Umbau Kühlung

Kühler, Thermostat, Luftaustausch, Innenraumbelüftung etc...

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Wartburgbauer
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 30. August 2012, 00:14

Zu beachten wäre auch, dass es - scheinbar gleiche - Autos gibt, die doch sehr unterschiedlich kühlen.
So gibt es Serien-353 mit Zwangslüfter, die niemals Kühlungssorgen haben, und welche, bei denen es riesige Probleme gibt.
Da ich das Lüftergeräusch sehr mag, und finde, dass es zum Wartburg einfach dazugehört, werde ich nie einen Elektrolüfter verwenden.
Fakt ist aber eins:
mit 90°C Kühlmitteltemperatur (Vorlauf) kommt man nie auf 90°C Ablufttemperatur. Das nur als kleine (nicht böse gemeinte) Bemerkung zu AWE´s Rechnung, der ich sonst nichts hinzuzufügen habe.

Der schlechte Wärmeübergang durch den Kupferkühler wäre noch nachteilig.
Hinzu kommt, dass bei Klingelzündungen, minimal unsauberen Verbrennungen, erhöhte Reibung durch leichtes Klemmen usw. auch u.U. zusätzliche Wärme entsteht.
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Donnerstag 30. August 2012, 02:48

Naja, gerade den wollte ich nicht einbauen.
Ansonsten: Sei mal nicht so angeschlagen! Unsere Meinungen stützen sich doch auf Erfahrung. Egal, was die Theorie sagt. Falls Du wartburgbestimmte Leistungen mit Deinem System abkühlst, mache ich mir Gedanken (Eben ca.120 bei 30°C). Bisher war davon aber nichts zu lesen. Für mich scheiden sich da die Geister in Alltagsnutzer und Museumsfahrer.
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Donnerstag 30. August 2012, 10:03

Aber wer fährt schon bei 40 Grd. Außentemperatur unter Vollast so langsam bergauf, das praktisch kein unterstützender Fahrtwind entsteht?

Mach Urlaub in Kärnten im September, wenns da unten schon warm ist und fahr die Panoramastraßen rauf.
Oder Fahr im Spätsommer nach Spanien rein...

Theorie hin oder her.
Fakt ist: Großer Alukühler, Monster-E-Spal Lüfter (große Bosch-Lima!), Engstellen beseitigt (z.B. altes Wasserpumpengehäuse ausgefräst), 2 E-Pumpen...und und und. Unds trotzdem brauche ich bei geannten Situationen den Wärmetauscher.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 30. August 2012, 10:16

So, nochmal zusammenfassend:
Gundsätzlich hat AWE recht, was die grundsätzliche Möglichkeit angeht, den Lüfter elektrisch oder mittels eines Hamsterrades anzutreiben, und damit einen vollwertigen Ersatz für den Permalüfter zu erhalten.

Was ich noch nicht als bewiesen ansehe, ist das so kleine Lüfter wirklich vollwertiger Ersatz sind.
Grund: Ich kenne keine Messungen, mit welcher Temperatur die Luft den Kühler verlässt, und 90 oder 85°C kommen mit doch sehr hoch vor. Schließlich sollte das Wasser auf halbem Wege zum Rücklauf in den Motor schon nur noch 82,5°C haben (theorethisch).
Mit den obersten drei Kühlrippen, wo das Wasser noch 90 oder 95°C hat, kann man die Luft sicherlich noch auf 85°C brigen, aber unten, wo das Wasser nur noch 70°C haben sollte, hat die den Kühler verlassende Luft maximal 65°C.
Und bei paarunddreißig grad Außentemperatur wird am Kühler Luft mit bestimmt 40°C ankommen (Erwärmung durch den Motor, Krümmer usw.).
Also bleibt unten eine Teperaturdifferenz der Luft (vor Kühler - nach Austreten aus Kühler) von max. 25°C.
Oben sind es dann (stattliche) 50°C.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Donnerstag 30. August 2012, 10:47

Hallo AWE,

ich pflichte dir in allen Aussagen zu. Die ganze Diskussion läuft doch darauf hinaus, daß es bei einigen
nicht funktionieren soll. Nochmal Krümmertemperatur. Die kommt doch bei mir garnicht mehr zum Zuge.
Ich leite sie doch nach unten ab. Dadurch streicht die kalte(?!)Luft schon über den Motorblock und dann
auf den Kühler. Nochmal!-der Lüfter sollte schon gegen 70°-75° anlaufen. Sonst ist-wie auch bei original-
die Spanne zur Überhitzung zu gering.
Ich habe wirklich lange getestet(mit einstellbaren Thermostaten) und alle eingeworfenen, angeblich nicht zu
funktionierenden Argumente, probiert.
Hinter Fahrzeugen gefahren(angeblich zu wenig Luft), das gleicht der gleichmäßig laufende Lüfter aus.
Keine Temperaturerhöhung.
Berge gefahren bei sehr hohen Außentemperaturen-das Gleiche.
Autobahn bei hohen Temperaturen- leichte Erhöhung(Zeiger aber nicht einmal bis zur Mitte)
Normale Fahrten sowieso kein Thema.
Kolonnenfahrten besser wie original.
So nun ist alles gesagt. Ich fahre schon drei Jahre damit und war zweimal in Eisenach damit-ohne Probleme.
Mußte nicht die Heizung zuschalten wie andere.
Ich glaube, es wird davon ausgegangen, daß der Lüfter nicht laufen soll. Das ist Unsinn.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Donnerstag 30. August 2012, 10:52

Hallo,

da gibt es ein Thema Überhitzung?! {streit}
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Donnerstag 30. August 2012, 11:11

Ich glaube, es wird davon ausgegangen, daß der Lüfter nicht laufen soll. Das ist Unsinn.


Doch doch, der läuft ja. Warum sollte er nicht laufen sollen!?

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 30. August 2012, 11:19

Viele Meinungen sehe ich hier und Erfahrungen.

Aber folgendes trage ich einmal ohne Bewertung dazu :

Mittelkühler
---------------
Es gibt zwei Ausführungen und einer ist besser. Selber mir passiert - Kühler getauscht und Temperaturprobleme viel geringer !
Es gibt 2 Flügelräder. Mit 6 und mit 4 Flügeln. Das 6 - flüglige Lüfterrad hat eine geringer Förderleistung.

Frontkühler
--------------
Der Kühlerkern schafft ca. 29 kW Wärmeumsatz. Zu der Temperaturdifferenz und Volumenstrom kann ich keine Angaben machen.

Benzin
---------
In der DDR wurde Benzin mit 88 Oktan gefahren - VK 88 für 1,60 EVP / Liter.
Die Energie pro Liter ist geringer gewesen wie der heutige Krafstoff VK 95 mit ca. 8,1 kW / Liter.
Das ergibt eine höhere Motorleistung aber auch eine grössere Wärmemenge.

natürliche Luftströmung
-----------------------------
Wie auch das Wetter eine Rolle spielt, ist mit den geringen Luftbewegungen in den letzten 5 Jahren feststellbar. Es gibt viele Tage mit Windgeschwindigkeiten kleiner 1 m/s.
Damit ist der Fahrwind gleich der Geschwindigkeit.
Bei 50 km/h 14 m/s und bei 100 km/h 28 m/s.
Bei 28 m/s Rückenwind und 100 km/h ist dann beim Fontkühler kein Luftstrom feststellbar.
Im Statdverkehr ist die Zeit des Stehens zur Fahrzeit ungünstiger. Vor 30 Jahren waren die Strassen nicht nur 2 Spurig - das wurde geändert - sonder man konnte auch zügiger fahren. Selbst in der Stadt und 4. Gang mit 70 km/h kostet heute mehr wie eine Tankfüllung.

Zündzeitpunkte
-------------------
Gestern musste ich den Geber Zylinder 3 tauschen.
Dabei die Zündzeitpunkte kontrolliert.
Die standen alle um die 4 mm vOT. Damit wurde der Motor nicht so warm.
Auf der Rückfahrt und einstellen auf 3,50 mm vOT wurde der Warti viel schneller warm !
Und die Zündkerzen sprechen eine deutliche Sprache :

Zündkerzen_29_08_2012.JPG

Von links nach rechts Kerze 3, 2 und 1.
Da ist Handlungsbedarf !

persönliche Grenzerfahrung
----------------------------------
Im Juli 1990 war ich in der Schweiz. Damals noch mit Mittelkühler.
In Landshut zeigte 12:00 Uhr ein Aussenthermometer 42°C an.
Im 4. Gang war kein fahren mehr möglich.
Aber im 3. Gang mit 80 km/h stand der Zeiger des Temp-Messgerätes kurz vor dem roten Bereich. Geschätz so auf 95°C.
Destilliertes Wasser + 5 % Glysantin waren eingefüllt.
Das war die absolute Grenze des Kühlsystems vom Wartburg mit Mittelkühler.
Mit dem Frontkühler hätte ich nur Nacht's fahren können.
Zwischen Tutlingen und Freiburg / Preisgau stand ein 353er mit Frontkühler am Strassenrand. Kein Kühlwasser mehr ...
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Donnerstag 30. August 2012, 11:20

Wartburgbauer hat geschrieben:So, nochmal zusammenfassend:
Gundsätzlich hat AWE recht, was die grundsätzliche Möglichkeit angeht, den Lüfter elektrisch oder mittels eines Hamsterrades anzutreiben, und damit einen vollwertigen Ersatz für den Permalüfter zu erhalten.

Was ich noch nicht als bewiesen ansehe, ist das so kleine Lüfter wirklich vollwertiger Ersatz sind.
Grund: Ich kenne keine Messungen, mit welcher Temperatur die Luft den Kühler verlässt, und 90 oder 85°C kommen mit doch sehr hoch vor. Schließlich sollte das Wasser auf halbem Wege zum Rücklauf in den Motor schon nur noch 82,5°C haben (theorethisch).
Mit den obersten drei Kühlrippen, wo das Wasser noch 90 oder 95°C hat, kann man die Luft sicherlich noch auf 85°C brigen, aber unten, wo das Wasser nur noch 70°C haben sollte, hat die den Kühler verlassende Luft maximal 65°C.
Und bei paarunddreißig grad Außentemperatur wird am Kühler Luft mit bestimmt 40°C ankommen (Erwärmung durch den Motor, Krümmer usw.).
Also bleibt unten eine Teperaturdifferenz der Luft (vor Kühler - nach Austreten aus Kühler) von max. 25°C.
Oben sind es dann (stattliche) 50°C.

Das nur als Hinweis.


Genau so meinte ich das auch, habe es nur leider gestern Abend nicht mehr so schön formuliert. Hinzu kommt noch die mangelhafte Entlüftung des Motorraumes jedenfalls im 353, weshalb alles hinter dem Kühler irgendwann mächtig heiß wird und die Werte höchstwahrscheinlich nochmals ungünstiger macht. Dies mal außenvor wäre jetzt eine Berechnung des Volumenstromes interessant. Klar i. S. v. unstrittig ist doch folgendes:

1. Natürlich ist es letztlich egal, welche Energiequelle den Lüfter antreibt.
2. Ist das serienmäßige Kühlsystem mit Mittelkühler bereits sehr knapp oder auch unterdimensioniert, so dass es sehr schnell auch bei einwandfreiem Zustand aller Komponenten an seine Grenzen gelangt.

Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass awe309 oder hanner im Gegensatz zu mir wesentlich mehr Geschick oder Glück bei der Auswahl des passenden E-Lüfters und Anfertigung des Luftleitbleches hatten. Für besonders wahrscheinlich halte ich es aber nicht. Vielleicht gelingt es mit Glück und Verstand eine zum Perma gleichwertige E-Lösung zu bauen, das Gegenteil kann und muss ich nicht beweisen. Meine Erfahrungen sprechen jedoch klar dagegen. Letztlich müsste man mal messen, wieviel Luft der Permaquirl bei Betrieb "bewegt" und dann einen entsprechenden E-Lüfter auswählen.

Mir ging es ganz klar um eine Verbesserung der serienmäßig bescheidenen Kühlleistung. Änderungen am Lüfter führten wie gesagt generell zu einer Verschlechterung der Kühlleistung. Die Vermutungen von Wartburgbauer hinsichtlich des in Wahrheit zu geringen Temperaturgefälles im und am Mittelkühler werden noch durch eine weitere Erfahrung von mir bestätigt:

Bereits ein relativ kleiner (Zusatz-) Kühler im Frontbereich (einreihig, Alu, ca. 25x35cm) bringt die Kühlung in Leistungsregionen, in denen der Mittelkühler (trotz durch den Frontzusatzkühler zusätzlich vorgewärmter) Zuluft ab mittlerem Landstraßentempo gar keine Lüfterunterstützung mehr braucht, d. h. der vorhandene Fahrtwind offenbar bereits ausreicht.

Bei mir läuft der E-Lüfter nur im Sommer im Stopp and Go-Betrieb hin und wieder an. Da reicht zur Wärmeabführ dann bereits die erste Lüfterstufe, welche sich bei mir bei etwa 88 Grad ein und bei 80 Grad wieder abschaltet. Fahre ich im Sommer aber echte Bergstraßen, dann steigt die Temperatur nach Einschalten der ersten Stufe weiter an, so dass sich bei Erreichen von etwa 90 Grad die 2. Stufe mit 300 Watt einschaltet und ohne Verringerung der Last oder Erhöhung der Geschwindigkeit auch nicht mehr so schnell abschaltet. Aktiviere ich die volle Leistung des Lüfters bereits mit der ersten Schaltstufe bei etwa 88 Grad (wobei die Schalter schon einige Ungenauigkeiten gegenüber den angegebenen Werten haben und nach mehreren Schaltzyklen hintereinander auch immer früher einschalten), so kann ich durchaus auf dem Gas bleiben und die Temperatur steigt nicht über vielleicht knapp 90 Grad an.

Diese Beobachtungen stützen im Grunde sogar ein wenig die Meinung von AWE. "Welten" liegen zwischen dem bei mittlerer Drehzahl laufenden Perma- und einem kräftigen und modernen E-Lüfter wahrscheinlich nicht mehr. Die (hin und wieder notwendige) Spitzenleistung des Permaquirls bei hoher Motordrehzahl ist aber wirklich gewaltig und meiner Meinung und Beobachtung nach auch von einem wirklich kräftigen E-Gebläse kaum zu überbieten.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Donnerstag 30. August 2012, 11:54

AWE309 hat geschrieben:@ mario,
was, Du schläfst noch nicht? Ich mach gleich fini.




Bin ja dafür auch jetzt erst aufgewacht :smile:
(Nee, nee, in Wirklichkeit habe ich nach einem kurzen A-Tag Feiermittag und werde nun den versäumten Schlaf nachholen.)
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Donnerstag 30. August 2012, 12:46

Es liegen Welten zwischen Leistungsabforderung bei gleichzeitiger Außenhitze und sonstigem Fahrbetrieb!:

- Im Winter geht der E-Lüfter bei mir auch in der Stadt so gut wie nie mehr an, im kühlen Frühjahr/Herbst gelegentlich.
- Im Sommer bei gemäßigten Temperaturen in der Stadt geht er an und wieder aus, wenn genügend Fahrtwind da ist.
- Im Sommer bei gemäßigten Temperaturen Landstraße bleibt er dauerhaft an. Dabei steht die Temperatur so um die 80°C laut Anzeige (das ungarische Kombiinstrument) und steigt nicht. Anzeige wie im Winter und sonst immer.
- Im Sommer bei gemäßigten Temperaturen Autobahn steigt sie auf einen halbwegs stabilen Anzeigepunkt, schätze irgendwas um 90...95°C.
- Im Sommer bei extremer Hitze auf der Autobahn, steiler Berganfahrt oder Südeuropabruthitze ist auch dieser Punkt nicht mehr zu halten und der Wärmetauscher muß dazu.

Die meiste Zeit des Jahres geht es wunderbar mit dem E-Lüfter+Alukühlör+usw s.o. In Extremen Situationen, die aber oft längere Stunden durchgehalten werden müssen, und das mehrere Tage eben nicht.
Das muß damals was gewesen sein mit Anhänger, Kind und Kegel durch die Slowakei an den Plattensee im Hochsommer!
Die müssen den Wäremtauscher zugeschaltet haben, sonst kann ich mir das nicht vorstellen. Hab ich vor dem Umbau auch machen müssen, und jetzt auch in diesen Situationen.

@WABUFAN:
soviel Frühzündung (4mm). Kostet dich das nicht spürbar Leistung? Wir haben mal Versuche gemacht mit verschiedenen Zündzeitpunkten. Einmal extrem früh war auch dabei. Er zog nie richtig gut damit.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Donnerstag 30. August 2012, 14:37

So wie bei Dir, wartifan, war es auch bei mir in der Variante mit vergrößertem Kühlernetz und nachgeschaltetem E-Lüfter. Nachdem ich dann einen zweiten und recht kleinen Kühler im Frontmittelteil hinzugefügt hatte, waren auch die von Dir genannten Spitzenbelastungen ohne Heizung zu bewältigen. Ein einziges Mal kam ich ernsthaft an die Grenze. Nach längerer Autobahnfahrt bei hochsommerlichen Temperaturen hatte ich die Autobahn verlassen und war unmittelbar auf einen steilen und nahezu Vollgas im 2.Gang erfordenden Pass gefahren. Trotz sofortiger Lüfterzuschaltung stieg die Temperatur schnell weiter an und erforderte eine ungeplante P...-Pause. Nach einmaligem Erreichen der unteren Abschalttemperatur konnte ich dann ohne weiteren Temperaturanstieg weiter bergan fahren.

Übrigens habe ich auch bei 4mm = etwa 23 oder auch bei 24 Grad v.OT noch keinen Leistungseinbruch. Je nach Motor steigt nur leider die Klingneigung ziemlich an. Eine Vorverstellung unterhalb etwa 2.800 U/min bringt nach meiner höchst subjektiven Einschätzung zumindest bei erweiterter Einlasssteuerzeit sogar eine Verbesserung der Fahrbarkeit, sprich das Gefühl von mehr Leistung; Drehmoment und besserer Gasannahme.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Donnerstag 30. August 2012, 16:09

nachgeschaltetem E-Lüfter

Habe Drucklüfter. Sauglüfter war mir immer schon suspekt.

steilen und nahezu Vollgas im 2.Gang erfordenden Pass gefahren

Die wirklich steilen Alpenpässe (nicht der gemächlichen Bundesstraßen!) hoch gingen bei mir nicht immer in einem Zuge. Andere wiederum schon. Hing vom Wetter hab, der Steilheit und der Länge.
Hab das voriges Jahr ausführlich 3,5Wochen lang in Kärnten "getestet".
Schlimmer war bergab. Hab den Satz neue Bremssteine vorne in diesen Wochen dort bis auf Null runtergebremst.Trotz Motorbremse und oft nur 1. Gang(!!!). Weiterfahrt bergab immer mit Pause auf diesen Bergpisten. Hab auch oft ins "Leere" getreten, da Bremsflüssigkeit schon lokal verdampft. Die Felgen vorn waren glühend heiß! Dann gekühlt mit Bergwasser. Riesen Dampfwolke.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Donnerstag 30. August 2012, 18:09

Hallo,

neues Thema-Zündung.
Durch meine verstellbare Zündung kann ich mir den besten Lauf einstellen.

Zündversteller 008.jpg
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Donnerstag 30. August 2012, 19:23

Von deiner Konstruktion haben wir uns voriges Jahr insperieren lassen und einfach mal verschiedenen Einstellungen probiert. Je an 2 Fahrzeugen.
Das Ergebnis war sehr ernüchternd und hat und im Endeffekt von weiteren Überlegungen in diese Richtung abgebracht.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Donnerstag 30. August 2012, 21:41

AWE309 hat geschrieben:
wartifan hat geschrieben: Der Zeiger soll möglichst dicht über der Riemenscheibe "schweben", dann bleiben die Winkelfehler beim "Gucken" gering.


Auch wenn der Thread hier aus dem Ufer zu laufen droht....
Genau deswegen ist für mich die ZZP - Einstellung mit Meßuhr das Maß aller Dinge.
Toleranzen durch Gucken im falschen Winkel werden dadurch vermieden, nicht
wie bei Stroboskopeinstellung. Das Unterbrechergehäuse mit Markierung ist von
der Riemenscheibe original zu weit entfernt.
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Freitag 31. August 2012, 00:24

Ich wiederum habe beides kombiniert und noch viel mehr :smile: :
Dank Sparker TSC4P kann ich den Zündzeitpunkt per Laptop vom Beifahrersitz verstellen und eine relativ beliebige Kurve programmieren. Die Grundeinstellung habe ich ähnlich AWE309 unter Minimierung möglicher Paralaxefehler mittels "Hilfsblech" gelöst. Die drehzahlabhängige Zündverstellung sollten wir aber nicht hier, sondern in dem passenden alten Nachbartread vehement freundlich und gar nicht verbissen "diskutieren" [Bier] . Leider habe ich aber auch da nur mehr oder weniger subjektive Erfahrungswerte und trotz guter Vorsätze die Drosselklappenposition noch immer nicht "eingepflegt".

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Freitag 31. August 2012, 09:32

Ja, wie beim Original. Auf meinen Riemenschieben waren immer Markierungen.
Messen per Schraube über die Zünkerzenlöcher ist aber besser, da die Riemenschiebe ja nichts von der Kurbelwelle und deren möglichen Versatz "weiß". Original ab Werk zusammen vermessen dürften nur noch die Wenigsten sein.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Freitag 31. August 2012, 10:10

Das ist natürlich richtig. Logischerweise muss man zuerst mittels Messuhr die Markierungen neu setzen. Geht mit einem entsprechend breiten Meißel oder einer Trennscheibe auf dem Dremel hervorragend.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Freitag 31. August 2012, 10:43

Hallo,

obwohl ich die EBZA fahre, hatte ich Pfingsten ein Problem. Mußte unterwegs die Kopfdichtung wechseln.
(es war auch Wasser in den Zylinder gekommen). Danach lief der Motor nicht mehr sauber rund. Mußte
feststellen, daß sich die Zündung eines Zylinders verstellt hatte. Zündung nachgestellt und alles wieder
paletti.
Was ich eigentlich sagen will, die Motoren sind sehr unterschiedlich und die Zylinder sollten wirklich
einzeln eingestellt werden.
Wenn man dann mit einem Stroboskop kontrolliert, sieht man oft die Abweichungen.
Einige Motoren laufen mit den markierten Einstellungen gut. Andere wiederum nicht.
Es ist eben Handmade(Spaß)
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Freitag 31. August 2012, 11:43

Ja klar, die Werksmarken sind nur für unterwegs, wenn mal was passiert.
Einmal eingestellt arbeit die EBZA bei mir ewig. Wer heute noch mechanische Kontakte hat, fährt gar nicht wirklich, weil Museumsfahrer oder ist notorischer Nostalgiker oder hat Spaß an dem Murks.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 31. August 2012, 14:55

wartifan hat geschrieben:Ja klar, die Werksmarken sind nur für unterwegs, wenn mal was passiert.
Einmal eingestellt arbeit die EBZA bei mir ewig. Wer heute noch mechanische Kontakte hat, fährt gar nicht wirklich, weil Museumsfahrer oder ist notorischer Nostalgiker oder hat Spaß an dem Murks.



Das sehe ich anders.
Ich kenne mehrere, die einen Wartburg mit normaler Unterbrecherzündung im Alltag bewegen. Einer von denen hat ein Grundstück an der Ostsee, was macht, dass er, meist mit seinem B1000 (mit Unterbrecherzündung), mehrmals (min 5 mal) im Jahr von Dresden aus in´s Rostocker Umlan fährt.
Einmal richtig eingestellt, Unterbrecheröl dran, dann geht das. Lange.
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 31. August 2012, 15:28

Wartburgbauer hat geschrieben:
wartifan hat geschrieben:Ja klar, die Werksmarken sind nur für unterwegs, wenn mal was passiert.
Einmal eingestellt arbeit die EBZA bei mir ewig. Wer heute noch mechanische Kontakte hat, fährt gar nicht wirklich, weil Museumsfahrer oder ist notorischer Nostalgiker oder hat Spaß an dem Murks.



Das sehe ich anders.
Ich kenne mehrere, die einen Wartburg mit normaler Unterbrecherzündung im Alltag bewegen. Einer von denen hat ein Grundstück an der Ostsee, was macht, dass er, meist mit seinem B1000 (mit Unterbrecherzündung), mehrmals (min 5 mal) im Jahr von Dresden aus in´s Rostocker Umlan fährt.
Einmal richtig eingestellt, Unterbrecheröl dran, dann geht das. Lange.


Sehe ich ähnlich. Mit gut geschmierten Pertinaxunterbrechern hält das eeeewig.
Nach einer Einstellung sind ca. 10000 problemlose Kilometer drin.
Zu den Plasteunterbrechern kann ich nichts sagen. Nie drin gehabt, das Zeug.
Bei manchen Postings bekomme ich das Grübeln. Modifikationen, um lange Auslands.-
bzw. Gebirgstouren zu absolvieren....Manchmal bekommt man den Anschein, einige
Leute legen mit dem Wartburg mehr als 20TKM im Jahr zurück, wenn ich mir
die ganzen Verbesserungen usw. durchlese. {kratz}
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Freitag 31. August 2012, 15:57

Wie sieht "wirklich" fahren denn aus ?

Na jedenfalls nicht hochglanzpoliert aufm Anhänger zum Wartburgtreffen kutschiert, dann 3 Runden auf eigenen Rädern aufm Platz und Heeme. [Lenker]

Modifikationen, um lange Auslands.-
bzw. Gebirgstouren zu absolvieren....Manchmal bekommt man den Anschein, einige
Leute legen mit dem Wartburg mehr als 20TKM im Jahr zurück



Nicht unbedingt die Länger der Strecke , (obwohl die Spanientour insgesamt in den 4 Wochen 10.000km lang war), sondern die Beanspruchung (Voll beladen mit Kind und Kegel, Alpenplateaus usw.).

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon mario » Freitag 31. August 2012, 18:32

Dann sind wir ja nun wirklich zur Zündung gekommen.
Was nutzt Dir die Übersichtlichkeit, wenn man während der Fahrt verstellen will. Oder hast Du ein sog. Full-Cabrio, ohne Motorhaube? :smile:
Aber im Ernst: Was hast Du für Erfahrungen? Unsere (Wartifan+ich) gehen, aus Ermangelung eines Prüfstandes mit entsprechendem Prüfaufbau, auf das Ausreizen von Extremen zurück, also Höchstgeschwindigkeit unter neutralen Windverhältnissen mit abgeänderten Zündzeitpunkten. Leider (Hanner, so wie Du hofften auch wir damit und ebenso mit dem Kühlungsumbau eine Verbesserung zu erreichen. Wir sind da nicht voreingenommen neg.. Hat sich eben bei uns nur partiell erfüllt, z.B. leiserer Motorlauf ohne den permanenten Lüfter.) konnten wir eher Leistungsverlust feststellen, abgesehen davon, dass die Zündeinstellung in +/- einigen Zehnteln ziemlich egal scheint (Gerade bei den Verbrechern ändert sich selbst in den empfohlenen 10.000km-Wartungsintervallen die Einstellung schon um diese einige 1/10.).
Da muss ich mich dem von mir ungeliebten Spruch anschließen: Die hatten sich früher schon was bei gedacht. (Zu meiner Verteidigung: Ich habe es zumindest hinterfragt/-getestet.)
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon wartifan » Freitag 31. August 2012, 18:33

Also das hatten wir doch schon.
Fahrstrecke Berlin-Spanien nicht vergessen. War auch nicht auf direktem Weg sondern durch Südfrankreich gekreuzt.. An vielen Tagen sind wir mehr als nur 360km gefahren.
Allein Calpe<->Valencia, Calpe<->Murcia. Und dann 2 Wochen quer duch Andaluisien und an den Atlantik. Über Gibraltar die ganze Costa del Sol. Unzählige Abstecher...
Waren auch glaube nicht exakt 4x7Tage sondern etwas mehr.

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Samstag 1. September 2012, 00:12

Ach Männers, natürlich kann man - übrigens selbst mit Plaste-Unterbrechern - problemlos 10.000 km ohne Nachstellung fahren. Dann aber muss man spätestens ran und den Kontaktabstand mit der Messuhr wieder bis zum Erreichen des ZZP aufdrehen. Das Umbauen und basteln macht es doch aber z. B. für mich erst aus. Ich habe keine Lust mich mit Unterbrechern zu beschäftigen, wenn es wartungsfreie elektronische und noch dazu leistungsfähigeren Ersatz gibt. Ich fahre durchaus 10 oder 12 tkm im Jahr, manchmal sogar mehr. In diesem Jahr waren es allein über die Sommerschulferien 6.000 km, da will ich nicht Zündung nachstellen, selbst wenn es nur ne Stunde dauert. Mir reicht schon der nahezu jährliche Wechsel der Bremsklötzer!

Die Kennlinienzündung bringt mit grosser Sicherheit keine Steigerung der Höchstgeschwindigkeit oder Leistung. Das hat doch auch niemand behauptet. Man kann aber eben sehr schön bestimmte Drehzahlbereiche entklingeln oder beschleunigen und bei der Sparker kann man sogar ganz elegant einen Kurbelwinkelfehler ausgleichen, d. h. man kann den Grundzündwinkel für jeden Zylinder einzeln festlegen.

Richtig ist auch, dass ein paar Grad Zündverstellung keine Katastrophen auslöst bei Leistung oder Verbrauch auslöst. Spürbar sind aber z. B. 3 oder 4 Grad schon deutlich. Ich bin mit meiner Variante eigentlich rechts zufrieden, gravierende Vorteile gegenüber der EBZA aus Stahnsdorf sehe ich aber nun auch nicht, obwohl über meine 500.000 km EBZA einige Geber und Steuerteile verbraucht wurden. Kennlinie Ist halt eine nette Spielerei und nützlich bei getunten Motoren.

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die Kühlung erwärmen...

Ungelesener Beitragvon mario » Dienstag 23. September 2014, 21:49

DSCI0635.JPG
DSCI0636.JPG
... wollte ich mal wieder.
So langsam neigt sich mein Umbau dem Ende zu. Ein ca. 300W-E-Lüfter (abhg. vom Gegendruck), Alukühler, Zusatzfrontkühler (im vorigen Leben als WT gedacht) mit ausreichendem Durchmesser der Anschlüsse, Aufarbeiten der m.E. engsten Stelle des Kühlsystems an der WP (original von ca. 260qmm auf ca. 300qmm). Geplant ist noch ein Sauglüfter am kl. Frontkühler (ja, kl. Wirkung, aber evtl. entscheidend) und ein größerer WT als jetzt (Peugeot zu VW, der VW bringt schon die gleiche Heizleistung wie der originale Warti-WT, der Peugeot ist volumenmäßig doppelt so groß ...). Außerdem habe ich auf Selbstentlüftung umgeschlossen (von "anschließen"), der fremde Ausgleichsbehälter erlaubte es ja.
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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Waldvogel » Mittwoch 24. September 2014, 21:48

Hallo,ich möchte ganz kurz meinen Senf dazugeben.Fahre seit 1976 Wartburg mit und seit 1990 selbst.
Wir hatten erst Zwangskühlung drin(Mittelkühler)4Flügel und Mitte der 80-er,wo die ersten Frontkühler rauskamen wurde auf Elektrolüfter umgestellt mit extra Handschalter manuell.Der Lüfter ging bei 85Crad per Geber an und bei 92Cr.aus.
Wir hatten 2Modelle Lüfter.einen Für warme Sommer, und einen(Mod.Polonez)für heiße Sommer,kräftiger.Und auch noch Luftleitbleche im Motorraum,damit viel frische Luft zum Kühler kommt.
Seid mir nicht bös.Ich fand dies alles einen Krampf.
Ich habe bei der Restauration alles wieder auf orig.69´er mit 6-flügligem Lüfterrad und pieksauberem Netz zurückgebaut.
So nun ist es bei gr.Hitze ab 30Crad und viel Leistungsabnahme(,hab auch ein bischen modifiziert)schon ein Problem,die Wärme wegzubringen.Ja,ich mach halt die Heizung bissel auf,und dann geht's wieder.

Werde vielleicht mal den Kühler so ein modernes Kupfernetz verpassen,will aber den breiten Kühler beibehalten.
Aber bei uns war dieses Jahr wirklich kein warmer Sommer und so auch keine Temp.probleme.
Vielleicht ist ein bischen Coolness im Kopf auch hilfreich und bringt Gelassenheit.Tschüss

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Re: Umbau Kühlung

Ungelesener Beitragvon Mossi » Donnerstag 25. September 2014, 08:06

Interessant ist der Hintergdanke: Es muß so funktionieren wie es jetzt bei allen funktioniert.

Und nicht: früher war kaum ein Auto Vollgasfest bzw. hatte im Sommer keine Kühlprobleme....

Manchmal liegt die Erwwartungshaltung nicht im Kopf des Motors, sondern eher im Kopf des Fahrers.....
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