Vergaser Reinigung mit Additiv

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

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wartburg 353
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Vergaser Reinigung mit Additiv

Ungelesener Beitragvon wartburg 353 » Samstag 9. Juli 2016, 21:40

Hallo,

nur mal eine Frage zur Vergaser Reinigung, zum entfernen von Ablagerungen in Düsen und Brennräumen, habe das beim Motorrad schon gemacht und hat auch geholfen, ist allerdings ein Viertakter, kann man das auch für Zweitakter anwenden?

Habe Liqui Moli :

https://www.conrad.de/de/vergaserreinig ... 09192623:s

hier steht nur für alle Benzinmotoren geeignet. Mich würde nur interessieren ob schon mal jemand dieses angewendet hat.

Durch längere Standzeiten kommt es ja nun einmal zu Ablagerungen im Vergaser, beim Motorrad mache ich das immer bei Saisonbeginn und es springt besser an und zieht auch besser durch. Verteile die Flasche auf zwei Tankfüllungen das funktioniert ganz gut, der Spritverbrauch ändert sich natürlich nicht bemerkenswert. Wenn das Fahrzeug dann regelmäßig benutzt wird erübrigt sich ein weiterer Einsatz des Additives.

Vielleicht hat jemand schon Erfahrung damit beim Wartburg gemacht. Ein Wundermittel ist es sicher nicht.

Gruß, Dietmar

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Friedolin
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Re: Vergaser Reinigung mit Additiv

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Sonntag 10. Juli 2016, 12:04

Ich habe vor mehr als fünfzehn Jahren mal "Speed" von Liqui Moly verwendet. Obs was geholfen hat? Subjektiv na klar, aber es kann auch ein Plazeboeffekt gewesen sein ;-) Zumindest hat es dem Motor nicht geschadet. Mit dem heutigen Wissen gehe ich aber davon aus, daß ein Vergaser entweder funktioniert, dann braucht man sowas nicht, oder er ist verdreckt, dann hilft es nichts und man muß ihn klassisch durch auseinandernehmen und mit Druckluft usw. reinigen. Solche Zaubermittelchen - na ja.
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!

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Tobias
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Re: Vergaser Reinigung mit Additiv

Ungelesener Beitragvon Tobias » Sonntag 10. Juli 2016, 23:14

Meist ist es beim Vergaser ja so das entweder eine Düse zu oder eben auf ist. Wenn die Düse durch einen Rostkrümel zu ist dann wird das Additiv dieses auch nicht lösen können und der Vergaser muss eh zerlegt werden. Sinnvoller halte ich da bei der letzten Runde vor dem Einmotten die passende Menge Benzinstabilisator hinzuzugeben. Der verhindert das sich der Sprit zersetzt und dann diesen Kniest im Vergaser bildet.
Bei Einspritzmotoren benutze ich ab und an schon ganz gerne mal ein Additiv. Wenn man mal verschiedene Einspritzdüsen gesehen hat dann schadet das auf keinen Fall.

Lange Rede kurzer Sinn: Beim Warti wirds nicht viel bringen, probieren kann man es aber natürlich trotzdem und ich lasse mich gerne eines besseren Belehren. Inwiefern das Additiv die Verschmutzungen am Kolben und KW löst ist eine weiter Geschichte
Was nicht passt,wird passend Poliert

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Re: Vergaser Reinigung mit Additiv

Ungelesener Beitragvon wartburg 353 » Montag 11. Juli 2016, 19:43

Danke erst einmal für die Antworten, mein Gedanke war nur in die Richtung, da der Warti auch immer wieder mal in der Saison länger steht, die sich bildenden Ablagerungen zu entfernen. Die herkömmliche Vergaser Reinigung ist schon klar. Soll ja auch kein Dauereinsatz werden, sondern nur eine einmalige Sache. Die Idee mit dem Stabilisator vor dem Winterschlaf ist sicher auch nicht schlecht. Werde es einfach einmal probieren.

Gruß, Dietmar

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Re: Vergaser Reinigung mit Additiv

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Montag 11. Juli 2016, 22:39

meiner meinung nach helfen solche "helferlein" nur einem .... -roll-

gruß
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Re: Vergaser Reinigung mit Additiv

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 11. Juli 2016, 22:56

wartburg 353 hat geschrieben:Werde es einfach einmal probieren.

Jawoll ja!
Aber dann probiere es doch nicht nur einfach mal so, sondern dokumentiere es für uns mit davor / danach.
Das wäre eine feine Sache.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Vergaser Reinigung mit Additiv

Ungelesener Beitragvon wartburgdan » Montag 11. Juli 2016, 23:38

Tomtom hat geschrieben:
wartburg 353 hat geschrieben:Werde es einfach einmal probieren.

Jawoll ja!


Mitte bis Ende der 90er Jahre fuhr ich im Alltag einen Barkas B1000 Bus.
Ich hatte mir einen schönen Motor für dieses Auto zurecht gemacht der einfach top lief.
Der dumme ossi glaubte zu dieser Zeit noch was die Werbung aus dem Westen versprach und so wollte ich diesem Motor, der so brav und zuverlässig seinen Dienst verrichtet hat, nach etwa 10000km Laufleistung etwas Gutes tun und habe genau dieses Mittel eingesetzt.
Am nächsten Tag hat sich der Motor nach etwa 50 km auf der Autobahn bei gemütlichen 90km/h mit einem lauten jaulen für immer verabschiedet und ging fest. Ein Pleul-Fußlager hatte sich fest gefressen.
Ich behaupte jetzt hier nicht, dass es an diesem Additive gelegen hat. Sicher war das nur ein blöder Zufall! Ich selbst habe aber seit dem nie wieder so etwas bei einem zweitakter angewendet und seit dem halten meine Motoren bedeutend länger.....


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