Kupplungsautomat: Randfeder / Tellerfeder

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Kjeld
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Kupplungsautomat: Randfeder / Tellerfeder

Ungelesener Beitragvon Kjeld » Sonntag 20. Dezember 2015, 14:14

Hallo zusammen,

original ist beim 311/312 (auch bei frühen 353???) eine Randfederkupplung verbaut. Ich habe das bei meinem auch wieder vor, obwohl quasi von aussen unsichtbar.
Ich habe aber keine Erfahrung mit dieser Automatenausführung. Sind Unterschiede zur Tellerfederkupplung spürbar? Wart Ihr bei Euren Fahrzeugen auch original-konsequent oder seid Ihr auf die moderne Variante ausgewichen?
Ich habe im WHIMS gelesen, dass man die Randfederkupplung nicht mit Wickelbelag zusammen verbauen soll. Ich habe in meinem Fundus auch noch neue Scheiben mit ungewickeltem Belag und mit runden Gummis statt Federn als Drehschwingungsdämpfer. Das Wartburg-Wiki hat mir da bei der Zuordnung sehr geholfen. Danke an York und alle anderen Mitwirkenden hierfür!

Kann mir jemand erklären , was es beim Automaten mit unterbrochener und nicht unterbrochener Druckplatte auf sich hat und worin der Sinn dieses technischen Unterschieds besteht?

Ich wünsche noch einen frohen 4. Advent.

Gruß, Kjeld

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Re: Kupplungsautomat: Randfeder / Tellerfeder

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Sonntag 20. Dezember 2015, 18:13

Mein erste Wartburg 353 Bj.1967 hatte ein Kupplungsscheibe mit Runden Gummis statt Drehschwingungsdemperfedern. Ich könnte der runde Gummis nicht empfehlen, mein Wartburg hat irgendwenn als ein Känguru gefahren.

Jetzt habe Ich ein Tellerfeder in mein Wartburg 353 Bj. 1968. Fährt gut aber einige Finger hat zerbrochen, so es sind die zweites Tellerfederautomat. Doch sind eine Küpplung mit Randfedern geschafft. Wenn Ich der originale Motor renoviert haben, sollte diese Randfederküpplung montiert werden. Nach meine Erinnerungen war es ursprunglich so ausgerüstet.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Kupplungsautomat: Randfeder / Tellerfeder

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 20. Dezember 2015, 22:11

Ja, die Randfederkupplung war noch sehr lange Serie. Jedenfalls länger, als man anhand der relativen Seltenheit der Teile denken könnte.

Die Randfederkupplung neigt einfach mehr zum Rupfen. Dort muss die Einstellung der drei Hebel stimmen. Näheres weiß ich - tellergefedert Kuppelnder - aber auch nicht.

Der alte Drehschwingungsdämpfer darf lt. Ihling nur für Getriebe 311 und 312 verwendet werden, nicht für 353. Denkbar wäre, dass der direkt an der Eingangswelle liegende Freilauf sonst zu viel bekommt, von den Drehschwingungen des Motors. Ist andererseits beim B1000, der den alten DSD noch lange hatte auch nicht anders...

Die Sache mit der unterbrochenen Druckplatte hat meineserachtens rein fertigungstechnische Gründe. Man hat zur Befestigung einfach mit eingesenkten Schrauben durchgeschraubt, dass dann aber zur Verwendung des Wickelbelages, der davon zerfetzt wird, eben etwas aufwändiger (Stehbolzen bzw. Sacklöcher) gelöst.
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Re: Kupplungsautomat: Randfeder / Tellerfeder

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Montag 21. Dezember 2015, 12:12

Warre 1000 hat geschrieben:Mein erste Wartburg 353 Bj.1967 hatte ein Kupplungsscheibe mit Runden Gummis statt Drehschwingungsdemperfedern. Ich könnte der runde Gummis nicht empfehlen, mein Wartburg hat irgendwenn als ein Känguru gefahren.

Beim blauen 311 habe ich leider die gleiche Erfahrung gemacht. Tellerfederautomat + Scheibe mit Gummifedern rupfte heftig.

Ansonsten ist bei Tellerfedern der Literatur zufolge die Pedalkraft geringer und die Kraftkennlinie am Pedal anders. Sprich: Bei der Tellerfeder steigt die Pedalkraft bis zu einem Maximum und fällt zum Ende des Pedalwegs wieder leicht.
Bei Randfedern nimmt die Kraft über den Pedalweg einfach nur linear zu.


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