Pumpe defekt?

Kühler, Thermostat, Luftaustausch, Innenraumbelüftung etc...

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agent5
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Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon agent5 » Mittwoch 10. Juli 2013, 21:45

Halo Forum (:

folgendes Problem plagt mich derzeit: vor ein paar Tagen ging ein Schlauch (Motor in Kühler) defekt, der Motor überhitzte und sprang nicht mehr an. Kein Problem bis dahin, Fahrzeug abgeschleppt, Schlauch getauscht und dabei gleich mal die Kühlflüssigkit gewechselt. Motor sprang dann auch sofort wieder an, nur tritt jetzt aus der Pumpe jede Menge Kühlfüssigkeit aus. Das passiert direkt am Austritt zum Lüfter. Kann es sein, dass bei der Überhitzung eine Membran in der Pumpe defekt ist? Die Pumpe abzubauen erweist sich momentan auf Grund eines fast runden Schraubkopfes als etwas schwierig. Könnte es noch andere Ursachen geben?

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Mittwoch 10. Juli 2013, 21:52

Sorry, kann mir jetzt momentan überhaupt nichts darunter vorstellen.
Schreibe mal bitte den Fahrzeugtyp mit hin, Kühleranordnung usw..
Keine Ahnung, welchen Kühlwasserschlauch du meinst.
Gruß Thilo
Zuletzt geändert von Thilo.K am Mittwoch 10. Juli 2013, 21:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Mittwoch 10. Juli 2013, 21:53

Weissest Du falls es von die Pumpe lecken, so es nicht nur von der Schlauch lecken. Falls Du ein Wartburg 353 mit Mittkühler haben, gibt es eine Möglichkeit das der Lüfterrad der Kühlwasser zum Luftfilter blasen.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Mittwoch 10. Juli 2013, 21:57

Die Angaben sind etwas spärlich, was das Fahrzeug betrifft. Aber Deinem Profil entnehme ich 353 mit Mittelkühler.
Vermutlich ist die Membrandichtung an der Pumpe defekt. Das muss nicht mit der Überhitzung in Zusammenhang stehen, kann aber.
Könnte aber auch sein, daß es nur die Dichtung vom Pumpengehäuse oder der Zyinderkopf an der Ecke ist. Musst Du mal ganz genau anschauen.

Es hilft nix, das Pumpenghäuse wirst Du wahrscheinlich aufmachen müssen.

Grüsse Tomtom
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 10. Juli 2013, 21:58

@ agent5, die Pumpe wird ja bei Deinem Maleur trocken gelaufen sein. Die Gleitringdichtungen brauchen jedoch das Kühlwasser als Schmiermittel und überleben daher einen Trockenlauf nicht lange. Dir wird nichts weiter übrig bleiben, als die WAPU instand zu setzten.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Mittwoch 10. Juli 2013, 22:08

Wo genau kommt das Wasser raus?
-Aus dem Anschluß der Pumpe, wo der Schlauch draufgeschoben wurde?
(Schlauchschelle oder Schlauchband zu lasch angezogen)
-Aus dem Wellendurchgang d. Wasserpumpengehäuses (Mittelkühler)?
Der äußere Membrangleitring wäre hier defekt.
-Leckbohrung der Wasserpumpe (bei Defekt des inneren Membrangleitringes)
Diese Bohrung gehört zur Wapu, ist aber im eigentlichen Zylinderkopf
positioniert. Sieht man nur von unten.
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon agent5 » Donnerstag 11. Juli 2013, 09:42

In der Tat es wenig Infos von mir, sry. Der Tag gestern war etwas frustrierend :/

Ist ein Mittelkühler. Flüssigkeit kommt aus dem Wellendurchgang. Ist dann wohl doch ein defekter Membranring. Muss ich mir jetzt mal was überlegen, wie ich die eine Schraube abbekomme. Danke soweit! (:

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 11. Juli 2013, 09:49

Als erstes musst Du dir sowieso Platz schaffen. Also mindestens den Kühler raus, einfacher ist es, einfach den Kopf runterzunehmen, 353er-Wasserpumpe nervt ganz schön, vor allem, wenn das Wasserpumpenrad (wie in 90% der Fälle) festgerostet ist.
Zum Tausch des Lüfterradseitigen Mambranegleitdichtrings musst Du das zwar nicht abnehmen, aber wenn würde ich beide machen, und wenn Du einmal dabei bist, auch gleich die Welle neu lagern.
Und alles mit gaaaanz viel Fett zusammenbauen, vor allem das Pumpenrad auf der Welle, in der Hoffnung, dass es nicht gleich wieder festrostet.
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon agent5 » Donnerstag 11. Juli 2013, 10:04

Mach mir keine Angst (:

Aber im Ernst, ich glaub ich komm hier langsam an Grenzen einfach auf Grund des Standortes. Das Fahrzeug steht in einer öffentlichen Tiefgarage, da ist zwar Licht und Platz zum Schrauben, aber nicht mehr... aber noch gebe ich nicht auf (:

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Donnerstag 11. Juli 2013, 11:31

Mach´dir mal den Spaß, demontiere das Wapu-Gehäuse und tausche
den darin befindlichen Dichtring alleine aus. Neue Papierdichtung brauchst
du dann auch noch, kann ggf. selbst zugeschnitten werden aus Dichtpapier.
(Hatte selbst mal keine Thermostatdichtung zur Hand gehabt - da half
hier sogar eine selbstgeschnittene Dichtung aus Pappe, diese aber eingefettet)
Auf die rundgedrehte Schraube nach Möglichkeit eine Mutter aufschweißen
und diese damit dann rausschrauben...
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon agent5 » Montag 22. Juli 2013, 18:12

Ich arbeite immer noch am lösen der Schraube. :/ Notlösung: Wagen aus der TG schieben und 200m weiter in die Werkstatt. Da könnte man sicherlich etwas zum abdrehen draufschweisen... grml... am WE schön mit nem Kübel den Rennsteig rauf- und runter und dann nach Hause kommen und nichts tun können.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Montag 22. Juli 2013, 18:37

Hallo,

besorge Dir einen Ersatzzylinderkopf, mach den drauf und überhole den defekten in Ruhe daheim. Das kann (wird!) mit Zerstörung des Pumpenrades, ausgerissenen Gehäuseschrauben der Pumpe und Ausbau der im Zweifel defekten Wellenlager eine ganze Menge Schlosserei werden und läßt sich besser an der heimischen Werkbank erledigen. Faktisch: In der Tiefgarage ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß Du mehr vermurkst, als Du reparierst.

Gruß,
Friedolin
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Hanner » Montag 22. Juli 2013, 22:54

Hallo,

es gibt eine einfache Möglichkeit das Pumpenrad schadlos zu lösen. Mußt mal suchen. Wurde mal
beschrieben.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon agent5 » Donnerstag 25. Juli 2013, 11:22

Die Schraube ist locker und ablösbar. Am Ende brachten Hammer, Meißel und kurze Schläge den Erfolg. Den Wechsel des kompletten Zylinderkopfes behalte ich in Gedanken. Werde jetzt erst mal versuchen so weiter zu kommen.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon agent5 » Freitag 4. Oktober 2013, 13:25

Update: alles wieder funktionsfähig. Da ich eh neuen TÜV brauchte, hab ich mir gleich ein wenig professionelle Untersützung bei der Werkstatt meines Vertrauens in Beuna bei Merseburg geholt.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Hanner » Donnerstag 10. Oktober 2013, 12:40

Hallo,

in dem Zusammenhang eine Frage an die Fachleute. Da ich sehr wenig Probleme mit der Wasserpumpe
hatte, meine Frage; muß das Pumpenrad lose auf der Welle sein?
Will meinen Motor wechseln und habe festgestellt, daß das Flügelrad lose ist. Auch bei meinen Ersatzköpfen
ist das Flügelrad lose.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 10. Oktober 2013, 14:29

Hanner hat geschrieben:Hallo,

in dem Zusammenhang eine Frage an die Fachleute. Da ich sehr wenig Probleme mit der Wasserpumpe
hatte, meine Frage; muß das Pumpenrad lose auf der Welle sein?
Will meinen Motor wechseln und habe festgestellt, daß das Flügelrad lose ist. Auch bei meinen Ersatzköpfen
ist das Flügelrad lose.


Ja Hanner, es muss lose sein. Beziehungsweise nicht ganz.
Die Nut ist breiter als die Halbmondfeder. Das soll wohl dazu dienen, daß sich das Pumpenrad ein klein wenig bewegen kann. Mit dem Ziel: Das es nicht festrostet...
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Hanner » Donnerstag 10. Oktober 2013, 16:37

Hallo Tomtom,

nachdem ich nun dabei war, denke ich, ich kenne den Grund. Im Prinzip hast du recht. Es kann aber auch sein, daß es wegen der federnden Abdichtung ist?!
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 10. Oktober 2013, 17:03

Ich bin kein Pumpenbauer, aber auch das. Vermutlich sogar mehr als meine bisherige vermutete Annahme.
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 10. Oktober 2013, 20:39

Einen tieferen Sinn vermute ich hinter dem leichten Spiel von ein paar Grad des Schaufelrades auf der Welle nicht. Aber es ist eine prima Prüfmöglichkeit. Ist das Spiel beim Hin- und Herdrehen der Riemenscheibe spürbar, ist die Wasserpumpe mit großer Wahrscheinlichkeit neu oder wenig gelaufen...

Sobald man das Lüfterrad beim Mittelkühler aufsetzt und festzieht wird das ganze eh verspannt und das hitnere Lager Wird zum Festlager. Damit kann sich das Wasserpumpenrad im Betrieb ohnehin kaum noch verdrehen, und auch axial ist das Wasserpumpenrad damit verspannt.
Und nochwas dazu: Sollte man einen Kopf eines 353 Mittelkühler in einen Frontkühler oder einen B1000 einbauen, muss man statt dem Lüfterrad eigentlich immer eine Büchse und die Mutter M10 wieder aufsetzen. Sonst kann die Wasserpumpenwelle theorethisch wandern.
Praktisch verhindert das das fast immer festgerostete Wasserpumpenrad dennoch...

Beim Zusammenbau immer die Wasserpumpenwelle gut einfetten, damit man den Spaß auch mal wieder auseinander bekommt!

Manchmal habe ich sogar Hohlraumwachs auf die Welle gemacht, bevor ich das Wasserpumpenrad aufgesetzt habe.
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 11. Oktober 2013, 17:18

Das sich das Wasserpumpenrad (zumindest Mittelkühler) im neuen oder
überholten Kopf leicht "verdrehen" läßt, kann ich auch bestätigen.
Bei angezogenem Lüfterrad nicht mehr spürbar...
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon ifa_alex » Freitag 31. Oktober 2014, 17:17

Hallo! {winken}

Ich habe mal eine Frage zur Wasserpumpe in besonderer Hinsicht auf die Frontkühlermodelle mit dem direkt einbezogenen Ausgleichbehälter, wie ihn meine Kumpels und ich fahren. Wir hatten neulich gerade wieder das Thema und fragen uns seit jeher, was genau an der Wasserpumpe (sprich letztendlich an dem Schaufelrad) kaputtgehen kann, sodass die Kühlflüssigkeit nicht mehr umgewälzt wird?

Drei unterschiedliche Zustände in unserer kleinen Wartburggemeinschaft:

1.) Kumpel Hendrik fährt seit der Wende Wartburg im Alltag und besitzt mehrere Fahrzeuge. Vor drei Jahren begann sein Tourist immer schneller zu Überhitzungen zu neigen und ist schließlich immer nach wenigen Kilometern übergekocht, da gar kein Umwälzen des Kühlmittels mehr stattgefunden hat. Heizung ging auch nicht mehr. Die Wasserpumpe jedoch war dicht, die Ablaufbohrung frei, also von außen alles vermeintlich intakt. Wie kann das sein? Eine abgescherte Scheibenfeder hätte das Problem ja schlagartig auslösen müssen!?

2.) Kumpel Henning fährt ebenfalls einen Frontkühler. Wenn man bei ihm im Leerlauf in den Ausgleichbottich schaut, kommt durch den kleineren "Entlüftungsschlauch" kein Wasser. Erst bei Drehzahlerhöhung erscheint ein stärker werdender Wasserstrahl.

3.) Bei meiner Erika ist bereits im Leerlauf ein kräftiger Strahl vorhanden, der im Ausgleichbehälter an der gegenüberliegenden Wandung auftrifft und mit Drehzahlerhöhung richtig schiessend wird.

Wie kann es sein, dass diese vermeindlich so simple Pumpe drei so unterschiedliche Zustände hervorruft? Wo ist das entscheidende Konstruktions- oder Verschleißdetail? Was ist normal (muss sich Henning bspw. Sorgen machen, weil bei seinem Motor im Leerlauf kein Kühlwasser in den Bottich gepumpt wird?)?


Wir sind gespannt auf eure Antworten! :smile:



VG - Alex

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 31. Oktober 2014, 17:28

Das Pumpenrad kann im normalen Betrieb nicht kaputtgehen.
Die Scheibenfeder auch nicht abscheren (ist doch schließlich keine hohe
Belastung drauf).
Bei Demontage des Pumpenrades mit Gewalt jedoch schon.
(natürlich nur bei vergammeltem Zylinderkopf)
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon henner2203 » Freitag 31. Oktober 2014, 17:56

Hallo Jungs,

dennoch gibt es das Phänomen, dass die Pumpe nicht mehr pumpt, sprich kein Wasser umwälzt.
Woran kann das liegen und wie kann das sein?

VG
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 31. Oktober 2014, 17:59

Wenn die Pumpe nicht mehr pumpen würde, würde der Motor kochen. Sie pumpt...
Schaut Euch doch mal die Schläuche und auch das Nippel am Thermostatdeckel an.
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Freitag 31. Oktober 2014, 18:18

ifa_alex hat geschrieben:...1) Kumpel Hendrik fährt seit der Wende Wartburg im Alltag und besitzt mehrere Fahrzeuge. Vor drei Jahren begann sein Tourist immer schneller zu Überhitzungen zu neigen und ist schließlich immer nach wenigen Kilometern übergekocht, da gar kein Umwälzen des Kühlmittels mehr stattgefunden hat. Heizung ging auch nicht mehr. Die Wasserpumpe jedoch war dicht, die Ablaufbohrung frei, also von außen alles vermeintlich intakt. Wie kann das sein? Eine abgescherte Scheibenfeder hätte das Problem ja schlagartig auslösen müssen!? .....


Zu mir scheint es wie eine leckende Zylinderkopfdichtung.

Der Motor wird schnell heiss. Abgasen sammelt sich im Heizungsgerät und der Wasser cirkuliert nicht. Haben Sie im Ausgleichbehalter sehen, falls es schmutzig sind, und kommt es darin Bläsen mit kalten Motor? Noja, mit ein Frontkühler habe Ich keine Erfahrungen, also Ich weiss nicht falls ein leckende ZKD darin Spuren machen.
Stig
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 31. Oktober 2014, 18:33

Wie Tomtom schon sagt. An sonst wird die Förderleistung im wesentlichen bestimmt durch den Druckverlust im Kühlsystem, also altes verkeimtes System = geringe Förderleistung und umgekehrt. An der Pumpe selbst bestimmt dann auch noch der Abstand zwischen den Schaufelrädern des Pumpenrades und der Gehäusewandung die potentielle Pumpenleistung:

Unbenannt.JPG

daher je geringer um so besser und egal ob Front- oder Mittelkühler. Ist u.U. die Dichtung zu stark oder das Gehäuse durch Kavitation angenagt, bzw. die Schaufeln des Pumpenrades abgerundet, dann nimmt auch die Förderleistung ab.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon ifa_alex » Freitag 31. Oktober 2014, 19:23

@ bic

Super, das ist auch für mich die einzig vorstellbare Ursache. Das würde auch den schleichenden "Verfall" bei Hendriks Tourist - Motor erklären. Also Kavitation, vielleicht nimmt ja auch eventueller Dreck im Kühlwasser etwas vom Schaufelrädchen ab. (kleiner Scherz)

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 31. Oktober 2014, 19:28

Nüscht für ungut, aber Kavitation ist für mich zu weit hergeholt {eyedisco}
Ob das Pumpenrad angeknabbert ist, lässt sich ja sehr einfach feststellen. Es kostet Dich eine Dichtung und dasd Öffnen von ein paar Schrauben. Ich bin gespannt.
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon ifa_alex » Freitag 31. Oktober 2014, 19:36

Kavitation erfordert eigentlich sehr hohe Drehzahlen und ist von der Dichte der Kühlflüssigkeit abhängig. Irgendwie schwer vorzustellen, aber was soll es sonst sein? Korrosion am Schaufelrad?

Wir können Hendriks Wasserpumpe leider nicht mehr begutachten da er den Wagen bereits verkauft hat.


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