Temperaturprobleme 353

Kühler, Thermostat, Luftaustausch, Innenraumbelüftung etc...

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Menelaos85
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Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Sonntag 3. Dezember 2017, 09:17

Moin zusammen,
Mein Name ist Max und ich wohne in Elsfleth/Niedersachsen. Ich selbst betreibe ein Onlineforum rund um den Bau von Kleinwindanlagen. Nun brauche ich selbst mal etwas Rat zu meinem 73er Wartburg 353 der mir Probleme bereitet und ich hoffe dass ich hier ggf. noch einige Hinweise bekommen kann die vielleicht zielführend sind.

zur Problematik:

Letztes Jahr habe ich einen alten 353 mit Lenkradschaltung und Mittelkühler gekauft, nach 30 Jahren Standzeit irgendwie durch den Tüv gewürgt so dass man sich nun in Ruhe den ganzen Problemchen widmen kann die eben so auftreten. Was ich überhaupt nicht auf die Reihe kriege ist die Systemtemperatur. Nach nur wenigen Kilometern Fahrt wird der Motor zu heiß und fängt an zu kochen. Erst heißes Wasser, später dann Wasserdampf werden in den Ausgleichbehälter gedrückt - die Kiste kocht...

Ich habe mich schon recht umfänglich belesen und nach und nach verschiedene Dinge ausprobiert um das Problem zu lösen - immer wieder Testfahrten gemacht - bislang leider erfolglos.

Was habe ich gemacht?:

- angefangen mit dem Entfernen des Thermostaten. Alten Thermostaten im Wasserbad getestet - funktioniert - dennoch einen neuen verbaut.
- mehrfach Kopfdichtung getauscht.
- Kühler gespült und gereinigt - später dann einen neuen Kühler gekauft
- Kühlkanäle gereinigt.
- dann neues Kühlerschlauchpaket und Ausgleichbehälter, System immer wieder entlüftet.

Da die Temperatur bei Zuschalten der Heizung runter ging, wollte ich die Wasserpumpe eigentlich ausschließen - irgendwann schein aber das die letzte Option zu sein. Ich entschloss mich daher einen komplett neuen Kopf zu verbauen, mit frisch überholter Wapu.
Leider ebenfalls wieder ohne Erfolg.

Um Wasserdurchsatz und Lüftergeschwindigkeit zu erhöhen habe ich dann ein kleineres Riemenrad für Pumpe und Lüfterwelle gedreht so dass beides nun testweise mit etwa fast doppelter Drehzahl rotiert.

Leider ist auch das wieder erfolglos. Weiterhin wird die Kiste zu heiß. An der Anzeige liegt es übrigens auch nicht. Ich habe den Thermosensor mit Anzeige im Wasserbad getestet, separates Massekabel gelegt, letztlich eine digitale Anzeige verbaut...

Nun weiß ich wirklich nicht mehr weiter - alle relevanten Motorteile sind gegen Neuteile getauscht, der Durchsatz ist erhöht, das System ist dicht.
Zudem habe ich den Vergaser testweise recht fett gedreht, Zündspulen und Kabel sind ebenfalls neu, Zündung ist eingestellt - möchte also ausschließen wollen dass eine schlechte Verbrennung ursächlich sein kann - Kerzenbild sieht auch super aus und die Motorleistung und verbrauch stimmen.

Wer hat ggf. eine Idee wo hier der Teufel im Detail versteckt sein kann?

Seltsamerweise kann die Heizung, wenn voll aufgedreht, das ganze so einigermaßen im Rahmen halten bzw. es kühlt der Kopf dann im Standgas wieder recht flott runter, dabei hat der olle Heizungskühler ja nur sehr wenige Wärmeaustauschfläche, vor allem im Verhältnis zum Hauptkühler, der das alleine irgendwie nicht auf die Reihe bekommt obwohl er frei von Kesselstein ist und scheinbar guten Durchsatz hat.

Ich bin mittlerweile recht verzweifelt und würde mich sehr freuen wenn ich mit Hilfe aus diesem Forum das Problem noch weiter eingrenzen und lösen könnte.

VG aus dem Norden,
Max

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Sonntag 3. Dezember 2017, 09:32

Ich vermute mal, dass Dein Kühler verstopft ist. Dazu kommt, dass das Kühlsystem überhaupt etwas schwach ist. Im Anhängerbetrieb im Sommer, hilft auch bei mir nur runter mit der Geschwindigkeit und/ oder Heizung auf. Ich plane in diesem Winter, den Kühler komplett überholen zu lassen. Dabei kommt da ein neues Netz rein.
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Hanner » Sonntag 3. Dezember 2017, 10:18

Hallo,

spült mal das ganze Systhem aus. Ich nehme immer Rohrreiniger, einmal durchlaufen lassen.
Nacht über stehen lassen und dann nächsten Tag noch einmal kurz durchlaufen lassen und
dann kräftig durchspülen(viel Wasser). Du wirst sehen, was für eine Brühe dort rauskommt.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Sonntag 3. Dezember 2017, 10:47

Vielen Dank für die schnellen Antworten!


Rohrreiniger halte ich für keine gute Idee. Der ist zwar billig und kraftvoll, greift aber auch alles mögliche andere an.
Ich verwende Melkmaschinenreiniger. Der Kühler kam zudem sechs Stunden lang ins Ultraschallbad. Der Rest vom System ist neu, man könnte Tee daraus servieren...und ich habe ja zudem auch schon deutlich höheren Wasser und- kühlluftdurchsatz durch die kleinere Riemenscheibe - ursprünglich 9,5 cm auf jetzt 6 cm.
Zu hohe Temperaturen machen der Maschine ja auch nicht viel Ärger, im Trabi gibts gar keine Wasserkühlung ,da ist der zweite Pott sicher auch nicht immer auf Solltemperatur. Ätzend ist eben das kochende Kühlwasser mit den Nachlauffolgen.

Vielleicht hat jemand noch eine andere Idee..?

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Sonntag 3. Dezember 2017, 11:50

Schon mal die Wasserpumpe im Zylinderkopf angeschaut? Nicht das Du dort Probleme und damit zu wenig Umwälzung hast?
Zwei linke Hände, aber man kann es doch mal versuchen ;-)

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Sonntag 3. Dezember 2017, 12:03

Möglicherweise zieht das System irgendwo Luft. Wenn Du dann die Heizung öffnest, wandert die Blase in den Wärmetauscher und Pumpe und/oder Thermostat sind wieder vom Wasser umspült und funktionieren richtig. Ich habe da manchmal das Ventil im Ausgleichsbehälter im Verdacht. Das soll ja bei einem definierten Unterdruck öffnen. Wenn es das nicht tut, gleicht sich der Unterdruck an der nächstbesten nicht ganz dichten Stelle aus und zieht Luft rein. Fahre mal a) ohne das Ventil bzw. b) öffne die Entlüfterschraube an der Wasserpumpe, wenn Du wieder Überhitzung hast (ohne vorher die Heizung aufzumachen). Wenn da dann Luft kommt, könnte das die Ursache sein.
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Sonntag 3. Dezember 2017, 13:06

Guter Tip,

habe ich allerdings schon durch indem ich nicht am Ausgleichsbehälter geöffnet habe sondern oben den Kühler. Luft sammelt sich dann dort, zumal er auf selber Höhe ist wie die Entlüftungsschraube an der Heizung. Die Pumpe habe ich bereits auf Verdacht getauscht bzw. war mir das Kit zu teuer für den noch dazukommenden Arbeitsaufwand so dass ich einen kompletten werksneuen Kopf mit überholtem neuen Pumpenset gekauft habe. Das ist auch alles dicht. Der Kühler selbst ist auch dicht, alle wasserführenden Schläuche sind neu, eben auch um potenzielle Leckagen zu vermeiden...

Schwierig schwierig...

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Sonntag 3. Dezember 2017, 14:02

Das ist halt eben nicht so, daß sich die Luft im Kühler sammelt. Sonst brauchte die Pumpe ja keine Entlüftungsschraube. Ich hatte beim Mittelkühler ein ganz ähnliches Phänomen: Losfahren, Anzeige (LED) geht nach kurzer Fahrt in den maximalen Bereich. Heizung auf, Temperatur fällt nach kurzer Zeit wieder auf normal, Heizung zu und man konnte problemlos fahren. Meine Theorie: Luftblase im Thermostat verhindert Öffnen des Thermostaten. Mache ich die Heizung auf, steigt die Blase in den Wärmetauscher und der Thermostat macht seine Arbeit. Solche Probleme hatte ich mit dem Frontkühler, dessen Ausgleichsgefäß und Entlüftungsprinzip ja auch viel funktionsgerechter sind, nie. Und daß ein Schlauch bzw. eine Pumpe kein Wasser rausläßt, besagt ja nicht, daß nicht Luft bei genügendem Unterdruck eindringen kann. Dieses Ventil im Ausgleichsbehälter ist nicht die Wucht, mir hats schon mehrmals den Plastedeckel zerschossen, weil es nicht rechtzeitig bei Überdruck geöffnet hat, also wird es bei Unterdruck auch Ärger geben können...
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Sonntag 3. Dezember 2017, 14:21

mal den temp-geber am kopf wechseln......da gibt es viele die quatsch anzeigen
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Armut is so widerlich........im Wartburg geht der Jikov nicht

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Sonntag 3. Dezember 2017, 14:46

Wenn es nur der Messfühler wäre, dann würde er nicht kochen.
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Sonntag 3. Dezember 2017, 15:11

Ich habe keine Erfahrung mit dem Mittelkühler. Ich würde aber mal drauf tippen, dass sich immer noch Luft ins System schleicht. Meistens ist der Zylinderkopf der schuldige. Du hast nichts dazu geschrieben, deswegen meine Frage: Hast Du den ZK (also den neuen und den alten) vor Wiedereinbau auf Planheit geprüft oder prüfen lassen (durch eine Motorenwerkstatt zB)?
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 3. Dezember 2017, 16:34

Nun, wenn sich hier nun schon alle am Tipp-Roulette beteiligen, will ich auch mal meinen nicht maßgeblichen Senf dazu geben :shock:

@ Menelaos85, wenn Du schreibst "Kühler gespült und gereinigt - später dann einen neuen Kühler gekauft", was bedeutet dies? Hast Du den Kühler denn nur gekauft oder auch eingebaut und war der Kühler tatsächlich neu oder ist es nur eine neuer alter?

Dass Dein Kühlystem grundsätzlich funktioniert, hast Du ja schon selbst festgestellt, denn mittels des Heizungswärmetauschers wird ja eine gewisse, wenn selbstverständlich auch nur geringe Kühleistung realisiert. Damit ist klar, dass der "kleine" Wasserumlauf über Pumpe, Zylinderkopf, Block und Heizungswärmetauscher funktioniert und ebenso klar ist, dass Pumpe, Zylinderkopf, Entlüftung, etc. i.O. sind (und es wahrscheinlich auch vor dem Austausch des Kopfes waren).

Es fehlt jetzt noch der große Kreislauf über den Kühler und diesen verhindern kann nur noch ein nicht öffnender Thermostat (ich weiß, Du hast diesem im Kochtopf ausprobiert, aber sei es drum) oder ein zugesetzter Kühler (hier gehe ich mit Wilfried konform). Was nun davon das Problem verursacht, kann man ganz einfach probieren, wenn man den Thermostat einmal ausbaut und die Sache mal ohne betreibt. Bekommt man dann nämlich den großen Kreislauf über den Kühler realisiert, dann liegt der Fehler am Thermostat, gelingt dies nicht, dann ist ganz einfach der Kühler dicht (das Schläuche und Anschlußstutzen nicht mit einem Mausenest verstopft sind, setze ich mal voraus).

Anzunehmen, dass man eine alten, zugesetzten Kühler auf jeden Fall chemisch wieder frei bekommt, ist ein Trugschluß. Dies funktioniert nur dann mit geeigneten Mitteln (wobei ich Deinen Melkanlagenreiniger nun nicht gerade dazu zähle, egal ob nun alkalisch oder sauer), wenn die einzelnen Röhren noch einen Restdurchfluß gewährleisten und so hier die Chemie dann auch auf gesamter Länge "angreifen" kann. Sind diese jedoch erst einmal auf gewisser laufenden Länge zu, bleibt als Angriffsfläche lediglich der "Pfropfen" im Querschnitt der Röhren. Von diesem mag die Chemie dann vielliecht sogar 1-2mm abtragen können, dann ist diese aber auch an genau dieser Stelle "verbraucht", ein Austauch kann mangels Durchfluß nicht stattfinden und die Röhren bleiben das, was sie schon sind, nämlich zu.

Also nimm erst einmal den Thermostat heraus, füll das System wieder auf und entlüfte es wie die Jungs hier gechrieben haben und dann schau mal was passiert.
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Hanner » Sonntag 3. Dezember 2017, 17:02

Hallo Menelaos 85,

dein Problem ist die kleine Riemenscheibe. Ich war dem Fehler auch unterlegen und hatte
eine kleine Riemenscheibe.Kleine Riemenscheibe hohe Umdrehung des Pumpenflügels.
Das ist ein Trugschluß. Hatte auch immer, in unregelmäßigen Abständen, Luft im System.
Hatte dann einen Beitrag über Schiffsschrauben gesehen. Wenn die zu schnell drehen,
bilden sich dahinter Luftblasen( Ausdruck dafür weiß ich gerade nicht).
Daraufhin habe ich die kleine Scheibe wieder gegen die originale getauscht. Seither keine
Probleme mehr. Ich hatte auch lange gesucht und konnte mir die Luft nicht erklären.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Sonntag 3. Dezember 2017, 19:03

Ich verstehe auch nicht warum deine Motor kochen. Vermutlich hast du auch die Wasserpumpe entlüftet an die kleine Schraube oben Wasserpumpe. Hast du geprüht falls Wasser durch der Motor laufen?
Stig
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Montag 4. Dezember 2017, 09:51

Hanner hat geschrieben:Hallo Menelaos 85,

dein Problem ist die kleine Riemenscheibe. Ich war dem Fehler auch unterlegen und hatte
eine kleine Riemenscheibe.Kleine Riemenscheibe hohe Umdrehung des Pumpenflügels.
Das ist ein Trugschluß. Hatte auch immer, in unregelmäßigen Abständen, Luft im System.
Hatte dann einen Beitrag über Schiffsschrauben gesehen. Wenn die zu schnell drehen,
bilden sich dahinter Luftblasen( Ausdruck dafür weiß ich gerade nicht).
Daraufhin habe ich die kleine Scheibe wieder gegen die originale getauscht. Seither keine
Probleme mehr. Ich hatte auch lange gesucht und konnte mir die Luft nicht erklären.



Das nennt sich Kavitation. Besonders übel, wenn man ein leises U-Boot bauen will :-).

https://de.wikipedia.org/wiki/Kavitation
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Hanner » Montag 4. Dezember 2017, 10:43

Hallo Kolumbus,

stimmt. Ich war nur zu faul nachzusehen. :smile:
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Montag 4. Dezember 2017, 19:54

Moin und besten Dank für die vielen Anregungen. Ich gehe das mal der reihe nach durch damit es nicht zu Verwirrung kommt...

Möglicherweise zieht das System irgendwo Luft. Wenn Du dann die Heizung öffnest, wandert die Blase in den Wärmetauscher und Pumpe und/oder Thermostat sind wieder vom Wasser umspült und funktionieren richtig. Ich habe da manchmal das Ventil im Ausgleichsbehälter im Verdacht. Das soll ja bei einem definierten Unterdruck öffnen. Wenn es das nicht tut, gleicht sich der Unterdruck an der nächstbesten nicht ganz dichten Stelle aus und zieht Luft rein. Fahre mal a) ohne das Ventil bzw. b) öffne die Entlüfterschraube an der Wasserpumpe, wenn Du wieder Überhitzung hast (ohne vorher die Heizung aufzumachen). Wenn da dann Luft kommt, könnte das die Ursache sein.


Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liegen sollte aber das Überdruckventil ist ein Überdruckventil. Es Blockiert Druck nur in eine Richtung. Es ist ja genau der Sinn des Ausgleichgefäßes dass sich warmes ausgedehntes Wasser im Behälter sammeln kann und ein gewisser Überdruck im System den Siedepunkt heraufsetzt.

Kühlt der Motor ab, wird Wasseraus dem Ausgleichbehälter wieder in den Motor gesaugt, quasi ohne Gegendruck wer es gegen die Sperrichtung des Ventils funktioniert. Dass dabei Luft angesaugt werden kann ist hoch unwahrscheinlich solange der Behälter gefüllt ist...und selbst wenn, so landet es oben im Kühler.

Gefäß mit Ventil, Dichtung und Deckel ist zudem getauscht, war mit das erste was ich gemacht habe.

Das ist halt eben nicht so, daß sich die Luft im Kühler sammelt. Sonst brauchte die Pumpe ja keine Entlüftungsschraube. Ich hatte beim Mittelkühler ein ganz ähnliches Phänomen: Losfahren, Anzeige (LED) geht nach kurzer Fahrt in den maximalen Bereich. Heizung auf, Temperatur fällt nach kurzer Zeit wieder auf normal, Heizung zu und man konnte problemlos fahren. Meine Theorie: Luftblase im Thermostat verhindert Öffnen des Thermostaten. Mache ich die Heizung auf, steigt die Blase in den Wärmetauscher und der Thermostat macht seine Arbeit.


Davon habe ich auch schon gelesen, wenn auch mehr in Bezug auf den Entlüftungsprozess. Das trat bzw. tritt bei mir aber immerhin nicht auf.
Ich hatte anfangs natürlich auch ohne Thermostat getestet. Den habe ich erst wieder eingebaut nachdem alle anderen Umbauten getestet wurden.

dein Problem ist die kleine Riemenscheibe. Ich war dem Fehler auch unterlegen und hatte
eine kleine Riemenscheibe.Kleine Riemenscheibe hohe Umdrehung des Pumpenflügels.
Das ist ein Trugschluß. Hatte auch immer, in unregelmäßigen Abständen, Luft im System.
Hatte dann einen Beitrag über Schiffsschrauben gesehen. Wenn die zu schnell drehen,
bilden sich dahinter Luftblasen( Ausdruck dafür weiß ich gerade nicht).
Daraufhin habe ich die kleine Scheibe wieder gegen die originale getauscht. Seither keine
Probleme mehr. Ich hatte auch lange gesucht und konnte mir die Luft nicht erklären.


Das mag sicherlich sein dass es da einen Zusammenhang gibt. Allerdings war dieser Umbau das letzte was ich gemacht habe, also wird Zurückrüste mein Problem auch nicht lösen da der Fehler bereits vorher bestand.


Dass Dein Kühlystem grundsätzlich funktioniert, hast Du ja schon selbst festgestellt, denn mittels des Heizungswärmetauschers wird ja eine gewisse, wenn selbstverständlich auch nur geringe Kühleistung realisiert. Damit ist klar, dass der "kleine" Wasserumlauf über Pumpe, Zylinderkopf, Block und Heizungswärmetauscher funktioniert und ebenso klar ist, dass Pumpe, Zylinderkopf, Entlüftung, etc. i.O. sind (und es wahrscheinlich auch vor dem Austausch des Kopfes waren).


Die Entlüftung der Wasserpumpe habe ich hunderte Male kontrolliert. Wahrscheinlich ist es wirklich so dass die Alte Pumpe und der Block total okay waren. Das macht es natürlich umso ärgerlicher aber umhin kann man nun mit Sicherheit wieder einige Dinge ausschließen.

Der "neue" Kühler stammt von einem Fachhändler und war nicht billig. Er sollte neu und unbenutzt sein, war er aber nicht - sei es drum, immerhin wurde dieser nun auch Rückseitig warm wo der alte Kühler kalt blieb. Durchfluss ist also vorhanden und wohl auch wesentlich besser als beim alten.
Ich würde mir nach all der Arbeit in den A**** beißen wenn letztlich der erste verdacht doch wieder die Ursache ist / war.

Der Kopf ist übrigens Plan, Kopfdichtung wurde im Laufe der Umbauten mehrfach getauscht und dichtet auch gut ab - kein Wassernebel im Abgas etc.

Gibt es hier ggf. jemanden der mir zum Ausprobieren mal einen definitiv sauberen Kühler zusenden könnte? Ich habe hier nunmehr drei Stück von denen es eben trotz Reinigung unklar ist....oder kommt ggf. jemand aus der Nähe PLZ 26931 ?

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 4. Dezember 2017, 21:11

Ich kann Dir keine Lösung benennen, aber lass mich mal bitte laut denken und fragen.

Meine Kühler waren auch ziemlich verdreckt, aber das reichte immer noch bei normaler Fahrt.
Wenn 2 von 2 Kühlern nicht funktionieren, ist der Kühler nicht das Problem, sagt mir mein Gefühl. Es sei denn ist der falsche Kühler...
Den 4 flügeligen Lüfter und eine halbwegs parallele Ausrichtung von Lüfterrad zu Kühler setzte ich einmal voraus.

Wie lange braucht der Motor denn im Leerlauf, bis die Temperatur am Instrument signifikant bis zur roten Marke hochgeht? Bei kaltem Motor ist meine Erfahrung so 10..15 min. Das habe ich so vom Entlüften in Erinnerung.
Vielleicht hast Du was beobachten können.

Wenn Du jetzt im kalten Zustand das Überlaufgefäß langsam und vorsichtig öffnest, zischt es da leise oder eher kräftig?
Wenn Du jetzt im kalten Zustand nur den Kühlerverschluss aufmachst, wieviel Wasser ist da drin? Mit wieder verschlossenem Überdruckventil.


PS: Zur Frage Überdruckventil: Es wirkt in beide Richtungen mit 50kPa.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Montag 4. Dezember 2017, 22:11

Hilft wahrscheinlich nicht, aber Du könntest ohne Ventil am Ausgleichbehalter versuchen zu fahren. So hatte Ich mange Jahren gefahren, da meine Zylinderkopfdichtung gelecken hatte und Abgasbläsen im Ausgleichbehalter blubbert. Denn gibt es kein möglichkeit Luft irgendwo im Kühlsystem saugen, falls es gibt Kühlwasser im Ausgleichbehalter.

Viel mehr Arbeit sind der Motor ausheben und öffnen. Nach 30 Jahren Standzeit könnte ein oder zwei Lager fest oder schlecht gewesen. Ich habe mehrere Jahren gefahren mit ein schlechtes Pleuellager. Der Motor wird oft warm so im Sommer müsste der Heizung zugeschaltet werden der Motor nicht zu überheissen. Aber der Motor hat bei mir nicht kochen.

Hier ein Bild von der gestorbene Motor.

DSC09327test500dpi.JPG
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 4. Dezember 2017, 22:41

ich denke folgendes:
1. Thermostat raus und ohne fahren. wenn dann besser (was sein kann, da der Heizkreislauf am Thermostat vorbei läuft) dann ein anderen Thermostaten nehmen. (Ein Öffnen des Thermostat im Kochtopf ist zwar ein Indiz, dass er funktionieren kann, aber kein Beweis, er kann unter Druck anders öffnen, oder / und aber auch nicht weitgenug öffnen. Die Einbau Lage des Thermostaten ist auch wichtig, und ob er das Löchlein hat.)
Wenn es daran nicht liegt
2. Ohne Ventil im ausgleichbehälter fahren, wenn das was bringt ist ggf tatsächlich die Kopfdichtung hin.
3. Für unwahrscheinlich halte ich ein defektes Pleullager, das hört man auf Kilometer Entfernung schleifen.
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 5. Dezember 2017, 00:07

Tomtom hat geschrieben:PS: Zur Frage Überdruckventil: Es wirkt in beide Richtungen mit 50kPa.

Korrektur: Überdruck 50 + 20 kPa (0,5 + 0,2 bar), Unterdruck 12 kPa (0,12 bar), an sonst würden beim Abkühlen des Systems Ausgleichsbehälter und Schläuche in sich zusammen fallen.
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Dienstag 5. Dezember 2017, 00:20

@ ffuchser:

zu 1. Habe ich alles schon durch, bin wie gesagt bis auf die letzten Tests stets ohne Thermostat gefahren um es als Ursachenverfälscher ausschließen zu können. Habe hier nun zwei verschiedene, beide mit Loch - und sie arbeiten vernünftig, sowohl im Wasserbad als auch im Wagen ( denn der Heiurgskreis funktioniert, es öffnet also ). Ich würde das gerne für die weitere Fehlersuche ausschließen wollen.

zu 2. Kopfdichtung wurde mehrfach getauscht und auch ohne Behälterventil bin ich gefahren.
Letzteres verstärkt aber nur die Problematik und ändert aber nichts an der Funktion des Systems. Es ist dann eben nicht unter Druck was zur schnelleren Dampfblasenbildung führt und den Siedepunkt wieder auf 100 Grad herabsetzt. Es kocht also bei geringerer Temperatur, sollte aber gar nicht erst so heiß werden - der Überdruck dient ja (fast) ausschließlich dem heraufsetzen der Siedetemperatur.

Punkt 3 sehe ich wie du.

@tomtom:

Meine Kühler waren auch ziemlich verdreckt, aber das reichte immer noch bei normaler Fahrt.
Wenn 2 von 2 Kühlern nicht funktionieren, ist der Kühler nicht das Problem, sagt mir mein Gefühl. Es sei denn ist der falsche Kühler...
Den 4 flügeligen Lüfter und eine halbwegs parallele Ausrichtung von Lüfterrad zu Kühler setzte ich einmal voraus.


Mein Gefühl sagt mir das gleiche. Es ist ja mittlerweile auch jedes einzelne teil im System (teilweise mehrfach) getaucht worden so daß ich fast schon nicht mehr an eine Einzelursache glaube...

Wie lange braucht der Motor denn im Leerlauf, bis die Temperatur am Instrument signifikant bis zur roten Marke hochgeht? Bei kaltem Motor ist meine Erfahrung so 10..15 min. Das habe ich so vom Entlüften in Erinnerung.
Vielleicht hast Du was beobachten können.


Im Leerlauf passiert das überhaupt nicht. Da bleibt er brav im Normbereich :smile:
Wenn er zu heiß ist, dann kühlt er im Leerlauf auch wieder recht gut runter, vor allem wenn man gut gas gibt so dass der Ventilator Drehzahl bekommt - mit Heizung auf versteht sich. Nur im Standgas macht er keinen Ärger, egal ob warm oder kalt und auch deine zehn bis 15 Minuten kommen im Stand hin, dann öffnet der Thermostat und er macht den großen Kreislauf auf.

Wenn Du jetzt im kalten Zustand das Überlaufgefäß langsam und vorsichtig öffnest, zischt es da leise oder eher kräftig?
Wenn Du jetzt im kalten Zustand nur den Kühlerverschluss aufmachst, wieviel Wasser ist da drin? Mit wieder verschlossenem Überdruckventil.


Da passiert quasi nichts beim kalten öffnen des Überlaufgefäßes. Sooo dicht hält das ganze nun auch nicht...und muss es ja auch nicht.
Das mit dem Kühler muss ich nochmal testen, komme ich aber erst nächste Woche zu und sage dann bescheid. Zu welcher Vermutung könnte einen das Ergebnis dieses Versuchs führen?

Ich muss das ermitteln, ohne den Wagen zu warm zu fahren - das wird schwierig denn wenn er erst wieder zu heiß wird und sich Blasen bilden, dann ist die gefragte Beobachtung ja für die Katz [smilie=hi ya!.gif]

Menelaos85
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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Dienstag 5. Dezember 2017, 00:29

Wenn Du jetzt im kalten Zustand nur den Kühlerverschluss aufmachst, wieviel Wasser ist da drin? Mit wieder verschlossenem Überdruckventil.


Ach halt, im KALTEN (!) Zustand. Hatte ich falsch gelesen.
Da ist der Kühler quasi voll. Es ist nur minimal Luft drin. Wenn man noch zum auf ja gleicher Höhe liegenden Heizkreisentlüfter hin durchbläst bis dort Wasser kommt und die Schraube wieder verschließt, kann man insgesamt (so in etwa) zwei bis drei, mal auch vier Schnapsgläser auffüllen. Mal eins mehr oder weniger, meine Testfahrten können ja nie über 20-30 km gehen. Das ist aber auch in etwa gleichbleibend.

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 5. Dezember 2017, 05:30

ieht mir nach einem mechanischem Fehler aus.
Ist die Scheibenfeder unter Riemenscheibe montiert ?
Ist der Lüfterflügel fest auf der Welle ?
Hat der Keilriemen eine aureichende Spannung ?

Ohne Keilriemen kann ban mit blockierten Lüfterflügel versuchen die Riemenscheibe zu drehen. Der Lüfter benötig ca. 5 PS Leistung ( ! ).
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Dienstag 5. Dezember 2017, 09:55

So viel!? :eek:

Hoffentlich bleibt dann bei meiner größeren Übersetzung noch etwas Antriebsleistung übrig, sonst habe ich am Ende einen zu heiß werdenden Sprit - in Krach - Direktumwandler...

Hab das mit dem drehen bei blockiertem Lüfter mal ausprobiert. Einmal kräftig dran geruckt - jetzt liegt der Warti auf dem Dach :idea:

Diese Scheibenfeder soll wo sitzen? Hab ich glaub ich nicht... :?

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Dienstag 5. Dezember 2017, 10:38

Die Scheibenfeder sitzt vor auf der Welle in der Kerbe und in der Kerbe der Riemenscheibe.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Kolumbus » Dienstag 5. Dezember 2017, 10:49

Menelaos85 hat geschrieben:So viel!? :eek:

Hoffentlich bleibt dann bei meiner größeren Übersetzung noch etwas Antriebsleistung übrig, sonst habe ich am Ende einen zu heiß werdenden Sprit - in Krach - Direktumwandler...

Hab das mit dem drehen bei blockiertem Lüfter mal ausprobiert. Einmal kräftig dran geruckt - jetzt liegt der Warti auf dem Dach :idea:

Diese Scheibenfeder soll wo sitzen? Hab ich glaub ich nicht... :?


Sieht aus wie ein Halbmond. Runde Seite steckt in der Welle in einer Nut, glatte Seite ist das Widerlager für die Lüfterwelle. Aber wenn die Riemenscheibe rutscht und aus Plaste ist, hätte es die schon längst verbrannt. Es sei denn, du hast eine aus Alu.
Zwei linke Hände, aber man kann es doch mal versuchen ;-)

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Dienstag 5. Dezember 2017, 11:11

Achso, der Passstift! Ja der ist da und der sitzt jetzt auch wieder in der Passung der Buchse. Die neue kleinere Riemenscheibe aus Guss hat einen,Taperlock- spannsatz mit Nut. Total geil! und preiswert. Kann man sich online für,verschiedene Riemen, Durchmesser und Bohrungen konfigurieren, auch mehrreihig. Hat mit Versand 17 euro gekostet.

Ist ja vielleicht auch mal ganz nett zu wissen dass,es sowas gibt.

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 5. Dezember 2017, 12:14

Menelaos85 hat geschrieben:Achso, der Passstift! Ja der ist da und der sitzt jetzt auch wieder in der Passung der Buchse. Die neue kleinere Riemenscheibe aus Guss hat einen,Taperlock- spannsatz mit Nut. Total geil! und preiswert. Kann man sich online für,verschiedene Riemen, Durchmesser und Bohrungen konfigurieren, auch mehrreihig. Hat mit Versand 17 euro gekostet.

Ist ja vielleicht auch mal ganz nett zu wissen dass,es sowas gibt.

Wenn Du Dir mal die originale Riemenscheibe ansiehst, wirst Du erkennen, dass deren Nabe axial außermittig zur Scheibe sitzt und diese hierdurch nach richtiger Montage sogar etwas über das Wellengehäuse übergreift. Da auch ich für die Scheibe kleineren Ersatz suchte, hatte ich mich vor einiger Zeit auch mit den ganzen Spannsystemen beschäftigt (gibt ja noch mehr als Taperlock) aber nirgends ein Equivalent mit eben außermittige Nabe gefunden, wo hast Du das denn her? Sollte jedoch Deine Taperlock-Scheibe auch keine außermittige Nabe haben, sitzt diese dann auch nicht in Flucht mit den anderen beiden Scheiben und der Riemen läuft schräg. Das wird er Dir dann mit recht schnellem Verschleiß quittieren.

Ach übrigens, eine "Scheibenfeder" gehört zu den Passfedern und heißt so, weil sie einen Abschnitt einer Scheibe darstellt. Warum die Teile überhaupt "Feder" heißen, -nixwissen-, federn im Sinne des Wortes tun sie ja nicht - ist wohl historisch bedingt. Aber auf jeden Fall ist ein Passtift keine Passfeder.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

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Re: Temperaturprobleme 353

Ungelesener Beitragvon Menelaos85 » Dienstag 5. Dezember 2017, 13:48

Du hast vollkommen Recht mit dem was du schreibst, der Riemen läuft leicht schief. Das soll aber auch keine Dauerlösung sein sondern nur zum testen und für Ursachenforschung
Wenn man das so lassen will dann würde ich mich wohl nochmal an die Drehbank bemühen müssen und das herstellen was du beschreibst.


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