Schaltprobleme im Sommer

Die Fachbeitäge zum Thema Getriebe sind hier zu finden.

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Gustl
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Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Montag 28. Juli 2014, 09:17

Schönen Vormittag liebe Wartbürger,

ich habe leider mehr und mehr das Problem, dass sich das Getriebe mit steigender Temperatur immer schwerer schalten lässt(353W `84). Sowohl die Synchronisierung als auch die "Schwelle" zwischen 1,2 und 3,4 werden dann zum echten Ärgernis. Wenn das Getriebe richtig warm ist, so arg, dass der Hebel nicht mehr von alleine in die Ebene 3,4 springt. Es bedarf einiges an Kraft, um den Punkt zu überwinden. Kalt ist er schön geschmeidig.

Die Schalthebelmechanik und Umlenkung ist komplett erneuert. Im kalten Zustand auch ganz gut zu schalten. 20-30min Stadtfahrt ändern daran auch nichts, geht es aber auf die Autobahn ist danach das Schalten ein Graus.

Mein erster Gedanke lautet daher Getriebeöl.
Ich fahre zur Zeit ein EP 80W-90 (GL-4) Öl vom Louis(Procycle). Das sollte eigentlich passen, oder? {kratz}
Nun habe ich bei mir in der Nähe einen Oldtimer-Schmierstoff-Händler entdeckt. Der hat sowohl SAE80, SAE90 und SAE80W-90 (alles Gl-3/4).

Was meint ihr?
Bedarf es eines Sommeröles, wie es eigentlich auch empfohlen wird, oder habe ich einfach ein zu billiges Öl drinnen.
Habt ihr auch Schaltprobleme bei hohen Temperaturen?

Beste Grüße aus Wien,
August
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 28. Juli 2014, 09:46

Das von Louis ist doch ein Motorradöl, was mir spontan einfällt.
Aber ob das irgendwelche Auswirkungen hat...?
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 28. Juli 2014, 10:20

Gustl hat geschrieben:Ich fahre zur Zeit ein EP 80W-90 (GL-4) Öl vom Louis(Procycle)

Eigentlich ist dies genau das richtige Öl und der Hersteller tut wenig zur Sache. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass im Getriebe irgend etwas "klemmt", wenn bei großer Wärme das Öl immer dünnflüssiger wird, allenfalls bei bereits verschlissener Synchronisation ist dann ein "gemächlicherer" Gangwechsel angeraten, aber schwergängiger? Ich denke eher, es ist ein Problem bei Deiner Schaltmimik, die Stirnwand (und alle Teile, die hier drauf sitzen) kann im Sommer schon mal über 60 Grd. warm werden (ich merke das am Hauptschalterschlüssel - da verbrenne ich mir fast die Finger dran) und vielleicht klemmt dann hier irgend etwas durch die Wärmedehnung.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Montag 28. Juli 2014, 11:30

Hmm... Diese Probleme hatte ich auch bevor ich die Gummiteile der Schaltmechanik erneuert habe. Leider ist es geblieben.
Besonders der Wechsel 1,2 auf 3,4 ist wirklich ekelhaft schwer. Drücke ich die Vorwählstange ab, geht alles wunderbar leicht.... Scheint also vom Getriebe auszugehen, nicht? {kratz}
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon henner2203 » Montag 28. Juli 2014, 15:06

Hi Gustl,

ich kenne das Problem. Nimm ein etwas dickeres Öl und dann müsste es gehen.
Bei einem Wartburg ist es übrigens ähnlich, wie bei dir, nur nicht so extrem.

Andererseit schaltet das Getriebe sich dann im kalten Zustand schlechter.....

VG
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Montag 28. Juli 2014, 17:05

Gustl hat geschrieben:.... Drücke ich die Vorwählstange ab, geht alles wunderbar leicht.... Scheint also vom Getriebe auszugehen, nicht? {kratz}

Ich vermute Du eine Lenkradschaltung haben. Verstehe Ich Dir richtig geht die Schaltung von 1-2 und 3-4 einfach, falls Du nicht der Schalthebel verwenden. Also sollte die Fehle im Schalthebel und seiner Lagerungen gewesen und nicht im Getreibe.

Ein Fehle was bei mir mehrmahls geschehen hatte, sind ein abgebrochene Gabel an der Lenkradschalthebel, und denn war der Wartburg sehr schwer zu schalten von 1-2 zum 3-4. Du könntest versuchen der Schalthebel ausziehen. Fällt die Halbschalelagerungen weg ist es sicherlich diese Probleme.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon B1000-RTW » Montag 28. Juli 2014, 18:49

Bissl WD40 auf die Übertragungsschnecke und bei Gelegenheit ausbauen und fetten (nur ein Sprengring).
Viele Grüße vom Preußen aus Sachsen
Olli

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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Montag 28. Juli 2014, 19:40

Hallo Warre,
Danke für deine Hilfe. Leider könnte ich mir nur nicht erklären wie das Temperaturabhängig sein kann. Wie gesagt: es tritt nur bei heißem Getriebe auf... :/
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 28. Juli 2014, 20:14

Gustl hat geschrieben:.... Scheint also vom Getriebe auszugehen, nicht? {kratz}

Trennt Deine Kupplung ordentlich? Bei heißem, dünnflüssigen Öl laufen die Zahnräder bei nicht richtig trennender Kupplung schneller um, da sie nicht vom Öl gebremst werden. Das führt dann auch zu Schaltproblemen.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Montag 28. Juli 2014, 20:17

Die Kupplung steht auch auf meiner Liste. Genauer gesagt der Kupplungszug. Der hat einige mal schon böse geknackt beim Kuppeln, also womöglich schon angerissen.

Nichts desto trotz bliebe trotzdem das 1,2 zu 3,4 Problem. Kommt man an die Rasteinrichtung zwischen den Ebenen ran, ohne das komplette Getriebe zu zerlegen?
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 28. Juli 2014, 22:28

Gustl hat geschrieben:Kommt man an die Rasteinrichtung zwischen den Ebenen ran, ohne das komplette Getriebe zu zerlegen?

Was möchtest Du dann da machen? Zum Einstellen ist da nix. Ich kann es mir immer noch nicht vorstellen, dass es am Getriebe selbst liegen soll. Nimm doch mal einen zweiten Mann und probiert aus, wo es hakt oder klemmt. Einer rührt am Hebel und der andere guckt im Motorraum, wo es klemmt oder eben auch nicht. Sollte durch die Verformung der Gummis erkennbar sein.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Montag 28. Juli 2014, 22:30

Wird gemacht!
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Dienstag 5. August 2014, 17:04

So. Getestet. Es scheint wirklich das Getriebe zu sein. Der Vorwählstangengummi verformt sich zwar auch im kalten Zustand (wirklich leicht geht die 1/2,3/4 Sperre nie) aber wenn das Getriebe heiß ist wird es wesentlich schlimmer. Er wird regelrecht gequetscht.

Kupplungszug habe ich gegen einen neuen (natürlich gut geschmierten) getauscht. Keine Besserung. :(
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 5. August 2014, 18:42

Hhmmm, das ist natürlich traurig. Und jetzt? Da kommst Du wohl um den Getriebausbau nicht herum. Hast du mal probiert, ob die Schaltstange am Getriebe selbst (Verdrehung, Axialbewegung) oder nur die Gangsperren schwergängig sind? Nun gut, hilft ja im eingebauten Zustand auch nicht, es werden wohl die Kugeln/Sperrollen und ggflls. die Schaltstangen verschlissen sein. Vorstellbar ist, dass diese sich bei kalten und zäherem Öl durch die dann größere Restspaltstärke noch einigermaßen leicht auf den schiefen Ebenen der Verringelungskerben bewegen lassen, bei dünnem Öl dann nciht mehr. Das Problem wird man wohl nur durch Zerlegung des Getriebes klären können, hast Du ein Rep.-Handbuch? Über den Rest der Saison würde ich es nun tatsächlich mal mit einem Öl mit höherer Viskosität versuchen, das schadet nicht. Aber keinenfalls mehr als GL4, sonst versaust Du Dir vielleicht noch die Synchronisation und den Freilauf.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Dienstag 5. August 2014, 18:59

Das dürfte somit der "knock-out" für mein Getriebe sein. Hinzu kommt, dass es furchtbar singt. Besonders laut zwischen 70 und 90. Ab 100 ists wieder weg. Klingt als würde man im Rückwärtsgang fahren ;)
Ich tippe aufs Diff bzw dessen Verzahnung.

Auf Ebay gibts grad ne Kleinserie für nen fairen Preis.... Mal schauen wie mein Konto am Ende des Monats ausschaut ;)
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Dienstag 5. August 2014, 20:22

Du meinst doch die Truppe aus Michendorf bei Berlin mit der Kleinserie?

Ich habe leider nur ein gebrauchtes Getriebe für die Knüppelschaltung hier rumliegen. Das hätte ich Dir gesponsert. Ich habe zwar auch ziemlich Ärger mit dem W353er, aber Du bist ein ganzes Stück "besser". Mir ist übrigens ein niegelnagelneues Getriebe für 200Euro zugelaufen. Vielleicht findet sich so etwas für Dich auch.
Mal schauen, wie die Glocken am Getriebe bei mir aussehen. Vielleicht darf ich dann auch Getriebe wechseln.

Grüße Ralf
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 5. August 2014, 20:32

Wie war das gleich? Am Ende des Geldes war noch ziemlich viel Monat über :shock: Aber wenn sich Dein Getriebe sowieso schon so anhört wie ein altes Omnibusdifferential, wird es vielleicht wirklich höchste Eisenbahn. Meinst Du eigentlich dieses Angebot ? Gehört der Anbieter nicht zu den Herren aus Britz? Der schreibt nichts von Gewährleistung und Garantie, da würde ich vorher erst einmal nachfragen. 333,-- € abzüglich 70,-- €, ergo 263,--€ erscheint mir für eine "Generalüberholung" herzlich wenig zu sein. Viel mehr als zwei Stunden kann dann zumindest in Deutschland nicht daran gearbeitet worden sein, wenn denn noch ein bißchen Geld für Teile überbleiben soll. Ich weiß jetzt nicht wie die Teilesituation bei den 353er Getrieben ist, aber für ein 311er habe ich voriges Jahr eine schöne vierstellige Zahl nur für die Teile ausgegeben (habe dafür jetzt aber ein Getriebe im Neuzustand). So schlimm mag es beim 353er ja nicht sein, aber für vielleicht 150,-- € kann dann doch nicht all zu viel an Teilen in die "Generalüberholung" gewandert sein. Also ich würde mir über die Gewährleistung (die der Verkäufer ja schon gesetzlich schuldet) noch eine Garantie zusichern lassen.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 5. August 2014, 20:37

Erhöhte Schwergängigkeit infolge Verschleißes wird übrigens meist
dadurch verursacht, daß über einen längeren Zeitraum hinweg mit
zu niedrigem Getriebeölstand gefahren wird...
Sprich fehlende Wartung. Beispielsweise im Ratgeber Wartburg nachzulesen.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Dienstag 5. August 2014, 20:45

Ja Bic, genau das Angebot meine ich.
Er verkauft ja als gewerblicher... hmm... mehr spuckt wird das Budget (wenn überhaupt) kaum ausspucken... :?
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Dienstag 5. August 2014, 20:50

bic hat geschrieben:Meinst Du eigentlich dieses Angebot ? Gehört der Anbieter nicht zu den Herren aus Britz? Der schreibt nichts von Gewährleistung und Garantie, da würde ich vorher erst einmal nachfragen. 333,-- € abzüglich 70,-- €, ergo 263,--€ erscheint mir für eine "Generalüberholung" herzlich wenig zu sein. Viel mehr als zwei Stunden kann dann zumindest in Deutschland nicht daran gearbeitet worden sein, wenn denn noch ein bißchen Geld für Teile überbleiben soll. Ich weiß jetzt nicht wie die Teilesituation bei den 353er Getrieben ist, aber für ein 311er habe ich voriges Jahr eine schöne vierstellige Zahl nur für die Teile ausgegeben (habe dafür jetzt aber ein Getriebe im Neuzustand). So schlimm mag es beim 353er ja nicht sein, aber für vielleicht 150,-- € kann dann doch nicht all zu viel an Teilen in die "Generalüberholung" gewandert sein. Also ich würde mir über die Gewährleistung (die der Verkäufer ja schon gesetzlich schuldet) noch eine Garantie zusichern lassen.

Garantie für generalüberholte Teile bei dem Preis? Da wird sicherlich die gesetzliche Gewährleistung das einzige sein, was man bekommt. Und das ist ja ausreichend. Es ist ja kein Verkäufer, der sich als "privat" angemeldet hat, um Gesetze zu umgehen. Ausserdem steht zumindest im Angebot, welche Teile mindestens gewechselt wurden. Aber die Teilesituation ist beim 353er nicht so schlecht, dass man nicht auch Alternativen finden kann. Nur muss man etwas Zeit haben, was ich eher als Problem sehe.

Nebenbei ist das Angebot für die Knüppelschaltung :-)
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Dienstag 5. August 2014, 20:54

Das ist es, er bietet es aber auch für Lenkradschaltung an :)
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 5. August 2014, 21:03

Teile sind noch gut verfügbar. (Zumindest für das "richtige" und nicht für
das Zwittergetriebe). Preise z.B. Antriebsglocke = 30€/Stck. bei Project601
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Behandlung sollten die berühmt-berüchtigten 150000Km möglich sein.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 5. August 2014, 21:08

Kolumbus hat geschrieben:Garantie für generalüberholte Teile bei dem Preis? Da wird sicherlich die gesetzliche Gewährleistung das einzige sein, was man bekommt. Und das ist ja ausreichend. Es ist ja kein Verkäufer, der sich als "privat" angemeldet hat, um Gesetze zu umgehen.

Ich habe nichts gegen den Anbieter, aber es ist absehbar, dass es bei Mangelanspüchen zu Problemen kommen wird. Bei einem Gebrauchtartikel an welchem Arbeiten nach einer Leistungsbeschreibung wie "Getriebe wurde geöffnet, begutachtet und ggf. verschlissene Teile sowie Freilauf, Lager und Simmerringe gewechselt, neu montiert und abgedichtet" ausgeführt oder eben auch nicht ausgeführt wurden und bei einer Erwerbsform, bei welcher zumindest ich nicht auf Anhieb sagen könnte, ob diese nun dem Kauf- oder dem Werkvertragsrecht zuzuordnen ist, kann man schon von Glück reden, während der ersten 6 Monate etwaige Mangelanspüchen durchsetzten zu können, danach, also nach Umkehr der Beweislast ist es damit sowieso Asche. Daher kann es nicht schaden, nach einer Garantie zu fragen, mir würden ein halbes Jahr auch bei "nur" 263,-- € nicht reichen.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Mittwoch 6. August 2014, 07:59

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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Mittwoch 6. August 2014, 15:32

Gustl hat geschrieben:http://m.kleinanzeigen.ebay.de/s-anzeige/getriebe-fuer-wartburg/81132515

Für nie im Einsatz aber echt ganz schön dreckig und das mit Öl.

So sollte es fabrikneu aussehen:

Getriebe.jpg


Schlimm ist halt nur, dass Du keine Chance hast, Dir so ein Getriebe mal schnell vor dem Kauf anzusehen.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Mittwoch 6. August 2014, 15:41

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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 6. August 2014, 18:29

Kolumbus hat geschrieben:Dann lieber das da:

Ne, lieber nicht, denn mit einer Beschreibung wie "hat bis zum Ausbau einwandfrei funktioniert" kann ich jeden Schrott verkaufen, ich sichere hierdurch ja nicht zu, dass sich das Teil zum Zeitpunkt des Verkaufs in einem einwandfreie funktionierenden Zustand befindet. Mit einer solchen Formulierung soll dem Erwerber quasi durch die Hintertür untergejubelt werden, dass es durchaus sein kann, dass dieses Teil eben nicht funktioniert.

Kolumbus hat geschrieben:Mit Gewährleistung 1 Jahr laut beigelegten AGB.

Da sind wir wieder beim Thema. Mal davon abgesehen, ob mit diesen AGB die Gewährleistung tatsächlich wirksam eingeschränkt wird (denn die sind so was von schrottig), wer will sich für 150,-- darüber streiten?

Ich persönlich würde lieber die Finger davon lassen (besonders seriös wirkt die Anbieterin nicht gerade) und es vielleicht von privat versuchen und @ Gustl, warum versuchst Du es nicht einmal hier in der Kommunity per Suchanzeige? 353-Getriebe sollten doch noch reichlich rumliegen und wahrscheinlich auch solche, von denen der Besitzer weiß, das sie i.O. sind.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Gustl » Mittwoch 6. August 2014, 18:41

Da gäbe es auch noch eines... Aber 350€ von Privat erscheint mir etwas viel.

http://www.omoma.de/detail.php?anz=7627 ... kel=7B80C2

Edit: Noch eines, aber schon etwas länger online.
http://www.omoma.de/detail.php?anz=75490

Ps: Mir scheint nach wie vor ein gemachtes um 330€ vom Händler mit Gewährleistung trotzdem irgendwie am gscheitesten... :sad:
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 7. August 2014, 20:32

Gustl hat geschrieben:Ps: Mir scheint nach wie vor ein gemachtes um 330€ vom Händler mit Gewährleistung trotzdem irgendwie am gscheitesten... :sad:

Ja, schwere Entscheidung, sicher hast Du recht, wenn als Alternative nur der Kauf von völlig fremd privat bleibt, aber ich dachte, dass hier aus dem Forum Dir einer weiter helfen könnte. Gib doch wirklich mal eine Suchanzeige auf.
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Re: Schaltprobleme im Sommer

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 7. August 2014, 21:04

An Deinen Test glaube ich noch nicht!
Hast Du die Gummis ausgehängt, so daß Du mit der Hand schalten kannst?
Wenn die gesamte Mimik nicht stimmt, wird das Gummi sich IMMER verformen. Es verformt sich auch so schon. Das ist das schöne an Gummi :-)
Also häng die Mimik aus und prüfe, wie es nach oben und unten und rechts oder links am Schalthebel selber geht.

By the way, ein guter Rat am Rande:
Von jeglichen Angeboten lasse ich die Finger, wenn die aus Britz oder aus Bautzen kommen. Das hat rein persönliche Hintergründe aufgrund der Auskünfte von anderen Käufern. Näher gehe ich hier nicht darauf ein. Ich will das nicht bewerten oder diskutieren.

Wenn Du mobil bist, gib eine Anzeige bei Omoma auf. Und die Preisgrenze setze ich für mich bei 100 EUR an.
Getriebe gibt es wie Sand am Meer. Ich habe derer 7 im Fundus und eher nicht gekauft.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!


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