Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Rahmen, Federn, Querlenker, Bremsanlage, Haupt- und Radbremszylinder, Handbremse, Reifen, Umbau

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Detlef Grau
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Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Sonntag 26. November 2006, 20:48

In einem unserer Beiträge hier im Forum, kam der Gedanke auf Silikonbremsflüssigkeit auf die Bremsanlage zu füllen um damit eventuell ein Festgehen von Bremszylindern zu vermeiden oder das turnusmäßige wechseln unterlassen zu können. Auch der Hinweis, dass das Zeug zwar keine ABe habe und man ja doch nicht so viel fahre hat mich da dann doch schon nachdenklich gemacht. Es schien, als würde die Bremsflüssigkeit aus dem Thema Sicherheit herausgenommen.

Bremsflüssigkeit, eine unterschätzte Flüssigkeit?

Genau deshalb schreibe ich diesen Artikel.

Vom Sicherheitsaspekt her ist Bremsflüssigkeit meines Erachtens die wichtigste Flüssigkeit im Auto. Ein Versagen der Bremsflüssigkeit hat fatale Folgen für Mensch und Maschine. Aus diesem Grunde gelten für Bremsflüssigkeit besonders strenge Anforderungen. Das US-Verkehrsministerium ( Department of Transportation = DOT ) unterteilt sie in verschiedene Güteklassen.

Güteklasse DOT 3 DOT 4 Super DOT 4
Trockensiedepunkt°C mind. 205 230 260
Naßsiedepunkt°C mind. 140 155 180


Bremsflüssigkeit besteht zu 65% aus Glykol und zu etwa 35% aus Glykoläther und Spuren von Rostschutzzusätzen. Sie wird nach der SAE Spezifikation J1703 und muß seit 1975 eine bernsteingelbe Färbung haben.

Bremsflüssigkeit muß eine Reihe schwer zu erfüllende Forderungen erfüllen

-Wasserfreiheit ist Vorraussetzung, denn Wasser verursacht
Korrosion im Bremssystem. Außerden senkt der Wasseranteil den
Nasssiedepunkt, so dass es zu Dampfblasenbildung kommen kann.

-Hoher Siede- und Flammpunkt. Der hohe Siedepunkt soll einem die
Gewähr geben, dass auch bei hohen Temperaturen keine Dampfblasen
entstehen können, die ja komprimierbar sind. Der hohe Flammpunkt
macht sie nahezu unentzündbar. Aber brennen tut sie trotzdem!!!

-Sie muß klimafest und unempfindlich sein und darf auch bei tiefen
Temperaturen nicht stocken

-Die Schmierfähigkeit muß selbst unter ungünstigsten Bedingungen
funktionieren, wie hoher Druck, hohe Temperatur.

-Antikorrosionswirkung, bei guter Bremsflüssigkeit tritt kein
Korrosionsangriff auf die im Bremssystem verwendeten Metalle auf.
Gummi und Kunstoffteile weden nicht angegriffen

Ganz schön viel nicht wahr? Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch und nimmt im Jahr ca 2% Wasser auf. Damit sinkt natürlich der Nasssiedepunkt. Bremsflüssigkeit ist eine hydraulische Flüssigkeit, das heißt, sie überträgt die Kraft des Fahrerfußes, bei unseren Wartburgs natürlich direkt ohne Verstärkung durch einen Bremskraftverstärker, auf die Radbremse. Wir fahren schön den Berg hinauf und irgendwann geht’s ja auch mal wieder runter und wir müssen wegen der vielen Kurven ständig lang anhaltend bremsen. Folge -> die Bremsen werden warm. Sehr warm! Irgendwann habe ich 155°C erreicht, die meine seit ewigen Zeiten auf der Bremse befindliche Flüssigkeit jetzt zur Entwicklung von Dampfblasen bringt. Die kann ich komprimieren, einfach zusammendrücken!!! Das heißt, Du trittst auf die Bremse und nur Deine Augen treten aus Ihren Höhlen, mehr passiert nicht! Du kannst das Pedal durchtreten! Darum! Wirklich und gründlich alle zwei Jahre wechseln!

Nicht zu unterschätzen sind auch Verunreinigungen durch Erdölprodukte! Diese Stoffe, wie Motor- oder Getriebeöl verursachen normalerweise erst bei einem Anteil von 1% eine sichtbare Wolkenbildung, aber bereits 0,1% Anteil können zum Totalausfall der Bremse führen!!!
Erdölprodukte können von den Gummiteilen im Bremssystem aufgenommen werden und beginnen zu quellen oder aufzuweichen. Sie dichten nicht mehr und der Druck kann an ihnen vorbei treten. Gab es schon mal bei Ford Fiesta 96, du trittst die Kupplung ( auch hydraulisch) und hältst sie getreten und das Fahrzeug fährt langsam an, weil der Druck an mit Öl benetzten Manschetten vorbeigeht.

Aber Bremsflüssigkeit hat auch negative Eigenschaften!

- Bremsflüssigkeit ist hoch giftig! Bereits 100ml sind tödlich!

- Sie greift Lacke und menschliche Haut an (undurchlässige Handschuh
sehen zwar komisch aus und man wird belächelt, aber die schützen
wirklich! Keine falsche Scham!)

- Ja und sie ist halt hygroskopisch!


Ihr seht, Bremsflüssigkeit ist eine ganz schön hoch entwickelte Flüssigkeit und unterschätzt wird sie obendrein häufig. Also! Finger weg von Experimenten! Da kann unter Umständen zu Experimenten mit Euerem und dem Leben anderer führen!

Bilderchen hab ich mal hier nicht eingesetzt wegen der für mich wichtigen Bedeutung des Themas.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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Ansgar
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Ungelesener Beitragvon Ansgar » Sonntag 26. November 2006, 21:00

{anbeten} Da bin ich doch ganz deiner Meinung.
Nur weil ein Fahrzeug nicht viel bewegt wird reicht es doch, dass einmal die Bremse versagt, wenn man sie braucht. Jeder der schon einmal ins leere getreten hat, weiß um dieses komische Gefühl.
Bremsen sollte man nur machen, wenn man weiß, was man da macht.

Auch gehört die Bremsflüssigkeit spätesten alle 5 Jahre gewechselt, besser alle 2 Jahre.
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Sonntag 26. November 2006, 21:14

Detlef Grau hat geschrieben:... Das heißt, Du trittst auf die Bremse und nur Deine Augen treten aus Ihren Höhlen, mehr passiert nicht!


Vielen Dank für Deinen ausführlichen und wichtigen Hinweis (und das man seine Augen hin und wieder kontrollieren sollte, natürlich).

Über den lappidaren Satz: "...dass das Zeug zwar keine ABE habe und man ja doch nicht so viel fahre..." hat mich auch etwas geschockt!

Bitte, Ihr Wartburg und IFA Freunde nehmt Fragen der Sicherheit nicht auf die leichte Schulter!
Beste Grüße
Peter

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fredi
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Ungelesener Beitragvon fredi » Sonntag 26. November 2006, 22:16

ich habe letzten mai meine bremsflü selbst getauscht, was bei den vielen ventilen an den bremssätteln einigen aufwand mit sich bringt, jedoch kein problem ist.

ich war nur geschockt, daß bei mir die übelste brühe :idea: mit flocken rauskam, obwohl laut reparaturrechnung vom vorbesitzer vor zwei jahren ein bremsflü-wechsel stattgefunden hat :arrow:

das glaube ich eben nicht :x

den aufwand die entlüftungsventile nach vorgeschriebener reihenfolge zu öffnen usw. macht sich heutzutage wohl nur ein prozent der werkstätten.

in summe hab ich zum wechseln gut 1,5l benötigt das die flü überall honiggelb rauskam.

mir zeigtdies, daß ich es in zukunft auch selber machen werden und ich das geld spare.

insgesamt hatte ich 15ecu material und zu zweit eine stunde arbeit (mit rumwundern). naja inner werkstatt kost´s meist eben auch 50ecu, die machen sich aber die arbeit nicht.

freundschaft
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WABUFAN
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Totaler Bremsenausausfall ...

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 27. November 2006, 18:34

Detlef, mein Lob für die Erklärungen.
Das habe ich im Sommer 1999 erlebt - wer schwache Nerven hat liesst nicht weiter ...
Am 07. August 1999, fahren 3 Personen und ich zum Baden nach Nauenhof bei Leipzig, Amelshainer See - 35 km entfernt.
Aussentemperaturen so um die 35°C, der Warti hat den Kühler noch hinter dem Motor. Mit guten 120 km/h auf der Autobahn und Temperatur am roten Bereich ...
Die Ausfahrt Nauenhof ist noch 1.000 Meter entfernt, also langsam Anbremsen ... und oh Schreck, das Pedal geht ohne Wiederstand bis zum Bodenblech ....
Zum Glück gibt es die Handbremse und die funktioniert noch. Im Auto eissiges Schweigen.
Mehrmaliges Treten ohne Erfolg, immer bis zum Bodenblech !
TOTALAUSFALL der Bremsanlage, nicht einmal 1 Kreis funktioniert - oh Schreck ! Und mit 4 Personen besetzt ...
Bis zur Ausfahrt auf 30 km/h mit der Handbremse, dann 200 Meter Landstrasse und dann 500 Meter bis zur Badestelle.
Dabei hatte ich am 03.04.1999 bei Tachostand 353.666 die Bremsflüssigkeit getauscht. Bei 357.200 viel die Bremse komplett aus. Aber warum ?
Auf der Rückfahrt hatte ich weiterhin nur die Handbremse, also einen Freund aus Leipzig geholt, er sollte die Insassen nach Hause bringen, was er auch tat. Der Bremsflüssigkeitstand war im Behälter normal.
Den Warti ohne Schrammen nach Hause gebracht.
Nächsten Tag früh auf das Pedal getreten und die Anlage geht wie gewohnt !
Auf den Prüfstand und ... es ist nicht zu glauben, alles ohne Befund ! Die Bremse geht Achsweise und hat normale Werte !
Bei einer Probefahrt und Tachostand 357.261 viel der Bremslichtschalter aus. Hatte das etwa mit dem Ausfall der kompletten Bremse zu tun ?
Den richtigen (!) Schalter getauscht, Flüssigkeit gezogen und den Siedpunkt bestimmt. Der lag bei 170°C, also im grünen Bereich.
Dennoch die Anlage entlüftet, aber keine Luft war drin. Zur Sicherheit noch die Brühe getauscht.
Also warum war die Bremse ausgefallen ?
Ich weis es nicht, vermutlich hat die Flüssigkeit am Bremsverteiler ( höchster Punkt der Bremsflüssigkeit ) gekocht ( Hitze vom Auspuffkrümmer ? ) und damit war Luft drin. Sonst hätte ich das Pedal nicht durchtreten können. Nachts wurde es dann kühler.
Seit dem ist es mir zur Gewohnheit geworden, nach dem Einsteigen erst einmal auf die Bremse treten - wer weis ob ich losfahren kann ....
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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Hagen

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Ungelesener Beitragvon Hagen » Sonntag 3. Dezember 2006, 07:08

Hallo Wartburgfreunde,

ich wollte mit meinem Beitrag natürlich nicht zeigen, daß ich das Thema Sicherheit unterschätze. Schließlich wäre mir nicht gedient, wenn ich meinen mit viel Mühe und Geld restaurierten W. wegen einer versagenden Bremsanlage schrottreif fahre. Ich habe mich nur unter mike-Sander.de umgeschaut, und bin da auf die besagte Bremsflüssigkeit gestoßen. Kurz zur Beschreibung: DOT 5, nicht hygroskopisch, greift Lacke nicht an, bleibt auch nach längerer Außerbetriebsetzung der Bremse voll funktionsfähig, Siedepunkt ca. 260 Grad Celsius, keine Siedepunktverringerung, da keine Wasseraufnahme, aber nicht als Ersatz für Bremsflüssigkeit auf Mineralölbasis (Citroen und Rolls Royce) zu verwenden. Hauptgrund für die Entscheidung dafür war das Vermeiden von Korrosion, denn ich kann keine Rost mehr sehen, insbesondere an Schrauben, weshalb ich nach und nach alle durch Edelstahlschrauben austauschen möchte.

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Dienstag 10. November 2009, 19:33

ich muss das thema nochmal raufholen..meine olga steht bei vergölst, die kriegen sie aber nicht fertig, weil sie nur dot4 bremsflüssigkeit da haben, nun meine frage: was gehört denn da "ab werk" rein?

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Dreielferschrauber
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Dienstag 10. November 2009, 20:15

drpaulaner hat geschrieben:ich muss das thema nochmal raufholen..meine olga steht bei vergölst, die kriegen sie aber nicht fertig, weil sie nur dot4 bremsflüssigkeit da haben, nun meine frage: was gehört denn da "ab werk" rein?


Sieh mal hier:
Thread Bremsflüssigkeit 1
oder hier:
Thread Bremsflüssigkeit 2
nach. Dort gibt es einige Erfahrungsberichte. Ich fahre DOT3 in Kombination mit originalen DDR-Manschetten und Schläuchen - bisher ohne Probleme.

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drpaulaner
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon drpaulaner » Dienstag 10. November 2009, 21:05

ja die themen hatte ich gefunden, erfahrungsberichte auch..aber will denn das werk? dot 3?

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Friedolin
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Mittwoch 11. November 2009, 19:48

Da lese ich den interessanten Fred erst jetzt... Zu Wabufans Beitrag kann ich ein ähnliches Erlebnis berichten. Eine längere Fahrt war ganz normal verlaufen, als ich plötzlich vor einer Kurve dieses eklige Leertretgefühl hatte. Pedal am Bodenblech, nüscht passiert. O.k., ganz locker geblieben und sanft die Handbremse eingesetzt. Was war los? Die BreFlü wechsle ich meistens jährlich, mindestens aber alle zwei Jahre. Als ich aus dem Auto stieg, sah ich, daß im Stand die Bremslichter leuchteten! Motorhaube auf, der Bremslichtschalter war grade dabei, die Kabelisolierungen abzuschmelzen, so heiß war der - Kurzschluß! Hab ich halt die Kabel abgenommen, als das ganze abgekühlt war, ging die Bremse wieder einwandfrei. Meine Beifahrerin mußte dann für den Rest der -verhalten gefahrenen- Strecke mittels Schalter für NSL (1,3er Lampen) auf Kommando Bremslicht "spielen". Die Hitze im Schalter hatte zum Sieden der Flüssigkeit ausgereicht. Übrigens: Beim Ausbau des Schalters stellte ich fest, daß keine der Anschlußfahnen mit "+" gekennzeichnet war, wie es aber sein sollte (und beim Ersatzteil auch so war). War das die Ausfallursache?
Was mir noch aufgefallen ist: Ich hab auch mal der Werkstatt gesagt, sie sollen doch gleich die Flüssigkeit tauschen. Die schrauben dann auf den Behälter ihre Maschine an und machen hinten die Entlüftung auf und hängen ne Flasche dran. Irgendwann solls dann gewechselt sein. Es will mir aber scheinen, als ob so doch nur bestenfalls ein Bremskreis getauscht wird. Müssen die nicht auch jede Schraube aufmachen und alles rauslassen? Ich mach es daher lieber selber nach IHLING und hatte noch nie Probleme.
Gruß,
Friedolin
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon wartifan » Mittwoch 11. November 2009, 21:18

DOT 5 (Silikon) würde mich als Komplettaustuasch wegen der Rostunempfindlichkeit besonders in den Zylindern reizen.
Müsste doch gehen... :?:

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Mattse » Mittwoch 11. November 2009, 22:25

Sehr interessantes Thema, welches Detlef da angesprochen hat! Einige, wie ich, sind vom Fach und wissen darüber Bescheid, für andere sind solche Themen gedacht und seeehr sinnvoll.
Wichtig wäre noch...
Es ist gewollt, daß die die Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist, denn sie soll vorhandenes Wasser in der Bremsanlage binden!!! Silikonflüssigleit tut dies eben nicht, so kann es passieren, daß sich ein "Wassersack" an einem tiefen Punkt (z.B. in einem Bogen einer Bremsleitung) bildet, dieser bei tiefen Temperaturen gefriert und so zum Ausfall der Bremsanlage führt! Das ist u.a. auch ein Grund, warum es in Deutschland keine ABE dafür gibt. Wenn die Leute dann eventuell der Meinung sind, die Silikonflüssigkeit müsste nicht regelmässig gewechselt werden, ist dies ein Trugschluss!
Wenn heute, bei einem Test der Bremsflüssigkeit, der Wasseranteil gemessen wird, geschiet die am Vorratsbehälter, klar wo sonst! Aber, wenn die Flüssigkeit dort der Wasseranteil vielleicht 1% anzeigt, sind es unten, in den Schläuchen u.s.w. mehr. Der grösste Anteil des Wassers in der Anlage wird über die Bremsschläuche aufgenommen! Klingt komisch, is´ aber so!
Weiter wäre es noch sehr wichtig, zu erwähnen, daß unsere Bremsschläuche, Manschetten, etc. nicht unbedingt diese Silikonflüssigkeit vertragen, (weil sie ja nicht dafür gemacht sind)!
Ebenso hat Silikonflüssigkeit ein anderes Druckverhalten, sodas hier (zumindest ab einer bestimmten Länge) Stahlflexschläuche vorgeschrieben sind, also in den Ländern, wo sie erlaubt ist!
Also, ich für meinen Teil wechsel da lieber regelmässig die Bremsflüssigkeit.
Grüsse, Matthias
Eine genagelte Schraube hält besser, als ein geschraubter Nagel!

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon werefive » Mittwoch 18. November 2009, 11:19

Wen ich das so lese hab ich ja richtig Angst mit mein Gelben zu fahren.
Die Bremsflüssigkeit die ich drauf hat stand schon 10 Jahre im Stall. :eek:
Ist es schlimm wen man 2 verschidene Sorten drauf hat?? [smilie=hi ya!.gif]
(IFA) Irre Fanatiker des Automobils.;-)

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Donnerstag 19. November 2009, 08:26

Ursachenerklärung.
Ich hatte vor zig Jahren das gleiche. Da war der Bremsdruckschalter gebrochen/undicht innerlich, da ging auch kein Bremskreis mehr (warum auch immer) und ich mußte bestimmt 1Minute voll pumpen bis dieser vermutlich gefüllt war und somit alles wieder prima funktionierte. Hinterher fiel es nur auf, das der BRemslichtschalter nicht mehr funktionierte.
Könnte also als Ursache auch bei Dir in Frage kommen.
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 19. November 2009, 08:31

werefive hat geschrieben: ... Wen ich das so lese hab ich ja richtig Angst mit mein Gelben zu fahren. Die Bremsflüssigkeit die ich drauf hat stand schon 10 Jahre im Stall. Ist es schlimm wen man 2 verschidene Sorten drauf hat ?? ...

Da wird es aber Zeit, die komplette Anlage trocken zu legen und eine Sorte ein zu füllen !
Und nach spätestens 2 Jahren wird der Wechsel wiederholt.
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Montag 30. November 2009, 17:20

Interessanter Fred ...
Friedolin hat geschrieben: ... Motorhaube auf, der Bremslichtschalter war grade dabei, die Kabelisolierungen abzuschmelzen, so heiß war der - Kurzschluß! Hab ich halt die Kabel abgenommen, als das ganze abgekühlt war, ging die Bremse wieder einwandfrei. (...) Die Hitze im Schalter hatte zum Sieden der Flüssigkeit ausgereicht. ...

Hochinteressant, die Geschichte mit dem Bremslichtschalter als Tauchsieder :eek: ... Hätte ich nicht gedacht. Warum ist denn da nicht vorher die Sicherung geflogen? Sollte doch nur ne 8er drin sein, wenn ich mich nicht täusche ...

Auch diese Gedanken sind interessant:
Matthias Uhlig hat geschrieben: ... Es ist gewollt, daß die die Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist, denn sie soll vorhandenes Wasser in der Bremsanlage binden!!! Silikonflüssigleit tut dies eben nicht, so kann es passieren, daß sich ein "Wassersack" an einem tiefen Punkt (z.B. in einem Bogen einer Bremsleitung) bildet, dieser bei tiefen Temperaturen gefriert und so zum Ausfall der Bremsanlage führt!

Absichtlich hygroskopisch - so habe ich das noch gar nicht gesehen ... - Leuchtet aber schon ein.
Wobei ich zu der Ansicht neige: kommt drauf an ... Wie schon mal in einem ganz anderen Fred am Rande erwähnt, probieren ich die Suppe von Herrn Sander gerade aus. Und zwar in meinem CT6-1. Ich halte sie für diesen Zweck für besonders geeignet; gerade bei selten benutzten Bremsen (wie eben an so einem Hängerle) wäre es einleuchtend, dass sie ihre Vorteile des Wassern nicht Aufnehmens gut ausspielen kann. Außerdem kann hier der Zustand des Einfrierens nicht eintreten: Haltet mich meintewegen für einen Weichling - aber ich bin (räusper) kein Freund des Wintercampings mit dem Klappi - insofern wird er im Winter nicht benutzt. Das eventuell erhöhte Risiko des Bremsenausfalls wegen eventueller Unverträglichkeit halte ich für vertretbar - setzt man das potentiell reduzierte Ausfallrisiko wegen festkorrodierter Zylinder dagegen. Zudem ist der Ausfall der Bremse am Klappfix ein recht geringes Sicherheitsrisiko: die 400 kg bekommt man auch noch ungebremst zum Halten ...

Nun - wie gesagt: ich probiere die Silikonsuppe aus. Bis zur Meldung endgültiger Befunde werden aber wohl noch ein paar Minuten ins Land gehen - hat ja nicht viel Sinn, wenn ich jetzt, nach drei Monaten, erzähle, dass das alles supergut ist, weil die Bremse immer noch nicht festgegammelt ist ... -roll-

Gruß
Tommy
Ein Nickerchen hinterm Lenkrad schützt vorm Älterwerden!

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 30. November 2009, 23:41

Tommy, ich bin bei meinem Qek einen völlig anderen Weg gegangen :smile:

Ich hab mir einen mit mechanischer Auflaufbremse aufgebaut :shock:

Was soll ich Dir sagen -nixwissen- es funktioniert :lol:
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Dienstag 1. Dezember 2009, 19:18

Detlef Grau hat geschrieben:Ich hab mir einen mit mechanischer Auflaufbremse aufgebaut :shock:

(Grummel)
Naja, das ist wohl die pragmatischere Lösung :smile: . - Aber gewinnen wir dadurch an Erkenntnis, ob die Silikonsuppe was taugt oder nur gefährliche Geschäftemacherei ist? :-| :?

Gruß
Tommy
Ein Nickerchen hinterm Lenkrad schützt vorm Älterwerden!

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon kusTom » Freitag 12. April 2013, 00:59

Hallo Wartbürger,

ich nehme den Thread mal zum gegebenen Anlass wieder auf.

da wir nun mit unserer Wartburg soweit zufrieden sind und auch bei der damals ersten Probefahrt das "leere Pedal" gefunden haben... {eyedisco}
machen wir die Bremse soweit neu.
Verbaut sind derzeit B1000 Zylinder IFA LZ 5a.
Bei einem "Herrn Dietzel" bekamen wir schrottige alte RENAK LZ5 mit der Aussage die wären kompatibel mit den vorhandenen... {kratz}
Naja, Lehrgeld halt.

Nach dem Öffnen der Trommeln stellte meine Frau fest, dass rechts Barkas Backen, links aber 311er Backen verbaut sind!

Somit unser Entschluss -
Wir tauschen alle 6 RBZ (Wir haben neue Barkas RBZ vorn und hinten (identisch 311) bestellt.),
tauschen alle Backen (vorn B1000 mit Sockel, hinten 311er),
blasen das System komplett aus,
tauschen die Gummischläuche und füllen mit DOT4 das ganze bis die Flüssigkeit sauber gelb raus kommt.

Was haltet Ihr von dem Plan?

Wir haben vor die Wartburg 2 bis 3 mal in der Woche zu bewegen. Hier sollte ein Festgehen der RBZ nicht so schnell vorkommen, oder? Ich dachte daran die Flüssigkeit im Frühjahr 2014 im jährlichen Turnus vor der Saison zu wechsel, sinnvoll?

Thema Bremslichtschalter: Im Zuge der beschriebenen Maßnahme würde es schon Sinn machen den zu tauschen, oder? Habt Ihr noch Tips, worauf wir bei der Durchführung noch achten sollten, oder was noch hierbei erledigt werden sollte? {blinzel}

Vielen Dank und Grüße Tom

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 12. April 2013, 13:57

Von der B1000-Bremse vorn halte ich wenig.
Denn B1000 hat doch einen riesengroßen Kolbendurchmesser vorn (32mm oder so), während der 311 "nur" 26,.. hat.
Um welches Auto handelt es sich?
Kannst Du mal Bilder der jetzt verbauten (B1000)-Bremse machen? Es macht in meinem Kopf abwechselnd ein Bild der genialen Lösung und des größten Murxes....
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Zottel » Freitag 12. April 2013, 20:17

silikonbremsflüssigkeit ist nur bei fahrzeugen mit ABS nicht erlaubt !, dennn dort ist die bremsflüssigkeit nicht bestandteil der ABE !

hydraulik öl funktioniert im übrigen auch, nur ist es im winter ziemlich zäh !( selbstversuch trabant !) (Achtung der siedepunkt ist nur was für trommelbremsen)

in russland gab es rbk diese bremsflüssigkeit , war aus butan und rizinusöl... nicht hygroskopisch...jahrzehntelang fuhren die damit ! auch nur für trommelbremsen !

ich werde nie wieder diese kapitalistische hygrokopische suppe in rigendein auto kippen, den nur aus einem grund ist bremsflüssigkeit hygrokopisch, nämlich damit die radbremszylinder ab und zu mal kaputt gehen und man neue haben muss !!! außerdem muss man die suppe immer wechseln... alles geldmacherei !
"Wir fahren mit den Ollltimern bei uns am Platz Rallye ! " Zitat A.D. aus E.

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon kusTom » Freitag 12. April 2013, 21:09

Wartburgbauer hat geschrieben:Von der B1000-Bremse vorn halte ich wenig.
Es macht in meinem Kopf abwechselnd ein Bild der genialen Lösung und des größten Murxes....


Ich mache morgen mal ein Foto von der Bremse. Da ich auch der Meinung bin, dass an unserem Wagen recht gemurxt wurde... :eek: Wie schon beschrieben re -> B1000
li -> Wartburg - Backen.
Wir haben einen 311er Bj. 1963 wurde allerdings schon mehrfach überarbeitet 77er Karosse usw.
Die sende ich Dir aber als PN, da es hier ja über Bremsflüssigkeit geht. {blinzel}

Zottel hat geschrieben:

ich werde nie wieder diese kapitalistische hygrokopische suppe in rigendein auto kippen, den nur aus einem grund ist bremsflüssigkeit hygrokopisch, nämlich damit die radbremszylinder ab und zu mal kaputt gehen und man neue haben muss !!! außerdem muss man die suppe immer wechseln... alles geldmacherei !


Was fährst Du dann, nicht wirklich hydraulik öl..?
Ich persönlich halte die Ausage von

[quote="Mattse"]
Es ist gewollt, daß die die Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist, denn sie soll vorhandenes Wasser in der Bremsanlage binden!!! Silikonflüssigleit tut dies eben nicht,

für durchaus einleuchtend. Dies (unter anderem) haben wir uns für DOT4 entschieden.

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Zottel » Freitag 12. April 2013, 21:37

woher soll denn das wasser kommen ?

ich bin mit dem " hydraulik " trabant im sommer über die landstraße geknüppelt und es gab keine probleme !

ich werde aber aufgrund einiger nachteile des hydrauliköls nun die dot5 silikonbremsflüssikkeit verwenden, da es diese seit einiger zeit ( ca 30 jahre gibt und somit die erfahrungswerte eine gewisse gewichtung haben werden...wenn die us armee in den 12 , 18 und noch mehr tonnen fahrzeugen damit unterwegs ist, warum soll es dann damit probleme geben ?...

laut dem mike sanders, wie man in der oldtimermarkt lesen konnte fährt er in einem wagen auch schon seit 25 jahren die selbe flüssigkeit... und wie gesagt die russische rbk ist auch nicht hygroskopisch und war jahrzehnte im einsatz !
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Freitag 12. April 2013, 22:05

Zottel hat geschrieben:silikonbremsflüssigkeit ist nur bei fahrzeugen mit ABS nicht erlaubt !, dennn dort ist die bremsflüssigkeit nicht bestandteil der ABE !

hydraulik öl funktioniert im übrigen auch, nur ist es im winter ziemlich zäh !( selbstversuch trabant !) (Achtung der siedepunkt ist nur was für trommelbremsen)

in russland gab es rbk diese bremsflüssigkeit , war aus butan und rizinusöl... nicht hygroskopisch...jahrzehntelang fuhren die damit ! auch nur für trommelbremsen !

ich werde nie wieder diese kapitalistische hygrokopische suppe in rigendein auto kippen, den nur aus einem grund ist bremsflüssigkeit hygrokopisch, nämlich damit die radbremszylinder ab und zu mal kaputt gehen und man neue haben muss !!! außerdem muss man die suppe immer wechseln... alles geldmacherei !


Zottel, das ist gefährliches Halbwissen! Der nächste Schritt ist Umrüstung zur Seilzugbremse. Woher hast Du die Information, dass Silikonbremsflüssigkeit bei ABS Systemen nicht erlaubt ist und mit allen anderen Systemen kompatibel ist, weil nicht Bestandteil der ABE ? Was in Rußland für Rußland gebaut wurde ist auch meines Erachtens nicht auf unserer Fahrzeuge 1:1 übertragbar. Auch sozialistische Bremsflüssigkeit war hygroskopisch, auch wir kannten einen Hermetikbalg. Mattse hatte Recht mit der Wasserbindung. Ganz oben in der Beitragsreihe haben wir das durchgekaut.
Bremsen sind wichtig, Ausfall der Bremse ist lebensgefährlich! Bitte nehmt Fragen der Sicherheit nicht auf die leichte Schulter!
in diesem Sinne

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 12. April 2013, 22:21

Gerade bei so Chemie-Zeugs fülle ich grundsätzlich das ein, was dafür da ist, basta.
Da DOT4 heute Standart und üblich ist, und (theoethisch) mit DOT3 (was wiederum er DDR-Suppe nahe kommen sollte) mischbar ist, fülle ich DOT4 ein.
Nur, weil weiter oben die Frage kam: Die originale DDR-Flüssigkeit ist wohl nahe DOT3. Da es aber unschiedliche DDR-Flüssigkeiten gibt, die nicht mischbar sind, haut da schonmal iregendwas nicht hin...

Also raus den Mist, DOT4 rein. Paar Wochen später kann man RBZ wechseln (bisher irgendwie immer so gewesen...), dann ist Ruhe, die Versorgung problemlos und der Siedepunkt mehr als ausreichend.

Auch wenn es mir keiner glauben mag: Ich habe noch keinen RBZ (den ich vor dem Bremsflüssigkeitswechsel kontrolliert hatte!) heil über die nächsten 2 Monate nach dem Wechsel gebracht....
Allerdings neue RBZ (auch aus DDR-Produktion), die noch nie Flüssigkeit gesehen hatten (dabei geht es vor allem um die Manschetten) machen das problemlos mit.

Warum? Keine Ahnung.
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 12. April 2013, 22:39

Wartburgbauer hat geschrieben:Also raus den Mist, DOT4 rein.
...
Auch wenn es mir keiner glauben mag: Ich habe noch keinen RBZ (den ich vor dem Bremsflüssigkeitswechsel kontrolliert hatte!) heil über die nächsten 2 Monate nach dem Wechsel gebracht....

Nix für ungut. Aber für wieviele Fahrzeuge gilt so eine Statistik...
Und war da überhaupt noch DOT 3 drinne?

Dies ist doch alles mehr oder weniger obsolet.
Bei einem Altfahrzeug unbekannten Serviceheft Zustandes: Bremsen aufmachen, Zylinder nacharbeiten, neue Manschetten, neue Schläuche und Ruhe ist.

Detlef hat vollkommen Recht:
Bremsen helfen, besser schlafen zu können, auf irgendeine Weise.
Ob vor oder nach dem grössten anzunehmenden Unfall.
Aber am besten bei beiden!
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Zottel » Freitag 12. April 2013, 22:45

Detlef Grau hat geschrieben:
Zottel hat geschrieben:silikonbremsflüssigkeit ist nur bei fahrzeugen mit ABS nicht erlaubt !, dennn dort ist die bremsflüssigkeit nicht bestandteil der ABE !

hydraulik öl funktioniert im übrigen auch, nur ist es im winter ziemlich zäh !( selbstversuch trabant !) (Achtung der siedepunkt ist nur was für trommelbremsen)

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Zottel, das ist gefährliches Halbwissen! Der nächste Schritt ist Umrüstung zur Seilzugbremse. Woher hast Du die Information, dass Silikonbremsflüssigkeit bei ABS Systemen nicht erlaubt ist und mit allen anderen Systemen kompatibel ist, weil nicht Bestandteil der ABE ? Was in Rußland für Rußland gebaut wurde ist auch meines Erachtens nicht auf unserer Fahrzeuge 1:1 übertragbar. Auch sozialistische Bremsflüssigkeit war hygroskopisch, auch wir kannten einen Hermetikbalg. Mattse hatte Recht mit der Wasserbindung. Ganz oben in der Beitragsreihe haben wir das durchgekaut.
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Als erstes mal musst du richtig lesen ! ! !

die Information zur rechtlichen Seite entnahm ich der letzen aktuellen OM !

Dort steht: bei Fahrzeugen ohne ABS ist die Bremsflüssigkeit nicht bestandteil der ABE , bei ABS fahrzeugen ist sie bestandteil der ABE. !

Das heißt, bei nicht ABS Fahrzeugen darf man Bremsflüssigkeit ohne ABE benutzen, was aber noch lange nicht heißt das alle Systeme alle Flüssigkeiten vetragen !!!!!!!!!

nur weil etwas erlaubt/nicht erlaubt ist, heißt es noch lange nicht das es kompatibel ist !

ZB: bei russischen rbk befüllten anlagen führt selbst dot 3 !!! zum quellen der gummis !!!

will man also statt rbk neue flüssigkeiten fahren, müssen alle gummiteile AUCH Schläuche getauscht werden !

{rolleyes}


letzlich der einzig sinnige weg ist: die gummis die man verwenden möchte in der enstsprechenden Bremsflüssigkeit einige Wochen einzulegen, um zu gucken ob sie quellen !

ich überhole meine Teile immer alle selber, denn dan weiß ich, das alle teile in ordnung sind, und zum anderen, ob die Teile geeignet sind !

vor allem wird ein system nur durch spülen nie richtig sauber, man muss schon alle zylinder zerlegen reinigen und begutachten um klare aussagen treffen zu können !

das ist aber nur die eine seite (veträglichkeit der teile)

ob einen Bremsflüssigkeit hygroskopisch sein muss oder nicht, ist das zweite thema !

wenn ein sytem kein wasser beinhaltet muss dieses auch nicht gebunden werden !

auch wenn es auf den ersten blick logisch erscheint das die flüssigkeit hygroskopisch sein muss ist es auf den zweiten blick unsinnig, es würde ja auch niemand stiefel aus pappe anziehen um sich später zu wundern, das man nasse füsse bekommt {rolleyes}

denn ohne eine hygroskopische flüssigkeit kommt auch kein wasser ins sytem {eyedisco}
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 12. April 2013, 22:52

Die Frage nach "was nimmst du denn" ist aber immer noch offen Zottel...
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 12. April 2013, 23:31

Tomtom hat geschrieben:
Wartburgbauer hat geschrieben:Also raus den Mist, DOT4 rein.
...
Auch wenn es mir keiner glauben mag: Ich habe noch keinen RBZ (den ich vor dem Bremsflüssigkeitswechsel kontrolliert hatte!) heil über die nächsten 2 Monate nach dem Wechsel gebracht....

Nix für ungut. Aber für wieviele Fahrzeuge gilt so eine Statistik...
Und war da überhaupt noch DOT 3 drinne?

Dies ist doch alles mehr oder weniger obsolet.
Bei einem Altfahrzeug unbekannten Serviceheft Zustandes: Bremsen aufmachen, Zylinder nacharbeiten, neue Manschetten, neue Schläuche und Ruhe ist.

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Ob vor oder nach dem grössten anzunehmenden Unfall.
Aber am besten bei beiden!


Beweisen kann ich es nicht, ganz klar.
Aber es betraf bisher einen 311er, einen 353er und einen B1000, beim 353er hat garantiert (da seit dem in einer Hand) seit Kauf kurz nach der Wende keiner was an der Bremshydraulik gemacht (!), das Auto war immer im Einsatz (rund 60.00km). Die Suppe, die da rauskam, war nicht feierlich, das Bremsverhalten seither bedeutend besser.

Gut okay, ich rede mich hier um Kopf und Kragen.
Fakt: Ich habe beim B1000, beim 311 und beim 353W Frontkühler (alle gehören meinem Alpha-Kumpel und sind druchgängig in Betrieb gewesen) Bremsflüssikeitswechsel mit DOT4 gemacht. 14 Tage später waren beim 353 hinten die RBZ undicht, beim B1000 hat es unwesentlich länger gedauert und der 311 hatte vorn eine zuvor gemachte Bremse, hinten war einige Wochen später auch zig.

Einfach um so ein "Gewürsche" zu vermeiden, empfehle ich jedem die Umstellung auf DOT4, da hat man das einmal durch (oder eben auch Glück und es hält) und hat dann keine Probleme mehr, mit dem Bremsflüssigkeitswechsel, der sich übrigens immer im Zusammenhang mit /in Vorbereitung dem/des TÜV gut unterbringen lässt. :smile:

Mit dem Tauschen von Bremsschläuchen und "vorsorglich" RBZ tauschen halte ich mich mal bedeckt. Ist letztlich eine Zustandsfrage, wobei alte Bremsschläuche ein bedeutend größeres Risiko darstellen, als ein RBZ.
Wenn der Bremsschlauch platzt, ist´s vorbei mit Bremsen. Wenn ein RBZ undicht wird (und viel mehr kann der nicht) ist die Bremswirkung erst gar nicht, später leicht und erst nach einiger Zeit wirklich gefährlich beeinflusst. Es kündigt sich zumindest an.

Schwieriges Thema. Was ich mir aber zum Grundsatz gemacht habe:
Ich verfolge nicht stur Regeln oder Empfehlungen, ich überlege mögliche Folgen eines Ausfalls.
Ich nutze auch alte RBZ weiter, wenn sie noch okay sind. Wenn sie sterben, merke ich das schon. Bremsschläuche fliegen bei geringsten Anzeichen in den Schrott.
Mit der Verwendung alter Bremsbacken (ohne Belagablösungen!) habe ich wiederum keinen Schmerz, was soll passieren? Einbremsen und dann passt das schon.

Was ich aber mal noch zusammenfassend loswerden will:
Bremse, Reifen und Achse/Lenkung (letzteres weniger) sind nunmal extremst sicherheisrelevant.
Wer dort alte Teile nutzt (was ja durchaus legitim ist) muss die entsprechenden in stark verkürzten Abständen kontrollieren, nicht nur alle zwei Jahre vom TÜV mal "drüberhuschen" lassen.
Wer nicht so gern schraubt wie ich, der braucht
-Reifen
-RBZ
-Bremsschläuche
-Achsbuchsen usw. in neu.
Siehe dazu auch hier:
viewtopic.php?f=5&t=14407

kusTom hat geschrieben:
Wartburgbauer hat geschrieben:Von der B1000-Bremse vorn halte ich wenig.
Es macht in meinem Kopf abwechselnd ein Bild der genialen Lösung und des größten Murxes....


Ich mache morgen mal ein Foto von der Bremse. Da ich auch der Meinung bin, dass an unserem Wagen recht gemurxt wurde... :eek: Wie schon beschrieben re -> B1000
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Mach´doch einen eigenen Threat auf! :smile:
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Re: Bremsflüssigkeit, die unterschätzte Flüssigkeit

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Samstag 13. April 2013, 00:07

Ich habe aufmerksam gelesen Zottel, leider hab ich den Artikel in OM nicht gelesen. Was ich in Richtigkeit mit meinen Zeilen meine, ist folgendes

Die Zeiten, in denen Entwicklungen durch Versuch und Irtum enstehen, sind vorbei. Wenn Du für Dich persönlich einschätzen kannst, inwieweit die (vielleicht 30 Jahre alten) Materialien der Bremshydraulik durch eintauchen in die zukünftig verwendete Flüssigkeit Ihre Konsistenz und andere Eigenschaften verändern oder behalten, dann musst Du auch mit den Ergebnissen leben. In aller Konsequenz.
In einem derart öffentlichen Forum sollte man aber überlegen, ob man seine Beobachtungen als Lehrsatz darbietet. Unbedarfte Nachahmer könnten zu keinem so guten Ergebnis kommen wie Du, um es gelinde auszudrücken. Ich denke, dass man hier verantwortlich miteinander umgehen sollte. Ich kann Dich verstehen, wenn Du hinter all dem kommerzielle Hintergründe vermutest, die nur angeführt werden, damit der ahnungslose Autofahrer Bremsflüssigkeit auch brav alle zwei Jahre kauft. Ich persönlich traue mir nicht zu, richtig zu beurteilen, was Kommerz ist, was technische Notwendigkeit und wo die Grenzen verschwimmen zwischen funktioniert wie vorgeschrieben und lebensgefährlich. Wo ich russische Bremsflüssigkeit aus der Vergangenheit einordne ist nicht auschlaggebend, ich würde sie nicht verwenden.

Vielleicht ist es ein Trugschluss zu glauben, dass das Wasser nur dadurch in die Bremsflüssigkeit kommt, weil diese hygroskopisch ist. Bremsflüssigkeit sollte hygroskopisch sein um eventuell in die Bremse, z.B. durch die Bremsschläuche oder den göffneten Deckel des Vorratsbehälters eingedrungenes Wasser aufzunehmen, damit es nicht zur Tröpchenbildung kommt, schon allein der Korrosionsbildung oder eventueller Eisbildung wegen.

Ich persönlich halte mich an das was vorgeschrieben ist. Mag zwar ein wenig preußisch gehorsam klingen, aber solange ich die Möglichkeit hab, vorgeschriebene Materialien zu verwenden, werde ich keine Versuche mit alternativen Varianten anstellen oder empfehlen. Mag sich konservativ anhören, funktioniert aber bis jetzt tadellos.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau


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