffneter Drosselklappe genau unter deren Kante liegt....Warum nun hier bei manchen Vergaser zwei Bohrungen haben und diese auch noch in unterschiedlichen Abstand angeordent sind -nixwissen-. Eigentlich kann dies nur damit zu tun haben, dass man den Wirkungsbereich der Anfettung vergrößern wollte. In der Praxis habe ich allerdings noch keinen Unterschied bemerkt.


...vielleicht kann man es auf den Bildern nicht so genau erkennen, einige der Progressionsbohrungen sind nicht da, wo sie normalerweise hingehören :eek: Ich habe mich eben auch immer gefragt, was der Unterschied der vielen Versionen vom 362'er ist. Evtl. sind es ja diese Kleinigkeiten... :idea: Denn wie Du schon schreibst, in der Praxis merkt man nichts.
...fährst Du quer, siehst Du mehr...

www.kurbelwellen-richter.de

Benutzeravatar
Tomtom
Schaupannenreparierer
Beiträge: 8827
Registriert: Samstag 21. Juli 2007, 22:21
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 312 300 HT
Wartburg 353W
Camping 312-500
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Dienstag 25. April 2017, 21:39

Schade, ich habe grad nen 362er weggegeben ohne Fotos von innen...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 26. April 2017, 01:34

Also wenn es tatsächlich interessiert, so um die 20 St. von den Dingern habe ich bestimmt noch in der Kiste und vielleicht würde sich am WE eine Stunde zum Fotografieren finden. Aber irgendwelche Erkenntnisse werden sich wohl dadurch nicht einstellen.

PS. In diesem Zusammenhang mal eine andere Frage - ab dem H362-20 wird in den technischen Unterlagen explizit angegeben, dass das Mischrohr gelocht sei. In der Betriebsanleitung der Vergaser aus 1956 wird jedoch bereits ebenfalls erwähnt, dass das Mischrohr gelocht ist. In irgend einem Zusammenhang hatte ich jedoch gelesen, dass es auch geschlitzte Mischrohre gegeben hat. Kennt einer diese Dinger und weiß vielleicht auch noch, wann diese verwendet wurden? Mir ist so ein Teil jedenfalls noch nie untergekommen.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Wartburg-37073
Kurbelwellenbeleuchter
Beiträge: 933
Registriert: Dienstag 29. November 2011, 05:27
Mein(e) Fahrzeug(e): Diverse
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: Am Rand des Eichsfeldes

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Dienstag 6. Februar 2018, 14:07

Weiß Jemand eine Adresse, wo man noch Ersatzteile für den BVF-362 bekommt?
Konkret suche ich jeweils zweimal die Hauptdüse 125, die Leerlaufdüse 60, das Spritzrohr mit Fußdichtung sowie einen kompletten Dichtungssatz.
Es müßte wohl ein Händler sein, der sich mit 311 oder mit Wartburg-Vergasern beschäftigt. Im Internet konnte ich hierzu nichts finden.
Schinke und Genentz habe ich bereits gefragt.

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 6. Februar 2018, 16:42

Wartburg-37073 hat geschrieben:Weiß Jemand eine Adresse, wo man noch Ersatzteile für den BVF-362 bekommt?
Konkret suche ich jeweils zweimal die Hauptdüse 125, die Leerlaufdüse 60, das Spritzrohr mit Fußdichtung sowie einen kompletten Dichtungssatz.
Es müßte wohl ein Händler sein, der sich mit 311 oder mit Wartburg-Vergasern beschäftigt. Im Internet konnte ich hierzu nichts finden.
Schinke und Genentz habe ich bereits gefragt.

N.m.E. gibt es keinen Händler, welcher explizit BVF-362-Teile führt. Dichtsätze gibt es regelmäßig bei Framo-Jens, wobei es hier ja eigentlich nur auf die Dichtung des Schimmerkammerdeckels ankommt, die Fieberdichtringe sind ja Normalien und mit ein wenig Sucherei auch so zu finden. Bzgl. der Hauptdüsen könntest Du bei Ruddies-Berlin fündig werden, die Düsen der Solexe hatten die selben Grundmaße, ob dann jedoch eine 125er Solex den Durchfluß aufweist, wie eine 125er BVF, das steht in den Sternen. Für die Leerlaufdüse fremden Esratz zu finden, wird wohl unmöglich sein. Wenn du eine Quelle für das Spritzrohr auftust, sag Bescheid, ich würde auch ein paar nehmen :shock: - will heißen, die sind nicht mehr zu bekommen, ganz im Gegenteil zu deren Fußdichtung - hier würde ich z.B. mal Wömbi nachschauen. Es bleibt Dir wahrscheinlichdaher nur, Dich bei den hunderten von Vergasern, welche noch im Umlauf sind, zu bedienen.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Wartburg-37073
Kurbelwellenbeleuchter
Beiträge: 933
Registriert: Dienstag 29. November 2011, 05:27
Mein(e) Fahrzeug(e): Diverse
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: Am Rand des Eichsfeldes

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Dienstag 6. Februar 2018, 18:27

bic hat geschrieben: N.m.E. gibt es keinen Händler, welcher explizit BVF-362-Teile führt. Dichtsätze gibt es regelmäßig bei Framo-Jens, Es bleibt Dir wahrscheinlich daher nur, Dich bei den hunderten von Vergasern, welche noch im Umlauf sind, zu bedienen.

Danke für die Auskunft! Das hört sich ja nicht schön an. Kann doch aber nicht auf blauen Dunst hin bei E-bay 362er kaufen, in der Hoffnung, dass da die gesuchten Düsen und ein intaktes Spritzrohr drin sind.
.
bic hat geschrieben: ganz im Gegenteil zu deren Fußdichtung - hier würde ich z.B. mal Wömbi nachschauen.

Ja, Wömbi hast Du ja bereits empfohlen. Aber ist es wirklich ein O-Ring? Und wie ist das richtige Maß? Du sagtest da was von 8x1, 9x1, 8x0,75 oder 9x0,75. Ist das egal?

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3370
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: H 362 beim 311er

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 6. Februar 2018, 20:12

Wartburg-37073 hat geschrieben:.... Das hört sich ja nicht schön an. Kann doch aber nicht auf blauen Dunst hin bei E-bay 362er kaufen, in der Hoffnung, dass da die gesuchten Düsen und ein intaktes Spritzrohr drin sind...

Ich weiß, zumal die geforderten Preise z.T. ins Absurde gewachsen sind. Nach der Größe der Leerlaufdüse könnte man ja den Verkäufer noch fragen, die steht ja gut lesbar drauf, mit dem Spritzrohr wird das aber wohl eher nichts werden. Man muss dann halt schauen, dass man einen der Vergaser bekommt, welcher noch zu alten Zeiten überholt, aber dann nicht mehr verwendet wurden - so etwas taucht immer wieder mal auf. Oder man guckt gleich nach "HS"-Vergasern für Stationärmotoren (z.B. Tragkraftspritze TS8), die haben den gleichen Grundkörper und auch das gleich Spritzrohr und sind meist nicht im Ansatz so weit verschlissen, wie ihre Kollegen aus den Autos - bei Kleinanzeigen wird übrigens gerade einer angeboten.
.
Ja, Wömbi hast Du ja bereits empfohlen. Aber ist es wirklich ein O-Ring? Und wie ist das richtige Maß? Du sagtest da was von 8x1, 9x1, 8x0,75 oder 9x0,75. Ist das egal?

Ehrlich - ich weiß es nicht mehr. Ich hatte damals auch verschiedene Größe gekauft und dann probiert, welche am besten passt - nur gemerkt habe ich es mir nicht. Ein noch bessere Adresse für Normalien und Normteile aller Art ist übrigens Industriebedarf Grafe, die Auswahl ist riesig und fast alles bekommt man ohne Mindestabnahmemenge. Da bekommt man auch die Fiberdichtungen für den Vergaser, für den 362 brauchst Du z.B.:

    Hohlschraube Schwimmergehäuse 1St. 30x25x1 und 1 St. 25x20x1
    Hauptdüsenstock 1St. 15x11x1
    Spritzrohr 1St. 12x9x0,5 (originale Flachdichtung und durch O-Ring zu ersetzen)
    Startsteigrohr 1St. 12x8x1
    Startkraftstoffdüse 1St. 12x8x1
    Leerlaufdüse 1St. 10x6x1
    Schwimmernadelventil alte Ausführung (M12x1,25) 1St. 16x12x1,5 - neue Ausführung (M10x1) 1 St. 14x10x1
    Hohlschraube 2St. 18x12x1,5
Die für die Funktion/Montage wichtigen Maße sind unterstrichen und nicht das Du jetzt denkst, ich hätte dies nun für Dich jetzt ermittelt, nö das habe ich mir schon vor Jahren mal notiert :razz:
Lieber Old School als gar keine Erziehung.


Zurück zu „Vergaser (BVF, Jikov, Weber, etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste