Umbau Kühlung

Kühler, Thermostat, Luftaustausch, Innenraumbelüftung etc...

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Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Montag 13. August 2012, 23:31

Hallo,

nach der Fahrt nach Eisenach, ohne Probleme, möchte ich mein Projekt als funktionstüchtig beenden.
Nachdem ich wieder gelesen habe, daß einige Wärmeprobleme hatten, freue ich mich über die gute
Funktion meiner Kühlung. Egal wo oder wie ich fahre, der Zeiger ist gerade hinter dem weißen Strich der
Anzeige. Mit Heizung muß ich nicht fahren. Im Winter werde ich alles genau aufschreiben. Sollte jemand Interesse haben, mache ich es früher.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Mittwoch 22. August 2012, 21:50

Na, das ist ja dann schön.
Nun will ich kein Spielverderber sein, aber es ist nach meiner Erfahrung ein riesen Unterschied, ob man die Kühlung voll auslastet (hohe Geschwindigkeit, Berge, hohe Außentemp.) oder sie nur etwas unterhalb dieser Extreme beansprucht. Bei mir ist es so, dass ich bis ca. 16°C Volllast fahren kann (Autobahn 130), bei 20°C es aber bei 110kM/h überkocht.
Deswegen: Vorsicht bei Empfehlungen (eigene Erfahrung).
Weiterhin viel Erfolg!
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Mittwoch 22. August 2012, 23:41

Hallo Mario,

wieso sind meine Erfahrungen weniger wert wie deine? Bei 16° läuft mein Lüfter noch nicht einmal an.
Du hast das Wetter von Eisenach selbst erlebt. Ich fuhr im Harz und auf dem Rückweg von Nordhausen Autobahn bis Magdeburg. Auch danach fuhr ich zügig weiter(fahre immer 100 wo es möglich ist).
Hatte zwei Räder hinten drauf und meine Frau war mit. Trotzdem hat sich die Temperatur nicht geändert.
Wenn du auf der OMMA bist, komme ich auch. Dann machen wir beide eine Tour, wenn du magst.

Abschließend :
Ich bin mit meiner Anlage sehr zufrieden. Sie läuft ja nun schon 3 Jahre. Und die Heizung mußte ich noch nicht zuschalten.
Also, evtl. bis zur OMMA.
Freundliche Grüße
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Freitag 24. August 2012, 16:11

Hallo Mario,

wenn du selbst so fährst, warum zweifelst du dann an meiner Anlage?
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Freitag 24. August 2012, 22:56

Hallo,

entschuldige!
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Sonntag 26. August 2012, 12:54

Was Mario meinte sind realtiv enge Temperaturbereiche, bei deren Überschreitung das Kühlsystem plötzlich steil an seine Grenzen kommt.
Es verhält sich wie ein wenig ein NiCd oder NiMH -Akku: Leistung bis zum Schluss, dann plötzlicher Zusammenbruch.
Dann hilft nur Heizung zuschalten, oder deutlich Gas wegnehmen oder Landstraße fahren.

Nicht umsonst ist bei den "West"-Autos der Heizungskühler (man beachte den Namen) immer im Umlauf. Absperrhan, wie bei uns, gibts keinen, nur die Luftzirkulation wird geregelt.
So kann man den kritischen Punkt hinauszögern/verschieben. Aber letztendlich können die auch nicht zaubern und bleiben bei zu großer Hitze auch reihenweise liegen, was mich immer herrlich beruhigt.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Dienstag 28. August 2012, 08:34

Hanner hat geschrieben:Hallo Mario,

wieso sind meine Erfahrungen weniger wert wie deine? ....



Hallo
und nein, nein, nein. Sind sie ja nicht! Ich möchte bloß vor einer Pauschalisierung warnen. Was bei Dir und Deinem Fahrstil funktioniert, muss deswegen bei Anderen nicht hinhauen. Ich habe mein Bsp. ja beschrieben. Wartifans Vergleich mit den Akkus ist da recht gut.
Also, nicht böse sein, wollte es Dir gar nicht ausreden. Hm, na zur OMMA komme ich wahrscheinlich nicht, bin nicht so treffengeil. (Wann ist die eigentlich?) Außerdem muss ich bei meinem Warti, neben der Kühlung noch an die Antriebe und/oder dem Getriebe ran.
Gute Fahrt!
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Dienstag 28. August 2012, 14:20

Hierbei dürfte die nahezu konstante Förderleistung des E-Ventilators zumindest der maximalen des motorbetriebenen Ventilators entsprechen, wenn nicht diese sogar überschreiten.


? Nee, nee, der zwangsgetriebene Origiballüfter schaufelt heftigst! Selbst probiert und auch logisch.
Mann muß schon richtig ordentlich E-Lüfterleistung haben um da wenigstens in die Nähe zu kommen.
Ein wirklicher Ausgleich ist dann nur noch über größeren und effizienteren Alukühler drin. Deshalb scheitern auch alle Versuche, eine baulich dafür notgedrungen kleinens E-Lüfterchen mit dem Original-Kühler ausreichend zum Kühlen zu bewegen.

Was zu dem plötzlichen "Leistungseinbruch" führt, ist die Dampfblasenbildung in der Kühlflüssigkeit. Hierdurch wird sodann die Wärmeabgabe vom Kühlmedium an die Umfassungwände des Kühlsystem verhindert, was zu rasant ansteigenden Temperaturen führt. Verhindert man die Dampfblasenbildung durch einen höheren Siedepunkt


Naja, das sei dahingesatellt, ob es die Dampfblasen sind. Fakt ist: Draußen 35 °C Mittagshitze, Autobahn Dauerfahrt deutlich über 120 echte(!) km/h: dann muß der Wärmetauscher mit ran.
Hanner fährt so zügig nicht, hat er selbst gesagt, also kommt er nicht in diese Situation.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Dienstag 28. August 2012, 15:27

Richtig, wartifan. Mit einem elektrischen Druck- (oder noch ungünstiger) Sauglüfter kommt man bei weitem nicht an den Luftdurchsatz des originalen Lüfters heran. Der originale dreht mit deutlich über der Kurbelwelle liegenden Drehzahlen.

Ich selbst habe (mit Luftleitblech) schon vor Jahren einen 300 Watt 280mm Kühlerlüfter hinter einem neuen, verstärkten Mittelkühler installiert und das originale Lüfterblatt entfernt. Erfolg?
Ja, aber eben nicht unter Hochlast auf der Autobahn im Hochsommer. Da war es schlimmer als vorher. In der Stadt bzw. im Stau schaltete sich das Ding aber jeweils nur kurz an, dann waren wieder 80 Grad erreicht.

Letztlich half bei mir nur die Variante mit Zusatzkühler im Fahrtwind, großem Mittelkühler mit Kupfernetz und besagtem 300 Watt Lüfter dahinter um die thermischen Probleme zu beseitigen. Zusätzlich habe ich noch Entlüfter in den Kotflügeln installiert. Irgendwo hier habe ich das schonmal beschrieben, finde es aber gerade nicht. Doch:

http://www.w311.info/viewtopic.php?f=47&t=7875&p=93198&hilit=zusatzk%C3%BChler#p93198

Seit dem kann ich auch bei +35Grad auf der Autobahn dauerhaft alle Pferde abverlangen ohne Kühlmitteltemperaturen über 90 Grad zu erreichen, jetzt im Sommer wieder Balkan- und Alpen erprobt.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Dienstag 28. August 2012, 15:39

@awe309:

Ich habe zwar keine Ahnung, wieviel Leistung Dein elektischer Lüfter aufnimmt (und damit abgeben kann). Weiterhin habe ich keine Ahnung, ob der Luftdurchsatz im F9 vielleicht günstiger als im 353-Jikov ist dennoch behaupte ich, die von Dir realisierte Lösung mit Sauglüfter kühlt schlechter als der ständig mitlaufende Vierflügler aus dem 353 kühlen würde.

Ich wäre wirklich extrem verwundert, wenn diese - durchaus handwerklich saubere - Lösung auch im Hochsommer bei Vollgas auf der Autobahn ohne Heizung Temperaturen unter 90 Grad gewährleistet. Bei mir hat es so definitiv nicht funktioniert.

Wenn es aber in erster Linie darum geht dieses elende Lüftergeräusch zu eliminieren und man auf maximale Kühlwirkung unter allen Bedingungen nicht angewiesen ist, dann ist die von Dir praktizierte Variante absolut ausreichend und empfehlenswert.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 28. August 2012, 15:41

wartifan hat geschrieben:

Naja, das sei dahingesatellt, ob es die Dampfblasen sind. Fakt ist: Draußen 35 °C Mittagshitze, Autobahn Dauerfahrt deutlich über 120 echte(!) km/h: dann muß der Wärmetauscher mit ran.
Hanner fährt so zügig nicht, hat er selbst gesagt, also kommt er nicht in diese Situation.



Es muß auch bedacht werden:
In der orig. Betriebsanleitung steht, die Höchstgeschwindigkeit ist nur für die Dauer von
10 Minuten zulässig. Außerdem lagen ja die erlaubten Geschwindigkeitsbereiche deutlich
unter den heutigen.
Deswegen vermehrt ein Problem der "Neuzeit"....??
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Dienstag 28. August 2012, 16:46

In der orig. Betriebsanleitung steht, die Höchstgeschwindigkeit ist nur für die Dauer von
10 Minuten zulässig


Und was ist bei Sommerhitze bergauf?

Mit einem elektrischen Druck- (oder noch ungünstiger) Sauglüfter kommt man bei weitem nicht an den Luftdurchsatz des originalen Lüfters heran. Der originale dreht mit deutlich über der Kurbelwelle liegenden Drehzahlen.

Danke! Genau so ist es.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Dienstag 28. August 2012, 16:53

@AWE:
Welche Leistung hat dein E-Lüfter am Original-Kühler?
M.E. habe ich den hier bei mir verbaut:
http://www.spalautomotive.com/eng/produ ... P70_LL-36S

Ziele: Wie damals hier beschrieben, ging es mir nicht um Lärm oder Leistung, sondern um auf langen Fahrten nicht den, unterwegs bekanntlich nicht reperablen Zylinderkopf, als Esatz mitnehmen zu müssen.
Mit 2 E-Pumpen und E-Lüfter separiert wird der Zylinderkopf zu einem Teil ohne bewegliche Elemente.
Zuletzt geändert von wartifan am Dienstag 28. August 2012, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Dienstag 28. August 2012, 17:25

Hallo,

wollte mich eigentlich nicht mehr dazu äußern, weil es jetzt schon 3 Jahre funktioniert. Hatte ja alles schon mal geschrieben.
Lüfter ist schon wichtig. Habe einige ausprobiert. Die originalen DDR Lüfter sind zu schwach.Wenn die Werte
interessieren, suche ich sie raus. Hatte sie irgendwo aufgeschrieben.
Dadurch das der Lüfter hinten sitzt, fehlt vorne die Fläche des Lüfters und die Luft kann voll auf den Kühler
treffen. Ich merke schon den Sog des Lüfters, wenn ich die Hand vor den Kühler halte.
Was ich aber für entscheident halte, mein Ableitblech des Krümmers. Dadurch kommt keine warme Luft auf
den Kühler und ich konnte die Bleche entfernen.
Riemenscheibe etwas kleiner damit die Pumpe schneller läuft.
Wichtig auch, Anlage muß sauber sein.
Die Thermostaten dürfen nicht zu spät schalten. Sonst ist die Spanne bis zur Überhitzung zu gering.
Ob man den Wartburg nun immer mit Höchstgeschwindigkeit fahren muß oder sollte, muß jeder mit
sich abmachen. Er ist nun mal kein Mercedes. Ich bin auch zu DDR Zeiten nie Höchstgeschwindigkeit
gefahren(auch durfte man es ja auch nicht). Hatte immer Angst, daß der Motor auseinander fliegt.
Habe aber auch schon mal höhere Geschwindigkeit gefahren(wenn zu Hause in Sicht war-Spaß) bei
hoher Außentemperatur. Auch dann erhöhte sich die Temperatur nicht.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Dienstag 28. August 2012, 17:39

Kundendienstzentrale hat geschrieben:@awe309:

I... Lösung mit Sauglüfter kühlt schlechter als der ständig mitlaufende Vierflügler aus dem 353 kühlen würde.

Ich wäre wirklich extrem verwundert, wenn diese - durchaus handwerklich saubere - Lösung auch im Hochsommer bei Vollgas auf der Autobahn ohne Heizung Temperaturen unter 90 Grad gewährleistet. ...

Wenn es aber in erster Linie darum geht dieses elende Lüftergeräusch zu eliminieren und man auf maximale Kühlwirkung unter allen Bedingungen nicht angewiesen ist, dann ist die von Dir praktizierte Variante absolut ausreichend und empfehlenswert.



Hach schön, besser hätte und habe ich es nicht formulieren können!
Nur noch einmal: Eben keine Pauschalisierung! Was bei mir geht, muss bei anderen nicht gehen/stehen (Wie bei den Frauen :smile: ).
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Dienstag 28. August 2012, 17:47

AWE309 hat geschrieben:
mario hat geschrieben:... sind durchaus zu verallgemeinern. Man muß sich nur einmal überlegen was er (und auch ich) eigentlich gemacht hat, nämlich nichts weiter, als den in seiner Förderleistung von der Motordrehzahl abhängignen Ventilator durch einen elektrisch betiebenen mit konstanter Föderleistung ersetzt. Hierbei dürfte die nahezu konstante Förderleistung des E-Ventilators zumindest der maximalen des motorbetriebenen Ventilators entsprechen, wenn nicht diese sogar überschreiten.....


Neeeiiin, eben nicht!
Nicht nur Ihr habt das gemacht, ich z.B. auch.
Konst. Förderleistung - ja fast. Aber wahrscheinlich viel geringer! Wie KDZ schon schrieb, dreht der Permaquirl mit bis zu ca. 7000 U/min, mit, abhängig der übertragbaren Kraft des Keilriemens, bis zu (theoretischen) 37kW. So einen elektrischen hat wohl keiner eingebaut (60...300W sind es real).
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Dienstag 28. August 2012, 18:13

Ob man den Wartburg nun immer mit Höchstgeschwindigkeit fahren muß oder sollte

Nicht "höchst" sondern "hohe". Also 110 bis 120 oder auch mal über 120 echte(!) km/h.

Interessant nur bei brütender Hitze und Autobahn oder richtige(1) Berge berguff. Alles andere geht ohne Heizung(skühler).

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Dienstag 28. August 2012, 22:58

Genau so ist es. Mittlerweile und mit etwa 60 PS unter der Haube sind Dauergeschwindigkeiten um 130 bis 135 echte km/h ohne Dauervollgas bei mir moeglich. Damit kann man halbwegs mitschwimmen und muss mit Ruecksicht auf das eigene Alter, die Frau und die inzwischen mitreisenden Kinder nicht mehr "heizen". Frueher mussten wir im Sommer immer die Heizung zuschalten, weil ich nie nur 110 fahren wollte. Das ging irgendwann soweit, dass die Tankquittungen auf oder unter dem Armaturenbrett schwarz wurden, war halt Thermopapier.

Ich habe fast 10 Jahre gebraucht, um dem Hitzekollaps dauerhaft zu entkommen und das Lueftergeraeusch zu eliminieren. Angefangen haben wir wohl alle mit irgendeinem Saugluefter....

Mittlerweile habe ich ja auch noch die Oleomatic drin, die den Weg zum Kuehler noch mehr versperrt. Ausserdem ist der Motor gemacht, d. h. er verbrennt mehr Kraftstoff und duerfte damit auch mehr Waerme produzieren. Dennoch war auch in diesem Sommer alles sprichwoertlich im gruenen Bereich, allerdings hatte ich wegen der schlechteren Waermeleitfaehigkeit den Frostschutzanteil auf etwa 10% reduziert.

Jetzt bin ich nur noch gespannt, ob es mit 1120er Motor auch noch reicht. -nixwissen- Vielleicht muss ich dann wieder nachruesten.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 29. August 2012, 06:22

Mein Umbau für einen höheren Luftdurchsatz des Kühlers :

viewtopic.php?f=4&t=10059

Bei fast 40°C und Stadtverkehr ergab sich, das nach zuschalten des Elektrolüfters ( der machte im Leerlauf fast nichts aus ) nach 1 km Strecke wieder die Normaltemperatur erreicht war.
Der höheere Luftduchsatz ist somit entscheidend.
Den Elektrolüfter kann man gegen den vom SKODA FAVORIT tauschen - der hat einen höheren Luftdurchsatz und passt von den Abmessungen ideal hinein.
Der Lüfter hinter dem Motor beim Mittelkühler benötigt je nach Drehzahl bis zu 3 PS und ist sehr laut.
Interessant auch folgende Feststellung : Beim Parken und laufendem Elektrolüfter kann man neben dem linken Scheinwerfer einen Luftstrom durch das Frontmittelteil nach aussen fühlen.
Sinkt die Aussentemperatur unter 10°C, wird der Motor fast nicht Betriebswarm und mit Heizung wird die Pappe wieder aktuell.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Mittwoch 29. August 2012, 09:57

Hallo,

ich noch einmal. AWE, wir liegen beide auf der selben Wellenlänge. Wie du schreibst, so sehe ich das auch.
Alle nicht belegten Theorien bringen ja auch nichts. Denn, probieren geht über studieren. Das habe ich über ein
Jahr lang gemacht. Ich glaube, ihr geht bei euren Betrachtungen immer von dem eingebauten Lüfter aus.
Dadurch ist doch nur ein begrenzter Luftdurchlaß vorhanden. Mit entferntem Blech ist diese Fläche doch
viel größer. Ich hatte mir einige Lüfter aus Altautos ausgebaut. Sie hatten alle verschiedene Leistungen.
Jetzt für die Theoretiker. Habe einen Lüfter Durchm. 30cm-4Flügel-3600U/min drin.Wie schon geschrieben,
darf er nicht erst bei 95° anlaufen.
Dem Original gestattet ihr, die Heizung im Notfall zuzuschalten. Das würde mir doch auch immer noch bleiben,oder?
Wabufan,
das Problem habe ich überhaupt nicht. Da kommt nämlich die theoretische Rechnerei raus. Bei den
Lüfterumdrehungen wird immer von Volllast ausgegangen. Was ist in niedrigen Umdrehungen? Der Elektrolüfter
läuft(wie schon geschrieben) immer gleich. Und da kommen wir zu den Vorteilen.Keine Überhitzungen bei Stadt-
und Kolonnenfahrten. Bei abgestelltem überhitzen Motor läuft der Lüfter nach und kühlt auch im Stand.
Schon dafür lohnt der Umbau. Selbst wenn ich ich in Bergen die Heizung zuschalten müßte(war aber noch nicht).
Was -Kundendienstzentrale- macht(weniger Frostschutz) wundert mich, denn eigentlich gibt es doch
andere Meinungen dazu. Aber ich mache es auch und finde, dadurch wird die Wärme besser abtransportiert.
Zuletzt geändert von Hanner am Mittwoch 29. August 2012, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Mittwoch 29. August 2012, 10:10

AWE309 hat geschrieben:... Davon rücke ich auch keine Stück ab, denn auch allgemeingültige Annahmen basieren auf zu hierfür Grunde zu legenden Parametern, hier eben der bestimmungsgemäße und normale Gebrauch eine KFZs Namens Wartburg....


Na gut, bleibe ich eben auch stur.
Genau die gleichen Argumente wie Du, führe ich an, komme aber zu anderen Erkenntnissen. BEI MIR hat der bloße Ersatz des Permaquirls durch einen E-Lüfter eine deutliche Verschlechterung der Kühlleistung erbracht. Das reicht doch wohl, um zu behaupten, dass eine Veralgemeinerung nicht möglich ist. (Sind sie übrigens im übrigen Leben auch selten.)
Wartifan hat, neben anderen Dingen, sogar einen größeren Kühler drin und muss bei wartburgbestimmungsgemäßen 30°C bergauf die Heizung zuschalten. Das brauchte ich im Originalzustand z.B. nie.
Jedenfalls wünschen ich uns allen immer eine gute Fahrt.
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Mittwoch 29. August 2012, 10:47

Aber die Drehzahl ist nicht alleinbestimmend, ausschlaggebend ist die Konstruktion des Ventilators, daher z.B. Durchmesser, Art und Anzahl der Schaufeln, deren Form, Anordnung und Steigung, die Kanalisierung, etc.

Unterschätz mal die Konstrukteure des AWE-Zwangslüfters nicht.
Das Ding hat ordentlich bums!

Ich hatte damals verschiedenste Varianten probiert, auch als Zwischenstufen der Entwicklung : z.B. Zwangskühler ohne Leitblech am Alukühler, was schon sehr, sehr gut war. Im Gegensatz zu Zwangslüfter + Originalkühler ohne dessen Leitblech.

Letzlich war mein Ziel aber die Elemenierung der beweglichen Teile im Zylinderkopf.

Einen brutale EWP-Wasserpumpe brachte übrigends keine Vorteile. War nach einem Jahr auch kaputt (Umgetauscht und verkauft)
Die kleinen Bosch-E-Pumpen reichen völlig.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Mittwoch 29. August 2012, 13:50

Hallo,

da man ja sonst nichts zu tun hat :smile: :

Denn, probieren geht über studieren.


Genau, daher stammen meine Erfahrungen.

30cm-4Flügel-3600U/min drin


Die wird er unter Last nicht halten. Schon eine 500W-Bohrmasch. verlangsamt sich unter Last, bei wesentlich geringerem Außendurchmesser des Werkzeugs (Hebelgesetz).

Dem Original gestattet ihr, die Heizung im Notfall zuzuschalten.


Aber nicht bei 25°C 120kM/h Autobahnfahrt, wie es z.Zt. bei mir ist. Wie bemerkt: Mit Alukühler und 120W-Sauglüfter. (Apropos "saug": Es kann ein Nachteil sein, da weniger Platz zum Abtransport der Luft hinter dem Kühler bleibt. Ansonsten, stimme ich zu, AWE, sollte es in der Theorie egal sein.)

Der Elektrolüfter
läuft(wie schon geschrieben) immer gleich


Siehe oben. Schon bei Leerlauf dreht der Perma mit ca. 1000 U/min. Und in der Regel wird Last ja mit hoher Drehzahl gefahren, im Teillastbereich braucht nicht die Kühlleistung vorhanden zu sein.

Bei abgestelltem überhitzen Motor läuft der Lüfter nach und kühlt auch im Stand.


Da die Pumpe nicht mehr läuft, eher nicht. Nur das vorhandene Wasser im Kühler.

denn eigentlich gibt es doch
andere Meinungen dazu
[/quote]

Tja, wie bei fast allem auf der Welt. Wo wir wieder am Ausgangspunkt meiner ersten Antwort auf Deinen Beitrag sind. Nichts für ungut: Bei Dir, für Dich haut es so hin. Bei mir, für mich leider nicht.

Viele Grüße aus dem sonnigen Osten, Mario.
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Mittwoch 29. August 2012, 14:17

Hallo,

doch noch zwei Dinge auf deine Antwort. Im Stillstand könnte man eine Pumpe einbauen. Hatte ich schon vor.
Aber dort gilt auch das Heizungsprinzip. Das Wasser zirkuliert auch ohne Pumpe. Es soll ja nicht kalt werden,
sondern nur abkühlen. Wenn die Thermostattemperatur erreicht ist und abschaltet, reicht es, und derMotor
ist nicht überhitzt.
Noch eine Betrachtung zum Lüfter. Ich kann es nicht rechnerisch beweisen, aber ich denke, daß nur eine
gewisse Menge Luft durch die Lamellen geht. Eine größere Menge(größerer Lüfter)könnte sogar nachteilig
sein, weil sich die Luft dann stauen könnte?!
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Mittwoch 29. August 2012, 14:27

Zum Nachlauf braucht man m.E. ekein Pumpe. Hat er ja bisher auch nicht.
Ich hab die E-Pumpen drin um die mechanische loszuwerden (s.o.)

Stau an Lamellen: So einen starken E-Lüfter wird es nicht geben um auch nur annähernd dieses Problem zu bekommen.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Mittwoch 29. August 2012, 15:42

Leistungssteigerung des Kühlssystem war bei mir damit auch nicht ins Auge gefasst

Bei mir auch nicht (s.o.)

Das es grundsätzlich funktioniert (damit auch verallgemeinerbar ist) und elektrisch betriebene Lüfter die erforderliche Leistung aufbringen können, zeigen neben den beispielen von hanner und
bei mir und bei mario...
Das es funktioniert, darum gings doch gar nicht, sondern (auch) darum, daß erheblicher Aufwand und ein brutal kräftiger E-Lüfter als Ersatz des Zwangslüfters nötig ist.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon der Janne » Mittwoch 29. August 2012, 21:23

ich hänge mich kurz mal mit rein, aber nicht explizit zu den Kühlern und Ventilatoren, sondern zum Kraftstoff.

Ich hatte letztens ein interessantes Gespräch mit einem Dozenten einer TU, dieser hatte mit seinen Studenten nachgewiesen, das die "neuen" Kraftstoffe mehr Hitze "produzieren" als die Kraftstoffe aus der DDR.

Genauer kann ich es euch nicht schildern, mir fehlt da der physikalische und chemische Backround.

Aber unlogisch klingt es nicht und sollte bei einer solchen Diskusion mit eingebracht werden, ebenso zu beachten wäre meiner Meinung nach die Wahl des Kühlmittels.

Ich dachte irgendwo gelesen zu haben, das eine vollständige Füllung mit Glysantin in bestimmten Mischungsverhältnissen weitaus besser sein soll als die "neumodischen" Kühlerkonzentrate.

Weiß da jemand mehr?
Wartburg 311 Limousine (Bj. 58 mit Faltschiebedach) und einen Haufen 2-Räder von SIMSON, MZ, CSEPEL und PANNONIA

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Mittwoch 29. August 2012, 21:27

Je mehr Glysantin im Wasser ist, umso geringer die Kühlwirkung. Besonders
im Sommer zu beachten. Ist beim Wartburg aber schnell zu regulieren - dank Ablaß-
hahn am Block.
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Mittwoch 29. August 2012, 23:05

@awe309:

So schoen Deine Rechenbemuehungen auch aussehen, so sind sie doch totaler Quatsch. Entschuldige bitte die drastische Formulierung.

Das faengt bei der Wirkungsgradbetrachtung an, welche beim Steinzeit-Zweitakter nicht stimmt. Vor allem aber braeuchtest Du schon einen gewaltigen Kuehler um bei 16 Grad Zuluft 90 Grad Ablufttemperatur zu erreichen. Die Probleme fangen naemlich beim Waermetransport und beim Waermeubergang an.
Also bitte keine Milchmaedchenrechnungen anstellen.

Weiterhin schriebest Du, dass alle neuzeilichen Viertakter beweisen wurden, dass ein normaler elektroluefter reicht. Das ist ein absoluter Irrtum, denn es gibt praktisch keinen Wagen, der zur Kuehlung nicht den Fahrtwind nutzt. 99% aller Wagen schalten auf der Autobahn nie den Luefter zu. Z. t. unterbinden dies sogar spezielle Steuerungen, bei einigen VW z. b. ab 70 km/h.

Selbst bei relativ langsamer und steiler Bgauffahrt, kommt bei einem normal im Fahrtwind platzierten Kuehler so viel Luft an, dass der Luefter maximal "helfen" muss. Bei groesseren und meist laengs eingebauten Motoren kommen selbst heute regelmaessig Visco- statt E-Lueftern zur Motorkuehlung zum Einsatz, eben weil bei diese im Bedarfsfall direkt vom Motor angetriebenen Lueftern bei steilen Bergstrassen eijfacher die noetige Wirkung erzielen koennen.

Interessant waeren mal genauere Angaben Deinerseits, bei welcher Belastung Dein System an die Grenze kam, bzw. bei welcher Belastung und Temperatur die Grenze eben nicht erreicht wurde.
Ich konnte mit topsaniertem Kuehlsystem, Jikov, Serienmotor und dem leider etwas limitierendem Doppelgrill regelmaessig ab etwa 25 Grad Aussentemperatur die Heizung aufdrehen, wenn ich dauerhaft mehr als echte 100 oder vielleicht auch 110 km/h fahren wollte.

Und zum Thema bestimmungsgemaesser Gebrauch:
Ich bewege mich auf den BAB eigendlich in 90% der Faelle im Bereich des sog. Druckpunktes zur zweiten Vergaserstufe. Die entspricht mit 50Ps Motor mindestens etwa 110, die meisten Motoren schaffen sogar 120 oder etwas mehr. Dieser Fahrstil ist sicherlich noch voellig "bestimmungsgemaess" fuer einen 353 und trotzdem ist hier beim Mittelkuehler schon die thermische Grenze erreicht.

@Hanner:
Ich habe eine Kruemmerabdeckung nie eingebaut und glaube aber durchaus an eine gewisse Wirkung. leider geht das bei mir wegen der Oleomatic nicht mehr so ohne weiteres. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Luefter unbedingt rechtzeitig, d. h. bei geringer Ueberschreitung der Normaltemperatur von 85 Grad anspringen muss und dann das "Systhem" eine ganze Weile stabil bleibt. Leider war bei Autobahnfahrt dann eine Abschaltung des Luefters nicht mehr zu erreichen, sondern stieg die Temperatur stattdessen sogar weiter an, bis man eben kurz vor Erreiche des roten Bereiches wieder die Heizung oeffnen oder das Gas wegnehmen musste.

Wie lange bist Du denn nun mit welchen (moeglichst echten, nicht Tachovoreilung gemessenen) Geschwindigkeiten bei welchen Aussentemperaturen gefahren? Bei etwa 100 oder 110 nach Tacho musste ich auch nie die Heizung oeffnen. ich frage nur, weil mich der Einfluss einer Kruemmerabdeckung oder Isolierung wirklich mal interessiert.


Ich habe wie gesagt insgesamt 10 Jahre herumexperimentiert und probiert (nicht mehr und nicht weniger), und schon sehr am Anfang musste ich lernen, dass selbst ein moderner 300Watt Luefter (Audi A4, A6, Passat 3B) eben nicht reicht, um die Kuehlleistung des Originalsystems auch nur zu erreichen.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Donnerstag 30. August 2012, 00:02

Kundendienstzentrale hat geschrieben:@awe309:

Ich habe wie gesagt insgesamt 10 Jahre herumexperimentiert und probiert (nicht mehr und nicht weniger), und schon sehr am Anfang musste ich lernen, dass selbst ein moderner 300Watt Luefter (Audi A4, A6, Passat 3B) eben nicht reicht, um die Kuehlleistung des Originalsystems auch nur zu erreichen.


Zum Glück brauchte ich nicht so lange. Nach meiner naiven Hoffnung reichte dann der log. Menschenverstand. Eben weil man davon ausgehen kann, dass die Wartikonstruktors sich beim Lüfter was gedacht haben (wurde ja auch geändert). Dem Perma konnte man die bestmögliche Förderleistung verpassen, 37kW reichen doch wohl aus (?), trotzdem kommen, meiner Erfahrung nach (Wer, und wirklich, hätte den direkten Vergleich, außer ich :smile: ) E-Lüfter nicht ran. Bin zwar gegen solche Mengenabstimmungen, aber: KDZ, Wartifan und ich haben gegenteilige Erfahrungen wie Hanner und AWE. ---- Veralgemeinerung sieht anders aus.
"Ein Deutscher fährt nicht mit so einem Auto!"

Zitat eines weißrussischen Grenzers


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