311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Die Fachbeitäge zum Thema Getriebe sind hier zu finden.

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311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 5. August 2010, 09:04

Nach dem ich mich auf Grund der Probleme mit meinem Tauschgetriebe

(siehe auch -> 311 Mitnehmer/Antriebe tauschen)

entschlossen habe mein "altes" Getriebe zu regenerieren/optimieren und abzudichten.

Wie man aus den Forenbeiträgen sieht bin ich ja nicht der Erste der sich mit dem 311er Getriebe auseinandersetzt und sicher werde ich auch nicht der Letzte sein.

Bevor es richtig los geht befasse ich mich schon mal auf der theoretischen Ebene mit den 311er Getrieben:

Wie heist doch das Sprichwort, "Grau ist alle Theorie", aber GRAU ist dank Detlef hier im Forum auch die Getriebepraxis {top}

-> Getriebeüberholung 311 von Detlef Grau » Mi 6 Feb 2008 18:08:4

und was hier auch noch hergehört ist der Thread

-> Änderungsdokumentation Getriebe W311 von Dreielferschrauber » Mo 7 Dez 2009 23:27:50




Bilder ETK 1964 311 Schaltung und Getriebe
Zuletzt geändert von carsten am Montag 9. August 2010, 22:32, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 5. August 2010, 09:04

311 Getriebe Schnittmodell aus dem Museum

Auf einem Bild sind auch meine Kinderchen versteckt ; )

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 5. August 2010, 20:13

Noch ein paar technische Infos zu Werkzeug und Anzugsmomenten:

IMG_0000_1.jpg
Anzugsmomente Getriebe 312 (identisch mit 311)
aus RH 1966 für 312 und 353


IMG_0001_1.jpg
Auflistung Spezialwerkzeuge aus RH 1963


IMG_0002_1.jpg
Auflistung Spezialwerkzeuge aus RH 1963
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 5. August 2010, 20:33

Und passend zur Ersatzteilliste und den Anzugsmomenten, hier die Übersetzung der Schraubengüte in die aktuelle Norm.

Außerdem sind auch noch die passenden Anzugsmomente tabellarisch aufgelistet.

http://werkzeuge.ingersollrand.de/pdfs/ ... rauber.pdf
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Donnerstag 5. August 2010, 21:48

Super Zusammenstellung, ich muss ja demnächst auch noch mal an mein Getriebe, ich mache vorher am besten noch mal Bilder
damit wir unsere Wette zumindest halbwegs abschließen können... :-|

Gruß Maddin

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Tom » Donnerstag 5. August 2010, 22:20

Schöne Zusammenstellung, Carsten!

Und das Getriebe-Schnittmodell in Eisenach hast Du auch sehr genau inspiziert ... :smile:

Bei Deiner Anzugsmoment-Tabelle ist mir aufgefallen, daß komischerweise die Momente der 5.6er Klasse durchweg unter denen der 4.8er liegen. Wie geht denn das?

Schönen Gruß
Tom
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 6. August 2010, 00:02

Tom hat geschrieben:Schöne Zusammenstellung, Carsten!

Und das Getriebe-Schnittmodell in Eisenach hast Du auch sehr genau inspiziert ... :smile:

Bei Deiner Anzugsmoment-Tabelle ist mir aufgefallen, daß komischerweise die Momente der 5.6er Klasse durchweg unter denen der 4.8er liegen. Wie geht denn das?

Schönen Gruß
Tom


Ich schätze mal, dass hier die höhere Zahl nach dem Punkt entscheidend ist. Die allermeisten Tabellen fangen bei 5.6 an.

Eine weitere Tabelle habe ich noch gefunden, da ist der Unterschied zwischen 4.8 und 5.6 auch so, dass die 4.8er ein höheres Anzugsmoment haben.

Hier gibt es übrigens noch mehr praktische Tabellen für die Werkstatt.

Quelle: http://www.metalltechnik.wakru.de/downl ... _01-06.pdf - Seite 11

Und wer richtig tief einsteigen will, oder auch nur eine passende Bezeichnung für eine Schraube sucht guckt hier -> http://www.schrauben-lexikon.de/
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 6. August 2010, 00:24

Martin Rapp hat geschrieben:Super Zusammenstellung, ich muss ja demnächst auch noch mal an mein Getriebe, ich mache vorher am besten noch mal Bilder
damit wir unsere Wette zumindest halbwegs abschließen können... :-|

Gruß Maddin


Ich sag nur 2,5 Liter auf 1000 km. -nixwissen-
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 6. August 2010, 00:37

Tom hat geschrieben:Schöne Zusammenstellung, Carsten!

Und das Getriebe-Schnittmodell in Eisenach hast Du auch sehr genau inspiziert ... :smile:


;--) Danke schön.

Ich wusste ja schon was mich erwartet, daher habe ich die Gelegenheit genutzt, zumal die Kids beschäftigt waren.

Das letzte Mal, war ich mit meinem Coupe 1996 in Eisenach (oh Gott, das kann ich selber kaum glauben).

1998 dann noch mal mit dem Trabi Kübel zur Rallye Wartburg, weil das Getriebe vom Coupe im Eimer war. Getauscht gegen ein gut aussehendes, das war aber noch kaputter.

Damals sah die Sammlung noch völlig anders aus und war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Bilder habe ich da noch mit der analogen Kamera gemacht, deshalb sind da uch nur wenige Bilder entstanden unter anderm 3 unscharfe Bilder vom 353er Schnittgetriebe.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Freitag 6. August 2010, 15:29

Sehr schöne Bilder vom Schnittmodell des Getriebes. und wunderbare Details sind erkennbar :smile:

Wer von Euch verwendet denn noch die Sicherungsbleche für die 8er Schrauben des Kupplungsautomaten?
In den meisten Fällen sind da Federringe drunter :smile:

Befürworter originaler Substanz werden sicherlich ein wenig traurig sein, daß auf den meisten Schraubenköpfen keine Herstellerangaben (ESKA;Rasche) zu erkennen sind, aber es ist ja ein Schnittmodell, und noch dazu ein ganz feines :smile:

.....der Gang beim zerlegen ist ein ganz anderer :-|

Egal, wie auch immer, ich bleibe bei meiner These, daß man 8 Getriebe zerlegen kann und dabei achtmal feststellt, das immer wieder das selbe defekt ist, nur die Ausmaße sind sicherlich verschieden. Darum bin ich immer sehr vorsichtig, ein immer gut gelaufenes Getriebe einfach einzubauen. Ich erinnere mich an einen Beitrag von Peter, der sein Getriebe nur wegen Freilaufproblemen und Abdichtung (denk ich) bei Herrn Helbing hatte und der solche Innereien noch nicht gesehen hatte. Und das will schon was heißen {Du Du}
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 8. August 2010, 22:49

Detlef Grau hat geschrieben:Egal, wie auch immer, ich bleibe bei meiner These, daß man 8 Getriebe zerlegen kann und dabei achtmal feststellt, das immer wieder das selbe defekt ist, nur die Ausmaße sind sicherlich verschieden. Darum bin ich immer sehr vorsichtig, ein immer gut gelaufenes Getriebe einfach einzubauen.


Getriebe war für mich immer ein Buch mit 7 Siegeln, oder mit anderen Worten in die Getriebe habe ich geschaut wie die Sau ins Uhrwerk.

Mein altes (ursprüngliches) Getriebe ist einwandfrei gelaufen, es hat mich nur der Ölverbrauch gestört, deswegen habe ich mir ja ein regeneriertes Getriebe aus verlässlicher Quelle besorgt.

Im Schuppen liegen noch 5 Getriebe, dazu ist noch 1 im Kombi und das alte Coupe-Getriebe liegt ja schon in der Gararage. Sind also 7 Getriebe (das Teil im Coupe nicht mitgezählt) daraus sollte sich doch was machen lassen.

Früher habe ich eben das verbaut, was verfügbar war. Meist musste es auch schnell gehen, das Coupe war ja zu der Zeit noch mein Alltagsauto.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 9. August 2010, 00:22

Kann jemand Fotos und Maße von den Spezialwerkzeugen für das Getriebe 311 zur Verfügung stellen ?

Vielen Dank schon mal
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 9. August 2010, 00:35

IMG_0004_1.jpg
Getriebeübersetzung Gesamtübersicht
Quelle: Schulungsunterlagen Wartburg Getriebe 1985
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 9. August 2010, 13:19

carsten hat geschrieben:Kann jemand Fotos und Maße von den Spezialwerkzeugen für das Getriebe 311 zur Verfügung stellen ?

Vielen Dank schon mal

Ich schau mal, was ich da habe und tu es rein.
Hast Du den Spezialwerkzeugkatalog vom W311 mit Motor- und Getriebewerkzeugen?
Da ist zumindest alles auch bildlich hinterlegt.

Gruß Maddin

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 9. August 2010, 13:48

Martin Rapp hat geschrieben:
carsten hat geschrieben:Kann jemand Fotos und Maße von den Spezialwerkzeugen für das Getriebe 311 zur Verfügung stellen ?

Vielen Dank schon mal

Ich schau mal, was ich da habe und tu es rein.
Hast Du den Spezailwerkzeugkatalog vom W311 mit Motor- und Getriebewerkzeugen?
Da ist zumindest alles auch bildlich hinterlegt.

Gruß Maddin


Ja, den habe ich, ist aber leider von den Bildern her nicht sehr ergiebig.

Kann ihn ja bei Gelegenheit mal hochladen.

Besonderes Interesse habe ich an dem Werkzeug G12 W-86914/1.
Zuletzt geändert von carsten am Mittwoch 11. August 2010, 22:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 9. August 2010, 16:20

Ich habe den Katalog auch digitalisiert und retuschiert, daher frage ich... :-|

Gruß Maddin

PS: wegen dem Werkzeug schau ich mal, ob ich das habe.

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 9. August 2010, 23:36

Heute habe ich mich mal ans Reinigen und Zerlegen meines alten Wartburggetriebes gemacht.


Bilder Getriebeüberholung Teil 1

Als erstes wurde ein billige Wanne/Plastikkiste besorgt.

Dann ein paar Fotos vom Urzustand gemacht.

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Was bedeuten denn eigentlich die eingeschlagenen Zahlen?

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Und weiter geht’s mit schmutzigen Bildern.

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Metallspäne am Magneten der hinteren Ölablassschraube. Keine großen Teile nur Metallstaub, der von den Feldlinien zu Stacheln geformt wird.

Schraube wieder rein und es folgte die Reinigung mit Bremsenreiniger, den Geruch habe ich jetzt noch in der Nase.

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So kann man das Getriebe Standsicher abstellen.

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Markierungen von 1998, als ich gleich 2 mal das Getriebe tauschen durfte. Das zweite Getriebe (das jetzt auf der Werkbank liegt) hat damals eine schöne Ölpfütze in die Werkstatt gezaubert, da auf der linken Seite der Simmerring fehlte. Aus dem Ausgebauten habe ich dann die Einstellmutter mit Simmerring in das schon eingebaute Getriebe transferiert. Ich habe beim Ausbau die Umdrehungen zum Lösen gezählt und mir die Position beim herausnehmen gemerkt. In gleicher Position wurde die Einstellmutter dann angesetzt und mit den gezählten Umdrehungen wieder festgezogen.

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Zum Demontieren der Kupplungsglocke müssen die 5 Muttern in der Glocke entfernt werden und eine Mutter unterhalb der Kupplungsglocke.

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Jetzt kann die Kupplungsglocke abgenommen werden. Einfacher gesagt als getan. Trotz Schonhammer tut sich nur ein kleiner Spalt auf.
In den habe ich dann Kunststoffspachtel gesteckt, damit der Spalt offen bleibt.
Dann habe ich mit Holzkeile links und rechts zwischen Getriebe und Kupplungsglocke getrieben.
Danach habe ich auf beiden Seiten zwei übereinander liegende Keile hineingetrieben, bis sich die Glocke vollständig gelöst hat.

WICHTIG: Die Keile nicht zu weit hineintreiben, da sich hier auch das Tellerrad befindet.

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Das Schwarze links von den Keilen ist übrigens das Tellerrad.

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Rückseite Kupplungsglocke.

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Alle Papierdichtungen waren an dem Getriebe übrigens zwei mal vorhanden (doppellagig montiert).

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Ölablassschraube mit Magnet. Fast kein Metallabrieb angesammelt.

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Ausgleichsgetriebe.

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Kein fühlbarer Verschleiß (Nut) durch den Simmerring in der Getriebeglocke.

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Sicherungsstift in der Kupplungsglocke kurz vorm Herausfallen. Das hätte nicht mehr lange gehalten.

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Schaltdeckel mit 7 Schrauben befestigt. Beim Lösen den Deckel festhalten und vorsichtig abnehmen. Rechts sind drei Federn und Kugeln, die die Schaltstangen arretieren.

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Blick auf die Kugeln und die Vertiefung in der Schaltwelle, in die die Kugel gedrückt wird.

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Für alle die wissen wollen wie der Ölstand im Getriebe tatsächlich ist.

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Einbaulage und -position der Federn und Kugeln Kennzeichnen.

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Hinteren Deckel entfernen und Einbaulage kennzeichnen.

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Tachowelle nach Lösen von 2 Schrauben herausziehen.

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Tachowelle mit 12 Zähnen.

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Freilaufdeckel mit 6 Schrauben.

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Die Schrauben sitzen Bombenfest. Das werde ich wohl auf Inbusschrauben umrüsten.

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Übersicht der Schraubenlängen.

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Geradebiegen der Sicherungsscheibe auf der Mutter des Tachoantriebes.

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Feierabend.....

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Zuletzt geändert von carsten am Mittwoch 11. August 2010, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 9. August 2010, 23:55

Eine Frage hätte ich mal an die Getriebespezis.

Wie löse ich die Mutter des Tachoantriebes ?

Sicherungsblech ist weggebogen, aber das Getriebe (die Welle) dreht sich, mit.

Wie arretiert Ihr das Getriebe ?
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon rallye311 » Dienstag 10. August 2010, 08:37

Hallo Carsten!

zur Aufnahme des Getriebes verwende ich einen umgebauten 353 Getriebehalter. Den habe ich 1993 für 15DM im AWE gekauft (damals habe ich noch überlegt ob ich ihn mitnehmen soll). Dort wird das Getriebe mit den beiden Schrauben an der Unterseite festgeschraubt. Ist auf dem Foto im Hintergrund zu sehen, bitte nicht auf die Unordnung und Sauberkeit achten, das Getriebe war nur aus Platzgründen montiert.
IMG_3517.JPG

Eine einfache Version eines Halters gibt es auch im Werkstatthandbuch zum nachbauen (Seite 45 in der 63er Anleitung). Zur Not funktioniert auch ein stabiles Winkeleisen dann kann man das Getriebe nur leider nicht drehen.
Zum Lösen der Mutter verwende ich einen Gegenhalter für die Antriebswelle. Der ist eigentlich vom 353, funktioniert aber auch beim 311er. ich glaube die Nummer lautet W420 424/1 (habe gerade die Repanleitung vom 353 nicht zur Hand.

Grüße: rallye311

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 10. August 2010, 11:44

rallye311 hat geschrieben:Zur Not funktioniert auch ein stabiles Winkeleisen dann kann man das Getriebe nur leider nicht drehen.


Ich habe die ganz einfache Variante gewählt. Zwei Schrauben in Gewinde der hinteren Getriebehalterung gedreht. Schraubenköpfe parallel gestellt und in den Schraubstock gespannt.

rallye311 hat geschrieben:Zum Lösen der Mutter verwende ich einen Gegenhalter für die Antriebswelle. Der ist eigentlich vom 353, funktioniert aber auch beim 311er. ich glaube die Nummer lautet W420 424/1 (habe gerade die Repanleitung vom 353 nicht zur Hand.


Die Nummer stimmt.

Eine alte Kupplungsscheibe wäre meine Notlösung gewesen, aber siehe da, so weit ist das vom Original gar nicht weg.

Danke für die schnelle Antwort.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 10. August 2010, 20:27

Irgendwie typisch, 20 Jahre lang horte ich diverse gebrauchte Kupplungsscheiben und transportiere sie kreuz und quer durch die Republik und kaum hat man die ganzen Gebrauchten Dinger entsorgt könnte man eine gebrauchen. Andererseits hätte ich die vor dem Aufräumen und entsorgen sowieso nicht gefunden.

Zwei neuwertige Kupplungsscheiben hatte ich aber noch und auf einer befindet sich sogar ein 8-Kant für einen 32er-Schlüssel.

Die Mutter vom Tachoantrieb habe ich so, ruck zuck, gelöst. Mehr aber noch nicht, weiter gehts (auch mit Fotos) wenn ich mehr Zeit habe.
Viele Grüße

Carsten

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Detlef Grau
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Mittwoch 11. August 2010, 00:01

Sehr, sehr schöne Bilder! Was mich besonders interessiert, bist Du persönlich mit diesem Getriebe gefahren? Wenn ja, kannst Du Dich zuverlässig an die Geräuschentwicklung des Differentiales erinnern? Ich frage das, weil auf den Bildern das Tragbild in den Zahnflanken des Tellerrades scheinbar nicht ausreichend zu sein scheint, das heißt, das das Kegelrad möglicherweise nicht tief genug im Tellerrad gelaufen ist. Mit anderen Worten, das Tellerrad lief zuweit links. Es kann aber auch sein, daß ich das fehldeute, auf manchen Bildern vom Tellerrad scheint das normal auszusehen. Das würde meine These unterstützen, daß man eine falsche Einstellung des Differentiales nicht unbedingt hören können muß :-| Auch würde mich die Laufleistung in diesem Falle interessieren. Das soll in keinem Falle zu schludriger Arbeit animieren sondern einen Vergleich der Laufleistung bei richtiger Einstellung ermöglichen. Das kann uns allen für spätere Zeiten sehr helfen :smile:

Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte da nichts hereininterpretieren, sondern anhand der Bilder darauf hinweisen, wie wichtig auch eine genaue Einstellung des Differentiales ist im Bezug auf den Simmeringwechsel der Mitnehmer ist. Sicherlich nimmt ein lange gelaufenes falsch eingestelltes Tellerrad bei anschließender richtiger Einstellung auch Schaden oder verursacht zumindestens Geräusche. Darum möchte ich anhand Deiner Bilder nochmals das Thema sensibilisieren und Euch anhalten die Sache nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, Da kann man richtig Schaden machen. Daniel hat da bestimmt auch schon einiges gesehen.


Die Mutter des Tachoantriebes läßt sich spielend leicht mit dem Schlagschrauber lösen, zumal nicht unnötig viel blockiert werden muß. Ich hab ne Weile überlegt, warum ich eigentlich nicht diesen Mitnehmerscheibengedanken hatte. Die Mutter des Tachantriebes sitzt ja auf der Kegelradwelle und nicht auf der Antriebswelle. Das geht doch eigentlich nur bei eingelegtem Rückwärtsgang und "hartem" festhalten an der Antriebswelle oder ? Mit ein wenig Fummelei kann man auch das Freilaufgehäuse auch ohne Abnahme des Tachoantriebes abbekommen, geht am einfachsten bei der Ausführung mit entkoppelter Einrückgabel. Dann kann man hinterher wunderbar die Mutter lösen. Zusammenbauen geht so aber nicht {Du Du}

Ich freue mich auf Deine nächsten Bilder.

Könntest Du bitte noch ein paar Bilder von den Zahnflanken des Tellerrades einstellen, das interessiert mich wirklich brennend :smile:
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 11. August 2010, 14:18

Detlef Grau hat geschrieben:Könntest Du bitte noch ein paar Bilder von den Zahnflanken des Tellerrades einstellen, das interessiert mich wirklich brennend :smile:


Bilder Getriebeüberholung Teil 2


Hier schon mal die Bilder für mehr hatte ich noch keine Zeit. Folgt aber umgehend.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 11. August 2010, 18:51

Detlef Grau hat geschrieben:Sehr, sehr schöne Bilder!


Danke schön, da habe ich mich wohl von deinem Beitrag inspirieren lassen. {anbeten}

Detlef Grau hat geschrieben:Was mich besonders interessiert, bist Du persönlich mit diesem Getriebe gefahren? Wenn ja, kannst Du Dich zuverlässig an die Geräuschentwicklung des Differentiales erinnern? Ich frage das, weil auf den Bildern das Tragbild in den Zahnflanken des Tellerrades scheinbar nicht ausreichend zu sein scheint, das heißt, das das Kegelrad möglicherweise nicht tief genug im Tellerrad gelaufen ist. Mit anderen Worten, das Tellerrad lief zuweit links. Es kann aber auch sein, daß ich das fehldeute, auf manchen Bildern vom Tellerrad scheint das normal auszusehen. Das würde meine These unterstützen, daß man eine falsche Einstellung des Differentiales nicht unbedingt hören können muß :-| Auch würde mich die Laufleistung in diesem Falle interessieren. Das soll in keinem Falle zu schludriger Arbeit animieren sondern einen Vergleich der Laufleistung bei richtiger Einstellung ermöglichen. Das kann uns allen für spätere Zeiten sehr helfen :smile:


Das Getriebe hat mir 12 Jahre lang treue Dienste geleistet. Eingebaut habe ich das 1998 als "regeneriertes Getriebe". Eine unübliche Geräuschentwicklung war zu keinem Zeitpunkt (zumindest für mich nicht) feststellbar. Die Fahrleistung kann ich zur Zeit nur schätzen. 18 000 - 20 000 Kilometer seit 1998 dürften aber realistisch sein.

Detlef Grau hat geschrieben:Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte da nichts hereininterpretieren, sondern anhand der Bilder darauf hinweisen, wie wichtig auch eine genaue Einstellung des Differentiales ist im Bezug auf den Simmeringwechsel der Mitnehmer ist. Sicherlich nimmt ein lange gelaufenes falsch eingestelltes Tellerrad bei anschließender richtiger Einstellung auch Schaden oder verursacht zumindestens Geräusche. Darum möchte ich anhand Deiner Bilder nochmals das Thema sensibilisieren und Euch anhalten die Sache nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, Da kann man richtig Schaden machen. Daniel hat da bestimmt auch schon einiges gesehen.


Kein Problem, es gibt zwei Gründe, warum ich mir die Mühe mache alles hier zu dokumentieren:

1. Damit es Andere später leichter haben.
2. Damit die Getriebespezis aufpassen, dass ich alles richtig mache. {top}

Detlef Grau hat geschrieben:Die Mutter des Tachoantriebes läßt sich spielend leicht mit dem Schlagschrauber lösen, zumal nicht unnötig viel blockiert werden muß. Ich hab ne Weile überlegt, warum ich eigentlich nicht diesen Mitnehmerscheibengedanken hatte. Die Mutter des Tachantriebes sitzt ja auf der Kegelradwelle und nicht auf der Antriebswelle. Das geht doch eigentlich nur bei eingelegtem Rückwärtsgang und "hartem" festhalten an der Antriebswelle oder ? Mit ein wenig Fummelei kann man auch das Freilaufgehäuse auch ohne Abnahme des Tachoantriebes abbekommen, geht am einfachsten bei der Ausführung mit entkoppelter Einrückgabel. Dann kann man hinterher wunderbar die Mutter lösen. Zusammenbauen geht so aber nicht {Du Du}


Ich habe einfach einen Gang eingelegt, mit der Kupplungsscheibe gegengehalten und die Schraube linksrum gelöst. Bei diesem Getriebe reicht schon langsames kurzes drehen, dann sperrt der Freilauf.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 11. August 2010, 19:44

Bilder Getriebeüberholung Teil 2
Nun mit Text

Kupplungsscheibe mit 32er 8-Kant
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Wenn man die Scheibe bis zum Ende aufschiebt, liegt die Scheibe an den Gewindestiften an. An der Scheibe befinden sich Metallnasen, die am oberen Gewindestift gegenhalten können. Zum Schutz des Gewindes sollte bei dieser Methode dann aber eine Mutter aufgedreht werden.
Wenn nur eine Scheibe ohne Achtkant zur Verfügung steht können auch 2 Nieten ausgebohrt werden und ein Hebel (Holz oder Metal) angeschraubt werden.
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Zum Lösen Gang einlegen.
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Schraube rausnehmen.
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Hier sieht man das Sicherungsblech.
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So sieht’s unter dem Sicherungsblech aus.
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Sicherungsblech Rückseite, man erkennt, wie es montiert war. Blechnasen an die geraden Flächen.
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Laut Reparaturhandbuch gibt’s für den Tachoantrieb einen Abzieher. Den habe ich aber nicht. Dafür habe ich mir mit zwei normalen Nägeln genommen. Links und rechts den Nagelkopf hinter die Scheibe geführt und von Hand den Antrieb herausgezogen.
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Tachoantrieb.
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Ansicht ohne Tachoantrieb.
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Tachoantrieb Rückseite.
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Hier noch mal Einbaulage Tachoantrieb und Tachowelle.
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Und hier noch mal im ausgebauten Zustand.
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Freilauf gesperrt (aus). Hebel nach vorne (Fahrtrichtung).
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Freilauf entsperrt (ein). Hebel nach hinten (Fahrtrichtung).
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Freilauf gesperrt (aus). Hebel nach vorne (Fahrtrichtung).
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Freilaufglocke
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Die Welle rechts sperrt bei eingelegtem Rückwärtsgang den Freilauf. Sieht man auf den Schnittbildern oben ganz gut.
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Blick auf den kompletten Freilauf.
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Dieses Zahnrad/Ritzel ist zuständig für Freilauf an/aus.

Ritzel ausgerückt. So ist der Freilauf aktiv.
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Ritzel eingerückt (in den Freilauf). So ist der Freilauf gesperrt.
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Ritzel ausgerückt. So ist der Freilauf aktiv.
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Ritzel eingerückt (in den Freilauf). So ist der Freilauf gesperrt.
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Zahnrad/Ritzel für Freilauf an/aus.
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Bezeichnung auf dem Freilauf.
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Tellerradbilder
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Wenn man nur das Getriebe abdichten wollte, wäre man jetzt fast am Ziel. Nur noch Abdichten und Zusammenschrauben. Und die Simmerringe tauschen natürlich. Der an der Kupplungsglocke ist problemlos, zu denen die den Antrieb abdichten gibt’s einen anderen Thread.

Der Hammer auf einigen Bildern ist übrigens nicht zum Einsatz gekommen, der lag da nur weil ich ein paar Dübel in die Wand gezaubert habe.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 11. August 2010, 22:39

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Ich gehe mal davon aus, dass ich eine Tachoübersetzung von 12:5 hatte.

Das Zahnrad zur Tachowelle hat 12 Zähne. Die einzige Paarung mit 12 ist die Übersetzung 12:5 aus 311-1000 Limousine und 312 Limousine.

Nun stellt sich mir die Frage: Erkenne ich die 5 an den 5 Ecken des Tachoantriebes ? Und sind andere Tachoantriebe auch an solchen Ecken erkennbar, oder ist das bloß ein Zufall oder Fertigungstechnisch bedingt ???

Mit dieser Übersetzung in diesem Getriebe passte die angezeigte Geschwindigkeit mit Radialreifen und einem 160 km/h Goldpunkttacho übrigens perfekt in allen Geschwindigkeitsbereichen (konnte ich gut mit dem Navi testen).

Mit dem neuen Getriebe zeigt der Tacho in allen Geschwindigkeitsbereichen eine zu hohe Geschwindigkeit an.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 12. August 2010, 20:22

Bilder Getriebeüberholung Teil 3

Hier noch mal schnell die Bilder, wie man die Kupplungsscheibe ohne Werkzeug arretieren kann.

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Stellung zum Lösen der Muttern auf dem Freilauf.
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Hier noch mal ein paar weitere Bilder vom Tellerrad
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Mal sehen, wann ich Zeit für den Freilauf habe.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 15. August 2010, 22:48

Bilder Getriebeüberholung Teil 4

Und weiter geht’s mit der Demontage des Freilaufes.


Alle Sicherungsbleche sichern die Schrauben linksseitig
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Lösen (entsichern) mit einem kleinen Schraubendreher (und Schonhammer)
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Blech ganz umlegen mit einem großen Schraubendreher (und Schonhammer)
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Eine dieser Schrauben ist nicht wie die anderen....
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14 ist die SW der Originalschrauben.
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Schrauben sind durchgesteckt und mit einer Mutter fixiert.
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Zum Lösen ist das Getriebe mit der Kupplungsscheibe arretiert. Zusätzlich wurden die Muttern beim Lösen mit einem Maulschlüssel gehalten.
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Schrauben und Muttern kommen wieder an die Sicherungsbleche, dann weiß man später noch wo alles hingehört. Links ist übrigens die falsche Schraube zu erkennen.
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und ab auf den sauberen Beistelltisch damit.
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Nun sieht der Freilauf so aus.
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Zum Entfernen des Deckels (Klauendeckel) einen Schraubendreher in den umlaufenden Spalt stecken.
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Schraubendreher im Spalt drehen.
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Schraubendreher im Spalt weiterdrehen und schon ist der Deckel ab.
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Klauendeckel Rückseite.
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Nun sieht der Freilauf so aus.
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Klauendeckel Vorderseite, noch sieht man wo die Bleche saßen.
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Mit der Segeringzange (gibt’s fürn 10er im Toom-Baumarkt) den Segering (Sicherungsring) entfernen.
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...und ab an die Seite damit.
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Der Freilaufkäfig wird einfach mit 2 Schraubendrehern nach vorne gezogen. Die Rollen fallen beim Abziehen in den Käfig. Wenn man vorsichtig ist kann man die Rollen nachher noch den jeweiligen Positionen zuordnen.
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Käfig mit Rollen.
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Drehfeder und dahinter der Freilaufstern.
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Hier noch mal die Drehfeder.
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Abnutzung (siehe auch die Innenseite des Käfigs).
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Einbaulage Drehfeder.
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Freilaufstern, bereit zum Abziehen.
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Käfig mit Rollen und ursprünglicher Einbaulage.
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Bis hierhin und nicht weiter (für heute).
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Dass man für den Freilaufstern einen Abzieher mit schmalen Klauen braucht wusste ich ja schon, aber ich hatte doch gehofft, dass einer von meinen kleinen 2-Arm-Abziehern passt. Da passt aber gar nichts.

Hat jemand zufällig ein Foto oder einen Scan mit Maßen von dem Originalabzieherarm?

Für die Flex war es nun leider schon zu spät, mit fehlt auch noch ein bisschen Material für meine Abzieher-Improvisations-Bastelei.

Ganz rechts auf dem Abzieherbild sehr ihr den heißen Anwärter für die Aufgabe.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Sonntag 15. August 2010, 23:18

carsten hat geschrieben:...Hat jemand zufällig ein Foto oder einen Scan mit Maßen von dem Originalabzieherarm?...

Maße habe ich leider keine, aber ein Foto von dem Abzieher, den ich mir damals geliehen habe. Weil der zu kurz war, habe ich aus stärkeren Messingblechen die Arme verlängert. Hat gut geklappt.
freilaufabzieher.jpg
Beste Grüße
Peter

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 16. August 2010, 09:03

Das abziehen des Freilaufsternens erfordert unter Umständen einen Zweiklauenabzieher höherer Qualität, die sitzen manchmal ganz schön. Unterstützen kannst Du den Abzieher, indem Du den Freilaufstern mit dem Heißluftfön gleichmäßig erwärmst.

Was das Tragbild der Verzahnung Deines Tellerrades anbelangt, hab ich mir mal erlaubt eines Deiner Bilder zur Verdeutlichung zu verwenden.

Diff_ca_1.jpg
Differential carsten Tragbild Tellerrad


Die gelbe Bemaßung soll auf das im Bild erkennbare Tragbild hinweisen. Rot habe ich angezeigt, wo es nach Deinen Bildern nicht zu tragen scheint. Das Verhältnis von gelb zu rot, um es mal so zu nennen, scheint mir nicht den Spezifikationen zu entsprechen, heißt, nach den Bildern müßte die Einstellung zum Kegelrad nicht stimmen.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau


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