Immer wieder Startprobleme

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

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Udo311
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Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Sonntag 3. August 2014, 22:47

Hallo
Habe seit längerem das Problem das mein 311 er nicht anspringt. Es ist ein H362-24 verbaut,alle Düsen sind sauber und an der richtigen Stelle, der O-Ring ist nagelneu und dicht, das Spritzrohr mittig. Die Schwimmerkammer ist voll und dennoch sind die Kerzen nach langem orgel trocken. Wenn er dannmal angesprungen ist , läuft er auf Zylinder 1 und 2 super (Kerzen rehbraun)Beim 3. Zylinder ist die Kerze dann ständig feucht. Der Zylinder setzt immer wieder aus.Die Kraftstoffpumpe ist dicht und besitzt eine neue Membran.Unterbrecher,Kerze, Kabel,Stecker, Spulen...alles neu und auch schon quergetauscht. Immer wieder das gleiche.Die Zündung und den Schließwinkel habe ich ebenfalls mehrfach überprüft.Woran kann das den noch liegen? Soll es den der Simmering der Kurbelwelle sein, das der 3. Zylinder Falschluft zieht? Mir gehen die Ideen aus.Vieleicht hat jemand noch einen Tipp.

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bic
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 4. August 2014, 00:18

Udo311 hat geschrieben:Habe seit längerem das Problem das mein 311 er nicht anspringt.

Im kalten oder warmen Zustand oder generell? Was für eine Düsenbestückung hast Du, wie ist der Vergaser eingestellt? Lief der Motor früher mit dem Vergaser? Mach bitte mal noch ein paar nähere Angaben.

Udo311 hat geschrieben:Unterbrecher,Kerze, Kabel,Stecker, Spulen...alles neu und auch schon quergetauscht.

Hört sich alles insgesamt nach einem Zündungsproblem an, daher ist tatsächlich alles neu oder nur gebraucht und für gut befunden? Mach bitte mal auch hier noch ein paar nähere Angaben.
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Montag 4. August 2014, 09:06

Wenn die Symptome entgegen einander sprechen, könnte es von mehrere Fehle handeln.

Zu mir scheint es als ein leckendes Benzinpumpe, wenn die 3 Zylinder habe ein fuechte Zündkerze. Wenn die Schwimmerkammer voll sind, sollte es doch anspringen. Sind die Schwimmerhöhe richtig eingestellt? Nicht gut aber ein bischen Startgas (oder eter) im Lufteinlass zum Vergaser einspritzen, falls der Schwimmerhöhe bei anspringen zu niedrig sind. Mit Eter sollte es denn einige Mahl zünden.

Gibt es ein Problem mit der Anlasser oder Batterie? Du könntest versuchen Starthilfe geben. Also ein zweites Batterie anschliessen, falls die Batterie schlecht sind und nicht gut drehen können.
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon pinokio » Montag 4. August 2014, 11:21

hallo hast du 6Volt oder 12? und was hat dein Motor schon an km runter?

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Montag 4. August 2014, 20:39

Hallo,
Mein Wartburg läuft auf 6 V . das Fahrzeug stand ca 20 Jahre abgemeldet auf dem Schrottplatz.Ob der Motor vor der Verschrottung lief ist mir nicht bekannt. Ich habe ca. 2 Jahre geschweißt,zerlegt, lackiert,geschraubt, gelötet...Und jetz geht es daran den Motor bzw das Fahrzeug zum laufen zu bringen. Der Motor selbst wurde von mir noch nicht zerlegt, aber nahezu alle Anbauteile ERNEUERT!.Der Vergaser H362-24 wurde gegen einen gleichen Typs und gleicher Düsenbestückung nur mit dichter Drosselklappenwelle ausgetauscht. Der Vergaser wurde wurde mehrfach gereinigt eingestellt und neu abgedichtet.Alle Zündungsteile wurden erneuert!. Zündkerzen (NGK),Kerzenstecker(richtiger Widerstand)Zündkabel, Spulen, Unterbrecher,Kondensatoren und zur Überprüfung mehrfach quergetauscht. Dieses brachte aber auch keine Besserung. Die Kraftstoffpumpe wurde gewechselt und mit einer neuen Membran versehen.Vor der Kraftstoffpumpe sind ein Grobfilter und ein Feinfilter montiert.Es wurde eine neue Batterie,Plus-und Massekabel eingebaut( Motor und Batteriemasse neu).Die Stromversorgung Zündung und...liegen direckt auf der Batterie und nicht mehr am Anlasser.Zündung und Schließwinkel wurden mehrfach mir einem Einstellgerät überprüft und stimmen.Der Anlasser zieht kräftig durch.
Das Fahrzeug steht zur Zeit in einem Glaspalast der sich stark durch Sonneneinstrahlung aufheizt. Der Vergaser dürfte daher kaum noch zündfähiges Gemisch nacheiner Woche Standzeit enthalten . Trotz langem orgeln und voller Schwimmerkammer springt er nur manchmal mit Vollgas an. Die Kerzen sind trotz langer orgelei sehr trocken. Wenn er angesprungen ist laufen anfänglich alle Zylinder. Mit zunehmender Motortemperatur beginnt dann der 3. Zylinder mit Aussetzern.Ich habe den Wagen auch schon mal auf der Straße mit ca. 120 km/H über eine Strecke von ca.5-10 km warmgefahren. Bei Vollgas läuft er super. Im Leerlauf setzt dann der 3.Zylinder immer öfter aus.1. und 2. Zylinder hat rehbraune Kerzen, 3.Zylinder ist dann naß.Unmittelbar nach dem Laufen springt er ebenfalls sehr schwer und nur mit Vollgas an.Die Schwimmerkammer ist voll und neigt eher zum Überlaufen.Es sind eine 125 er Hauptdüse, eine120 Leerlaufdüse eingebaut,Leerlauf und Korrekturdüse sitzen am richtigen Platz,das Röhrchen besitzt eine neue Dichtung und sitzt schön mittig . Der Vergaserpflansch wurde geplant und besitzt neue Dichtungen.Gemich ist ausreichend 1/50 vorhanden.Kühlwasserverlust ist nicht feststellbar.Der Motor sabbert auch nicht auf einem Zylinder. Alles sieht gut aus und trotzdem diese Startprobleme. Die Kompression ist auf allen Zylindern annähernd gleich.Mir gehen die Ideen aus, ich will nicht daran glauben das der Motor verschlissen ist. dazu läuft er eigendlich noch zu gut, wenn er läuft.Kann es eventuell der Kurbelwellendichtring oder die Zylinderkopfdichtung sein? Ich hoffe diese Informationen können Euch weiterhelfen. Über Anregungen und Hinweise wäre ich dankbar.
Mit Schraubergrüßen Udo

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 4. August 2014, 22:57

Hast Du den Schwimmerstand kontrolliert?
Udo311 hat geschrieben:Vor der Kraftstoffpumpe sind ein Grobfilter und ein Feinfilter montiert.

Da hat die Pumpe aber ordentlich zu arbeiten, wenn zwei Filter vorhanden sind.
Udo311 hat geschrieben:Kraftstoffpumpe wurde gewechselt und mit einer neuen Membran versehen.

Welche Pumpe hast Du eingebaut? Die UP-4 pder die 60-PP?
Udo311 hat geschrieben:Der Motor sabbert auch nicht auf einem Zylinder.

Wenn der Motor gar nicht am 3. Zylinder sabbert wäre das mehr als ungewöhnlich.
Der müsste schon ordentlich nass sein, nach den beschriebenen Aussetzern und einer einwandfrei funktionierenden Pumpe.

Gib mal bitte Meldung.

Gruß Maddin

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Dienstag 5. August 2014, 00:15

Danke für die ausgezeichnete Erklärung. Leider weiss Ich nicht was fehlet und können nur spekulieren. Ich hoffe Du davon Hilfe bekommen.

Von eine leckendes Zylinderkopfdichtung glaube Ich nicht. Ich habe manchsmal eine leckendes ZKD im meiner 353 gehabt, und damit anzündet ein Zylinder nicht mit kalten Motor aber kommt doch mit, wenn der Motor warm sind. Und Ich habe mit leckendes ZKD keine Anspringprobleme bemerkt. Bei Dir geschehen es entgegen.

Wenn der Anlasser gut drehen und der Batteri neu sind, könnte wie das Spur für diese Moment vergessen.

Möglicherweise gibt es ein Problem in der Zündung für 3 Zylinder. Mit das Probleme sollte der Motor doch anspringen an 1 und 2 Zylinder. Die neue Benzinpumpe könnte irgendwo lecken und zu viel Benzin zu der 3 Zylinder geben. Aber was machen das Anspringen so schwer?

Wenn es mit warm Motor und nur voll Gas anspringen, könnte es vielleicht zu viel Benzin bekommen. Lecken der Schwimmerventil im Vergaser?

Ein mögliche Fehle könnte es im Zündung geben, und Ich denke an eine Vorwiederstand für Zündspolen. Doch kenne Ich die Schaltplan im 311 nicht, gibt es darin Vorwiederstand? Was sind die Spannung an Zündspolen ohne das der Motor laufen, 6V wie am Batterie oder etwas niedriger?
Stig
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 5. August 2014, 10:48

Udo311 hat geschrieben:.... eine 120 Leerlaufdüse eingebaut

Eine 120er Leerlaufdüse? Wo hast Du denn diese her? Beim 900er gehört hier eine 40er oder 50er und beim 1000er eine 60er rein. Die Startkraftstoffdüse soll eine 120er sein, hast du hier was verwechselt?
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Mittwoch 6. August 2014, 18:32

Hallo . Es ist selbstverständlich eine 60er Düse im Leerlauf und eine 120 Düse im Startkraftstoffsystzem verbaut. Kleiner Aufmerksamkeitstest :smile:
Als Kraftstoffpumpe hatte ich erst die Bekalit- Version(UP4) und diese dann Probehalber gegen eine elektrische eingetauscht. Zur Zeit ist ein generalüberholte 60pp drin.
Hat aber an den Syntomen nichts geändert. Vor der Kraftstoffpumpe ist ein Siebfilter und hinter der Pumpe ein Konventioneller Kraftstofffilter verbaut. Alle Pumpen hatten keine Probleme den Vergaser zu füllen.
Gruß Udo

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Hanner » Mittwoch 6. August 2014, 20:12

Hallo,

schmeiß die Filter raus.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 6. August 2014, 22:20

Udo311 hat geschrieben:Kleiner Aufmerksamkeitstest :smile:

Sag mal, Du meinst es doch wohl wirklich ernst damit, dass Dein Auto nicht anspringt? Oder vera.... du uns nur?
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Donnerstag 7. August 2014, 13:23

Hallo
Man möge mir den Schreibfehler und den Scherz verzeihen. Ich glaube ich werde mir einen anderen Motor besorgen um dise endlose Bastelei zu beenden.Ich weiß mir auch keinen Rat mehr.
Danke für die. Hilfsversuche.

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Donnerstag 7. August 2014, 13:38

Hallo Udo,

ich hatte mit meinem Motor das gleiche Problem. Der wollte einfach ums Verr... nicht mehr anspringen und eine Kerze sah vorher auch nicht so toll aus. Beim Ausbau hatte ich dann eine schöne Klemmspur in einem Zylinder. Ehe Du einen neuen Motor besorgst, würde ich an Deiner Stelle erst einmal "nur" den Zylinderkopf abnehmen. Das kostet nur eine Dichtung und etwas Zeit. Wenn der Motor hin ist, dann ist das sowieso fällig.

Nicht das es bei Dir so aussieht:

Foto.JPG


Da kannst Du an der Zündung und dem Vergaser rumstellen, wie Du willst, das Teil kriegst Du nicht mehr zum Laufen.

Aktuelle Normzeit für Motorwechsel beim 353er im 1 Mann Modus liegt bei mir bei 3h. Ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, es ist nicht der Motor! [Bier]
Zwei linke Hände, aber man kann es doch mal versuchen ;-)

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Donnerstag 7. August 2014, 13:56

Zuvor könnte man aber die Kompression auf allen drei Zylindern noch messen und vergleichen.
Zusätzlich würde ich vielleicht auch noch in die Ein- und Auslasskanäle rein sehen.
Vielleicht ist auch da der Klemmer am Zylinder 3 schon ersichtlich.

Danach wäre dann die Demontage wohl wirklich hilfreich.

Ganz nebenher sind wir hier aber durch aus an der Problemfindung mit interessiert.
Die Symptome machen neugierig, jetzt wollen auch wir den Grund für die Probleme finden. :smile:

Von daher mach bitte mal Fotos, wenn Du das Stück wirklich auseinander nimmst.

Gruß Maddin

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 7. August 2014, 17:19

Kolumbus hat geschrieben:...das Teil kriegst Du nicht mehr zum Laufen.

Nun macht mal uns Udo keine Angst, ein solcher Klemmer wie von Kolumbus stört den Motor nicht beim Starten. Wie lange und mit welchen Geräuschen er dann damit läuft, steht auf einem anderen Blatt. Auch das Messen der Kompression nützt eigentlich wenig, um hier halbwegs aussagekräftige Werte zu erhalten, müsste der Motor ja erst einmal anspringen, dann warmlaufen und das macht er ja anscheinend nicht. Warum, dazu fällt mir erst einmal nicht mehr ein, als Warre schon geschrieben hat, denn Udo hat zwar eine schöne lange Beschreibung geliefert, was er alles schon gemacht hat, aber wie seine Startprozedur ausschaut und ob er die Probleme im kalten oder warmen Zustand oder generell hat, hat er noch nicht geschrieben. Mal so aus dem Bauch heraus, ich tippe auf eine falsche Startprozedur in Verbindung mit einer fehlerhaften Zündung, wenn denn der Vergaser tatsächlich so i.O. ist, wie geschrieben.

Ehe übrigens ein Wartburgmotor so verschlissen ist, dass er überhaupt nicht mehr anspringt, da gehört schon einiges dazu. Wie ich hier schon irgendwo einmal geschrieben hatte, war mein erster Motor anno Ende 70er ein solcher. Den konnte man wirkich nur noch durch Angießen zum Leben erwecken und er bewegte dann auch das Auto noch vorwärts, aber die Laufgeräusche waren verheerend. Die typischen "rollenden" Geräusche von defekten KW-Lagern waren so laut, dass diese sogar das astronomische Kolbenkippen übertönten. Ich glaube nicht, das Udos Motor so dermaßen am Ende ist.

@Udo, also erkläre uns doch bitte einmal in einzelnen Schritten, was Du so machst, damit Dein Auto nicht anspringt :shock: und nicht nur ersten "normalen" Startversuch, sondern auch Deine weiteren verzweifelten Schritte. Sollte doch gelacht sein, wenn man der Sache nicht auf die Spur kommt.

Edit: @Udo, Du hattest geschrieben, den Vergaser eingestellt zu haben. Schreib bitte einmal, was Du damit meinst und wie Du das gemacht hast. Das gleiche gilt für die Zündung, wie und auf welche Werte hast Du diese eingestellt, auch bitte hier die Vorgehensweise beschreiben. Könnte ja sein, dass sich bei diesen Dingen kleine Fehler eingeschlichen haben, welche man dann bei mehrmalige Kontrolle immer wiederhohlen.
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon pinokio » Donnerstag 7. August 2014, 17:35

ich lese das der Motor ja auch schon einige jahre auf dem buckel hat und du ihn ohne ihn zu zerlegen eingebaut hast . Hast du wenigstens die kopfdichtung gewechselt? Ich frage ja nur ,weil es auch sein kann das wasser in die brennräume kommen kann.

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Donnerstag 7. August 2014, 20:44

bic hat geschrieben:
Kolumbus hat geschrieben:...das Teil kriegst Du nicht mehr zum Laufen.

Nun macht mal uns Udo keine Angst, ein solcher Klemmer wie von Kolumbus stört den Motor nicht beim Starten.

Der Spruch war auf meinen Motor gemünzt und geschrieben. Der Kolben hatte einen netten Millimeter Spiel und kippelte schön im Zylinder. Den habe ich leider dann nicht mehr fotographiert, steht aber mit Klarlack versehen nun in der Vitrine -roll- . Der dürfte bestimmt schön in sich zusammengefallen sein. Die Spuren sahen in Real noch viel schlimmer aus. Ich glaube nicht, dass da noch etwas Kompression übrig war. Es gab da vorher schon unschöne Geräusche. Aber wie es so ist, ja der geht schon noch.... Naja, bis er einfach ausging und nicht mehr wollte. weder heiß noch kalt noch mit guten Zureden noch sonst wie.
Aber mal die Laufspuren am Zylinder kontrollieren, auf welche Art auch immer, wäre für einen unbekannten Motor mit den Problemen sicherlich eine Idee. zumal man die anderen Fehlerquellen schon mehrfach überprüft hat.
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 7. August 2014, 20:51

Kolumbus hat geschrieben:Aber mal die Laufspuren am Zylinder kontrollieren, auf welche Art auch immer, wäre für einen unbekannten Motor mit den Problemen sicherlich eine Idee.

Und nicht gerade die schlechteste.

Kolumbus hat geschrieben:zumal man die anderen Fehlerquellen schon mehrfach überprüft hat.

Bist Du sicher, dass das wirklich gemacht wurde? Ich glaub da noch immer nicht ganz dran.
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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Montag 22. September 2014, 10:57

Hallo Gemeinde,
Für den Fall das es noch jemand interessiert.
Nach der Kompressionsmessung (3. Zylinder mit der meisten Kompression ) habe ich den Kopf herunter genommen. Kopfdichtung war heil, keine Riefen in den Laufbuchsen. Absolut keine Auffälligkeiten. Auf einem Treffen bekam ich den Tipp von einem alten Wartburgschrauber, das die älteren Motoren im Kurbelgehäuse Ablassschrauben besitzen( für den Fall das diese abgesoffen sind, kann man dort die Brühe ablassen). Und siehe da im Kurbelgehäuse meine 3. Zylinders stand ca. ein Schnabsglas voll Öl.Wie auch immer das dahin gekommen ist, mit dem Öl-Kraftstoffgemisch kam die Kerze nicht klar. Nach dem Ablassen und einer neuen Kerze liegen nun volle Ps an und es entwickelt sich ein sauberes Kerzenbild auf allen Zylindern . Nun kann der 62iger Motor doch drin bleiben. Die Baustelle ist auch ohne Motorsanierung noch riesengroß.
Mit freundlichen Grüßen Udo

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Re: Immer wieder Startprobleme

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 22. September 2014, 19:32

Hallo Udo, es ferut mich, dass Du den Fehler gefunden hast und vor allem auch, dass Du dies hier auch mitteilst, letzteres passiert nämlich viel zu selten. Über die Ursache für das Schnapsglas voll Öl kann man spekulieren, aber wahrscheinlich dürfte das ewig lange Fahren mit einer defekten Membran der Pumpe die "Ansammlung" bewirkt haben. Schau Dir doch einmal die alte Pumpe an, vielleicht erkennst Du etwas. Also dann, noch viel Glück!
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