Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

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Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Freitag 29. Mai 2015, 18:39

Hallo und guten Abend,
ich habe ja schon des öfteren Fragen zu meinem Wabant Umbau hier geschrieben. Gestern war es soweit, die erste, längere Probefahrt stand an. Alles soweit auch okay, Motor zieht super durch.
Dann war heute TÜV-Abnahme. Natürlich gab es einige Punkte zu bemängeln, aber eigentlich nichts wirklich schlimmes. Einziger, großer Problempunkt: Sportluftfilter. Ich habe so einen Sportluftfilter an meinen Jikov gebastelt. Vorne ein Loch mit Befestigung für die Entlüftung der Schwimmerkammer (Dazu gabs hier schonmal einen Thread - funktioniert klasse!). 2. Stufe zieht super an, alles Top. Brüllt wie Sau das Teil!

Allerdings ist mir schon bewusst, dass das so auf Dauer nicht ganz gesund sein kann. Denn beim Anfahren mit ca. 1/3 Gas zickt er deutlich rum und hat Aussetzer, bzw. eine 'Gedenksekunde' bis er dann plötzlich zieht. Bei Halblast, also zur Hälfte durchgetretenes Gaspedal passiert das nicht.
Und ganz wichtig: Bei höchst Drehzahl (so ca. 4500 bis 5000 U/min.) passieren immer wieder laute Zündaussetzer. Woran könnte das liegen?

Für mich klingt das doch stark danach, dass die Bedüsung am Jikov angepasst werden muss. Das dass jetzt nicht 100% genau geht ist mir schon klar, meinetwegen kann er auch 1-2 Liter mehr verbrauchen, hauptsache er bekommt immer genug Sprit und hat keine Fresser!

Eine kleine Ergänzung: Die AU ergab einen CO2 Ausstoß von 0,381 vol % im Leerlauf. Der Prüfer war begeistert, aber ich finde das doch etwas sehr wenig - könnte das ebenfalls auf den Filter zurückzuführen sein?

Meine Frage nun also: Welche Düsen sollte man hier mal unter die Lupe nehmen, bzw. vergrößern oder verkleinern?
Und bitte nicht anfangen vonwegen Sportluftfilter ist kacke oder sowas. Dass ich dadurch wahrscheinlich keine Mehrleistung habe ist mir bewusst. Ich habe ihn nur des Platzes und des Geräusches wegen verbaut.

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 29. Mai 2015, 20:34

Folgende Möglichkeiten:

-zuerst 130er HD in die 2. Stufe einsetzen
-Düsen d. Mischrohre verkleinern, indem man die Starterdüse "180"
in beide Mischrohre einschraubt (jeweils 1x im Jikov-Vergaser vorhanden).

Also an Stelle der originalen Mischdüsen (210) montieren.
Die Gewindesteigung ist nicht die Gleiche, also mit etwas
Gewalt trotzdem einschrauben...(wurde im Forum schon mehrmals so
abgehandelt)
Evtl. mit etwas Schraubensicherungslack versehen.

Oder:

- Leerlaufluftdüse vom BVF (egal ob 36er oder 40er) verwenden.
Die Größe beträgt hier 150 und die Gewindesteigung ist die Gleiche,
wie von den Jikov-Mischdüsen.
Einschrauben und bei Bedarf zwecks Abstimmung nochmal geringfügig aufreiben.
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Freitag 29. Mai 2015, 20:52

Wow, das nenn ich mal ne kompetente Antwort. :smile:

Und das hat zur Folge, dass er insgesamt fetter läuft? Also was genau würden deine Schritte denn bewirken?
Habe ich dass denn richtig erfasst, dass er im Leerlauf zu mager läuft?

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 29. Mai 2015, 21:02

Leerlaufsystem wird nicht angerührt. Da kann man immer noch mit Hilfe der
LGS - Leerlaufgemischschraube etwas korrigieren. Sollte bei dir wohl nicht notwendig sein (?).

Motor läuft mit den beschriebenen Modifikationen im Teil.- u. Vollastbereich fetter.
Das ist besonders für den Teillastbereich (1. Stufe) wichtig, da das Kraftstoffgemisch
in diesem Bereich in Kombination mit hoher Motordrehzahl abmagert.
Beispiel: Gaspedal bis zum Druckpunkt betätigt, bei einer Geschwindigkeit von ca.
110-120Km/h im 4. Gang (Wartburg 353).

Insgesamt entspricht das Ganze der Vorgehensweise bei leistungsgesteigertem Motor.
Ich würde aber nicht einfach nur stur die Düsen umbauen, sondern auch wirklich
abstimmen, also bei Bedarf die Luftdüsen etwas aufreiben (besonders natürlich die
kleinen Leerlaufdüsen vom BVF-Vergaser).
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Freitag 29. Mai 2015, 22:18

Ja also wie gesagt, ich weis nicht ob die 0,3% CO vol. von der AU her zu wenig ist. Ist es denn zu wenig? Also mein originaler Trabant hatte bei seiner letzten AU 0,8%. Das ist ja nun doch ne Ecke mehr. Muss man da etwas machen? Oder kann man das so lassen?

Okay, das mit den Düsen werde ich einfach mal mitnehmen und ausprobieren.

Wie geht man denn beim abstimmen ambesten vor? Geht man nach Fahrverhalten des Motors und Kerzenbild oder gibt es da noch andere Methoden, bzw. Eckpunkte?

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 30. Mai 2015, 09:07

Veruche herraus zu finden, ob kurz vor voller Drosselklappenöffnung der Vergaserstufen I. + II. ein Leistungsabfall bis zur vollen Öffnung zu bemerken ist.
Dann sind die Kraftstoffdüsen in der Schwimmerkammer zu vergrössern.
Die Leerlaufkraftstoffdüse ist auch im ersten drittel der Stufe I. zutändig. Ist die mit 55, dann ist eine Abmagerung der ersten Stufe. Hier die Düse in 5er Schritten erhöhen, bis der Leistungseinbruch bei Drehzahlen unter 2.500 U/min nicht mehr feststellbar ist.
Damit wird das Leerlaufgemisch im Umgemischsystem für den Leerlauf fetter.
Grundsätzlich den Schwimmerstand um 2 mm erhöhen ( bei > 75er Kolben ).
Deine Beschreibung klingt nach auch falchem Schwimmerstand mit der Schwimmerstandregulierung. Versuche die originale Anauganlage zu verbauen. Die Unterdruckverhältnisse zur Schwimmerkammerbelüftung werden mit dem Sportluftfilter nicht erreicht und Schwingungen der Gassäule in die Schwimmerkammer übertragen.
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Samstag 30. Mai 2015, 14:14

Hm oke, ich dachte es mir schon.
Problem ist der originale Jikov Luftfilter passt nicht in den Motorraum - gar nicht. Einzige Lösung wäre den Trabant Luftfilter einzubauen und diesen dann, wie auch jetzt den Sportluftfilter, mit einer entsprechenden Schwimmerkammer-Entlüftung zu versehen. Aber eben das wollte ich eben doch versuchen irgendwie zu umgehen. Aber gut, dann geht es eben doch nicht anders.

Aber nochmal zu deinen Angaben:
Meine Kolben haben die zweite Schleif-Stufe (also eine Nummer größer als Serie - glaube 71,7?). Und der Leistungseinbruch ist nicht Drehzahl, sondern eben Fahrpedal abhängig. Wenn ich zum Anfahren das Pedal bis zum Druckpunkt sofort durchtrete ist alles ok. Nur alles davor da ruckelt er eben wie sau.

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 30. Mai 2015, 16:48

Das was Du beschreibst, wäre mit diesem Umbau abzustellen :

http://w311.info/viewtopic.php?f=31&t=11574&p=147115
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 30. Mai 2015, 17:19

@DavyJones, falls es Dich interessiert, warum beim Wartburg (eigentlich bei fast allen Zweitaktern) soviel Blechgedöns im Ansaugtrackt eingebaut ist, dann lies mal ab hier und noch ein Stück weiter (aber Vorsicht, ist jede Menge Text). Ich glaube, dann wird Dir schnell klar, warum sich der Vergaser nur mit "Sportluftfilter" bestückt (was ist daran eigentlich sportlich?) nicht vernünftig abstimmen lassen wird. Nicht umsonst hatte der Jikov ebenfalls zwei Blechbüchsen (die zweite ist unten im Luftfiltergehäuse).
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon AWE-Schuhbude2 » Samstag 30. Mai 2015, 21:59

Bic hat leider recht ohne geht's nicht und bringen tut's eh nix im Gegenteil

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Sonntag 31. Mai 2015, 22:41

Danke bic, so etwas habe ich schon lange gesucht! Nur nie in Zusammenhang mit einer Zwei-Vergaser-Anlage. :D

Also habe ich dass so richtig verstanden, dass tatsächlich aufgrund der starken Schwingungen im Ansaugtrakt der Lambda-Wert so derbe gestört wird, dass er in unterschiedlichen Drehzahlbereichen den Motor in seiner Leistung negativ beeinflussen kann?
Dann werde ich mich von dem Gedankenm 'Sportluftfilter' nun tatsächlich trennen müssen.

Ja wie gesagt, verbaut habe ich ihn nicht wegen der Hoffnung auf Leistungszuwachs, sondern eben wegen Platz und natürlich dem Krach den er Verursacht. Jetzt habe ich aber immer noch das Problem, dass der originale Jikov-Filter nicht in meinen Trabant Motorraum passt - also werde ich nun einfach mal versuchen, den Trabant Luftfilter an den Abzweigtopf vom Jikov anzuschließen. Passen würde es, wenn auch nur knapp. Aber dann fehlt eben doch immer noch der 2. Resonator im System, wie in deinem Link beschrieben.

Mich würde mal interessieren, wie die Wabant-Fahrer dieses Problem gelöst haben, die ebenfalls mit Jikov aber ohne original Luftfilter fahren. Oder komplett ohne Resonatoren und nur mit diesem ovalen VW-Luftfilter. Das dürfte doch eigentlich kaum fahrbar sein?

Wenn das mit dem Trabant-Pott passt müssten sich also die 'unwillige' Gasannahme im untersten Lastbereich, sowie die Fehlzündungen im obersten Drehzahlbereich legen. Ich bin gespannt.

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 1. Juni 2015, 01:55

DavyJones hat geschrieben:.... nie in Zusammenhang mit einer Zwei-Vergaser-Anlage. :D

Ein Registervergaser besteht doch prinzipiell auch aus zwei Vergasern :shock:

Also habe ich dass so richtig verstanden, dass tatsächlich aufgrund der starken Schwingungen im Ansaugtrakt der Lambda-Wert so derbe gestört wird, dass er in unterschiedlichen Drehzahlbereichen den Motor in seiner Leistung negativ beeinflussen kann?

Ja, so könnte man es etwas vereinfacht ausdrücken.

Jetzt habe ich aber immer noch das Problem, dass der originale Jikov-Filter nicht in meinen Trabant Motorraum passt - also werde ich nun einfach mal versuchen, den Trabant Luftfilter an den Abzweigtopf vom Jikov anzuschließen. Passen würde es, wenn auch nur knapp. Aber dann fehlt eben doch immer noch der 2. Resonator im System, wie in deinem Link beschrieben.

Schau mal hier, auf die Seite gelegt sollte das schon passen. Allerdings scheint dieser Topf auch im Inneren umgebaut zu sein, das brauchst Du ja nicht zu machen. Wenn Du den Schlauchanschluß in Fahrtrichtung schauen lässt, dürfte es möglich sein, diesen über Formschläuche mit dem Abzweigtopf zu verbinden. Die gestreckte Länge dieser Schläuche ist dann relativ unerheblich, die kannst du ruhig in S-Kurven verlegen.

Mich würde mal interessieren, wie die Wabant-Fahrer dieses Problem gelöst haben, die ebenfalls mit Jikov aber ohne original Luftfilter fahren. Oder komplett ohne Resonatoren und nur mit diesem ovalen VW-Luftfilter. Das dürfte doch eigentlich kaum fahrbar sein?

Mich auch! Aber wenn wenigstens der Abzweigtopf verwendet wird, dann ist dies die halbe Miete, sollte die Situation verbessern und vielleicht bekommt man die Sache damit bereits halbwegs akzeptabel abgestimmt -zumindst für Vollgasorgien-, an sonst zählt wohl eher der Krach als die Fahrbarkeit.

Wenn das mit dem Trabant-Pott passt müssten sich also die 'unwillige' Gasannahme im untersten Lastbereich, sowie die Fehlzündungen im obersten Drehzahlbereich legen.

Schau Dir den Trabantfilter genau an, ob Du Dir damit nicht wegen zu geringer Querschnitte ein Drossel einbaust. Und wenn der Trabanttopf auch einen Resonator eingebaut hat -nixwissen- , dann wird dieser aber auf keinen Fall in seiner Abstimmfrequenz passen - nicht, dass Du hier die nächste Baustelle aufmachst. Ich würde schon versuchen, den Luftfiltertopf für den Jilkov (nicht für die BFV-Vergaser) unterzubringen.
Was meinst du eigentlich mit Fehlzündungen? Zündaussetzer oder Patchen? Beides muss nicht unbedingt mit der Vergaserabstimmung zu tun haben, sondern kann auch durch Zündungsprobleme verursacht sein.
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Montag 1. Juni 2015, 21:31

Hallöchen,
so also ich habe den Trabant Luftfilter jetzt mal probeweise angebaut und siehe da, das Ruckeln bei wenig Gas und niedrigen Drehzahlen ist fast weg! Auch bei hoher Drehzahl bis jetzt keine Fehlzündungen mehr. Allerdings konnte ich die 2. Stufe auch nicht komplett öffnen, da mir vorhin der Bowdenzug abgerissen ist und ich mit einem Provisorium testen musste.
Leider ist die Mühle dadurch natürlich nicht mehr so extrem kernig im Sound, aber gut, muss ich halt mit leben. Dafür lebt der Motor vielleicht einige tausend Kilometer länger! Achja, das Triebwerk habe ich im Zuge der Restauration natürlich komplett überholt, hat bis jetzt originale 400km gelaufen.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass das Endrohr meines Auspuffs mittlerweile ölig ist - ist das nicht eher ein Hinweis auf zu fetten Motorlauf? Hatte das bei meinem Trabant mal als ich probeweise die Hauptdüse von 115 auf 120 vergrößert habe.

Zu dem original Filter nochmal: Der Kollege dort im Thread hat offensichtlich auch die Batterie in den Kofferraum verbaut. Ich habe das alles so gelassen wie es ist, so ein Umbau kommt für mich einfach nicht in Frage, ich möchte weder Tank noch Batterie im Auto haben, ist mir einfach zu gefährlich und um den Platz im Kombi zu schade.
Ich kann ja morgen mal ein Bild von meinem jetzigen Provisorium posten. :)

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Dienstag 2. Juni 2015, 22:33

So, das ist meine aktuelle Situation, der Anschluss für die Entlüftung ist hier noch nicht verbaut gewesen.
IMG-20150519-WA0000.jpg

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 2. Juni 2015, 23:32

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Mittwoch 3. Juni 2015, 16:56

Oh, okay. Dann brauche ich jetzt nur noch ein Luftfiltergehäuse für den Jikov...

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 3. Juni 2015, 19:20

Schau mal hier oder hier, hast Du jedoch eine sogenannte Teilwangenwelle eingebaut, dann brauchst Du den Topf mit der Doppelflöte. Musst einfach mal suchen, gibts immer mal wieder.
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Donnerstag 4. Juni 2015, 22:47

Aaaaachso, ich dachte der mit der Doppelflöte wäre beim Jikov standard, denn danach habe ich bis jetzt immer nur gesucht. Wieder was gelernt! Nein ich habe die Vollwangenwelle, allerdings mit einer Barkas-Abgasanlage.

Achja, nur mal Interesse halber: Welchen Durchmesser hat denn diese 'Flöte' da am Filter, bzw. die beiden 'Doppelflöten'?

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Sonntag 14. Juni 2015, 19:12

Kann mir denn keiner den Durchmesser vom Ansaugschnorchel des Jikov-Luftfilters sagen?

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 14. Juni 2015, 20:08

Den Doppelschnorchel kann ich dir morgen messen....
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Donnerstag 18. Juni 2015, 20:11

Und, schon gemessen? :lol:

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 18. Juni 2015, 20:33

Ja klar! Sind 33 bis 34 mm...
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon DavyJones » Donnerstag 18. Juni 2015, 20:47

Dann müsste der Einzelschnorchel ja irgendwas um die 66mm haben oder?

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 18. Juni 2015, 20:56

Laut dem Pi Viertel D Quadrat Gesetz eher 47mm
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 19. Juni 2015, 00:07

Tomtom hat geschrieben:Laut dem Pi Viertel D Quadrat Gesetz eher 47mm

Gemessen hat der Schnorchel 40mm.

Insgesamt ergeben sich folgende Werte nach den gemessenen Innendurchmessern (auch wenn Tomtom sich wieder mokiert, dass ich nachts rechne):

Einschnorchelfilter:
Eingang di 40mm = 1256,6 qmm Querschnitt
Ausgang di 42mm = 1385,4 qmm Querschnitt

Doppelschnorchelfilter:
Eingang di 2 x 35mm = 1.924,2 qmm Querschnitt
Ausgang di 48mm = 1809.6 qmm Querschnitt

Am Eingang ergeben sich somit ein ca. 50 % und am Abgang ein ca. 30% größere freier Querschnitt und damit eine Verringerung der Druckverluste über den/die Schnorchel und über der Leitung vom Filter zum Abzweigtopf (die Filterpatrone ist ja gleich). Ich nehme mal an, dass man damit damals die verringerte Förderleistung der Ladepumpe "Teilwangenwelle" kompensieren wollte. Es kann also nicht schaden, die Anlage auch bei anderen Vergasern als den Jikov und bei der Vollwangenwellen zu verwenden (ggflls. Hauptdüse anpassen), aber mit einer Teilwangenwelle sollte man der Werkvorgabe folgen und auf jeden Fall den Doppelschnorchel einsetzen. Laut Werksmitteilung soll hier sogar nur der Tausch des Filteroberteils ausreichen.
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Freitag 19. Juni 2015, 10:28

bic hat geschrieben: aber mit einer Teilwangenwelle sollte man der Werkvorgabe folgen und auf jeden Fall den Doppelschnorchel einsetzen. Laut Werksmitteilung soll hier sogar nur der Tausch des Filteroberteils ausreichen.

Gehst Du jetzt von der Halbwange mit Simmering aus oder der mit Labyrinthdichtung?
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 19. Juni 2015, 14:15

Wilfried hat geschrieben:Gehst Du jetzt von der Halbwange mit Simmering aus oder der mit Labyrinthdichtung?

Siehe hier:

Unbenannt.JPG
Quelle: AWE, Technische-Information A1/86

An sonst bezog sich mein Geschreibsel noch immer auf den Thread-Betreff, also den Jikov-Vergaser. Aber wie ich schon schrieb, sehe ich eher Vorteile darin, (möglichst den gesamten) Doppelschnorchel auch bei anderen Motor-/Vergaserkonstellationen zu verwenden.
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 20. Juni 2015, 07:53

Das die Kurbelwelle Wangenhubscheiben hat ist ja klar.
Aber welche wird nun ab 05 / 1985 benutzt ?
Die Vollwangenwelle oder die Ausgesparte Welle ... ?
Ich fahre die ausgesparte Welle.
Der Leerlauf ist mit JIKOV kritischer.
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 20. Juni 2015, 11:08

WABUFAN hat geschrieben: Aber welche wird nun ab 05 / 1985 benutzt ? Die Vollwangenwelle oder die Ausgesparte Welle ... ?

Gute Frage ....
aber wenn man der Werksmitteilung glauben will, dass die Teilwangenwellen ab Januar 1986 verwendet wurden, dann müssen aller vor diesem Zeitpunkt gebauten Motoren entweder andere Wellen oder überhaupt gar keine gehabt haben :shock: . Da letzteres ja ziemlich ausgeschlossen sein sollte und man weiterhin berücksichtigt, dass die Produktion des Motors 353 mit Teilwangenwelle bereits 05/1969 für die Serie eingestellt wurde (für den Ersatzbedarf 1979) und eben auch ab 05/1969 der Motor 353/1 mit Vollwangenwelle produziert wurde, müssen die Motore für die Fahrzeuge ab 05/1985 eben auch diese Vollwangenwelle besessen haben (zumindest ab Werk).
Warum man sich nun bezüglich der Bereitstellung von Ersatzmotoren mit Teilwangenwelle lediglich auf die Modelle ab 05/1985, also die Frontkühler bezog und welche Motorausführung für die Fahrzeuge vor diesem Datum als Ersatz geliefer wurde, -nixwissen-, aber es ist anzunehmen, dass das dann durchaus noch Motoren mit Vollwangenwelle waren.
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Re: Jikov mit Sportluftfilter - Düsen anpassen

Ungelesener Beitragvon rallye311 » Mittwoch 8. Juli 2015, 15:02

Hallo!

Bezüglich Wartburg ist das geschriebene richtig. Allerdings gab es im B1000 nie die Vollwangenwelle. Deshalb auch die geringer Leistung und das höhere Drehmoment, natürlich in Verbindung mit der Abgasanlage.
Folglich gab es ab 1969 auch die Halbwange mit Kolbenrungabdichtung ab Werk und für den Ersatzteilhandel.

Grüße: rallye311


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