patschen in den Vergaser

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

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Udo311
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patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Sonntag 17. Mai 2015, 14:25

Hallo Leute.
Nach dem ich die Vollabnahme und die H-Zulassung überstanden hatte ging es mit dem 311 auf die ersten großen Touren.
300 km an drei Wochenenden lief alles Super. Sprang kalt wie warm super an und lief volle Pulle (125) bis die Angst bremst. Dannach fing es nach ca 50km mit einem Patschen im 4.Gang bei ca80 an und verschlimmerte sich zunehmend. Jetzt springt er noch an ,läuft aber im Leerlauf nicht schön und patscht beim Gasgeben erheblich in den Vergaser. Gasannahme kann man vergessen.Wenn man den Start Vergaser zieht läuft er fett aber patscht nicht mehr. Dann hat er aber keinen Leerlauf mehr.DIE Kerzen sind dann alle schwarz aber trocken.- Durch die Startvergaserfahrt nach Hause.
Ich habe zur Überprüfung den Vergaser mehrfach zerlegt, gereinigt und gemäß Anleitung überprüft. Meine Vermutung war Kraftstoffmangel. ich habe die Leitungen durchgeblasen, die Kraftstoffpumpe zerlegt, gereinigt und überprüft und nichts festgestellt. Das Schwimmergehäuse wird ausreichend gefüllt. Ich habe den Vergaserflansch geplant und die Kraftstoffpumpe neu abgedichtet. Immer wieder das selbe. Springt auf allen 3Zylindern an und läuft nur im Leerlauf ohne Patschen
Motor ist ein1000 er mit einem BVF 362-4 Flachstromvergaser. Die Düsenbestückung ist original, der Luftfilter ist ebenfalls original. Wie schon gesagt lief ca 300 km super.
(6V Unterbrecherzündung und NGK Zündkerzen ,Kerzenstecker, Spulen, Kabel alles neu im Rahmen der Restauration)
Momentan fehlen mir die Ideen was es noch sein könnte.
Hätt jemand ähnliche Erfahrungen, kann jemand helfen?

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Kolumbus
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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Sonntag 17. Mai 2015, 14:48

Dumme Frage, aber eventuell hat sich der Zündzeitpunkt verschoben. Grundplatte locker?
Zwei linke Hände, aber man kann es doch mal versuchen ;-)

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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Sonntag 17. Mai 2015, 15:37

definitiv ist es die zündung
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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Sonntag 17. Mai 2015, 16:29

Was ist "patschen"?
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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 17. Mai 2015, 17:49

Kolumbus hat geschrieben:Dumme Frage, aber eventuell hat sich der Zündzeitpunkt verschoben. Grundplatte locker?

Das halte ich auch für wahrscheinlich.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Sonntag 17. Mai 2015, 19:59

Danke für die schnellen Antworten.
Die Zündung hatte ich nicht im Verdacht, wird aber morgen gleich überprüft. Meine große Sorge ist, dass es die Kurbelwellendichtringe sind. Er gab in der letzten Zeit Quitschgeräusche im Bereich des Zündgehäuse von sich.
Aber ich fang erst einmal klein an.

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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 17. Mai 2015, 20:15

Udo311 hat geschrieben:Meine Vermutung war Kraftstoffmangel.

Das lagst Du eigentlich schon ganz richtig. Wenn das Kraftstoff-Luft-Gemisch zu mager ist, tritt neben Leistungsminderung die Gefahr ein, daß das Gasgemisch noch beim Öffnen des Einlaßes brennt und die Flamme in den Vergaser zurückschlägt. Dieses Patschen" kann auch oft beim Anlassen des kalten Motors auftreten, wenn der Leerlauf zu knapp eingestellt ist und keine Überfettungsmaßnahmen (Choke) angewendet werden. Weitere Ursachen können sein:

    - (zu viel) Spätzündung
    - Kerzen mit leichten Überbrückungen (verrußt, Elektrodenabstand zu groß)
    - Kerzen mit zu niedrigem Wärmewert
Da bei Dir das Problem erst nach augenscheinlich 300 problemlosen Kilometern aufgetreten ist und Du die Vergaser-/Kraftstoffseite schon geprüft hast, würde ich auf eine verstellte Zündung oder falsche Kerzen tippen. Dass die Grundplatte sich verdreht hat, halte ich aber eher für unwahrscheinlich. Falls Du Unterbrecher mit den Polyesternasen hast, können aber hier die Nasen recht schnell "wegschmelzen", wenn diese nicht geschmiert waren. Dann verschiebt sich der Zündzeitpunkt nach spät, mit den Folgen, die Du beschrieben hast. Aber auch die Kerzen können die Ursache sein, ist der Wärmewert zu niedrig, erreichen die Kerzen nicht ihrer Freibrenntemperatur und es können sich elektrisch leitfähige Beläge bilden. Du schriebst ja, dass die Kerzen durch die Choke-Fahrt schwarz waren, hast Du denn das Kerzenbild schon vorher einmal geprüft?
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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Montag 18. Mai 2015, 19:17

Hallo Leute,
danke für den Tipp mit der Zündung. Erster und zweiter Zylinder passten noch halbwegs. Der Dritte war völlig aus der Richtung und so stark abgenutzt, das er sich nicht mehr einstellen ließ. Wie schon gesagt vor ca300 km alle erneuert.
Da weiß Mann was man von deren Qualität halten kann. Am geölten Nocken lag es nicht. Ich werde doch auf höherwertige oder elektronische Zündung umstellen.
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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Montag 18. Mai 2015, 19:22

Dann ist ja alles prima. Neue Unterbrecher sind Sch...xxe. Die machen auch an der MZ oder Simme nur Ärger. Alte Ware mit Pertinax ist gut.
Zwei linke Hände, aber man kann es doch mal versuchen ;-)

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Re: patschen in den Vergaser

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 18. Mai 2015, 19:27

Na den prüf auch noch den Nocken, ob der rauhe Stellen oder Reibstellen hat. So was habe ich schon gesehen...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!


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