Winterfestmachung W311

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ungarn W311
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Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Mittwoch 31. August 2016, 19:47

Hallo zusammen,
obwohl ich mein Fahrzeug schon einen Winter habe, stellt sich dieses Jahr das 1. Mal die Frage der Winterfestmachung. Das Fahrzeug soll in einer trockenen aber unbeheizten Garage ohne Stromversorgung überwintern. Siehe Bild.
Meine Gedanken dazu:
- ich werde den Warti gründlich waschen und 2 Tage trocknen lassen. Ist eine Lackbehandlung Notwendig? Ich habe eine speziell für den Wartburg gefertigte Faltgarage geschenkt bekommen. Die möchte ich nutzen. Alte Decken drunter? Fenster einen Spalt öffnen?
- Was ist sinnvoller, 1 Bar Luft mehr auf die Reifen und stehen lassen oder wie Illing schreibt aufbocken und Luft zur Hälfte ablassen? Wenn aufbocken Ziegelsteine unter die Achsen und Wo? Spezielle Böcke werde ich hier schlecht bekommen.
- Volltanken oder Nicht? Benzinstabilisator Rein? Ziemlich teuer bei 40 Liter! Der Tank wurde bei der Restauration aufgeschnitten gereinigt und von innen versiegelt.
- Batterie, ausbauen ist klar aber was mache ich mit der Batterie? Ich habe ehrlich Bedenken, diese im Haus über mehrere Monate unbeaufsichtigt an das Ladegerät zu klemmen. Mit nach Deutschland nehmen dort ans Ladeerhaltungsgerät hängen oder noch einmal richtig voll laden und dann ohne Ladegerät im Haus lagern. Die Temperatur im Haus geht auf max. 8 Grad Celsius runter. Das gleiche Problem habe ich noch mal mit der vom Rasentraktor.
- Flüssigkeiten, Waschanlagenzusatz muß raus, Frostschutzmittel ist nach Aussage der Werkstatt aufgefüllt (wie kann man das kontrollieren). Habe Ihr sonst noch Bemerkungen was ich beachten muss?
- Gummis mit Glyzerin einreiben?
Für alle Hinweise zur Winterfestmachung wäre ich Euch dankbar. Bitte beachten auch wenn Ungarn im Süden liegt ist hier kontinentales Klima und die Winter können ganz schön hart werden.

Grüße aus Ungarn Dieter
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ungarn W311
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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Mittwoch 31. August 2016, 19:55

Ach so, noch was vergessen. Illing schreibt, in jeden Zylinder Motoröl spitzen. 10W40 Spray? Geht das?

Gruß Dieter

Wartburgbauer
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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 31. August 2016, 20:24

Hmmm....
nennt mich eine Schlampe, aber ich stelle meinen Wartburg immer in die Garage, mache den Hauptschalter aus und ziehe den Zündschlüssel ab, Scheiben einen Spalt offen. Aussteigen, Tür zu, Garage zuschließen, fertig.
Das mache ich jedes mal so, wenn ich das Auto abstelle, und irgendwann stelle ich ihn eben das letzte mal im Jahr ab - aber das weiß ich meist vorher noch nicht, ob ich nicht doch nochmal fahre - Minusgrade bei trockener & salzfreier Straße stellen ja kein Problem dar.
Bisher hat es immer super funktioniert, dass ich nach der Winterpause den Battierhauptschalter angemacht habe, Zünschlüssel rum, 10s orgeln und er läuft - Wiederinbetriebnahme abgeschlossen. Gut, Reifenluftdruck nochmal kontrollieren.

Kurz: So ein Wartburg ist nicht aus Papier, und ist auch ohne große Maßnahmen im Winter überlebensfähig.
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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Mittwoch 31. August 2016, 20:47

Bei mein Winterlagerung hatte Ich gewöhnlich folgendes gemacht:

- der Minusbatteriekabel losmacht, so der Batterie nicht ausgeladet werden können.
- einige Winter auch der Luftdrück im Reifen zum 3 bar ersteigert.
- der Abzweigtopf von BVF-vergaser losgemacht. Motor gestarten. Etwas gas geben und ein halb liter 2T-öl eingekippt im Vergaser.

Noja, der Öl im Flachströmvergaser sind schwer zu einkippen. Ich sollte der Zündkerzen losmachen und Öl im Zylinder einkippen. Der Motor bei Hand drehen und hoffen das etwas Öl im Kubelwellegehäuse auch bekommt. Der Anspringen im Frühjahr sind ein bisshen schwerer, da die Zündkerzen einfach bekommt nass von Öl. Also besser lassen der Anlasser der Motor etwas drehen ohne Zündkerzen bei erste Anspringung im Frühjahr.

Für sicherheit könnte man der Batterie ausmachen und es an Fussboden placieren. Das falls der Batterie frieren, lecken nicht der Saure im Motorraum. Übrigens halten der Batterie seine Ladung besser wie kalter das sind.

Der Tank sollte besser voll als leer. Damit bekommt man mindere Kondenswasser im Tank.

Auch ein Fenster etwas öffen lassen denke Ich sind besser.

Am besten für die Reifen wäre der Wagen auf Bock stehen und nur 1 bar im Reifen halten.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Mittwoch 31. August 2016, 22:13

Nimm ruhig die Batterie raus und lade diese einmal auf. Dann kann Frost keinen Schaden anrichten.
Pump die Reifen auf 3 bar auf.
Und würge den Motor mit Öl ab, wie Stig beschrieben hat.
Damit bist Du auf der sicheren Seite.
WIe sieht es in der Garage aus? Luftig und vor allem trocken? Dann ist alles gut.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon olaf » Mittwoch 31. August 2016, 22:43

Zeitweilich muß er drausen stehen
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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 1. September 2016, 14:07

@Dieter, wow, was willst Du machen mit dem Auto? Einlagern bis zur nächsten Mobilmachung :shock:

Hier mal meine Meinng:

Ich halte es seit über 20 Wintern so wie Wartburgbauer mit lediglich ein paar Ergänzungen. Grundsätzlich stelle ich das Auto weg, wenn das Wetter ein paar Tage trocken ist, fahre es voher auf jeden Fall betriebswarm (schließt Säurebildung durch unvollständige Verbrennung aus), lasse das Kühlwasser ab (nur weil ich immer ohne Frostschutz fahre), baue den Akku aus (der kommt dann an eine kühle Stelle ins Haus) und stopfe den Auspuff und den Luftfilterschnorchel zu (wer schon mal ein Nagernest hierin hatte, weiß warum). Die Türen kommen dann in die erste Rastung (wahrscheinlich sowieso Quatsch) und das Verdeck lasse ich meisten auch offen - das war es dann aber auch. Im Frühjahr dann das Ganze retour, Wasser drauf, Lappen aus Auspuff etc., die vorher geladene Batterie eingebaut, die Schwimmerkammer angefüllt, Choke gezogen und angelassen - noch nie gab es damit ein Problem.

Wenn man es dann aber noch übertreiben will, kann man das Auto noch mit einem leichten Laken gegen Staub schützen (wo soll der aber eigentlich herkommen?), Decke und Plane würde ich weg lassen, die isolieren zu sehr. Für wichtig halte ich nämlich, dass das Auto sich bei Witterungsumbrüchen (plötzlicher Erwärmung) möglichst schnell an die geänderten Temperaturen anpasst, damit eine Kondensatbildung am/ und vor allem in den Hohlräumen des Autos weitgehend verhindert wird - aus dem gleichen Grund lieber noch die Be-/Entlüftungsöffnungen in der Garage vergrößern. Ein harter Winter ist für das Auto übrigens unschädlich, den ja kälter es ist, um so geringer ist auch die Luftfeuchtigkeit. Das Auto im Herbst 2 Tage vor dem einmotten zu waschen, ist keine gute Idee. In den zwei Tagen trocknen bei den im Herbst üblichen Temperaturen vielleicht die Oberflächen, aber niemals die Hohlräume und Falze - ich wasche z.B. mein Auto nur bei hochsommerlichen Temperaturen, ist er im Oktober dreckig, ist er es dann im April auch noch, wenn der Lack immer gut gewachst ist, schadet dies nicht.

Den Luftdruck habe ich übrigens nie erhöht (allerdings mit Gürtellreifen), dass Auto aufzubocken halte ich für Unsinn - damit entlastest Du vielleicht die Reifen, aber dafür verspannst Du die Silentbuchsen der Federn und der Vorderachse - mir sind die Buchsen wichtiger. Und vor allem, wie lange willst du das Auto stehen lassen, 4 Monate, 6 Monate? Wenn ein Reifen diese Zeit nicht ohne dauerhaften Standschaden übersteht, dann hat er nichts getaugt oder hast Du das zehnte mal auf Uraltbarkassen runderneuerte Reifen drauf?

Was die Füllung des Tanks angeht, habe ich mich nie drum gekümmert und dies nicht nur die letzten 20 Winter, sondern noch ein paar Jahre mehr, in welchen das Auto komplett stand. Rostprobleme hatte ich bisher auch nicht die geringsten. Ein Grund hierfür dürfte neben der immer vorhanden leichten Einölung sein, dass der alte F9/311er-Tank aus halbwegs beruhigtem Blech besteht und damit korrosionsbeständiger ist als die späteren Tanks aus Tiefziehblech. Wenn es Dich beruhigt, kannst du deinen Tank ja füllen, für erforderlich halt ich es jedoch nicht.

PS. Bis zu welchen Temperaturen Dein Kühlerfrostschutz recht, kannst Du "auspindeln": klick!. Solche oder ähnliche Spindeln gibt es sicher auch in Ungarn. Aber bitte nur bei der angegebenen Temperatur des Kühlwasser spindeln!
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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Donnerstag 1. September 2016, 14:28

Siehst Du Bic, dass ist mal ne Ansage, das weiß ich jetzt was ich machen muss. Das Auto steht definitiv von Oktober bis April. Ich war durch Illing und die BA völlig verunsichert. Das mit dem zustopfen der Öffnungen ist ein guter Tipp, denn Spuren von "Tierchen" habe ich schon gesichtet. Ich habe nicht die Absicht mir mehr Arbeit zu machen als notwendig . :D Die Faltgarage ist ein Geschenk meiner Kinder. Na gut, dann stelle ich nächsten Sommer den Skoda in die Garage und den Warti mit Faltgarage ins Freie. :smile: Und nein meine Reifen sind nagelneue Heidenauer

So ab heute sind es noch 4 Wochen und dann geht es wieder nach Oldgermany

Grüße Dieter

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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 1. September 2016, 14:45

ungarn W311 hat geschrieben:Na gut, dann stelle ich nächsten Sommer den Skoda in die Garage und den Warti mit Faltgarage ins Freie.

Musst Du doch nur machen, wenn sich Besuch angekündigt hat - ist gemein, ich weiß :shock: Ich habe aber auch so ein Teil, allerdings aus diffusionsoffenem Material (sagt zumindest der Hersteller). Das nehme ich jedoch nur im Sommer, wenn das Auto im Carport steht. Dies vor allem als Staubschutz (wir haben hier regelmäßig tatsächlich Sand- naja nicht Stürme sondern Winde) und als Schutz vor dem "Bombardement" eines Schwalbenpärchens (+ den "Treffern" von 2 mal 5 Jungen) welches jedes Jahr im Carport nistet.
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Re: Winterfestmachung W311

Ungelesener Beitragvon olaf » Donnerstag 1. September 2016, 17:15

zu dem Tehma Tiere habe ich mal ein paa Fotos.
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