Bremse fest, aber doch nicht.

Rahmen, Federn, Querlenker, Bremsanlage, Haupt- und Radbremszylinder, Handbremse, Reifen, Umbau

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Wartburgbauer
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 24. November 2017, 10:03

Naja, der Druckübersetzer, der beim 312 und 353 (ohne W) unter´m Fahrersitz wohnt ist – wenn er denn in Ordnung ist – schon funktional. Ein zusätzliches, nicht lastabhängiges Ventil ist für meine Begriffe nicht notwendig. Problematisch ist eher die immer Kompromissbehaftete Einstellung eines nicht lastabhängigen Ventils.
Ich habe im Camping das Problem, dass ich mit ungebremstem Klappfix (ca. 450kg incl Moped drauf, d.h. recht hoher Schwerpunkt) die Hinterachse durch den Anhänger beim Bremsen dynamisch eher be- als entlaste. Damit habe ich im Grunde genommen zu wenig Bremskraft an der HA und er schiebt über die Vorderräder.
Umgedreht bin ich bei leerem Auto ohne Anhänger gerade so an der Grenze, dass die Hinterräder normalerweise nicht überbremsen.
Eigentlich müsste man sich Markierungen an der Einstellkappe machen und den Druckübersetzer je nach Beladung bzw. Anhänger vor Fahrtantritt verstellen…aber wer macht das schon. Und ewig wird die Alukappe das auch nicht mitmachen.
In so fern ist der LAD vom 353W schon besser, der klärt das selbst. Wenn er i.O. ist. UND richtig eingestellt.
Ein originaler W312 bis 1966 ist auch nicht ganz so kritisch, da er vorn größere RBZ vom W311 (27mm) hat. Damit hat er von sich auch mehr Bremskraft vorn. Zumindest mehr, als ein 312er oder 353 ab 66 mit defektem Ventil…

Spätestens, wenn wir über unterschiedliche Belagqualitäten und Temperaturfading reden, wird das ganz sowieso noch viel verrückter. Während man Belagqualitäten ja noch durch eine korrigierte Einstellung des CD/LD/LAD kompensieren kann, wird die Abweichung in der Bremskraftverteilung durch Fading nur durch ein ABS kompensiert werden können.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 24. November 2017, 12:51

MichiMotorFreak hat geschrieben:Der Pedalweg ist ebenfalls recht lang. Michi

LAD hin oder her... dafür suche ich auch noch eine Lösung. Zufrieden bin ich nicht...
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon MichiMotorFreak » Sonntag 26. November 2017, 11:04

Moin
Einen LAD habe ich noch nicht. Einkreis Trommel. 1974.
Jetzt habt ihr von einem Ventil unter dem Fahrersitz gesprochen. Ich denke mal, dass das das ist, welches am Rahmen montiert ist. Dieses vermindert den Bremsdruck für hinten? Interessant! Ich dachte, es wäre nur ein zwischenstück zum entlüften der Leitung oder Ähnliches.
Der neue HBZ wird vorraussichtlich heute abend montiert.
MfG
Michi

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 26. November 2017, 22:13

MichiMotorFreak hat geschrieben:nur ein zwischenstück der Leitungi


Oft ist es auch genau nur noch das: Ein Leitungsverbinder....

Aber eigentlich sollte das Ding den HA-Druck reduzieren. :smile:
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon MichiMotorFreak » Montag 27. November 2017, 20:32

So, gestern sollte er ja getauscht werden.
Ich muste allerdings feststellen, dass ich jetzt 3 Anschlüsse für Bremsleitungen habe. Der den ich mir kaufte, aber nur einen. Ich finde auch nirgens ein Bild oder ähnliches über meinen jetztigen. Hat jemand eine Idee, was das für ein HBZ ist? Optisch unterscheidet er sich nicht von dem neuen. Hat allerings halt 3 Anschlüsse.
MfG
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Bort » Montag 27. November 2017, 23:51

Huhu,

Mach doch mal bitte ein Foto von deinem HBZ, vom neuen sowie vom alten. was hast Du für eine Bremse drin, Ein- oder Zweikreis? Trommel oder Scheibe? Drei Anschlüsse? Da ist was faul...

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon MichiMotorFreak » Dienstag 28. November 2017, 00:08

Mache ich
Ich habe überall Trommel und Einkreis.
MFG

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 28. November 2017, 08:06

http://wiki.w311.info/index.php?title=Radbremszylinder

Guck mal da: Der Einkreis-HBZ hat nur einen einzigen Anschluss, an den ein Verteiler mit beliebig vielen Anschlüssen angeschraubt wird.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon MichiMotorFreak » Mittwoch 29. November 2017, 14:23

Moin
Hier nun das Bild des alten, und des neuen HBZ.
Ein Anschluss vorne links, der andere vorne rechts und einer für hinten.

WhatsApp Image 2017-11-29 at 14.10.40.jpeg

Wie wird der Bremsdruck denn normalerweise bei dem Bremssystem verteilt? Würde mir das jemand erklären?
MfG
Michi

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 29. November 2017, 14:41

Nimm einen 17er Maulschlüssel, pann den Zylinder sachte in den Schraubstock und setze den Schlüssel unmittelbar hinter dem Bremslichtschalter an, Löse die Hohlschraube und bau´ den 3er-Verteiler an den neuen Zylinder, fertig.
Und beobachte das Verhalten des DDR-Bremslichtschalters, ich mag die Dinger nicht mehr, baue sie nicht mehr ein. Aber Du kannst natürlich auch Glück haben. Oder Du baust gleich einen Facet 7.1102 ein.

Die Physik sagt, dass in einem geschlossenen hydraulischen System überall der gleiche Druck herrscht, solange alles miteinander verbunden ist.
Erst bei einem bestimmten Druck wird im Druckbegrenzer oder -übersetzer ein Kolben gegen eine Federkraft verschoben, sodass der Druck an der Hinterachse nicht mehr oder nur noch im Verhältnis 1:3 ansteigen kann.
Häufig schließt der Kolben aber nicht mehr dicht bzw. das Rückschlagventil, welches den Druckabbau an der HA ermöglicht (ohne ginge nicht), wird in beide Richtungen durchlässig.
Ansonsten: http://wiki.w311.info/index.php?title=Druckbegrenzer
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon MichiMotorFreak » Mittwoch 29. November 2017, 15:24

Das mit dem Umbau habe ich mir auch schon gedacht. Trotzdem besten Dank. Wunderlich ist nur,
dass, ich das so vorher noch nicht gesehen habe.

Danke für die Erklärung des Ventils. Was ich mit Verteilung meinte, war aber eigentlich nur, wie die Standart Version aus dem einen Anschluss, 3 macht.
MfG
Michi

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 29. November 2017, 15:35

Ist nix als ein T-Stück.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon MichiMotorFreak » Mittwoch 29. November 2017, 15:50

Achso. Danke

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon MichiMotorFreak » Samstag 2. Dezember 2017, 17:06

Moin
So, HBZ ist verbaut und Anlage entlüftet. Nun Bremst er super. Hoffentlich ist das Thema nun erledigt, und es bleibt bei diesem Stand. Ich bedanke mich noch einmal bei allen, die mir mit ihrem Rat zur Seite standen.
Mit freundlichsten Grüßen
Michi

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Detta » Samstag 10. November 2018, 19:28

Hallo Leute,
Ich weiss jetzt nicht wo ich hier mit meinem Problem einsteigen soll, um nicht ein neues Thema anzufangen.
Ich habe mich heute um das Problem meiner Hinterradbremsen gekümmert. Beim Abnehmen der Bremstrommel hatte ich große Probleme. Als ich sie endlich ab hatte, zeigte sich, daß sich eine der Bremsbacken verkantet hatte. Beim näherem Betrachten, stellte sich heraus, das die eine Bremsbacke durch eine Druckfeder gegen die Grundplatte gedrückt wird und somit in ihrer Position fixiert wird. Die andere Bremsbacke hatte diese Feder nicht. Für mein Dafürhalten müsste dort auch eine Druckfeder sein? Im Handbuch ist leider auch keine Darstellung zu finden. Hat da jemand bei der Montage gepfuscht und hatte "Mut zur Lücke"?

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Samstag 10. November 2018, 19:52

Pro Bremsbacke eine Haltefeder. Gilt für die 30mm-Bremsbacken ab ca. 1982.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 10. November 2018, 22:01

Nee, nur die vordere (Auflauf-) Backe der 30er Bremse hat einen Niederhalter.
Der Rest ergibt sich dadurch, dass man die Federn von hinten einhängt, nicht von vorn.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Samstag 10. November 2018, 22:32

Nee, nur die vordere (Auflauf-) Backe der 30er Bremse hat einen Niederhalter.

Ich fürchte, die Aussage ist falsch. Ich hatte zuerst auch gemeint, dass hinten keine Niederhalter sind. doch der ET Katalog lehrte mich eines Besseren.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Samstag 10. November 2018, 22:47

PS: Hier der Nachtrag.
ET Katalog 8. Auflage. Stichtag 01.01.1988

Bild3.jpg
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 10. November 2018, 22:56

Ich sehe auf deiner Abb. aus dem ETK genau einen Niederhalter - und auch in der Ankerplatte ist nur ein Loch. Eben für den Auflaufbacken. Die Ablaufbacke hat keinen Niederhalter. :?
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Samstag 10. November 2018, 23:17

Von mir aus. Beschwer Dich bei der Sekretärin, die das abgezittert hat.
In den Stückzahlen im ET sind es zwei Federn auf einer Seite.
Könnte schon die Ursache der Verklemmung sein. Und Asche auf mein Haupt. Bei meinem gelben Hirsch hatte ich nie drauf geachtet.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 11. November 2018, 00:01

Tomtom hat geschrieben: Beschwer Dich bei der Sekretärin, die das abgezittert hat.


Nö. Sie hat doch alles richtig gemacht,
Tomtom hat geschrieben:In den Stückzahlen im ET sind es zwei Federn auf einer Seite.


Das wiederum ist tatsächlich ein Fehler. Aber in meinem 88er ETK stehen nur zwei Niederhalter drin. Ich gehe stark davon aus, dass nicht beide links einzubauen sind, sondern einer links und einer rechts, vorzugsweise in das vorhandene Loch in der Ankerplatte, um die Auflaufbacken niederzuahalten.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 11. November 2018, 00:10

Na dann "Auf Auf" in den virtuellen Reparaturoverall, um dem Fragesteller weiterzuhelfen :smile:
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 11. November 2018, 00:38

Wartburgbauer hat geschrieben:....sondern einer links und einer rechts, vorzugsweise in das vorhandene Loch in der Ankerplatte, um die Auflaufbacken niederzuahalten.

Oder eben überhaupt keiner:

f166.JPG

:shock: :shock: :shock:
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 11. November 2018, 12:52

Zurück zur schmalen Bremse im 353W.
Ich habe mir gerade ein paar alte Bilder angesehen.
Es ist tatsächlich nur 1 NIederhalter pro Seite. Wieder was gelernt.

Nun bleibt ja immer noch die Frage, warum sich die Bremsbacke verkeilt hat.
Gibt es Fotos davon und von der Bremstrommel?
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 11. November 2018, 13:34

Hat er ja geschrieben. Von der betreffenden Bremsbacke hat die Haltefeder gefehlt. Sonst findet man überall diese Konstruktion.
Beispielsweise bei meinem VW Vento an der Hinterachse. In wie weit das notfalls auch ohne Feder funktioniert, bzw. was der
offizielle Grund war, diese Konstruktion einzuführen, weiss ich nicht.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 11. November 2018, 15:35

Die Lösung ist, die Rückzugsfedern (nicht die Niederhalter, die es ja nur am Auflaufbacken gibt) von HINTEN einzuhängen, und zwar beide, unten und oben. Schon bleiben die Backen selbst ganz ohne niederhalter hinten. Ist auch beim 311/1000 so. Hängt man sie von vorn ein, klappen sie fast automatisch nach vorn, wenn kein Niederhalter sie daran hindert.

Dass die Backen vorklappen, wenn man die Trommel runternimmt und selbige einen Korrossions/Verschleißrand hat, ist normal. Das passiert gelegentlich sogar bei Backen mit Niederhaltern, wenn der Trommelrand nunmal kleiner ist, als der Außendurchmesser der (nachgestellten) Backen.
Dagegen hilft nur Schütteln, Rütteln, Wackeln beim Abnehmen der Trommel und anschließendes Abdrehen der Kante von der Trommel - dabei möglichst die Finger (bzw. den Drehmeißel) von der "guten" Bremsfläche lassen, da macht man mit kleinem Aufwand eher Schaden als nutzen.
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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Detta » Sonntag 11. November 2018, 19:12

Danke für die schnelle Antwort. Ich hätte es sehen müssen. Hinter mir lag das Handbuch für Werkstätten. Aber ich war so unter Zeitdruck, weil ich schon eine halbe Stunde mit der Hebebühne vergeudet habe. Dabei lag der Fehler an der Einbaulage der Rückzugsfedern. Sie waren warscheinlich vom Vorbesitzer, beide vor, statt von hinten eingehängt. Kein Wunder- die rechte Bremsbacke wurde zwangsläufig nach vorne gezogen, wurde durch die Rückzugsfedern über die Bremsnachsteller gezogen und verkantete.

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Sonntag 11. November 2018, 21:31

Mein Wartburg 353 Bj. 1968 hat 50 mm breite Bremsbakken. Daran gibt es keine Haltefeder (Teil 22 - 25 im Bild). Dafür könnte Ich auch Probleme haben die Bremmtrommeln zu abschieben da die Bremsbakken sich am Kante stellen.

Vor Ich ein hintere Bremstrommel abschieben, lassen Ich die Handbremsdrahtseil los. Und wenn die Bremstrommel los sind, entferne Ich immer die schmale Kante an Bremstrommeln, wie nicht verschliessen werden von die Bremsbakken.

Und hier ein Bild von meiner hintere Bremsschild ohne Löcher für die Haltefedern. (Nach 40 Jahren gibt es viele Rostgruben aber nicht durchgerostet)

DSC00668.jpg
DSC00668.jpg (78.87 KiB) 396 mal betrachtet
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Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Bremse fest, aber doch nicht.

Ungelesener Beitragvon Detta » Montag 12. November 2018, 17:24

Also nochmal allen Beteiligten hier meinen Dank , die sich an der Lösung meines Problems beteiligt haben. Die Bremstrommel habe ich dann letztendlich mit Flachmeißel, als Keil (zum Sichern) und einem Kuhfuß (zum Hebeln) abbekommen. Ich hatte nach zwei Stunden Rackern dann plötzlich einen Helfer. Der konnte wohl das ganze Elend nicht mehr sehen. Er entpuppte sich als professioneller Wartburgschrauber. Der Werkstattleiter hat ihn gleich verdonnert da zu sein wenn ich mal wieder da bin. Tolles Team und macht dann alles doppelt Spaß, wenn man eine fachkundige helfende Hand zur Seite hat.
Was mir sehr viel Zeit raubte waren auch diese Verschleißsteller (ich nenne die jetzt einfach mal so).Die waren beide aus der Führung und über den Rand der Federbleche gerutscht. Das Reinfummeln in ihre Ausgangsposition war echt zeitraubend.
Gern versorge ich euch mal mit Fotos zur Veranschaulichung von Problemen, aber ist leider nicht so erlaubt.


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