DDR autolack

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Haiko
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DDR autolack

Ungelesener Beitragvon Haiko » Mittwoch 6. August 2014, 12:01

Was fur lack verwendete man fruher im DDR zeiten auf autos? Also eine 1K oder 2K lack?

Ich mochte meinen B1000 bald lackieren aber bin Mir nicht sicher welcher lack Ich uber die original lack verwenden darf, ohne das die original lack sich auflosst.
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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Mittwoch 6. August 2014, 13:21

Alkylharzeinbrennlack war das.
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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon Haiko » Mittwoch 6. August 2014, 14:40

ahm, und das vertragt sogar eine 2K lack?
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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 6. August 2014, 15:19

Schau mal hier.
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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon doccolor » Mittwoch 6. August 2014, 17:17

EINBRENNLACKE + 1 Schichtmetallic:

Als die Nitrolacke vom Markt verschwanden, wurden diese durch den Kunstharzlack ersetzt. Dieser hatte eine so lange Durchhärtungsdauer, dass man dies durch das sog. "Einbrennen" (- ca. 80°) beschleunigte. Richtiges Einbrennen ist normalerweise ab ca. 180°, drum ist der Begriff "einbrennen" hierfür eigentlich falsch. Probleme gab es bei den Metallicfarben, die bis mitte 80er noch von Opel und Ford serienmäßig lackiert wurden. Die Oberfläche wurde ziemlich stumpf und eine Teillackierung war meist nicht möglich bzw. mit großen Farbunterschieden zum Original. Ende 80er wurden die Kunstharz-Autolacke komplett vom Markt genommen und durch den 2 Schichtlack ( Metallic + Klarlack) ersetzt. Auch vom Anfang der 70er eingeführten 2 Komponentenlack entfielen die Metallicfarben. Bei vielen alten Metallicfarben bei den Moped´s ist es deshalb sehr schwer, diesen "stumpfen,toten Effekt" hinzubekommen. Die Metallicteilchen heutzutage sind wesentlich brillanter und "schöner" und auch der Glanzgrad muss mit seidenglänzendem Klarlack nachempfunden werden.


Die damaligen Kunstharz/Alkydharzlacke waren hochwertige Autolacke, qualitativ gleich mit 2K Lacken. Alle original Autolacke (ausser thermoplastische von USA) sind mit den heutigen Lacken überlackierbar.

Doc

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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon Haiko » Mittwoch 6. August 2014, 18:11

Also wenn ich ne kleine stelle am meinen trabi nachlackiert hatte kamen da solche blasen am oberflache.
Die lacke hatte ich nachmischen lassen in eine spraydose. Also das effekt mochte ich auf meinen b1000 nicht haben.
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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon doccolor » Mittwoch 6. August 2014, 18:24

Dann war es kein Originallack mehr.....oder nachlackiert.

Nimm mal einen mit Nitro oder Aceton getränkten Lappen und leg den auf eine Stelle. Wenn nichts passiert ist es okay....

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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon Haiko » Mittwoch 6. August 2014, 18:30

Die lack war am Trabi original drauf, also noch im DDR im fabrik lackiert, das bin Ich mir sicher.

Ich werde mal mit aceton probieren auf meinen B1000, mal sehen ob da etwas passiert...
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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon doccolor » Mittwoch 6. August 2014, 18:42

Man kann auch beim Lackieren sehr viele unbewußte Fehler machen......

http://www.farben-schiessl.de/tips-rund ... -painting/

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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon wartifan » Donnerstag 7. August 2014, 20:46

Die Frage ist welche wirklich hochweritgen Ersatz man heute findet, wenn mal ne Komplettlackierung (auf den alten Lack mit Anschliff) im Original-Farbton fällig wird. Ich habe mit 1K Lack heutiger Produktion sehr schlechte Erfahrungen gemacht (spröde, blastert ab, nachlackieren kleiner Stellen aus der Dose dieser Farbe hält nicht)

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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon doccolor » Donnerstag 7. August 2014, 21:01

Die Farbarten von damals gibt es heute nicht mehr. Eine richtige Lackierung bei Oldtimern sollte 2K sein.

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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 7. August 2014, 21:03

z.B. "Standox":

IMG_20140614_214455.jpg

2K-Zweischicht Acryl von 1995, ist sehr hart.
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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon Tobias » Montag 25. August 2014, 08:06

Es gibt von Spieß Hecker für solche fälle auch einen Primer den man als Grundierung bei unklaren Lacken als erste Schicht spritzt.

Heißt glaub ich Wash Primer
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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Montag 25. August 2014, 19:21

im Volksmund TRENNGRUNDIERUNG genannt

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Re: DDR autolack

Ungelesener Beitragvon Tobias » Dienstag 26. August 2014, 22:33

Genau und auf Neudeutsch bzw Altenglisch eben Washprimer. Leider können die meisten Farbverkäufer mit dem Begriff Trenngrundierung sicher nichtmehr viel anfangen :?
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