311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Die Fachbeitäge zum Thema Getriebe sind hier zu finden.

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carsten
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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 18. Mai 2011, 22:24

onkel_jens hat geschrieben:Schön, schön. Du hast die Dreiarmnabe ja auch schon zerlegt. Die läßt sich etwas schwerer als die Vierarmnabe zusammensetzten, da man sie nicht so gut ineinander verdrehen kann, aber es geht auch. Du hast bestimmt auch ein paar mehr Kugeln bestellt, so daß mal ein wegschießen kann :smile: . Die Sicherungsringe habe ich heute zur Post gebracht. Vielleicht sind sie ja morgen schon da. Hauptsache sie bleiben im Umschlag...


100 Kugeln hatte ich, ein paar liegen bestimmt noch irgendwo in der Werkstatt.

Ich habe mit der 4-Arm-Nabe angefangen und die war echt problematisch. Die 3-Arm-Nabe war dagegen supereinfach. Da schreibe ich aber noch ein bisschen was zu.

Die Vorlegewelle ist jetzt drin und auch die Antriebswelle mit den Gängen ist in Position. Der Bau der Lager-Hülse für die Antriebswelle muss aber leider noch warten, da es nun zu spät ist für Lärm.
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 18. Mai 2011, 22:46

Martin Rapp hat geschrieben:Immer wieder schön, wie man Dir bei Deiner Getrieberegenerierung über die Schultern schauen kann - vielen Dank für die umfangreiche Doku, und die vielen Bilder.
Die vielen Verschleißerscheinungen machen sind mehr als interessant, gerne mehr Carsten. :smile:
Viele Leser hast Du hier sicher.

Gruß Maddin


Danke, freut mich zu hören.

Gibt es eigentlich eine Funktion/Befehl mit dem man einen Seitenwechsel erzwingen kann ?

Die Bilder verursachen zwar wenig Text, aber lange Ladezeiten und einen verzögerten Bildaufbau. Dem könnte man entgegenwirken, wenn der früher eine neue Seite angelegt wird.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 18. Mai 2011, 22:47

Bilder Getriebeüberholung Teil 18

Hier mal der aktuelle Stand, Text schaffe ich erst morgen....
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Mittwoch 18. Mai 2011, 23:44

carsten hat geschrieben:...Gibt es eigentlich eine Funktion/Befehl mit dem man einen Seitenwechsel erzwingen kann ?....

Leider nicht Carsten, da die Seitenlänge sich nach der Beitragsanzahl richtet nicht nach dem Inhalt.
Eine sinnvolle, einfachere Alternative kann Dir aber demnächst angeboten werden... :-|


Gruß Maddin

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Donnerstag 19. Mai 2011, 11:07

wenn ich Carstens absolut fantastischen Foto Love Stories immer so lese, wäre es nicht an der Zeit, daß Du das alles in ein mit dem Forum hier verlinkten Wartburg-Wiki packst? also quasi eine online Reparatur Anleitung/Dokumentation?

Das soll das Forum nicht ersetzen, aber zum nachblättern á la, wie ging denn das, würde man es dort sicherlich schneller finden als hier.

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 19. Mai 2011, 16:25

Zum Schrauben komme ich heute leider nicht, aber ich reiche wenigstens die Texte nach.



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Ersatz für die Kugeln der Synchronisierungseinrichtungen und zur Nadelrollen, nachdem ich so lange gesucht habe musste ich die einfach mitbestellen, wird sicher nicht das letzte 311er-Getriebe auf der Werkbank gewesen sein….



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Der Synchronring hat im Leerlauf keinen Kontakt mit dem Konus des Zahnrades. Unter dem Synchronring kann man hier den Konus erkennen. Beim Schalten wird der Synchronring auf den Konus gedrückt und sorgt dafür, dass Schaltmuffe (der Schaltring mit der Innenverzahnung) und das Zahnrad die gleiche Geschwindigkeit haben und somit Synchron laufen.



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Auch die Gleitflächen der Vier-Arm-Nabe sehen aus wie neu. Hier ist auch noch ein Werksstempel zu erkennen.



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Die Federn habe ich aus den Gleitsteinen herausgenommen und mit einer Reißnadel geprüft, ob die Durchgangsbohrung frei ist.



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Hier mal eine Feder im Detail. Man kann gut erkennen, dass der ehemals runde Federstahl an der Außenseite schon plangeschliffen ist. Da ich keine Neuteile habe und die Funktion ja nach wie vor gegeben ist werden die Federn weiterverwendet.



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Hier müssen jetzt vier Kugeln eingesetzt und gegen den Federdruck heruntergedrückt werden und die Schaltmuffe muss dann darüber geschoben werden.



Wenn es nicht klappt fliegen die Kugel und die Federn durch die Werkstatt. Zum glück fliegen die Federn nicht so weit.



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Nach ein paar erfolglosen Versuchen habe ich mir eine alte Plastikflasche geholt und dünne Steifen als Kugelhalter geschnitten.



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Funktioniert super, aber nur mit 2 Kugeln, da das Plastik-Material zu dick ist.



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Kugel eingesetzt.



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Ring aufgeschoben.





Das Einsetzen der Kugeln hat 40 (in Worten VIERZIG) Minuten gedauert. Ich bin gespannt, wann und wo ich noch Kugeln finden werden.



Am einfachsten wäre das Einsetzen mit 2 Personen gegangen. Mit einer Hand (Daumen und Zeigefinger) kann man gut zwei Kugeln in Position halten. Der Helfer hält die anderen beiden Kugeln in Position. Mit der anderen kann man die Muffe über die Kugeln schieben.



Da es aber alleine gehen musste hat der folgende Weg zum Erfolg geführt. Erst zwei gegenüberliegende Kugeln einsetzten, halten und die Muffe darüber schieben. Dann die Muffe vorsichtig kippen, so dass ein Gleitstein ohne Kugel nach oben kommt und der anderen nach unten. In den freiwerdenden Gleitstein die Kugel einsetzen und unter die Muffe drücken. Nun vorsichtig (sehr sehr vorsichtig) den letzten Gleitstein vorsichtig unter dem Ring heraushebeln, das geht gut mit einem Schraubendreher. Dabei immer aufpassen, dass die anderen Kugeln von der Muffe arretiert bleiben. Die letzte Kugel einsetzen. Muffe darüberschieben und freuen.



Beim dritten Versuch hat das bei mir geklappt. Ich nicht vergessen vorher genügend Kugeln zu besorgen.



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Geschafft. Die Vorlegewelle ist fast wieder komplett. Ob alle Kugeln eingesetzt sind kann man erkennen, wenn man seitlich auf die Gleitsteine schaut.



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Der Schaltbegrenzungsdeckel bekommt die gleiche Einbaulage wie zuvor.



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Die Mit Bremsenreiniger und Druckluft gereinigten Teile wurden übrigens mit frischem Öl wieder zusammengebaut.



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Der Sprengring kommt auch wieder an seinen Platz.



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Die komplettierte Vorlegewelle darf zurück in das Gehäuse.



Weiter geht es mit dem Zahnradsatz der Antriebswelle.



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Synchronisiereinheit des 3. und 4. Gangs. (alt)





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Synchronisiereinheit des 3. und 4. Gangs. (mit neuen Kugeln).

Bei dem Teil hat das Reinigen der Muffe und das Einsetzen der Kugeln 20 (in Worten Zwanzig) Sekunden gedauert.



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Synchronring und Konus.



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So greift die Schaltmuffe auf das Gangritzel. Die Schaltmuffe ist über die 3-Arm-Nabe fest mit der Welle verbunden und dreht sich immer mit. Das Gangritzel dreht sich frei auf der Welle. Beim Schalten von einem Gang in den anderen wird immer der Leerlaufzustand hergestellt, d.h. zwischen Vorlegewelle und Antriebswelle findet kein Kraftfluss statt.



Wenn die Kupplung getreten wird dreht die Antriebswelle frei.



Beim Wartburg gibt es dazu noch die Besonderheit, dass bei funktionierendem und eingelegten Freilauf auch die Vorlegewelle im Schiebebetrieb (also, wenn der Wagen rollt) freiläuft.



Beim Schalten werden nun Synchronring und Schaltmuffe in Richtung des einzurückenden Zahnrades geschoben. Der Synchronring bremst nun die Antriebswelle bis auf die Geschwindigkeit der Vorlegewelle ab.



Ist die Geschwindigkeit synchron, wird die Schaltmuffe auf das Zahnrad aufgeschoben und eine Verbindung zwischen den Wellen hergestellt. Beim Einkuppeln wird nun die Antriebswelle wieder angetrieben und über die gewählte Zahnradpaarung (Gang) die Vorlegewelle angetrieben.



Bei gesperrtem Freilauf sind Vorlegewelle und Kegelradwelle fest miteinander verbunden. Die Kegelradwelle treibt das Differenzial an, und das Differenzial die Vorderräder.



Ist der Freilauf eingeschaltet und funktioniert, dann wird eine Verbindung zwischen Vorlegewelle und Kegelradwelle erst hergestellt, wenn sich die Vorlegewelle schneller dreht als die Kegelradwelle.





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Was passiert aber, wenn Schaltmuffe und Zahnrad gleichschnell drehen und die Zahnung von Schaltmuffe und Zahnrad genau aufeinandertrifft.



Die Schaltmuffe ist zwar fest mit der Welle verbunden, aber der Synchronring kann sich um ein paar Grad drehen. Und zwar so weit, dass die Zahnung ineinander passt.



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Vorlegewelle und Rückwärtsritzel.



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Antriebswelle mit Ritzelsatz in Einbaulage.



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Gemäß dem Reparaturhandbuch wird vor der Montage an dieser Stelle ein Sicherungsring angebracht. An den konnte ich mich aber gar nicht erinnern. Außerdem hätte mir dann ein Ring gefehlt ? Komisch. Ob der beim Zusammenbau vergessen wurde ? Oder ist meine Erinnerung falsch und ich habe ein Teil verloren ?



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Die Antriebswelle wird von der Freilaufseite aus in das Getriebe geschoben.



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Antriebswelle so weit durchgeschoben wie möglich.



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Da das Reinigen mit Bremsenreiniger und Druckluft so schön funktioniert mache ich das auch bei den Rädern des 3. Ganges.



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Hier ist das Ritzel für den 3. Gang eingebaut.



Nun käme eigentlich die Synchronisierungseinheit. Die sieht zwar symetrisch aus, aber irgendwo gab es da doch einen Unterschied, nur wo…?



Nach genauerer Betrachtung ist es mir dann wieder ein-/aufgefallen. Die „Arme“ des Simmerringes sind auf der einen Seite gerade und auf der anderen rund. Ist wahrscheinlich egal, aber ich wollte es doch so zusammenbauen, wie es war. Außerdem haben sich Synchronring und Kegel schon aneinander gewöhnt, sind sozusagen ein eingespieltes Team.



Und auch diesen komische Sprengring hatte ich noch im Hinterkopf. Also schnell an den Rechner und mal nachgeschaut. Schon praktisch, wenn man den Ursprungszustand dokumentiert hat.



So ein Sprengring war natürlich an der Stelle nicht montiert. Laut dem ETK von 1963 ist da auch keiner vorgesehen. Das war wahrscheinlich bei den älteren Versionen/Wellen anders.



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Also noch mal schnell die Antriebswelle wieder ausgebaut und den Sprengring wieder entfernt.



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Hier noch mal der Unterschied des Synchronringes.



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Synchroneinheit eingebaut. Da wo die Welle aus der Synchroneinheit kommt erkennt man die Nut für den Sicherungsring.





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Der Sicherungsring wird aufgeschoben.



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Am linken Ende der Verzahnung ist die Verzahnung abgesetzt. Hier passt genau der Sicherungsring drauf. Dann kann man das offene Ende des Ringes mit einer Segeringzange Spreizen und den Ring auf die Welle schieben.

Am besten schiebt man den Ring bis zu der auf dem Bild erkennbaren Position (ca. 10 mm vor seiner späteren Endlage).



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Dann kann man die Antriebswelle nämlich in Richtung Kupplung schieben und bekommt so genug Platz, um das Zahnrad für den 4. Gang auf die Welle aufzuschieben.



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Auch das Zahnrad für den 4. Gang wurde gereinigt.



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Für einen komfortablen Einbau kann man das Getriebe (noch wiegt es ja nicht so viel) hochkant stellen.



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Das Zahnrad ist am Platz.



Nun wird das Getriebe wieder waagerecht platziert. Die Wellen muss man dabei natürlich ein bisschen festhalten,



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Nun hält man mit einer Hand das Zahnrad des 4. Ganges und schiebt mit der anderen Hand die Antriebwelle in Richtung Freilaufgehäuse. Der Sicherungring wird dadurch in die Nut geschoben. Ob der Sicherungsring richtig in der Nut sitzt kann man kontrollieren, in den man das Zahnrad des 4. Ganges noch mal ein Stück nach links schiebt.





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Jetzt müsste ich Lärm machen, aber das spare ich mir um die Zeit und genieße den lieber Anblick.
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon rallye311 » Freitag 20. Mai 2011, 09:18

Hallo Carsten!

Sieht richtig gut aus. Das mit dem Sprengring hast du ja gemerkt.... Es gibt mindestens drei verschiedene Ausführungen der Antriebswelle in Bezug auf das vordere Lager:
Welle mit Lager 6205: hier sitzt ein Sprenring und eine Distanzscheibe vor und hinter dem Lager
Welle mit Lager 6304: hier sitzt ein Sprengring und eine Distanzscheibe vor und hinter dem Lager
Welle mit Lager 6304: Hier gibt es nur eine Distanzscheibe und Sprengring vor dem Lager (kupplungsseitig)

Bei der ersten Ausführung mit dem Lager 6205 bin ich mir nicht sicher ob es diese nur mit dem geradverzahntem 2. Gang gab oder auch schon mit der Schrägverzahnung. Habe übrigens in meinem 59er das originale Getriebe mit geradverzahntem synchronisiertem 2. Gang verbaut.

Als Tipp noch zur Montage der Lager an der Antriebswelle: Gehäuse vorher schön erwärmen. Zur Montage des hintern Lagers am besten das Getriebe senkrecht stellen, dann rutscht die Scheibe mit dem Keilwellenprofil hinterm Losrad des 4. Ganges nicht so schnell runter.

Grüße: rallye311

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 22. Mai 2011, 01:38

rallye311 hat geschrieben:Es gibt mindestens drei verschiedene Ausführungen der Antriebswelle in Bezug auf das vordere Lager:
Welle mit Lager 6205: hier sitzt ein Sprenring und eine Distanzscheibe vor und hinter dem Lager
Welle mit Lager 6304: hier sitzt ein Sprengring und eine Distanzscheibe vor und hinter dem Lager
Welle mit Lager 6304: Hier gibt es nur eine Distanzscheibe und Sprengring vor dem Lager (kupplungsseitig)

Bei der ersten Ausführung mit dem Lager 6205 bin ich mir nicht sicher ob es diese nur mit dem geradverzahntem 2. Gang gab oder auch schon mit der Schrägverzahnung.


Im ETK Auflage V von 1959 ist noch die 1. Version enthalten: Welle (2. Gang geradverzahnt) mit Lager 6205: ein Sprengring und eine Distanzscheibe vor und hinter dem Lager

Im ETK Auflage VII 1963 ist die 1. Version enthalten: Welle mit Lager 6205 (2. Gang schrägverzahnt): ein Sprengring und eine Distanzscheibe vor und hinter dem Lager (bis FG-Nr. 63 13 032)

Im ETK Auflage VIII 1964 ist die 2. Version enthalten: Welle mit Lager 6304 (2. Gang schrägverzahnt): ein Sprengring und eine Distanzscheibe vor dem Lager und ein Sprengring ohne Distanzscheibe hinter dem Lager. Die Distanzscheiben von Version 1 und 2 sind Unterschiedlich (unterschiedliche ET-Nummern). (ab FG-Nr. 63 13 033)

Im RH 312/353 von 1966 ist der Aus-/Einbau des Getriebes beschrieben gemäß Version 3: Nur eine Distanzscheibe und Sprengring vor dem Lager.

rallye311 hat geschrieben:Als Tipp noch zur Montage der Lager an der Antriebswelle: Gehäuse vorher schön erwärmen. Zur Montage des hintern Lagers am besten das Getriebe senkrecht stellen, dann rutscht die Scheibe mit dem Keilwellenprofil hinterm Losrad des 4. Ganges nicht so schnell runter.

Habe ich genau so gemacht, das bietet auch sich an, wenn man nicht so einen schönen Getriebehalter hat wie du {winken}
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 22. Mai 2011, 02:43

Gestern habe ich die Antriebswelle eingebaut.


Bilder Getriebeüberholung Teil 19

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Aus einem alten Lager entsteht eine Führungsbuchse für die Freilaufseite der Antriebswelle.
Der Aussenumfang wird mit der Flex verkleinert, der Innenumfang mit einem Stabschleifer vergrößert.

Das Lager wurde dabei von den Werkzeugen angetrieben und rotierte ganz ordentlich. Dadurch wurde der Abtrag schon gleichmäßig. Schon erstaunlich, wie gut ein Lager mit zerstörtem Käfig noch laufen kann.




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Das Getriebe wurde auf Hölzer gestellt, die unter das Lager fassen. Da die Vorlegewelle aus dem Gehäuse ragt kann man das Getriebe nicht flach auf die Freilaufseite stellen.

Ich habe 3 Rohre (2 x Aluminium, 1 x Stahl) aus dem Baumarkt besorgt, als Ersatz für den laut Reparaturhandbuch benötigte Einschlaghülse.

Zum besseren Arbeiten, und da die Rohre zu lang waren, um auf der Werkbank damit zu arbeiten und ich zu faul zum Kürzen war, wurde das Getriebe von der Werkbank auf den Fußboden gestellt.

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Auf die Welle links muss das Lager.

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Im Schrauben/Muttern/Scheiben-Fundus habe ich eine passende Unterlegscheibe gefunden.
Ist fast wie bei der Arche Noah, nur dass ich statt zwei 3-4 von jeder Art besorgt habe.

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Das Rohr habe ich auf den Innenring angesetzt und das Lager mit ein paar kurzen, trockenen Schlägen (mit einem Fäustel auf das Alu-Rohr) über den Sitz des 1. Lagers befördert. Das Rohr passt genau auf den Innenring des Lagers.

Bild Bild
Das Gehäuse habe ich im Bereich der Aufnahme mit dem Heißluftgebläse erwärmt.
Dann das Lager auf den 2 Sitz positioniert und die große Scheibe zur optimalen Kraftverteilung auf Innen- und Außenring gleichzeitig.

Das Lager wird dann mit ein paar kurzen, trockenen Schlägen auf das Rohr in den Lagersitz im Getriebe und auf die Welle getrieben. Das Aluminium war zum Einschlagen zu weich, also musste das Stahlrohr ran.

Zwischendurch muss die Unterlegscheibe entfernt werden, da sie größer ist als das Lager und somit nicht in den Lagersitz passt. . Dann legt man am besten ein altes Lager mit großem Innenradius und abgeschliffenen Außenradius auf das neue Lager, die Scheibe auf das alte Lager und bringt das neue Lager in die Endposition.


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Auf dem Foto fehlt die Unterlegscheibe, da ich die erst nachträglich gemacht habe. So sollte man aber das Lager nicht einschlagen, da es sonst ungleichmäßig belastet wird.

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Beim Einbau des Lagers habe ich festgestellt, dass die Hülse auf der Freilaufseite nicht nur zur Führung der Welle beim Einschlagen des Lagers dient, sondern auch die Welle daran hindert sich in Richtung Freilauf (hier also nach unten) unten zu bewegen, da das Lager dann nicht vollständig auf der Welle sitzt.

Nachdem ich das Erkannt habe, habe ich ein zweites Lager auf der Freilaufseite untergelegt und konnte so das Lager auf der Kupplungsseite in die Endposition treiben.


Bild
Dann kommt die Distanzscheibe auf das neue Lager.

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Das Lager wird mit einem Sprengring im Getriebesitz gesichert.

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Die Welle wird ebenfalls mit einem Sprengring über der Distanzscheibe gesichert, das Lager wird so also auf der Welle gehalten.

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Hier noch mal das eingesetzte (geschliffene) Hilfslager und das Lager mit dem größeren Innenring als „Druckstück“.

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Das Hilfslager kann ohne große Kraftanstrengung entnommen werden.

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Nun folgt das Lager auf der Freilaufseite.

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Wellenscheibe.

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Hier wird erst die Wellenscheibe mit Fett eingesetzt, damit sie nicht beim Einbau des Lagers herunterfällt. Da ich das Getriebe aber so positioniere, dass ich das Lager von oben einbaue, kann die Scheibe eigentlich nicht herunterfallen. Egal, ich setzte die Scheibe trotzdem mit Fett an, kann ja nicht schaden.

Der Lagersitz im Gehäuse wird wieder erwärmt. Auch der Innenring des Lagers wird erhitzt.
Dann kommen wieder die große Unterlegscheibe darauf und darüber ein altes Lager. Mit dem Fäustel werden nun auf das alte Lager mit leichten Schlägen gegeben, wodurch das neue Lager auf seinen Sitz befördert wird. Vor der Endposition wird die Unterlegscheibe entfernt und das neue Lager mit Hilfe des alten Lagers in die Endposition befördert.

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Hier die beim Einbau verwendbaren Lager. Recht die Hilfsbuchse, links das Lager mit dem größeren Innendurchmesser.

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Distanzscheibe und Sprengring für den Wellenstumpf.

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Distanzscheibe positioniert, Sprengring noch oberhalb seines Sitzes.

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Fertig. Nun ist die Antriebswelle fertig montiert. Die Antriebswelle ist später 3-fach gelagert, das 3. Lager befindet sich in der Kupplungsglocke.

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Hie noch mal ein Bild, die das Getriebe beim Einbau des Freilaufseitigen Lagers stand.


Vor lauter Freude über den aktuellen Stand habe ich mal den Synchronring ausprobiert und mir dabei am der Verzahnung den Nagel des Mittelfingers eingerissen, aaaaaaaautsch.

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Und als wäre das nicht genug, springen mir beim Schieben des Synchronringes auf den 3. Gang die Kugeln und Federn des Synchronringes entgegen.

So schnell kann es gehen, eben noch euphorisch und nun könnte ich das ……. …….. Getriebe ….. ……..

Ich habe erstmal überlegt, ob ich vielleicht einen Fehler bei der Montage gemacht habe, konnte aber keinen feststellen. Das Problem ist, dass die Schaltmuffe im 4. Gang von dem größeren Zahnrad des 4. Ganges begrenz wird, beim 3. Gang das Zahnrad aber kleiner ist und die Schaltmuffe somit nicht begrenzt wird. Die Begrenzung der Schaltmuffe ist erst bei montierter Vorlegewelle (mit Kegelradwelle) gegeben, da dann die Schaltmuffe gegen die Flanke des Zahnrades des 3. Gangs auf der Vorlegewelle stößt.

Da ich 4 Kugeln gefunden habe, bin ich automatisch davon ausgegangen, dass ich die 4 Kugeln einsetzen muss, also wieder die Vier-Arm-Nabe vor mir habe, was meine Laune nicht gerade verbesserte. Ausbauen kam für mich nicht in Frage, ich war ja froh, dass die neuen Lager eingebaut sind.

Also müssen die Kugeln im eingebauten Zustand eingesetzt werden.

Erster Versuch, die Muffe wird nach rechts geschoben, wo reichlich Platz ist, die 1. Kugel eingesetzt und mit der Muffe blockiert. 2. Kugel eingesetzt und ZACK schießt mir die 1. Kugel gegen die Stirn.

Bild
Die Feder habe ich nach einigem suchen auf dem Boden gefunden.

Dann die Überlegung ein breites Gummiband um die Gleitsteine zu spannen und eine Kugel nach der anderen darunter zu schieben und zum Schluss die Muffe über alle 4 zu schieben.
Ich habe aber leider kein Gummiband in der Garage gefunden.
Bild
Also die Mechanik noch mal genauer betrachtet und festgestellt, das wenn man die Schaltmuffe auf den 4. Gang schiebt die Löcher in den Gleitsteinen, in die Federn und Kugeln eingesetzt werden müssen, halb frei liegen. Wenn man mit dem Schraubendreher den Synchronring im Bereich des jeweiligen Gleitsteines und Richtung des Konus drückt liegt die Öffnung für die Kugel frei und die Kugel kann eingesetzt werden.

Dass habe ich drei mal gemacht und hatte dann eine Kugel über. A ha, die Kugel, die ich auf dem Fußboden gefunden habe war noch von den ersten Einbauversuchen übrig. Nachzählen bestätigt, war zum Glück die Drei-Arm-Nabe.

Die Vier-Arm-Nabe auf der Vorlegewelle hat ja einen Schaltbegrenzungsdeckel.

Bild
Nachdem das Getriebe wieder in dem Euphorie verursachenden Zustand und meine Gefühlswelt wieder in Ordnung war, war Zeit für den Feierabend.

Der Fingernagel musste versorgt werden und für den Einbau der Kegelradwelle wird wieder eine Hilfsbuchse benötigt.

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Begrenzung der Schaltmuffe im eingebauten Zustand.
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon onkel_jens » Sonntag 22. Mai 2011, 09:16

Hallo Carsten,

es geht voran und Zusammenbauen macht Spaß. Die Kugeln der Vierarmnabe hättest du, wie in dem Repraturbuch beschrieben, durch Schrägstellen oder leichtes Verdrehen des Schaltrades einsetzen können. Das geht ganz leicht, da du jede Kugel einzeln einsetzen kannst und dabei dann keine wegfliegt.
Bei der Dreiarmnabe ist mir das auch passiert. Gerade alles eingesetzt und zack, weg waren sie. Das ist dann ganz schönes gefummel im eingebauten Zustand.
Das mit dem fehlenden Sicherungsring kann schon sein. Du hast ja bei Zerlegen schon geschrieben, daß das vordere und hintere Lager die gleichen sind. Also hast du das Lager 6205 wohl nicht verbaut. Dort ist der Innendurchmesser größer und das Lager ist auch nach hinten gesichert.

Gruß Jens

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 24. Mai 2011, 00:42

Heute Kegelradwelle und Vorlegewelle eingebaut.

Bilder Getriebeüberholung Teil 20
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 24. Mai 2011, 18:29

Nun geht es an die Montage der Kegelradwelle, die in die Vorlegewelle geführt wird.

Wichtig ist dabei, dass die Nadelrollen der Nadellager vollständig auf ihrem Sitz bleiben.



Im Vordergrund steht erstmal eine möglichst einfache Möglichkeit die Kegelradwelle einzubauen.



Laut Reparaturhandbuch gibt es dafür eine Hilfslagerbuchse, die auf der Freilaufseite eingesetzt wird (anstelle der Augenbuchse) und eine Einziehwerkzeug für die Welle, das Lager und die Augenbuchse.



Eine Möglichkeit wäre, das Lager in die Augenbüchse zu drücken (geht bequem im Schraubstock) und anschließend die Kegelradwelle in die Vorlegewelle und gleichzeitig in das Lager in der Augenbuchse zu ziehen.



Nachteil dabei ist, dass das Lager dabei auf Zug belastet wird und gegebenenfalls aus der Augenbuchse herausgedrückt wird.



Eine weitere Möglichkeit wäre, die Augenbuchse zu montieren, das alte Lager der Augenbuchse im Außen und Innenmaß zu verkleinern und dann die Kegelradwelle einzuziehen. Anschließend dann das alte Lager entnehmen und das neue Lager einziehen. Leider habe ich mein altes Lager zu einem Nutmutterschlüssel umgebaut.



Wer eine noch eine alte zusätzliche Augenbuchse hat kann auch die zum Einziehen des Lagers und der Augenbuchse verwenden.



Ein paar Ideen habe ich schon, es wird wohl zuerst die Welle eingezogen, dann Augenbuchse mit Lager, mal sehen….







Nachdem ich mir im Vorfeld ja schon so einige Gedanken gemacht habe kam dann doch wieder einiges anders als gedacht.



Vorsichtshalber habe ich die Nutenmutter der Kegelradwelle noch mal fester gezogen.



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Ein passendes altes Lager für die Augenbuchse habe ich leider nicht mehr gehabt, aber ein Lager, das im Außendurchmesser fast passt und im Innendurchmesser zu groß ist.



Der Plan war also, den alten Innenring herunterzuschleifen, damit der in das „neue“ Lager passt.



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Nachdem der Ring einigermaßen passt wurde der in den Innenring des Kugellagers eingeschlagen.

Den eingeschlagenen Innenring habe ich dann mit dem Stabschleifer erweitert und den Außenring des Lager abgeschliffen, damit der Ring in das Lager der Augenbuchse passt.



Was sich hier so kurz liest, hat ewig (70 Minuten) gedauert. Beim Einschlagen sind noch der Innenring- und Außenring des Kugellagers gebrochen. Ich habe jede 2. Kugel entfernt und den Ring geschweißt und wieder geschliffen.



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Hier die Hilfsbuchse im Einsatz.





Beim Auflegen der Nadelrollen hatte ich einen Logikfehler. In eine tiefe Nut auf einer Welle passen mehr Rollen als ein eine Flache….Eigentlich logisch. In ein tiefes Loch passt mehr Material, als in ein flaches Loch.



Hier gilt aber, bei einer tiefe Nut hat die Welle an Boden der Nut einen kleineren Durchmesser (Umfang), als bei einer flachen Nut. Es passen also bei einer tiefen Nut weniger Rollen nebeneinander als bei einer flachen Nut.



Die Rollen liegen so nebeneinander, dass keine großen Lücken entstehen und keine Rolle hochsteht.



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Zur Sicherheit kann man die Rollen auch im eingebauten (Eingesetzten) Zustand nachzählen.

Das Funktioniert ganz gut, und man ist sicher, dass nichts schiefgeht.



Einfach einen Punkt vor eine Rolle machen, mit einer Reißnadel oder einem kleinen Schraubendreher auf die 1. Rolle zeigen und dann die Welle drehen und die an der Reißnadel vorbeikommenden Rollen zählen.



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Hier muss die Kegelradwelle rein. Die Distanzscheiben habe ich auf die Flanschbüchse gezogen.



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Die Welle auf dem Weg ins Ziel.



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Die Welle ist eingeführt, jetzt muss die Kegelradwelle eingezogen werden. Die Flanschbüchse hält das Hilfslager in Position.



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Die Zahnräder stehen in der richtigen Position zueinander. In der Position kann die Welle weder raus, noch runterfallen. Auch die Vorlegewelle steht automatisch richtig.

Der korrekte axiale Abstand der Vorlegewelle zur kann mit der Flanschbuchse eingestellt werden



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Die Bohrungen der Flanschbuches müssen mit den Stehbolzen übereinstimmen.



Statt die Kegelradwelle einzuziehen könnte man die doch auch einpressen…..



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Hier mal der Balkenabzieher in Position. Passt perfekt.



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Weiche Fichtenleisten schützen das Alugehäuse.



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Hier sieht man die Nadelrollen des oberen Lagers auf dem Weg in die Endposition. Hier war noch alle O.K., aber kurz danach stellten sich die Nadeln quer.



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Also die Kegelradwelle wieder herausdrücken.



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Hier sieht man den 1. Lagersitz. Alles super.



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Hier sieht man den 2. Lagersitz. Nachdem ich eine fehlende Rolle im Getriebe und auf dem Boden nicht finden konnte habe eine neue Rolle genommen und sofort danach die fehlende auf dem Schraubstock entdeckt. Ist schon beruhigend, wenn man weiß, dass keine Teile im Gehäuse rumschwirren.



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Da Fett allein, offensichtlich nicht reicht, um die Rollen zu fixieren, binde ich die Rollen mit Bindfaden zusammen, aber ohne festen Knoten, damit ich den Faden später wieder abwickeln und herausbekommen kann.





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Flanschbuchse wieder anbauen und Kegelradwelle einsetzten.



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Lage der Wellen zueinander stimmt.



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Die Nadelrollen mit Bindfaden fertig zum Einziehen.



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Getriebe wieder hochkant gestellt, Flanschbuchse ausgerichtet, Abzieher mit Fichtenleisten angesetzt.



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Unter Druck bewegt ich die Flanschbuchse in ihren Sitz und die Nadelrollen schieben sich in die Vorlegewelle.

Zwischendurch immer mal den Faden nach oben schieben, damit der nicht verschwindet.



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Übersicht.



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Dann den Faden kurz vor Schlussabwickeln und aus dem Gehäuse nehmen.



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Alugehäuse mit Fichtenschonung.



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Kegelradwelle auf der Freilaufseite.



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Manchmal ist Ordnung doch ganz praktisch.



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Die Sicherungsringe mache ich lieber neu.



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Eingebaut und Festgeschraubt, ich freue mich.



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Das Hilfslager kann entnommen werden.



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Hier mal das Fett zum Einsetzen der Nadelrollen, gibt’s bei Louis oder so….



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Augenbuchse schon heiß machen.



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Das neue Lager wird in die Augenbuchse gedrückt. Geht spielend einfach,



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Um das Lager in die Endposition zu bringen nehme ich 2 Nüsse als Druckstempel. Wichtig ist, dass sie auf den Außenring drucken.



Bei dem Versuch die Augenbüchse mit Gewindestangen einzuziehen beginnt das Lager seinen Sitz in der Augenbuchse zu verlassen. Das kann man vermeiden, indem man den Sicherungsring in die Augenbuchse einsetzt, aber das Lager wird mir dann zu stark belastet, da der Außenring nach unten und der Innenring nach oben gedrückt wird.





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So kann ich das Lager über den Innenring auf die Vorlegewelle pressen. Die drei Schrauben (die dritte ist von der Welle verdeckt) werden nach und nach gelöst und drücken so gegen die oberen Unterlegscheiben und den Lagerinnenring.



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Scheiben und Mutter mit Feingewinde.



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Um die Augenbuchse einzupressen wurde ein altes Lager aufgelegt, und gleichzeitig mit der Schrauben auf den Innen- und den Außenring gedrückt.



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Die Augenbuchse ist in Position, das Lager muss aber noch weiter in die Flanschbuchse und auf die Vorlegewelle.



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1. Versuch mit zwei Nüssen und zwei Schrauben. Funktioniert nicht.



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2. Versuch mit dem Balkenabzieher. Der Balken wird auf den in den Befestigungsgewinden der Augenbüchse eingeschraubten Gewindestangen mit Muttern nach unten gedrückt. Die inneren Schrauben drücken als Stempel gleichmäßig auf das Lager (Innen- und Außenring).



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Das hat super funktioniert, nur leider hat sich die Vorlegewelle dadurch bis zum Anschlag (Schaltbegrenzungsblech) verschoben. Ja, ich weiß ich habe vergessen die Welle mit Blechen zu arretieren. PANIK.



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Tief durchatmen und eine Lösung suchen. Mit dem Sprengring auf der Vorlegewelle lässt sich ein Abzieher ansetzen.



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Nun kann die Vorlegewelle an die gewünschte Position gezogen werden.



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Endlage Wellenstumpf und Vorlegewelle.



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Beim Versuch die Gänge durchzuschalten rastet der 1. Gang ein und die Zahnräder überlappen nur halb.

Habe ich etwa das Rad des 1. Gangs verkehrt herum eingebaut, das kann doch wohl nicht wahr sein, das darf nicht wahr sein, nun muss ich alles wieder auseinanderreißen, ich kotze…..Wie konnte das denn passieren ????

Ich könnte heulen…..





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Zum Glück habe ich nicht alles auseinandergerissen sondern noch ein bisschen hin- und hergedreht und in den 2. Gang geschaltet, danach rutsche der 1. Gang in die richtige Position. Jetzt rastet der Gang bei mehreren Versuchen richtig ein.





Wer aufgepasst hat kann nun an den Position der Schaltmuffen den eingelegten Gang erkennen:



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1. Gang (untere Schaltmuffe rechts, gerade Zahnräder im Eingriff.



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2. Gang (untere Schaltmuffe links)





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3. Gang (obere Schaltmuffe rechts)





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4. Gang (obere Schaltmuffe links)



Ich bin glücklich und es ist schon spät, Zeit für den Feierabend…..
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 26. Mai 2011, 00:33

Bilder Getriebeüberholung Teil 21

Hier mal der aktuelle Stand, Text schaffe ich erst morgen....

Differential ist eingebaut, aber noch nicht eingestellt.

Schaltung ist vormontiert, es fehlen aber noch neue Zahnscheiben.
Der 3. und 4. Gang Schalten perfekt, aber 1. 2. und Rückwärtsgang nicht. Scheint an den Schaltwalzen zu liegen.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 26. Mai 2011, 20:19

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Nachdem ich mir beim letzten Schrauberabend auf Grund der späten Stunde das Aufräumen gespart habe, sah es immer noch so wie auf dem Bild aus. Also war erstmal aufräumen angesagt.



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Onkel_Jens hatte von seiner Getriebeüberholung noch Sprengringe für mich über, die ich dankbar angenommen habe. Meine waren schon reichlich geweitet.



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Hier mal ein Blick auf den aufgeräumten Arbeitsplatz.



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Nun kann das Ausgleichsgetriebe (oder auch Differential) zurück in das Gehäuse.



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Ich setze es mal so ein, wie es nach eingebaut ist.



Die Lagerflansche waren natürlich noch stark verschmutzt, so dass ich die erstmal reinigen durfte.



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Den Außenring des Kegelrollenlager kann mal mit einem alten Kugellager herausdrücken.



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Links neues Lager. Mitte altes Lager. Rechts oben, Lager zum Ausdrücken.



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Die andere Seite wollte ich mit dem schon ausgedrückten Außenring des Kegelrollenlagers ausdrücken. Blöde Idee, da nun beide Ringe in der Passung sitzen.



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Mit ein wenig tricksen habe ich beide Ringe aber dann herausbekommen.



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Vergleich der Lagersitze.



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Vergleich altes Lager und neues Lager.



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Zum Einbau des Lagers habe ich das Getriebe auf die Seite gelegt und das Lager angesetzt.



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Laut Reparaturhandbuch wird das Lager auf seinen Sitz geschlagen. Dafür braucht man einen passenden Schlagdorn und eine Hilfslagerbuchse. Da sich hier auch ein M8 Gewinde für die Mitnehmer befindet kann man hier eine Gewindestange einschrauben.



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Eine passende Unterlegscheibe, die genau auf dem Innenring aufliegt ist auch vorhanden.



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Durch Anziehen der Mutter wird das Lager auf den Sitz gedrückt.



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Hier der Lagerflansch mit eingesetztem Außenlager. Am besten von der gezeigten Seite aus einsetzen.



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Den Lagerflansch habe ich angesetzt und das Getriebe daraufgelegt.



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Die Hölzer habe ich zum Einziehen des 2. Lagers (wieder mit Gewindestange) herausgenommen.



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Hier muss ein neuer Simmerring eingebaut werden. Dafür muss der alte heraus.



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Eine 34er Nuss passt.



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Mit der 34er Nuss und einem alten Außenring des Schrägrollenlagers kann der Simmerring herausgedrückt werden.



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Hier der Vergleich alt und neu. Der neue hat eine zusätzliche Staublippe.



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Zum Einpressen kann man wieder eins der alten Lager aus dem Getriebe verwenden.



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Passt.



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Die Einstellmutter der anderen Seite ist etwas dicker, so dass Kugellager den Simmerring nicht bis zum Anschlag einpressen kann.



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Auch hier findet sich wieder eine perfekt passende Unterlegscheibe, die zwischen Ring und Kugellager gelegt wird und ein Einpressen des Simmerringes bis zum Anschlag ermöglicht.



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Passende Papierdichtungen hatte ich noch vorrätig. Ich habe diese sicherheitshalber mit Dichtmittel (Curil rot) eingesetzt.



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Den Flansch habe ich mit ganz leichten Hammerschlägen (Schonhammer) eingeklopft.



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Zum Einstellen kam wieder der Selbstbauschlüssel zum Einsatz.



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So weit so gut. Das Ganze muss nur noch eingestellt werden.



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Zieht man die Einstellmutter auf dieser Seite an, wird das Tellerrad nach links gegen die Kegelradwelle gedrückt. Das Spiel des Tellerrades wird kleiner, bis es irgendwann fest ist.





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Hier sieht man im Hintergrund die Kegelradwellenverzahnung und das Tellerrad.



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Zieht man die Einstellmutter auf dieser Seite an, wird das Tellerrad nach rechts von der Kegelradwelle weggedrückt. Das Spiel des Tellerrades wird größer.



Ich stelle das erstmal nach Gefühl ein und messe dann später noch mal nach.



Weiter geht es mit der Schaltung.



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Vergleich Schaltgabeln 1. + 2. Gang. Die helle ist neu (unbenutzt), die dunkle alt.



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Einbaulage Schaltgabel.



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Gut zu sehen, wie wenig Platz zum Ritzel des 1. Ganges ist.



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Vergleich Schaltgabeln 3. + 4. Gang. Die obere ist neu (unbenutzt), die dunkle alt.





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Vergleich Schaltgabeln Rückwärtsgang. Die alte (ölverschmierte) darf wieder in das Getriebe.





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Schaltwellen mit aufgesteckten Schaltnuten.



Das Reparaturhandbuch ist leider etwas unklar bezüglich des Einbaus der Schaltmechanik. Texte und Bilder stimmen nicht überein. Am besten erst alle Schaltgabeln einsetzen und dann die Wellen einsetzen. Die Wellen von unten nach oben einsetzen. Nach der ersten Welle eine der Schaltwalzen einsetzen. Dann die 2. Welle einsetzen und die 2. Schaltwalze einführen. Zum Schluss die 3. Welle einsetzen.



Ich habe mich an das obige Vorgehen nach und nach herangetastet, deshalb weichen die Fotos ab.





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Gleitstein auf die Welle schieben.



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Oben ist die Welle für den Rückwärtsgang.



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Schaltgabel für den 3. - 4. gang fehlt. Also noch mal die Stange raus.



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Und durch die Schaltgabel für den 3. - 4. Gang führen.



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Hier werden die Schaltwalzen eingesetzt.



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Die erste Schaltwalze kommt zwischen die unteren beiden Wellen. Die zweite Schaltwalze kommt zwischen die oberen beiden Wellen.



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Dann kann die Schraube wieder eingesetzt werden.



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So soll es dann mal aussehen. Da aber die Zahnscheiben unter den Muttern der Kegelschrauben platt sind müssen erst neue besorgt werden. Außerdem sind die Schlitze der Kegelschrauben beschädigt. Hat wohl mal jemand versucht die Kegelschrauben rauszudrehen, ohne die Kontermutter zu lösen.



3.- 4. Gang schaltet super gut (ist die untere Schaltwelle). Die anderen beiden Schaltwelle lassen sich nicht bewegen. Das schaue ich mir aber genauer an, wenn ich mit besseren Kegelschrauben und Zahnscheiben den Zusammenbau fortsetze.



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Die Getriebeglocke muss ich auch noch säubern.
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon rallye311 » Freitag 27. Mai 2011, 09:29

Hallo Carsten!

Das geht ja gut vorwärts. Allerdings hast du schon eine undichte Stelle eingebaut: Unter die Schrauben der Einstellflansche des Differentials gehören die Wellscheiben und keine Federringe. Da ein Gewinde nicht dichtet wird dir später das Öl an dem Federring austreten. Alternativ kannst du die Schrauben mit Schraubenkleber einkleben, dann tritt auch kein Öl aus. Das Gleiche gilt auch für die Gehäuseschrauben am Schaltdeckel und Freilauf bzw. Kupplungsglocke.

Grüße: rallye311

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 27. Mai 2011, 10:36

rallye311 hat geschrieben:Hallo Carsten!

Das geht ja gut vorwärts. Allerdings hast du schon eine undichte Stelle eingebaut: Unter die Schrauben der Einstellflansche des Differentials gehören die Wellscheiben und keine Federringe. Da ein Gewinde nicht dichtet wird dir später das Öl an dem Federring austreten. Alternativ kannst du die Schrauben mit Schraubenkleber einkleben, dann tritt auch kein Öl aus. Das Gleiche gilt auch für die Gehäuseschrauben am Schaltdeckel und Freilauf bzw. Kupplungsglocke.

Grüße: rallye311



Hallo Daniel,

schön dass du so aufmerksam die Arbeitsschritte verfolgst.

Die Flansche waren vorher mit Federringen montiert, die sieht man noch im Hintergrund auf dem Bild mit dem Schonhammer.
Ich hatte mich schon ein bisschen über die Abdichtung an dieser Stelle gewundert. Die Mitnehmer (die mit den Gummis) werden ja sogar mit Wellenscheibe und Dichtgummi eingebaut.
Laut ETK gehören hier auch Wellenscheiben hin. Die werde ich dann beim nächsten Mal auch austauschen. Wahrscheinlich war das einer der Gründe oder der Grund für den steten Ölverlust des Getriebes.

Vielen Dank, ohne den Hinweis hätte ich mir den Fehler wahrscheinlich glatt nicht mehr bemerkt. {beifall} {beifall} {beifall}
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 31. Mai 2011, 23:15

Bilder Getriebeüberholung Teil 22

Heute nochmal mit der Schaltung auseinandergesetzt (die funktioniert jetzt), Kupplungsglocke, Freilaufgehäuse und Schaltdeckel gereinigt

Der detaillierte Text zu den Bildern folgt....

HIER ALS NACHTRAG DER TEXT MIT DEN BILDERN

Eigentlich wollte ich ja gestern Abend noch ein wenig an Getriebe basteln, aber nachdem ich beim Testen der Passfedern gesehen habe, dass sich das Lager der Augenbüchse beim Korrigieren der Vorlegewelle verschoben hat war mir die Lust vergangen.



Aber nachdem ich eine Nacht drüber schlafen konnte ging es am Folgetag frisch ans Werk.





Das Getriebegehäuse sieht zwar schon gut aus, aber alle Anbauteile (Kupplungsglocke, Freilaufgehäuse, Schaltdeckel) benötigen noch Zuwendung.



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Hier die Schüssel für das Großreinemachen (und dazu noch reichlich Bremsenreniger)..



Aber vorher muss das Lager zurück in die Augenbüchse.



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Hier gut zu erkennen, dass das Lager ca. 4 mm zu weit herausschaut.



Das Problem ist entstanden, weil ich beim Einziehen des Lagers in die Augenbüchse vergessen habe die Blechstreifen unter das Begrenzungsblech des 1. Ganges zu legen. Deshalb wurde die Vorlegewelle gegen die Wand zum Ausgleichsgetriebe gedrückt.

Beim Ziehen der Vorlegewelle an die richtige Position hat diese dann das Lager aus der Augenbuchse wieder herausgedrückt.



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Nun also noch mal richtig. Bleche unter die Vorlegewelle gelegt und das Lager zurück in die Flanschbuchse gedrückt.



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Jetzt erkennt man, wo der Sprengring nachher das Lager fixiert. Wenn man den Sprengring einsetzt kann man die Vorlegewelle auch noch ein Stück in Richtung Freilaufgehäuse ziehen. (Dazu den Sprengring an der Vorlegewelle ansetzen).



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Hier der neue Sprengring. Und interessante Werkzeugspuren an den Schaltwellen.



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Die Freilauftrommel wird von einer Passfeder auf der Vorlegewelle in Position gehalten. Sowohl die alte, Passfeder die verbaut war, als auch die „neue“ Passfeder die ich als Ersatz bekommen habe sind von schlechter Qualität und scheinen eher selbstgebaut.



Neue Passfedern (mit eckigen Enden) habe ich nicht gefunden, es gibt aber Passfedern mit abgerundeten Enden. Die habe ich in etwas länger genommen (40 mm) und mit der Flex (dünne Scheibe) abgelängt und gerade gefeilt.





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Hier die selbstbau Passfeder im Einsatz. Passt perfekt und spielfrei. Da die Kraft über die Flanken der Passfeder übertragen wird würde ich hier keine Experimente wagen.



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Mit Bremsenreiniger und Abwaschbürste gereinigtes Freilaufgehäuse. Alle beweglichen Teile wurden danach natürlich geölt.







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Mit Bremsenreiniger und Abwaschbürste gereinigter Schaltungsdeckel. Alle beweglichen Teile wurden danach natürlich geölt.





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Wofür ist eigentlich das Loch im Schaltdom ? Fertigungsbedingt oder für eine Feder ?



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Die Schaltebene kann nur in Mittelstellung gewechselt werden. Außerdem besitzt die Welle Einkerbungen, in die eine Kugel einrastet.



Der Zapfen im Schaldeckel kann sich in zwei Dimensionen bewegen (vertikal: hoch/runter und horizontal: links/rechts)

Dafür, dass die Gänge fühlbar einrasten sorgen horizontal die (3) Kugeln im Getriebe, die unter Federdruck in die Schaltwellenkerben greifen.

Und die Ergänzung dazu ist vertikal eine Kugel, die in die Kerbung der Schaltwelle (Schaltdom) greift.





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Mit Bremsenreiniger und Abwaschbürste gereinigter Schaltungsdeckel.



Der ganze fettige Dreck lässt darauf schließen, dass der Simmerring zur Antriebswelle nicht mehr ganz dicht ist.



Alle beweglichen Teile wurden danach natürlich geölt.





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Ansichten. Das Blech (mit den 2 Schrauben) muss zum Ausbau des Lagers entfernt werden.



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Links der Keilstift, der sich fast verabschiedet hatte.



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Hier der Versuch Simmerring und Lager auszuziehen. Fummelkram, der nicht funktioniert.



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Eine passende Nuss, viel heiße Luft und 2-3 Schläge mit dem Hammer auf die Nuss und das Lager fällt förmlich heraus.



Und wie bekommt man das neue Lager wieder herein ? Entweder einziehen, wie das geht wurde ja schon beschrieben oder à



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Noch mehr heiße Luft, eine passende Unterlegscheibe und ein paar umlaufende (12-3-6-9-Uhr Position) leichte Schläge mit dem Hammer auf die Scheibe und das Lager sucht sich seinen Sitz.



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Der Simmerring lässt sich mit einer passenden Nuss und einem kräftigen Daumen einpressen.



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Zum Schluss noch das Halteblech wieder montieren und die Schrauben durch Umlegen des Bleches sichern.



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Die Dichtfläche der Kupplungsglocke hat an einer Stelle eine Vertiefung. Sieht nach fehlerhaftem Planfräsen aus.
Zuletzt geändert von carsten am Montag 6. Juni 2011, 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 1. Juni 2011, 23:22

Bilder Getriebeüberholung Teil 23

Heute habe ich das Getriebe entdlich wieder vollständig zusammengebaut. Ich habe noch auf ein Päckchen mit Kegelschrauben für die Schaltung, Sicherungsblechen für den Freilauf und einen neuen Freilauf gewartet. Kam leider nicht mehr rechtzeitig an. Also habe ich die alten Teile wieder montiert. Der Freilauf hat ja vorher einwandfrei funktioniert.

Motor und Getriebe vom Coupe sind auch schon ausgebaut. Und das neue Getriene hat seinen Platz auch schon eingenommen, dann wurde es aber leider dunkel.

Der detaillierte Text zu den Bildern folgt....


HIER ALS NACHTRAG DER TEXT MIT DEN BILDERN

Heute wird der Zusammenbau des Getriebes nun endlich beendet.



Bevor die Kupplungsglocke montiert wird muss aber noch das Zahnflankenspiel zwischen Tellerrad und Kegelradwelle eingestellt werden.





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Dafür stellt man am besten das Getriebe auf den Kopf.



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Grobeinstellung habe ich mit einem Stahllineal gemacht, das eine ½ mm Teilung besitzt. Danach habe ich die Messurh angebaut. Die Messuhr montiert man so, dass der Messtaster mittig auf dem mittleren Zahn aufliegt.

Wenn man am Tellerrad dreht kann man die Messuhr nullen und dann in entgegengesetzter Richtung das Spiel messen. Das Ende des Spiels ist gut Tast und Hörbar. Zur Sicherheit kann man auch noch die Kegelradwelle festhalten oder besser richtig arretieren.



Das Prozedere ist dann an mehreren Stellen des Tellerrades (einfach das Rad weiterdrehen) zu wiederholen.

Ab Werk wäre für dieses Tellerrad/Kegelradwelle-Paar ein Spiel vom 0,22 mm vorgesehen gewesen. Da dies jedoch kein neues Paar mehr war und schon aufeinander eingelaufen war habe ich nach Rücksprache mit Daniel einen Wert von 0,35 – 0,44 eingestellt. Man hätte auch versuchen können den Verschleiss der Zahnräder von Tellerrad und Kegelradwelle zu messen und diese Werte der Werksvorgabe (0,22 für diesen Satz) hinzuzuaddieren.



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Wellendichtscheiben und O-Ringe, der Versuch ein hoffentlich dichtes Getriebe zu bekommen.



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Erst der O-Ring, dann der Wellendichtring und dann der Schraubenkopf.



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O-Ring in Einbaulage.



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Hier gehört eine Papier-Dichtung hin.



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Die habe ich in zwei Versionen, dünn und gelb oder grün und etwas dicker.



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Die Zahnung der Antriebswelle wurde mit 2 Fingern eines Gummihandschuhes entschärft, um den Simmerring zu schützten.



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Auf den Dichtungsflansch des Getriebes und auch der Getriebeglocke kommt Dichtmasse (sehr dünner Streifen am äußeren Rand)



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Dann werden Getriebegehäuse und Getriebeglocke zusammengesteckt. Wenn die Zahnung über den Simmerring hinweg ist die Handschuhfinger entfernen.



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Dann das Ganze auf die Getriebeglocke stellen und mit dem Gewicht des Getriebes und dem eigenen Körpergewicht und ein bisschen herumgerüttel beide Teile zusammenfügen.



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Nachdem die Schrauben (auch wieder mit O-Ring und Federscheibe) in der Kupplungsglocke angezogen sind sieht das Getriebe schon wieder aus wie ein Getriebe.





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Dichtmittelkragen am Flansch



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Passtift der Getriebewelle.



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Befestigungsschrauben der Kupplungsglocke.



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Freilauftrommel.



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Vergleich Passstift alt und neu.



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Hinten Passstift, vorne Scheibenfeder (identisch mit denen des Vorderachskonus).



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Die Freilauftrommel läßt sich mit leichten umlaufenden Schlägen auf die Vorlegewelle treiben.



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Segeringvergleich alt/neu.



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Der Segering sichert die Freilauftrommel und die Passfeder.





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Freilauf link gebraucht, rechts neu. Nach messen, vergleichen und abwägen habe ich mich für den alten Freilauf entschieden. Der hat ja bischer tadellos funktioniert und selbst wennn er mal ausfällt kann man ja mit gesperrtem Freilauf fahren. Wie der Wechsel geht weiß ich ja nun, und wenn ich es vergesse lese ich es eben hier nach. ; )



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Die Einbaulage des Freilaufsternes ist durch die Nut für die Scheibenfeder vorgegeben.



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Im Freilaufkäfig kann man die Einbaulage der Feder am Tragbild erkennen. Ich habe aber lieber trotzdem noch mal die Bilder vom Ausbau angeschaut.



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Nun den Käfig mit Feder auf den Stern aufsetzten und den Käfig mit Stern soweit in die Freilauftrommel schlagen, dass die Rollen noch eingelegt werden können.



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Ich habe dann ein Gummi um den Käfig gelegt (Genau so wie es schon der Schrägverzahnte gemacht hat) und eine Rolle nach der anderen von oben darunter geschoben.



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Ein passender Rohrsteckschlüssel zum aufschlagen findet sich auch noch.



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Dann Käfig und Rohrsteckschlüssel halten und mit dem Schonhammer den Freilaufstern mit Käfig auf seinen Sitz treiben. Außerden dabei den Käfig linksherumdrehen, damit die Feder nicht aus ihrer Position springt. So steht im Reparaturhandbuch und so habe ich es dann auch gemacht.



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Käfig und Stern in Endposition. Die Nut für den Segering liegt frei.



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Segering auf die Welle setzen.



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Segering mit dem Schraubendreher in die Nut schieben.



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Es folgt der Klauendeckel. Die Schrauben werden mit Blechen gesichert. Die Ölbohrungen müssen frei bleiben.



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Sperrmuffe für den Freilauf. Bekommt ein bischen Fett.





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Zum einbauen der Sperrmuffe wird diese am besten in die Gabel im Freilaufgehäuse gelegt und mit den Fingern gehalten.





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Vorher aber Dichtmittel auf den Freilaufgehäuseflansch und auf den Flansch des Getriebegehäuses. Eine Papierdichtung auflegen und dann die Sperrmuffe festhalten und das Freilaufgehäuse auf das Getriebegehäuse aufsetzen. Die Teile werden durch Passstifte korrekt zueinander ausgerichtet.



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Die alten Schlitzschrauben werden durch neue Inbusschrauben ersetzt. Das sieht kein Mensch und Montage und (viel wichtiger) Demontage gehen wesentlich einfacher. Zur Sicherheit kann man die Schrauben man neben ihren Einbauort halten, um zu schauen ob die Schraube passt (hier mit O-Ring und Wellenscheibe). Am Freilaufdeckel kommen drei unterschiedliche Schraubenlängen vor.





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Tachoantrieb wieder aufstecken und mit der Blechscheibe sichern.



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Hülse und Antrieb für den Tacho säubern, fetten und wieder einbauen (ohne Dichtung).





Nun also noch die Schaltung montieren. Die Gänge 1+2+R hatten ja ursprünglich geklemmt, aber ich hab die Schaltwalzen noch mal herausgenommen gehabt. Die Borhung in der die Schaltwalzen laufen habe ich noch mal mit Druckluft ausgeblasen und neu geölt.



Die Schaltwalzen habe ich auf ihre Verschleissspuren hin betrachtet und in der alten Lage wieder eingebaut.



Walze 1: Kaum Verschleiss, Schaltwalze Rückwärtsgang. Erkennbarer Verschleiss Schaltwalze 1 + 2.



Walze 2: Erkennbarer Verschleiss, Schaltwalze 1 + 2.. weniger Verschleiss Schaltwalze 3 + 4.



Nun funktioniert die Schaltung einwandfrei.



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Hier sieht man die alten und neuen Zahnscheiben der Kontermuttern der Kegelschrauben. Und ich denke man erkennt, warum die getauscht wurden.



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Kegelschraube mit Zahnscheibe. Darauf kommt die Kontermutter (bei mit mit Loctite noch zusätzlich gesichert).



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Kugen und Federn der Schaltwellenarretierung.



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Zum Prüfen der Funktion können Kugeln und Federn eingesetzt werden. Ich habe die Federn mit einem schon als Abzieherarmverlängerung genutzten Türband in Position gebracht.

So kann man gut testen, ob das Getriebe gut Schaltet und die Gänge ordentlich einrasten.



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Wenn sich die Schaltwellen in Leerlaufposition befinden wird die Synchronisiereinrichtung des 3 + 4. Ganges genau auf die Mitte zwischen 3. und 4. Gangrad gestellt, damit das Getriebe ordentlich schaltet und die Schaltwege zwischen 3. und 4. Gang gleich sind..



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Schaltdeckel vor dem Auflegen. Getriebe in Leerlaufposition. Schalttapfen in Mittenposition (Leerlauf).



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Und wie gehabt. Dichtmittel, Papierdichtung, O-Ringe, Wellenscheiben und Schrauben haltzen den Deckel in Position und hoffentlich dicht.



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Sieht schon wieder aus wie ein Getriebe.





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Abschließend den Deckel des Tachoantriebes mit Dichtung (und in meinem Fall mit Dichtmittel, O-Ringen) und Wellenscheiben montieren.





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Fertig und weil noch Zeit ist kann ja schon mal schnell das alte Getriebe raus.





EINBAU



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Nach einer Stunde ist der Motor raus. Und weil ich beim Rausheben ins Straucheln gekommen bin hat die Schürze ein bischen Lack verloren.





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Nach 1 Stunde Abendessen und Kinder in Bett bringen geht’s weiter.



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Der rechte Antrieb hat sich irgendwie im Mitnehmer verkeilt. Nach einigem probieren (man will ja keine Bremsleitung killen) habe ich mich in/vor das rechte Radhaus gesetzt. Ein Fuß links am Getriebe, einer rechts und dann mit beiden Armen an der Bremstrommel ziehen und gleichzeitig die Beine strecken. Das hat dann ganz gut funktioniert.



Das Getriebe dann mit montierten Mitnehmern herausgefummelt. Irgendwie immer eine Mischung zwischen geht gar nicht und geht überhaupt nicht, auf alle Fälle extrem Sch…..wierig.



Einbau habe ich auch kurz mit angebauten Mitnehmern versucht, aber dann doch lieber den rechten Mitnehmer demontiert. So bekommt man das Getriebe relativ leicht unter dem Federtunnel durch und die Montage des rechten Mitnehmers geht ganz gut. Auf der Seite ist kein Auspuff und kein Hauptbremszylinder im Weg.





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Getriebe ist drin, Achsen sind am Platz und morgen mache ich den Rest.
Zuletzt geändert von carsten am Montag 6. Juni 2011, 19:51, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 2. Juni 2011, 12:18

Und hier noch 2 kleine Videoschnnipsel zum Spiel des Tellerrades/Kegelradwelle

http://www.youtube.com/watch?v=FBMj77_pgWE

und zur Funktion des Freilaufes

http://www.youtube.com/watch?v=2jFiddJ7i-s
Viele Grüße

Carsten

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Gast

Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Gast » Donnerstag 2. Juni 2011, 14:45

Hallo,

meine letzten Nadeln habe ich mit einem dünnen Gummiband eingesetzt. Die Nadeln kann man dann unter
den Gummi schieben. Sie fallen dann nicht weg(Fett selbstverständlich auch).
Den Gummi habe ich beim Zusammenbau drinnen gelassen.
Das ging ruckzuck damit, nachdem ich mir vorher mit anderen Techniken die Karten gelegt hatte.

Freundliche Grüße und alles Gute zum Herrentag
Hanner

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 2. Juni 2011, 22:47

Bilder Getriebeüberholung Teil 24

Motor ist drin.

Fast alles wieder Einsatzbereit. Fehlt nur noch der Choke, der Freilaufzug, die Schaltung muss noch eingestellt werden und am allerwichtigsten ich muss Getriebeöl besorgen.

Ach ja zum alten Getriebe noch, der Hebel für den Freilauf sprang erst nach dem Ausbau mit einem klacken in seine Position. Von Hand läßt der sich nun ca. 5 mm leer bewegen, aber Schalten tut da anscheinend nichts merh. Bin gespannt was da los ist ???

Der detaillierte Text zu den Bildern folgt....
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 3. Juni 2011, 17:04

Der Wartburg fährt wie früher, dem neuen alten Getriebe sei dank.
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon onkel_jens » Freitag 3. Juni 2011, 22:36

Na dann mal meinen Glückwunsch. Da macht das Fahren doppelt soviel Spaß. Vor allem weißt du jetzt immer was passiert, wenn du oben am Hebel rumrührst :) .

Schönes WE

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Samstag 4. Juni 2011, 00:23

Vielen Dank.


K1024_IMG_4843.JPG
Auto hoch und Böcke raus.


K1024_IMG_4841.JPG
Auto runter. Oh Gott, Kinder herablassend sein....


Die ersten Meter mit dem neuen Getriebe

http://www.youtube.com/watch?v=VQb1e6HYor4


Schaltung funktioniert nach einer längeren Einstellarie jetzt richtig gut. Ich hoffe, das bleibt eine Weile so.


26 Kilometer haben wir (Sohn, Auto und ich) heute schon zurück gelegt, zum Waschen und Tanken, zur Dekra (10 Minuten zu spät) und über die Autobahn zurück. Das Getriebe ist beim Fahren (im Stand auch nicht) nicht zu hören.

K1024_IMG_4847.JPG
Mal sehen, ob die Pappe auch morgen noch sauber ist




Meinen allerherzlichsten und aufrichtigsten Dank nochmals an ALLE Unterstützer,

sowohl die, die mit ihrem Wissen geholfen haben und auch denen, die tatkräftig mit Teilen weitergeholfen habe.

Onkel_Jens; danke für die Sprengringe, wie du siehst habe ich die auch ganz brav verbaut.

Daniel (Rallye311); danke für die Nadelrollen und den absolut genialen Nutmutternschlüssel. Das Flankenspiel von Kegelradwelle und Tellerrad habe auf 0,36 - 0,44 eingestellt, wobei 0,36 der kleinste Wert ist und 0,44 der höchste.

Und auch an Herrn H. aus K., obwohl er wohl keinen Computer besitzt, für das defekte Getriebe, ohne das ich mich nie an eine Getriebeüberholung herangetraut hätte und für einen kleinen Getriebegrundkurs vor Ort sowie die schnelle unkomplizierte Ersatzteilbeschaffung.

Fazit:

Eine Getriebeüberholung ist in der heimischen Garage mit relativ einfachen Mitteln und ein wenig Improvisationskunst machbar.
(ich hoffe das Teil hält, sonst blamiere ich mich hier)

Einen Fotoapparat sollte man bei der Demontage des 1. Getriebes auf jeden Fall zur Hand haben und jeden Arbeitsschritt dokumentieren, damit man im Zweifelsfall bei der Montage man nachschauen kann. Sicher ist sicher.

Für die Beschaffung aller Lager, Simmerringe, Kugeln, Zylinderrollen, Scheibenfeder, Passfeder, Sprengringe, Wellenscheibe kann man mit ca. 150 Euro rechnen.

Dann kommen noch Dichtungen (hatte ich noch), O-Ringe (braucht man nicht, wollte ich aber), Dichtmittel (braucht man nicht, wollte ich aber), Inbusschrauben für das Freilaufgehäuse (braucht man nicht, wollte ich aber) und Getriebeöl 2,5 Liter dazu.

Und nicht zu vergessen Kaltreiniger, Bremsenreiniger, Fett, Öl, Bürsten

Für Demontage und Montage Gewindestangen, Rohr, Muttern, Scheiben, Abzieher, Kugellagerauszieher, ....

Wenn man für 100 Euro ein "überholtes" Getriebe kauft hat man mit etwas Glück eine gute Ausgangsbasis. Bei dem überholten Getriebe war eigentlich nichts defekt, ich war nur genervt vom ewigen Ölverlust. Außer den o.g. Teilen wurden nur die Schaltgabeln gewechselt, obwohl auch die noch funktioniert haben (nur wie lange).

Das Hauptlager hatte schon mächtig Spiel und hätte sicher nicht mehr sehr lange durchgehalten. Da gleiche gilt auch für das Lager in der Kupplungsglocke, das fühlbar rubbelt.

Momentan kann ich sagen, ich würde es wieder so machen.

Und wie Onkel_Jens schon bemerkte, ich weiß jetzt, was da im Getriebe passiert, wenn ich einen Gang einlege, herausnehme, wechsle, den Freilauf sperre, etc.
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Samstag 4. Juni 2011, 18:24

Hast Du fein gemacht! :smile: Und Deine sehr detaillierte und präzise Anleitung dazu, mit den zehntausend Fotos, macht mir Dein Getriebe so vertraut, als wäre es meins! :shock:
Beste Grüße
Peter

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 6. Juni 2011, 20:03

WartburgPeter hat geschrieben:Hast Du fein gemacht! :smile: Und Deine sehr detaillierte und präzise Anleitung dazu, mit den zehntausend Fotos, macht mir Dein Getriebe so vertraut, als wäre es meins! :shock:


Vielen Dank, ich bin gespannt wie lange das Getriebe nun hält (und auch, ob ich bei dem Tauschgetriebe die Ursache für das "Freidrehen" finde).

Man hätte auch noch die Lagerluft der Nadellager der Vorlegewelle messen können, das habe ich mir aber gespart und lieber einfach die Lagernadeln erneuert, das mindert auch die Lagerluft.

Auf auf eine Überprüfung des Tragbildes von Tellerrad und Kegelradwelle habe ich auch verzichtet, da Tellerrad und Kegelradwelle wieder die ursprüngliche Lage zueinander haben.

DIe Texte zu den letzten Bildern habe ich übrigens noch nachgereicht. Habe ich oben einfach an die entsprechenden Einträge (22 und 23) drangehängt.

Wenn nur die Ladezeiten nicht wären.....
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Mittwoch 8. Juni 2011, 15:01

Prima :smile: Sehr schöne Dokumentation, die vielen Bilder haben das lesen wegen der manchmal sehr langen Ladezeiten bei meiner geringen Datengeschindigkeit ziemlich spannend gemacht :-|

Sag mal, hast Du den Dichtring der Freilaufsperrwelle auch erneuert?

Meistens ist dieser "O"-Ring aufgerieben, unzulässig hohes Spiel der Sperrwelle führt dazu, weil der Freilauf das Öl ja immer fein in Richtung Welle spritzt, daß dort oben eine beliebte Quelle für Ölverlust zu finden ist.

Das gemeine ist, das man das Spiel erst merkt, wenn die Rückholfeder ausgehängt ist. Noch gemeiner ist, das man das Freilaufgehäuse nur bei ausgebautem Getriebe abnehmen kann.

Das ist aber kein Nörgelei, sondern selbstgemachte Erfahrung ;--) . Bei mir ist dieser Ölaustritt nach einer Getriebeüberholung nur bei Geschwindigkeiten > 80 km/h aufgetreten. Die Suche erschwerte, das ich eigentlich nicht wahr haben wollte, dort einen Fehler gemacht zu haben -roll-

Diesen Fehler macht man nur einmal :smile:
in diesem Sinne

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 8. Juni 2011, 17:15

Detlef Grau hat geschrieben:Prima :smile: Sehr schöne Dokumentation, die vielen Bilder haben das lesen wegen der manchmal sehr langen Ladezeiten bei meiner geringen Datengeschindigkeit ziemlich spannend gemacht :-|

Sag mal, hast Du den Dichtring der Freilaufsperrwelle auch erneuert?

Meistens ist dieser "O"-Ring aufgerieben, unzulässig hohes Spiel der Sperrwelle führt dazu, weil der Freilauf das Öl ja immer fein in Richtung Welle spritzt, daß dort oben eine beliebte Quelle für Ölverlust zu finden ist.

Das gemeine ist, das man das Spiel erst merkt, wenn die Rückholfeder ausgehängt ist. Noch gemeiner ist, das man das Freilaufgehäuse nur bei ausgebautem Getriebe abnehmen kann.

Das ist aber kein Nörgelei, sondern selbstgemachte Erfahrung ;--) . Bei mir ist dieser Ölaustritt nach einer Getriebeüberholung nur bei Geschwindigkeiten > 80 km/h aufgetreten. Die Suche erschwerte, das ich eigentlich nicht wahr haben wollte, dort einen Fehler gemacht zu haben -roll-

Diesen Fehler macht man nur einmal :smile:



Vielen Dank für das Lob, beim Zusammenbauen habe ich doch das eine oder andere Mal die Kamera glatt vergessen.

Das mit den Ladezeiten tut mir Leid, aber bisher gibt es keine Möglichkeit die Bilder auf mehrere Seiten zu verteilen.




Den O-Ring der Freilaufwelle habe ich nicht gewechselt. Witzigerweise taucht dieses Bauteil auch im ETK gar nicht auf (nur in Freilaufgehäuse komplett mit Sperrgabel und Welle). Ich hatte aber noch in Erinnerung, dass ein O-Ring die Welle abdichtet. Spiel der Welle konnte im im montierten Zustand nicht feststellen, ich hatte aber die Rückholfeder auch nicht ausgehängt.

Zum Prüfen der Dichtigkeit der Welle habe ich beim Reinigen Bremsenreiniger innen zwischen Gehäuse und Welle gesprüht. Nach außen kam kein Reiniger durch, obwohl der noch dünnflüssiger als Wasser ist.

Bis jetzt ist das Getriebe auch noch trocken, ich habe ja immer noch eine Pappe unter dem Auto liegen und bisher hat die nicht 1 Topfen abbekommen.
Viele Grüße

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Mittwoch 8. Juni 2011, 18:35

Ich denke auch, dass das funktionieren kann, wenn Bremsenreiniger nicht durchgeht.

Da hilft nur fahren und kontrollieren (und sich vor allem daran zu freuen, daß einem etwas gelungen ist :smile: )

Gute Fahrt !

P.S. Ist doch ein tolles Gefühl, wenn die Sache so funktioniert, wie gedacht und man hinterher einfach nur denkt : So schlimm wars ja eigentlich gar nicht.


Man muß einfach nur anfangen....
in diesem Sinne

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Re: 311 Getriebe, Schaltung, Freilauf

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Donnerstag 9. Juni 2011, 14:40

Eine tolle Dokumentation, die sicherlich mit zu den umfangreichsten hier im ZWF gehört.
Alle Achtung und vielen Dank für dieses Großprojekt, was eben nicht nur in der Garage eine Menge Aufwand forderte sondern auch am heimischen Rechner für diese Dokumentation.
Wegen einer besseren Präsentation Deiner Getriebeüberholung werden wir noch eine Lösung finden denke ich. :smile:

Gruß Maddin


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