Pumpe defekt?

Kühler, Thermostat, Luftaustausch, Innenraumbelüftung etc...

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Thilo.K
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 31. Oktober 2014, 19:54

Bin ich jetzt dumm, wenn ich sage, daß ich diesen Begriff vorher
noch nie gehört habe? -roll-
Gravitation schon, aber das....?

Prüfung geht ganz schnell. Die Dichtung läßt sich im Notfall
auch ohne Muster aus Dichtungspapier nachschneiden.

Ist hier kein Dichtungspapier vorhanden, kann man auch
eine Dichtung aus Pappe ausschneiden und leicht mit Fett
benetzen (wasserabweisend), oder Getränkekarton
(Tetrapak) dafür verwenden. Dieser hat auf der Innenseite
eine wasserabweisende Beschichtung.
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Tomtom
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 31. Oktober 2014, 20:00

Nein bist Du nicht. Bei Kavitation entstehen Dampfblasen (z.B. an Schiffspropellern)
Diese implodieren und reissen Material aus dem Propeller.
Dafür muss der Propeller also sehr schnell drehen.
Ganz grob gesagt.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 31. Oktober 2014, 20:12

Neu:
DSC04416.JPG


Gebraucht:
DSC02407.jpg


Durch Kavitation angegriffen:
DSC04417.JPG

Das geht eigentlich noch, ich habe letztens ein Gehäuse weggeworfen, das sah noch viel "besser" aus.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon ifa_alex » Freitag 31. Oktober 2014, 20:13

Sobald uns mal wieder eine nicht mehr fördernde Pumpe über den Weg läuft werden wir sie zerlegen und die Einzelteile mit Neuteilen vergleichen. :smile: Vielleicht (und wahrscheinlich) ist ein Unterschied erkennbar.

Ist es eigentlich schädlich, wenn die Pumpe trocken gedreht wird? Bspw. im Neuzustand nach einer Überholung oder aber auch wenn sie bereits im Betrieb gewesen ist?


Edit: Tolle Bilder, bic! Danke. Es wird wirklich Material abgetragen.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 31. Oktober 2014, 20:24

Äpfel und Birnen?
Das Flügelrad wäre interessant... Und das frisst im Leben nicht durch.
Beim besten Willen, sorry...
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 31. Oktober 2014, 20:47

@ Tomtom, nix Äpfel und Birnen, es geht ja um den Abstand zwischen den Schaufeln und der Gehäusewandung. Dieser Spalt vergrößert sich durch den Materialabtrag womit die Möglichkeit der Pumpe Druck aufzubauen vermindert und somit deren Förderleistung verringert wird. An den Pumpenrädern habe ich solche Schäden übrigens noch nicht feststellen können, vielleicht deshalb, weil diese nicht so lange verwendet werden wie das Gehäuse. Was ich aber gesehen habe ist, dass die Kanten der Schaufeln verrunden. Auch hierdurch erhöht sich der Spalt zum Gehäuse.

Ob dies alles überhaupt eine wesentliche Verringerung der Förderleistung bewirkt, wage ich aber selbst zu bezweifeln. Zu Hauptsache ursächlich für einen zu geringen Durchfluss wird wohl fast immer ein "verkeimtes" Kühlsystem sein. Wie so etwas z.B. im Motor aussehen kann, finder man ja abgebildet in meinem Bootsmotor-Thread. Reinigung wirkt hier oft als Wunder.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 31. Oktober 2014, 20:51

ifa_alex hat geschrieben:Ist es eigentlich schädlich, wenn die Pumpe trocken gedreht wird?

Jo, die Dichtungen sind flüssigkeitsgeschmiert und sollten trocken nicht laufen. Die Reibung ist sonst so hoch, dass der Graphitring vom Grundkörper abreißen kann, dies ist meine eigene leidvolle Erfahrung. Ein Durchdrehen mit der Hand schadet jedoch nichts

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 31. Oktober 2014, 21:00

Jupp. Pumpendichtungen mit Gleitringdichtung sind flüssigkeitsgeschmiert.

@bic: Deiner Argumentation widerspreche ich.
So eng waren die Fertigungstoleranzen nicht, als dass es signifikant die Strömung beeinflusst. Das wäre irgendwo erwähnt...
Es gäbe noch weitere Gründe für die Einschläge: Jahrelang den Rost mit durchpumpen?
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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Freitag 31. Oktober 2014, 21:18

bic hat geschrieben:Ob dies alles überhaupt eine wesentliche Verringerung der Förderleistung bewirkt, wage ich aber selbst zu bezweifeln.

Ja, das tut es, und zwar ganz erheblich. Das axiale Spaltmaß zwischen Flügelrad und Gehäuse wird bei der Auslegung der Pumpe immer so klein wie möglich gehalten, da das Wasser sonst schlicht um die Flügel des Flügelrades herumströmt und nicht beschleunigt wird. Entsprechend verringert sich der Druckaufbau.
Da sich das Spaltmaß aus mehreren tolerierten Maßen der beteiligten Einzelteile (Gehäuse, Pressmaß Flügelrad, Flügelrad selbst) ergibt, kann man es nicht unendlich klein machen. Üblich sind im PKW-Bereich etwa 0,4mm, je nach Konstruktion und Fertigungstechnologie auch weniger.

Kavitation an einer so kleinen Pumpe wie der des Wartburg ist mir bisher auch nicht bekannt, aber die Fotos von bic sprechen eine recht eindeutige Sprache. So kommt zum ohnehin vorhandenen Spalt der Abtrag, der die Förderleistung reduziert. Ob das die alleinige Ursache für die hier geschilderten thermischen Probleme ist, ist allerdings Spekulation.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 31. Oktober 2014, 21:22

Tomtom hat geschrieben:@bic: Deiner Argumentation widerspreche ich.

Das musst Du aber gar nicht, denn ich hatte ja geschreiben, dass ich selbst bezweifle, dasd dies einen wesentlichen Einfluß hat.

Tomtom hat geschrieben:Es gäbe noch weitere Gründe für die Einschläge: Jahrelang den Rost mit durchpumpen?

Wenn ich mir bekannte Schäden an Heizungspumpen ansehe, ergibt sich am Gehäuse genau das gleiche Bild. Außerdem ist es ja bekannt, dass es dieses Problem auch bei KFZ-Kühlmittelpumpen gibt. Das ich dies am Pumpenrad so noch nicht feststellen konnte, liegt womögllich tatsächlich daran, das diese wesentlich öfter getauscht werden. Fremdkörper wie z.B. Rost tragen sicher auch Ihren Teil zum Verschleiß bei, dürften aber eher einen Verschliff in Flußrichtung erzeugen als das Bild, welches obiges Pumpengehäuse zeigt. Hier sind die Auswaschungen ja unabhänig von der Fließrichtung.

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Warbi » Mittwoch 16. März 2016, 16:41

Weiss jemand wie mann einen festgerostete schaufelrad von der Achse abziehen kann ?
Einen abzieher kommt nicht ran, -kann mann der Achse mit Schaufelrad komplet herausziehen ?
Dann die Lager und Dichtung/Membrane auswechslen, und alles wieder zusammenbauen ?

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 16. März 2016, 17:13

Warbi hat geschrieben:Weiss jemand wie mann einen festgerostete schaufelrad von der Achse abziehen kann ?

Zum Beispiel so: Klick!
...kann mann der Achse mit Schaufelrad komplet herausziehen ?

Nein, leider nicht. Aber schau doch mal bei Wartburgpeter - zum Abziehen des Pumpenrads lässt es sich aber auch nicht aus, hierzu findest Du jedoch einiges Forum - an dem Problem haben sich schon viele versucht.
Dann die Lager und Dichtung/Membrane auswechslen, und alles wieder zusammenbauen ?

Da wirst Du wohl nicht drum herum kommen und ich glaube doch, dies ist doch auch der Sinn der Sache oder willst Du die Pumpe nur "mal so" zerlegen?

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Warbi » Mittwoch 16. März 2016, 17:46

Danke für die schnelle antwort !
Es ist ein Kumpel von mir der sein Wasserpumpe gerade zerlegt..
WAS er gerade damit machen will, weiss ich aber nicht :)

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Re: Pumpe defekt?

Ungelesener Beitragvon Hanner » Mittwoch 16. März 2016, 18:54

Hallo,

das Problem mit der Gravitation habe ich selbst erlebt. Beim Umbau meiner Kühlung wollte ich es gut meinen
und einen besseren Wasserdurchlauf erreichen. Dafür machte ich eine kleinere Riemenscheibe auf die Pumpenwelle.
Danach hatte ich immer Luft im Systhem und wußte nicht, woher die kommt. In einer Sendung über Schiffsantriebe
wurde das Problem mit der Gravitation behandelt. Da machte es "klick" bei mir. Habe dann die originale Riemenscheibe
wieder rauf gemacht. Seitdem ist alles gut.
Über das Abziehen des Flügelrades habe ich am 5.Nov.2009 geschrieben(mit Bildern).
Freundliche Grüße
Hanner



Man kann nur gewinnen, wenn man schon verloren hat.


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