Bremspedalweg

Rahmen, Federn, Querlenker, Bremsanlage, Haupt- und Radbremszylinder, Handbremse, Reifen, Umbau

Moderator: ZWF-Adminis

mario68
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Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon mario68 » Freitag 7. September 2018, 12:52

Hallo, habe heute auch mal ein Problem:
ich habe so einen 312 er "Bastard" mit einem 81 er 353 W Fahrgestell. Habe den abgebrochenen Umbau schon so gekauft, also bitte nicht gleich steinigen.
Beim Bremsen habe ich des Öfteren einen längeren Pedalweg als normal. Er bremst immer und zieht nicht einseitig und auch wenn das Pedal durchsackt habe ich einen festen Druckpunkt. Ist halt nur immer ein komisches Gefühl, wenn man wieder mal weiter durchtreten kann als normal. Entlüftet ist nach Reparaturhandbuch und ich habe auch die Bremsflüssigkeit nach 2 Jahren gewechselt.
Ich tippe jetzt auf den HBZ und denke, das er manchmal nur auf einem Kreis Druck aufbaut. Den habe ich bei der Restauration auch gewechselt. Hat jemand schon mal so etwas gehabt?
Ein schönes WE, Mario.

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joey85
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon joey85 » Freitag 7. September 2018, 13:41

Hallo Mario,

das ein Kreis nur manchmal arbeitet, kann ich mir nicht vorstellen. Entweder er baut schleichend ab und faellt dann aus, oder er geht gar nicht.
Ich finde es hoert sich eher nach Luft im System an. Entluefte doch einfach nochmal nach Handbuch. Manchmal dauert es ein wenig, bis die Luft hochsteigt.

Hast du manuell neu befuellt, oder mit z.B. Ezibleed? Die ist klasse, hab ich auch genommen:

https://www.korrosionsschutz-depot.de/w ... mber=8EZI0

Ansonsten mit zwei mann und einer Tritt das Pedal [Lenker]

Gruss und viel Erfolg
Johannes
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berlintourist
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 7. September 2018, 16:00

ich folge joeys einschätzung. bremse entlüften kann seine tücken haben. am besten nochmal (zu zweit) durch jede einzelne leitung reichlich bremsbrühe durchdrücken..

gruß
Wartburg - aus freude am schrauben ...

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joey85
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon joey85 » Freitag 7. September 2018, 16:20

Im MZ Forum gabs den Tipp, dass man die Bremse über nacht gezogen lässt, weil dann angeblich die Luftblasen besser aufsteigen.
Keine Ahnung ob das nen Effekt hat, schaden kanns aber auch nich. Den Deckel vom Ausgleichbehälter sollte man dabei geöffnet lassen, damit die Luft entweichen kann.
Meine Zeit mit Wartburg ist leider schonwieder ein paar Jahre her, aber ich glaub zumindest der Deckel mit Ausfallkontakt ist eh nicht 100%ig dicht, oder?
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Thilo.K
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 7. September 2018, 17:12

Ähmmm.
Aus Erfahrung kann ich dir nur raten, den Entlüftungsvorgang nochmal zu wiederholen.
Am besten klappt das übrigens mit einem hydraulischen Bremsenentlüfter. Leider erfordert das dann aber
einen passenden Adapter-Verschlussdeckel für den Vorratsbehälter. Müsste man sich selbst frickeln oder im
Zubehörhandel nachfragen. Hier käme es auf den Gewindedurchmesser und die Gewindesteigung an.


Was auch immer allzu gerne versaut wird (meist aus Unwissenheit oder Geiz):
Zu wenig Bremsflüssigkeit durchfliessen lassen. Insbesondere beim kompletten Wechsel wird viel Flüssigkeit benötigt.
Offiziell muss durch jede Radbremse jeweils 500ml Bremsflüssigkeit durchfliessen.
Eben nicht nur um sicherzugehen, dass die komplette Menge der alten Flüssigkeit wirklich draussen ist (Helligkeit
der Bremsflüssigkeit als Indikator ist recht zweifelhaft), sondern um auch die entfernteste Luftblase nach draussen zu
befördern.

Manuell mittels zweier Personen entlüften, ist als Notbehelf aber auch schon ok.
Habe das aber immer anders gemacht, als im Ratgeber o.ä.
Nämlich vor jedem Öffnen einer Entlüftungsschraube mit dem Bremspedal Druck aufgebaut und gehalten.
Also Aufpumpen und mit dem Fuss drauf stehen bleiben. Beim Entlüften den "Alublock", also den Bremsverteiler nicht
vergessen, ebenso nicht den LAD.
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 7. September 2018, 20:01

Offiziell muss durch jede Radbremse jeweils 500ml Bremsflüssigkeit durchfliessen.

Diesen Hinweis kannte ich noch nicht.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 7. September 2018, 22:20

Wenn die Arbeiten streng nach Lehrbuch getätigt werden. Hat in diesem Zusammenhang nicht
unbedingt was mit dem AWE zu tun, sondern eher mit älteren VW, aber sinngemäss würde ich das
auch für den Wartburg gelten lassen.
Habe diverse Punkte irgendwann mal in einem älteren VW-Reparaturleitfaden gelesen.
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Freitag 7. September 2018, 23:02

Also wenn Du eine festen Drückpunkt habest, bin Ich nicht sicher falls es noch gibt Luft im Bremssysteme. Aber am besten sind die Bremssysteme noch einmahl entlüften.

Eine möglichkeit wäre das ein Bremsgummischlauch sind geschwollen. Und dafür dauert es vor die Bremsflüssigkeit züruck fliessen. Am Lada von meiner Sohn bekommt der vorne Bremse nicht mehr heiss nach Austausch von der Bremsgummischlauch.

Ein zweites möglichkeit wäre das die Kolben im Haubtbremszylinder nicht genug zurück kommt, und Bremsflussigkeit schwer zurück zum Behalter fliessen können.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Samstag 8. September 2018, 07:54

Wenn es nicht immer ist, sondern nur ab und an, bitte kontrollieren, das die Automatischen Rücksteller der Trommelbremsen ungefettet sind. GGF ordentlich Bremsenreiniger reinsprühen um sie zu reinigen. Und natürlich müssen diese dem Stand W353 entsprechen, nicht 312!.
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon mario68 » Montag 10. September 2018, 10:02

Vielen Dank erst einmal für eure Tipps. Das mit den Nachstellern werde ich mir nochmal genau anschauen. Ich fahre ja schon 3 Jahre so rum und habe einige Male Entlüftet, weil ich an Luft dachte. Nach 2 Jahren habe ich die BF auch gewechselt. Mit der Menge von zwei Litern kenne ich auch noch aus meiner VW-Zeit.
Ich halte euch auf dem Laufenden, Mario.

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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 10. September 2018, 15:10

Besteht ein Zusammenhang mit dem Durchfahren von Schlaglöchern? Dann liegt ein Defekt der automatischen Nachsteller (Fett oder Bruch des Plättchens) nahe.
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 11. September 2018, 03:06

Bei mir am 05.11.2012 gefunden :

Nachsteller_Links.JPG

Da habe ich gestaunt ...

Nachsteller_Teil.JPG

Trat ich aufs Pedal, änderte sich der Druckpunkt nach dem 1. Mal treten.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon joey85 » Dienstag 11. September 2018, 08:35

[Hilfe] das die Dinger brechen koennen... Junge Junge.
Wenn man so genau darueber nachdenkt, auf wieviel Glueck man taeglich angewiesen ist... abenteuerlich {kratz}
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 11. September 2018, 08:46

Ja, so viel passiert da nicht. Eben genau das Verhalten, dass das Pedal beim ersten Treten ein ganzes Stück weiter unten seinen Druckpunkt hat. Fühlt sich komisch an, ist aber wenig tragisch, zu Not halt zweimal treten. Die Wahrscheinlichkeit, dass das genau bei einer extrem Kritischen Gefahrenbremsung das erste mal auftritt, ist doch sehr, sehr gering.
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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon Kundendienstzentrale » Dienstag 11. September 2018, 10:07

Nun habe ich lange nichts geschrieben, aber etwas fällt mir zu diesem Thema ein und das könnte wichtig sein, vor allem wenn ich 353W Fahrgestell lese.

Bitte unbedingt die vorderen Radlager prüfen und den Festsitz der Kronenmuttern an den Antrieben. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich aufgrund eines Fehlers an dieser Stelle die Bremsscheibe bewegt und dabei die Beläge zurückdrückt. Beim nächsten Tritt auf die Bremse ist dann der Pedalweg plötzlich furchtbar lang.....

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Re: Bremspedalweg

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 11. September 2018, 10:52

Ja, das ist richtig. :smile: Meist sind dann aber die Radnaben hinüber. :eek:
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