Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Kühler, Thermostat, Luftaustausch, Innenraumbelüftung etc...

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bseQ
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Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bseQ » Samstag 13. Mai 2017, 23:06

Hallo ihr Lieben, ich bin leider mit meinem Latein am Ende und brauche eure Hilfe.

Ich habe einen Wartburg 353W DeLuxe Baujahr 02/1981 mit originalen 12500km auf der Uhr, der Wagen ist seit 1986 nicht mehr gefahren. Vor 2 Wochen habe ich dann die Wiederzulassung durchgeführt, nachdem ich zwei Jahre mal mehr mal weniger intensiv alle Standschäden behoben habe.

2.jpg


Nun zu meinem Problem:
Wenn ich den Wagen warm fahre, steigt die Temperatur immer in den roten Bereich. Erst nach bangen und zittern öffnet das Thermostat im mittleren roten Bereich. Anschließend fällt die Temperatur auf mitte und bleibt dort auch stehen.

Ich habe mittlerweile das dritte Thermostat drin, bei jedem gab es das ähnliche Problem. Kühlerschläuche sind großteils getauscht, System mit Zitronensäure gereinigt und anschließend gründlich gespült. Nach einer Fahrt mit meinem Bastei 351 habe ich beschlossen, einen leistungsgesteigerten Kühler vom Kühlerbauer zu kaufen und habe diesen eingebaut (3 reihiges Kühlernetz -> mehr Durchfluss durch größere Röhrchen).

1.jpg


3.jpg


Nach den ersten 300 Kilometern fing er an den Ausgleichsbehälter zu leeren und kalt schlecht anzuspringen. Also habe ich eine defekte Kopfdichtung vermutet. Leider habe ich heute aufgegeben die Dichtung zu tauschen, weil ich den Zylinderkopf absolut nicht herunter bekomme ohne den Motor auszubauen. Lediglich zwei Stehbolzen konnte ich durch Kontern herausschrauben, der Rest ist leider absolut fest.
Jetzt habe ich alles wieder montiert und neues Kühlmittel aufgefüllt, wieder ordnungsgemäß entlüftet und bin probegefahren. Die Temperatur wieder im roten Bereich bis das Thermostat öffnet. Jetzt hat das Kühlwasser sogar schon angefangen zu kochen. Beim Öffnen der Heizung ging die Temperatur kurz runter bis endlich das Thermostat geöffnet hat und alles wieder normal war.

Vielleicht hatte jemand bereits ein ähnliches Problem und kann mir weiterhelfen?
Ich danke euch jedenfalls schon mal fürs Lesen ;)

Gruß
Matti

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Sonntag 14. Mai 2017, 00:01

Hi Matti,

so wie du es beschreibst, hast Du Dein Kühlsystem nicht richtig entlüftet.

Warum Du allerdings zum ZKD-wechseln Stehbolzen herausschrauben willst, entzieht sich meiner Kenntnis. Das Abschrauben der Muttern reicht eigentlich.

Solltest Du den Zylinderkopf noch nicht vollständig gelöst haben, probiere bitte folgendes:

1. Bohre eine ca. 2 mm große Bohrung in den Rand des Thermostates. Das System entlüftet sich dann bessser. Nicht vergessen, die Einstellschraube gehört nach oben. Beim Entlüften, Heizung auf.

2. Prüfe das Ventil vom Ausgleichbehälter. Es muss beim Saugen und unter Druck öffnen. Im Zweifelsfall ersetze das Ding durch ein Neuteil.

Hinweise zum Wechseln der Kopfdichtung erspare ich mir, da gibt es hier im Forum genug zu lesen. Es ist übrigens auch keine Atomphysik.

{smoker}
...fährst Du quer, siehst Du mehr...

www.kurbelwellen-richter.de

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Sonntag 14. Mai 2017, 00:28

Thermostat wechseln. Die alten Ostdinger neigen dazu nicht rechtzeitig zu öffnen.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bseQ » Sonntag 14. Mai 2017, 07:22

Hallo, das mit der Bohrung klingt interessant, davon habe ich noch nie gehört.

frankyracing hat geschrieben:Warum Du allerdings zum ZKD-wechseln Stehbolzen herausschrauben willst, entzieht sich meiner Kenntnis. Das Abschrauben der Muttern reicht eigentlich.


Dazu muss ich mich kurz rechtfertigen ;)
Ich dachte auch, ich bekomme den ZK ohne Entfernen der Stehbolzen ab, aber leider Fehlanzeige. Das Ding sitzt so bombenfest da drauf, selbst mit einem großen Gummihammer und dem Durchdrehen mit Anlasser kam ich nicht weiter. Als ich zwei Stehbolzen heraus hatte, die zugegebener maßen noch leicht gingen, habe ich schon gesehen, dass die Stehbolzen extrem viel Korrosion angesetzt hatten und deswegen quasi mit dem Kopf verklebt sind. Auch Rostlöser hat hier keinen Erfolg gebracht. Der ZK sitzt nach wie vor ohne sich jemals bewegt zu haben, deshalb habe ich dann wieder alles zusammen geschraubt. Macht keinen Sinn, aber ich hoffe einfach noch, dass ich mich vielleicht doch verguckt habe und es nur eine undichte Schlauchschelle war, weshalb er Wasser verloren hat. Es war ja auch nur minimal, von Max auf Min innerhalb von 2 Tagen und 250km. Gelaufen ist er dabei ohne Probleme, so wie er soll. Nur halt das Anspringverhalten war etwas merkwürdig, ich musste ewig leiern..

Thermostat wechseln. Die alten Ostdinger neigen dazu nicht rechtzeitig zu öffnen.

Wie oben geschrieben, habe ich das Thermostat bereits 2 mal getauscht. Das alte DDR-Thermostat war zuerst drin, dann ein Neuteil und jetzt noch mal ein Neuteil. Allesamt sollen ab 82°C auf machen.


Gruß
Matti

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Sonntag 14. Mai 2017, 09:42

Es nützt alles nichts. Der ZK muss runter. Wenn Du selbst es nicht schafftst, hole Dir Hilfe. Die Dichtung ist mit höchster Wahrscheinlichkeit hinüber. Darüberhinaus muss der ZK zwingend durchgemessen und ggf. plangeschliffen werden, sonst kannst Du uU die Prozedur nach kurzer Zeit wiederholen.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Sonntag 14. Mai 2017, 11:35

Hallo, ich hatte genau dasselbe Problem. Es war die Kopfdichtung. Du könntest es mal brachial versuchen: Nur die Muttern am Kopf lösen und den Motor kurz anspringen lassen. Der Verbrennungsdruck sollte ihn doch zumindest etwas lockern. Wenn Du ein paar Tage vorher die Bolzen mit Rostlöser badest, ist das bestimmt hilfreich. Und wie schon erwähnt: Kopf messen/planen lassen in der Zylinderschleiferei.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 14. Mai 2017, 12:25

Den Gedanken mit dem Anlassen mit angesteckten Kerzensteckern hatte ich auch gerade. :shock:
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bseQ » Sonntag 14. Mai 2017, 13:57

Das werde ich noch mal probieren, ich hoffe das klappt. Vielleicht schaffe ich es heute oder morgen noch, ich werde berichten.

Gruß
Matti

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 14. Mai 2017, 18:21

Lass den Kopf drauf und versuch das nicht mit Gewalt.
Der Zustand mit rotem Zeiger und danach Abfall der Temperatur wird auch im Leerlauf binnen 10 min. erreicht?
Für mich hört sich das nach Luft im Zylinderkopf an.
Flüssigkeit ins Ausgleichsgefäß, so dass der Schlauchanschluß unteer Wasser steht. Ich mach immer zu 1/3 voll.
Ausgleichsgefäß zu. Heizung auf. Entlüftung am Wärmetauscher zu.
Kühler auf.
Warmlaufen lassen und nachkippen, bis der Kühler anfängt beim Erwärmen überzulaufen. Da kann man richtig schön zuschauen :-)
Kühler zu.
Entlüftung an der Heizung auf, bis nur noch wenig / keine Luft kommt.
Zuschrauben. Fertig.
Damit bin ich bisher immer sehr gut zurecht gekommen.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Sonntag 14. Mai 2017, 19:09

Wenn der ZK so schwer zu entfernen, könnte wir hoffen das es nur von Luft im Kühlsysteme handelt. Ein neues Temorstat hilft nicht. Der Thermostat öffnet nicht da Luft oder Abgasen unter der Thermostat sind und schlecht ervärmen. Dafür geht der Zeiger am rot vorest der Thermostat öffnen und Kühlwasser halten der Thermostat im passendes Öffnung.

Hast du Luft oben der Wasserpumpe weglassen? Auch am Heissgerät gibt es ein schraub für entlüftung.

Du könntest mit ein bischen leckendes Zylinderkopfdichtugn noch fahren. Im das Fall bekommt der ZKD schlechter und schlechter. Der Temperaturzeigen bekommt unruhig mit warme Motor. Kühlwasser verschwinden und Du müsst often der Heizungsgerät und Wasserpumpe entluften. Und der Ausgleichbehälter könnte voll bekommen mit varme Motor und leer mit kalte Motor. Hat man Kühlwasser im Ausgleichbehalter blubbert es darin.

Ich habe mange Jahren ohne Drückventil gefahren. Das zu weglassen verhinderst Du das Luft wird gesaugt durch eine Läckage.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Sonntag 14. Mai 2017, 21:11

Leute, klar kann man versuchen, nochmal und nochmal und nochmal und.... zu entlüften. Bei meinem Warti ging das sogar mal für ein, zwei Wochen gut. Meistens waren die Zeiträume bis zum Überkochen allerdings wesentlich kürzer. Bis auf die Tatsache, dass Mattis ZK sich nicht bewegen mag, ist der ZKD-Wechsel an sich überhaupt keine große Tat. Und nach dem Vermessen des ZK und einer evt. Planung hat man dann auch Sicherheit, dass man nicht alle Nase lang damit rechnen muss, dass die Temperaturanzeige in Richtung roten Bereich wandert.

Ich würde dringend vorschlagen, mit einer Motorenwerkstatt Kontakt aufzunehmen und zu fragen, ob diese bei der Abnahme des ZK unterstützen kann. Anschl. kann dort dann gleich der ZK vermessen werden. Achso, dran denken, neben den Dichtungen auch neue ZK-Stehbolzen zu besorgen. Wenn der ZK plangeschliffen werden muss, muss vmtl. auch das Pumpengehäuse demontiert werden. Die Dichtung auch gleich mit ordern.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bseQ » Montag 15. Mai 2017, 00:12

Hey, danke für die zahlreiche Hilfe.

Ich habe jetzt noch einmal versucht den Kopf runter zu nehmen. Immerhin ist jetzt sicher, dass die Dichtung auf jeden Fall neu muss. Das neu aufgefüllte Kühlwasser war schon wieder sehr milchig-bräunlich.

Ich habe nun also alles lose geschraubt, den Motor versucht zu starten aber bis auf ein paar vereinzelten Zündungen hat es nichts gebracht. Die Abgase kamen dann aus dem Thermostatgehäuse, der Kopf sitzt immer noch bombenfest. Immerhin drei Stehbolzen habe ich nun heraus bekommen, die anderen sind (noch) zu verrostet. Ich werde sehen, was die Zeit bringt. Die anderen Stehbolzen sind jetzt erst mal in Rostlöser getränkt. Die Prozedur wiederhole ich jetzt ein zwei Tage bis ich erneut versuche, die anderen Stehbolzen zu entfernen. Denn eins steht fest - Mit festgerotteten Stehbolzen habe ich hier keine Chance.

Selbst mit provisorischer Hebelvorrichtung und erneuten Hammerschlägen bewegte sich der Kopf keinen Milimeter.
4.jpg



Die 2mm Bohrung im Thermostat habe ich übrigens ebenfalls vorgenommen.


Gruß
Matti

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 15. Mai 2017, 00:33

Die Bohrung im Thermostat sollte eigentlich bei dem Baujahr original sein (bzw. bei dieser
Kühlsystem-Ausführung). Ich denke aber, die ist normalerweise etwas kleiner. Durchmesser so ca. 1mm.

Falls Bedarf besteht, ich habe noch eine sehr gute Kopfdichtung vom Barkaskonsum, die ich abgeben
könnte. Die hat mal ca. 30€ gekostet und ist neu. Ist übrigens das beste, was auf dem Markt erhältlich ist.


Wenn alle Stricke reißen, mußt du die Stehbolzen inkl. Muttern ohne Rücksicht auf Verluste einfach
mittel Radkreuz o.ä. abreißen. Muß sowieso alles neu. Und immer schön mit Rostlöser einweichen und warten.
Oder sind die Muttern schon alle runter?
Am besten schön einweichen über mehrere Tage und später nochmal versuchen.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon calle » Montag 15. Mai 2017, 07:45

Thilo.K hat geschrieben: Kopfdichtung vom Barkaskonsum, Ist übrigens das beste, was auf dem Markt erhältlich ist.


:| Erklär mal bitte warum ?

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 15. Mai 2017, 09:06

Ich mag die Barkaskonsum-Dichtung auch. Sie ist etwas dicker und weicher, sodass sie in der Lage ist, bei den recht geringen Flächenpressungen und vor allem dem sehr schmalen Dichtsteg nach Außen (zwischen Kühlwasser und Außenwelt) wirklich dicht zu sein. Mit z.B. den Ajusa-Dichtungen (sonst von guter Qualität) habe ich z.B. nur Stress gehabt (auch bei frisch geplanten Köpfen). DDR-Dichtungen – wenn man noch welche bekommt, die noch i.O. sind – sind auch sehr gut. Aber nur die Kupferring-Dichtungen (mit dem „Globus“ dauf) (das ist der Markenname, kein Hinweis auf einen verwendeten Werkstoff).

Du solltest vllt. auch drüber nachdenken, die Wasserpumpe gleich neu zu lagern. Mit dem Fett ist sicher auch nicht mehr viel los.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 15. Mai 2017, 10:44

Außerdem merkt man das ja auch schon am Preis. Für eine gute Dichtung inkl. Kopfschrauben
werden beim Vierzylinder-Westblech ja auch gleich ca. 50€ fällig. Und es gibt genauso gut
Sätze für die Hälfte vom Preis. Aber hier wird man wohl nicht ganz so sehr auf die Nase
fallen, wie bei nachgefertigten Wartburg-Dichtungen, da Hersteller meist Elring oder Reinz.
(mal schnell bei Ebay nachgesehen)
Was Wartburg angeht, kann man ja meist nicht nachvollziehen, wer der Hersteller von Nachbauersatzteilen ist,
bei bspw. Simson-Mopedersatzteilen sieht das genauso aus.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 15. Mai 2017, 10:51

Thilo.K hat geschrieben:....Wenn alle Stricke reißen, mußt du die Stehbolzen inkl. Muttern ohne Rücksicht auf Verluste einfach
mittel Radkreuz o.ä. abreißen...

Klar, dann reißen ausgerechnet die oberen Gewindeenden ab und man hat überhaupt nichts gekonnt. Und der Rostlöser kriecht vielleicht und wenn überhaupt nach Wochen bis ganz nach unten die Bolzen runter, wobei dann noch dazu kommt, dass das, was die Bolzen festhält, weniger Eisenrost, sondern aufgeblühtes, korrodiertes Alu ist. Nach meiner eigenen Erfahrung wird man -wenn der Kopf derart fest sitzt- im eingebauten Zustand des Motors nichts - der muss raus. Nur dann hat man den Arbeitsfreiraum um den Kopf mit ein paar gezielten Schlägen zur Aufgabe zu überreden, ein Wärmeeintrag rund um die Bolzen hilft hier dabei, wenn man denn schnell genug arbeitet (ansonst immer wieder abkühlen lassen). Womit man sich aber jetzt schon einmal auseinander setzten muss, ist, dass der Kopf u.U. verlustig gehen könnten, ich habe schon einmal einen per Flex abbauen müssen, aber auch die "Demontageschläge" können den Kopf beschädigen. Unbedingt vermeiden sollte man aber die Beschädigung der Motorblocks, dann lieber gleich den Kopf zerstören - aber soweit ist es ja noch nicht.
An sonst gab es früher mal Abdrückvorrichtungen, bei diesen wurden die Stehbolzen als Widerlager benutzt und die Vorrichtung in den Kerzenbohrungen verankert (wobei sich die Frage stellt, was die Kerzengewinde überhaupt abkönnen). Vielleicht hat ja jemand noch so ein Teil rumliegen?

Was übrigens die Zylinderkopfdichtung betrifft, bin ich bei Barkas <--> Ajusa anderer Meinung, warum und weshalb kann man ja hier nachlesen, aber Vorsicht, viel Text!
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 15. Mai 2017, 10:54

Ich dachte erst, die Muttern sind noch drauf und fest, TE äußert sich nicht mehr...

Mit der Vorrichtung meinst du bestimmt die Aushebevorrichtung, die in die Kerzenbohrungen
eingeschraubt wird. Ist aber zum Abheben mit Flaschenzug gedacht, mit der Ringöse oben dran.
Die Stehbolzen spielen da keine große Rolle. Abbildung davon im bl. Werkstattbuch.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 15. Mai 2017, 11:13

Thilo.K hat geschrieben:....Mit der Vorrichtung meinst du bestimmt die Aushebevorrichtung, die in die Kerzenbohrungen
eingeschraubt wird....

Nö, dass war eine recht stabile Stahlplatte, welche mittels Abstandshalter fest mit den Kerzenbohrungen verschraubt wurde. Über jeden Stehbolzen saß eine Druckschraube mit äußerer Führung gegen ein Abrutschen. Durch das Anziehen der Druckschrauben wurde dann der Kopf quasi abgedrückt - zumindest wohl soweit, wie die Kerzengewinde hielten.
Vor einiger Zeit habe ich so ein Ding mal wieder für reichlich Geld in der Bucht gesehen, lange überlegt, ob ich es nehme und dann war es schon weg :oops:
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 15. Mai 2017, 15:53

Rostlöser ist da nicht so zielführend, festbacken tut der Kopf weil das Alu der Löcher am Bolzen fest oxidiert. Versuch mal Breef Reiniger gegen "Fett und Eingebranntes" gibt's in jedem Supermarkt. Beim neu festschrauben unbedingt Keramik Paste oder ähnliches verwenden.
Viel Erfolg
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 15. Mai 2017, 20:52

"unbedingt Keramik Paste oder ähnliches verwenden"
Danke für den Tipp. Habe ich mir gerade bestellt, da ähnliches bevorsteht. {top}
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bseQ » Montag 15. Mai 2017, 21:45

Hey, ich habe es heute morgen dann auch endlich geschafft, der Kopf ist runter.
Mit dem Kontern von zwei Muttern auf dem Stehbolzen ging das leider gar nicht, da ist eher das Gewinde drauf gegangen, als dass sich irgendwas bewegt hat. Also musste ich noch Gewinde nachschneiden und da die Stehbolzen eh neu müssen, habe ich mir einfach kurzerhand Muttern auf die Stehbolzen geschweißt und mit dem Schlagschrauber herausgeschraubt.
IMG_20170515_094836-800x449.jpg



Jetzt habe ich leider festgestellt, dass das Lager auf der Riemenscheibenseite nicht dreht, die Welle also im Lager rutscht. Zum Glück ist die Welle nicht eingelaufen, also muss das Lager ja unter dem Keilriemendruck gerollt sein. Es ist auch freigängig im ausgebauten Zustand.
Im Zuge dessen will ich die komplette Wasserpumpe regenerieren. Wie bekomme ich also die Teile und das Lager auf der Pumpenseite raus? Ich finde dort keinen Sprengring, wie ich es auf der einen oder anderen Internetseite gelesen habe.
IMG_20170515_111101-1024x575.jpg


Den Kopf werde nach der Regeneration planen lassen, wie kriege ich denn am besten den Motorblock von den Dichtungsresten befreit?
IMG_20170515_1015031.jpg


IMG_20170515_103615-1024x575.jpg


Danke euch;)
Gruß
Matti

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 15. Mai 2017, 22:35

Na also, wird doch.

Dichtungsreste vom Block: Erst mit Ceranfeldschaber/Cuttermesserklinge, dann mit Bohrmaschine und rotierender Drahtbürste.
Die Löcher im Zylinderkopf mit einem 11er oder 11,5er Bohrer aufbohren, damit der Dreck rauskommt.

Zuerst muss der Rest vom Membrane-Gleitdichtring raus: Schraubendreher, raushebeln, sitzt bloß in einem Gummiring.
Dann kommt der Sicherungsring zum Vorschein, der das Lager hält.

http://wiki.w311.info/index.php?title=W ... betreffend

Gleitdichringe gibt es in guter Qualität ebenfalls im Barkaskonsum, von den Ungarn-Rep-Sätzen ist (Ausnahmen bestätigen die Regel) abzuraten.

Hast Du das Wasserpumpenrad beschädigungsfrei demontiert bekommen? Meist macht das nämlich große Probleme.
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Montag 15. Mai 2017, 22:48

bseQ hat geschrieben:...Ich finde dort keinen Sprengring, wie ich es auf der einen oder anderen Internetseite gelesen habe.
IMG_20170515_111101-1024x575.jpg


...zieh mal bitte den Rest vom Membrangleitring heraus, dahinter versteckt sich recht auffällig besagter Sprengring. :shock:

Die Dichtungsreste entfernst Du am besten mit einem Flachschaber. Zur Not kann man auch eine Flachfeile vorn schräg anschleifen. Dann nimmst Du Dir einen planen Schleifklotz oder ein Parallelstück, umlegt mit feinem Schleifleinen. Besprühst Du die Dichtfläche mit WD40 o.ä., kannst Du wunderbar alle kleinen Reste entfernen ohne die Fläche zu beschädigen. Rotierende Drahtbürsten, Schwarzafrikaner-Kekse ( oder wie auch man die Dinger nennt :smile: ) sind - neudeutsch - ein absolutes No-Go, Du kannst damit einfach zu viel Material vom Block abtragen. Ist's nachher schön blank, [Bier]
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 16. Mai 2017, 01:19

bseQ hat geschrieben:Hey, ich habe es heute morgen dann auch endlich geschafft, der Kopf ist runter.
Mit dem Kontern von zwei Muttern auf dem Stehbolzen ging das leider gar nicht, da ist eher das Gewinde drauf gegangen, als dass sich irgendwas bewegt hat. Also musste ich noch Gewinde nachschneiden und da die Stehbolzen eh neu müssen, habe ich mir einfach kurzerhand Muttern auf die Stehbolzen geschweißt und mit dem Schlagschrauber herausgeschraubt.

Glückwunsch! Ich hätte mir das nicht getraut, sondern Sorge gehabt, dass die Bolzen abreißen.

Den Kopf werde nach der Regeneration planen lassen, wie kriege ich denn am besten den Motorblock von den Dichtungsresten befreit?

Wie Frank schon schrieb, ist schaben hier das Mittel der Wahl. Ich bevorzuge jedoch eher einen Dreikanthohlschaber, damit kann man kontrollierter Arbeiten. So sieht dann z.B. ein Block nach der Bearbeitung aus

28.jpg

allerdings wurde hier noch mit einer Kunststoffbürste nachbehandelt. Auch den Kopf kannst Du damit säubern

204.jpg
vorher

205.jpg
nacher

Gleich zum Planen würde ich diesen nicht geben, denn dann musst Du auch die Quetschkanten nachsetzen lassen. Ich würde denn Kopf tatsächlich erst einmal säubern und mit Haarlineal und Blattfühler messen, ob er überhaupt verzogen ist. Gemessen wird längs, quer und diagonal so wie hier an einem Block gezeigt:

DSC04847.jpg

Sollten nur die Bolzenlöcher ein wenig durchgezogen sein, lässt sich dies mit einer Schlichtfeile oder eben auch mit dem Schaber egalisieren. Ansonts kannst du ja immer noch planen lassen.

Viel Glück!

PS. Hier mal eine Welle aus einem werksneuen Zylinderkopf:

Welle.JPG

Passungsprobleme gab es wohl schon ab Werk. Also, entweder machst Du es auch so oder nimmst als "Fügeproduktz" zur Lagersicherung z.B. LOCTITE 641
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 16. Mai 2017, 08:33

Ich wäre nun wieder kein Freund davon, Korund in die Zylinder zu bringen, und würde daher auf solcherlei Mittel verzichten.
Die Drahtbürste nimmt vom Block bei vernünftiger Arbeitsweise nichts ab. Für den Alukopf geht das auch, aber dort wirklich vorsichtig!
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Dienstag 16. Mai 2017, 20:47

Aus gegebenem Anlass, Überhitzung beim Warmfahren... {smoker}

Was einem so alles passiert... :eek:

IMG_1667.JPG


Ich hoffe, man kann den Riss erkennen... {rolleyes}

Na ja, Wochenende ist Volán-Rallye {beifall} in Ungarn, da soll es ja warm sein...
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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bseQ » Donnerstag 18. Mai 2017, 13:07

Hey,
die Wasserpumpe habe ich jetzt komplett überholt, danke euch für die Hilfe.

Der Kopf ist jetzt beim Motorinstandsetzer zum Planen, morgen hole ich ihn wieder ab.

Gruß
Matti

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon bseQ » Samstag 20. Mai 2017, 00:06

So, ich möchte euch das Ergebnis nicht vorenthalten.
Ich habe heute also den geplanten Zylinderkopf vom Motorenbauer wieder abgeholt und bin voll zufrieden. Kostenpunkt 65€ + Trinkgeld.

Mittlerweile waren auch die neuen Stehbolzen, Kopfdichtung, Thermostatgehäusedichtung und Wasserpumpengehäusedichtung in der Post. Ich konnte es nicht abwarten und habe dann alles zusammengebaut.

7.jpg

8.jpg


Und was soll ich sagen, das Problem ist weg. Die Temperatur steigt bis in die Mitte der Anzeige und geht dann minimal runter, sofern das Thermostat öffnet. Es hat sich gelohnt, vielen Dank also für eure Mithilfe.

5.jpg


Jetzt kann wieder gefahren werden.
Gruß
Matti

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Re: Überhitzung beim Warmfahren Wartburg 353

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 20. Mai 2017, 06:19

Ich habe die Dichtung beidseitig mit MO²S Fett eingestrichen.
Da bekomme ich den Kopf ohne Hilfsmittel mit den Händen ab.
Gleiches bei den Bolzen und Mutter. Dann mit einem Radkreuz.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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